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Klavierkonzerte Bwv 1052,55,56,58 von David Fray, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Zoom Produkt-Bild: Klavierkonzerte Bwv 1052,55,56,58
Audio CD von Virgin Cla (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 18,95

5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008

Tracks:

  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Larghetto
  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Allegro ma non tanto
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Adagio
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Presto
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Allegro moderato
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Andante
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Allegro assai
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Adagio
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Allegro

5 Kundenrezensionen:

Wunderbar
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Schaut und hört den Videoausschnitt. Es ist die beste Bach- Interpretation
dieser Werke die ich jemals gehört habe
Remember Glenn
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein junger Mann sitzt gebeugt am Klavier,man erinnert sich an die Bilder vom jungen Glenn Gould.

Das Cover mit wirrem Haar- solche Fotos gibt es auch vom jungen Gould.

David Fray, ein neuer Stern am Pianistenhimmel ?

"Es gibt nur wenige Pianisten aus der jungen Generation, die von den derzeitigen "Major Labels" unter Exklusivvertrag genommen werden. Einer von ihnen ist der junge Franzose David Fray. Seine erste Einspielung im Mai 2007 war den Komponisten Johann Sebastian Bach und Pierre Boulez gewidmet - eine Kombination, die viel über sein breites, originelles Repertoire aussagt. Im Januar 2008 entstand sein zweites Album. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie interpretierte er vier Konzerte für Klavier und Orchester von Bach, die wie die Brandenburgischen Konzerte zu den bekanntesten Werken des Komponisten zählen. Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die David Fray bereits erhielt, zählen das "Diploma of Outstanding Merit" des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan und der Titel "Nachwuchssolist des Jahres" der Commission des Radios Francophones in Montréal (2004). Ebenfalls 2004 wählte ihn die französische Verwertungsgesellschaft ADAMI zur "Klassik-Entdeckung des Jahres". Den Durchbruch schaffte er bei einem triumphalen Konzert im Pariser Théâtre du Châtelet im Juni 2006, bei dem er in letzter Minute für Hélène Grimaud eingesprungen war."

Seine Interpretation von Bach hört sich auch an, wie ein Nachfolge dieses Bach-Spielers Gould,zB die immer wieder auftretende abhackte Spielweise.Aber dies ist nicht von vornherein ein Mangel.

Zusammen mit der Bremer Kammerphilharmonie gelingt ihm eine überaus muntere Darstellung der Konzerte, die durchaus mit meiner bevorzugten Aufnahme dieser Konzerte von Katsaris mithalten kann. Die Kammerphilharmonie hatte das d-moll Konzert jüngst mit Grimaud eingespielt. Diese Aufnahme mit Fray erscheint mir inspirierter. Deswegen ist in jedem Fall der Orchesterpart besser, differenzierter als bei Katsaris.

Unter den vorhandenen Aufnahmen eine der besten.
Eine der besten Bachinterpretationen, die ich je erworben habe!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wenn man Händel als den "Meister der Konsonanz" bezeichnet, dann Bach als den "Meister der Dissonanz". Ich liebe die Händelsche Musik, aber ich muss gestehen, dass ich sie höchstens 2 bis 3 Stunden "ertragen" kann, dann überkommt mich das Gefühl, ständig nur Süßspeise zu verzehren und ich werde ihrer überdrüssig. Ganz anders ist das bei J. S. Bach. Er wird nie langweilig, aber nur unter einer Voraussetzung: Er muss glasklar und mit fast mathematischer Präzision gespielt werden, nicht zu langsam, keinesfalls zu schnell, mit großer Dynamik und mitreißendem Schwung. Und bei seinen Klavierkonzerten spielt das begleitende Kammerorchester eine mindestens genau so wichtige Rolle.

Ich kenne nur wenige Kammerorchester, die alte und barocke Musik exzellent spielen oder begleiten können. Eines davon ist zweifellos "St. Martin in the fields", und ich war überrascht vom musikalischen Einfühlungsvermögen der "Deutschen Kammerphilharmonie Bremen", die David Fray als Klaviervirtuose und gleichzeitig als Dirigent in unübertrefflicher Weise in das musikalische Geschehen einbindet. Da sitzt ein aufstrebendes neues Klaviergenie lässig auf dem Schemel vor dem Flügel, seine Hände erlauben auch in schwersten polyphonen Passagen nicht den geringsten (bei Bach bereits unverzeihlichen) Fehler, und dabei dirigiert er noch meisterhaft das begleitende Orchester und bringt dieses zu gestalterischer Höchstleistung. Alle Achtung!

Jeder Bachenthusiast macht mit dem Kauf dieser Platte gewiss keinen Fehler, es ist Bachsche Musik vom Feinsten, ein wahres Kleinod; auch die Auswahl, zu der ich mich im begrenzten Rahmen dieser Rezension nicht äußern kann. Da gibt es auf CD teurere Bachinterpretationen namhafter Dirigenten und Interpreten, die nicht an die musikalische Qualität dieser Interpretation herankommen.

Weiter so David Fray und Deutsche Kammerphilharmonie Bremen! Die Musik hat 6 Sterne verdient!
Göttlich !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Cembalokonzerte von Bach mit modernem Orchester und großem Konzertflügel zu interpretieren, empfand ich immer schon als groteske Absurdität. Bach hat zwar wohl das Hammerklavier kennen gelernt und wird seine Möglichkeiten bewundert haben. Doch was hätte er im Hinblick auf seine filigranen Konzerte zu einem Steinway gesagt?
Egal! Es gibt viele Einspielungen für Klavier und modernes Orchester und viele kann man getrost vergessen. Diese hier aber lässt aufhorchen! Entrückt ist das Spiel von David Fray mit einer unendlichen Leichtigkeit (ohne das ständige Gestöhne eines Glenn Gould), die seinesgleichen sucht. Als hätte er es mit Anfänger-Etüden zu tun umschweben seine Finger die Tastatur. Er sieht nicht nur aus wie ein junger Gott, er spielt auch so!
Dieser Eindruck setzt sich mit dem transparenten Klangbild der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen fort, das natürlich etwas voller als das eines Orchesters mit originalen Instrumenten daher kommt. Gut, sonst stände nur das Klavier im Vordergrund. Verglichen mit diversen Referenzaufnahmen in alter" Besetzung, wirken Letztere spröde und hölzern, von der hier zu hörenden Wärme weit entfernt.
Virgin Classics ist ein Coup gelungen. Das gilt für die Aufmachung der CD nur bedingt. So lässt sich die CD am PC nur über opendisc" abspielen, andere Player öffenen sie nicht. Man will wohl ein illegales Brennen vermeiden. Gleichzeitig verspricht man interaktives Bonusmaterial. Man muss sich aber online irgendwo anmelden, klappen tut das (zumindest bei mir ) nicht. Ein Hinweis auf den Erbauer des benutzten Flügels könnte für den einen oder andern Hörer Sinn machen. Ich habe im Booklet alles Mögliche (selbst denjenigen, der das Teil gestimmt hat) gefunden, nur nicht, wer es erbaut hat.
Trotzdem: Hätte Bach ein solches Klavier gehabt, hätte es so geklungen.
Glückshormone und Gänsehaut
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so begeistert sein könnte von Werken, die ich in- und auswendig kenne! Und dass ich in der Post-Gould-Ära und nach tiefen musikalischen Bach-Offenbarungserlebnissen mit erst Evgeni Koroliov und dann Martin Stadtfeld mich noch einmal neu in die Bach-Interpretation eines Pianisten würde verlieben können. Und dann kam David Fray.

Der Gould-Vergleich wird ihm sicherlich allenthalben nachgetragen und er wird seiner zweifellos irgendwann überdrüssig werden, dennoch ist er letztendlich berechtigt: viel von der Genialität, dem fast manischen Artikulationswillen, dem Perfektionismus und selbst von den Manierismen des Kanadiers finden sich in diesem jungen Musiker. Aber soweit sich das an seiner (in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren) 'Persona' ablesen lässt, ist er ein Gould ohne Paranoia und Neurosen, dafür mit einer unbändigen Lebensfreude und Kommunikationsbereitschaft.

Sein Bach leuchtet mit kristallener Transparenz, pulsiert und tanzt, lächelt, lacht und leidet und lässt keine einzige Note uninterpretiert. Genau diese mentale Präsenz und Gestaltungsklarheit fordert er auch von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ein und findet in ihr einen hier und da noch etwas deutsch-behäbigen, aber im Wesentlichen willigen und fähigen Tanzpartner. Im Gegensatz zu Stadtfeld ist Frays Fassung der Bachschen Werke kein rauschhafter Wurf, denn pianistische Virtuosität und jungenhafte Unbekümmertheit werden stets von seiner unzweifelhaften, intellektuellen Durchdringung selbst der kleinsten Details gezügelt. Die Sorgfalt, mit der er Übergänge gestaltet, die Hingabe an die lyrische Qualität von Melodielinien und die Freude an den typisch Bachschen Frage-Antwort-Spielen zeigen einen denkenden und fühlenden Musiker in Höchstform.

Fray schenkt uns einen Bach, bei dem einem unwillkürlich der Fuß wippt, der glücklich macht und bisweilen geradezu betroffen. Einen mitreißend lebendigen Bach. Einen Bach, gespielt mit Champagner im Blut!
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