... 
Produkt-Bild: Gourari:Chopin-the Mazurka Diary

Gourari:Chopin-the Mazurka Diary von Anna Gourari

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 14,97, Angebote ab EUR 10,14

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Gourari:Chopin-the Mazurka Diary

Tracks:

  • Mazurka Nr. 1 fis-moll op. 6 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 2 cis-moll op. 6 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 4 Es-Dur op. 6 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 5 B-Dur op. 7 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 6 a-moll op. 7 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 9 C-Dur op. 7 Nr. 5
  • Mazurka Nr. 11 e-moll op. 17 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 13 a-moll op. 17 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 14 g-moll op. 24 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 15 C-Dur op. 24 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 18 c-moll op. 30 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 19 h-moll op. 30 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 20 Des-Dur op. 30 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 21 cis-moll op. 30 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 25 h-moll op. 33 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 27 e-moll op. 41 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 32 cis-moll op. 50 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 34 C-Dur op. 56 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 36 a-moll op. 59 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 37 As-Dur op. 59 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 38 fis-moll op. 59 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 40 f-moll op. 63 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 45 a-moll op. 67 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 46 C-Dur op. 68 Nr. 1
  • Mazurka Nr. 47 a-moll op. 68 Nr. 2
  • Mazurka Nr. 48 F-Dur op. 68 Nr. 3
  • Mazurka Nr. 49 f-moll op. 68 Nr. 4
  • Mazurka Nr. 50 a-moll op. posth. "an Emile Gaillard"
  • Mazurka Nr. 51 a-moll op. posth. "Notre temps"

2 Kundenrezensionen:

schwerblütiger chopin
3 Punkte 3 von 5 Punkten
anna gourari legt zum 200jährigen chopin-jubiläum bei berlin classics erfreulicherweise
in der fülle andrer keine 'alles von chopin' auswahl,
eine für jeden von allem etwas, vor, sondern eine auswahl von den über fünfzig marzurken,
die allesamt auch dem liebhaber des guten zu viel sind.
sie hat über die opp. 6 bis 68 plus 2-posth. einen musikalischen bogen über chopins
spezielle kompositionen eingespielt, die sog. 'tagebuchchronik' zum klingen gebracht.
allerdings empfinde ich gegen das allzu einförmig volle 'klang' -ergebnis z.t. vorbehalte,
weil manches doch zu schwerblütig - gedankenschwer? -, zu laut, und wie mit blei-
schweren tanzschuhen erklingt, wenn auch rein pianistisch untadelig, aber mehr ihrem
späten brahms entspricht, der (s)eine wehmut, keine pianistischen delicatessen mehr insinuierte.

ein vergleich nur der kurzweiligen marzurka op.68-2 mit horowitz, michelangeli
und besonders dem jüngeren bar-shai macht den artistischen abstand deutlich:
das marzurkisch-tänzerische verlangt nach beweglich-flinkem anschlag, einem
'leichterhand' artikulierten phrasieren des thematischen wechselspiels.
anna gourari ist mehr bei den romantischen schwerblütern zuhause,
bei aller pianistischen kompetenz.
Der Puls des Lebens
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Nach der hochvirtuosen und maßstabsetzenden Aufnahme der Chopin'schen Scherzi von Anna Gourari kommt nun ein bunter Mazurken-Reigen, der keinen Wunsch offen läßt. Chopins Musik wird in Anna Gouraris Händen zur spannenden und märchenhaft wundervollen Reise in eine Klangwelt, von der man immer nur träumt.
Hier aber ist man mitten drin. Der Puls des (eigenen) Lebens wird hörbar, spürbar.
Immer und immer wieder fasziniert Anna Gourari durch ihre grandiosen klavieristischen Fähigkeiten, die einer jeden Mazurka den ihr eigenen Charakter und individuelles Leben einhaucht. Eine Klangkontrolle und Klangimagination, die ihresgleichen sucht. Ob virtuos, energiegeladen, spontan, markant oder behutsam in sich gekehrt, gefühlfvoll, verletzlich - immer ist Anna Gouraris Spiel aufrichtig und herzergreifend. In jeder Nuance, jedem Ton beseelt.
Nicht von dieser Welt scheint ihr Chopin - und doch so menschlich.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Die Späten Klavierstücke Op.116-119

Die Späten Klavierstücke Op.116-119 von Anna Gourari

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 12,70

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Die Späten Klavierstücke Op.116-119

Tracks:

  • Nr. 1 Capriccio d-moll: Presto energico
  • Nr. 2 Intermezzo a-moll: Andante
  • Nr. 3 Capriccio g-moll: Allegro passionato
  • Nr. 4 Intermezzo E-Dur: Adagio
  • Nr. 5 Intermezzo e-moll: Andante con grazia ed intimissimo sentimento
  • Nr. 6 Intermezzo E-Dur: Andantino teneramente
  • Nr. 7 Capriccio d-moll: Allegro agitato
  • Nr. 1 Intermezzo Es-Dur: Andante moderato
  • Nr. 2 Intermezzo b-moll: Andante non troppo e con molta espressione
  • Nr. 3 Intermezzo cis-moll: Andante con moto
  • Nr. 1 Intermezzo a-moll: Allegro non assai, ma molto appassionato
  • Nr. 2 Intermezzo A-Dur: Andante teneramente
  • Nr. 3 Ballade g-moll: Allegro energico
  • Nr. 4 Intermezzo f-moll: Allegretto un poco agitato
  • Nr. 5 Romanze F-Dur: Andante
  • Nr. 6 Intermezzo es-moll: Andante, largo e mesto
  • Nr. 1 Intermezzo h-moll: Adagio
  • Nr. 2 Intermezzo e-moll: Andantino un poco agitato
  • Nr. 3 Intermezzo C-Dur: Grazioso e giocoso
  • Nr. 4 Rhapsodie Es-Dur: Allegro risoluto

Eine Kundenrezension:

Berührende Klanglichkeit - stringente Deutung - sehr empfehlenswert
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die letzten Stücke für Klavier solo von Johannes Brahms sind trotz all Ihrer Melancholie, die die Endlichkeit der Dinge suggerieren, auch Werke, die einen fast unendlichen Lebenswillen ungetrübt zum Ausdruck bringen. Die zwanzig Stücke formen mit ihren 20 individuellen Gestalten und Charakteren einen lebendigen Mikrokosmos an Emotionen. Diesen in seiner Gesamtheit darzustellen, ist eine große Herausforderung, die Anna Gourari souverän und doch anrührend meistert.
Umwerfend gelingen Anna Gourari die virtuosen, kraftvollen Stücke dieser Klavierzyklen. Atemberaubend die Darstellung der nur so vor Energie und (Lebens-)Freude strotzenden und virtuos-unbändigen Rhapsodie, die den lebensbejahenden Abschluss dieser in der Musikgeschichte in ihrer Gesamtheit unvergleichlichen Klavierzyklen darstellt. Hier scheint die explosive Geste dieser Musik plötzlich alles Lebensversagende unmissverständlich von sich zu weisen.
Ebenso grandios, und vielleicht sogar noch ein wenig überzeugender, sind auch Anna Gouraris Deutungen der leiseren, introvertierteren und unendlich poetischen Miniaturen von Brahms. Das mystische Klavierspiel", von dem die Jury des von Anna Gourari gewonnenen Clara-Schumann-Wettbewerbs (Joachim Kaiser, Martha Argerich, Alexis Weissenberg, Nelson Freire, Vladimir Ashkenazy u.a.) spricht, wird hier hörbar fasslich und nachvollziehbar.
Die klangliche Farbpalette ihres Klavierspiels scheint so unendlich vielfältig zu sein wie das Leben selbst. Es sind diese wunderbaren klanglichen Nuancen, die diese Musik so großartig zum Blühen bringen - berührende Momente tiefster Versunkenheit, denen man beim Hören teilhaftig wird!
All der Emotionalität zum Trotz verliert Anna Gourari ,den großen Bogen' dennoch niemals aus dem Blick. In ihrer Interpretation liegt eine Stringenz, die der Musik von Brahms ausnahmslos gerecht wird. Die Verbindung ihres großartigen Klangempfindens und ihrer pianistischen Überlegenheit zusammen mit der höchstseriösen Realisierung und hochmusikalischen Umsetzung des Notentextes lassen diese Aufnahme zum musikalischen Erlebnis werden. Allen Klavierfans uneingeschränkt empfehlenswert!!!
Der Textbeitrag des renommierten Dirigenten und Muikwissenschaftlers Peter Gülke ist anspruchsvoll und sehr lesenswert.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Mitternacht Midnight Minuit

Mitternacht Midnight Minuit von Anna Gourari

Audio CD von Emarcy Cla
Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 11,62

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Mitternacht Midnight Minuit

Tracks:

  • Nocturne No. 5
  • "Hommage à John Field" - Nocturne op. 33
  • "An John Field" - Nocturne Nr. 5 "Im Schlupfloch"
  • Nocturne f-moll "La séparation"
  • Nr. 4: Bal fantôme
  • Nr. 1 b-moll
  • "Hommage à Chopin" 1. Nocturno
  • Quatre Nocturnes - 1. Moderato
  • Nocturne L. 82
  • Nocturne op. 5 Nr. 1
  • 3. Notturno
  • 3. Nachtstück
  • Nocturne op. 10 No. 1
  • 2. Notturno
  • 1. Nocturno

Aus der Amazon.de-Redaktion


Wer liebt es nicht, das Nocturne, das oft verträumte Nachtstück, die Offenbarung höchster musikalischer Intimität? Obenan in der langen Reihe der Komponisten, die sich dem Nocturne verschrieben, steht der Name von Frédéric Chopin, aber eigentlich war es der irische Pianist und Komponist John Field (er lebte von 1782 bis 1837), der das Genre sozusagen "erfand".
Die russische Pianistin Anna Gourari präsentiert nun Kompositionen aus zweihundert Jahren von Tschaikowsky über Heitor Villa-Lobos bis hin zu Samuel Barber und Astor Piazolla. Gerade die Komposition von Piazolla überrascht -- Gourari spielt den ersten Satz aus seiner Suite Nr. 2 for piano von 1950. Wer hier gefällige Tangorhythmen erwartet, sieht sich getäuscht. Stattdessen ertönt ein tief melancholisches Stück, das Anna Gourari mit zartem lyrischem Ernst und klanglicher Sensibilität und Poesie musiziert. Tief versunken wirkt sie in dieser Musik wie auch in den anderen Kompositionen, in denen sie reichlich Gelegenheit gibt, ihr herrliches Piano und ihre ausgefeilte Technik zu bewundern. Eine wunderbare Aufnahme! --Teresa Pieschacón Raphael
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

4 Kundenrezensionen:

Marvellous Midnight Music
5 Punkte 5 von 5 Punkten
The perfect music to ease you into the evening. Anna Gourari, with this collection of beautiful nocturnes, captures the mood of staring into the night and letting its darkness surround you. Her playing is haunting and pervasive, every note, chord, and melody a means to set one drifting on the midnight air. I loved the mix of known and lesser known pieces, classics and modern classics. An album to listen to on a listless evening, alone - or even better - with a friend.
Berührende Klavierklänge zur Nacht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
An dieser wunderbaren CD überzeugt sowohl die individuelle Zusammenstellung der Nachtstücke (Nocturnes) als auch die durchweg vorzügliche, emotional berührende Interpretation durch die junge russische Pianistin Anna Gouari. Die meisten dieser Stücke dürften auch für versierte Liebhaber romantischer und moderner Klaviermusik neu sein. Doch das Kennenlernen lohnt sich! Als Zuhörer kann man sich in diese Musik regelrecht versenken, man erlebt Einheit und Vielfalt zugleich, Kontraste auf engstem Raum. Denn obwohl Anna Gourari mit ihrer höchst einfühlsamen, ganz persönlichen ?pianistischen Handschrift" alle Stücke unüberhörbar atmosphärisch miteinander verbindet, wird sie dennoch den stilistischen Eigenarten bestens gerecht, ob es sich um Chopin oder Skrjabin (von diesen beiden Komponisten hat Gourari schon jeweils eine empfehlenswerte CD eingespielt!), Debussy oder Poulenc, Barber oder Hindemith, Villa-Lobos oder Piazzolla handelt. Auf welch unterschiedliche Weise die fünfzehn Komponist(inn)en aus den unterschiedlichsten Epochen und Regionen ihrem Nachterleben musikalischen Ausdruck verliehen haben, wird beeindruckend deutlich. Und so sehr eine der ganz großen (und in der gegenwärtigen pianistischen Szene in dieser Ausprägung ansonsten kaum anzutreffenden) Stärken Anna Gouraris in der nahezu intimen Farbgebung vor allem im Pianobereich liegt, im meditativ-versunkenen Aushorchen des Klangs an der Grenze zur Stille, so sehr überzeugen - wohl gerade vor diesem Hintergrund - auch ihre virtuos gestalteten gleißend-grellen Attacken (z. B. bei Villa-Lobos und Debussy): Das elektrisiert ungemein, geht unter die Haut!
Eine CD mithin, die zu Entdeckungen einlädt, und die ich allen Liebhabern von Klaviermusik und feinsinniger Pianistik nur wärmstens empfehlen kann!
Eintauchen in die Nacht
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Einfach schöne Musik, intelligent zusammengestellt, hervorragend interpretiert. Einmal schlafwandlerisch wie vertonte Lichtreflexe auf bewegtem Wasser (Respighi) dann gespenstisch irrlichternd (Hindemith) oder so nahe am eigenen Puls, dass man an sein erstes Kinderlied erinnert wird (Glinka).
Anna Gourari spielt mehrschichtig und vieldeutig ohne den Zusammenhang zu verlieren. Leicht hingeworfene Begleitakkorde fügen sich zur sagenhaft ausdruckvollen Kantilenen - schläft sie beim Klavierspiel um den Geist der Nachtstücke zu transportieren? Zweifellos. Aber das kann ja nicht sein man hört sie ja spielen!
Der schleier der Nacht wird gewoben von einem hellwachen Geist, der nicht nur das Wesen der Stücke verinnerlicht hat sondern auch auszudrücken vermag, als bräuchte Anna Gourari keine Hände um die oft schwierigen Passagen hörbar zu machen.
Aussergewöhnlich.
Auch von der Aufnahmetechnik sehr gut, vielleicht wäre ein Schuss mehr Präsenz noch besser geworden, aber dann wären es vielleicht "Tagstücke" geworden.
Schwerelose Träume
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Pianistin Anna Gourari entführt mit ihren fühligen Interpretationen in die Zauberwelt der Nachtstücke. Geheimnisvoll und zugleich ausdrucksstark bringt sie Nocturnes verschiedener Komponisten aus verschiedenen Epochen näher.
Die CD "Mitternacht" ist ein gelungener Mix dieses höchst intimen Genres, ein musikalischer Leckerbissen !
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Désir

Désir von Anna Gourari, Alexander Scriabin, Sofia Gubaidulina

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 8,14

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Désir

Tracks:

  • Dramatico
  • Allegretto
  • Andante
  • Presto con fuoco: Meno mosso
  • Kanon d-Moll op. posth. (1883)
  • Nocturne As-Dur op. posth. (1884)
  • Feuillet d'album op. 58
  • 3. Nuances c-Moll - Fondu, velouté
  • 1. Etude cis-Moll - Andante
  • 2. Prélude H-Dur
  • 3. Impromptu à la mazur C-Dur
  • Désir
  • Nr. 1 b-Moll - Mesto
  • Nr. 2 Fis-Dur - Maestoso, fiero
  • Nr. 3 H-Dur - Andante
  • Nr. 4 g-Moll - Irato impetuoso
  • Nr. 3 Rêverie C-Dur - Con finezza
  • 1. Feuillet d'album Es-Dur - Andante piacevole
  • 2. PoÞme fantasque C-Dur - Presto
  • 3. Prélude Es-Dur - Andante
  • Fantaisie in h-moll op. 28
  • Chaconne

Aus der Amazon.de-Redaktion


?Die Welt ist ein schöpferischer Vorgang in mir, der seinerseits nichts anderes umschließt als die Welt? ? selbstbewusste Worte, die bekunden, wie sehr sich Alexander Skrjabin als Mittelpunkt des Universums begriff. Die russische Pianistin Anna Gourari ist weit davon, sich als einer solcher zu begreifen; wenn man aber ihrem Spiel lauscht, dann hat man den Eindruck, ihr Spiel selbst erfasse die Ganzheit des Lebens bis hin zu einem selbst. Vielleicht spielt sie deshalb so gern Skrjabin, wie etwa hier wieder auf ihrer jüngsten CD.
Desir zu Deutsch ?Wunsch, Verlangen? hat sie ihre Aufnahme genannt; so heißt auch das erste der ?Deux Morceaux? op. 57, das sie mit poetischer Brillanz zur mystischen Traumlandschaft erhebt. Ebenso die anderen Werke auf der CD, etwa Skrjabins aufwühlende Sonate Nr. 3 in fis-Moll oder die vier Preludes op. 37. Fragil und doch fest ineinander verwoben erscheinen sie, diese Traumbilder ? und durch Gouraris Vortrag höchst suggestiv. Ein Entrinnen scheint hier nicht möglich und so wundert man sich über Anna Gouraris traurige Erkenntnis, die sie im Interview äußerte: ?Wenn ich Skrjabin spiele, habe ich oft das Gefühl, dass das Publikum froh ist, wenn es vorbei ist. Es gibt immer so eine Unruhe im Saal. Viele Menschen sitzen nur einfach da, wollen sich bei Musik eigentlich nur entspannen aber nicht wirklich sich auf sie einlassen und von der Struktur her verstehen.? Was waren das doch für Zeiten, als Skrjabins Musik ob seiner Sinnlichkeit noch als ?pornographisch? bezeichnet wurde! Teresa Pieschacón Raphael
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

3 Kundenrezensionen:

Volle Zustimmung
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Eine bemerkenswerte, wirklich hörenswerte Aufnahme. Stimme den beiden Vorschreibern in allen Punkten zu!

Vor allem aber letzterem zu seiner Anmerkung im letzten Absatz:
Ein Stern Abzug für das unglaublich nichtssagende, geradezu dümmliche booklet - wenn ich Bilderbücher anschauen will, kaufe ich Bilderbücher. Informationswert gleich Null; auch wenn die Aufnahme als solche hervorragend ist, Decca verdient hier einen dicken fetten Minuspunkt.
Kultverdächtig!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eingeweihte warten ja schon lange auf Gouraris Skrjabin - eine Einspielung, die jetzt endlich mit der ihr gebührenden Sorgfalt herausgekommt. Wer mal gehört hat, wie AG den russischen Extremindividualisten live spielt, weiß was auf ihn zukommt, sie schafft einen Ausdrucksreichtum, wie er bei Skrjabin selten konsequent versucht wird, sie musiziert nämlich sowohl seine magische Lyrik als auch das Feuer des Chaos bis ins Letzte aus. Bei Anna Gourari können die radikalen Gegensätze, die Skrjabin ausmachen, gleichberechtigt nebeneinander klingen, weil sie weder Konflikt noch Widerspruch scheut. Das ist so aufregend und schön, daß man fast versteht, wieso Skrjabins Musik einst als pornographisch(!) verboten war! Unbedingt anhören!
Tiefes Eintauchen in Skrjabins Ton- und Gefühlswelt
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Seit ich Anna Gouraris kongeniale CD-Interpretation der Skrjabin-Preludes aus dem Jahr 1999 kenne, hatte ich den intensiven Wunsch, diese Pianistin möge mehr von Alexander Skrjabin einspielen. Denn nie zuvor hatte ich mich von seiner Klaviermusik so gefangen genommen, so emotional berührt gefühlt. Jetzt ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen: Neben der großen fis-moll-Sonate (Nr. 3), die zwischen leidenschaftlichem Aufgewühltsein und lyrischer Zartheit einen ganzen Kosmos unterschiedlicher Stimmungen durchschreitet, und der weiträumig angelegten Fantasie op. 29 präsentiert Anna Gourari einen Strauß kürzerer Werke: von der frühesten Schaffensphase (ein ?Canon" des Elfjährigen!) und der populären chopinnahen Etüde op. 2,1 bis zum namengebenden ?Désir" aus den Deux Morceaux op. 57 von 1907, einem in sehnsuchtsvoller Chromatik zerfließenden Stück, das schon überleitet zur tonalitätssprengenden Spätphase des Komponisten. Und wie wird das Ganze dargeboten? Man spürt förmlich, wie sich Anna Gourari bedingungslos in diese Musik hineinbegibt, sich ihr ausliefert, sie durchdringt und sich zu eigen macht - und durch die Intensität und klangliche Leuchtkraft ihres Spiels verführt sie den Zuhörer, zusammen mit ihr tief einzutauchen in Skrjabins Ton- und Gefühlswelt. Dass alles pianistisch tadellos gestaltet und bis in die feinsten Schwingungen sensibel ausgehört ist, ist lediglich äußere Voraussetzung für das, was auch diesmal wieder die Stärke der Pianistin ist und den Reiz, ja, den Zauber dieser Platte ausmacht: Die Musik Skrjabins gewinnt unter ihren Händen eine ganzheitliche Mitteilungskraft, eine emotionale Dichte, der man sich als Hörer schwerlich entziehen kann. Und auch die vergleichsweise sperrige, polystilistische und über weite Strecken spröde ?Chaconne" von Sofia Gubaidulina aus dem Jahre 1963, die in starkem Kontrast zu der Sonate und den Miniaturen Skrjabins steht, erschließt sich in Anna Gouraris Interpretation - nach mehrfachen Hören - als spannungsreiches Werk von eigenwilliger Architektonik und raffinierter Klanglichkeit. Den so ganz andersartigen pianistischen Anforderungen dieses Werks begegnet Anna Gourari mit beeindruckender Kraft, unbeirrbarer Konsequenz und überzeugender Souveränität.
Mein einziger kritischer Einwand betrifft weder die Pianistin noch die dargebotene Musik, sondern das Beiheft, und geht an die Adresse der Produktionsfirma: Ich finde es schade, dass dieses, statt sachliche Informationen zur Musik zu bieten, neben hübschen Porträtfotos der sehr ansehnlichen Künstlerin lediglich mit einem schwärmerischen Essay aufwartet, der Anna Gouraris Spiel verherrlicht. Ist das nicht, wenn, die Aufgabe der Rezensenten? Und außerdem spielt sie ja viel zu gut, als dass sie diese vorweggenommene Preisung ihrer Qualitäten nötig hätte.
Wenn ich von diesem Einwand absehe, mein Fazit: eine faszinierende Klavierplatte!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Preludes

Preludes von Anna Gourari

Audio CD von Schwann Mu (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 15,75

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Preludes

Tracks:

  • Preludes Aus Preludes Op.2 Nr.2
  • Preludes Aus Preludes Op.9 Nr.1
  • Andante Preludes Op.11; Nr.1 Vivace
  • Andante Preludes Op.11; Nr.2 Allegretto
  • Andante Preludes Op.11; Nr.3 Vivo
  • Andante Preludes Op.11; Nr.4 Lento
  • Andante Preludes Op.11; Nr.5 Andante Cantab
  • Andante Preludes Op.11; Nr.6 Allegro
  • Andante Preludes Op.11; Nr.7 Allegro Assai
  • Andante Preludes Op.11; Nr.8 Allegro Agitat
  • Andante Preludes Op.11; Nr.9 Andantino
  • Andante Preludes Op.11; Nr.10 Andante
  • Andante Preludes Op.11; Nr.11 Allegro Assai
  • Andante Preludes Op.11; Nr.12 Andante
  • Andante Preludes Op.11; Nr.13 Lento
  • Andante Preludes Op.11; Nr.14 Presto
  • Andante Preludes Op.11; Nr.15 Lento
  • Andante Preludes Op.11; Nr.16 Misterioso
  • Andante Preludes Op.11; Nr.17 Allegretto
  • Andante Preludes Op.11; Nr.18 Allegro Agita
  • Andante Preludes Op.11; Nr.19 Affetuoso
  • Andante Preludes Op.11; Nr.20 Appassionato
  • Andante Preludes Op.11; Nr.21 Andante
  • Andante Preludes Op.11; Nr.22 Lento
  • Andante Preludes Op.11; Nr.23 Vivo
  • Andante Preludes Op.11; Nr.24 Presto
  • Andante Preludes Op.16; Nr.1 Andante
  • Andante Preludes Op.16; Nr.2 Allegro
  • Andante Preludes Op.16; Nr.3 Andante Cantab
  • Andante Preludes Op.16; Nr.4 Lento
  • Andante Preludes Op.16; Nr.5 Allegretto
  • Andante Preludes Op.22; Nr.1 Andante
  • Andante Preludes Op.22; Nr.2 Andante
  • Andante Preludes Op.22; Nr.3 Allegretto
  • Andante Preludes Op.22; Nr.4 Andantino
  • Andante Preludes Op.27; Nr.1 Patetico
  • Andante Preludes Op.27; Nr.2 Andante
  • Andante Aus Preludes Op.31; Nr.2 Con Strava
  • Andante Aus Preludes Op.31; Nr.4 Lento
  • Andante Aus Preludes Op.31; Aus Prelude Op.
  • Andante Aus Preludes Op.33; Nr.1
  • Andante Aus Preludes Op.33; Nr.2 Vagamente
  • Andante Aus Preludes Op.33; Nr.3

2 Kundenrezensionen:

Ein Gefühlskosmos - in Musik gegossen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Als ich einen Freund besuchte, erklang in seiner Wohnung Klaviermusik, die ich noch nie gehört hatte. Ich horchte auf, war sogleich in den Bann geschlagen: Was hörte ich da? Meine erste Assoziation: vielleicht Unbekanntes von Chopin? Nein, wohl nicht; zwar verwandt mit seiner Musik, aber doch anders, andere Harmonien, andere Klangfarben ... und dann erfuhr ich: Hier spielte Anna Gourari Preludes des jungen Alexander Scriabin - die gleiche CD lag zu diesem Zeitpunkt noch unausgepackt auf meinem Schreibtisch ...
Selten habe ich eine reine Klavier-CD mit so viel Genuss so oft gehört wie diese! Und noch immer weiß ich nicht, was ich daran mehr bewundere: die kompositorische Kunst Scriabins oder die pianistische der jungen Anna Gourari: Jedes Stück ist ein Kleinod für sich, alle zusammen ergeben einen ganzen Mikrokosmos von in Musik gegossenen Gefühlen! Erzählt wird von Glück und Leid, von Schmerzen und Erfüllung, von Zweifeln, Zärtlichkeit, Leidenschaft und Sehnsucht ... . Anna Gourari versenkt sich vollkommen in diese Musik, lebt sie, erfindet sie im Spielen neu, verleiht ihr Inbrunst und einen unglaublichen klanglichen Zauber, beschenkt den Zuhörer mit einer Fülle von Empfindungen. Viele der Stücke sind übrigens auch von einem Laienpianisten realisierbar - aber wie sie auf dieser CD erklingen, ist ein kleines Wunder!
Scriabin - zart
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Die Scriabin-Einspielung der jungen Pianistin Anna Gourari ist ideal für diejenigen, die Musik von Chopin mögen, aber vielleicht der inflationären Anzahl von diversen "Neust" -Einspielungen schon etwas überdrüssig sind, Scriabin hingegen bisher vernachlässigt haben oder sowieso kaum kennen. Die vorliegende CD bietet durchgehend gelungene Interpretaionen der frühen Préludes des russischen Piano-Esoterikers Alexander Scriabin, die an das gleichlautende Opus von Chopin gemahnen und von diesem erstmals als künstlerisch aufs Äußerste verdichtete Kunstform etabliert wurden. Der Ton ist spätromantisch erhitzt, teils dekandent überhitzt, ohne die quasi atonalen und auf den Promethaus-Akkord ausgerichteten Terzschichtungs-Exzesse des späteren Werks.
Die Harmonien und Melodielinien folgen weitestgehend den tradierten Formen, ohne bloß epigonal zu sein. Scriabin ist hier mit Sicherheit die konsequenteste Fortentwicklung von Chopin spätem Stil, was sich schon beim Hören des teils hochkomplexen Klaviersatzes bemerkbar macht.
Anna Gourari gelingt es, diese Phase aus Scriabins Schaffen angemessen pianistisch umzusetzen. Die Phrasierung ist klar und eingängig und transportiert den melancholischen Grundton der Werke, der Anschlag insgesamt sehr dezent und angenehm, aber auch mitsamt der Spieltechnik dort, wo erfoderlich, brilliant und kraftvoll. Gleichwohl muß der Vollständigkeit halber angemerkt werden, daß die Stückeauswahl sich eher auf zurückhaltende, im Ton gemäßigtere Préludes beschränkt, pure Brillianz, wie sie z.B. die Etüden und Sonaten des Komponisten auszeichnet, ist hier somit nicht zu erwarten.
Die CD bietet zudem sehr gute Aufnahmetechnik und sauberen Klang.
Nur vier Sterne deshalb, weil der Verfasser ein Anhänger von Einspielungen vollständiger opera ist und hier - leider - viele Exzerpte geboten werden (nur Op. 11, 16, 22, 27 komplett) und, wie erwähnt, die späten Werke aus dem Schaffen Scriabins komplett ausgeblendet werden. Hier wären zumindest eingige Stücke interessant gewesen, um anzudeuten, wo die "Reise" noch hingeht. So bietet die CD viel schönen und gut dargebotenen "angenehmen" Scriabin, repräsentiert aber lediglich eine Auswahl des Geschmacks der Pianistin und nicht des Schaffens des Komponisten.
Fazit: Empfehlenswert!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Bild Klassik Gala 2004

Bild Klassik Gala 2004 von Netrebko, Pavarotti, Rieu, Bocelli, Frantz, Brightman

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 12,55

Erscheinungsdatum: November 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Bild Klassik Gala 2004

Tracks:

Disk 1
  • Quando m' en vò (ZWEITER AKT)
  • Caruso
  • Pokarekare Ana
  • Liebestraum Nr. 3 "O lieb, so lang du lieben kannst"
  • La donna Þ mobile (VIERTER AKT)
  • Ebben? - Ne andrò lontana (ERSTER AKT)
  • Shenandoah
  • Whistle Down The Wind
  • Love Street
  • 1. Adagio sostenuto (Nr. 14 cis-moll Nr. 2 "Mondscheinsonate")
  • Méditation (ZWEITER AKT)
  • My Heart Will Go On
  • 2. Andante
  • Adagio g-moll
  • Gymnopédie Nr. 1
  • Dein ist mein ganzes Herz
Disk 2
  • O sole mio
  • O mio babbino caro (italienisch)
  • Gold und Silber
  • Una furtiva lagrima (ZWEITER AKT)
  • 2. Siciliano
  • Ave Maria
  • Der Schwan
  • Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
  • Kanon D-dur
  • Questo addio
  • Schindlers Liste
  • 1. Nocturno
  • Sì, mi chiamano Mimì (ERSTER AKT)
  • Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau'n
  • That's Amore
  • All I Ask Of You
  • Star Wars - Main Theme

Produkt-Bild: Klavierkonzert 3/Klaviersonate 8

Klavierkonzert 3/Klaviersonate 8 von Anna Gourari, Colin Davis, Sd, Gourari, Stkap.Dresden, C.Davis

Audio CD von Koch Class (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 5,00

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Klavierkonzert 3/Klaviersonate 8

Tracks:

  • Piano Concerto No. 3 c-Moll op. 37: Allegro con brio
  • Largo
  • Rondo. Allegro
  • 32 Variations on an original theme
  • Piano Sonata No. 8 (Pathetique): Grave ? Allegro di molto e con brio
  • Adagio cantabile
  • Rondo. Allegro

Produktbeschreibung


Notatur für einen investigativen Journalismus. Drei Essays.

Aus der Amazon.de-Redaktion


Beim Echo-Preis der Klassik wurde sie im September 2001 zur "Instrumentalistin des Jahres" gekürt. Was auch immer das heißen soll, Anna Gourari spielt auf ihrer aktuellen CD Beethoven wie lange niemand mehr. Dem starren Klangbild der Buchbinders, Pollinis und Brendels, deren gruftige Sonaten-Testamente zu einer vorwiegend unromantischen Rezeption der Werke Beethovens heute führten, hat die junge Russin mächtig viel junges Blut in die Venen gepumpt.
Vor allem Beethovens 3. Klavierkonzert durchpflügt Gourari gemeinsam mit Sir Colin Davis und der Staatskapelle Dresden wild und virtuos. Sir Davis labt sich und damit das Orchester hier an dem Jungbrunnen, den die Pianistin darstellt. Das tut ihm gut, und man hört es. Positive Vergleiche mit anderen Pianisten seien hier vermieden. Das wird der Sache auch nicht gerecht, denn Gourari ist jung und erspielt sich hier eine Eigenständigkeit, die sich durch das individuelle Werk und nicht durch schon Gehörtes erklärt. Ein kräftiger Anschlag, trotz relativ kleiner Hände volle mehrstimmige, satte und gleichzeitig nimmersatte Akkorde. Und im zweiten Satz wunderbare Lyrik, nicht mit russischer Wodka-Melancholik, sondern mit einer eher für die langsamen Sätze bei Mozart typischen Jenseitigkeit. Im dritten Satz prescht sie dann auf und davon, das Orchester in sicherer Entfernung im Windschatten hinterher.
Danach dann die c-Moll Variationen von Beethoven. Gourari hat "zu dieser Tonart eine innige Beziehung wie zu keiner anderen". Und so erwischt sie auch hier eine kontinuierlich überzeugende, und vor allem rührende Interpretation. Nicht nur mit klaren Oberstimmen, sondern mit einem dezidiert vielschichtigen Spiel, das mit zehn Fingern eigentlich gar nicht auskommen möchte, macht sie hier klar, dass es ihr ernst ist mit Beethoven. Selten ist der Zyklus so kurzweilig und wenig verkopft zu hören. Und es ist nicht die splendide Technik allein, die hier die Läufe, Triller, Seufzerkaskaden blitzen lässt. Nein, vielmehr empfindet Anna Gourari offenbar ganz tief, was hier formal und vor allem melodiös Sache ist.
Nur der zweite Satz der nachfolgenden Sonate c-Moll Pathétique, die sie insgesamt natürlich ebenfalls bravurös absolviert, gerät ihr zu hastig. So schnell schlägt kein Herz im Adagio, auch nicht wenn es jung und temperamentvoll ist. Aber das wird der Käufer der CD gern verzeihen. Wenn man Anna Gourari zuhört, wünscht man sich, Beethoven hätte all seine Musik in c-Moll geschrieben. --Jens Peter Launert
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

2 Kundenrezensionen:

Unvollkommener Ausdruck, mangelhaftes Orchester
2 Punkte 2 von 5 Punkten
Anna Gourari hat sich in der Pianistenszene (zu Recht) vor allem mit ihrer Einspielung von Skrjabin-Klavierstücken gemacht und danach mit einer unkonventionellen Deutung von Chopin überrascht. Nun ist also - als "Soundtrack" zum Film - eine Beethoven-CD entstanden. Um es vorwegzunehmen: Die hohen Erwartungen, die man aufgrund der vorigen Einspielungen haben könnte, werden leider nicht erfüllt. Im Falle des Klavierkonzerts ist dies nur zum Teil die Schuld der Pianistin, denn dort verhindert vor allem das uninspiriert, ungenau und jeder musikalischen Dramatik ausweichende Orchester ein gelungeneres Ergebnis. Welch himmelweiter Unterschied zu so vorzüglichen Aufnahmen wie mit Simon Rattle (Philips) oder Abbado (DG)! Gerade bei Beethoven dient der Orchesterpart nicht nur zur Untermalung des Solisten wie etwa bei Chopin oder Liszt, sondern beide Seiten sollen sich ergänzen, komplettieren oder wenigstens durch unterschiedliche Interpretationsansätze einen musikalischen Konflikt austragen. Nichts davon passiert hier jedoch, und das Ergebnis ist nichts als Langeweile. Ungleich spannender, vielschichtiger und frischer wirken da die Einspielungen etwa von Gerhard Oppitz (RCA), Alfred Brendel (Philips) oder Maurizio Pollini (DG), die der vorliegenden Aufnahme in allen Aspekten vorzuziehen sind.
Die Solostücke sind dann schon deutlich besser, auch wenn Anna Gourari den Titel "Pathétique" der Sonate musikalisch nicht umzusetzen vermag. Anerkennenswert ist, daß sie sich nicht zu Manierismen und überzogenen Effekten versteigt und die Musik damit verbiegt. Jedoch bleibt damit genauso der pathetische, zuweilen aufwühlende Charakter der Sonate auf der Strecke; dafür gerät dann das Adagio am Schluß überhastet. Auch technisch ist diese Deutung nicht über alle Zweifel erhaben, es bleiben Unsicherheiten etwa bei einigen Trillern. Am gelungensten sind da noch die Variationen über ein Originalthema, die von einer großen Liebe zum Detail sprechen, wenn auch eine darüber hinausgehende Strukturierung fehlt. - Auch klanglich gibt es weitaus bessere Aufnahmen, so daß man geneigten Käufern nur geraten werden kann, sich für Beethoven anderweitig umzusehen.
Beethoven - Entschlackt und Wunderbar
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Wer Aufnahmen der Pathétique kennt, weiß man erwarten darf: Düstere, romantisch-verschleierte Interpretationen (bis hin zum musikalischen Gruselkabinett). Hat jemand schon einmal daran gedacht, dass Betthoven bei der Komposition der Sonate gerade mal 29 war? Also noch ziemlich jung. Ist an dieser Sonate die so beliebte historisierende Aufführungspraxis vorbeigegangen? Fast könnte man meinen, Bachs Matthäuspassion würde heutzutage immen noch in Mendelssohn'scher (üppigster) Besetzung aufgeführt.
Bei Anna Gourari klingt die Sonate ganz anders, ganz neu, wie die Musik eines jungen Menschen, voller Unruhe und Feuer.
Die Leichtigkeit der Artikulation (man höre - und staune - die wunderbar gestaltete Begleitung der linken Hand im zweiten Satz bei der Reprise des Themas, wo die Noten endlich so artikuliert werden wie es in den Noten steht. (Ein Umstand, den sogar die Guldas und Brendels dieser Welt großzügig "übersahen"). Der emotionale Sog dieser Interpretation ist vom ersten bis zum letzten Akkord zu spüren. Ein seltener Eindruck, den man nicht oft erfahren kann.
Die charaktervollen Variationen tragen auf unverwechselbare At und Weise die Handschrift einer großen Pianistin und Musikerin, die Musik-Werke mit einer unvergeleichlichen emotionalen Hingabe spielt, wie kaum eine/r (die Chopin-Scherzi sind glühende Beweise ihrer großen Kunst!).
Das Beethoven'sche 3. Klavierkonzert ist unter der souveränen Leitung von Sir Colin Davis und im Zusammenspiel zwischen Orchester und Klavierwunderschön.
Man darf hoffen, noch viele Interpretationen dieser jungen phänomenalen Klavierspielerin zu hören.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Klaviermusik (Scherzi,Walzer+)

Klaviermusik (Scherzi,Walzer+) von Anna Gourari

Audio CD von Koch Class (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 8,01

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Klaviermusik (Scherzi,Walzer+)

Tracks:

  • Scherzo Nr. 1 h-moll op. 20
  • Scherzo Nr. 2 b-moll op. 31
  • Scherzo Nr. 3 cis-moll op. 39
  • Scherzo Nr. 4 E-Dur op. 54
  • Fantasie f-moll op. 49
  • Polonaise cis-moll op. 26/1
  • Grande Valse brilliante F-Dur op. 34/3

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Marketing-Leute machen es der russischen Pianistin Anna Gourari wirklich nicht leicht. Eine "Titanin am Klavier" soll sie sein, in ihrer "pianistischen Unbedingtheit" an die alte Clara Haskil erinnern, zur "Nachfolgerin Clara-Schumanns" wird sie erkoren und der Name Martha Argerich fällt auch. Das ist zu viel des Guten und eine Bürde für eine junge Künstlerin. Denn wie soll sich eine junge Pianistin angesichts solcher Vergleiche und Superlative unbefangen entwickeln können? Wie eine eigene Identität finden?
Fakt ist, dass die junge Russin den 1. Internationalen Clara-Schumann-Wettbewerb in Düsseldorf gewann, dass ihre außergewöhnliche Fingerfertigkeit erstaunt und dass sie von hoher Begabung ist. Doch ihre Chopin-Lesart bleibt unsicher, uneinheitlich. Vieles wirkt massiv, anderes wiederum zu leichtgewichtig. Ausschweifend romantisch ist ihr Stil, manches wird allzu sehr ausgereizt und übertrieben, in ihrem unbedingten Ausdruckswillen gerät sie oft in Gefahr, allzu vieles in die Musik hinein zu legen. Was man vermisst ist die Klarheit, die Logik, die Struktur, die Chopin bei seinen Kompositionen stets im Auge hatte.
Leider ist Chopin immer wieder Opfer der Fantasie des Publikums geworden, der das Bild des an der Welt leidenden, ätherischen Genius, dem nur sein Werk bleibt, um seiner Sehnsucht und seinem Weltschmerz Ausdruck zu geben, sympathischer war, als die Realität. Nur so konnte Chopins Musik zur Projektionsfläche von Herzensergießungen aller Art werden. Und das war und ist seine Musik keineswegs und deshalb sollte sie auch nicht so interpretiert werden. Schade, denn Anna Gourari besitzt etwas, was nicht viele Musiker haben: eine ungewöhnlich musische Ausstrahlung. --Teresa Pieschacón Raphael
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

Eine Kundenrezension:

Anna Gourari - ein vielversprechendes Talent
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Mein Großonkel, ein bekanter Pianist, sagte immer: " Ein guter Pianist betätigt beim Klavierspielen die richtigen Tasten zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Kraft, und zwar so, dass Musik herauskommt" (den Nachsatz betonte er immer besonders).
Erfüllt Anna Gourari diese Anforderungen? Zweifellos ja. Ihre Chopin-Aufnahmen, aber auch andere Aufnahmen von ihr belegen, dass Anna Gourari ein Phänomen ist. Ein Phänomen ohne Frage in bezug auf ihre übermenschliche Fingerfertigkeit. Ein Phänomen aber auch in der Hinsicht, wie sie ihre Fingerfertigkeit im Dienste der Musik einsetzt, z.B. um an einer schwierigen Stelle noch Akzente zu setzen. Zu keinem Zeitpunkt vermittelt sie das Gefühl: "Seht her, wie schnell ich diese schwierige Stelle spielen kann." Gourari spielt immer Musik.

Mein Großonkel sagte weiter: "Den idealen Pianist kann es überhaupt nicht geben. Entweder ist er jung, dann besitzt er die Virtuosität, aber es fehlt ihm die Musikalität. Oder er ist alt, dann ist es genau umgekehrt".
Dies zeigt sich beim Vergleich zwischen der jungen Anna Gourari und Artur Rubinstein's Aufnahmen im hohen Alter. Gourari schlägt Rubinstein beim musikalischen Ausdruck an den schwierigen Stellen, Rubinstein schlägt Gourari beim musikalischen Ausdruck an den leichten Stellen.
Gourari setzt den Maßstab bei den virtuosen Stücken wie dem Scherzo 1 op.20 und dem Walzer op.34/3, ohne bei den leichteren Stücken altersbedingt zu sehr abzufallen. Ihre Interpretation von Chopin ist romantisch. Hier mag ein gewisser Unterschied zu anderen Interpretationen liegen, aber so kann man Chopin spielen und so sollte Gourari auch Chopin spielen, weil es offensichtlich so aus ihrem Inneren kommt und ihrem Naturell entspricht.
Alles in allem also eine schöne CD, an der es nur wenig zu kritisieren gibt.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Klavierkonzerte für D.Linke Hand

Klavierkonzerte für D.Linke Hand von Anna Gourari, Karl Anton Rickenbacher, Bams, Gourari, Rickenbacher

Audio CD von Koch Schwa
Preis bei Amazon: EUR 57,05, Angebote ab EUR 44,18

Erscheinungsdatum: Sept. 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Klavierkonzerte für D.Linke Hand

Tracks:

  • Parergon; Zur Symphonia Domestica Fuer Klav
  • Panathenaeenzug; Symphonische Etueden (Pass

Aus der Amazon.de-Redaktion


Ein Klavierkonzert, gar mehrere Klavierkonzerte von Richard Strauss? Selbst Kenner würden bei einer solchen Frage bestenfalfs auf das einigermaßen bekannte Frühwerk des Spätromantikers tippen: "Die Burleske für Klavier und Orchester" aus dem Jahre 1886. Aber die Serie Der unbekannte Richard Strauss, die uns nun schon zehn Mal gezeigt hat, was es im Schaffen des Meisters noch alles zu entdecken gibt, sorgt auch auf diesem Gebiet für Überraschungen. Strauss hat nämlich noch zwei Werke für Klavier und Orchester geschrieben; entstanden sind sie für den österreichischen Pianisten Paul Wittgenstein, dem ein schlimmes Schicksal widerfahren war: Im ersten Weltkrieg verlor Wittgenstein den rechten Arm, wollte jedoch nach seiner Heimkehr unbedingt als Klaviervirtuose weiterarbeiten und bat zeigenössische Komponisten um Werke für die linke Hand. Berühmt geworden ist Maurice Ravels Konzert; aber auch Kollegen wie Prokofjew, Hindemith, Korngold und Britten schrieben für Wittgenstein -- und eben Richard Strauss, der dem befreundeten Pianisten seine Opera 73 und 74 widmete.
Diese Stücke sind alles andere als traditionelle Konzerte. Strauss findet für die Rollenverteilung von Solo und Orchester höchst originelle Lösungen, die Dirigenten, Pianisten und Orchester ungewöhnlich stark fordern. Anna Gourari und die Bamberger unter Rickenbacher setzen hier Maßstäbe: Hinter dem "Parergon" (Anhang) verbirgt sich ein weiterer Satz zur bekannten "Symphonia domestica", in der Strauss Szenen aus seinem Familienleben in Musik verwandelt hat. In dem Anhang für Klavier und Orchester schildert er die lebensgefährliche Typhus-Erkrankung seines Sohnes Franz. Das Stück entwickelt sich aus einem breit angelegten Klavier-Rezitativ vor einem klagenden Orchestersatz von hypnotischer Dichte. Anna Gourari meistert den expressiven Redeton des Klaviers bravourös, fein unterstützt von Rickenbacher und den Bambergern, die inmitten dieses fast halbstündigen Stückes voller Tempostauungen die immense Spannung halten.
Ganz anderen Charakter besitzt der "Panathenäenzug" -- ein nur unzureichend mit dem Bild eines antiken Festzuges erklärtes Variationenstück. Strauss hat sich hier wahrscheinlich an der Passacaglia aus Brahms Sinfonie Nr.4 orientiert. Auf ähnliche Weise wie der Kollege oder auch Schumann in seinen Sinfonischen Etüden op. 13 schichtet er ein ständig wechselndes Gespinst aus dichten; es ist ungewohnt, Strauss bei der Operation mit einer für ihn so untypischen Gattung der Variation zuzuhören. Auch hier setzen Anna Gourari und ihre Mitstreiter nicht auf ein konzertantes Gegeneinander, sondern lassen sich Orchester- und Klavierpart durchdringen und verzichten auf jeglichen bravourösen Effekt. Eine richtige Entscheidung, die allerdings der Konzentration des Hörers einiges abverlangt --Oliver Buslau
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Piano 2003

Piano 2003 von Various

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 1,84

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Piano 2003

Tracks:

  • 1. MOLTO ALLEGRO CON FUOCO
  • JE TE VEUX
  • ANDANTE SOSTENUTO
  • 3. FINALE: PRESTO NON TANTO
  • 2. ANDANTE
  • 3. RONDO. ALLEGRO
  • NOCTURNE NR. 3 AS-DUR OP. 33 NR. 3
  • 3. LA CAMPANELLA
  • 2. SEHR INNIG UND NICHT ZU RASCH. CON MOLTA ESPRESSIONE, NON TROPPO PRESTO
  • FANTASIE F?R KLAVIER D-MOLL KV 397
  • 3. FINALE: ALLA BREVE

2 Kundenrezensionen:

Abwechslungreiche, lebendige Klassik !!!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dieser CD stimmt absolut! Große Meisterwerke der Klassik zum kleinen Preis, vorgetragen von Künstlern die ihr Handwerk verstehen!
Die CD bietet einen Querschnitt klassischer Musik, geschrieben fürs Piano, erschaffen in unterschiedlichen Abschnitten der Musikgeschichte - bietet somit die Chance sich an bestimmte Komponisten heranzutasten, auszumachen wem man sich annähern möchte. Kein Komponist aus der Klassikszene hat jedoch meiner Erfahrung nach konstant einen Stil beibehalten - auch die ganz großen ihrer jeweiligen Epoche waren experimentierfreudig, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt.
Kaufen reinhören, sich begeistern lassen für die Klassik überhaupt und die einzelnen Komponisten, sowie die Künstler und deren Interpretationen der Einzelwerke kennenlernen!
Bei diesem Preis machen Sie nichts falsch!
Kraut und Rüben
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Vielleicht ist die Bewertung einer solchen (auch noch billigen) Compilation unfair, aber auf dieser Platte geht es mir etwas zu wild zu. Ganz alte Aufnahmen werden mit Stücken von Newcomern gemischt. Das brauch ich eientlich nicht!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
ImpressumKontaktStartseiteProduktkategorienGeschenkgutscheine
Auf diesen Link bitte nicht klicken Pop-CD music Charts Bollywood-Musik
Gewisse Inhalte, die auf dieser Website erscheinen, stammen von AMAZON EU SARL. Diese Inhalte werden so, wie sie sind zur Verfügung gestellt und können jederzeit geändert oder entfernt werden.