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Opera & Concert Arias von Diana Damrau

Zoom Produkt-Bild: Opera & Concert Arias
Audio CD von Virgin Cla (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 12,88

4,5 von 5 Punkten 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008

Tracks:

  • Al destin che la minaccia
  • Ach, ich fühl's
  • E Susanna non vien
  • Dove sono i bei momenti
  • Giunse alfin il momento...
  • Deh, vieni, non tardar
  • Senti l'eco, ove t'aggiri
  • Durch Zärtlichkeit
  • Martern aller Arten
  • Konzertarie ?Vorrei spiegarvi, oh Dio!? KV 418
  • Crudele?...
  • Non mi dir
  • S'altro che lagrime
  • In quali eccessi...
  • Mi tradì
  • Ecco il punto
  • Non più di fiori
  • Konzertarie ?No, che non sei capace? KV 419

3 Kundenrezensionen:

auf neuem Terrain
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Diana Damrau hat im vergangenen Jahr eine furiose Platte mit Koloraturarien vorgelegt, bei der man ihr bescheinigen kann, dass sie auf diesem Gebiet derzeit unschlagbar ist. Auch das beweist sie hier erneut. Allerdings begibt sie sich auch auf neues Terrain, naemlich mit Arien fuer das gewichtigere lyrische Fach, und muss sich somit mit den "grossen" Mozartsopranistinnen messen. Was den Stimmumfang angeht, so gibt es dabei kein Problem fuer sie; auch die tiefere Lage ist nicht zu duenn, sodass Donna Elvira, Donna Anna und Figaro-Graefin im Bereich des Moeglichen liegen.
Allerdings muss man doch die Einschraenkung machen, dass die Stimme bei Legatoboegen, wie sie insbesondere in der Arie der Figaro-Graefin unabdingbar sind, noch etwas unstet, unruhig klingt. Es ist im wesentlichen eine Frage der Tragfaehigkeit der Stimme, eine Qualitaet, die sich sicher im Laufe der Jahre noch einstellen wird. Das belebte Tempo, das Daniel Rohrer mit seinem sehr "historisch" spielendem Ensemble anschlaegt, hilft ihr gewiss, auch eine gewisse Basslastigkeit im Orchesteklang. Noch darf sie sich allerdings in diesem Fach nicht mit den "Grossen" Damen messen lassen. Ich moechte aber klarstellen, dass bei ihr nicht die Defizite der vielzuhoch gelobten Annette Dasch zu hoeren sind (Die Arie der Figaro-Graefin, die ich kuerzlich von Dasch gesungen hoerte, war an internationalen Standards gemessen, eine Katastrophe). Diana Damrau kompensiert die noch fehlende Tragfaehigkeit ihrer Stimme mit sehr guter Artikulation und darstellerischem Einsatz, um Juergen Kesting zu zitieren, mit der "Macht der Worte".
Etwas enttaeuscht hat mich die Marternarie, die viel zu aufgewuehlt klingt, und bei den Koloraturpassagen die Agilitaet fast uebertreibt. Das weniger manchmal mehr ist, haben in der Rolle der Konstanze Saengerinnen wie Arleen Auger, Teresa Stich-Randall, oder in juengerer Zeit Liuba Orgonasova bewiesen.
Insgesamt ist die Platte aber erneut beeindruckend und aufregend, selbst wenn man sich manche der gesungenen Rollen vorzugshalber lieber in 5 Jahren anhoeren moechte.
Viva la Damrau!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach Annette Dasch hat nun auch eine zweite deutsche prominente Sängerin ein Mozart-Recital herausgebracht - und dies ist wirklich phänomenal. Damrau knüpft nahtlos an die großartige Leistung ihres letzten Albums "Arie die bravura" an. Und die Auswahl auf dieser CD kann wirklich als repräsentativer Querschnitt durch Mozarts Bühnenwerke betrachtet werden: Von den Frühwerken "La finta semplice" und "Mitridate" über "Nozze di Figaro" und "Idomeneo" bis zur "Zauberflöte" ist alles enthalten. Im Gegensatz zu Dasch fällt auch die Arien-Auswahl unglaublich vielfältig und abwechslungsreich aus: Hochvirtuose Koloraturarien wie "Non se capace" und "Al destin che la minaccia" stehen neben den wunderschönen Legato-Arien wie der der Figaro-Gräfin und sogar an die extreme Vitellia-Arie (vom tiefen g bis zum hohen c) wagt sich Frau Damrau - und reüssiert.
Hier wird tatsächlich ein fast einzigartiges Sängerfest zelebriert, was in der neueren Diskographie seines Gleichen sucht. Selbst Piau oder Dessay, die beide ebenfalls hervorragende Mozart-Alben herausgebracht haben, reichen nicht an Damraus Leistung heran. Dies liegt vor allem daran, dass Damrau nicht nur eine phänomenale Technik hat, die es ihr erlaubt, schwerste Koloraturpassagen zu bewältigen (so lässt sie die meist gestrichenen Ornamentationen in Konstanzes Martern-Arie nicht weg), sondern auch über eine überaus reine und klare Schönklangstimme (erinnert mich vom Timbre her manchmal ein bisschen an Battle oder Auger) verfügt, die auch Emotionen ausdrücken kann (z.B. in "Dove sono").
Einziger kleiner Wermutstropfen: Das Dirigat fällt manchmal etwas zu rasant und auch zu überexpressiv laut aus. Hier hätte man sich am Pult vielleicht einen etwas erfahreneren Mozart-Kenner gewünscht...

Fazit: Ein großartiges und äußerst vielseitiges Recital, welches eindrucksvoll zeigt, dass Frau Damrau momentan zu Recht zu den weltweit gefeiersten (Koloratur-)Sängerinnen gehört. Viva la Damrau!!
La Damrau
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Wenn sich eine Sängerin daran macht, auf einer CD viele dieser "mozartschen" Frauen-Charaktere zu präsentieren, so muss sie schon ein sehr weites Ausdrucksspektrum besitzen. Diana Damrau überzeugt auf ihrer CD "Mozart Donna" am stärksten in den koloratur-gespickten Arien, wo Frauen ihren Willen und ihre Verzweiflung aufbegehrend kundtun.
Ein zwiespältiger Eindruck.Makellose Technik, brillante Koloraturen, lupenreine Intonation, mühelose Registerwechsel - Diana Damrau singt mit einer staunenswerten Perfektion. Bei ihrem leichten Sopran fehlt vielleicht ein wenig Körper und oft Wärme. Man wünscht sich auch für die hohen, manchmal sogar schrillen Lagen etwas mehr mitschwingendes Fundament.

Ein kesses, etwas unbedarftes Blondchen in der "Entführung aus dem Serail" scheint Diana Damrau ganz und gar nicht zu sein, hier fehlt die Leichtigkeit. Auch für die schlaue und gleichzeitig charmante Susanna im Figaro stellt man sich mehr Anmut vor. Am besten passen für Diana Damrau die ein wenig zornigen Frauen, wie auch Donna Anna aus dem "Don Giovanni". Das Album "Mozart Donna" mit dem souverän begleitenden Ensemble "Le Cercle de L'harmonie" unter Jérémie Rohrer hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck." meint eine aktuelle Kritik.

Wenn ich die Damrau höre, bin ich voreingenommen erst einmal von dieser Sängerin sehr eingenommen. Um diesem Vorurteil nicht zu erliegen, habe ich versucht,höchste Maßstäbe anzulegen. Nicht bei den virtuosen Stücken. Da überzeugt Damrau uneingeschränkt. Bei einer so lyrischen Arien wie " Ach, ich fühls" aus der Zauberflöte. In der Tat hat sie nicht die Süsse zum Beispiel einer Kathleen Battle ( mit Levine). Ein etwas herbe Pamina.
Aber dafür Abzüge ? Der Kritikerin ist einzuräumen, dass man für die Frauengestalten in Mozart-Opern eine riesiges Spektrum braucht.

Ich bleibe bei meinem Vorurteil: eine hervorragende Sängerin. Auch wegen des wunderbar begleitenden Ensembles.
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