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Carestini - The Story of a Castrato von Philippe Jaroussky
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 9,91 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2008
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ProduktbeschreibungCARESTINISTORY OF A CASTRATO 5 Kundenrezensionen:ja, aber 4 von 5 PunktenLiedauswahl und Orchester spitze, Vortrag geschmackvoll, aber: Jaroussky singt keine sauberen Triller und die Kadenzen und Ornamentierungen in den Reprisen überzeugen nicht. Warum er in den Rondo-Arien den ersten und den Mittelteil perfekt singt und im zu ornamentierenden dritten Teil unsauber/unsicher wird, ist mir ein Rätsel. Wenn man sich mit den ersten zwei Dritteln eine große Vorgabe gibt und im letzten nachlässt, hinterlässt das beim Hörer ein eigenartiges Gefühl und einen Kratzer im ansonsten blank polierten Gesamteindruck. Hier hätte etwas mehr Strenge seitens Frau Haim gut getan. Möglicherweise liegt es sogar daran, dass sie, wie im Video erwähnt, ihn mit Ideen für die erwähnten Ornamentierungen versorgt (versorgen muss?). Normalerweise sollte ein guter Sänger selber im Gefühl haben, was er tun kann und was nicht. In seinem Alter waren da z.B. ein Daniels oder Scholl schon viel weiter. Wie auch immer, daran kann gearbeitet werden und ich will die Countertenöre wie auch andere Sänger und Sängerinnen nicht gegeneinander ausspielen. Warum man diesem oder jenem den Vorzug gibt, ist Geschmackssache! Jeder hat seine Stimme, jeder hat bestimmte Qualitäten und genau deshalb hat jeder auch seine Fans - und die sehen über die kleinen Schwächen ihrer Lieblinge hinweg (und bekanntlich ist niemand perfekt). Ein Meilenstein 5 von 5 PunktenIch kann der vorhergehenden Rezension nur zustimmen! Die Auswahl der Arien ist wunderbar gelungen und zeigt sowohl das Spektrum von Carestinis Können, als vor allem auch das Jaroussky's. Technisch brilliant und musikalisch wie bei allen seinen Aufnahmen zuvor. Man muss allerdings auch dem Orchester unter Emmanuelle Haim ein Lob zollen, da es mitreisend musiziert und einen wunderbaren Klang erzeugt. Sehr interessant ist auch das Booklet, in dem eine wunderbare Charakterisierung von Carestinis Stimme beschrieben wird und auch eine sehr informative Biographie in Kurzform gebracht. Bravo, Bravissimo !!!! 5 von 5 PunktenJaroussky singt wie gewohnt auf höchstem Niveau. Astreine Intonation, sauber, sensibel. Ich hatte ja bereits die Vorgänger-CD mit Vivaldi-Stücken (Suchworte: Vivaldi Heroes) gekauft und oft gehört. Von daher war ich Jaroussky gegenüber beim Kauf schon positiv eingestellt. Ich bin nicht enttäuscht worden. Auf der CD findet sich eine bunte Mischung überwiegend ruhiger und gut ausgewählter Stücke von bekannten und weniger bekannten Komponisten. Jaroussky singt feinsinnig mit Sinn fürs Detail. Diesmal spielt zum Sänger nicht das Ensemble Spinosi auf, sondern das Le Concert D'Astrée. Ausgewählte Musiker, wie ich meine. Bleibt noch zu erwähnen daß die Tontechniker ganze Arbeit geleistet haben. Der Klang ist gut durchzeichnet, sauber, detailreich, kraftvoll. Insgesammt kann man sagen: Die CD ist jeden Cent wert. LG, Michael. Jaroussky... Ten points. 4 von 5 PunktenIm Prinzip geht es bei der Aufnahme natürlich nicht um den Kastraten Carestini, sondern um Philippe Jaroussky. Denn dieser singt ja schliesslich auf der CD und der Herr Kastrat ist schon lange unter der Erde. Die Zusammenstellung an Arien ist, wie man bei solch einer Besetzung und Virgin Classics erwarten kann, hervorragend. Frau Haim und ihr Orchester spielen großartig gut. Wie bereits bei anderen Aufnahmen ist das Orchester sehr gut "temperiert", leicht, frisch und kommt völlig unaufdringlich daher. Herr Jaroussky singt in der gegenwärtigen Liga der Countertenöre natürlich ganz oben mit und hat diesen Platz auch verdient. Schaue ich aber ein paar Jahre zurück und vergleiche den Sampler von James Bowman "Handel Heroic Arias" unter der Leitung von Robert King und The King's Consort, so kann man ohne schlechtes Gewissen Herr Jaroussky einen Stern auf seiner Krone abschrauben. Herr Jaroussky fehlt die Wärme und Ausstrahlung der Stimme von Bowman die dem Charakter der Musik eine andere Farbe verleiht. Reine Geschmackssache natürlich. Hätte ich diese Bowman-Vergleich nicht gekannt, wäre Jaroussky bestimmt ganz oben gelandet in diesem Fall... Ten points. Mit Sicherheit nicht wie Carestini, aber trotzdem gut... 4 von 5 PunktenOffensichtlich scheint es momentan "in" zu sein, dass die Superstars der Opern-Szene Hommage-Alben an längst verstorbene Sänger bzw. Sängerinnen aufnehmen: Bartoli huldigt Malibran, Florez Rubini - und nun Jaroussky dem Kastraten Carestini. Ziemlich praktische Angelegenheit, denn ein direkter Vergleich ist mangels Aufnahmen nicht möglich und die so postum geehrten Künstler können sich auch nicht wehren... Prinzipiell ist dieser Umstand auch kein Problem, wenn sich nicht gerade die Countertenöre so massiv dagegen gewehrt hätten (und haben), mit den Kastraten "in einen Topf gepackt" zu werden. Und dies zu Recht: Ihre Art des Singens ist aus meiner Sicht mit denen der Kastraten keinesfalls gleichzusetzen. Ich wiederhole mich diesbezüglich gern: Es dürfte wohl kein Zweifel daran bestehen, dass die Technik des heutigen hohen Singens, also überwiegend mit der Kopfstimme, wie Jaroussky dies praktizert, kaum jener der großen Kastraten (NICHT der Falsettisten, die es damals auch gab) entsprochen haben kann, deren Stimmen - soweit kann man dies unzweifelhaft den zeitgenössischen Quellen entnehmen - vor allem sehr voll waren und einen außerordentlichen Umfang besaßen. Sie waren technisch (vor allem in Beug auf die Atemtechnik) den Damen meist deutlich überlegen. Dies trifft auf die Stimme Jarousskys definitiv nicht zu, die als recht dünn zu bezeichnen ist. Nur im tiefen Register wagt Jaroussky - wie einst Ragin - einige schöne, volle Brusttöne, die sich dann auch gleich wohltuend durch ihre Fülle von übrigen hohen eher dünnen Tönen (z.B. in den Koloraturen) unterscheiden. Insofern suggeriert das vorliegende Album eine Kontinuität, die so nicht existiert. Doch abgesehen von der naturbedingt eher dünnen Stimme Jarousskys ist das Album natürlich grandios: Die Auswahl des Repertoires lässt Barock-Belcantisten das Herz höher schlagen (vor allem die Graun- und Porpora-Arien!). Jaroussky bewältigt die Partien für einen Counter außerordentlich souverän und technisch brilliant und auch am Dirigat sowie der Aufnahmetechnik gibt es nichts zu mäkeln. Fazit: Ich hätte mir ein solches Album zwar lieber von Genaux, Pizzolato oder Mingardo gewünscht, trotzdem ist es aber schon allein wegen der Repertoireauswahl ein Muss für Barockfans. |
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