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Complete Symphonies-Box von Jennie Tourel, Lee Venora, Janet Baker
Preis bei Amazon: EUR 37,99, Angebote ab EUR 27,93 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 2001
Tracks:Disk 1
Disk 2
Disk 3
Disk 4
Disk 5
Disk 6
Disk 7
Disk 8
Disk 9
Disk 10
Disk 11
4 Kundenrezensionen:Nicht voll überzeugend 3 von 5 PunktenGanz klar ist mir nicht, warum diese Aufnahme als Referenzeinspielung der Mahler-Symphonien gilt, außer dass Bernstein in den 60er Jahren mehr oder weniger der Einzige war, der Mahler wieder aus der Vergessenheit holte. Vom historischen Wert einmal abgesehen vermögen mich die hier vorliegenden Aufnahmen aber nicht so recht zu überzeugen. Bernstein bringt eine Menge Energie mit, lässt diese aber oft ziellos walten. Er interpretiert Mahler etwas überhöht, scheint sich bei den lauten und schnellen Passagen auszutoben, in einem Ausmaß, das oft geradezu brachial anmutet - allein, die Nuancierung ist verbesserungswürdig, das Feingefühl nicht immer fein genug, und bei den leiseren Passagen wirkt er oft ratlos. Wann immer Mahlers Musik einen alpinen Einschlag annimmt, schafft es Bernstein nicht, die Stimmung richtig einzufangen - statt Volksmusikelementen jodelnder Alpenbewohner vermeint man bestenfalls solche jodelnder Cowboys zu hören. Zum Teil scheint einfach der kulturelle Hintergrund zu fehlen, was z.B. auch im erstaunlich uneuphorischen "Veni creator spiritus" der achten Symphonie zu spüren ist. Aber auch bei der fünften Symphonie wirkt Bernstein ziellos und unentschlossen, und angesichts der sehr mangelhaften Tonqualität dieser Aufnahme wage ich sogar zu behaupten, dass diese Einspielung eine der schwächsten ist, die ich von der fünften bisher gehört habe. Beim Adagio der zehnten wiederum scheint Bernstein von den 24minütigen stetigen Wiederholungen zweier Themen geradezu gelangweilt, während Chailly und Sinopoli im Gegensatz dazu darin schwelgen. Für die ganze Box gilt, dass die Tonqualität heutigen Ansprüchen nicht ganz gerecht wird. Auch nach dem Remastering klingen Teile der Aufnahmen noch flach, manche Tutti eher blechern, und oft scheint dem Orchester das Volumen zu fehlen. Nur wenige Teile dieser Box vermögen wirklich zu überzeugen, etwa die sehr frisch klingende erste Symphonie, die Kindertotenlieder oder auch die zweite Symphonie. Insgesamt bin ich allerdings eher enttäuscht und kann mich den euphorischen Rezensionen hier und in diversen Klassikforen nicht anschließen. Geniale Aufnahmen 5 von 5 PunktenDiese Box enthält geniale Aufnahmen - für mich in oft einmaliger /optimaler Interpretation. Ein Geschenk bei diesem Preis. welch imposantes werk 5 von 5 Punkten(im nachhinein leider) hat es bis zum mahlerjahr gedauert, bis ich mich den symphonien bewußt gewidmet habe. auf der suche nach einer guten einspielung habe ich die vielen rezensionen hier auf amazon des öfteren gelesen und mich schlussendlich für diese ältere interpretation von bernstein entschieden. mir fehlt natürlich die vergleichsmöglichkeit anderer rezensenten aber diese einspielung ist beeindruckend. so viele melodien, die ich schon so oft gehört habe, kann ich nun bewußt zuordnen. und je mehr ich von den symphonien höre, desto größer wird mein interesse am gesamtwerk von mahler. für mich ist diese einspielung eine echte empfehlung, musikalisch und presilich. Einfach spannend und großartig 5 von 5 PunktenAnfang der 60'er Jahre (die Aufnahmezeit dieser Ausgabe) waren symphonische Gesamtaufnahmen noch eine Rarität und wurden von Dirigent und Orchester als große Aufgabe ernst genommen. Zusätzlich war es Bernstein ein Herzensanliegen, Mahler in den Konzertsälen wieder zum Durchbruch zu verhelfen. (Mahler war ja selbst eine Zeit lang Chefdirigent des New-York-Philharmonic - also ein "Amtsvorgänger" von Bernstein.) So entstand diese Aufnahme der Symphonien voller Spannung und Energie. Sie klingt so, als würde man ein großartiges Live-Konzert erleben - das Beste, was man von einer Plattenaufnahme sagen kann. Es kommt bereichernd hinzu, dass Bernstein auch in der Jazz-Musik etc. zu Hause war. Da besteht keine Gefahr eines süßlichen Mahler-Einheitsbreies. Im Gegenteil : diese Aufnahme vibriert vor Dynamik und Rythmik. (An manchen Stellen durchaus vergleichbar mit Bernsteins Einspielung vom "Sacre du Printemps"). Ich habe einige Anläufe zu Mahlers Symphonien genommen - bin aber immer an den für mich zu glatten und zu wohlklingenden (und daher für mich langweiligen) Aufnahmen abgeprallt. Diese Aufnahme hingegen packt und reißt mit. Das digitale Remastering hat die Klangqualität und Dynamik der ursprünglichen Analogaufnahme bewahrt. Die "Kindertotenlieder" (mit Janet Baker und dem Israel Philharmonic Orchestra) sind den Symphonien als Bonus hinzugefügt ! |
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