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The Imagine Project [Vinyl LP] von Herbie Hancock, Pink, Seal, James Morrison
Preis bei Amazon: EUR 18,99, Angebote ab EUR 12,30 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2010
Tracks:Disk 1
Disk 2
Aus der Amazon.de-RedaktionJeder darf mal ein Pop-Album machen: Herbie Hancock auch! Ein Grund zum Freuen, denn gute Popmusik ist selten genug ? Herbie Hancock & friends sind gnadenlos überqualifiziert, aber auch hoffnungslos begeistert. The Imagine Project ist fantastisch produziert, und Hancock hat mal wieder jede Menge ausgezeichnete Sänger eingeladen (wie schon beim preisgekrönten Album River: The Joni Letters, 2007). Ist das jetzt alles toll? Der legendäre Jazzgigant am Klavier würde vermutlich strahlen: ?alles super?! Hancock hat kein Problem damit, das eigene Genre zu verlassen oder eigenwillige Sounds zu zelebrieren, auch wenn das manchmal in die Hose geht; das juckt ihn nicht. Diesmal hat es gut geklappt. The Imagine Project ist ein Crossover-Album mit Pop, Rock, Folk, Latin, arabischen und indischen Momenten und wurde an verschiedenen Orten in der Welt aufgenommen. Hancocks Motivation: ??es soll die Kraft und Schönheit globaler Zusammenarbeit zeigen, als ein goldener Pfad zum Frieden?. Na ja, so richtig international klingt es dann aber doch nicht, was Herbie Hancock mit Rhythmusgruppen wie Vinnie Colaiuta (Schlagzeug), Larry Klein oder Marcus Miller (Bass) zusammenbrutzelt. Sicherlich, es spielen und singen viele verschiedene Künstler unterschiedlicher Nationalität, auch Individualist Lionel Loueke aus Afrika (Gitarre) setzt häufig zarte, eigenwillige Akzente; aber der Tenor bleibt doch amerikanisch. Die Highlights der CD wurden von John Lennon, Peter Gabriel und Sam Cooke geschrieben. Richtig klasse sind eigentlich nur ein paar wenige Nummern, da glänzen vor allem Solisten wie India.Arie, John Legend, Pink, und James Morrison. Insgesamt ist The Imagine Project, wenn auch manchmal etwas oberflächlich, sicherlich eine prima Aufnahme - selbst wenn sie an die herausragende Joni Mitchel-Hommage von 2007 nicht heranreicht. - Katharina Lohmann 4 Kundenrezensionen:Angenehm reinzuhören..... 4 von 5 Punktengut gemacht mit vielen attraktiven Künstlern. Easy listening und Varianten bekannter Stücke mal anders aufgezeigt. Leichte, fliessende Musik Konsequente Entscheidung Hancocks, eines Meisters im Fluss mit den Energien des Universums 5 von 5 PunktenIch empfehle grundsätzlich die Titel hier vorzuhören, bevor man sich zum Kauf entschließt. Herbie Hancock hat das Ursprungsmaterial, das aus Pop, Rock und anderen Musikstilen stammt, auf seine Weise und in seinem Sinne und gem. der Aussage, die er machen wollte, verarbeitet, u. a. mit einer weißen Sängerin aus der Unterschicht und einem schwarzen Sänger. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Wer sich aber auf Neues einlassen kann, für den möglicherweise eine Chance. Hancocks Alben sind immer ein Versuch seinerseits Neues zu schaffen ohne den Anspuch Pefektion in den Vordergrund zu stellen, was seine Musik unverkrampft und natürlich wirken lässt. Für Hancock steht die Ganzheitlich eines Werkes im Vordergrund. Ganzheitlich im Sinne von Kongruenz in allen Belangen, soweit ihm das möglich ist. Solche Hintergründe sind bei einer Rezension solchen Materials mit zu berücksichtigen, denn Musik steht immer auch in einem Kontext, muss ganzheitlich betrachtet, gespürt und empfunden werden, ist mehr als die Summe der Noten, der Musiker, der Harmonie, der Melodie und des Rhythmus. Wer dessen losgelöst bloß unterhalten werden und konsumieren möchte, wer lediglich alte Erinnerungen auffrischen möchte, der kann besser beim zementierten Ursprungsmaterial bleiben und einen Entwicklungsschritt, der nur eine kleine aber nicht unbedeutende Seitwärtsbewegung auf dem musikalischen Weg von Herbie Hancock darstellt, auslassen. Wer glaubt, Musik im materialistischen, mechanistischen Sinne vergleichen zu können, der vergleicht sich sicherlich auch alltäglich mit anderen und zieht dabei oft den Kürzeren oder misst mit zweierlei Maß, ergeht sich in Schwarz-Weiß-Denken. Dann ist es auch keine Wunder, wenn einem die zahlreichen Grautöne dieser Musik entgehen. So hat Hancock es schon immer gehalten. Zu berücksichtigen ist auch immer die Zeit und Phase in der er Kompositionen geschrieben hat. Dass er erst mit einem Rockit 1984 zu kommerzieller Bekanntheit kam spricht nicht gerade für die Masse der Musikkonsumenten, sondern eher für deren Tunnelblick, mit dem sie andere Werke Hancocks der davor liegenden 25 Jahre ausgeblendet hatte und beweist damit, dass Hancock seiner Zeit jederzeit voraus war. Ein neues Album anzuhören ist auch immer ein Adapationsprozess des Hörers an den nur schwer erreichbaren Stand des Komponisten. Oft fallen Rezensionen vorschnell schlecht aus, weil der Zuhörer sich diesem Prozess verweigert. Wer sich mit Wilhelm Reich beschäftigt hat, weiß wovon ich spreche und damit ist auch gesagt, dass man ein ganzheitliches und vor allem entspanntes Weltbild benötigt, um Hancocks Musik zu verstehen, sei es ein Ostinato von Cantelope Island oder ein computerisiertes Rockit oder tonal-atonaler "Volljazz" mit seinem Trio oder eben ein solches Projekt, in dem er es wie kaum ein anderer versteht Musiker anderer Genre zusammenzubringen über die Sprache der Musik. Das allein ist schon eine große Leistung. Musik muss man ganzheitlich begreifen. Wer Hancocks Musik nicht so nimmt wie sie ist, sondern Erwartung hat, wie seine Musik sein sollte und den musikalischen Werdegang von Hancock nicht miterlebt hat, dem mag ein verzerrtes Bild und eine so große Enttäuschung entstanden sein. Ich höre seit meinem 13 Lebensjahr Hancock, habe etwa 50 Vinyl-LP von ihm und in diesem Album hat er wie immer konsequent sein aktuelles Schaffen festgehalten. Zweifelsohne ist Hancock seit rund 50 Jahren einer der größten Jazzmusiker der Gegenwart. Seine Musik ist für mich immer Vorbild gewesen, sich in neue Bereich hinein zu wagen, mutig und beherzt neue Wege zu gehen, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Die Erde ist ohne den Himmel nicht denkbar. Hancock war immer und ist für mich auch heute noch Vorbild und Inspiration beim Improvisieren am Klavier und Musizieren mit anderen Musikern, egal ob es sich dabei um eine Kurz-Session mit wandernden Zigeunern in einem Münchner Restaurant, eine Session in einem Duisburger Jazzclub oder der jazzigen Verarbeitung von Soli aus der Popmusik bei Auftritten auf Straßenfesten gehandelt hat. Von seiner Kreativität konnte ich immer schöpfen, so ist auch das Imagine-Album eine Quelle anderer, neuer Kreativität, der ich mich nicht verschließen und ihre Eigenart als einen kleinen Mosaikstein in mein eigenes Repertoire aufnehmen werde. Vielen Dank, Herr Hancock! Dass Hancock in diesem Album auch P!nk und Seal als Gesangsinterpreten engagiert hat, spricht für mich nicht für Kommerzialisierung, sondern wie schon 1984 mit Rockit, für den gelegentlichen "Hallo Wach!"-Effekt, der denjenigen zugute kommen kann, die abseits musikalisch eingefahrener Wege zu grasen verlernt haben. Mit solchen Methoden bringt Hancock immer wieder auch seine Musik einem jüngeren Publikum nahe. Ich erinnere mich an Rockit, da gab es Leute aus meinem Bekanntenkreis, die nur Pop und Disko hörten und vor Rockit noch nie etwas von Hancock gehört hatten. The Imagine Project 5 von 5 PunktenWunderbare Musik für uns Menschen und unsere Mutter Erde . Hey ihr Jazz-Experten...glaubt ihr wirklich, dass Herbie und Wayne und Marcus und Plus es nötig hätten ? Vielleicht taucht einfach nur ein neues Bewusstsein auf, dass bei Einigen schon vorhanden ist. Das Werk der Marketingabteilung, mit grossem Budget 2 von 5 PunktenIch bin ein alter Fan von Herbie Hancock seit den 70ern und habe allen Phasen seines Schaffens - von Jazz-Funk über Straight Ahead bis R&B - etwas abgewinnen können, aber nicht dieser Scheibe. Ist Herbie im höheren Alter die Luft ausgegangen? Diese Scheibe tönt wie das Werk einer Marketingabteilung, die mit unlimitiertem Budget sich mal überlegt hat, was man alles in eine solches Album reinpacken könnte, um das grösstmögliche Mainstream-Publikum mit dem nötigen Star-Aufgebot zu erreichen. Selbstverständlich ist die Musik ordentlich ausgeführt, es sind alles Profis am Werk, aber Sinn und Zweck im Unterfangen sucht man vergeblich - ausser man will dem weltumspannenden Friedens-Bla-Bla-Bla des Promo-Textes Glauben schenken. Herbie Hancock's Piano ist nur gelegentlich im Hintergrund zu hören, ansonsten dominieren die Gäste aus Pop und World-Musik. HH wird nur als Namensgeber eingespannt, aber seine Persönlichkeit als Musiker oder sein Pianospiel muss man mit der Lupe suchen. Enttäuschend! |
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