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Produkt-Bild: Chopin Collection

Chopin Collection von Artur Rubinstein

Audio CD von Rca Gold S (Sony Music)
Preis bei Amazon: EUR 18,97

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin Collection

Tracks:

Disk 1
  • Impromptus Nr. 1 As-Dur op. 29
  • Impromptus Nr. 2 Fis-Dur op. 36
  • Impromptus Nr. 3 Ges-Dur op. 51
  • Impromptus Nr. 4 cis-moll op. 66
  • Barcarolle op. 60
  • Etude Nr. 1 f-moll - Etude Nr. 2 As-Dur - Etude Nr. 3 Des-Dur
  • Bolero op. 19
  • Berceuse op. 57
  • Tarantelle op. 43
  • Andante spianato et grande polonaise brillante Es-Dur op. 22
Disk 2
  • Nocturne Nr. 1 g-moll
  • Nocturne Nr. 2 G-Dur
  • Nocturne Nr. 1 c-moll
  • Nocturne Nr. 2 fis-moll
  • Nocturne Nr. 1 f-moll
  • Nocturne Nr. 2 Es-Dur
  • Nocturne Nr. 1 H-Dur
  • Nocturne Nr. 2 E-Dur
  • Nocturne Nr. 1 e-moll
Disk 3
  • Mazurka Nr. 1 fis-moll
  • Mazurka Nr. 2 cis-moll
  • Mazurka Nr. 3 E-Dur
  • Mazurka Nr. 4 es-moll
  • Mazurka Nr. 1 B-Dur
  • Mazurka Nr. 2 a-moll
  • Mazurka Nr. 3 f-mol
  • Mazurka Nr. 4 As-Dur
  • Mazurka Nr. 5 C-Dur
  • Mazurka Nr. 1 B-Dur
  • Mazurka Nr. 2 e-moll
  • Mazurka Nr. 3 As-Dur
  • Mazurka Nr. 4 a-moll
  • Mazurka Nr. 1 g-moll
  • Mazurka Nr. 2 C-dur
  • Mazurka Nr. 3 As-Dur
  • Mazurka Nr. 4 b-moll
  • Mazurka Nr. 1 c-moll
  • Mazurka Nr. 2 h-moll
  • Mazurka Nr. 3 Des-Dur
  • Mazurka Nr. 4 cis-moll
  • Mazurka Nr. 1 gis-moll
  • Mazurka Nr. 2 D-Dur
  • Mazurka Nr. 3 C-Dur
  • Mazurka Nr. 4 h-moll
  • Mazurka Nr. 1 cis-moll
Disk 4
  • Mazurka Nr. 2 e-moll
  • Mazurka Nr. 3 H-Dur
  • Mazurka Nr. 4 As-Dur
  • Mazurka Nr. 1 G-Dur
  • Mazurka Nr. 2 As-Dur
  • Mazurka Nr. 3 cis-moll
  • Mazurka Nr. 1 H-Dur
  • Mazurka Nr. 2 C-Dur
  • Mazurka Nr. 3 c-moll
  • Mazurka Nr. 1 a-moll
  • Mazurka Nr. 2 As-Dur
  • Mazurka Nr. 3 fis-moll
  • Mazurka Nr. 1 H-Dur
  • Mazurka Nr. 2 f-moll
  • Mazurka Nr. 3 cis-moll
  • Mazurka a-moll "à Emile Gaillard"
  • Mazurka a-moll "Notre temps"
  • Mazurka Nr. 1 G-Dur
  • Mazurka Nr. 2 g-moll
  • Mazurka Nr. 3 C-dur
  • Mazurka Nr. 4 a-moll
  • Mazurka Nr. 1 C-Dur
  • Mazurka Nr. 2 a-moll
  • Mazurka Nr. 3 F-Dur
  • Mazurka Nr. 4 f-moll
Disk 5
  • Ballade Nr. 1 g-moll op. 23
  • Ballade Nr. 2 F-Dur op. 38
  • Ballade Nr. 3 As-Dur op. 47
  • Ballade Nr. 4 f-moll op. 52
  • Scherzo Nr. 1 h-moll op. 20
  • Scherzo Nr. 2 b-moll op. 31
  • Scherzo Nr. 3 cis-moll op. 39
  • Scherzo Nr. 4 E-Dur op. 54
Disk 6
  • Polonaise Nr. 1 cis-moll
  • Polonaise Nr. 2 es-moll
  • Polonaise Nr. 1 A-Dur "Militär"
  • Polonaise Nr. 2 c-moll
  • Polonaise fis-moll op. 44
  • Polonaise Nr. 6 As-Dur op. 53 "Heroische"
  • Polonaise-Fantasie As-Dur op. 61
Disk 7
  • Grave; Doppio movimento
  • Scherzo
  • Marche funèbre: Lento
  • Finale: Presto
  • Allegro maestoso
  • Scherzo: Molto vivace
  • Largo
  • Finale: presto, non tanto
  • Fantaisie f-moll op. 49
Disk 8
  • Allegro maestoso
  • Romance: Larghetto
  • Rondo: Vivace
  • Maestoso
  • Larghetto
  • Allegro vivace
Disk 9
  • Walzer Es-Dur op. 18 "Grande valse brillante"
  • Walzer Nr. 1 As-Dur "Valse brillante"
  • Walzer Nr. 2 a-moll "Valse brillante"
  • Walzer Nr. 3 F-Dur "Valse brillante"
  • Walzer As-Dur op. 42 "Two-Four"
  • Walzer Nr. 1 Des-Dur "Minute"
  • Walzer Nr. 2 cis-moll
  • Walzer Nr. 3 As-Dur
  • Walzer Nr. 1 As-Dur "L'Adieu"
  • Walzer Nr. 2 h-moll
  • Walzer Nr. 1 Ges-Dur
  • Walzer Nr. 2 f-moll
  • Walzer Nr. 3 Des-Dur
  • Walzer e-moll op. posth.
Disk 10
  • Prelude C-Dur
  • Prelude a-moll
  • Prelude G-Dur
  • Prelude e-moll
  • Prelude D-Dur
  • Prelude h-moll
  • Prelude A-Dur
  • Prelude fis-moll
  • Prelude E-Dur
  • Prelude cis-moll
  • Prelude H-Dur
  • Prelude gis-moll
  • Prelude Fis-Dur
  • Prelude es-moll
  • Prelude Des-Dur "Regentropfen"
  • Prelude b-moll
  • Prelude As-Dur
  • Prelude f-moll
  • Prelude Es-Dur
  • Prelude c-moll
  • Prelude B-Dur
  • Prelude g-moll
  • Prelude F-Dur
  • Prelude d-moll
  • Grave; Doppio movimento
  • Scherzo
  • Marche funèbre: Lento
  • Finale: Presto
  • Berceuse op. 57
  • Barcarolle op. 60

Produktbeschreibung


THE CHOPIN COLLECTION
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5 Kundenrezensionen:

Artur Rubinstein The Chopin Collection
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin kein Musikkritiker, sehr wohl aber Musikliebhaber und beurteile
Musik nach dem, wie sie auf mich und in mir wirkt. Da genießt Rubinstein
ohnehin einen hohen Stellenwert. Rubinstein und Chopin sind aber eine Kombination,
die kaum noch steigerungsfähig ist und die ich z.B. Horowitz eindeutig vorziehe.
Aber ich wiederhole mich: Das ist subjekltiv empfunden und nicht nach den Kriterien
scheinbarer oder echter Musikexperten analysiert.
Der wahre Chopin
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Artur Rubinsteins Chopin ist ein Rätsel. Seine Einspielungen der Walzer, Mazurken und Polonaisen sind immer noch konkurrenzlos. Aber was hebt ihn von der Masse der Chopin-Interpreten ab und macht ihn so unvergleichlich?

Zuerst das Allerwichtigste: Rubinstein spielt keinen sentimentalen Chopin. Er musste sich mit dieser Auffassung seinerzeit gegen andere Starpianisten wie Paderewski oder Cortot erst durchsetzen. Deren Spiel war für ihn, wie er in seiner Biografie erklärte, nicht frei von Klischees, entweder zu sentimental oder viel zu zerbrechlich. Ganz anders Rubinsteins Chopin: Die Mazurken haben einen wunderbar erdigen Rhythmus, bei den Walzern musiziert er sehr frei, die linke und die rechte Hand scheinen fast unabhängig zu "denken", sein Rubato ist wunderbar und doch hält er die Musik im Fluss und wird niemals schleppend oder gefühlig. Daniel Barenboim sagte dazu, Rubinsteins Spiel habe ein "Rückgrat". Maurizio Pollini, selbst kein ganz übler Chopin-Spieler, meinte, Rubinstein habe gezeigt, dass es nicht auf die Quantität des Rubato ankommt, sondern auf die Qualität. Mit anderen Worten: Wer seine Effekte sparsam einsetzt, erzielt umso größere Wirkung. Rubinstein findet eine perfekte Balance. Er kann auftrumpfend, brutal, dunkel, ja sogar todtraurig und melancholisch sein, aber er bietet nie weichliches Salongesäusel.

Sein Spiel ist zudem (anders als beim großen Widersacher Horowitz) ganz frei von Zaubertricks, die den Pianisten in den Mittelpunkt rücken. Der auf diesen Aufnahmen bereits über 70-jährige hat solche Eitelkeiten nicht mehr nötig. Er geht am Ende seiner großen Karriere noch einmal aufs Ganze und entdeckt den wahren Chopin.

Das größte Geheimnis aber ist Rubinsteins Ton, dieser wunderbar samtige dunkle Klang. Joachim Kaiser hat ja zu Genüge drüber geschrieben, und egal, was man von ihm hält, es ist wirklich was dran. Ich musste lachen, als ich in einer Kritik las, diese Aufnahmen seien "historisch". Das ist natürlich Unsinn, sie stammen ja aus den 60er Jahren, als es bereits hervorragende Mikrofone und Bandmaschinen gab. Das Klavier ist technisch sauber aufgenommen. Dass es etwas dumpfer klingt, liegt an Rubinsteins Anschlag und dem Einsatz des linken Pedals. Er schien diesen weicheren, verschatteten Ton so gewollt zu haben und in den traurigen, sehnsuchtsvollen Nocturnes und Mazurken kommt er wunderbar zum Tragen.

Mancher mag sich wundern, dass ich hier wie ein Wasserfall über Artur Rubinstein schreibe und kaum zum Ende komme. Aber ich bin dem alten Herrn so dankbar, dass er mir Chopin wieder nahe gebracht hat. Es gab eine Zeit, da konnte ich Chopin kaum noch ertragen: Kerzenlicht-Romantik für Klavierschülerinnen. Rubinstein hat mich eines besseren belehrt. Der Magie, die von seinem Spiel ausgeht, kommt man mit aller Wissenschaft nicht bei. Komponist und Interpret sind füreinander bestimmt - denselben Eindruck kann man bei Artur Schnabels Schubert oder Solomons Beethovensonaten gewinnen. Es gibt einfach musikalische Seelenverwandschaften, die nicht erklärbar sind.
Makellos
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nie zuvor habe ich ein technisch auch nur annähernd so perfektes (ja man muß wohl sagen makelloses) und dabei so seelenvolles Spiel gehört. Nie hört man auch nur die geringste Schwäche oder Unsauberkeit, in keinem Moment kippt in Artur Rubinsteins von äußerster Präzision und Hingabe geprägtem Spiel die Balance: ein einziges Fest für Herz und Verstand.
Völlig außer Frage steht, daß wir es hier mit einigen der vollkommensten Interpretationen der Schallplattengeschichte zu tun haben. Rubinsteins Chopin liegt nun in hervorragender Klangqualität und Ausstattung (drei jewelcases im Schuber mit sorgfältig gestaltetem Beiheft) vor - all dies zu einem völlig indiskutablen Preis. Wer als Sammler und Musikliebhaber (man muß noch nicht einmal Chopin mögen, um sich diese Aufnahmen anzuschaffen!) auch nur einen Rest an Stolz und Ehrgefühl besitzt, wird an Artur Rubinsteins Chopin nicht vorbeikommen. Enthusiastische Empfehlung!
Eine Schatzkiste voller zeitloser Interpretationen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Hiermit reihe ich mich in die Liste der begeisterten Rezensenten ein. Diese Box ist wahrlich von unschätzbarem Wert! Dass man mit der Kombination Chopin/Rubinstein keinen Fehler machen kann, muss wohl kaum noch erwähnt werden. Rubinstein stellt nicht sich selbst, sondern die Musik in der Mittelpunkt. Was wir hier hören, ist Chopin pur.

Diese zeitlosen Aufnahmen entstammen im Wesentlichen der ersten Hälfte der 60er Jahre. Der Klang ist außergewöhnlich, warm und authentisch und überragt so manche neueren (Digital-) Aufnahmen um Längen. Man möchte manchmal meinen, man sitzt in einem Salon und lauscht "live" einem Privatkonzert des alten Rubinstein. Ein besonderes "Schmankerl" sind die zusätzlichen Aufnahmen der Préludes und der Sonate Nr. 2 aus den 40er Jahren, die klangtechnisch sicher nicht mehr auf dem Niveau der späteren Einspielungen sind, aber dennoch eine ungemein starke Faszination ausstrahlen.

Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass diese Box "nur" eine beinahe-vollständige Aufnahme des Klavierwerks von Chopin ist, so fehlt z.B. die (weniger bekannte) erste Sonate, die Rubinstein meines Wissens nach nie eingspielt hat, oder auch die Etüden, von denen er nur eine kleine Auswahl aufgenommen hat.

Die Box ist würdevoll gestaltet und beinhaltet ein schönes, ausführliches Beiheft. Um diese musikalische Schatzkiste kommt wohl kaum ein Chopin- bzw. Klaviermusikliebhaber herum.
Fantastisch
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Man hört nicht oft eine solch gelungene Interpretation von Chopins Kompositionen. Man kann die Leidenschaft mit der Rubinstein spielt hören. Vor allem für Pianisten, die selbst gerne Chopin spielen, kann ich diese Kollektion nur empfehlen.
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Produkt-Bild: Chopin

Chopin von Olga Scheps

Audio CD von Rca Red Seal (Sony Music)
Preis bei Amazon: EUR 12,98, Angebote ab EUR 11,99

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin

Tracks:

  • Trois Nouvelles Etudes, No. 1
  • Trois Nouvelles Etudes, No. 2
  • Trois Nouvelles Etudes, No. 3
  • Etude, Op. 10/3
  • Etude, Op. 25/12
  • Mazurka, Op. 63/2
  • Mazurka, Op. 63/3
  • Ballade, Op. 23
  • Nocturne, Op. posth.
  • Valse, Op. 69/1
  • Valse, Op. 69/2
  • Nocturne, Op. 27/2
  • Fantasia in F minor, Op. 49

5 Kundenrezensionen:

Chopin
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese CD von Olga Scheps ist reine Spitzenklasse. Ein Hörvergnügen ohne Ende. Technik und Intonation einfach super. Ein wahrer Ohrenschmaus für jeden Chopin - Liebhaber.
Die CD wurde im Radio vorgestellt und bei Amazon nachgeschaut kam sie schon im ersten Bild als Empfehlung. Super Sache.
BELCANTO NOTTURNO MIT RUSSISCHEM HERZBLUT
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Debüt-CD, die mit der natürlichen Unbefangenheit eines echten jugendlichen Künstlerherzens und nicht mit mechanisch überzüchteter Frühreife (oder anerzogener Reife-Imitation ehrgeiziger Lehrerdompteure) entstanden sein muss, und die den heikelsten aller Klavierkomponisten aufs Edelste würdigt: Frédéric Chopin.
Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte man dem polnischen Komponisten zu seinem großen runden Geburstag 2010 - dem 200. bereits - nicht machen können.
Kein am Plattenfirmen-Laptop kalkuliertes Repertoire-Konzept, kein mit effektvollen Live-Programmen zwanghaft kombiniertes Tastenfeuerwerk, keine außermusikalische "Strategie" ist diesem Album anzuhören. Es ist einfach eine gute Stunde Musik der "blauen Atmosphäre", wie Chopin sie liebte und wie sie keiner so wie er in Musik setzen konnte.
Dreizehn Stücke - in diesem Fall eine Glückszahl - spielt die Künstlerin mit dem goldenen Glanz des italienischen Belcanto in den Fingern einfach so, als wäre es das Leichteste der Welt. "Es steht doch alles in den Noten", sagte ein regelmäßig bei "Wetten, daß...?" eingeladener Pianist aus dem Fernen Osten einmal - warum spielt er es dann nicht? Bei Olga Scheps ist strenge Sensibilität der Partitur, gestalterische Dynamik keine pianistische Kopfentscheidung, sie scheint in Gedankenübertragung und Gefühlsübertragung mit dem Komponisten gleichzeitig Werktreue wie eigene Interpretation zu spüren. Das kann man nicht lernen, das hat man oder nicht.
Und - Gottseidank - versucht sie nicht, wie einst Martha Argerich eine Virtuosa emanzipata sein, die mit aller Kraft versucht, die kräftigen Oktaven der männlichen Kollegen zu imitieren. Ihr Chopin ist so wie sie auf der Bühne wirkt: weiblich, russisch, bildhaft schön und durchaus kraftvoll, aber mit dramaturgisch kontrolliertem Maß. Ihr Metrum ist ihr Herz, sie hetzt nie, sie eilt nie, sie schleppt nie, sie geht mit Rubato sparsam um, wie die Beduinen mit Wasser in der Wüste.
In den Mazurken ist der stille Märchenzauber kalter polnischer Winterabende am Kamin ebenso zu hören, wie in der g-Moll Ballade oder der c-Moll Etüde op. 25 Nr. 12 das wilde Wüten der von der brennenden Sehnsucht nach seiner verlorenen Heimat Polen zerrissenen Seele Chopins.
Spektakulär ist hier vor allem der Geschmack, sind es die sinnliche Balance und die elegische Eigenheit, mit der dieses junge Juwel von Künstlerin sich ihr Publikum erspielen wird, ganz von selbst, mit introspektiver Klavierkunst, einem Spiel voller Bilder ihrer russischen Kindheit, ihrer Phantasie, die sie durch die Notensprache nach außen träumt. Das nach außen Träumen hat sie - folgt man dem Chopin-Schüler Karol Mikuli und Liszt - mit Chopin gemeinsam. Olga Scheps ist eine Tastentigerin, die schnurren und schnauben, kratzen und beißen kann - alles zu seiner Zeit.
Die anderen großen Komponisten, Rachmaninoff, Liszt, Schumann, sie warten wahrscheinlich schon ungeduldig, wann sie an der Reihe sind, von Olga Scheps verewigt zu werden. Denn es ist schon eine Weile her, dass im Reich der Pianisten die Fackel der Legenden weitergereicht wurde an ein neues Talent. Ein bisschen Geduld noch meine Herren, jeder kommt mal dran, auch ohne runden Geburtstag...
Dass man diese CD kaufen sollte, versteht sich von selbst. Vergleiche mit anderen jungen Künstlern sind nicht das Argument, um sich auf Olga Scheps einzulassen oder nicht. Wenn man die CD nicht jetzt kauft, wird man es später tun. Aber man wird es tun, wenn man Musik liebt.
Chopin von Olga Scheps
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten

Frau Scheps ist jung, sieht gut aus und kann obendrein noch Klavier
spielen. Das war's. Das reicht heute um jederzeit 5 Sterne zu bekommen.
atemberaubend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorab: diese CD ist atemberaubend! Die 1000. Chopin-Einspielung? Vom neuen Shooting Star am Pianistinnen-Himmel? Etuden, Mazurken, Nocturnes, Walzer, Ballade, Fantasie: Chopin querbeet? Alles Unsinn. Die Pianistin breitet die Klangvielfalt dieses Komponisten in klug ausgewählten Stichproben vor uns aus, und sie hat Anspruch darauf, daß ihr Spiel selbst gehört und beurteilt wird, auch ohne Seitenblicke auf ihre zweifellos ansprechende Erscheinung oder die Marketing-Überlegungen des Labels im Chopin-Jahr. Hier wird uns ein völlig neuer Chopin geschenkt: nicht die sattsam bekannte Schmusemusik für Verliebte, keine Salonmusik, sondern ein Chopin der ungeahnten Klangvariationen und Ausdruckstiefen. Ganz leise, wie von Ferne, kommen die Töne an, hingehauchte Akkorde an der Anschlagsgrenze verharren schwebend im Raum und warten darauf, virtuos entwickelt, sich überschlagend und stolpernd in unser Herz zu wühlen, wo wir ihnen nachhorchen und Zwiesprache mit ihnen halten und sie mit uns. Der verschiedene Charakter der Stücke vermittelt die ganze Bandbreite Chopin'scher Farbenvielfalt. Vom nur hingehauchten, gerade noch hörbaren Luftzug bis zur gewaltigen Klangkaskade. Über Spieltechnik brauchen wir hier nicht zu reden, sie ist einfach da, zu 100 %. So selbstverständlich gespielte Triller, die wie ein einziger Ton sind, und so wahnsinnig schnelle Läufe und Akkordfolgen, perfekt gespielt, habe ich lange nicht gehört. Sie werden mit absoluter Sicherheit angeschlagen, sind wie selbstverständlich, sodaß sie uns die Technik eigentlich völlig vergessen machen. Jenseits aller stupender Klavieristik geht es aber um Inhalte. Perlende Läufe leiten über zu versunkenen Landschaftspanoramen, man assoziiert Bilder, die "Fantasie" geht mit uns durch in ein abwechslungsvolles Traumland, wo die Schattenfiguren vor unseren Augen ein freies Eigenleben führen. Aus einem einfach vorgetragenen Thema öffnen sich wie Blüten nacheinander immer neue Bilder in einer anderen Tonart, eine Blüte entspringt aus der anderen und hat ihre eigene Farbe, schließlich finden sie alle zu einem Marsch zusammen, der kurz darauf wieder in Einzelbilder zerfällt, die ihr eigenes Spiel treiben - großartig, dieser Chopin! So bewußt habe ich ihn noch nie gehört. Ungemein fesselnd! Hier wird Chopin für uns neu erschlossen: perlende Melodiosität, zugleich Ernsthaftigkeit, Ausdruckstiefe, Farbenreichtum, Nuancierung. Von daher handelt es sich nicht einfach um die 1000. Einspielung, sondern um eine absolut neue Einspielung. Künstlerische Perfektion am ganz oberen Level, und das von einer gerade mal 24-jährigen Pianistin. Man wünschte sich weitere Chopin-Aufnahmen von ihr, z.B. die weniger geläufigen Sonaten. Wenn da nicht noch so viel Anderes von ihr vorstellbar wäre, z.B. Schubert.
Dies SONY-CD ist hochgradig gelungen und daher voll legitimiert. Sie ist auch etwas für Musikenthusiasten, in deren Platten- und CD-Sammlung Chopin mit den vielfach bekannten Starspielern schon reichlich vertreten ist. Sie eignet sich darüber hinaus hervorragend zum Verschenken an Leute, die sich neue Musikhorizonte eröffnen wollen.
Bernhard Gies, Trier, 16.Februar 2010
Intelligent zusammengestelltes, ungewöhnliches Programm
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Intelligent zusammengestelltes, ungewöhnliches Programm, in dessen Zentrum die berühmte g-moll Ballade steht. Besonders gelungen sind die erste der "Trois Nouvelles Etudes", die beiden zerbrechlichen Mazurken und der merkwürdig-introspektive posthume Nocturne. Auch die durchaus eigenwillige Interpretation der g-moll Ballade überzeugt, weniger durch furiose Virtuosität als durch deklamatorische Ernsthaftigkeit. Die Fantasie op. 49 als "Bonustrack" zu präsentieren, kommt mir allerdings etwas merkwürdig vor, schon eine ziemlich gewichtige Zugabe. Das stört den guten Gesamteindruck allerdings überhaupt nicht.
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Produkt-Bild: Chopin-Edition (Ga)

Chopin-Edition (Ga) von Argerich, Arrau, Pollini, Zimerman, Blechacz

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 42,77

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin-Edition (Ga)

Tracks:

Disk 1
  • Andante spianato. Tranquillo - (Original Version)
  • Polonaise. Allegro molto (Original Version)
  • Allegro maestoso (Original Version)
  • Allegro ma non troppo (Original Version)
  • Polonaise No.10 in F minor, Op.71 No.3
  • Polonaise in B flat minor, Op.posth.
  • Polonaise in G flat, Op.posth.
  • Polonaise in G minor, Op.posth.
  • Polonaise in B flat, Op.posth.
  • Polonaise in A flat, Op.posth.
  • Moderato (Original Version)
  • No.1 in G minor (Original Version)
  • No.2 in A major (Original Version)
  • Galop Marquis
  • Moderato (Original Version)
  • Cantabile in B flat
  • Fugue in A minor
  • Original Version
Disk 2
  • Original Version
  • Original Version
  • Krakowiak - Concert Rondo in F, Op.14
  • Original Version
Disk 3
  • Original Version
  • Ballade No.2 in F, Op.38
  • Ballade No.3 in A flat, Op.47
  • Original Version
  • Fantaisie in F minor, Op.49
  • Original Version
  • Etude in A flat, Op.posth. " Méthode des méthodes "
  • Etude in D flat, Op.posth. " Méthode des méthodes "
  • Original Version
  • No.1 in D Major (Original Version)
  • No.2 in G Major (Original Version)
  • No.3 in D flat Major (Original Version)
Disk 4
  • No. 1. in C (Original Version)
  • No. 2. in A minor "chromatique" (Original Version)
  • No. 3. in E "Tristesse"
  • No. 4. in C sharp minor (Original Version)
  • No. 5. in G flat "Black Keys" (Original Version)
  • No. 6. in E flat minor (Original Version)
  • No. 7. in C (Original Version)
  • No. 8. in F (Original Version)
  • No. 9. in F minor (Original Version)
  • No. 10. in A flat (Original Version)
  • No. 11. in E flat (Original Version)
  • No. 12. in C minor "Revolutionary" (Original Version)
  • No. 1 in A flat "Harp Study" (Original Version)
  • No. 2 in F minor (Original Version)
  • No. 3 in F
  • No. 4 in A minor (Original Version)
  • No. 5 in E minor (Original Version)
  • No. 6 in G sharp minor (Original Version)
  • No. 7 in C sharp minor (Original Version)
  • No. 8 in D flat (Original Version)
  • No. 9 in G flat, "Butterfly Wings" (Original Version)
  • No. 10 in B minor (Original Version)
  • No. 11 in A minor "Winter Wind" (Original Version)
  • No. 12 in C minor (Original Version)
  • Original Version
  • Original Version
Disk 5
  • Mazurka No.1 in F sharp minor Op.6 No.1
  • Mazurka No.2 in C sharp minor Op.6 No.2
  • Mazurka No.3 in E Op.6 No.3
  • Mazurka No.4 in E flat minor Op.6 No.4
  • Original Version
  • Mazurka No.6 in A minor Op.7 No.2
  • Original Version
  • Mazurka No.8 in A flat Op.7 No.4
  • Original Version
  • Mazurka No.10 in B flat Op.17 No.1
  • Mazurka No.11 in E minor Op.17 No.2
  • Mazurka No.12 in A flat Op.17 No.3
  • Mazurka No.13 in A minor Op.17 No.4
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Mazurka No.18 in C minor Op.30 No.1
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Mazurka No.28 in B Op.41 No.3
  • Mazurka No.29 in A flat Op.41 No.4
Disk 6
  • Mazurka No.30 in G Op.50 No.1
  • Mazurka No.31 in A flat Op.50 No.2
  • Original Version
  • Mazurka No.33 in B Op.56 No.1
  • Original Version
  • Mazurka No.35 in C minor Op.56 No.3
  • Original Version
  • Mazurka No.37 in A flat Op.59 No.2
  • Original Version
  • Mazurka No.39 in B Op.63 No.1
  • Original Version
  • Original Version
  • Mazurka No.44 in G Op.67 No.1
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Mazurka No.42 in A minor (à Emile Gaillard)
  • Mazurka No.43 in A minor (Notre Temps No.2)
  • Mazurka No.52 in B flat (1826)
  • Mazurka No.53 in G
  • Original Version
  • Mazurka No.57 in C
  • Mazurka in B flat (1832)
  • Mazurka in D (1832)
  • Mazurka in D (?1820)
  • Revised version
Disk 7
  • Nocturne No.1 in B flat minor, Op.9 No.1
  • Original Version (Nocturne No.2 in E flat, Op.9 No.2)
  • Original Version (Nr. 3 H-dur)
  • Nocturne No.4 in F, Op.15 No.1
  • Original Version (Nr. 2 Fis-dur)
  • Nocturne No.6 in G minor, Op.15 No.3
  • Nocturne No.7 in C sharp minor, Op.27 No.1
  • Nocturne No.8 in D flat, Op.27 No.2
  • Nocturne No.9 in B, Op.32 No.1
  • Nocturne No.10 in A flat, Op.32 No.2
Disk 8
  • Nocturne No.11 in G minor, Op.37 No.1
  • Nocturne No.12 in G, Op.37 No.2
  • Nocturne No.13 in C minor, Op.48 No.1
  • Nocturne No.14 in F sharp minor, Op.48 No.2
  • Nocturne No.15 in F minor, Op.55 No.1
  • Original Version (Nocturne No.16 in E flat, Op.55 No.2)
  • Nocturne No.17 in B, Op.62 No.1
  • Nocturne No.18 in E, Op.62 No.2
  • Nocturne No.19 in E minor, Op.72 No.1
  • Original Version
  • Nocturne No.21 in C minor, Op.posth.
Disk 9
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
Disk 10
  • 1. in C major (Original Version)
  • 2. in A minor (Original Version)
  • 3. in G major (Original Version)
  • 4. in E minor (Original Version)
  • 5. in D major (Original Version)
  • 6. in B minor (Original Version)
  • 7. in A major (Original Version)
  • 8. in F sharp minor (Original Version)
  • 9. in E major (Original Version)
  • 10. in C sharp minor (Original Version)
  • 11. in B major (Original Version)
  • 12. in G sharp minor (Original Version)
  • 13. in F sharp major (Original Version)
  • 14. in E flat minor (Original Version)
  • 15. in D flat major "Raindrop" (Original Version)
  • 16. in B flat minor (Original Version)
  • 17. in A flat major (Original Version)
  • 18. in F minor (Original Version)
  • 19. in E flat major (Original Version)
  • 20. in C minor (Original Version)
  • 21. in B flat major (Original Version)
  • 22. in G minor (Original Version)
  • 23. in F major (Original Version)
  • 24. in D minor (Original Version)
  • Prelude In A Flat Opus Posth.
  • Prélude op. 45
  • Impromptu No.1 in A flat, Op.29
  • Impromptu No.2 in F sharp, Op.36
  • Impromptu No.3 in G flat, Op.51
  • Original Version
Disk 11
  • Original Version
  • Original Version
  • Scherzo No.3 in C sharp minor, Op.39
  • Original Version
  • Allegro (Original Version)
  • Vivace (Original Version)
  • Introduzione. Andante - Rondo. Allegro vivace (Original Version)
  • Original Version
Disk 12
  • 1. Allegro maestoso (Original Version)
  • 2. Minuetto Allegretto (Original Version)
  • 3. Larghetto (Original Version)
  • 4. Finale Presto (Original Version)
  • 1. Grave - Doppio movimento (Original Version)
  • 2. Scherzo - Più lento - Tempo I (Original Version)
  • 3. Marche fun#bre Lento (Original Version)
  • 4. Finale Presto (Original Version)
  • 1. Allegro maestoso
  • 2. Scherzo Molto vivace
  • 3. Largo
  • 4. Finale Presto non tanto
Disk 13
  • Variations sur un air national allemand
  • Souvenir de Paganini
  • Variations brillantes, Op.12
  • Introduction, theme & Variations in D (1826)
  • Variations in E "Hexameron"
  • Allegro de concert in A, Op.46
  • Original Version
  • Original Version
Disk 14
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version (Nr. 2 a-moll "Grande valse brillante" "L'Adieu")
  • Original Version
  • Waltz No.5 in A flat, Op.42 - "Grande valse"
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Waltz No.19 in A minor, Op.posth.
  • Waltz No.16 in A flat, Op.posth.
  • Waltz No.18 in E flat, Op.posth.
  • Original Version
Disk 15
  • 1. Allegro con fuoco (Original Version)
  • 2. Scherzo Con moto ma non troppo (Original Version)
  • 3. Adagio sostenuto (Original Version)
  • 4. Finale Allegretto (Original Version)
  • Introduction. Lento - Alla Polacca. Allegro (Original Version)
  • Grand Duo concertant in E major on Themes from Meyerbeer's Robert le Diable
  • 1. Allegro moderato
  • 2. Scherzo Allegro con brio
  • 3. Largo
  • 4. Finale Allegro
Disk 16
  • The Wish, Op.74, No.1
  • Spring, Op.74, No.2
  • The Sad River, Op.74, No.3
  • Hulanka (Merrymaking), Op.74, No.4
  • Original Version
  • Out of my sight!, Op.74, No.6
  • The Messenger, Op.74, No.7
  • S'liczny chìopiec, Op.74, No.8
  • Melody, Op.74, No.9
  • The Warrior, Op.74, No.10
  • The Double End, Op.74, No.11
  • My Darling, Op.74, No.12
  • I want what I have not, Op.74, No.13
  • The Ring, Op.74, No.14
  • The Bridegroom, Op.74, No.15
  • Lithuanian Song, Op.74, No.16
  • Leaves are falling (Hymn from the Tomb), Op.74, No.17
  • Enchantment, Op.74, No.18
  • Reverie, Op.74, No.19

2 Kundenrezensionen:

Kaum mehr als 2 Euro
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Für sehr wenig Geld bekommt man den kompletten Chopin. Und das nicht mit völlig unbekannten Künstlern,bei sehr dubiosen Firmen.

Nein, die -natürlich-älteren Aufnahmen, werden recycelt, darunter Pianisten/Innen der allerersten Garde, wie Pires, Zimerman, Arrau, Pollini.

Dass im Jubiläumsjahr Rubinstein, "DER" Chopinspieler fehlen muss, liegt halt daran, dass er nie für eines der labels eingespielt hat, die hier zusaengefasst werden.

Dennoch finden sich einige Aufnahmen, der auch nach mehr oder weniger alnger Zeit noch als Spitzenaufnahmen auszumachen sind. Die Konzerte mit Zimeran gehören ebenso dazu wie die Etüden mit Pollini oder die Nocturne mit der Pires.

Auch wenn nicht in allen Kategorien die Spitzenaufnahmen, schmerzlich gerade bei den Walzern, vorhanden sind, ist dies ein hervorragender Überblick über das Schaffen von Chopin.
Empfehlung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Chopin-Jahr 2010 wirft seine Schatten voraus: Deshalb sind leider wieder viele Pseudo-Inszenierungen zu erwarten, die den echten Liebhaber sich schütteln lassen. Diese Box hingegen bereitet fast uneingeschränkte Freude, weil die DG gemeinsam mit Universal konsequent einige zentrale Perlen aus ihrem Chopin- Repertoire zusammengestellt hat. Für den Sammler bleibt nur ein Wermutstropfen: Zumindest einige der Aufnahmen dürfte er bereits besitzen. Um selbst abwägen zu können, ob sich die Anschaffung lohnt, darf ich deshalb den Inhalt kurz wiedergeben:

CD 1: Die Klavierkonzerte mit Krystian Zimerman; eine der schönsten Einspielung der neueren Zeit.
CD 2: Sonstige Werke mit Klavier und Orchester (Variationen La ci darem la mano usw.) von Arrau
CD 3: Die Balladen mit Zimerman (für mich die Referenz), Nouvelles Etudes und Ecossaises mit Ugorski
CD 4: Die Etüden mit Pollini; sicherlich eine der Referenzeinspielungen; dazu die Barcarolle und Berceuse mit Pollini
CD 5, 6: Mazurken mit Ashkenazy; eine beeindruckende Einspielung, aber hier ist die Konkurrenz (Rubinstein usw.) groß.
CD 7,8: Die Nocturnes mit Joao Pires. Eine der schönsten Einspielungen in letzter Zeit, fast ihren Mozart-Sonaten vergleichbar.
CD 9: Die Polonaisen mit Pollini; eine Referenz.
CD 10: Das Andante spinato und die Grande Polonaise mit Argerich und die posthumen Polonaisen mit Ugorski
CD 11: Die Préludes mit Rafal Blechacz (eine der schönsten Einspielungen der neuren Zeit, aber hier hätte eigentlich die zentrale Einspielung von Argerich hingehört); Impromptus mit Yundi Li
CD 12: Die Scherzos mit Pollini (sehr schön) und die Rondos mit Zilberstein, Pletnev ua.
CD 13: Die Sonate Nr. 1 mit Zilberstein (schön), Nr. 2 und 3 Pollini (eine der Aufnahmen im absoluten Spitzenbereich).
CD 14: Variationen mit Ashkenazy (beeinrduckend)
CD 15: Die Walzer mit Ashkenazy
CD 16: Trio mit Beaux Arts Trio, Cello-Werke mit Argerich-Rostropovich.

Für den Anfänger eine unbedingte Empfehlung zum Aufbau einer Spitzensammlung!
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Produkt-Bild: Sämtliche Etüden Op. 10 und 25 (Gesamtaufnahme)

Sämtliche Etüden Op. 10 und 25 (Gesamtaufnahme) von Maurizio Pollini

Audio CD von Deutsche Grammophon Production (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 7,97, Angebote ab EUR 6,80

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1985
Zoom ± Produkt-Bild: Sämtliche Etüden Op. 10 und 25 (Gesamtaufnahme)

Tracks:

  • Nr. 1 C-dur
  • Nr. 2 a-moll
  • Nr. 3 E-dur "Adieu tristesse"
  • Nr. 4 cis-moll
  • Nr. 5 Ges-dur
  • Nr. 6 es-moll
  • Nr. 7 C-dur
  • Nr. 8 F-dur
  • Nr. 9 f-moll
  • Nr. 10 As-dur
  • Nr. 11 Es-dur
  • Nr. 12 c-moll
  • Nr. 1 As-dur
  • Nr. 2 f-moll
  • Nr. 3 F-dur
  • Nr. 4 a-moll
  • Nr. 5 e-moll
  • Nr. 6 gis-moll
  • Nr. 7 cis-moll
  • Nr. 8 Des-dur
  • Nr. 9 Ges-dur
  • Nr. 10 h-moll
  • Nr. 11 a-moll
  • Nr. 12 c-moll

5 Kundenrezensionen:

Unerreicht noch lange Zeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vieles kann man ausführen über diese Einspielung. Alles ist bereits gesagt. Kann man die Etüden besser spielen ? Wohl nicht, höchstens anders. Schön, wenn mal etwas Bestand hat. Und so brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, daß diese Einspielung noch 20 Jahre Referenz bleiben wird, mindestens. Kurz: Pollini reicht niemand das Wasser, auch die ganz Großen nicht.
Mein Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Pollini, der selbst einmal als Sieger aus dem Chopin Wettbewerb hervorging, erlangte seinen großen Durchbruch an die Weltspitze der großen Pianisten durch seine inzwischen legendär gewordenen Chopin Aufnahmen.
So haben auch seine Gesamteinspielung der Chopin Etuden ihren unangefochtenen Rang erlangt und stehen bis heute unersetzlich wertvoll da.
Die Chopin Etuden, alles sehr kurze Stücke, lassen den Zuhörer kaum erahnen, was sie vom Pianisten erfordern, wieviel Enormes ein Pianist leisten muß, um diese Werke zum Klingen zu bringen, oder um es mit Cortots Worten zu sagen: daß der Musiker ohne Virtuosität ebensowenig Zugang hat, wie der Virtuose ohne Musikalität.
Nun, daß Pollini Virtuosität besitzt, das beweist er gleich mit den ersten zwei Etuden. Pollini macht keinerlei Abstriche im Tempo, in keine einzige der Etuden, (technische Schwierigkeiten scheinen ihm absolut fremd zu sein,) sein Klavierspiel ist immer von großer Klarheit und Brillanz geprägt. Nicht die Tatsache, daß er alle Schwierigkeiten meistert überzeugt, sondern vielmehr der Umstand mit welcher bestechenden Durchsichtigkeit (man vermag wirklich alle Töne zu hören, nirgendwo überdeckt das Pedal irgendwelche Passagen) und mit welcher dynamischen Variablität jede einzelne Etude zum Strahlen gebracht wird.
Insgesamt spielt Pollini äußerst kultiviert, makellos rein und unsentimal, ohne jedoch die Lyrik ganz außer acht zu lassen (man achte auch auf die langsamen Etuden). Es verwundert daher nicht, daß Pollinis legendäre Aufnahme der Chopin Etuden bis heute Referenzcharakter haben.
Ich komme jedoch nicht ganz umhin, etwas sehr Subjektives hinzuzufügen: ich vermisse in Pollinis Spiel generell hin und wieder ein wenig die Poesie (man vergleiche sein Chopin-Spiel etwa mit Rubinstein oder Cortot; letztendlich aber wohl pure Geschmackssache), kann aber diese CD dennoch uneingeschränkt empfehlen.
Die Referenz - bis heute
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahme ist und bleibt die Referenzeinspielung der Chopin-Etüden.
Zwar ist die Zahl der Einspielung inzwischen Legion, dennoch hat Pollini mit dieser Interpretation den Markstein gesetzt, den bisher kein Pianist je wieder erreicht hat (meiner Meinung nach auch nicht Perahia mit seiner neuen Einspielung)!
Die CD ist sicher aufnahmetechnisch nicht mehr die jüngste, aber man empfindet dies, angesichts der großartigen Interpretation, als nicht besonders störend !
Diese CD sollte in keiner Klaviermusisammlung fehlen !
Die Referenz - bis heute
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahme ist und bleibt die Referenzeinspielung der Chopin-Etüden.
Zwar ist die Zahl der Einspielung inzwischen Legion, dennoch hat Pollini mit dieser Interpretation den Markstein gesetzt, den bisher kein Pianist je wieder erreicht hat (meiner Meinung nach auch nicht Perahia mit seiner neuen Einspielung)!
Die CD ist sicher aufnahmetechnisch nicht mehr die jüngste, aber man empfindet dies, angesichts der großartigen Interpretation, als nicht besonders störend !
Diese CD sollte in keiner Klaviermusisammlung fehlen !
Mein Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zugegeben, die Aufnahme ist wahrlich keine Neuheit mehr. Sie stammt vielmehr von Anfang der 70ziger Jahre des inzwischen vergangenen Jahrhunderts und entspricht auch hinsichtlich der Aufnahmetechnik sicherlich nicht den neuesten Errungenschaften. Kein Super Bit Mapping, 4D Audio oder 24 Bit Technik. Dafür aber pianistische Technik vom Allerfeinsten.
Kein Wunder, der Interpret machte durch sein unglaubliches Chopin Spiel auf sich aufmerksam, und dies bereits viele Jahre zuvor, 1959 nämlich, als er den legendären Warschauer Chopin Wettbewerb gewann. In der Jury damals kein Geringerer als Arthur Rubinstein, bis heute eine der höchsten Instanzen in Sachen authentischer Interpretation des polnischen Klavierpoeten.
Der Altmeister hatte in seiner langen Laufbahn selbst alle Werke Chopins für die Schallplatte produziert, auch die technisch ungeheuer anspruchsvollen Etüden.
Wer aber die technisch wie musikalisch gleichermaßen vollendete Wiedergabe dieser Werke durch Pollini hört, kann in Rubinstein nur den äußerst fairen Verlierer sehen. Nie zuvor wurden die beiden Zyklen pianistisch so souverän und dabei gleichzeitig musikalisch erfüllt dargeboten wie hier. Äußerste Brillianz und Virtuosität blenden auch heute noch jeden Zuhörer. Doch Pollini gelingt gleichzeig das Kunststück, ein Höchstmaß an Gesanglichkeit und Klangzauber zu entfalten. Die Gattung Etüde wird unter seinen Finger förmlich transzendiert, Technik und Poetik, pianistische Aufgabenstellung und musikalische Aussage geraten zur Symbiose.
Spätere Aufnahmen Pollinis waren häufig von allzu klassizistischen Einflüssen gekennzeichnet, die schnell in Sprödigkeit ausarteten.
In dieser Aufnahme der Chopin Etüden erleben wir jedoch einen Jahre zuvor als extremen Hitzkopf gestarteten Künstler, der ein gewisses Maß an Reife erreicht hat, ohne jedoch die Befähigung verloren zu haben, vibrierende Spannung zu erzeugen.
Diese CD Aufnahme dokumentiert einen Ausnahmekünstler auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Viele Einspielungen der Chopin Etüden sind in der Zwischenzeit veröffentlicht worden, um ihren Referenzstatus braucht sich diese Aufnahme gleichwohl keine Sorgen zu machen.
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Produkt-Bild: Chopin: Sämtliche Walzer

Chopin: Sämtliche Walzer von Alice Sara Ott

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 8,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin: Sämtliche Walzer

Tracks:

  • Grande Valse brillante in E flat major op. 18 (1831)
  • N o. 1 in A flat major (1835)
  • N o. 2 in A minor (1831)
  • N o. 3 in F major (1838)
  • Waltz in A flat major op. 42 (1840)
  • N o. 1 in D flat major
  • N o. 2 in C sharp minor
  • N o. 3 in A flat major
  • N o. 1 in A flat major (1835)
  • N o. 2 in B minor (1829)
  • N o. 1 in G flat major (1835?)
  • N o. 2 in F minor (1841)
  • N o. 3 in D flat major (1829)
  • Waltz in A flat major KK IVa no. 13 (1827)
  • Waltz in E flat major KK IVb no. 10 (1840)
  • Waltz in E flat major KK IVa no. 14 (1829-30)
  • Waltz in E major KK IVa no. 12 (1829)
  • Waltz in E minor KK IVa no. 15 (1830)
  • Waltz in A minor KK IVb no. 11 (1843)

Produktbeschreibung



Next Generation Chopin: Alice Sara Ott 2010 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag von Frédéric Chopin. Und wenngleich sein riesiges Klavierschaffen die Pianistenzunft seit Generationen herausfordert, verblüfft jetzt ein Jungstar mit seiner Neueinspielung: Alice Sara Ott, die auf ihrer 2.CD für die Deutsche Grammophon sämtliche Walzer von Chopin präsentiert.

Die erst 21 Jahre junge in München geborene Deutsch-Japanerin besitzt in ihrem Spiel die enorme Gestaltungsreife und Ausdruckstiefe, mit der sie die zwei Herzen in den Chopin-Walzern schlagen lassen kann. Dieser wehmütige Charme ist es, von dem sich Ott besonders angezogen fühlt. "Zwischen Polen und Frankreich hin und her gerissen, war Chopin Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Genauso geht es mir mit Japan und Deutschland. Nur in der Musik fühle ich mich wirklich zu Hause."

Genau das konnte die ausgesprochen hübsche Pianistin und mehrfache Preisträgerin bereits oft unter Beweis stellen. Ob bei Live-Auftritten oder mit ihrem fulminanten Liszt-Debüt-Album 2009. Doch wie seelenverwandt sie gerade mit Chopin ist, hört man nun an ihren wunderbar gespielten Walzern. Alice Sara Ott: Chopinbotschafterin 2010.
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5 Kundenrezensionen:

Jugend und Reife
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nachdem vor über 10 Jahren Zimerman mit seiner Einspielung der beiden Klavierkonzerte im Prinzip alles andere, was bis dahin zu haben war, abgelöst hat - diese Einspielung ist ein Jahrhundertereignis -, hat mich diese Gesamtaufnahme der Chopin-Walzer von Alice Sara Ott auf das Angenehmste überrascht. So viel Mut zum Ausdruck, aber eben auch doch verhalten - wie man sich Chopin eben vorstellt -, so viel künstlerische Reife, wie diese Einspielung zu Gehör bringt, das traut man einer so jungen Pianistin eigentlich nicht zu. Über ihre Technik, denke ich, muss man nicht reden, sie ist brillant, wie auch die Liszt-Aufnahme beweist. Die Musikalität von Alice Sara Ott steht für mich außer Frage. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Wir dürfen dankbar sein, solche Talente in unseren Ländern zu haben. Diese Walzer - ich glaube, ich muss sie gleich wieder einlegen ...
Chopin-Walzer mit Alice Sara Ott: Eine Entdeckung wert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wieder ein Jungstar, wieder eine Chopinplatte, so dachte ich, als ich die Ankündigung der DG las. Eher distanziert und abwartend legte ich die Platte (CD) auf - und war aufs Angenehmste überrascht.
Alice Sara Ott spielt die Walzer in durchaus tänzerischem, eher etwas langsamerem Tempo als manch einer ihrer Kollegen, welcher sich als Tastenlöwe profilieren möchte. Sie gestaltet die kleineren Werke durchaus individuell und sehr einfühlsam. Die "grande valse" werden ganz im Dienst der Musik Chopins perfekt aber ohne Effekthascherei vorgetragen. Der Anschlag ist sehr differenziert und angemessen, der Ton schön.
Die weiter unten genannten Kritikpunkte gehen meiner Meinung nach ins Leere:
Dass "Deutsche" Chopin erst gar nicht spielen könnten, und wenn dann nur nach jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelangem Üben, bzw. dass man in Paris ausgebildet sein müsse, um Chopin überhaupt "richtig" spielen zu können, ist angesichts der Größe der Musik Chopins völliger Unsinn: Bei großer Musik gibt es nicht nur ein "Richtig".
Dass eine junge Frau nicht die Reife eines Claudio Arrau haben kann - und natürlich auch nicht mit dessen abgeklärter (und für Arrau selbst und dem Arrau-Hörer mit entsprechender Hörerwartung "richtigen") Sichtweise spielen kann - ist selbstredend und kann ihr nicht als Mangel angelastet werden. Oder sollen alle Pianisten erst mit 70 Jahren ins Aufnahmestudio?
Alice Sara Ott wird der Aufgabe technisch und interpretatorisch mit einer Aufnahme gerecht, die durchaus ein eigenes Profil erkennen lässt, welches sich aber - angenehmerweise - nicht in den Vordergrund spielen will: Bestes Musizieren im Dienst der großen Musik Chopins.
Da die Aufnahme auch klangtechnisch überzeugt (Tonmeister ist Rainer Maillard, der auch für die Grimaud, Argerich und Yundi Li aufnimmt), kann die CD zu Beginn des Chopinjahres voll empfohlen werden.
Alice in Wonderland
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Sehr leicht eingespielt, gefühlvoll, klar, ohne Schnörkel - schöne Interpretation. Empfehlung. Ich werde mir mehr von ASO anhören.
Einmalig
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Obwohl ich eigentlich kein Fan von Klavierkonzerten bin, diese Aufnahme mit Alice Sarah Ott ,gespielt Chopin: Sämtliche Walzer, hat mich gefesselt. Welch sanfte
Ausführung!!
Warum nicht so?
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Chopin-Walzer kann man auf viele verschiedene Arten spielen. Hier wird die eher lyrisch-introvertierte, manchmal gar elegische (a-moll Walzer!) Variante vertreten. Das heißt: Virtuosität (die zweifelsohne vorhanden ist) steht selten im Vordergrund, es gibt eher zu viele als zu wenig Rubati, der Klang ist ziemlich weich, manchmal verhangen oder gar verhallt. Über die ganze Strecke gehört klingt das denn doch gelegentlich etwas monoton. Aber das ist bei nicht wenigen Vergleichsaufnahmen auch nicht anders. Und so, wie die Walzer gerade von russischen Pianisten manchmal hingedonnert werden, ist es von Chopin wahrscheinlich nicht gemeint gewesen. Am Geist Chopins, so wie ich ihn verstehe (sicher kann man auch darüber streiten), sind diese Aufnahmen jedenfalls ziemlich nah dran.
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Produkt-Bild: Preludes/Klaviersonate 2

Preludes/Klaviersonate 2 von Martha Argerich

Audio CD von Deutsche Grammophon Production (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 6,39

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Preludes/Klaviersonate 2

Tracks:

  • Nr. 1 C-dur
  • Nr. 2 a-moll
  • Nr. 3 G-dur
  • Nr. 4 e-moll
  • Nr. 5 D-dur
  • Nr. 6 h-moll
  • Nr. 7 A-dur
  • Nr. 8 fis-moll
  • Nr. 9 E-dur
  • Nr. 10 cis-moll
  • Nr. 11 H-dur
  • Nr. 12 gis-moll
  • Nr. 13 Fis-dur
  • Nr. 14 es-moll
  • Nr. 15 Des-dur Sostenuto
  • Nr. 16 b-moll
  • Nr. 17 As-dur Allegretto
  • Nr. 18 f-moll
  • Nr. 19 Es-dur
  • Nr. 20 c-moll
  • Nr. 21 B-dur
  • Nr. 22 g-moll
  • Nr. 23 F-dur
  • Nr. 24 d-moll
  • Pr?lude Nr. 25 cis-moll op. 45
  • Pr?ludes A-dur Nr. 26 op. posth.
  • 1. Grave - Doppio movimento
  • 2. Scherzo
  • 3. Marche fun?bre: Lento
  • 4. Finale: Presto

3 Kundenrezensionen:

Es gibt Aufnahmen,...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
...die stellen alles in den Schatten, was vorher und nachher war und sein wird.

Wie Argerich hier die Préludes spielt, das ist schlicht sensationell. Sie stellt diesen Zyklus als das dar, was er ist: Eine Folge von vollkommen durchgeknallten kurzen Stücken. Keine Glättung der schnellen Sätze und keine Romantisierung der langsamen.
Und diese Darstellung führt nicht etwa zum Zusammenbruch des Zyklus, sondern macht ihn erst sinnvoll als Seelenportrait eines zutiefst gebrochenen Menschen, der Chopin zum Zeitpunkt der Komposition schon war.

Diese Aufnahme ist einfach perfekt. Punkt.
Glühende Préludes, stürmische Sonate
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Martha Argerich gilt spätestens seit ihrem triumphalen Gewinn des Chopin-Wettbewerbs im Jahre 1965 als prädestinierte Interpretin des Klavier-Komponisten. Die hier in der Reihe "The Originals" herausgegebenen Stücke sind selbstverständlich schon mehrfach veröffentlicht worden: Innerhalb der "Galleria"-Serie, der "Martha Argerich Collection" oder auch teilweise in der Serie "Great Pianists of the 20th Century".
Dies hat natürlich seine Gründe: Das Chopin-Spiel der Argerich ist alles andere als konventionell und ist ebenso mitreißend wie polarisierend. Wenngleich ihr Temperament im Studio im Vergleich zu Live-Aufnahmen ein wenig gebremst wird, sind ihre Interpretationen nur als ein Feuerwerk sich abwechselnder musikalischer Seelenzustände zu bezeichnen. Dies gilt insbesondere für die Préludes op. 28. Viele Einspielungen dieses Zentralwerks von Chopin arbeiten vor allem die Unterschiede der Einzelstücke heraus, während bei anderen ein Gefühl von Geschlossenheit trotz aller Kontraste spürbar ist. Kissin (RCA) und Pogorelich sind beispielhaft für die erstgenannte Kategorie, während Argerich und auch Pollini (DG) in die zweite fallen. Die Argentinierin geht dabei noch weiter als ihr italienischer Kollege; wenngleich sie wie kein anderer die extremen Gegensätze der Préludes auslotet, bleibt eine bestimmte, vorwärtsdrängende Grundhaltung immer spürbar. Kaum jemand spielt etwa Nr. 18 oder 22 mit ähnlichem Impetus, oder Nr. 15 so funkensprühend-brilliant. Wer Ausgewogenheit und sparsame Rubati bevorzugt, muß sich anderweitig umsehen (etwa bei Lugansky) - aber dennoch kann man sich der musikalischen Faszination kaum entziehen. Dabei ist jedoch anzufügen, daß Argerich bei aller atemberaubenden Virtuosität nicht die technische Seite der musikalischen opfert; ihr interpretatorisches Konzept entspringt ihrem impulsiv-glühenden Naturell und wirkt daher nie aufgesetzt oder künstlich, wie dies zuweilen bei Kissin zu beobachten ist. Dies gilt ebenso für die zweite Klaviersonate, die annähernd zeitgleich mit den Préludes aufgenommen wurde. Auch hier bevorzugt die Pianistin sehr schnelle Tempi, was nicht allen Sätzen gleich gut bekommt. Überzeugend wirkt dies vor allem im zweiten, wo sie von dunkel-bedrohlich bis furios-dramatisch alle Register zieht. Die verträumte Stimmung des Mittelteils überträgt sich jedoch nicht auf den folgenden Trauermarsch, der dann doch etwas zu zügig angegangen wird. Andsnes (Virgin) etwa zeigt da etwas mehr Introspektive und im ersten Satz mehr Geduld im Aufbau, wirkt nicht so manisch-nervös wie Argerich. Kaum jemals jedoch konnte man den Schlußsatz ähnlich unheimlich im Halbpedal hören - ein wahrer Todeswind, der da gespenstisch über die Gräber streicht.
Alles in allem kein neues Material also, aber für diejenigen, die diese Werke mit der argentinischen Pianistin noch nicht in ihrer CD-Sammlung haben, dennoch ein Pflichtkauf - zumal das Preis-/Leistungs-Verhältnis exzellent ist. Alternativ gibt es auch die Préludes mit einigen Extra-Stücken auf einer CD; an neueren, klangtechnisch ausgefeilteren Aufnahmen seien hier Andsnes (Virgin) für die Sonate und Lugansky (Erato) für die Préludes empfohlen.
Mein Klassiker
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Aufnahme, die nicht nur durch den Komponisten, sondern auch schon durch die Anzahl der Jahre, die seitdem ins Land gegangen sind, als 'Klassiker' eingestuft werden könnte, und das im Sinne von unsterblich, stellt Marta Argerich als Meisterin aller Klassen vor. Ihr Stil ist so direkt, dass die Kompositionen Chopins den Zuhörer auf bisher nicht erfahrene Weise fordern. Es ist nicht möglich, sich diesem Anspruch zu entziehen: Dafür belohnt sie mit einem Spielerlebnis, das Transparenz, Transzendenz, die Schönheit der Geometrie und der Klänge offenbart. Wenn ich zu ihrem Spiel einen Vergleich ziehen sollte, so wäre es der mit Maria Callas' Stimme - einzigartig auf ihrem Gebiet. Diese Aufnahme ist eine Eintrittskarte in eine Klavierwelt, in der Marta Argerich kraftvoll spricht.
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Produkt-Bild: Gourari:Chopin-the Mazurka Diary

Gourari:Chopin-the Mazurka Diary von Anna Gourari

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 14,97, Angebote ab EUR 13,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Gourari:Chopin-the Mazurka Diary

Tracks:

  • Mazurka Nr. 1 fis-moll op. 6 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 2 cis-moll op. 6 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 4 Es-Dur op. 6 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 5 B-Dur op. 7 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 6 a-moll op. 7 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 9 C-Dur op. 7 Nr. 5
  • Mazurka Nr. 11 e-moll op. 17 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 13 a-moll op. 17 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 14 g-moll op. 24 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 15 C-Dur op. 24 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 18 c-moll op. 30 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 19 h-moll op. 30 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 20 Des-Dur op. 30 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 21 cis-moll op. 30 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 25 h-moll op. 33 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 27 e-moll op. 41 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 32 cis-moll op. 50 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 34 C-Dur op. 56 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 36 a-moll op. 59 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 37 As-Dur op. 59 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 38 fis-moll op. 59 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 40 f-moll op. 63 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 45 a-moll op. 67 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 46 C-Dur op. 68 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 47 a-moll op. 68 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 48 F-Dur op. 68 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 49 f-moll op. 68 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 50 a-moll op. posth. "an Emile Gaillard"
  • Mazurka Nr. 51 a-moll op. posth. "Notre temps"

Eine Kundenrezension:

Der Puls des Lebens
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach der hochvirtuosen und maßstabsetzenden Aufnahme der Chopin'schen Scherzi von Anna Gourari kommt nun ein bunter Mazurken-Reigen, der keinen Wunsch offen läßt. Chopins Musik wird in Anna Gouraris Händen zur spannenden und märchenhaft wundervollen Reise in eine Klangwelt, von der man immer nur träumt.
Hier aber ist man mitten drin. Der Puls des (eigenen) Lebens wird hörbar, spürbar.
Immer und immer wieder fasziniert Anna Gourari durch ihre grandiosen klavieristischen Fähigkeiten, die einer jeden Mazurka den ihr eigenen Charakter und individuelles Leben einhaucht. Eine Klangkontrolle und Klangimagination, die ihresgleichen sucht. Ob virtuos, energiegeladen, spontan, markant oder behutsam in sich gekehrt, gefühlfvoll, verletzlich - immer ist Anna Gouraris Spiel aufrichtig und herzergreifend. In jeder Nuance, jedem Ton beseelt.
Nicht von dieser Welt scheint ihr Chopin - und doch so menschlich.
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Produkt-Bild: Gulda Spielt Chopin

Gulda Spielt Chopin von Friedrich Gulda

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 10,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Gulda Spielt Chopin

Tracks:

Disk 1
  • 1. in C major (Original Version)
  • 2. in A minor (Original Version)
  • 3. in G major (Original Version)
  • 4. in E minor (Original Version)
  • 5. in D major (Original Version)
  • 6. in B minor (Original Version)
  • 7. in A major (Original Version)
  • 8. in F sharp minor (Original Version)
  • 9. in E major (Original Version)
  • 10. in C sharp minor (Original Version)
  • 11. in B major (Original Version)
  • 12. in G sharp minor (Original Version)
  • 13. in F sharp major (Original Version)
  • 14. in E flat minor (Original Version)
  • 15. in D flat major "Raindrop" (Original Version)
  • 16. in B flat minor (Original Version)
  • 17. in A flat major (Original Version)
  • 18. in F minor (Original Version)
  • 19. in E flat major (Original Version)
  • 20. in C minor (Original Version)
  • 21. in B flat major (Original Version)
  • 22. in G minor (Original Version)
  • 23. in F major (Original Version)
  • 24. in D minor (Original Version)
  • 1. Allegro maestoso (Arr. Balakirev)
  • 2. Romance Larghetto (Arr. Balakirev)
  • 3. Rondo Vivace (Arr. Balakirev)
Disk 2
  • Ballade No.1 in G minor, Op.23
  • Ballade No.2 in F, Op.38
  • Ballade No.3 in A flat, Op.47
  • Ballade No.4 in F minor, Op.52
  • Nocturne No.13 in C minor, Op.48 No.1
  • Barcarolle in F sharp, Op.60
  • Nocturne in F sharp major, Op.15, No.2
  • Waltz No.14 in E minor, Op.posth.
  • Nocturne No.17 in B, Op.62 No.1
  • 1. Epitaph (Epitaph für eine Liebe)
  • 2. Entzückung (Epitaph für eine Liebe)
  • 3. Erfüllung (Epitaph für eine Liebe)
  • 4. Enttäuschung (Epitaph für eine Liebe)
  • 5. Entfernung (Epitaph für eine Liebe)
  • 6. Erstarrung (Epitaph für eine Liebe)
  • 7. Entsagung (Epitaph für eine Liebe)
  • 8. Epilog (Epitaph für eine Liebe)

Eine Kundenrezension:

Alt aber unübertroffen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Aufnahmen aus der Mitte der 1950er Jahre können natürlich nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten mithalten und erfordern eine gewisse Gewöhnung. Nimmt man sich aber Zeit und hört hinein, wie großartig Gulda die Tempi wählt, wie innig und leise die schmerzvollen Melodie in unglaublicher Klarheit hingehaucht sind - so intim und verletzlich, wie es wahrscheinlich Chopin in seinen Konzerten vor kleinem Publikum in begrenztem Rahmen wollte. Guldas Sohn Paul berichtet im Booklet, was Alexander Jenner und Jörg Demus nach einem Chopin-Abend des 19-jährigen Friedrich Gulda 1949 sagten: ""Wir können alle einpacken..." - das denkt man sich, wenn man die Interpretation der Préludes durch F.G. mit der Alexander Volodins bei den diesjährigen "Folles journées de Nantes" vergleicht. Guldas Spiel ist klar und hat eine unnachahmliche innere Spannung, wo Volodins Spiel derb und verschwommen klingt. Gulda spielt so, als ob es sein letztes Mal wäre.
Der "Epitaph für eine Liebe" auf der 2. CD zeigt, wie sehr Gulda die Tonsprache Chopins zu seiner eigenen machen konnte.
2 CDs für alle, die wissen, dass technische Perfektion nichts ist, wenn man nicht den Geist hat.
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Produkt-Bild: Chill With Debussy

Chill With Debussy von Various

Audio CD von Naxos
Preis bei Amazon: EUR 4,97, Angebote ab EUR 4,47

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Chill With Debussy

Tracks:

  • Clair De Lune Ur Suite Bergamasque
  • Arabesque Nr 1
  • Serenade For The Doll
  • The Snow Is Dancing
  • The Little Shepherd
  • Andantino Doucement Expressif Ur S Rkkvartett
  • Danse Profane
  • La Plus Que Lente
  • Des Pas Sur La Neige
  • La Fille Aux Cheveux De Lin
  • Sarabande Ur Pour Le Piano
  • Poissons D'or Ur Images Ii
  • Pagodes Ur Estampes (Orkestrering Ndre Caplet)
  • Clair De Lune Ur Suite Bergamasque (Orkestrering Andre Caplet)

5 Kundenrezensionen:

Chill with Debussy
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Sehr schöne Musik wenn man einfach mal abschalten möchte! Ich höre gerne diese CD wenn ich vom Büro nach Hause fahre um den Kopf frei zu bekommen, das hilft mir sehr. Ich liebe die Stücke von Claude Debussy. Für alle Klassische Musikliebhaber etwas besonderes. Wärmstens zu empfehlen.
Twilight
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Wie wahrscheinlich einige andere auch bin ich durch den ersten Roman der Bis(s) Reihe auf Debussy gekommen. Da ich nur ein Gelegenheits-klassische Musik-Hörer bin, beschränkte sich meine Kenntnis in der hinsicht nur auch Tschaikowski, Vivaldi und Mozart. Doch jetzt bin ich auch Fan von Debussy. Beim lesen oder auch um einfach abschalten zu können ist das genau das Richtige und diese Serie "Chill with ..." ist auf Grund ihres Preis-Leistungsverhältnisses genau das richtige um sich auch mal an ander Komponisten zu trauen, die man vielleicht noch nicht so kennt.
Sehr schöne Chillout CD
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
"Inspiriert" durch Twilight - sehr schöne CD zur Entsprannung. Nicht nur der Komponist ist genial, sondern auch die Interpreten. Sehr Empfehlenswert!
Super schön!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die CD ist super schön zum entspannen und um einfach den Gedanken freien Lauf zu lassen!
Claire de Lune
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten

Ich muss wirklich sagen ein Meisterwerk.ich bin süchtig danach...diese Art der Musik wirkt lebendig...zart....es ist wie ein Regenbogen der seine FArben in sich verschwimmen lässt.Ich kann es nur empfehlen,der betse Künstler des 19.Jahrhundert.
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Produkt-Bild: The Originals - Chopin (Polonaisen)

The Originals - Chopin (Polonaisen) von Maurizio Pollini

Audio CD von Deutsche Grammophon Production (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 5,89

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1998
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Tracks:

  • Original Version
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Produktbeschreibung


POLONAISEN 1-7
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2 Kundenrezensionen:

Die maßgebliche Einspielung der Polonaisen!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Polonaisen gehören zu den am häufigsten gespielten Werken von Chopin. Das hat einerseits den Vorteil, dass man aus etlichen Einspielungen auswählen kann. Andererseits sind manche Polonaisen zu Schlachtrössern der großen Virtuosen geworden und als solche geradezu zu Tode geritten. Horowitz machte aus der berühmten As-dur Polonaise op. 53 ("Die Heroische") ein Virtuosenstück mit allerlei Oktavengedröhn, verpasste dem Stück eine nahezu Prokofieff-artige Lautstärke, so dass man trotz aller rhythmischen Finesse kaum noch den eigentlichen Chopin hören konnte. Rubinstein vernachlässigte sämtliche Staccato- und sonstige Vorschriften und bügelte den scharfen Rhythmus der Polonaise glatt, so dass aus dem eigentlich spröden Stück eine allzu gefällige Virtuosendemonstration wurde.
Pollini beschreitet einen ganz anderen Weg: Pollinis Anschlag ist weder so aggressiv brillant wie der von Horowitz, noch so süß und rund wie der von Rubinstein. Pollinis Ton ist schlank und unaufdringlich, kann in der hohen Lage durchaus metallischen Glanz entwickeln und besitzt in den Bässen sonoren Klang, ohne allerdings die Fülle von Gilels zu erreichen. Sein Spiel zeichnet sich durch äußerste Klarheit, technische Perfektion und rhythmische Präzision aus. Die Staccato-Vorschriften Chopins befolgt er notengetreu (bis auf sehr wenige Ausnahmen). Dadurch werden die Herbheiten dieser Stücke klar herausgearbeitet. Pollinis Stilsicherheit verdient gerade im Vergleich zu den Geschmacklosigkeiten seiner Kollegen größte Bewunderung. Die scheinbar so bekannten Polonaisen erfahren durch Pollini ein Reinigungsbad und werden von allen Ablagerungen allzu großer Virtuosenwillkür befreit, die unsere Hörgewohnheiten im Laufe der Jahre geprägt haben.
Fazit: Chopins Polonaisen erklingen hier schlackenlos und in wohltuender Schlichtheit. Nicht prunkende Klangentfaltung sondern klassische Strenge kennzeichnen Pollinis Interpretation. Technische Perfektion und interpretatorische Sicherheit halten sich bei Pollini über alle Stücke hinweg vollendet die Waage. Eine wunderbare Einspielung!!
Glasklare und noble Interpretation
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auf dieser CD finden sich die sieben letzten Polonaisen Chopins wieder, die allesamt entstanden sind, als Chopin bereits seine polnische Heimat zugunsten seiner Karriere zurücklassen musste.
Pollini durchleuchtet diese hochkomplexen Stücke nicht von innen sondern streng von ihrer rhytmischen Seite wie aus der Vogelperspektive heraus und behält den Rhythmus der Polonaise auch in den leidenschaftlichsten Passagen streng bei, was ihm nicht zuletzt durch seine glasklare Artikulation und seine phenomenale Technik mühelos gelingt. Sicherlich gibt es leidenschaftlichere und freiere Interpretationen dieser Stücke, jedoch wird durch diese beherrschte Interpretation der Aspekt der unterdrückten Agression und Leidenschaft auf wundersame Weise hervorgehboben. Schumann bezeichnete Chopin's Werke nicht umsonst als unter Blumen eingesenkte Kanonen.
Gerade für den Preis ist kaum eine gelungenere Aufnahme zu kriegen. Daher sehr zu empfehlen.
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