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Produkt-Bild: Puccini: Turandot

Puccini: Turandot von London Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta, Joan Sutherland, Luciano Pavarotti, Monserrat Caballe, Nicolai Ghiaurov

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 31,99, Angebote ab EUR 19,07

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Puccini: Turandot

Tracks:

Disk 1
  • Popolo di Pekino - Indietro, cani!
  • Gira la cote! - Perch? tarda la luna
  • O giovinetto! Grazia, grazia!
  • Figlio, che fai?
  • Fermo! Che fai? T'arresta - Non indugiare!
  • Signore, ascolta!
  • Non piangere, Li?
  • Ol?, Pang, Ol? Pong!
  • Ho una casa nell Honan
  • O mondo, o mondo - O tigre! O tigre!
  • Introduzione
  • Gravi, enormi ed imponenti
  • Un giuramento atroce mi costringe
  • Popolo di Pekino!
Disk 2
  • In questa reggia
  • Straniero, ascolta
  • Gloria, gloria, o vincitore! - Figlio del ciel! Padre augusto
  • Tre enigmi m'hai proposto
  • Introduzione: Cosi comanda Turandot
  • Nessun dorma! - Tu che guardi le stelle
  • Principessa divina - Tanto amore segreto
  • Tu che di gel sei cinta
  • Li?! Li?! Sorgi!
  • Principessa di morte
  • Che ? mai di me?
  • Del primo pianto
  • So il tuo nome!
  • Diecimila anni al nostro Imperatore

Produktbeschreibung


TURANDOT GA
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5 Kundenrezensionen:

Te Deum der Puccini Diskographie
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach dem Blockbuster Tosca der Millieustudie das Mädchen aus dem goldenen Westen dem Tryptichon von drei Kurzopern (Klosterdrama, Ehetragödie) schrieb er angeregt durch das Drama von Gozzi die im Stile einer Grande Opera gehaltene Turandot. Herau kam seine spektakulärste Oper, die heute natürlich alles beinhaltet, was eine italienische Oper auszeichnet. (Ohrwürmer ohne Ende)
Puccinis Heldin eine grausame Prinzessn ,die ihren Freiern Rätsel stellt,und diese wenn sie die Rätsel nicht beantworten umbringt. Genau geschaffen für Puccinei seine meisterhafte Fähigkeit als Komponist unter Beweis zu stellen. Leider konnte der Komponist sie nicht vollenden. Eine Krebserkrankung wurde diagnostiziert. Sein langjähirger Freund Alfano vervollständigte die Oper nach den Skizzen des Miesters. Viele Aufnahmen sind von dieser Oper enthalten. Aber diese ist Referenz. Es ist eine der ganz großen Aufnahmen, die es in der Schallplattengeschichte gegeben hat. Natürlich entstand sie in den Studios der Decca, die ein Jahr zuvor, die Jahrhundert La Boheme unter Karajan produzierte. Tonmeister der Aufnehme war der bewährte Ray Minshull, der dem legendären John Culshaw assistierte. Man verpflichtete eine Sängerschar, die das Who is Who der Italineischen Opernszene war. Turandot wird von Joan Sutherland gesungen Über die Stimme der Sutherland gibt es nur ein Wort Sensationell Sie ist ein wahres Stimmwunder . Ihr Sopran meistert eine der schwierigsten mit koloraturen und Höhen gespickten Sopranpartien als ob es das einfachste für sie wär. Für mich neben der Callas die Turandot schlechthin Liebe Buchalternaturen, Openrfreunde; Sutherland oder Callas wer war die Beste Turandot. Ich weiss es nicht. In Questa Reggia die große Arie singt La Stupenda mit einer Stimme die mich erzittern lässt. An ihrer Seite glänzt ihr Partner Pavarotti. Pavarotti singt so jugendlich stürmisch und wie ein Halbstarker, der die Prinzessin erobern will. Ma kann sich richtig einen pubertierenden jugendlichen von allen guten Geistern verlassenen Prinzen vorstellen,wenn man Big P. hört. Calaf ist seine Partie.Mit seinem hellen Tenor ist er geradezu der Calaf. Nessum Dorma der Feuerzeugschwenk Pavarottititel ist super. Montserrat Caballe ist eine Liu par exellance. Sie ist eine Frau, die eine der tragischsten Gestalten der oper neben Desdemona in Otello ist. Ihr signore ascolta und die Todeszene sind an Schönheit kaum zu überbieten, Sie schlägt eine Schwarzkopf um Längen. Nicolai Ghiaurov ist ein würdevoller Timur. Trotz aller Schicksallschläge ist er immer noch ein König. Sein tiefer Bass ist eine Wohltat zu hören. Man nimmt ihm den erschrockenen Vater ab, der sieht wie sein Sohn dem Monster Turandot verfällt. Beide sind die Kollateralschäden von Calafs Gier.
Die drei Minister jene liebenswerten Männer, die aus dem brutalen Spiel ihrer Herrin aussteigen wollen aber nict können werden kongneial von dem finnischen Bassisten Tom Krause mit seinem Fülligen Bass und den schlanken lyrischen Tenören Pier Francesco Poli und Piero de Palma wiedergegeben. Wer beim Terzett, dass in seiner Tragikkomik an Mahler erinnert keine Tränen in den Augen hat, der ist es selbst schuld. Der Kaiser Turandots seniler, Vater wird von dem Tenor Peter Pears würdevoll wiedergeben.
Zubin Mehta peitscht den Hörer durch die Partitur. Er ist ein Feuerkopf ,der ein schnelles sehr geschlossenes Dirigat bevorzugt.Auch hier muss man 5 Sterne geben.
Ein wahres Meisterwerk !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Turandot am 25.April 1926 in der Mailänder Skala Premiere feierte, war Giacomo Puccini bereits anderthalb Jahre tot. Der Dirigent Arturo Toscanini legte im dritten Akt den Taktstock nieder und sagte: ?Hier endet das Werk des Meisters; danach starb er". Später wurde der Aufzug immer in der heute üblichen Form aufgeführt. Franco Alfano hat anhand von Puccinis Entwürfen die Oper vollendet.
Turandot erging es ähnlich wie Verdis Schwanengesang. Des Meisters letzte Oper war lange Zeit weniger beliebt als ihre Vorgänger. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch Turandot zu behaupten gewusst und viele Freunde und Liebhaber gewonnen. Es ist noch immer nicht leicht, sie zu besetzen oder zu würdigen, doch lohnt sich das eingehende Studium und wiederholte Hören. Die Tränen fließen nicht wie für Butterfly oder Mimi, es packt einen weniger das Mitleid als die Bewunderung und das ist meist die beständigere Empfindung.
Dies trifft gerade auf diese Aufnahme zu. Es gibt keine bessere Besetzung als diese.
Joan Sutherland schlüpft in die Rolle der Prinzessin Turandot. Sutherlands Stimme ist wie die einer Nachtigall - eine Jahrhundertstimme. Sie glänzt in der Darstellung der Turandot durch das phänomenale Volumen ihrer Stimme und deren Umfang. Sutherland zelebriert diese Rolle mir vokaler Perfektion. Keine andere Sopranistin hat diese schwierige Rolle so sicher und mühelos in den letzten Jahrzehnten dargeboten. Eine Glanzleistung
An ihrer Seite glänzt Luciano Pavarotti als Calaf. Es ist sicher nicht untertrieben, wenn man ihn als einen der herausragenden Interpreten dieser Rolle bezeichnet. Die Arie ?Nessun dorma" wurde nicht zuletzt durch ihn weltberühmt. Viele glauben, sie sei einzig und allein für ihn geschrieben worden... (auch wenn dies der Historie natürlich nicht gerecht werden kann)! Eine vergleichbare Einspielung liefert nur Placido Domingo unter Herbert von Karajan. Pavarotti verleiht Calaf seine strahlende Stimme und schwingt sich zu wahren Höchstleistungen empor. Zusammen mit Sutherland macht er diese Einspielung zu einem unvergesslichen Ereignis.
Als Sklavin Liu tritt Montserrat Caballe auf. Sie bezaubert mit ihrer wunderbar göttlichen Stimme, auch und gerade in höheren Lagen. Sie fördert ein Maß an Präzision zutage, welches bis heute unerreicht ist. Caballe ist die perfekte Besetzung für diese Rolle. Später erfolgte ein nicht ganz so glücklicher Versuch selbst die Titelrolle zu singen.
Auch die weiteren Rollen sind fantastisch besetzt. Nicolai Ghiaurov spielt Timur, Sir Peter Pears gibt den L`Imperatore Altoum, Tom Krause, Pier Francesco Poli und Piero de Palma verkörpern die drei Minister Ping, Pang und Pong. Sabin Markov übernimmt die Rolle des Un Mandarino und Pier Francesco Poli schlüpft auch noch in die Rolle des Il Principe di Persia.
Am Dirigentenpult steht Zubin Mehta und leitet das London Philharmonic Orchestra in beeindruckender Art und Weise. Mehta gelingt es, aus dieser Ansammlung von Persönlichkeiten eine Einheit zu formen.
Diese Aufnahme gehört in jede Klassiksammlung, und zwar ohne wenn und aber!
Unerreicht - einfach großartig!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Von Puccinis "Turandot" gibt es mehrere hervorragende Einspielungen. Aber diese würde ich mit auf die einsame Insel nehmen. Es ist eine der wenigen Opernplatten, von denen ich den Eindruck habe: sie ist schlichtweg perfekt!
Keine andere Aufnahme hat in allen, ausnahmslos allen Partien ein vergleichbares Niveau aufzuweisen. Hier hat sich um den Dirigenten Zubin Mehta eine Sängerschar versammelt, die absolut ungetoppt geblieben ist, zumal sich zum damaligen Zeitpunkt alle auf ihrem stimmlichen Höhepunkt befanden.
Joan Sutherlands Ausflug ins hochdramatische Fach ist sensationell. Sie verfügt natürlich nicht über so metallisches Stimmmaterial wie Birgit Nilsson, doch verleiht sie der Turandot mit wärmerem Stimmklang eine menschlichere Note und reduziert sie nicht zur Killermaschine. Stimmvolumen und schier endlos gehaltene Sostenuto-Bögen lassen einen nur so staunen, und der klangliche Reichtum in der Höhe ist schlichtweg atemberaubend.
Luciano Pavarottis Calaf ist nicht nur wegen "Nessun dorma" ein Traum. Vor allem seine Leidenschaftlichkeit, sein Selbstbewusstsein und sein unbedingter Wille, die Prinzessin zu erobern, lassen die Rolle wunderbar lebendig und überzeugend wirken. Dieser Calaf ist ein echter Draufgänger. Stimmlich war Big P damals ohnehin in Bestform, die Höhe strahlt, dass es eine Wonne ist. Corelli und Del Monaco waren ihm an Stimmgewicht überlegen, aber kein anderer Calaf ist so stürmisch und vital.
Montserrat Caballès als Liù schließlich liefert eines der berührendsten Rollenportraits, die mir je auf der Schallplatte begegnet sind. Innigkeit, Wärme und Reinheit erfüllen ihre Interpretation. Die Pianissimi sind von einer Duftigkeit und Süße, die ihresgleichen suchen. Wenn Liù in ihrer letzten Arie dem Leben entsagt, um Kalaf zu retten, und sich mit einem Schluchzer (der hier ausnahmsweise einmal wirklich geschmackvoll ist) ins Messer wirft, geht das einem beim Zuhören regelrecht an die Nieren. Keine andere Liù auf Platte stirbt so ergreifend.
Ghiaurovs Timur ist reinste Luxusbesetzung, ebenso wie der alte König von Peter Pears und ganz besonders der balsamisch schön gesungene Ping von Tom Krause. Das Ministerterzett wird durch Piero de Palma und Pier Francesco Poli komplettiert und auch hier erreicht die Aufnahme den ersten Platz.
Zubin Mehtas temperamentvolles Dirigat halte ich ebenfalls für herausragend: gleich zu Beginn schmeißt er den Zuhörer regelrecht in die Geschichte, und schnell wird klar, daß es am Pekinger Hof brodelt und rumort. Mit phänomenalem Gespür für Tempi und Transparenz peitscht er das London Philharmonic Orchestra zu einer atemberaubend farbigen Darbietung der raffinierten Partitur auf. Wenn man hört, wie drängend Kalaf im ersten Finale auf den Gong zustrebt, und von welcher Panik sein Vater und Liù ergriffen werden, dann spürt man, was für ein hervorragender Dramatiker Mehta ist (Karajan und manch andererer dagegen sind nur breiig und schleppend). Auch die Klangtechnik leistet Großartiges, man hört wirklich alles. Und auch die Chöre gliedern sich in das ganze Ensemble mit vollem Klang und großer Präzision nahtlos ein. Ein Meilenstein in der Schallplattengeschichte, den ich nur allerwärmstens empfehlen kann! Fünf Punkte sind eindeutig zu wenig, ich würde zehn vergeben!
Die schönste Turandot
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die größte Überraschung vorweg: wer hätte gedacht, daß Belcanto-Diva Joan Sutherland eine derart hervorragende Turandot singen würde? Schon ihr Gesang allein würde den Kauf dieser Aufnahme lohnen.
Aber es gibt noch mehr, woran man sich erfreuen kann: Luciano Pavarotti, von Natur aus eigentlich kein Heldentenor, verfügte zum Zeitpunkt der Aufnahme (1972) noch über die stimmmlichen Mittel, einen wirklich fulminanten Calaf zu singen. Montserrat Caballé, die sich später selber an Turandot versuchte und scheiterte, ist hier als Liù optimal besetzt und singt bezaubernd schön. Und die Turandot von Joan Sutherland ist mit Sicherheit die am schönsten gesungene der gesamten Diskographie.
Turandot - Puccinis letztes Meisterwerk in Starbesetzung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Giacomo Puccini hatte ein untrügliches Gespür für gute Opernstoffe. Oft wurde er durch ein Theatererlebnis zu neuen Werken inspiriert und immer, wenn er von einer Aufführung beeindruckt war, ohne die Sprache zu verstehen, wußte er, daß er einen Stoff gefunden hatte, die eine Vertonung geradezu herausforderte. "Tosca" hatte er auf französisch gesehen, "Madame Butterfly" auf englisch und "Turandot" unter der Regie von Max Reinhardt in Berlin. Carlo Gozzis aus einer uralten Legende entstandenes Stück von der stolzen Prinzessin mit ihren tödlichen Rätseln begeisterte Puccini sofort, seine Stammlibrettisten Giuseppe Adami und Renato Simoni entwarfen ein ausgezeichnetes Textbuch, in dem Dramatik, lyrische Momente, komische Elemente und gewaltige Massenszenen aufs Engste verknüpft sind, und die Gestaltung der Hauptfiguren Puccini einmal mehr die Möglichkeit zu vollster musikalischer Entfaltung gab.
Der Komponist zeigt sich hier auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft, die Vielschichtigkeit des Textbuches setzt er virtuos um. Imposant sind die Massenszenen am Anfang und beim Auftritt des Kaisers, dramatische Höhepunkte wie die Rätselszene oder Lius Tod wechseln sich mit den parodistischen Auftritten der drei Minister und berührenden Liebesszenen ab. In dieser Oper ist alles, was das Musiktheater braucht. Puccini hatte sich mit den Geheimnissen der oastasiatischen Musik auseinandergesetzt und was in "Madame Butterfly" bereits in Ansätzen zu hören ist, nimmt hier einen breiten Raum ein. Die Musik klingt für Puccini ungewöhnlich, das in Asien viel verwendete Schlagwerk steht im Vordergrund und sorgt für eine geheimnisvolle, exotische Atmosphäre neben den für den Komponisten typischen breiten Melodiebögen. Und da gibt es natürlich noch "Nessun dorma", die Arie des Kalaf, die spätestens seit der Fussball - WM 1990 einer der populärsten Klassik - Hits geworden sein dürfte.
Puccini selbst konnte "Turandot" nicht mehr vollenden. Die Komposition war bis zum Tod der Liu gediehen, als bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. Der Komponist wurde zwar erfolgreich operiert, starb aber am 28. November 1924 an einem Herzanfall, ohne "Turandot" fertigstellen zu können. Die letzten 15 Minuten wurden nach vorhandenen Skizzen von Franco Alfano in Musik gesetzt (er wird oft als "Schüler Puccinis" bezeichnet, Alfano war damals jedoch bereits über 50 Jahre alt und ein sehr anerkannter und eigenständiger Komponist), die Uraufführung fand am 25. April 1925 unter der Leitung Arturo Toscaninis statt, der die Oper am ersten Abend nur bis zur letzten von Puccini fertiggestellten Stelle spielen ließ. Das Publikum der Mailänder Scala würdigte zwar den geliebten dahingegangenen Meister, mit der Oper selbst konnte man allerdings zunächst recht wenig anfangen. Erst langsam eroberte sich "Turandot" den ihr gebührenden Platz auf den Bühnen der Welt.
Die Oper stellt an jedes Theater, das sie aufführen will, gewaltige Anforderungen. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großer Schlagzeugabteilung, einen ebenso großen Chor, eine ausgefeilte Bühnentechnik und mindestens drei Sänger der Spitzenklasse. Auch die guten Aufnahmen muß man erstmal suchen. Von jeder Primadonna, die man gerne hört (u. a. Maria Callas und Birgit Nilsson) gibt es Einspielungen in der Titelrolle, nur fällt meist das restliche Ensemble ziemlich ab. Was tat man nun bei der Decca? Anfang der 70er Jahre hatte man dort so ziemlich jeden Spitzensänger unter Vertrag, allen voran Joan Sutherland, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Diese drei Weltstars holte man für eine "Turandot" - Aufnahme zusammen und besetzte die kleineren Rollen ebenfalls mit einer Reihe prominenter Namen, begleitet vom renommierten London Symphony Orchestra und geleitet von dem noch recht jungen, aber virtuosen Dirigenten Zubin Metha.
Bei einer solchen Anhäufung von Superstars beschleicht einen oft das ungute Gefühl, eine sterile, nur von den großen Namen getragene Studioproduktion zu erwerben, aber diese Aufnahme hält sich seit über 30 Jahren mit Recht als Spitzenprodukt im Katalog und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.
Von Joan Sutherland kenne ich bis auf ihre Turandot keine weitere Puccini - Einspielung, ihre weiche, lyrische Stimme war eher für Donizetti- oder Bellini - Partien geeignet, nicht zu vergessen ihre "Traviata" oder ihre Aufnahmen englischer Barock - Opern. Wie schlägt sich "La Stupenda" nun als eisumgürtete Prinzessin? Meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet. Ihre Stimme beherrscht sofort die Szene, hat hier einen für die Sutherland ungewöhnlich metallischen, unbarmherzigen Ton, der ein rundum glaubwürdiges Rollenportrait erzeugt. Erst als das Eis schmilzt (unter Kalafs Küssen, einer herrlich kitschige Szene), hört man das vertraute, weiche und warme Vibrato ihrer wunderschönen Stimme. Gesungen wird die Rolle natürlich erstklassig, Joan Sutherland war stets die Qualität in Person, und auch im Ausdruck braucht sie sich hinter keiner anderen Turandot zu verstecken. Sogar von Text versteht man jedes Wort, was bei ihr leider nicht immer der Fall war.
Man mag von Luciano Pavarotti halten, was man will, zu seinen Glanzzeiten und in der richtigen Rolle war er unschlagbar. Kein anderer sang so natürlich, impulsiv und aus dem Bauch heraus. Diese Einspielung zeigt ihn noch vor der Fußballstadien - Karriere und im Vollbesitz seines Stimmmaterials. Frei und nie angestrengt klingt sein Kalaf, Pavarotti meistert die hohen Ansprüche der Partie mühelos. Wunderschön sein "Non piangere Liu", das Liebesduett mit der Sutherland, "Nessun dorma" ist ein Höhepunkt der Aufanhme und ein Musterbeispiel für hervorrangende Technik, gepaart mit dem richtigen Maß Emotion. Eine von Pavarottis besten Leistungen auf CD.
Die Sklavin Liu ist eine dieser wundervollen Frauenfiguren, wie nur Puccini sie erschaffen konnte: Treu liebend, tapfer und beständig bis in den Tod, das Idealbild eines Menschen, wofür sie einen der schönsten Operntode überhaupt sterben darf. Auch Montserrat Caballé befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen in bestechender stimmlicher Verfassung und ihre Darstellung des warmherzigen Mädchens, durch deren Tod die eiskalte Prinzessin (und der Zuhörer) tief berührt wird, schließt den Kreis des großartigen Hauptdarsteller - Trios.
Auch für die kleineren Rollen wurden Spitzenkräfte verpflichtet, angefangen bei dem wuchtigen, doch einfühlsamen Timur von Nicolai Ghiaurov, der diese oft vernachlässigte Figur beträchtlich aufwertet.
Sir Peter Pears, der große Britten - Darsteller, verleiht mit wenigen Worten seinem Kaiser Altoum einiges an Profil. Seine etwas melancholisch klingende Stimme ist wie geschaffen für den gramgebeugten alten Herrscher.
Sogar das groteske Minister - Trio Ping, Pang und Pong wurde mit Tom Krause, Pier Francesco Poli und dem unverwüstlichen Charaktertenor Piero de Palma hochklassig besetzt.
Eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet die Chöre in "Turandot". Fast immer ist der Chor auf der Szene oder hat im Hintergrund zu wirken. Der John Alldis Choir und der Wadsworth School Boys' Choir leisten meisterliche Arbeit.
Somit ist diese "Turandot" jedem Opernfreund zu empfehlen, als Alternative bietet sich die ältere Decca - Aufnahme mit ähnlich hochkarätigen Hauptdarstellern (Inge Borkh, Mario del Monaco und Renata Tebaldi) an, die jedoch meiner Meinung nach nicht ganz die Qualität dieser Aufnahme erreicht.
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Produkt-Bild: Orchesterwerke/Hary Janos Suite

Orchesterwerke/Hary Janos Suite von Ustinov, Dorati, Kertesz, Phh, Lso

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 19,99, Angebote ab EUR 19,38

Erscheinungsdatum: März 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Orchesterwerke/Hary Janos Suite

Tracks:

Disk 1
  • Prelude; the fairy tale begins (Original Version)
  • Viennese musical clock (Original Version)
  • Song (Original Version)
  • The battle and defeat of Napoleon (Original Version)
  • Intermezzo (Original Version)
  • Entrance of the emperor and his court (Original Version)
  • 1. Lento - maestoso (Original Version)
  • 2. Allegretto moderato (Original Version)
  • 3. Allegro con moto, grazioso (Original Version)
  • 4. Allegro (Original Version)
  • 5. Allegro vivace (Original Version)
  • Original Version
  • 1. Moderato Theme (Original Version)
  • 2. Con brio Variations I-VI (Original Version)
  • 3. Vivo Variations VII-X (Original Version)
  • 4. Andante espressivo Variations XI-XII (Original Version)
  • 5. Tempo di marcia funebre Variations XIII-XVI (Original Version)
  • 6. Finale: Vivace (Original Version)
  • for orchestra
Disk 2
  • Theatre Overture
  • Allegro risoluto (Original Version)
  • - Largo (Original Version)
  • Tempo primo (Original Version)
  • Original Version
  • 1. Allegro (Original Version)
  • 2. Andante Moderato (Original Version)
  • 3. Vivo (Original Version)
Disk 3
  • Introduction & Overture (Original Version)
  • The Hussar's Flute Solo (Act 1)
  • The Old Woman (Act 1)
  • The Jewish Family (Act 1)
  • The Hungarian Girls (Act 1)
  • örzse's Song: Sej! verd meg Isten (Act 1)
  • Duet - Red Apple: Piros alma leesett a sárba (Act 1)
  • Uncle Marczi's Drinking Song: ó, mely sok hal (Act 1)
  • Love Duet: Tiszán innen, Dunán túl (Act 1)
  • Intermezzo (Act 1)
  • Cuckoo Song: Ku- ku- kukuskám (Act 2)
  • The Wild Stallion (Act 2)
  • The Viennese Musical Clock (Act 2)
  • örsze's Love Song: Hogyan tudtál rószám (Act 2)
  • Chicken Song: Hej két tikom tavali (Act 2)
  • Soldiers' Chorus: ébresztö Férfikar (Act 2)
  • Entry of the French (Act 3)
  • Entry of Napoleon (Act 3)
  • Funeral March (Act 3)
  • Napoleon's Song: óh te vén sü-lü-lü-lü (Act 3)
  • Gipsy Music (Act 3)
  • Bombazine's Song: A jó lovas katonátak (Act 3)
  • Song of the Hussar Toborzó: A jó lovas katonának (Act 3)
Disk 4
  • Duet with Chorus: Gyútottam gyertyát (Act 4)
  • Entry of the Emperor (Act 4)
  • Entry and Song of the Princes: á, bé, cé, dé (Act 4)
  • Exit of the Princes (Act 4)
  • örsze's Song: Szegény vagyok (Act 4)
  • Háry's Song: Felszántom a császár udvarát (Act 4)
  • Finale: Szegény derék, magyar nép (Act 4)
  • Minuetto Serio
  • Ballet Music
  • Hungarian Tunes
  • Mikoron Dávid nagy búsultában (Original Version)
  • 2. Keserusegem Fig.16 (Original Version)
  • Te azért lelkem (Original Version)
  • Igaz vagy Uram (Original Version)

Produkt-Bild: Clifford Curzon:Decca Recordings 1941-1972 Vol.2

Clifford Curzon:Decca Recordings 1941-1972 Vol.2 von Clifford Curzon

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 28,99, Angebote ab EUR 17,31

Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Clifford Curzon:Decca Recordings 1941-1972 Vol.2

Tracks:

Disk 1
  • Nr. 1 c-moll. Allegro molto moderato
  • Nr. 2 Es-dur. Allegro
  • Nr. 3 Ges-dur. Andante
  • No.4 in A flat: Allegretto
  • 1. Allegro
  • 2. Adagio
  • 3. Allegro assai
  • 1. Allegro
  • 2. Larghetto
  • 3. Allegretto
Disk 2
  • 1. Maestoso - Poco pi? moderato
  • 2. Adagio
  • 3. Rondo Allegro non troppo
  • 1. Allegro molto moderato
  • 2. Adagio
  • 3. Allegro moderato molto e marcato
Disk 3
  • 1. Allegro maestoso
  • 2. Andante espressivo
  • 3. Scherzo Allegro energico
  • 4. Intermezzo Andante molto
  • 5. Finale Allegro moderato ma rubato
  • 1. in E flat major
  • 3. Intermezzo in C
  • 1. Molto moderato
  • 2. Andante sostenuto
  • 3. Scherzo Allegro vivace con delicatezza
  • 4. Allegro ma non troppo
Disk 4
  • 1. Allegro ma non tanto
  • 2. Dumka. Andante con moto
  • 3. Scherzo. Furiant. Molto vivace
  • 4. Finale. Allegro
  • 1. Molto moderato quasi lento. Allegro
  • 2. Lento, con molto sentimento
  • 3. Allegro non troppo, ma con fuoco

Produkt-Bild: Orchesterwerke und Konzerte

Orchesterwerke und Konzerte von Malcolm, Robles, Marriner, Amf

Audio CD von Wildschuetz
Preis bei Amazon: EUR 16,97, Angebote ab EUR 12,96

Erscheinungsdatum: März 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Orchesterwerke und Konzerte

Tracks:

Disk 1
  • 1. Ouverture (Original Version)
  • 2. Bourr?e (Original Version)
  • 3. La paix (Original Version)
  • 4. La r?jouissance (Original Version)
  • 5. Menuet I-II (Original Version)
  • 1. Ouverture Grave - Allegro (Original Version)
  • 2. Adagio e staccato (Original Version)
  • 3. Allegro - Andante - Allegro (Original Version)
  • 4. Passepied (Original Version)
  • 5. Air (Original Version)
  • 6. Menuet (Original Version)
  • 7. Bourr?e (Original Version)
  • 8. Hornpipe (Original Version)
  • 9. Allegro (Original Version)
  • 1. Allegro (Marriner)
  • 2. Alla hornpipe (Marriner)
  • 3. Menuet (Marriner)
  • 4. Lentement (Marriner)
  • 5. Bourr?e (Marriner)
  • 1. Sarabande (Marriner)
  • 2. Menuet I - Menuet II - Menuet I da capo (Marriner)
  • 3. Rigaudon I - Rigaudon II - Rigaudon I da capo (Marriner)
  • 4. Gigue II - Gigue I - Gigue II da capo (Marriner)
Disk 2
  • 1. Allegro (Original Version)
  • 2. Largo (Original Version)
  • 3. Allegro (Original Version)
  • 1. Vivace - Grave (Original Version)
  • 2. Largo (Original Version)
  • 3. Allegro (Original Version)
  • 4. - (Original Version)
  • 5. - (Original Version)
  • 1. Largo e staccato (Original Version)
  • 2. Allegro (Original Version)
  • 3. Adagio (Original Version)
  • 4. Allegro (Original Version)
  • 1. Andante - Allegro - Lentamente (Original Version)
  • 2. Andante (Original Version)
  • 3. Allegro (Original Version)
  • 4. Minuetto (Original Version)
  • 1. without tempo indication (Original Version)
  • 2. Fuga Allegro (Original Version)
  • 3. Adagio (Original Version)
  • 4. Allegro, ma non troppo (Original Version)
  • 5. Allegro (Original Version)
  • 1. Vivace (Original Version)
  • 2. Allegro (Original Version)
  • 1. Allegro (Original Version)
  • 2. Largo - Adagio (Original Version)
  • 3. Allegro - Adagio (Original Version)
  • 4. Andante non presto (Original Version)
  • Original Version
  • The Arrival of the Queen of Sheba
Disk 3
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
Disk 4
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
Disk 5
  • Original Version
  • 1. Ouverture (Original Version)
  • 2. Allegro ma non troppo (Original Version)
  • 3. Allegro (Original Version)
  • 4. Lento (Original Version)
  • 5. A tempo ordinario (Original Version)
  • 6. Alla breve. Moderato (Original Version)
  • 7. Menuet Allegro (Original Version)
  • 1. Pomposo (Original Version)
  • 2. Allegro (Original Version)
  • 3. A tempo giusto (Original Version)
  • 4. Largo (Original Version)
  • 5. Allegro ma non troppo - Adagio (Original Version)
  • 6. A tempo ordinario (Original Version)
  • 1. Ouverture (Original Version)
  • 2. Allegro - Allegro ma non troppo (Original Version)
  • 3. Adagio (Original Version)
  • 4. Andante larghetto (Original Version)
  • 5. Allegro (Original Version)
  • 1. Andante allegro (Original Version)
  • 2. Larghetto (Original Version)
  • 3. Allegro moderato (Original Version)
Disk 6
  • Original Version
  • Original Version
  • Original Version
  • 1. Larghetto e staccato (Original Version)
  • 2. Allegro (Original Version)
  • 3. Adagio (Original Version)
  • A tempo ordinario, e staccato - Allegro (Original Version)
  • Adagio, e staccato-Allegro, ma non presto (Original Version)
  • 1. Allegro (Original Version)
  • 2. Adagio (Original Version)
  • 3. Spiritoso (Original Version)
  • 4. Menuet (Original Version)
  • Larghetto (Original Version)
  • Allegro (Original Version)
  • Organo ad libitum (Original Version)
  • 4. Larghetto (Original Version)
  • 5. Allegro (Original Version)

Produkt-Bild: Orpheus und Euridike

Orpheus und Euridike von Juan-Diego Florez

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 26,99

Erscheinungsdatum: März 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Orpheus und Euridike
Produkt-Bild: Die Schöne Müllerin

Die Schöne Müllerin von Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 9,86

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Die Schöne Müllerin

Tracks:

  • 1. Das Wandern
  • 2. Wohin?
  • 3. Halt!
  • 4. Danksagung an den Bach
  • 5. Am Feierabend
  • 6. Der Neugierige
  • 7. Ungeduld
  • 8. Morgengru?
  • 9. Der M?llers Blumen
  • 10. Tr?nenregen
  • 11. Mein!
  • 12. Pause
  • 13. Mit dem gr?nen Lautenbande
  • 14. Der J?ger
  • 15. Eifersucht und Stolz
  • 16. Die liebe Farbe
  • 17. Die b?se Farbe
  • 18. Trockne Blumen
  • 19. Der M?ller und der Bach
  • 20. Des Baches Wiegenlied

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SCHUBERT-DIE SCHÖNE MÜLLERIN

Aus der Amazon.de-Redaktion


Zunächst ein ganz großes Lob dafür, dass der derzeit hoch gehandelte Tenor Jonas Kaufmann sich - in Anbetracht einer im Konzertbetrieb aussterbenden Gattung - dem deutschen Lied widmet und Franz Schuberts Liederzyklus ?Die schöne Müllerin? aufgenommen hat. Der deutsche Tenor weiß auch, worauf er sich bei diesem anspruchsvollem Repertoire eingelassen hat: ?Man benutzt die Stimme hier mit Techniken, in Registern und mit einer Dynamik, die im normalen Opernbetrieb nicht vorkommen. Insofern ergibt sich ganz nebenbei eine Kur für den Gesang, die Arbeit bietet Medizin für die Stimme. Man kehrt zurück zu den Wurzeln."
Medizin zwar für die Stimme, doch kein Grund zur Entspannung. Denn Schuberts junger Müllerbursche, der nach langer Wanderschaft in die Mühle einkehrt und dort einer schönen treulosen Müllerin verfällt, soll heißblütig, stolz, eifersüchtig sein, und depressiv. Schließlich wird er nach unerfüllter Liebe den Freitod wählen. Ansatzweise gelingt es Kaufmann, diese durchwühlte Seelenlandschaft zu vermitteln, den Tonfall des ?Abgesangs?, die innerlichen Leere, Zerbrochenheit, Wehmut des todunglücklich Liebenden trifft er allerdings nicht. Und auch der erstaunlich wenig nuancenreiche Pianist Helmuth Deutsch agiert hier mitunter als seichter, die Emotionen sentimental verstärkender Begleiter und nicht ? wie eigentlich von Schubert gedacht ? als äquivalenter Partner. - Teresa Pieschacón Raphael
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5 Kundenrezensionen:

Die schöne Müllerin : Ein Glücksfall
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Aufnahmen der Schönen Müllerin von Schubert gehören nicht gerade zu den Seltenheiten.
Die vorliegende mit dem Tenor Jonas Kaufmann und dem Pianisten Helmut Deutsch ist eine echte Seltenheit , weil vom ersten bis zum letzten Takt perfekt gelungen :
Kaufmanns jugendlichem hellen Tenor ist der LIedpart wie auf den Leib geschrieben. Seiner perfekten Intonation , absolut sicheren Melodieführung, und seiner vollkommen verständlichen Aussprache - selbst das rasend schnelle "Der Jäger" bleibt
verständlich - , vor allem aber seiner bewegenden inneren Gestaltung dieses tragisch endenden Zyklus glaubt man sowohl den fröhlich- naiven Müllerburschen als auch den traurig abschiednehmenden Selbstmörder. Das letzte Lied "gute Ruh' , gute Ruh'" ist anrührend über die Maßen.

Dem steht mit Helmut Deutsch ein gleichermaßen perfekter Pianist zur Seite : Sein Spiel ist schlicht , klar , vollkommen durchsichtig, sodaß man nicht weiß , was man mehr bewundern soll: Den Schubertschen Klavier- oder den Liederpart. Nie wird Helmut Deutsch zu laut oder drängt sich auf Kosten des Sängers in den Vordergrund. Absolut bewunders - und empfehlenswert !
Hans Lesener.
Wie man sich unbeliebt macht
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Man findet eine Aufnahme nicht so überzeugend, von einem Sänger, der eine grosse Fangemeinde hat.

Und bekommt die Quittung. Natürlich kann man das Rezensieren lassen, wenn man das fürchtet.

Auch wenn man der Fangemeinde erklären würde, dass es Partien gibt, in denen ich den Sänger grossartig finde, wie etwa die des Florestan, wird es nichts nützen.

Seltenst gelingt, das lyrische Fach in der Oper zu überschreiten, und zugleich ein hervorragender Liedersänger zu sein. Seltenst. Wenn Peter Schreier dies gemacht hat, ging es zu Lasten dieser Partien; als Liedersänger war er sehr überzeugend und hat zum Beispiel eine Version mit der Laute vorgelegt, die sehr anrührt.

Wenn ich Jonas Kaufmann höre und dann die wirklich lyrischen Tenöre Protschka, Blochwitz oder auch Güra, fehlt mir bei seiner Interpretation deutlich etwas. Das Lyrische, technisch die Einfärbung der Bruststimme durch die Oberstimme, wie Fischer-Dieskau es perfekt konnte und auch Hans Peter Blochwitz mit diesem Zyklus.
Wenn man etwas das Lied, die liebe Farbe vergleicht, stehen den Tenören, die hier erwähnt wurden, Klangfarben zur Verfügung, die Jonas Kaufmann nicht hat.

Man kann Stimmen mögen und sich für sie einsetzen oder sie nicht mögen, und sie niedermachen. Ich bin immer dafür, im Blindversuch Stimmen zu vergleichen, sich hineinzuhören und dann sein Urteil abzugeben.

Ich exponiere mich und schreibe, dies ist nicht meine "Schöne Müllerin"
Wagnis "Müllerin"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit der "Müllerin" kann man viel machen. Man kann sie in Salons zelebrieren, vom Wort ausgehend sezieren, in Studios perfektionieren.
Man kann sie musikalisch analysieren, nach einem Konzept interpretieren, man kann sie romantisieren und banalisieren.
Für jeden Sänger bleibt sie ein Wagnis.
Kaufmann's "Müllerin", ein (wieder nicht optimal bearbeiteter) Live-Mitschnitt!!, ist rein gesangstechnisch nicht immer perfekt. Sein Müllerbursche ist auch kein verträumtes Leichtgewicht, sondern kann (auch stimmlich) schwere Säcke schleppen. Aber er ist jung in emotionaler Hinsicht, er weiß nicht wie ihm geschieht, 'wie's immer mag sein, ich gebe mich drein'. Und so geht er seinen Weg bis zum bitteren Ende, weil er im besten Sinne gefühlsmässig naiv ist, weil er es nicht aufhalten kann.'Der Mai ist kommen, der Winter ist aus'. Hat man diesen gequälten Aufschrei schon mal intensiver gehört?
Kaufmann banalisiert nicht und romantisiert nicht. Wenn es weh tut, tut es weh. Er interpretiert nicht, sondern erlebt, aber nie mit der Brechstange, sondern immer echt. Er seziert nicht, sondern phrasiert immer am Wort und im musikalischen Kontext mit verblüffender Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit. Und er zelebriert nicht, sondern musiziert im besten Sinne des Wortes, die dynamischen und gestalterischen Möglichkeiten seiner Stimme auslotend, mit wunderbarem Legato, mal kernig, mal weich. Helmut Deutsch setzt in seiner unnachahmlichen Art jeweils den jedem einzelnen Lied eigenen musikalischen Ausgangspunkt und ist richtigerweise mehr als nur Begleiter. Diese Müllerin ist modern, doch immer den Traditionen des Liedgesangs verpflichtet und erreicht den aufgeschlossenen Zuhörer auch im Inneren.
Hervorragend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmanns Müllerbursche geht direkt unter die Haut. Wann wurde dieser Zyklus jemals mit einer derartigen Intensität gesungen?. Die Farbigkeit seines Timbres ist außergewöhnlich und er vermag jedem einzelnen Lied seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Nicht vergessen sollte man Helmut Deutsch, der ein absolut adäquater Begleiter ist und sensibler Begleiter ist.
kaufmanns schöne müllerin
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
wenn man den ganzen pr-rummel der letzten drei-zwei jahre um jonas kaufmann
revue-passieren lässt und auch beiträge kritischer musik-dilletanten, die doch
weitgehend (kommerziell) unabhängig sind, so muss man sich doch wundern über
solche aussagen wie: 'jugendlicher, bedeutender tenor', einer 'der alles singen kann' etc.

jonas kaufmann ist erst (spät) mit 37 auf die kommerz-bühne der 'decca' getreten,
also spät vor ein pr-millionen-publikum als jung! gehandelter 'shooting-star'.
ein viril-burschikoser phänotypus als media-star (von der alm) erfüllt sicherlich
den wunsch so mancher intendanz für die publikumswirksame 'rampensau'.
kaufmanns plus, denn er ist weitläufig zumindest photogen, sofern er sich nicht
auch verbal-künstlerisch weitergehend äussert.
hier: schuberts lieder sind keine pr-verschiebungsmasse. es sind kunstlieder für den
intimeren bereich, für private rezeption - und er-kenntnis.
und keine verfügungsmasse für den massenraum eines opern-event-spektakel -
grob-theatralischer bühnengesten-habitus ist schubert-in-adäquat.

hier nun beim 'müller', spürt man kaufmanns kunst-bemühen, so ganz natürlich, natur-
burschenhaft zu sein, von seinem grau-körnigen, gleichförmigen timbre gut gestützt.
eine anstrengung, die zwar dem romantischen sujet, nicht aber dem kunst-lied,
dem text und der musikalischen sublimierung, also nicht schubert adäquat ist.
künstler wie wunderlich, pears, fischer-dieskau und pregardien bedeuten und
besingen andre (kunst-)welten.
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Produkt-Bild: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme)

Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme) von Uwe Heilmann, Ruth Ziesak, Andreas Schmidt

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 31,99, Angebote ab EUR 16,33

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Die Zauberflöte (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • Ouvertüre
  • Zu Hilfe! zu Hilfe!
  • Der Vogelfänger bin ich ja
  • Dies Bildnis ist bezaubernd schön
  • O zittre nicht, mein lieber Sohn!
  • Hm, hm, hm
  • Du feines Täubchen, nur herein!
  • Bei Männern, welche Liebe fühlen
  • Zum Ziele führt dich diese Bahn
  • Die Weisheitslehre dieser Knaben
  • Wo willst du kühner Fremdling, hin?
  • Wie stark ist nicht dein Zauberton
  • Schnelle Füße, rascher Mut
  • Es lebe Sarastro
  • Herr, ich bin zwar Verbrecherin
  • Marsch der Priester
  • O Isis und Osiris
Disk 2
  • Was für eine schreckliche Nacht!
  • Bewahret euch vor Weibertücken
  • Wie? Wie? Wie?
  • Alles fühlt der Liebe Freuden
  • Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen
  • In diesen heil'gen Hallen
  • Seid uns zum zweitenmal willkommen
  • Ach, ich fühl's
  • O Isis und Osiris
  • Soll ich dich, Teurer, nicht mehr sehn?
  • Ein Mädchen oder Weibchen wünscht Papageno sich
  • Bald prangt, den Morgen zu verkünden
  • Du also bist mein Bräutigam?
  • Der, welcher wandert diese Strasse
  • Tamino mein! O welch ein Glück!
  • Wir wandelten durch Feuergluten
  • Pa-Pa-Pa-Pa-Pa-Pa-Papagena!
  • Pa-Pa-Pa-Pa-Pa-Pa-Papagena!
  • Nur stille, stille, stille
  • Die Strahlen der Sonne

Aus der Amazon.de-Redaktion


Wenn man nur eine Version der Zauberflöte besitzen möchte, ist diese hier genau die Richtige. Georg Soltis Gemütszustand bei dieser Aufnahme ist eher gelassen, die Besetzung ist exzellent, wenn auch nicht besonders berühmt, und für so eine Orchester und Chor würde jeder Dirigent alles geben. Die Sänger sind nicht besonders berühmt (es scheint, als ob London Solti zum Star dieser Produktion gewählt hat), doch die fehlenden Starallüren und die nicht übermäßige Beachtung des Dirigenten haben viel zu dieser guten Produktion beigetragen. Sumi Jo, hier in einer spektakulären und dramatischen Darbietung der zwei "Königin der Nacht"-Arien, verlangt besondere Aufmerksamkeit, ebenso wie Uwe Heilmann (Tamino) und Michael Kraus (Papageno). --Joe McLellan
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4 Kundenrezensionen:

Insgesamt die Beste!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich schließe mich gerne meinen Vorrezensenten an, jedoch kommt mir bislang hier jemand zu kurz, das ist der Tamino gesungen von Uwe Heilmann. Eigentlich der Tamino der 90er Jahre, der dann aus persönlichen Gründen die Bühne verlassen hat. Er braucht als Tamino den Vergleich mit Fritz Wunderlich nicht wirklich zu scheuen. Klarheit und Deklamation sind von höchstem Niveau. Leider, wie Wunderlich zu früh "abgetreten". Der Vorteil zu der Aufnahme mit Böhm/Wunderlich ist die Ausgeglichenheit des Gesangsensembles.
Brillant
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich möchte mich gerne meiner Vor Rezensentin anschließen, diese Aufnahme der Zauberflöte ist besonders gelungen! Und ich höre sie immer wieder gerne. Es gibt nicht mehr viel zu sagen, aber Sumi Jos Arien sind wirklich einzigartig! Darf in keiner Sammlung fehlen, finde ich.
Nicht zu überbietende Version der "Zauberflöte"!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Über die musikalische Qualität muss man wohl keine großen Worte verlieren - es handelt sich hier schließlich um eine Mozart-Oper. Und was die Einspielung angeht: Große Namen tauchen hier eher weniger auf. Kurt Moll kennt man und Andreas Schmidt sicherlich ebenso. Die anderen hingegen dürften eher nicht so bekannt sein - dies jedoch bedeutet keineswegs, dass wir es hier mit geringerer Qualität zu tun hätten, ganz im Gegenteil. Sumi Jo brilliert als Königin der Nacht, Michael Kraus als Papageno (besonders auch in den gesprochenen Passagen, ich musster des öfteren herzhaft lachen) und meiner Meinung nach vor allem Ruth Ziesak als Pamina. Wie sie die Arie "Ach, ich fühl's, es ist verschwunden", vorträgt, sucht seinesgleichen. Eine solche Intensität, eine solche Leidenschaft, und besonders: ein solches Piano, gerade in den hohen Bereichen - besser geht es nicht. Das ist so beängstigend gut, dass ich den Tränen nahe war.
Insgesamt auf jeden Fall: Eine ganz hervorragende Aufnahme, bei der alles passt: der Gesang ist super, die Dialoge sind exzellent ausgearbeitet und gesprochen, alles ist immer im richtigen Tempo gespielt (nicht zu langsam, nicht zu schnell) und das Orchester (wie allerdings könnte es bei den berühmten Wiener Philharmonikern anders sein?) ist erste Sahne unter einem natürlich weltbekannten Dirigenten Georg Solti.
Wenn ich mir "Die Zauberflöte" anhöre, dann meistens diese Version!
Obwohl es berühmtere Aufnahmen gibt...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
ist diese eine der schönsten für mich. Gerade weil keine der großen Namen auftreten, sondern schöne und ausdrucksstarke (mehr oder weniger bekannte)Stimmen. Sehr eindrucksvoll: Michael Kraus als Papageno, Sumi Jo mit ihren berühmten Arien als Königin der Nacht und natürlich auch die drei Damen. Sollte man als Zauberflöten-Fan auf jeden Fall in der Sammlung haben, u.a. weil die Kassette auch das vollständige Libretto enthält.
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Produkt-Bild: Adagios

Adagios von Various

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 7,04

Erscheinungsdatum: Sept. 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Adagios

Tracks:

Disk 1
  • 2. Romance: Andante
  • 2. Andante
  • 3. Adagio
  • 2. Adagio
  • 2. Andantino
  • 2. Adagio
  • Adagio für Violine und Orchester E-dur KV 261
  • 2. Andante
  • 1. Andante
  • 2. Larghetto
  • 2. Romanze. Larghetto
Disk 2
  • 2. Larghetto
  • 2. Andante
  • 2. Adagio
  • 2. Adagio
  • 2. Andante cantabile
  • 2. Romance
  • Adagio für Klavier h-moll KV 540
  • 2. Andante
  • 2. Larghetto
  • 2. Andante
  • 2. Andante

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ADAGIOS
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Produkt-Bild: Richter spielt Haydn

Richter spielt Haydn von Svjatoslav Richter

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 6,71

Erscheinungsdatum: Januar 1993
Zoom ± Produkt-Bild: Richter spielt Haydn

Tracks:

  • 1. Moderato
  • 2. Allegretto
  • 1. Allegro innocente
  • 2. Presto
  • 1. Allegro
  • 2. Allegro di molto
  • 1. Andante con espressione
  • 2. Rondo (Presto)
  • 1. Allegro
  • 2. Adagio
  • 3. Finale (Presto)

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5 KLAVIERSONATEN AUS HOB.XVI
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Produkt-Bild: Decca Legends - 1959 (Strauss: Sinfonische Dichtungen)

Decca Legends - 1959 (Strauss: Sinfonische Dichtungen) von Herbert Von Karajan, Wp

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 7,98

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Decca Legends - 1959 (Strauss: Sinfonische Dichtungen)

Tracks:

  • Einleitung
  • Von den Hinterweltlern
  • Von der gro?en Sehnsucht
  • Von den Freuden und Leidenschaften
  • Das Grablied
  • Von der Wissenschaft
  • Der Genesende
  • Das Tanzlied
  • Nachtwanderlied
  • Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28
  • Salomes Tanz der sieben Schleier
  • Don Juan op. 20

Eine Kundenrezension:

Aufgepasst...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
... diese CD enthält die "Zarathustra"-Aufnahme, die in dem Film "2001: A Space Odyssee" verwendet wurde. Auf dem offiziellen Soundtrack zum Film wurde aber eine andere Aufnahme mit den Berliner Philharmonikern unter Karl Böhm verwendet. Karajan soll darüber sehr erzürnt gewesen sein (er hatte allen Grund dazu) und er wurde dann später womöglich auch entsprechend entschädigt (womit, bleibt der Fantasie überlassen...).
Aber warum dieses Kuddelmuddel?
1. Beteiligung an einem Science-Fiction Film = Schlecht für das Ansehen der Plattenfirma (Decca), denn Science-Fiction-Filmen/Büchern usw. haftete zu dieser Zeit noch ein recht starkes Trash-Image an. Decca wollte wohl nicht für alle Zeiten damit identifiziert werden, obwohl oder gerade weil man wusste, dass der Film besonders populär werden würde.
2. Dadurch, dass man im Filmabspann einfach offengelassen hat, welche Aufnahme benutzt wurde, konnte jede Zarathustra-Aufnahme als "die berühmte Musik zum Film" vermarktet werden. Ein bißchen wie die Ring-Parabel aus Lessings 'Nathan der Weise': Kein Ring ist der Echte - der Echte ging vermutlich verloren. Ausser, dass im Fall "2001" der Originalring wieder aufgetaucht ist. Da haben wir noch mal Glück gehabt...
Allein schon wegen diesem filmhistorisch ungemein wertvollem Zarathustra sollte man sich diese CD kaufen. Auch alle anderen Aufnahmen darauf sind hochklassig und entsprechen nicht unbedingt dem Karajan-Klischee.
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