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Produkt-Bild: Chopin: Sämtliche Walzer

Chopin: Sämtliche Walzer von Alice Sara Ott

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 9,40

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin: Sämtliche Walzer

Tracks:

  • Grande Valse brillante in E flat major op. 18 (1831)
  • N o. 1 in A flat major (1835)
  • N o. 2 in A minor (1831)
  • N o. 3 in F major (1838)
  • Waltz in A flat major op. 42 (1840)
  • N o. 1 in D flat major
  • N o. 2 in C sharp minor
  • N o. 3 in A flat major
  • N o. 1 in A flat major (1835)
  • N o. 2 in B minor (1829)
  • N o. 1 in G flat major (1835?)
  • N o. 2 in F minor (1841)
  • N o. 3 in D flat major (1829)
  • Waltz in A flat major KK IVa no. 13 (1827)
  • Waltz in E flat major KK IVb no. 10 (1840)
  • Waltz in E flat major KK IVa no. 14 (1829-30)
  • Waltz in E major KK IVa no. 12 (1829)
  • Waltz in E minor KK IVa no. 15 (1830)
  • Waltz in A minor KK IVb no. 11 (1843)

Produktbeschreibung



Next Generation Chopin: Alice Sara Ott 2010 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag von Frédéric Chopin. Und wenngleich sein riesiges Klavierschaffen die Pianistenzunft seit Generationen herausfordert, verblüfft jetzt ein Jungstar mit seiner Neueinspielung: Alice Sara Ott, die auf ihrer 2.CD für die Deutsche Grammophon sämtliche Walzer von Chopin präsentiert.

Die erst 21 Jahre junge in München geborene Deutsch-Japanerin besitzt in ihrem Spiel die enorme Gestaltungsreife und Ausdruckstiefe, mit der sie die zwei Herzen in den Chopin-Walzern schlagen lassen kann. Dieser wehmütige Charme ist es, von dem sich Ott besonders angezogen fühlt. "Zwischen Polen und Frankreich hin und her gerissen, war Chopin Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Genauso geht es mir mit Japan und Deutschland. Nur in der Musik fühle ich mich wirklich zu Hause."

Genau das konnte die ausgesprochen hübsche Pianistin und mehrfache Preisträgerin bereits oft unter Beweis stellen. Ob bei Live-Auftritten oder mit ihrem fulminanten Liszt-Debüt-Album 2009. Doch wie seelenverwandt sie gerade mit Chopin ist, hört man nun an ihren wunderbar gespielten Walzern. Alice Sara Ott: Chopinbotschafterin 2010.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Überflüssig
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Um zu wissen, wie man Chopin-Walzer im 21. Jht spielen kann, ohne in ein beliebiges Schönspiel zu verfallen, sollte man sich Alexandre Tharaud anhören.Valses
Alice in Wonderland
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Sehr leicht eingespielt, gefühlvoll, klar, ohne Schnörkel - schöne Interpretation. Empfehlung. Ich werde mir mehr von ASO anhören.
Jugend und Reife
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachdem vor über 10 Jahren Zimerman mit seiner Einspielung der beiden Klavierkonzerte im Prinzip alles andere, was bis dahin zu haben war, abgelöst hat - diese Einspielung ist ein Jahrhundertereignis -, hat mich diese Gesamtaufnahme der Chopin-Walzer von Alice Sara Ott auf das Angenehmste überrascht. So viel Mut zum Ausdruck, aber eben auch doch verhalten - wie man sich Chopin eben vorstellt -, so viel künstlerische Reife, wie diese Einspielung zu Gehör bringt, das traut man einer so jungen Pianistin eigentlich nicht zu. Über ihre Technik, denke ich, muss man nicht reden, sie ist brillant, wie auch die Liszt-Aufnahme beweist. Die Musikalität von Alice Sara Ott steht für mich außer Frage. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Wir dürfen dankbar sein, solche Talente in unseren Ländern zu haben. Diese Walzer - ich glaube, ich muss sie gleich wieder einlegen ...
Alice Sara Ott: Ein junger Weltstar
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Man möge mir als erklärtem Fan Voreingenommenheit und Begeisterung verzeihen, aber Alice Sara Ott ist für meine Begriffe das Beste, was die deutsche Klavierszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Die Chopin-Walzer, von denen ich schon seit langem glaubte, sie seien für mich erledigte Fälle, strahlen in dieser Aufnahme in ganz neuem Glanz. Die kluge, maßvolle, sensible und zugleich taufrische Interpretation der jungen Deutsch-Japanerin Ott - eigentlich eine Liszt-Spezialistin - haben mir einen ganz neuen Zugang zu dieser teils schon ziemlich abgespielten Musik eröffnet. Ich stelle diese Aufnahme ohne Zögern neben oder über jede andere, die in den letzten 30 oder 40 Jahren herausgekommen ist. Wer übrigens in der Lage ist, eine Karte für ein Konzert mit dem jungen Weltstar zu ergattern, sollte ohne Zögern zugreifen. Das vergisst man nicht so schnell.
Einmalig
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Obwohl ich eigentlich kein Fan von Klavierkonzerten bin, diese Aufnahme mit Alice Sarah Ott ,gespielt Chopin: Sämtliche Walzer, hat mich gefesselt. Welch sanfte
Ausführung!!
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Produkt-Bild: 12 Etudes d'Execution Transcendente

12 Etudes d'Execution Transcendente von Alice Sara Ott

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 9,30

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: 12 Etudes d'Execution Transcendente

Tracks:

  • No.1 Pr?lude Presto (Original Version)
  • No.2 Molto vivace (Original Version)
  • No.3 Paysage Poco adagio (Original Version)
  • No.4 Mazeppa Presto (Original Version)
  • No.5 Feux follets Allegretto (Original Version)
  • No.6 Vision Lento (Original Version)
  • No.7 Eroica Allegro (Original Version)
  • No.8 Wilde Jagd Presto furioso (Original Version)
  • No.9 Ricordanza Andantino (Original Version)
  • No.10 Allegro agitato molto (Original Version)
  • No.11 Harmonies du soir Andantino (Original Version)
  • No.12 Chasse neige Andante con moto (Original Version)

Eine Kundenrezension:

Im absoluten Spitzenbereich!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf diesen Seiten wird tendenziell etwas mehr gelobt als kritisiert, deswegen darf ich zunächst die Grundlagen meines positiven Urteils aufdecken: Ich kenne die Einspielungen von Bolet, Brendet, Arrau, Cziffra, Kissin (Teile), Richter usw. Dennoch hat mich die vorliegende Einspielung stärker als jede andere beeindruckt. Ich will dies an drei Sachgesichtspunkten festmachen:

1. Die überragenden manuellen Fähigkeiten der Pianistin lassen sich gut bei Etude Nr. 4 (Mazeppa) nachvollziehen. Der Notentext ist hier passagenweise in vier Stimmen notiert, weil Akkorde in den Außenlagen gespielt und dann praktisch ohne Pause in der Mittellage Terzenläufe folgen. Auch bei den Größten hört man hier leichte Verzögerungen zwischen den Akkorden und den Läufen. Nicht hier: Fast mühelos, absolut treffsicher und dabei noch außerordentlich musikalisch werden diese Passagen hier bewältigt. So entsteht mitreißend schöne Musik, der man die technischen Schwierigkeiten nicht anmerkt. Jeder wird meiner Einschätzung folgen, der nur den Anfang, die in dichter Folge, leidenschaftlich pointiert gespielten Appreggien gehört hat.

2. Etude Nr. 5 Feux follets stellt Höchstanforderungen an das jeu perle. Oft wird das Stück als plakativ und wenig musikalisch gescholten; dies hängt aber häufig damit zusammen, dass es den Spielern an den manuellen Fähigkeiten fehlt. Dann präsentiert sich dem Hörer eine Aneinanderreihung musikalischer Läufe ohne tieferen Sinn. Hier zeigt sich, was wirklich in diesem Stück steckt. Ott bringt die Irrlichter förmlich zum Leuchten. Es entstehen wunderbar irisierende Klangfarben, an denen man sich gar nicht satt hören kann.

3. Mir scheint diese Einspielung schließlich als die musikalischste. Die Pianisten steht so deutlich über den technischen Herausforderungen, dass sie schwere Stücke wie Mazeppa zum Klingen bringen kann. Sie entwickelt aber eigene musikalische Vorstellungen auch von den anderen, eher im Schatten stehenden Nummern wie Paysage, Harmonies du Soire und vor allem Vision. Mag der ein oder andere meine enthusiastische Einschätzung für übertrieben halten, was ja stets Geschmacksache ist: Dass hier die beste Einspielung von Vision vorliegt, lässt sich schlicht nicht diskutieren: Das dunkel bedrängende Moment und die großartig düstere Stimmung stehen hier vollkommen im Vordergrund und gehen nicht wie so häufig in Akkorden unter. Für jede Etüde hat Ott ein Konzept, und ich finde, alle zwölf gehen auf.

Welch ein Ausnahmetalent, und dazu eines aus Deutschland! Manuelle Fähigkeiten dieser Art sind selbst bei Konzertpianisten äußerst selten anzutreffen. Vielleicht gab es in der gesamten Zeit der Tonaufzeichnungen 5 bis 10, die in dieser Liga spielten. Alle anderen machen um diese Musik einen großen Bogen. Ich bin mehr als gespannt auf das Lisztkonzert und Tschaikowsky, die bald in Deutschland erscheinen werden und empfehle die Einspielung jedem, der die Liszt-Etüden bisher als musikalisch belanglose Nebenwerke eingeschätzt hat: Ihm werden die Ohren übergehen! Dies ist eine der Platten, die man haben muss, auch wenn man ansonsten nur Bach oder die Klassiker hört!
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Produkt-Bild: Tchaikovsky/Liszt: First Piano Concertos

Tchaikovsky/Liszt: First Piano Concertos von Alice Sara Ott

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 17,99

Erscheinungsdatum: Sept. 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Tchaikovsky/Liszt: First Piano Concertos
Produkt-Bild: Grandes Etudes de Paganini/+Consolations

Grandes Etudes de Paganini/+Consolations von Alice Sara Ott

Audio CD von Ram
Preis bei Amazon: EUR 13,99, Angebote ab EUR 12,72

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Grandes Etudes de Paganini/+Consolations

Tracks:

  • Grandes Etudes de Paganini : g-moll
  • Es-Dur
  • gis-moll ?La Campanella?
  • E-Dur
  • E-Dur
  • -17. a-moll
  • Consolations: Andante con moto
  • Un poco piu mosso
  • Lento placido
  • Quasi adagio
  • Andantino
  • Allegro sempre cantabile
  • Ungarische Rhapsodie Nr. 2 cis-moll

5 Kundenrezensionen:

Noch ein Volltreffer!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf diese Platte bin ich erst vor kurzem gekommen, und zwar wegen 12 Etudes d'Execution Transcendente. Als ich zum ersten Mal von der Pianisten las, glaubte ich zunächst an eine der üblichen Medieninszenierungen (auch die Klassikbranche hat ja ihre Helene Hegemanns!) und begnügte mich im Bereich Liszt lieber mit Bewährtem (Jorge Bolet, Alfred Brendel, Claudio Arrau usw.). Dass dies ein Irrtum war, lässt sich auf der gerade genannten Platte hören. Die Pianistin bestätigt hier ein zweites Mal den überragenden Eindruck. Beim Anhören musste ich bewusst die Information ausblenden, dass Ott im Zeitpunkt der Aufnahme erst 15 Jahre war. Denn man neigt dann dazu, Hölzernes und Unausgereiftes heraushören zu wollen, was sich hier schlicht nicht finden lässt. Denn bei der Pianistin vereinten sich offenbar schon sehr früh zwei Stärken: pianistische Ausnahmefähigkeiten am obersten Rand der Skala und ein natürliches musikalisches Verständnis für diese Werke. Man kann das bei den Consolations nachhören, die pianistisch ja vergleichsweise anspruchslos ausfallen: Hier zählt nur Anschlagskultur und Musikalität. Beides ist hier aber auf unprätentiöse Weise vorhanden. Ott spielt hier keine "Altersweisheit" vor, sondern zeigt statt dessen ein natürliches Verständnis für den resignativen und spirituellen Ton der Stücke.

Aber niemand kauft sich diese Platte wegen der Consolations! Und selten habe ich die Paganini-Etuden so brillant gehört wie bei Ott. Den technischen Anforderungen ist die Pianistin so sehr gewachsen, dass größere Reserven für die musikalischen Herausforderungen bleiben, als bei fast allen Einspielungen, die ich kenne. Über allem funkelnden jeu perle kommt so der Charme der musikalischen Ausgangsideen, die der Ästhetik eines kapriziösen Belcanto verhaftet ist, wunderschön zum Ausdruck. Für mich zählen beide Platten schon jetzt zu den schönsten Beiträgen für das kommende Liszt-Jahr.
Schlecht
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Da haben wir mal wieder eine absolut unnötige Aufnahme im Angebot. Da spielt ein Mädchen Liszt KLavierwerke, die vor Spontanität und Witz nur so sprotzen, sehr brav und eingeübt auf eine CD ein. Da fehlt es an allem. Elan, Witz, Freude, etc.
Sie hat eine gute Technik, aber das ist auch alles. Das kann man sich wirklich sparen. Das können viele viele andere auch.
hervorragend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Was Alice Ott mit dieser CD bietet, ist beinahe unglaublich!!
Die Leichtigkeit, ihr technisches und musikalisches Können sind wahrhaftig beeindruckend und faszinieren mich jedes mal, wenn ich Alice bei Konzerten hören darf! das soll ihr mal wer nachmachen!! ich freu mich auf weitere cds von ihr!
Phänomenal
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Mit Alice Sara Ott wächst ein internationaler Star heran. Wer diese junge Frau im Konzert erlebt, kann es kaum glauben. Ungeheure Kraft, enorme Technik, scharfer Verstand, musikalische Tiefe - sie hat einfach alles. Ott, die in Deutschland aufgewachsen ist, hat übrigens vor kurzem einen nationalen Aufsatzwettbewerb gewonnen. Und zwar in Japan, auf Japanisch. Nicht zu fassen, das Mädchen.

Nachtrag März 2010: Nun ist sie herangewachsen, die "kleine" Alice, und ist in der Tat eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation geworden, überhäuft mit Preisen und umjubelt im In-und Ausland. Und zwar zu Recht. Auf dieser relativ frühen Aufnahme beweist sie, dass sie mit Fug als Liszt-Spezalistin bezeichnet werden darf - nicht umsonst hat sie gegen anfänglichen Widerstand die "Transzendentalen Etüden" als Debüt-Aufnahme bei DGG durchgesetzt. Auch diese CD ist dringend zu empfehlen.
Klangwunder der Virtuosität
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Durch die sehr gute Kritik in der Zeitschrift ?Piano News" wurde ich auf diese Debüt CD aufmerksam und kann mich den Worten des Kritikers Hans-Dieter Grünefeld nur anschließen - ein wirkliches ?Klangwunder der Virtuosität". Mich freut vor allem, dass die junge Pianistin es wagt, die Grandes Etudes de Paganini, die wegen des extremen Schwierigkeitsgrades selbst von großen Pianisten so selten in Konzerten zu hören sind, auf CD zu bannen. Wer diese Werke selbst einmal gespielt hat, weiss um deren höllische Technik und ist absolut fasziniert, mit welcher Leichtigkeit und musikalischer Eleganz Alice Sara Ott diese Stücke meistert. Faszinierend für mich ist aber auch die Wandlungsfähigkeit der Pianistin, die sich mit den Consolations ebenfalls sehr in den tiefen Schmerz hineinversetzt, den Franz Liszt hier zum Ausdruck bringen wollte. Ich glaube, Franz Liszt wäre begeistert, wie sehr die Werke einschließlich der ebenfalls hervorragenden ungarischen Rhapsodie hier in seinem Sinne interpretiert werden.
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Produkt-Bild: Tchaikovsky/Liszt: Piano Concer

Tchaikovsky/Liszt: Piano Concer von Alice Sara Ott

Audio CD von Japan
Preis bei Amazon: EUR 27,47

Erscheinungsdatum: Januar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Tchaikovsky/Liszt: Piano Concer
Produkt-Bild: P: Alice Sara Ott [Jpn]

P: Alice Sara Ott [Jpn] von Liszt:Etudes d Exection

Audio CD von Universal Japan
Preis bei Amazon: EUR 40,99, Angebote ab EUR 28,03

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2009
Zoom ± Produkt-Bild: P: Alice Sara Ott [Jpn]

Eine Kundenrezension:

Im absoluten Spitzenbereich!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Auf diesen Seiten wird tendenziell etwas mehr gelobt als kritisiert, deswegen darf ich zunächst die Grundlagen meines positiven Urteils aufdecken: Ich kenne die Einspielungen von Bolet, Brendet, Arrau, Cziffra, Kissin (Teile), Richter usw. Dennoch hat mich die vorliegende Einspielung stärker als jede andere beeindruckt. Ich will dies an drei Sachgesichtspunkten festmachen:

1. Die überragenden manuellen Fähigkeiten der Pianistin lassen sich gut bei Etude Nr. 4 (Mazeppa) nachvollziehen. Der Notentext ist hier passagenweise in vier Stimmen notiert, weil Akkorde in den Außenlagen gespielt und dann praktisch ohne Pause in der Mittellage Terzenläufe folgen. Auch bei den Größten hört man hier leichte Verzögerungen zwischen den Akkorden und den Läufen. Nicht hier: Fast mühelos, absolut treffsicher und dabei noch außerordentlich musikalisch werden diese Passagen hier bewältigt. So entsteht mitreißend schöne Musik, der man die technischen Schwierigkeiten nicht anmerkt. Jeder wird meiner Einschätzung folgen, der nur den Anfang, die in dichter Folge, leidenschaftlich pointiert gespielten Appreggien gehört hat.

2. Etude Nr. 5 Feux follets stellt Höchstanforderungen an das jeu perle. Oft wird das Stück als plakativ und wenig musikalisch gescholten; dies hängt aber häufig damit zusammen, dass es den Spielern an den manuellen Fähigkeiten fehlt. Dann präsentiert sich dem Hörer eine Aneinanderreihung musikalischer Läufe ohne tieferen Sinn. Hier zeigt sich, was wirklich in diesem Stück steckt. Ott bringt die Irrlichter förmlich zum Leuchten. Es entstehen wunderbar irisierende Klangfarben, an denen man sich gar nicht satt hören kann.

3. Mir scheint diese Einspielung schließlich als die musikalischste. Die Pianisten steht so deutlich über den technischen Herausforderungen, dass sie schwere Stücke wie Mazeppa zum Klingen bringen kann. Sie entwickelt aber eigene musikalische Vorstellungen auch von den anderen, eher im Schatten stehenden Nummern wie Paysage, Harmonies du Soire und vor allem Vision. Mag der ein oder andere meine enthusiastische Einschätzung für übertrieben halten, was ja stets Geschmacksache ist: Dass hier die beste Einspielung von Vision vorliegt, lässt sich schlicht nicht diskutieren: Das dunkel bedrängende Moment und die großartig düstere Stimmung stehen hier vollkommen im Vordergrund und gehen nicht wie so häufig in Akkorden unter. Für jede Etüde hat Ott ein Konzept, und ich finde, alle zwölf gehen auf.

Welch ein Ausnahmetalent, und dazu eines aus Deutschland! Manuelle Fähigkeiten dieser Art sind selbst bei Konzertpianisten äußerst selten anzutreffen. Vielleicht gab es in der gesamten Zeit der Tonaufzeichnungen 5 bis 10, die in dieser Liga spielten. Alle anderen machen um diese Musik einen großen Bogen. Ich bin mehr als gespannt auf das Lisztkonzert und Tschaikowsky, die bald in Deutschland erscheinen werden und empfehle die Einspielung jedem, der die Liszt-Etüden bisher als musikalisch belanglose Nebenwerke eingeschätzt hat: Ihm werden die Ohren übergehen! Dies ist eine der Platten, die man haben muss, auch wenn man ansonsten nur Bach oder die Klassiker hört!
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Produkt-Bild: Chopin

Chopin von Olga Scheps

Audio CD von Rca Red Seal (Sony Music)
Preis bei Amazon: EUR 11,97, Angebote ab EUR 7,99

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin

Tracks:

  • Trois Nouvelles Etudes, No. 1
  • Trois Nouvelles Etudes, No. 2
  • Trois Nouvelles Etudes, No. 3
  • Etude, Op. 10/3
  • Etude, Op. 25/12
  • Mazurka, Op. 63/2
  • Mazurka, Op. 63/3
  • Ballade, Op. 23
  • Nocturne, Op. posth.
  • Valse, Op. 69/1
  • Valse, Op. 69/2
  • Nocturne, Op. 27/2
  • Fantasia in F minor, Op. 49

5 Kundenrezensionen:

Lust am Leben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wie kommen Eltern dazu, ihren Erstgeborenen Frederic zu nennen? Da ich den Kleinen taufen durfte, ging ich der Frage nach und träumte schließlich mit offenen Augen. ... Dachten sie an Chopin, der vor 200 Jahren geboren und Frédéric genannt wurde?
Da bin ich Olga Scheps' meisterhafte Vermittlung von Chopins spielerischer und anrührender Leichtigkeit gestoßen.
Ich hoffe, eines Tages werde sich Frederic an seinem Taufgeschenk ebenso freuen wie seine Eltern heute schon.
Chopin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese CD von Olga Scheps ist reine Spitzenklasse. Ein Hörvergnügen ohne Ende. Technik und Intonation einfach super. Ein wahrer Ohrenschmaus für jeden Chopin - Liebhaber.
Die CD wurde im Radio vorgestellt und bei Amazon nachgeschaut kam sie schon im ersten Bild als Empfehlung. Super Sache.
Olga Scheps spielt Chopin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
eine sehr gelungene Aufnahme, Chopin kommt meines Erachtens zum Ausdruck mit Leidenschaft, Emotionalität und expressiver Tonalität - für ein Debütalbum enorm - meines Erachtens ein Meisterwerk ohne Kitsch und Schnörkel aber dennoch mit einmaliger expressiver Dynamik.
Olga Scheps spielt Chopin einfach unbeschreiblich authentisch mit viel Liebe zu Dynamik und expressiven Details, sehr offener Spielart und weichem aber klarem Fingeranschlag - ebenso ausdruckstark und dynamisch ist sie auch bei Ihren Konzerten zu erleben.
Als Liebhaber von Chopin muß man diese Aufnahme besitzen.
Chopin zum verlieben
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Chopin zum verlieben, herrlich gespielt und aufgenommen.
Die selbsternannten Zwei-Sterne-Chopin-Experten haben Glueck, dass Chopin nicht mehr lebt, der wuerde denen wahrscheinlich die Leviten lesen und sich ueber diese Aufnahme riesig freuen.
chopin für (fast) alle
3 Punkte 3 von 5 Punkten
nun werden zum chopin-2010-super-jahr leider all die up-to-daten
piano-novizinnen, die scheps und otts aus münchen und ihresgleichen,
alle noch versatil, in den piano-parkour geworfen und von all
den 'atemberaubten liebhabern' und gleichen als so unerhört und
ungewöhnlich gepriesen, dass der fachmann nur staunen, der 'laie'
sich nur wundern kann -
aber nicht doch, selbst arrivierte des hochkultur-kritikergewerbes
meinen auch schon 'unerhörtes' an walzern beschreiben zu können, wie
neulich in der 'zeit'.
eines 'unbestechlich-' hörenden vergleichs - bei aller (jedoch elaborierten)
subjektivität - kommt zu weniger euphorisch-marktorientierten ergebnissen:

ob scheps, ob otts - das ist alles blitzsauber, schön sowie schnöde perfekt
gespieltes chopin-repertoire mit vielen, weniger kunst-geistigen,
technischen fertigkeiten, die, für sich genommen, unbedarfte, die den vergleich
nicht wirklich bemühen, erfreuen,
den chopin kennenden liebhaber aber völlig kalt lassen: kultur-konsum-artikel -
scheuen sie nicht den bereichernden vergleich:Mazurkas/Ballades/Polonaises10 Mazurken/Prelude/Ballade/Scherzo
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Produkt-Bild: Chopin Complete Waltzes

Chopin Complete Waltzes von Alice Sara Ott

Audio CD von Japan
Preis bei Amazon: EUR 28,03

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Chopin Complete Waltzes

Produktbeschreibung



Next Generation Chopin: Alice Sara Ott 2010 feiert die Musikwelt den 200. Geburtstag von Frédéric Chopin. Und wenngleich sein riesiges Klavierschaffen die Pianistenzunft seit Generationen herausfordert, verblüfft jetzt ein Jungstar mit seiner Neueinspielung: Alice Sara Ott, die auf ihrer 2.CD für die Deutsche Grammophon sämtliche Walzer von Chopin präsentiert.

Die erst 21 Jahre junge in München geborene Deutsch-Japanerin besitzt in ihrem Spiel die enorme Gestaltungsreife und Ausdruckstiefe, mit der sie die zwei Herzen in den Chopin-Walzern schlagen lassen kann. Dieser wehmütige Charme ist es, von dem sich Ott besonders angezogen fühlt. "Zwischen Polen und Frankreich hin und her gerissen, war Chopin Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Genauso geht es mir mit Japan und Deutschland. Nur in der Musik fühle ich mich wirklich zu Hause."

Genau das konnte die ausgesprochen hübsche Pianistin und mehrfache Preisträgerin bereits oft unter Beweis stellen. Ob bei Live-Auftritten oder mit ihrem fulminanten Liszt-Debüt-Album 2009. Doch wie seelenverwandt sie gerade mit Chopin ist, hört man nun an ihren wunderbar gespielten Walzern. Alice Sara Ott: Chopinbotschafterin 2010.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Überflüssig
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Um zu wissen, wie man Chopin-Walzer im 21. Jht spielen kann, ohne in ein beliebiges Schönspiel zu verfallen, sollte man sich Alexandre Tharaud anhören.Valses
Alice in Wonderland
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Sehr leicht eingespielt, gefühlvoll, klar, ohne Schnörkel - schöne Interpretation. Empfehlung. Ich werde mir mehr von ASO anhören.
Jugend und Reife
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nachdem vor über 10 Jahren Zimerman mit seiner Einspielung der beiden Klavierkonzerte im Prinzip alles andere, was bis dahin zu haben war, abgelöst hat - diese Einspielung ist ein Jahrhundertereignis -, hat mich diese Gesamtaufnahme der Chopin-Walzer von Alice Sara Ott auf das Angenehmste überrascht. So viel Mut zum Ausdruck, aber eben auch doch verhalten - wie man sich Chopin eben vorstellt -, so viel künstlerische Reife, wie diese Einspielung zu Gehör bringt, das traut man einer so jungen Pianistin eigentlich nicht zu. Über ihre Technik, denke ich, muss man nicht reden, sie ist brillant, wie auch die Liszt-Aufnahme beweist. Die Musikalität von Alice Sara Ott steht für mich außer Frage. Ich bin gespannt, was da noch kommt. Wir dürfen dankbar sein, solche Talente in unseren Ländern zu haben. Diese Walzer - ich glaube, ich muss sie gleich wieder einlegen ...
Alice Sara Ott: Ein junger Weltstar
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Man möge mir als erklärtem Fan Voreingenommenheit und Begeisterung verzeihen, aber Alice Sara Ott ist für meine Begriffe das Beste, was die deutsche Klavierszene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Die Chopin-Walzer, von denen ich schon seit langem glaubte, sie seien für mich erledigte Fälle, strahlen in dieser Aufnahme in ganz neuem Glanz. Die kluge, maßvolle, sensible und zugleich taufrische Interpretation der jungen Deutsch-Japanerin Ott - eigentlich eine Liszt-Spezialistin - haben mir einen ganz neuen Zugang zu dieser teils schon ziemlich abgespielten Musik eröffnet. Ich stelle diese Aufnahme ohne Zögern neben oder über jede andere, die in den letzten 30 oder 40 Jahren herausgekommen ist. Wer übrigens in der Lage ist, eine Karte für ein Konzert mit dem jungen Weltstar zu ergattern, sollte ohne Zögern zugreifen. Das vergisst man nicht so schnell.
Einmalig
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Obwohl ich eigentlich kein Fan von Klavierkonzerten bin, diese Aufnahme mit Alice Sarah Ott ,gespielt Chopin: Sämtliche Walzer, hat mich gefesselt. Welch sanfte
Ausführung!!
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Produkt-Bild: Sonatas & Etudes

Sonatas & Etudes von Yuja Wang

Audio CD von Deutsche Grammophon (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 7,98

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Sonatas & Etudes

Tracks:

  • Pianosonat 2 B-moll
  • Etyd 4 Fanfare
  • Pianosonat 2 Gess-moll
  • Etyd 10 Trollkarlens LÄrling
  • Pianosonat H-moll

3 Kundenrezensionen:

Solides Debüt
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Nachdem die "Deutsche" Grammophon dem chinesischen Pianisten Yundi Li den Vertrag gekündigt hat, mußte offensichtlich neben dem durch offensives Marketing zum Superstar erklärten Lang Lang ein weiteres chinesisches Talent diese Lücke schließen. Die junge Pianistin Yuja Wang, die durch einige Auftritte bei Festivals bereits positiv auf sich aufmerksam gemacht hatte, bringt neben einem (in unserem Medien-Zeitalter von nicht unerheblicher Bedeutung) attraktiven Äußeren auch ein gesundes Selbstvertrauen und eine gewisse Weltgewandtheit mit, die eine Vermarktung im größten Wachstumsmarkt der Welt mit scheinbar Millionen von Klavierspielern einfacher gestalten sollte. Ihre Debüt-Aufnahme bei dem Gelb-Label wurde mit Spannung erwartet und ermöglicht es nun dem geneigten Hörer, sich ein Bild ihrer musikalischen Meriten zu machen.

Nachdem die ursprünglich im Raum stehende Idee einer Debüt-CD mit ausschließlich Transkriptionen und Zugabe-Stücken verworfen wurde, hat sich Yuja Wang für ein sehr gehaltvolles und keinesfalls einfaches Programm entschieden, das mit Klaviersonaten von Chopin und Liszt gleich zwei Kernstücke des romantischen Klavier-Repertoires enthält, ergänzt um die noch der Postromantik zuzuordnende 2. Sonate von Skrjabin sowie zwei Etüden von Ligeti.

Um es vorwegzunehmen: Die Interpretationen der jungen Chinesin sind im Hinblick auf Fingerfertigkeit, Treffsicherheit und manuelle Beherrschung des Instrumentes tadellos - auch wenn dies zugegebenermaßen im heuten Zeitalter eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Bereits in den ersten Takten der Chopin-Sonate, die das Rezital eröffnet, kommt jedoch ein Problem zum Vorschein, das sich fast durch die gesamte Aufnahme zieht: Die Melodie-Stimme wird oft von den Begleitstimmen zugedeckt, so daß kein klarer musikalischer Duktus mehr erkennbar wird und die Stücke unstrukturiert daherkommen. Gleich das erste Thema nach der Grave-Introduktion verschwindet oft hinter der unruhigen Begleitung der linken Hand; es scheint vielfach, als habe der Diskant bei Wang keinerlei Durchschlagskraft. Frappierend wird dies im ersten Satz etwa ab 5:15, wo die von Chopin gewollte Steigerung in einem einzigen Klangbrei endet. Vielleicht auch ein Problem der Aufnahmetechnik? In diesem Fall hätte dann allerdings diese Aufnahme nicht zur Veröffentlichung freigegeben werden dürfen. - Mir persönlich fällt auch der extrem freizügige Umgang mit Tempi unangenehm auf: Wang geht den ersten Satz zunächst durchaus schnell an, verlangsamt ihn bei jedem einzelnen Spannungsbogen jedoch fast bis zum Stillstand, um dann bei emotional aufwühlenden Stellen wieder immens anzuziehen (z.B. ab 6:50 im 1. Satz). Besser gelingt ihr das Scherzo, der lyrische Mittelteil wird schön gesungen und die diesen einrahmenden Passagen sind vollgriffig-virtuos, lassen aber auch die lässige Eleganz eines Nelson Freire (Decca) (Klaviersonate 2/Etueden Op.10/Barcarolle Op.60) oder die quicksilbrige Leichtigkeit Hamelins (Hyperion) (Klaviersonaten 2 & 3/2 Nocturnes/Berceuse/+) vermissen. Für den Trauermarsch wählt Wang ein schönes Tempo, aufgrund einer etwas einfallslosen Pedalisierung und fehlender Klangfarben kommt der Satz leider dennoch etwas prosaisch daher. Völlig mißlungen ist meiner Ansicht nach der letzte Satz - wo Chopin durchaus Struktur gesetzt hat, ist bei Wang letztlich nur Geräusch. Katsaris (Sony) (Chopin: The Three Piano Sonatas [US-Import]), Argerich (DG) (Preludes/Klaviersonate 2) oder Pollini (DG) (Klaviersonaten 2 und 3) haben dort Maßstäbe gesetzt und dem von Arthur Rubinstein geprägten Ausdruck von einem "Wind über den Gräbern" klanglich eine Entsprechung gegeben.

Im ersten Satz der Skrjabin-Sonate offenbart Wang ein hörbares Talent dafür, auch im pianissimo noch Nuancen zu finden. Leider trübt auch hier eine Tendenz zu extremen Rubati das Hörvergnügen, was zumindest zeitweise zu einer Zergliederung der Musik beiträgt und dem Stück seinen inneren Zusammenhalt raubt; und auch hier ist der Diskant wieder unterrepräsentiert und Bässe dominieren das Klangbild (vgl. z.B. ab 4.20). Wie schon im schnellen Satz der Chopin-Sonate ist auch der zweite Satz des Skrjabin ein fahl-dahingehuschter Schatten seiner selbst, mitsamt dauernder Tempo-Dehnungen und Übertönens der Melodie durch die Begleit-Figurationen der linken Hand; wie dramatisch und mitreißend man dies auch gestalten kann, ist bei Alexander Melnikov (ECS) (Oeuvres pour Piano) oder Bernd Glemser (Naxos) (Klaviersonaten Vol. 1) zu hören.

Einfacher hat es Wang da schon bei der Liszt-Sonate, bei der ihre extreme Agogik nicht so auffällt, da das Stück dies von vorneherein besser verträgt und ohnehin einen etwas deklamatorischen Ansatz in sich trägt. Es ist Wang in jedem Fall zugute zu halten, daß sie nicht in die Geschwindigkeits- und "ich-kann-lauter-als-alle-anderen-spielen"-Exzesse etwa eines Denis Matsuev (RCA) (Denis Matsuev-the Carnegie Hall Concert) oder einer Polina Leschenko (EMI) (Liszt Recital) verfällt; und der erste große Höhepunkt der Sonate ist hervorragend ausgeformt (ab ca. 2.30). Ihre technischen Fähigkeiten ermöglichen Wang auch eine große Transparenz und Hörbarkeit (man höre etwa ab 6.50), was gerade bei Liszt nicht an der Tagesordnung ist. So entfaltet ihre Interpretation der h-moll-Sonate durchaus Wucht an vielen Stellen; man sollte jedoch nicht dem Trugschluß verfallen, Langsamkeit mit Dramatik oder Tiefgang gleichzusetzen - daß es auch anders geht, kann man bei Martha Argerich (DG) (The Originals - Argerich (Debut-Recital)) oder Michael Korstick (ars musici) (Sonate H-Moll / Polonaise Op. 61 /) exemplarisch hören, die ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Sonate haben.

Die Klangqualität der Aufnahme ist sehr gut, Räumlichkeit und Direktheit des Klangs stehen in einer guten Balance, und der Flügel ist schön intoniert. Insgesamt fällt das Fazit für Yuja Wangs Debüt etwas gespalten aus: gute Ansätze sind sichtbar, die junge Chinesin hat unbestreitbar Potential; letztlich reizt mich aber allein die Liszt-Sonate dazu, sie vielleicht mehr als einmal zu hören, zu irritierend sind in den übrigen Stücken die angesprochenen Defizite.
50 Millionen
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Angeblich spielen in China um die fünfzig Millionen Menschen Klavier.

Was Wunder, dass in regelmässigen Abständen aus dieser unglaublichen Masse Menschen auftauchen, die hervorragend Klavier spielen können.

Dies zu können, ist nur die Eintrittskarte in den Klassik-Markt. Schaut man das Promotion-Video wird die Vermarktung-Strategie klar. Niedliches Gesicht, Tigerpranken, ein dazu "passendes" Kleid, Stilettos treten die Pedale. Das perfekt gestyle Produkt. Ihre eigene webside zeigt, wie man heutezutage vermarktet ( wobei die Frage zu stellen ist, ob Klassikfreunde damit erreicht oder abgeschreckt werden ?)

Und die Pianistin ? Wichtig ist, sich nicht von den beschriebenen Eindrücken festlegen zu lassen, sondern zu Hören. In der Tat hat sie eine fabelhafte Technik, in der Tat kostet sie die lyrischen Stellen sehr aus. Wenn man ihren schedule anschaut, ist die Vielfalt des Programms ebenso bemerkenswert wie die Orte und die Art der Musik.Keinesfalls nur Virtuosenstücke, sondern viel Kammermusik in diesem Sommer. Frau Wang mit ihren 22 Jahren tritt als ernsthafte Musikerin auf und möchte sicher so wahrgenommen werden.

Deswegen kann bescheinigt werden, es ist ein hörenswertes Debüt. In so jungen Jahren SO zu spielen, ist eine grosse Leistung. Nicht, dass dies nicht immer wieder anderen Menschen auch gelänge, wie zum Beispiel vor langer Zeit der jungen Argerich ( vielleicht noch explosiver), aber ihr gelingt es eben auch.

Also: sich nicht von der Vermarktung abschrecken lassen, sondern einfach die Ohren spitzen.
Super Aufnahme
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Normalerweise gehöre ich nicht zu denen, die bei einer Neuentdeckung eines Talents in der klassischen Musik gleich in den Plattenladen rennen, um die CD zu kaufen. Bei Yuja Wang war das anders, nachdem ich bei liveweb.arte.tv das Eröffnungskonzert vom Luzern-Festival 2009 sah bzw. hörte.
Dort spielte sie zusammen mit Claudio Abbado und dem Luzern-Festivalorchester das 3. Klavierkonzert von Prokofjev und des weiteren sind von ihr ebenfalls bei liveweb.arte.tv noch 2 Konzertmitschnitte vom Verbier-Festival 2009 aufgezeichnet. Einmal ist sie die Solistin in Mendelssohn-Bartholdys 1. Klavierkonzert (begleitet vom Verbier-Festivalorchester, Leitung: Kurt Masur) und zum anderen mit einem Solokonzert: 4 Sonaten von Scarlatti, Paganini-Variationen von Brahms, 2. Sonate von Chopin, 7 Impromptus von Schtschedrin (Uraufführung) und der Petrushka-Klaviersuite von Strawinsky zu hören. Besonders dieses Solokonzert ist meiner Meinung nach sehr zu empfehlen.

Ich finde bei Yuja Wang faszinierend, wie sie sich vollkommen in die Musik versenkt, die sie gerade spielt. Wunderbar spielt sie die lyrischen, empfindsamen Stellen der Werke heraus. Auf der anderen Seite ist sie aber auch in der Lage, mit zupackender Verve die virtuosen Stellen auszukosten, ohne dass das nach "hohlem Tastendonner" dröhnt. Besonders schön zu sehen ist, wenn ihr bei manchen Stellen ein leichtes Lächeln über ihr Gesicht huscht.

Erfreulich ist auch, dass sie offensichtlich ein Faible für moderne Komponisten hat wie die beiden Ligeti-Stücke auf ihrer Debüt-CD sowie die Schtschedrin-Uraufführung bei ihrem Verbier-Solokonzert zeigen. Überhaupt hat sie sich, wie ich finde, für ihre Debüt-CD ein sehr ambitioniertes Programm ausgesucht mit Sonaten von Chopin, Liszt und Scriabin. Nicht unbedingt leichte Kost.
Ich hoffe nur, dass sie sich nicht wie ihr Kollege und Landsmann Lang Lang auch vor den "Crossover-Karren" spannen lässt.
Wenn Yuja Wang den Weg, den sie bis jetzt eingeschlagen hat, weiter verfolgt, dann bin ich mir sicher, dass sie bald eine feste Größe unter den Klaviersolisten sein wird. Auf ihrer Homepage ist sie jedenfalls bereits weit bis ins nächste Jahr komplett ausgebucht als Solistin mit Orchester und als Kammermusikerin.
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Erscheinungsdatum: Juni 2010
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