|
| |
|
The Originals - Beethoven (Klaviersonaten) von Wilhelm KempffAudio CD von Deutsche Grammophon Production (Universal)Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 4,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 1995 |
Tracks:
ProduktbeschreibungKlaviersonaten. Klassik-CD. AV Pathetique / Mondschein / Waldstein / Appassionata 4 Kundenrezensionen:??? 4 von 5 PunktenTechnik sowieso - zu begreifen, was die Musik darin ist, das macht diese Einspielung aus. Immergültiger, wunderschöner Beethoven 5 von 5 PunktenKempffs Beethovenspiel ist nicht wuchtig oder "heroisch", ein Begriff, der gerne im Zusammenhang mit Beethovens Musik gebraucht wird und durchaus auf bestimmte Werke zutrifft. Kempff spielt die populären Namenssonaten auf dieser CD einfach überirdisch schön. Einfühlsam nachempfunden, von genialer Eigenständigkeit und Poetik ist sein Spiel. Die c-moll Sonate op.13 kann man wahrscheinlich nicht schöner spielen und ich ziehe sie auch der grossartigen Interpretation Wilhelm Backhaus` vor, obgleich Backhaus vielleicht näher am eigentlichen Wesen Beethovens sein mag(der deutlich kräftigere Zugriff Backhaus` wird beim Eingangssatz der Sonate No.23 f-moll op.57 besonders deutlich) Die cis-moll op.27 Nr.2, mit einem traumwandlerischen Adagio, entspricht bei Kempff so sehr im Ausdruck ihrer Beschreibung "sonata quasi una fantasia" wie es überhaupt möglich erscheint. Die Aufnahmequalität ist grossartig. Kempffs individueller und wunderschöner Beethoven bleibt immergültiges Dokument der grössten Kunst der Wiedergabe herausragender Meisterwerke. Klangqualität 5 von 5 PunktenDie Aufnahme ist auch nach dem Remastering deutlich verrauscht! Von der Interpretation und dem Anschlag meisterhaft perfekt. Diese CD sollte als voll entrauschte XRCD erhältlich sein. Großartig: Berühmte Beethoven-Sonaten gespielt von W. Kempff 5 von 5 PunktenDie 1965 vom damals 70jährigen Ausnahmepianisten Wilhelm Kempff im Hannoverschen Beethoven-Saal aufgenommenen Sonaten "Pathétique", "Mondschein", "Waldstein" und "Appassionata" wurden digital restauriert und bieten exzellenten Hörgenuß. Ein Muß für Fans klassischer Klaviermusik. |
|
|
Kuschelklassik Piano Dreams Vol.2 von Martin ErmenAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 14,75 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2009 |
Tracks:
5 Kundenrezensionen:Einfach klasse ! Diese CD "geht zu Herzen" 5 von 5 PunktenDie neue Piano Dreams CD hat mich ebenso fasziniert wie die erste Ausgabe von 2003. Ich finde sogar, dass die Fortsetzung noch besser gelungen ist. Es tauchen noch mehr Piano Solo Titel auf. Insbeseondere diese Solo Stücke und die Stücke für Piano und Streichorchester gehen "sehr zu Herzen". Auch wenn mir die ruhigen Piano Solo / Piano Streicher Titel am besten gefallen, finde ich die Stücke mit leichtem Band Arrangemenet auch klasse, weil sie das Ganze angenehm auflockern und so verhindern, dass es zu gleichförmig wird. So ist für jeden etwas dabei. In einer früheren Rezension steht etwas von "Fahrstuhlmusik" : ich wünschte, in Fahrstühlen würde so tolle Musik laufen ! Also : alles in allem eine absolut tolle und empfehlenswerte CD - ich freue mich auf Piano Dreams 3 ! Wunderbar entspannend!!! 5 von 5 PunktenIch bin sowohl auf die erste als auch die zweite CD aus dieser Reihe durch Zufall bei meinem Masseur aufmerksam geworden und habe sie gleich selbst besorgt. Unheimlich entspannend, ideal für kuschelige Abende zu Hause. Gerade jetzt in der Winterzeit. Pianostücke die auch hervoragend in einer edlen Hotelbar live gespielt werden könnten. Es gibt zwar auch hier 2 - 3 vereinzelte Stücke die nicht so gelungen sind, aber das Gesamtbild passt. Das Problem hat man aber bei fast jeder Compilation. Von mir eine Kaufempfehlung. Vorsicht! KEINE Klassik! 2 von 5 PunktenIch bin auf dieses Album gestoßen auf der Suche nach einer Sammlung schöner Klassikstücke für Klavier. Der Titel klang vielversprechend und ich stellte mir ausgewählte Stücke von Chopin, Debussy o.ä. darunter vor. Zu meiner Enttäuschung ist auf dieser CD überhaupt keine Klassik enthalten. Es handelt sich vielmehr um Klavierinterpretationen von KlassikERN aus Rock, Pop oder Filmmusik. Sie sind sicherlich ganz nett umgesetzt, jedoch nur ein Schatten des jeweiligen Originals. Für mich ist das Fahrstuhl- oder Einkaufsmusik und hat mit "Klassik" rein gar nichts zu tun. Die ersten sind immer die Besten! 3 von 5 PunktenIch habe diese CD voll Freude entdeckt. Nachdem ich meinem Mann die erste Piano Dreams voriges Jahr zu Weihnachten geschenkt habe, haben wir diese Musik immer wieder zur Entspannung verwendet. Ob in der Badewanne oder bei einer angenehmen Massage. Die Piano Dreams Vol. 1 hat einfach zum Träumen verführt. Das schafft diese CD trotz der guten Musikauswahl leider nicht. Bei "Let it be" ist einfach schon wieder zuviel Hintergrundmusik (Schlagzeug) unterlegt. - Das ist unserer Meinung nach nicht sehr verträumt. Auch bei einigen anderen Titeln werden zusätzliche Instrumente wie E-Gitarre, usw. eingesetzt. Schade eigentlich! Weniger ist mehr... hat hier leider keine Anwendung gefunden. Einfach toll!! (aber mit technischem Problem) 5 von 5 PunktenEigentlich kann den hier schon zu findenden Lobeshymnen nur uneingeschränkt zustimmen: Musikalisch ist diese CD sicher ein absoluter Volltreffer. Ich habe leider nur ein kleines technisches Problem: Bei der Übernahme auf meinen PC werden alle Stücke mit vollkommen falschen Titeln eingetragen. Also ist hier händische Nacharbeit erforderlich. Da scheint bei der Herstellung etwas schief gelaufen zu sein. Dennoch wegen der hervorragenden Musik 5 Sterne. |
|
|
Kuschelklassik präsentiert Piano Dreams von Martin ErmenAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 7,40 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2003 |
Tracks:
ProduktbeschreibungKUSCHELKLASSIK PIANO DREAMS 5 Kundenrezensionen:Pop-Hits mit Klavier gespielt = Schmuse-Hits? => NEIN 3 von 5 PunktenAuf dieser CD befinden sich einige mehr oder weniger großen Erfolge aus unterschiedlichen Zeitepochen. Die Stücke wurden weitgehend mit dem Klavier gespielt und teilweise von anderen klassischen Instrumenten z.B. Streichern begleitet. Da ich alle Stücke im Original kenne, habe ich den direkten Vergleich beim Hören dieser CD. Ich bin zwar ein großer Fan von Kuschelrock- und Kuschelklassik-CDs, aber diese verfehlt etwas ihr Ziel. Einige Titel dieser CD eignen sich eben nicht, um sie mit dem Klavier zu spielen. Da mag der Klavierspieler noch so bekannt oder talentiert sein! Ferner stört mich, dass man auch schnellere Titel z.B. von Kylie Minogue "Can't get you out of my head" nimmt und vom Tempo ausbremst. Das Lied hat auf einer Kuschel-CD nichts zu suchen! Es passt einfach nicht! Außerdem frage ich mich, wie man ein Lied von Metallica "Nothing else matters" am Piano präsentieren kann. Sicherlich kann man das auch instrumental spielen, was auch gut klingt, aber nicht an einem weich klingenden Klavier. - Grausam! Wenn ich mir das Lied Hero von Enrique Iglesias anhöre, kommen mir die Tränen. Anfangs ist das Lied nicht wieder zu erkennen. Zu diesem Stück gehört eine Gitarre, die mit spanischem Temperament gespielt wird und kein steifes Klavier. Es kann bei weitem nicht den Zauber und den Wohlklang erzeugen, der von dem Saiteninstrument ausgeht. Die Titelauswahl ist damit teilweise misslungen! Fazit: Hören Sie sich vorher selber diese CD an, bevor Sie sie kaufen. Mir persönlich gefällt die Titelauswahl gar nicht. Es war teilweise ein Fehlkauf! Einfach nur wunderschön... 5 von 5 PunktenWie lange habe ich nach einer CD gesucht, auf der bekannte Titel von einem begabten Pianisten mit Anspruch eingespielt zu finden sind... Und dann bekam ich diese CD geschenkt! Ein wahrer Traum, nicht nur für Klavierspieler - wundervoll arrangiert, mit wunderbar weichem Anschlag, zum Träumen und manchmal fast zum Weinen schön. Dieses Werk sei jedem, dessen Herz bei Musik zu strahlen anfängt, an eben dieses gelegt... Erstklassische Pianoarbeit 5 von 5 PunktenIch habe Martin Ermen schon mehrfach live gehört. Umso mehr freut es mich, dass es endlich eine CD von ihm gibt. Ich kann mich den anderen Rezensionen nur anschließen. Die Interpretation von Pop- und Rock-Stücken ist sehr gut gelungen und Martins Pianoarbeit ist klasse. Die CD hat ihren Titel (Piano Dreams) mit Recht. Toll gemacht! 5 von 5 PunktenKürzlich habe ich die wunderbare CD von Martin Ermen geschenkt bekommen und bin ganz hin und weg. Ermen's Interpretationen dieser Pop-Klassiker sind einfach zum Dahinschmelzen. Ich finde, er sticht hervor aus den Massen von Klavierspielern. Mein Lieblingssong ist "Morning has broken", aber auch "Little Sister" und Oasis' "Wonderwall" finde ich super. Schade, dass es diese Sonderedition nicht mehr gibt, wie ich festellen musste. Auf jeden Fall weiss ich schon, was ich zu Weihnachten verschenken werde... Schade 3 von 5 PunktenAufs erste "reinhören" hat mir die CD unheimlich gut gefallen, doch habe ich wohl zunächst die Titel "erwischt", die nur mit Klavier gespielt waren. Ein wunderschönes Klavier "pur"!! Leider habe ich beim genaueren "hinhören" leider leider feststellen müssen, dass mal wieder jemand mit seinem Synthesizer etwas dazu beigetragen hat. Schade! Erinnert mich an einen sehr erfolgreichen französischen Klavierspieler aus den 80er Jahren. Ich hätte die CD fast gekauft. Wenn die Synthesizer-Klänge nicht wären..... Nicht zu empfehlen für junge Klassikfans, die noch handgemachte Musik "unplugged" zu schätzen wissen. |
|
|
Lang Lang Live at Carnegie Hall [DOPPEL-CD] von Lang LangAudio CD von WildschuetzPreis bei Amazon: EUR 9,97, Angebote ab EUR 5,94 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 2004 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
ProduktbeschreibungLang Lang live at Carnegie Hall. 2 Klassik-CDs. AV Werke von Schumann, Haydn, Schubert, Tan Dun, Chopin, Liszt Aus der Amazon.de-RedaktionSchon sein Name setzt große Musikalität voraus: Lang Lang. Gleicher Vor- und Nachname. Optisch identisch, aber: Die unterschiedliche Betonung macht es aus. Der junge chinesische Pianist gab sein äußerst erfolgreiches Debüt in der New Yorker Carnegie Hall, dessen Live-Aufnahme hier nun als Doppel-CD vorliegt. Robert Schumanns "Abegg-Variationen" zu Beginn, als Aufwärmer sozusagen. Lang Lang ist vom ersten Ton an voll präsent, der liebliche, leise Einstieg gelingt ihm vorzüglich. Nie ganz aus sich herausgehend, verleiht er diesem Stück aber Farbenreichtum und Intensität. Haydns großartige "Sonate in C-Dur Hob. XVI:50" wird ebenso großartig interpretiert. Der Pianist schafft es, bei der vielschichtigen "Wanderer-Fantasie" von Franz Schubert die unzähligen Stimmungen herauszuschälen. Etwas süßlich, aber nie kitschig, die "Acht Erinnerungen in Aquarellfarben" (1978/79) des chinesischen Komponisten Tan Dun. Ein Hauch von Schönheit das "Lento sostenuto" aus dem "Nocturne in Des-Dur" von Frédéric Chopin. Sprudelnd vor überschäumender Erfindungskraft Franz Listzts "Reminiscences du Don Juan de Mozart". Diese "Rückerinnerung" fordert dem Interpreten alles ab: Witz, Kraft, Virtuosität und viele hintersinnige Mozart-Zitate. Der junge Chinese taucht mit großem Genuss in dieses aufregende Abenteuer ein. Dann wieder eine Oase der Ruhe: Schumanns "Träumereien" werden unheimlich zerbrechlich und zart gedeutet. Und wenn dann Lang Langs Vater auf die Bühne kommt, der eine zweisaitige chinesische Geige spielt, und zusammen mit seinem Sohn musiziert, ist das auf höchstem Niveau amüsant. Franz Listzts "Liebestraum" beschließt dieses kluge und abwechslungsreiche Programm. Lang Langs Musikalität, Lang Langs Technik, Lang Langs Präsenz, Lang Langs Spontaneität: alles ein endloses Tummelfeld an Möglichkeiten. --Rudolf Kamm 3 Kundenrezensionen:..ein kind der schnelllebigen zeit... 3 von 5 Punktenum es kurz zu machen: lang lang ist ein brillanter techniker der irrsinnig schnell und sauber und fehlerlos spielen kann und dabei in mir nichts als langeweile verbreitet. von vielen stücken, die er hier spielt, verfüge ich über - natürlich aus meiner subjektiven sicht betrachtet - bessere interpretationen anderer pianisten. fest steht, der junge chinese kann (und wird auch m.e. - weil bereits verheizt - nicht mehr können) einem horowitz, einem rubinstein, einem brendel, einem gulda und schon gar nicht einem glenn gould auch nur annähernd das wasser reichen. er verfügt nicht - wie horowitz oder gould - über die fähigkeit, die musik von innen heraus zum leuchten zu bringen, eine von genialität geschwängerte athmosphäre zu verbreiten, spannung durch persönliche intonation zu erzeugen - böse und vielleicht auch überspitzt ausgedrückt: man könnte ihn durch einen automaten ersetzen. dies ist nun carnegie-hall, eine gute zusammenstellung, eine geniale nummer: horses (arrangiert von lang lang und seinem vater lang guo-ren, der auch die chinesische stehgeige in diesem duo bedient) - mein favorit auf dieser doppelCD, und es klingt bezeichnenderweise wie ein chinesisches traditional. für mich das einzige stück auf diesem album wo lang lang sein herz auf die tasten legt. wenn man ihm bei der arbeit zuschauen kann, fällt es ihm offenbar leichter zu begeistern, wie an der reaktion des publikums zu erkennen ist. die tonqualität ist überdurchschnittlich, wenn es auch bessere aufnahmen aus der carnegie hall gibt (nur zb. die legendäre von belafonte aus dem jahr '58). sagen wir mal so: für eine DG geht es sehr gut. einen stern gibt's für seine technik, einen zweiten für die flinke und fehlerfreie intonation und einen für "horses". mehr ist nicht.... um diesen preis trotz allem kein verhau! Lang Lang ist ein Wunder 5 von 5 PunktenWer Lang Lang einmal im Fernsehen gesehen hat, der weiß um den Zauber, den dieser junge, sagenhafte Künstler ausstrahlt. Man fühlt die Töne regelrecht, möchte den Moment für immer festhalten. Kaum einer lebt Musik so intensiv und hingebungsvoll wie er. Sein Name, übersetzt "Leuchten des Himmels", ist wahrhaftig. Er ist ein neuer Stern am Musikhimmel und wird noch viele, viele Menschen mit seiner einzigartigen musikalischen Emotionalität, gekoppelt mit perfekter Virtuosität, bezaubern. Mit seinem Debüt in der Carnegie Hall 2003 erreicht er den (vorläufigen?) Höhepunkt seiner Karriere, 2004 erhält er den ECHO KLASSIK. Dass dieses Debüt live aufgezeichnet würde, ist für jeden Musikliebhaber ein wahrer Glücksfall. Ein Rausch der Sinne 5 von 5 PunktenMag man auch hinsichtlich der Natürlichkeit seines Spiels geteilter Meinung sein, so stellt sich Einigkeit spätestens dann ein, wenn die technische Brillanz zur Sprache kommt, die Lang Lang hier an den Tag legt. Unbestritten auch die Leidenschaft, mit der dieser junge Künstler zu Werke geht; so spielt er sich in den Sätzen 3 und 4 von Schuberts "Wanderer-Fantasie" geradezu in einen Rausch. Wer jedoch glaubt, eine Steigerung sei nun nicht mehr möglich, wird in Liszts "Réminiscences du Don Juan de Mozart" zweifellos eines Besseren belehrt: Lang Lang spielt sich derart in Extase, dass auch der letzte Zuhörer sich - ohne zu wissen, wie ihm geschieht - inmitten eines der aufregendsten Abenteuer des Don Juan wähnt. |
|
|
DEBUSSY: Clair de Lune/Arabesques/+ von Francois-Joel ThiollierAudio CD von NaxosPreis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 4,30 Erscheinungsdatum: März 2004 |
Tracks:
|
|
|
Bach: Goldberg Variations von Murray PerahiaAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 9,49, Angebote ab EUR 8,42 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2000 |
Tracks:
ProduktbeschreibungGoldberg Variationen BWV988. Klassik-CD. AV Aus der Amazon.de-RedaktionDer russische Gesandte am kursächsischen Hof zu Dresden, Graf Hermann Carl von Keyserling, litt an Schlaflosigkeit. Und so ließ er einen Schüler von Johann Sebastian Bach namens Goldberg antreten, damit ihm dieser die langen schlaflosen Stunden mit seinem Klavierspiel erträglicher mache. Der Graf bat Bach, ihm dafür einige Stücke zu komponieren und so entstand die schwierigste aber auch beliebteste Klavierkomposition Bachs: Die Goldberg-Variationen. Bei Murray Perahia kommt der Graf erst recht nicht zur Ruhe -- denn zum Schlaflied taugt Perahias Interpretation der himmlischen Aria und ihren 30 Variationen nun wirklich nicht. Perahia beglückt durch große innere Ruhe und geradezu spirituellem Spiel. Unverwechselbar auch hier wieder sein lyrisch empfindsamer Anschlag, der organische Fluss seines Vortrags und die noble musikalische Geste -- man kann regelrecht von einem "Perahia-Sound" sprechen. Im Gespräch sagt Perahia: Ihn interessiere bei Bach zu erfahren, wie der Kontrapunkt zur Harmonie werde. Wichtig sei es, den Punkt zu finden, an dem die Stimmen zueinander gelangen. Deshalb betone er mehr das lineare, das melodische Element als das vertikale, das kontrapunktische. Selten hat ein Künstler seine eigene Interpretation theoretisch so zutreffend beschrieben und dabei in der Praxis auch verwirklicht. --Teresa Pieschacón Raphael 5 Kundenrezensionen:goldberg-variationen absolut empfehlenswert! 5 von 5 Punktenich bin begeistert von der wunderbaren interpretation der goldberg-variationen. mein urteil ganz klar: absolut empfehlenswert! Triumph des Klangs - Vorteil Perahia! 5 von 5 PunktenZuerst: Mir fehlen die Grundvoraussetzungen als nicht studierter Musikwissenschaftler, um die Einspielung Perahias en detail aus dieser Warte zu beurteilen. Noch bin ich in der Lage, die unzähligen Einspielungen der Goldberg-Variationen mit der von Perahia zu vergleichen. Ich will daher gleich auf den Kern kommen und ganz ehrlich sein: Wir alle, die die Goldberg-Variationen kennen und mögen, werden alle Klavier-Einspielungen (vergangene, gegenwärtige und zukünftige) mit den legendären Glenn Gould-Einspielungen aus den Jahren 1955 (ungestüm, revolutionär und richtungsweisend) und 1981 (ein Meilenstein, das Vermächtnis Gouldschen Musik- und Aufnahmeverständnisses) vergleichen. Es führt kein Weg daran vorbei, muß man ehrlich sein. Gould ist und war die Meßlatte für Bachs Goldberg-Variationen. Doch was beschert uns Murray Perahia, der Mann, der das Klavierspielen nach einer harmlosen Verletzung 1996 fast schon aufgeben musste? In Zusammenarbeit mit den erstklassigen Sony-Technikern zaubert er eine Einspielung, die schlicht meisterlich und als der neue Maßstab zu nennen ist. Perahias präzises Spiel offenbart neue Details der Variationen. Sie ist in ihrer klanglichen Vielfalt derart beeindruckend, daß man geradezu verzückt ist, neue Innenansichten der Goldberg-Variationen zu entdecken, die vorher offenbar verdeckt waren. Perahias Können zeigt eindrucksvoll, wie Empfindsamkeit auf Virtuasität trifft. Klart, direkter und präziser sind die Goldberg-Variationen wohl in nächster Zeit nicht einzuspielen. Und vorallem: Nie wirkt Murray Perahias Stil steril oder aseptisch. Wirklich ein Triumph für den Barock-Enthusiasten Murray Perahia. Kompliment auch an Sony Classics, die den zwei legendären Gould-Aufnahmen der Goldberg-Variationen aus den eigenem Hause (!) nun eine weitere wahrhaft exzellent Aufnahme hinzufügten. Früher hieß meine Gleichung: Goldberg-Variationen=Glenn Gould. Ohne Diskussion. Heute stelle ich fest, daß ich ihn durch Murray Perahia ersetzt habe. Bei ihm gibt es bei jedem erneuten Hören etwas Neues zu entdecken. Kann es ein schöneres Komliment geben?Noch ein Tipp zum Abschluss: Die SACD ist gar noch einen Moment präziser in der Darstellung. Der Neben-Gott 5 von 5 PunktenMein Bach-Gott ist ja eigentlich Glenn Gould, ganz besonders, was seine Aufnahmen der Goldberg-Variationen angeht, wobei ich die von 1981 den früheren vorziehe. Ich hatte zwischenzeitlich weitere Aufnahmen der GV, die auch sehr gut waren, von denen ich mich aber wieder getrennt habe, weil ich sie einfach nach dem Kennenlernen nicht mehr hörte (z.B. Schiff, Stadtfeld - jawohl, die fand' ich gut!). Behalten habe ich neben Gould nur die Aufnahmen von Angela Hewitt und Murray Perahia, weil sie, wenn auch beide ganz unterschiedlich zu denen von Gould, einfach die unglaubliche Schönheit dieser Musik wunderbar vermitteln und das Hören jedesmal zu einem kleinen Wunder machen. Beide sind vom Ansatz her lyrischer, leiser und weniger "exzentrisch" (und natürlich langsamer...) als Gould und geben so ihren Interpretationen einen eigenen Rang - technisch brilliant und makellos sind Pianisten dieses Ranges ja sowieso. Es kann durchaus sein, dass in Zukunft noch neue Einspielungen dazukommen, von Hewitt und Perahia trennen werde ich mich aber ganz sicher nie! Massenkompatibel 4 von 5 PunktenVielleicht die "kultivierteste" Aufnahme der GV. Hier ist man vor unliebsamen Überraschungen sicher, allerdings auch vor elektrisierenden Aha-Erlebnissen. In jedem Fall eine gute Geschenkidee für Liebhaber klassischer Kla4musik, deren persönlichen Geschmack man nicht so genau kennt, weil man nicht viel falsch machen kann. unerträglich! 2 von 5 PunktenMurray Perahias Interpretation der Goldbergvariationen gehört zweifellos zu den besten im Katalog. Die, auch bereits von anderen Rezensenten erwähnten, permanenten Nebengeräusche ("Klicken" und "Knacken") machen das Hören allerdings zu einer Tortur und verderben den Genuss an dieser Aufnahme gründlich. |
|
|
Chopin - Piano Adagio von Evgeny Kissin, Arthur Rubinstein, Vladimir Horowitz, Olga Scheps, Nikolai TokarevAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 11,98, Angebote ab EUR 8,26 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 2010 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Eine Kundenrezension:gefühlsbetonte Musik 5 von 5 PunktenDas ist die besste Klavier-CD,die ich bis jetzt gehört habe.Die Musik ist sehr gefühlsbetont und ich kann mich beim zuhören wunderbar entspannen.Man merkt halt,daß Chopin ein Romantiker war. |
|
|
Gulda spielt Beethoven: Klaviersonaten 1-32 + Klavierkonzerte 1 - 5Audio CD von Universal VertriebPreis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 25,43 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2005 |
ProduktbeschreibungKLAVIERKONZERTE 1-5 GA/KLAVI 5 Kundenrezensionen:Beethoven in Bewegung 5 von 5 PunktenUm es gleich vorweg zu sagen: wer die Beethovensche Klangchrakteristik von Emil Gilels oder Wilhelm Kempff schätzt, wird bei dem jungen Friedrich Gulda eine Ünerraschung erleben. Gulda geht die Klaviersonaten schwungvoller und wuchtiger an, was ihnen gut bekommt: sie leuchten und blitzen wieder. Das reißt mit und verliert sich nicht im grüblerischen Ausloten welcher Tiefe auch immer. Eine Überraschung sind zudem die fünf Klavierkonzerte zusammen mit den Wiener Philharmonikers unter Horst Stein. Vergleicht man die Aufnahme von Emil Gilels und diese, so wirkts Guldas Interpretation konzertanter, lebendiger und jugendlicher. Die analogen Aufnahmen von 1968 bis 1973 sind sorgfältig digitalisiert, können aber einige Schwächen der Originale nicht überdecken: gelegentlich schwankende Balance und Höhenverschleierung in einem der Stereo-Kanäle fallen heute eben mehr auf als damals. Zudem hätte ich mir das Booklet etwas auführlicher gewünscht, es listet nur die Titel auf, über Aufnahme(n) und Beteiligte erfährt man nichts. Dafür ist die 12CD-Bos unschlagbar preiswert. Deshalb dann doch fünf Sterne für dies Hörvergnügen. Hardrock für die Ewigkeit 5 von 5 PunktenHier rockt einer los, dass die Fetzen fliegen. Irrwitzige Tempi bei gleichzeitig ungeheurer rhythmischer Präzision, gleichsam alle Regler des Aufnahmegerätes ganz aufgerissen. Ruhige Momente, die es auch bei Gulda gibt, wirken dann umso intensiver. Das alles liegt nicht jedem, und es gibt auch gewichtige Alternativen. Ich selber bin aber mit diesen Aufnahmen aufgewachsen und kann die Beethoven-Sonaten von keinem anderen Pianisten hören. Wer den Beethoven-Gulda noch nicht kennt, sollte vorsichtshalber mal reinhören, er bekommt aber jedenfalls allererste Ware, und ich glaube, dass man diese Aufnahmen in ihrer Einzigartigkeit noch in Jahrhunderten hören wird. So gut wie erwartet 5 von 5 PunktenWas soll einen überraschen, wenn er Beethoven, gespielt von Gulda, hört? Ein empfehlenswertes Sammelwerk. Mehr kann man dazu nicht sagen. Was mich am Werk selbst überrascht hat: die Stilunterschiede zwischen den frühen und den späten Sonaten sind weit geringer als bei Beethovens Sinfonien oder gar den Streichquartetten. Kennen Sie alle Sonaten? Nein? Dann kaufen. Bach, Mozart und... Beethoven 5 von 5 Punktensind neben dem von ihm geliebten Jazz die Fixsterne des Friedrich Gulda gewesen. Nach zahlreichen Aufnahmen , die ich von den 32 Beethovens besitze und die ich zu einem großen Teil auch im Konzert höre durfte (Schiff, Korstick, Fellner, Brendel, Lewis und vor vielen Jahren auch ein einmaliges Konzert mit Zimerman mit späten Sonaten) bin ich zunächst sehr zögernd aufgrund einschlägiger Literatur an der legendären Amadeo-Einspielung hängen geblieben. Früher war mir diese Einspielung zu grob, schnell, scheinbar uneinfühlsam und fast lapidar. Zwischenzeitlich habe ich diese Einspielung für mich entdeckt. Nach wie vor drängt sich das hohe Tempo Guldas auf (er selbst räumte die ungewöhnlich rasche Spielweise ein); allerdings entdecke ich mit jedem Hören, wie sehr Gulda zu einer Art Kernaussage von Beethovens Musik vordringt wie kein anderer, will sagen, man gewinnt die Überzeugung, dass alles genau so und nicht anders zu spielen ist. Alles klingt natürlich, logisch, zwingend und mitreissend, als ob es kein Wenn und Aber und vor allem keine anderen, ebenfalls bzw. vielleicht noch virtuosere Einspielungen gäbe. Gulda scheint - wie bei Mozart - ein Seelenverwandter gewesen zu sein der die Sprache Beethovens nicht nur verstanden hat, sondern selbst zum Ausdruck bringen konnte. Wie Joachim Kaiser ausführte: Hier dringt Beethoven direkt zu uns durch und zwar jenseits aller pianistischen Virtuosität. Die Aufnahme der Sonaten bedarf des mehrmaligen Hörens, man muss sich darauf einlassen und entdeckt auf den zweiten Blick die tatsächliche Größe und Bedeutung dieser Einspielungen - und letztlich zeichnet das Qualität im eigentlichen Sinne gerade aus. Guter Einstieg, aber nichts für Jedermann 3 von 5 Punkten"Hier rockt einer los, dass die Fetzen fliegen." hat einer meiner Vorrezensenten geschrieben und damit ist leider schon vieles zu dieser Einspielung gesagt... Der zur Entstehungszeit dieser Aufnahmen noch sehr junge Gulda interpretiert hier Beethoven so, wie man seinen Mozart kennt - mit viel Schwung, Leichtigkeit und Temperament, aber sehr eigenwillig - fast respektlos. Von der vereinzelt zitierten Werktreue ist hier nicht mehr allzu viel übrig: Es gibt kaum nachdenkliche oder düstere Momente, sondern überwiegend Schwung und Funkenflug. So gut dies manchen Sonaten (etwa der "Sturm") durchaus bekommt - die langsameren Stücke wirken bei Gulda leider bisweilen flach und seelenlos: Die Appassionata hat nicht die Anfangsspannung wie etwa bei Gilels oder besonders Brendel und entwickelt deshalb auch nicht die entsprechende Dynamik, Gulda fegt förmlich über den ersten Satz hinweg; die Mondschein plätschert flott aber belanglos dahin; in op. 111 gibt Gulda dem (Jazz-) Affen im 2. Satz Zucker. Die von mir sehr geliebte Hammerklaviersonate op. 106 klingt geradezu absurd vereinfacht - das berühmte Adagio ist schlicht 'nett' und kann nie die Grübeleien und Untiefen zeigen, wie sie etwa Brendel herausarbeitet. Für mich das vielleicht größte Desaster dieser Aufnahmen. Gerade die späten Sonaten ab op. 106 sind für mich zum Teil aufs Trivialste abgewickelt, als hätte Gulda keinen echten Bezug zu diesen Stücken gehabt und wollte nur ein technisches Feuerwerk entfachen. Wer Schnabel, Backhaus oder eben Brendel kennt, der weiß um stimmigere, geistvolle Interpretationen. Schon die Spielzeiten der diversen Sonaten zeugen von Guldas im Wortsinn "rasanten" Ansatz - bei einigen Sätzen "benötigt" er nur gut 60% der Zeit, die Gilels oder Brendel ihnen widmen. Insofern liegt Joachim Kaiser nicht falsch, wenn er Gulda mit dem Impetus des jungen Gould vergleicht. Für Gulda-Freund ist diese Aufnahme sicher ein Muß und bei dem Preis ist sie ja auch für Einsteiger sehr attraktiv, daher insgesamt eine gute 3-Sterne Wertung von mir. An fortgeschrittene Hörer von Beethovens Wunderwerken aber die Empfehlung: Unbedingt erst reinhören, dann über einen Erwerb entscheiden. Wer den orthodoxen Beethoven und damit (auch) Tiefe, Subtilität und Nachdenklichkeit schätzt, der fährt mit Pollini, Brendel oder auch Gilels deutlich besser. Gulda wird für seinen Mozart geliebt und unsterblich bleiben, aber womöglich nicht für seinen Beethoven - zumindest nicht für mich. |
|
|
Das Wohltemperierte Klavier (Ga) von Friedrich GuldaAudio CD von Mps-Records (Universal)Preis bei Amazon: EUR 24,99, Angebote ab EUR 21,77 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 2007 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Disk 3
Disk 4
ProduktbeschreibungDAS WOHLTEMPERIERTE KLAVIER 5 Kundenrezensionen:TOP!!! 5 von 5 PunktenIch besitze und höre zahlreiche Einspielungen des Wohltemperierten Klaviers, eingespielt auf dem modernen Piano: - Gulda - Tureck (DG mono) - Tureck (BBC) - Edwin Fischer - Gould - Schiff - Sv. Richter - Hewitt (1990er) - Roberts und daneben auch einige auf Cembalo und Clavichord: - Kirkpatrick (Clavichord) - Helmut Walcha - Wanda Landowska - Kenneth Gilbert - Bob van Asperen - Egarr (bisher nur Teil I) - Leonhardt Die vorstehende Liste dürfte die wesentlichen Einspielungen auf dem Markt umfassen (zudem: Ashkenazy; Koroliov; Barenboim; Suzuki; Hewitt 2009; der junge Deutsche Martin Stadtfeld; auch soll nach dem Informationsstand Mitte 2009 Murray Perahia eine Einspielung vorbereiten). Der klangliche Unterschied zwischen Piano einerseits und Cembalo (oder gar Clavichord) andererseits ist so deutlich, daß man beide Gruppen von Einspielungen strikt trennen muß; in der jeweiligen Hörsituation erfolgt dann die Auswahl zunächst zwischen den beiden Instrumentengruppen (auf welchen instrumentalen Klangcharakter ist die Seele/das Ohr eingestellt?) und erst in zweiter Linie zwischen einzelnen Interpreten und ihren Interpretationen sowie ihrer Anschlagskultur. Daraus folgt, daß man möglichst aus beiden Gruppen (mindestens) eine Einspielung haben sollte. Mit dem Clavichord gibt es wohl nur eine Einspielung (Kirkpatrick), zudem sollte man noch eine mit dem Cembalo haben (die Klassiker sind Landowska und Leonhardt, primär empfehle ich Gilbert oder den großen deutschen Organisten Helmut Walcha). Bei den Einspielungen mit dem Piano gilt es zu unterscheiden zwischen jenen, die - als Laie gesprochen - einem eher romantisierend-melodiösen Klang huldigen (etwa durch verstärkten Pedaleinsatz), und jenen, die dies vermeiden und eher analytisch/klar/hart/strukturbezogen klingen. Letzteres erscheint mir für Barockmusik geeigneter; wenn ich etwas "wie Chopin" hören will, höre ich Chopin (und nicht Bach). Damit fallen nach meinem Empfinden Sv. Richter und auch die vielgepriesene Angela Hewitt (die nicht so romantisierend wie Richter oder der große Wilhelm Kempff spielt, aber immer wieder Eigenwilligkeiten präsentiert, die mich nicht ansprechen - "nicht Fisch, nicht Fleisch") weg; immer wenn ich eine dieser Einspielungen höre, frage ich mich nach kurzer Zeit, weshalb ich nicht eine andere einlege. Auch Schiff berührt mich nicht besonders (weshalb, kann ich nicht erklären, denn schlecht spielt er nicht ... ein Bauchgefühl: weshalb soll ich Schiff hören, wenn ich Gulda, Gould, Tureck oder Fischer hören kann?). Ein Sonderfall ist die legendäre Einspielung des großen Edwin Fischer, die auch nicht allzu "barock" wirkt, aber eine Aura hat, die sie hörenswert macht - da sieht man wieder, daß es durchaus auf die Persönlichkeit des jeweiligen Solisten ankommt, wobei mir einer der "großen Alten" insoweit mehr sagt als irgendeine medial hochgejubelte Erscheinung wie Angela Hewitt oder gar Martin Stadtfeld ... "jung" ist sicher nicht per se interessant (ich selbst bin 42, also nicht parteiisch), und auch das Argument, bei neuen Aufnahmen sei die Tonqualität besser, ist nicht zwingend, weil die meisten jener älteren Aufnahmen wunderbar für die CD aufbereitet wurden. Damit bleiben vor allem Gulda, Tureck und Gould. Alle drei finde ich großartig, wobei Gould der schnellste ist (auch läßt er manche Wiederholungen aus; manchen - mich nicht - mag auch sein Gesumme im Hintergrund stören), während "die Hohepriesterin Bachs" Tureck am langsamsten spielt; Gulda hält bezüglich der Geschwindigkeit die Mitte, sein Anschlag ist härter als der der Tureck. Man sollte ohne wenn und aber Gulda und Tureck haben, möglichst zudem auch Gould. Gulda spielt nicht Beethoven, nicht Mozart, nicht Jazz, sondern Bach! 5 von 5 PunktenDas pianistische enfant terrible Friedrich Gulda (1930 - 2000) war ohne Zweifel ein genialischer Musiker. Seine Mozart-, vor allem aber seine Beethoven-Interpretationen setzen bis heute Maßstäbe. Er hat 1968 für Amadeo alle Klaviersonaten Beethovens eingespielt, er hat um 1970 herum für DECCA alle fünf Klavierkonzerte eingespielt. Der zweite Satz des Fünften ist mit einer Feinfühligkeit interpretiert, dass man glauben könnte, Gulda sei der Ziehsohn Beethovens gewesen. Gulda hat - als enfant terrible - immer auch das Publikum und die Kritiker erschreckt. Zunächst spielte er den Musikbildungsbürgern gemäßigten Modern Jazz vor, was diesen schon zuviel war. Als sie sich schließlich daran gewöhnt hatten, spielte er - ab 1972 - zusammen mit Paul und Limpe Fuchs "Freie Musik", ab 1975 trat er mit Ursula Anders auf. 1979 schmähte er die Anhänger der Bildungsmusik als "stinkreaktionäres" Publikum, was ihn dort nicht eben beliebter machte. Seine Ausflüge in den Jazz sind nicht einheitlich positiv aufgenommen worden. Viele Hörerinnen und Hörer haben einen Mangel an Swing bemängelt, eine Dominanz seiner immensen Handwerklichkeit über echtes Jazzfeeling. Doch ist Gulda auch dadurch ausgezeichnet worden, dass ECHTE Jazzmusiker vom Kaliber Herbie Hancocks und Joe Zawinuls öffentlich mit ihm zusammen aufgetreten sind. (Hancock und Zawinul sind schwer zu toppen.) "Das Wohltemperirte Clavier. oder Praeludia, und Fugen durch alle Tone und Semitonia ..." besteht aus zwei Teilen. Jeder der beiden Teile umfasst 24 Präludien und 24 Fugen für "Clavier", wobei mit "Clavier" zu Bachs Zeiten jegliche Art von Tasteninstrumenten, z. B. Clavichord, Cembalo, Orgel oder auch das zur Zeit Bachs moderne Piano-Forte bzw. Hammerclavier gemeint war. Der erste Teil entstand in Köthen ab dem Jahre 1722, der zweite Teil enstand in Leipzig ab 1744. Die Grundtöne der Stücke jedes einzelnen Teiles führen chromatisch aufwärts durch alle zwölf Dur- und Moll-Tonarten (C-Dur, c-Moll, Cis-Dur, cis-Moll, D-Dur, d-Moll etc). Der Titel bezieht sich auf die Wohltemperierte Stimmung, bei der die zwölf Halbtöne innerhalb einer Oktave so gestimmt sind, dass alle Tonarten im Gegensatz zur vorher üblichen Mitteltönigen Stimmung auf einem Tasteninstrument brauchbar zu spielen sind. Jeder der - sehr unterschiedlichen - Teile besteht aus 24 Paaren, wobei sich jedes Paar aus einem Präludium und einer Fuge zusammensetzt. Beginnend mit C-Dur werden alle Tonarten durchgespielt: c-Moll, Cis-Dur, cis-Moll, D-Dur etc. Wer dies nicht sogleich versteht, dem sei der "dtv-Atlas für Musik" empfohlen. Kann Gulda Bach spielen? Gulda kann. Er spielt Bach nicht so sperrig-idiosynkratisch wie Gould, er spielt ihn nicht so übertrieben schulmäßig wie Keith Jarrett, er spielt ihn nicht so romantisierend wie Swjatoslaw Teofilowytsch Richter, er spielt ihn nicht so anstrengungslos und locker wie Andras Schiff. Er spielt Bach wie Gulda, manchmal leicht swingend, manchmal perlend, immer jedoch motorisch. Man darf nicht vergessen, dass Bach neben Händel - in a sense - der erste Jazzmusiker war. Dies haben die meisten Jazzmusiker zumindest auch intuitiv verstanden. Der Vibraphonist Milt Jackson, einer der 'schwärzesten' unter ihnen, konnte - ohne jegliche Mühe - Bach u n d Jazz spielen, und es war immer superbe Musik. Umgekehrt haben viele Bachkantaten, wenn sie von guten Orchestern und ebenso guten Chören dargeboten werden, stets einen Swing, den man bei Haydn, Mozart und Beethoven niemals finden wird. Gulda spielt Bach und wir können ihm zuhören. Die Ebenmäßigkeit dieser PUREN Musik (Musik und nur Musik, Musik ohne Programm und Botschaft) bringt uns nicht zum Weinen, sie bringt uns nicht zum Lachen. Sie sagt uns, was Musik ist. Und Gulda arbeitet dies vorzüglich heraus. Die Aufnahmen sind 1972 und 1973 in Villingen von Hans-Georg Brunner-Schwer produziert und aufgenommen worden. Sie haben die bewährte MPS-Qualität. Angesichts des günstigen Preises - immerhin gibt es 4 CDs dafür - sollten Musikfreunde sofort zugreifen. Von dieser Musik kann man ein Leben lang zehren. Gehört wurde mit der Kette Stromleiste: SUN AUDIO CD-Spieler: SONY CDP XA 50 ES NF-Kabel: MIT Terminator T4i Verstärker: NAD C372 LS-Kabel: WIREWORLD OASIS Lautsprecher: DYNAUDIO Contour 3.0 Subwoofer: AUDIO PHYSIC Luna Radikal 5 von 5 PunktenGulda spielt hier - ebenso wie bei seiner Beethoven-Edition - als ginge es um sein Leben. Tiefernst, äußerst gewissenhaft und auch äußerst radikal. Gulda zaubert aus ein und demselben Flügel eine enorme Anzahl von Klangfarben, sozusagen eine eigene Tönung für jedes Stück. Dieser Ansatz wird dem Entstehungsprozess des Wohltemperierten Klaviers bestens gerecht, denn dieses Gipfelwerk wurde auch nicht für eine einzige Klangfärbung komponiert; vielmehr sind die Stücke ganz offensichtlich teilweise für das intime Clavichord geschrieben, teilweise für das große zweimanualige Cembalo und teilweise für Orgel. Gulda hat bei den Aufnahmen gesagt, er sei froh, sich mit solch verschiedenen Instrumenten nicht herumschlagen zu müssen, da er einen modernen Flügel mit großer klanglicher Variantsbreite habe. Recht hat er! Herausgekommen sind Aufnahmen für die Ewigkeit. Gulda at his best! 5 von 5 PunktenHervorragende Aufnahme der Sammlung von jeweils 24 Präludien und Fugen von Bach aus 1972/1973. Ich ziehe diese Aufnahme allen anderen Einspielungen, z.B jenen von A. Schiff oder S. Richter, vor. Glasklares, rhythmisch pointiertes, kraftvolles, unverzärteltes Klavierspiel, bei dem man lyrische Versenkung vergeblich suchen wird. Gulda-typischer, sehr direkter, trockener Klavierklang. Empfehlenswert! Meisterklasse 5 von 5 PunktenAuf diesen Aufnahmen spielt Friedrich Gulda unübertroffen. Gulda spielt (nicht nur) hier mit ungeheuerer Leichtigkeit bei gleichzeitig phänomenaler Sicherheit hoch dynamisch und mit faszinierender Kontinuität. Jede der Aufnahmen auf dieser CD ist Ohrenschmaus. Dabei ist der Klang des Klaviers die wahre Freude. |
|
|
Klaviermusik von Klara KörmendiAudio CD von NaxosPreis bei Amazon: EUR 5,97, Angebote ab EUR 4,24 Erscheinungsdatum: März 2010 |
Tracks:
|
|
...
Impressum
• Kontakt
• Startseite
• Produktkategorien
• Geschenkgutscheine
•
Auf diesen Link bitte nicht klicken music Pop-CD Charts Bollywood-Musik
Auf diesen Link bitte nicht klicken music Pop-CD Charts Bollywood-Musik
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL.
Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.


