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Zwei Liebende. Roman von Catherine Guillebaud, Anne Braun

Zoom Produkt-Bild: Zwei Liebende. Roman
Gebundene Ausgabe von Fischer (S.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 3,79

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: 3100244141, Erscheinungsdatum: 2005, Auflage: 2

2 Kundenrezensionen:

amour fou
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es geht um zwei verheiratete - jedoch nicht miteinander - Liebende in Paris. C. Guillebaud beschreibt in einer schonungslosen und sprachgewaltigen Art das Doppelleben der beiden - wobei man kaum etwas von ihrem Familienleben erfährt. Sie sind auf gewisse Weise glücklich, aber auch unendlich einsam - vor allem als "er" schwer krank wird, wird für "sie" die Situation kaum ertragbar. Ein Buch, das man in einem Atemzug durchliest.
Zündfunken der Liebe
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Es ist Liebe - bzw. Lust und Begehren - auf den ersten Blick. Zuerst geschieht alles zu schnell, geradezu überstürzt. Der Lesende findet keine Handlung vor und mag sich fragen, was eine solche Sprunghaftigkeit soll. Schnell jedoch findet er den Grund dafür vor. Der Autorin geht es um Gefühle, und zwar um sehr tiefe. In unglaublicher Weise gelingt es ihr, sie in Worte zu fassen und sie buchstäblich spürbar zu machen, als wäre man selbst dabei. Sie entwirft meisterhafte Bilder der verschiedenen Gesichter der Liebe, beziehungsweise, was Liebende daraus machen. Sprachgewaltig und extrem sensibel, aber in einer verblüffend einfachen Sprache, ohne übertriebenes Pathos - gerade deshalb so ungeheuerlich wirkungsvoll - beschreibt sie alle Freunden und Sehnsüchte eines geteilten Liebesgeheimnisses sowie die damit verbundenen Zweifel, Ängste und Entbehrungen. Von ihren Zeilen kann man nicht genug bekommen, denn sie malt mit der Sprache und verleiht den beschriebenen Situationen durch ihre grosse Wortkraft eine ungeahnte Dichte und Gegenwart. Ihre Sätze wirken beinahe hypnotisierend. Das kann kaum jemand empfinden, der nicht Ähnliches erlebt hat oder davon zu träumen wagt. Sehr eindrücklich schildert die französische Autorin auch, wie in diesem Pas de deux der Liebe feine Haarrisse entstehen und sich die kleinen Ärgernisse des Alltags langsam beginnen, bemerkar zu machen. Das Buch sagt mehr, als es seine Worte vermögen und muss einen auch sehr nachdenklich stimmen über den Exklusivanspruch der Liebe in der Ehegemeinschaft unserer Gesellschaft. Ein Glück, dass einem solche Bücher in die Hände fallen!
Schade nur um die vereinzelten Stolpersteine vulgärer Wortwahlen. Darob ist leider ein Stern erlöscht.
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