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Kantaten von T. Quasthoff, R. Kussmaul, Berliner Barock Solisten+

Zoom Produkt-Bild: Kantaten
Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,99

4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2004

Tracks:

  • 1. Ich will den Kreuzstab gerne tragen
  • 2. Mein Wandel auf der Welt
  • 3. Endlich, endlich, endlich wird mein Joch
  • 4. Ich stehe fertig und bereit
  • 5. Komm, o Tod, du Schlafes Bruder
  • Der Friede sei mit dir
  • Welt, ade, ich bin dein müde
  • Nun Herr, regiere meinen Sinn
  • Hier ist das rechte Osterlamm
  • Ich habe genug
  • Ich habe genug! Mein Trost ist nur allein
  • Schlummert ein, ihr matten Augen
  • Mein Gott! wann kommt das schöne: Nun!
  • Ich freue mich auf meinen Tod

Produktbeschreibung


KANTATEN

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Bass-Bariton Thomas Quasthoff widmet sich mit den Berliner Barock Solisten unter Rainer Kussmaul drei Bach-Kantaten. Wenn sich Bach-Verehrer Quasthoff den großen Komponisten vornimmt, kann man gespannt sein: Der Sänger lässt sich nie in ein Schema X pressen.
Unbeeindruckt von den technischen Schwierigkeiten lässt der Sänger seine Stimme fließen, lässt ihr sozusagen freien Lauf. Die vorwiegend zurückhaltenden und leisen Interpretationen gibt den Kantaten etwas Geheimnisvolles, Zärtliches, aber auch etwas Distanziertes. Diese drei Merkmale beherrschen nicht nur die erste Arie ?Ich will den Kreuzstab gerne tragen? aus der ?Kreuzstab-Kantate?. Zwar wirkt auch bei ihr alles beherrscht und durchdacht, aber, und das ist das Wesentliche, bei einer Verinnerlichung ohnegleichen. In der Arie ?Welt, ade, ich bin dein müde? aus der Kantate ?Der Friede sei mit dir? begegnen sich Chor, Solo-Geige und Stimme in meisterhafter Manier. Quasthoff versteht es, sich der vom Dirigenten selbst gespielten Violine anzupassen, ihr zu schmeicheln. In der Kantate ?Ich habe genug? zelebriert der Bass-Bariton die größte Bandbreite seines Könnens. Vom entschiedenen ?Ich habe genug? über das herrlich zurückhaltende ?Schlummert ein, ihr matten Augen? bis zum jubelnden, ja fast flehenden ?Ich freue mich auf meinen Tod?. Quasthoff bewegt sich in einem dynamisch eher engen Rahmen, lotet dort aber die feinsten und der bach´schen Musik am meisten dienenden Möglichkeiten aus. Und mit den Berliner Bach Solisten, die diese durchdachten und verinnerlichten Interpretationen perfekt umsetzen, wird diese CD zu einem Hörerlebnis.
Rudolf Kamm
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

hervoragende Interpretation
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahme ist nicht nur durch die Interpretation von Thomas Quasthoff so wunderbar, sondern die Orchesterführung unter der Leitung von Rainer Kussmaul ist ganz hervorragend. Insbesondere begeistert mich die kleine Besetzung der einzelnen Stimmen des Orchesters. Hierdurch wirkt die ganze Aufnahme sehr durchsichtig und der Text ist gut verständlich. Über die einzelnen Tempi kann man sicher verschiedener Meinung sein, aber das gehört nicht unbedingt hier her. Für mich ganz eindeutig 5 Sterne.
mit Einschränkung...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Natürlich ist das eine tolle CD: Quasthoff hat eine SEHR schöne Stimme, das geringe "Knödeln" der Winterreise ist praktisch völlig verschwunden, die Instrumentalisten sind ohne Tadel (A.Mayer an der Oboe!!) - mir klingen sie allerdings (Geschmackssache...) eine Spur zu weich. Das Programm enthält GANZE Kantaten, nicht nur die üblichen Highlights, und Quasthoff merkt man seine Bach-Erfahrung an. Er gestaltet stets intensiv und "intelligent" - aber da liegt dann auch für mich das Problem: mir ist das Ganze ZU SEHR gestaltet, zu sehr durchdacht! "Schlummert ein" ist nun wirklich ein absoluter Höhepunkt selbst im Bach'schen Schaffen - berührend, bewegend, und nach meiner Auffassung voller Ruhe, vielleicht Todessehnsucht - aber sicher "MÜDE" zu singen. Quasthoff dagegen ist mir schon vom Grundtempo zu schnell, vor allem aber betont und formt er praktisch jede Silbe - da steckt Arbeit drin, und das hört und spürt man leider - aber (wie ich finde) ZU WENIG Gefühl, zu wenig Natürlichkeit und echte Traurigkeit... - mir ist das einfach ZU intensiv!
Fast fühlt man sich an die alten Zeiten von Fischer-Dieskau erinnert - und das soll KEIN Kompliment sein ! - auch wenn Quasthoff weit mehr den barocken Ton trifft und die weit schönere Stimme hat...
Das Beiheft ist (DGG-typisch) ziemlich peinlich und eine Quasthoff-Verherrlichung: der 13-jährige Quasthoff "zögerte keine Sekunde" ... - und Bachs Kantaten würden in der öffentlichen Bewertung seines Schaffens "vernachlässigt" - naja...
Anders, aber große Kunst!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Interessante Interpretationen sind es, die Quasthoff hier bietet. Sie sind sehr verschieden von vielem, was weltweit angeboten wird. Quasthoff ist wesentlich "intellektueller", das heißt, Text und Inhalt scheinen bei ihm einen wichtigeren Rang einzunehmen als bei manch anderem - entgegen der häufigen Behauptung, er sei meist recht passiv, ist er hier durchaus aktiv und mutig, vor allem in "Schlummert ein".
Seine warme Stimme (deren Sitz tatsächlich etwas weiter "hinten" ist als bei anderen Künstlern, was jedoch kein Manko ist) ist stets präsent, präzise in Ton, Lautstärke, Schattierung und so weiter. Annähernd perfekt.
Zu den Berlinern Barocksolisten braucht man wohl nichts zu sagen. Wunderbar.
Aufschlussreich ist es, sich die Kantaten im Kontrast zu Fischer-Dieskau oder Herreweghe anzuhören: jeweils vollkommen verschieden.
Aufgrund der großen Klasse dieser CD sollte man sie sich eigentlich in jedem Falle ins Regal stellen (und natürlich hören).
Optimistische Trauer
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Quasthoff ist auf dem Zenit. Diese Aufnahme bekommt den Grammy. Und doch. ich will den Kreuzstab gerne tragen, Titel der Kantate BWV 56. Die Betonung liegt auf " gerne". Das kann man machen, aber es sollte gewusst sein. Wer das "Kreuz" betont wissen will, der muss zu anderen Aufnahmen greifen. Die Konkurrenz ist ja sehr stark. Hört man die gleichen Kantaten vom jungen Fischer-Dieskau ( 1950 mit Ristenpart) kommt vielmehr von der Mühe in BWV 56 und der Süsse in BWV 82 herüber ( Schlummert ein, ihr matten Augen). Gerade, wenn man diese beiden vergleicht, wird der Unterschied deutlich, den man auch stimmtechnisch festmachen kann. Quasthoff hat ein starkes Organ, das er im Piano-Bereich zurücknimmt. Fischer-Dieskau mischt die Bruststimme mit der Oberstimme. Dadurch kommt eine besondere Stimmfarbe heraus, die speziell BWV 82 sehr angemessen ist. Trost durch die süsse( dolce) Stimme. Quasthoff hingegen tut sich leichter mit de Koloraturen, die speziell bei Fischer-Dieskau 1950 recht holprig sind ( ich freue mich auf meinen Tod).
Fazit: Viel Licht und ein wenig Schatten
Nicht überzeugend!!!
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ein wundervoll spielendes und dirigiertes Orchester, aber die gesangliche Leistung ist absolut nicht positiv zu beurteilen. Die Stimme klingt verhaucht und entbehrt jeglicher Klangschönheit, da sie nicht frei schwingt und der Stimmsitz stark nach hinten verlagert ist.
Man braucht nur den Anfang von: "Ich will den Kreuzstab.." zu nennen: Die Stimme klingt gequetscht und forciert! So sollte Bach nicht gesungen werden.
Alternative: Peter Kooy unter Philippe Herreweghe
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