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Viva Polonia: Als deutscher Gastarbeiter in Polen von Steffen Möller
Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 6,90 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) ISBN: 3502151555, Erscheinungsdatum: Februar 2008, Auflage: 11., Aufl.
Aus der Amazon.de-RedaktionSteffen Möller, ein Name, der wohl den wenigsten etwas sagen dürfte. Nach diesem Buch wird sich dies gründlich ändern. Der jungenhafte Mann, der uns auf dem Cover aus der Ferne mustert, hat zur Befriedung des chronisch labilen Verhältnisses zu unseren polnischen Nachbarn vermutlich mehr beigetragen, als sämtliche Kartoffelkrieger und Vertriebenen-Erikas jemals zerdeppern konnten. Angefangen hatte alles mit der leicht abseitigen Studentenidee, einen zweiwöchigen Polnischkurs in Krakau zu belegen. Was im März 1993 als Gag gemeint war, entwickelte sich zur großen Liebe eines Lebens. Man fasst es kaum, aber Möllers Vernarrtheit in die unglaublich komplexe polnische Sprache gab den Ausschlag. Heute, dreizehn Jahre später, kennt in Polen jedes Fernsehkind diesen merkwürdigen Deutschen, der als Kabarettist und Schauspieler zu einem der Ihren wurde. Und uns nun Polen erklärt. Aber wie! Wer Möller auf seiner PR-Tour durch den deutschen Talkshowdschungel erlebte, verfiel augenblicklich dem Charme, mit dem er für seine neue Heimat warb. Gängige Vorurteile (Autoklau, Tristesse pur, etc.), werden gelangweilt abgeschmettert, nur um sie durch andere, eigene, zu ersetzen. So den notorischen Aberglauben, von dem die polnische Bevölkerung in ihrer Gesamtheit fast schon voodoohaft erfasst ist. Möller liefert Beispiele gelebter polnischer Alltagsanarchie, die uns Deutsche als bedauernswerte obrigkeitshörige Hackenschläger dastehen lassen. Auch der ehemalige Sprachcoach in Möller gibt keine Ruhe. Lustige, aber hoffnungslose Vokabelübungen durchziehen sein Buch, ein linguistisches Desaster, das jeden deutschen Rachenraum übel malträtiert. Ledigleich die Lehnwörter aus dem Deutschen wie ?Gancegal?, ?Hochsztapler? und ?Szajs?, erweisen sich als halbwegs brauchbar. Nebenbei ? lebenswichtig! ? keine Scherze treiben über Papst Johannes Paul II. Bescheidenheit, Abwesenheit von Aggressionen, gänzlich unerwarteter schwarzer Humor. Dazu der Reiz der polnischen Frauen, von Heine schon als ?Weichselaphroditen? verehrt. Attribute, die Möller den Abschied von der deutschgrauen Ellbogenmentalität versüßten. Der Mann schafft das Positivbild einer liebenswert-schrulligen Gesellschaft, dass man noch beim Lesen die geistigen Koffer zu packen beginnt. ?Es lebe Polen!? Vorschlag zur Güte: Wer, auch in den heiklen Fragen unserer unseligen Vergangenheit, derart sensibel, aber ohne falsche Betroffenheit die Herzen unserer Nachbarn aufschließen konnte, sollte doch gleich den Botschafterposten auf der offiziellen Ebene bekommen. Ein besserer ließe sich ohnehin nicht finden! ?Ravi Unger 5 Kundenrezensionen:die Welt braucht mehr solcher Bücher 5 von 5 PunktenIch kenne beide Seiten: die ersten 14 Jahre meines Lebens verbrachte ich in Polen und die restlichen (bisher) 16 Jahre in Deutschland. Das Buch verschlang ich mit großem Interesse und war begeistert. Auch die polnische Version mit dem Titel "Polska da sie lubic" habe ich gelesen (inhaltlich fast gleich). Allerdings ist wichtig, dass jedem Leser vorher klar ist, dass Steffen Möller ein Satiriker ist und dass die Geschichten gezielt mit einer großen Portion Humor bebackt sind um sie amüsanter zu machen. ;) Die Realität? Ich denke Steffen hat möglichst gut die polnische Mentalität im allgemeinen beschrieben. Natürlich gab es auch Punkte mit den ich nicht (ganz) einverstanden war. Allerdings empfindet jeder die Dinge etwas anders und es kommt immer darauf auf den jeweiligen Bekanntenkreis an. Vergleich: Urlaubsberichte, schicke 10 Leute auf die selbe Reise und man hat mind. 3 verschiedene Meinungen. Der Auto sprach einige Dinge an, die mich bisher störten: - die Unwissenheit und Falschaussagen der Deutschen über Polen - die schlechten TV-Berichte über Polen, die keineswegs die Realität wiederspiegeln (da rege ich mich jedes Mal darüber auf!). Kein Wunder, dass kein Interesse an dem Nachbarland geweckt wird. Ich finde, dass es noch mehr solche Bücher geben sollte. Werde mich auf die Suche nach ähnlicher Lektur über andere Nationalitäten machen. Macht Lust auf Polen 5 von 5 PunktenDas Buch von "Herrn Steffen" hat bei mir das Interesse an Polen geweckt. Bisher war das Land - wieso eigentlich? - nicht in meinem Fokus. Viel mehr als die wohl üblichen Vorurteile und die Nachrichten im Zusammenhang mit Solidarnosz etc. kannte ich nicht. Der Autor schreibt aus sehr persönlicher Sicht, oft mit einem Zwinkern, manchmal widersprüchlich, jedoch für mich stets unterhaltsam. Das Wesentlichste ist, dass es bei mir tatsächlich die Neugier auf dieses für mich weitgehend unbekannte Land weckt. Das hätte ich vor dem Lesen des Buches offen gestanden nicht für möglich gehalten. Und weil das Buch auf diese Weise ein klein wenig zur internationalen Völkerverständigung beiträgt, bekommt es von mir auch volle fünf Punkte. Ein Schmunzelbuch 4 von 5 PunktenIch habe das Buch gern gelesen und es hat mich oft zum schmunzeln gebracht. Man darf natürlich keine tiefgreifende Analyse erwarten, aber das wird auch von dem Autor gleich am Anfang nicht in Aussicht gestellt. Manches war mir etwas zu platt und konstruiert, daher nur 4 Sterne, aber insgesamt ist es ein lesenswertes Buch, das helfen kann, Vorurteile abzubauen. nicht sehr witzig! 2 von 5 PunktenNach Auftritten des Autors in diversen Talkshows hatte ich ein witziges Buch erwartet - und bin enttäuscht worden! Möglicherweise ist es für Polen und Leute, die Polen interessiert, ein informatives Buch - aber gelacht habe ich nicht. Zwar ist der Text sehr warmherzig geschrieben, man merkt in jedem Satz, wie seht S. Möller seine neue Wahlheimat liebt, aber insgesamt fand ich es ziemlich langweilig. Bardzo dobrze!!! 5 von 5 PunktenAlso ich kann das Buch jedem empfehlen der gerne was über die denkensweise und mentalität der Polen interessiert ist! Jedes im Buch geschriebenen beschreibungen trifft zu fast 100 % zu. Als langjähriger Hobby Pole war ich recht fasziniert vom Buch und auch von meinen erlebnissen in Polen die im Buch wiedergegeben wurden. |
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