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Sternenzauber. Der Audiobuch-Adventskalender. CD von Anna Thalbach

Zoom Produkt-Bild: Sternenzauber. Der Audiobuch-Adventskalender. CD
Audio CD von Audiobuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 7,40, Angebote ab EUR 5,40

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3899641795, Erscheinungsdatum: Dezember 2006, Auflage: 1

Amazon.de Hörbuch-Rezension


Als "wunderbar warm und einfühlsam" wurden Rainer Maria Rilkes Engellieder in der Lesefassung von Anna Thalbach mit ihrer "zarten, kinderseligen Stimme" und Johannes Steck gelobt, die dem Audiobuch-Adventskalender 2005 auch prompt einen Platz in den Bestsellerlisten bescherten. Und der Verlag hat gut daran getan, für die Advents-CD 2006 an der Zusammenarbeit mit dem Sprecher-Duo festzuhalten, das mit Sternenzauber wieder 24 kleine Trostkerzen entzündet, die dem dunklen Spätherbst einen Gutteil seines Schreckens nehmen. Und genau darin besteht ja -- zumindest auch -- der Sinn des Weihnachtsfestes.
Neben den beiden wunderbaren Vortragenden haben sich auch Bettina Meißner und Corinna Zimber ein großes Lob verdient, die mit der Auswahl der 24 Geschichten und Gedichte ein gutes Gespür für die richtige Mischung bewiesen haben: Klassische Adventsgedichte, wie das vom "Knecht Ruprecht" (Theodor Storm), oder die mittelalterliche "Legenda Aurea" (Jacobus de Voragine), die den Lebensweg des Heiligen Nikolaus von Myra beschreibt, stehen da neben der feucht-fröhlichen "Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddedlu" von Joachim Ringelnatz oder dem von Rosa Luxemburg im Advent 1917 in der Haft verfassten "Brief an Sophie Liebknecht". Auch Rilke ist mit "Die Heiligen Drei Könige" wieder vertreten. Ganz klassisch: der Schluss mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium. -- Unbedingt hörenswert! -- Freia Danz
Spieldauer: ca. 56 Minuten, 1 CD, Lesung, mit Booklet
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5 Kundenrezensionen:

Brief an Sophie....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit den 24 klingenden Törchen hat jeder die Chance, sich mittels Geschichten, Gedichten und Gedanken in der Adventszeit zu besinnen. Die CD beginnt
- traditionell mit "Vom Christkind" nach Anna Ritter über
- C. F. Hebbels "Weihe der Nacht" in nächtlicher Stille zu
- Wilhelms Buschs "Der Stern" zu den Grenzen der Weisheit.
- Joachim Ringelnatz "Schenken" motiviert zum Schenken mit Herz und Geist.
Mich hat Rosa Luxemburgs Brief an Sophie Liebknecht aus dem Dezember 1917 besonders beeindruckt. Es geht um ihre zwangsweise Besinnung in dunkler Gefängniszelle. Im Wechselspiel zwischen Zweifel und Hoffnung erkennt sie die Bedeutung des rechten Hörens. Unter dem Zwang ab 22:00 Uhr ins Bett zu müssen, hört die unter Schlafstörungen leidende in die Stille der Nacht. Sie hört zunächst das Räuspern der Schildwache und das hoffnungslos klingende Knirschen des Sandes unter seinen Stiefeln. Ihr Herz klopft von einer unbegreiflichen inneren Freude beflügelt. Sie lächelt im Dunkeln in sich hinein, wie wenn sie um ein zauberhaftes Geheimnis wüsste, das alles Böse und Traurige Lügen straft. Die tiefe, nächtliche Finsternis ist schön und weich wie Samt, wenn man nur richtig schaut. Und das knirschen des feuchten Sandes unter den schweren Schritten der Schildwache singt ein kleines schönes Lied vom Leben. Wenn man nur richtig zu hören weiß.
Mit ihrem von Verzweiflung und Hoffnung durchdrungen Brief aus der Zelle, spiegelt Rosa Luxemburg eine besondere Form des Sternenzaubers wieder, der das vordergründige Leid übersteigt . Die Tiefe der Nacht übersteigt unseren Horizont. Tiefgang ist eine Voraussetzung für Tiefsinn. Sie kann nur begreifen, wer sie erfahren hat. Die Texte der CD haben zum Teil viel Tiefgang und Anna Thalbach weiß dies mit Ihrer Stimme zu würdigen.
Verkürzt die Wartezeit!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Nachdem der Audiobuch-Verlag im vergangenen Jahr mit Rilkes Engelliedern den ersten Hörbuchadventskalender herausgegeben hat, erfreut er die wartenden, erwachsenen Literaturfreunde in diesem Jahr mit "Sternenzauber".

Erneut konnten Anna Thalbach und Johannes Steck gewonnen werden und für diese beiden gilt tatsächlich "Never change a winning team", denn diese beiden geschulten, wunderbaren Stimmen ergänzen sich auf's Schönste und hauchen auch dieser vorweihnachtlichen Auswahl Leben ein.
Die Wahl der Texte ist recht konventionell, man findet viel Klassisches wie die Gedichte "Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen" von Anna Ritter, "Schenken" von Joachim Ringelnatz oder "Knecht Ruprecht" von Theodor Storm. Ergänzt werden die liebgewonnenen, altbekannten Texte durch die Heiligenlegenden der Barbara und Sankt Nikolaus, durch Briefe Goethes, Storms und Rosa Luxemburgs. Das Repertoire reicht von Wilhelm Busch bis Theodor Fontane und natürlich fehlt auch die Weihnachtsgeschichte nach Lukas nicht!

"Die Weihnachtsfeier des Seemanns Kuttel Daddeldu" ist jedoch für mich so mit der Stimme Otto Sanders verbunden, das Johannes Steck hier einfach keine Chance hat! Allerdings ist das auch die einzige Kritik an einer ansonsten liebevoll ausgesuchten und gesprochenen CD, die dank der ansprechenden Optik und den vierundzwanzig Kläppchen nicht nur ein Fest für die Ohren, sondern auch für die Augen ist.
Eine schöne Idee!
Und wie ich so strolcht durch den finsteren Tann ...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Also diesmal will ich den Rat eines Mitrezensenten beherzigen und nicht so dick auftragen. In diesem Audio-Adventskalender werden kurze Geschichten und Gedichte aus dem 18. und 19. Jahrhundert von Anna Thalbach und Johannes Steck vorgetragen. Sie tun das sehr gut und sehr gekonnt, nur gefällt mir die Zusammenstellung dieses Hör-Adventskalenders nicht ganz so gut, wie beim Audiobuch-Adventskalender "Alle Jahre wieder". Hier fand ich sie ausgewogener und runder.

Die Autoren sind querbeet gemischt von Clemens Brentano über Joachim Ringelnatz bis zu Theodor Storm. Auch von Rosa Luxemburg ist ein Text dabei, der mir sehr gut gefällt. "Das Leben der heiligen Barbara" von Johann Evangelist Stadler und "Das Leben des Nikolaus von Myra" von Jacobus de Voragine waren für mich interessante Lebensschicksale, die ich so noch nicht im Detail gekannt hatte. Desweiteren hören wir Berichte vom Christmarkt (Gottfried Keller), vom Schenken (Ringelnatz), von einer Schlittenfahrt (Anna Ritter) und natürlich vom Weihnachtsbaum von Peter Rosegger u.v.m.. Bekannte und unbekanntere Gedichte ... Von draus vom Walde komm' ich her ... ich lag und schlief, da träumte mir ... weit über die Meere die Sehnsucht sie spinnt...

Mit 24 Türchen zum Öffnen, nicht nur zur Weihnachtszeit interessant.
ziemlich enttäuscht
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich bin als Kind mit den Klingenden Adventskalendern groß geworden . Und so war meine Freude gross als ich diesen entdeckt habe. Als ich dann die erste Geschichte gehört habe, war meine Entäuschung sehr gross. Die miserable Aufnahmequalität ist daran schuld. Auf einer CD die so schlecht geschnitten ist. Ständig hört man Nebengeräusche . Die Geschichten und Stücke sind toll ausgewählt worden. Auch sehr schön vorgelesen. Aber bei einer CD sollte man wirklich bessere Qualität erwarten. ( selbst meine Schalplatten hatten eine wesentlich bessere Qualität)
Wunderschöne Einstimmung auf Weinachten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Joachim Ringelnatz ,Theodor Storm, und ein bisschen Goethe und Rosa Luxemburg weiten den Rahmen der Adventlichen Einstimmung sicherlich gewaltig aus, machen es aber auch interessant.Stehen und fallen tut der Audiokalender der richtig viel Zeit zum reinhöhren von einem verlangt aber durch die fantastische Stimme von Anna Thalbach bzw. auch den anderen Sprechern.Wunderschön
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