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The Imagine Project von Herbie Hancock, Pink, Seal, James MorrisonAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 9,04 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2010 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionJeder darf mal ein Pop-Album machen: Herbie Hancock auch! Ein Grund zum Freuen, denn gute Popmusik ist selten genug ? Herbie Hancock & friends sind gnadenlos überqualifiziert, aber auch hoffnungslos begeistert. The Imagine Project ist fantastisch produziert, und Hancock hat mal wieder jede Menge ausgezeichnete Sänger eingeladen (wie schon beim preisgekrönten Album River: The Joni Letters, 2007). Ist das jetzt alles toll? Der legendäre Jazzgigant am Klavier würde vermutlich strahlen: ?alles super?! Hancock hat kein Problem damit, das eigene Genre zu verlassen oder eigenwillige Sounds zu zelebrieren, auch wenn das manchmal in die Hose geht; das juckt ihn nicht. Diesmal hat es gut geklappt. The Imagine Project ist ein Crossover-Album mit Pop, Rock, Folk, Latin, arabischen und indischen Momenten und wurde an verschiedenen Orten in der Welt aufgenommen. Hancocks Motivation: ??es soll die Kraft und Schönheit globaler Zusammenarbeit zeigen, als ein goldener Pfad zum Frieden?. Na ja, so richtig international klingt es dann aber doch nicht, was Herbie Hancock mit Rhythmusgruppen wie Vinnie Colaiuta (Schlagzeug), Larry Klein oder Marcus Miller (Bass) zusammenbrutzelt. Sicherlich, es spielen und singen viele verschiedene Künstler unterschiedlicher Nationalität, auch Individualist Lionel Loueke aus Afrika (Gitarre) setzt häufig zarte, eigenwillige Akzente; aber der Tenor bleibt doch amerikanisch. Die Highlights der CD wurden von John Lennon, Peter Gabriel und Sam Cooke geschrieben. Richtig klasse sind eigentlich nur ein paar wenige Nummern, da glänzen vor allem Solisten wie India.Arie, John Legend, Pink, und James Morrison. Insgesamt ist The Imagine Project, wenn auch manchmal etwas oberflächlich, sicherlich eine prima Aufnahme - selbst wenn sie an die herausragende Joni Mitchel-Hommage von 2007 nicht heranreicht. --Katharina Lohmann 4 Kundenrezensionen:Angenehm reinzuhören..... 4 von 5 Punktengut gemacht mit vielen attraktiven Künstlern. Easy listening und Varianten bekannter Stücke mal anders aufgezeigt. Leichte, fliessende Musik Konsequente Entscheidung Hancocks, eines Meisters im Fluss mit den Energien des Universums 5 von 5 PunktenIch empfehle grundsätzlich die Titel hier vorzuhören, bevor man sich zum Kauf entschließt. Herbie Hancock hat das Ursprungsmaterial, das aus Pop, Rock und anderen Musikstilen stammt, auf seine Weise und in seinem Sinne und gem. der Aussage, die er machen wollte, verarbeitet, u. a. mit einer weißen Sängerin aus der Unterschicht und einem schwarzen Sänger. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Wer sich aber auf Neues einlassen kann, für den möglicherweise eine Chance. Hancocks Alben sind immer ein Versuch seinerseits Neues zu schaffen ohne den Anspuch Pefektion in den Vordergrund zu stellen, was seine Musik unverkrampft und natürlich wirken lässt. Für Hancock steht die Ganzheitlich eines Werkes im Vordergrund. Ganzheitlich im Sinne von Kongruenz in allen Belangen, soweit ihm das möglich ist. Solche Hintergründe sind bei einer Rezension solchen Materials mit zu berücksichtigen, denn Musik steht immer auch in einem Kontext, muss ganzheitlich betrachtet, gespürt und empfunden werden, ist mehr als die Summe der Noten, der Musiker, der Harmonie, der Melodie und des Rhythmus. Wer dessen losgelöst bloß unterhalten werden und konsumieren möchte, wer lediglich alte Erinnerungen auffrischen möchte, der kann besser beim zementierten Ursprungsmaterial bleiben und einen Entwicklungsschritt, der nur eine kleine aber nicht unbedeutende Seitwärtsbewegung auf dem musikalischen Weg von Herbie Hancock darstellt, auslassen. Wer glaubt, Musik im materialistischen, mechanistischen Sinne vergleichen zu können, der vergleicht sich sicherlich auch alltäglich mit anderen und zieht dabei oft den Kürzeren oder misst mit zweierlei Maß, ergeht sich in Schwarz-Weiß-Denken. Dann ist es auch keine Wunder, wenn einem die zahlreichen Grautöne dieser Musik entgehen. So hat Hancock es schon immer gehalten. Zu berücksichtigen ist auch immer die Zeit und Phase in der er Kompositionen geschrieben hat. Dass er erst mit einem Rockit 1984 zu kommerzieller Bekanntheit kam spricht nicht gerade für die Masse der Musikkonsumenten, sondern eher für deren Tunnelblick, mit dem sie andere Werke Hancocks der davor liegenden 25 Jahre ausgeblendet hatte und beweist damit, dass Hancock seiner Zeit jederzeit voraus war. Ein neues Album anzuhören ist auch immer ein Adapationsprozess des Hörers an den nur schwer erreichbaren Stand des Komponisten. Oft fallen Rezensionen vorschnell schlecht aus, weil der Zuhörer sich diesem Prozess verweigert. Wer sich mit Wilhelm Reich beschäftigt hat, weiß wovon ich spreche und damit ist auch gesagt, dass man ein ganzheitliches und vor allem entspanntes Weltbild benötigt, um Hancocks Musik zu verstehen, sei es ein Ostinato von Cantelope Island oder ein computerisiertes Rockit oder tonal-atonaler "Volljazz" mit seinem Trio oder eben ein solches Projekt, in dem er es wie kaum ein anderer versteht Musiker anderer Genre zusammenzubringen über die Sprache der Musik. Das allein ist schon eine große Leistung. Musik muss man ganzheitlich begreifen. Wer Hancocks Musik nicht so nimmt wie sie ist, sondern Erwartung hat, wie seine Musik sein sollte und den musikalischen Werdegang von Hancock nicht miterlebt hat, dem mag ein verzerrtes Bild und eine so große Enttäuschung entstanden sein. Ich höre seit meinem 13 Lebensjahr Hancock, habe etwa 50 Vinyl-LP von ihm und in diesem Album hat er wie immer konsequent sein aktuelles Schaffen festgehalten. Zweifelsohne ist Hancock seit rund 50 Jahren einer der größten Jazzmusiker der Gegenwart. Seine Musik ist für mich immer Vorbild gewesen, sich in neue Bereich hinein zu wagen, mutig und beherzt neue Wege zu gehen, nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Die Erde ist ohne den Himmel nicht denkbar. Hancock war immer und ist für mich auch heute noch Vorbild und Inspiration beim Improvisieren am Klavier und Musizieren mit anderen Musikern, egal ob es sich dabei um eine Kurz-Session mit wandernden Zigeunern in einem Münchner Restaurant, eine Session in einem Duisburger Jazzclub oder der jazzigen Verarbeitung von Soli aus der Popmusik bei Auftritten auf Straßenfesten gehandelt hat. Von seiner Kreativität konnte ich immer schöpfen, so ist auch das Imagine-Album eine Quelle anderer, neuer Kreativität, der ich mich nicht verschließen und ihre Eigenart als einen kleinen Mosaikstein in mein eigenes Repertoire aufnehmen werde. Vielen Dank, Herr Hancock! Dass Hancock in diesem Album auch P!nk und Seal als Gesangsinterpreten engagiert hat, spricht für mich nicht für Kommerzialisierung, sondern wie schon 1984 mit Rockit, für den gelegentlichen "Hallo Wach!"-Effekt, der denjenigen zugute kommen kann, die abseits musikalisch eingefahrener Wege zu grasen verlernt haben. Mit solchen Methoden bringt Hancock immer wieder auch seine Musik einem jüngeren Publikum nahe. Ich erinnere mich an Rockit, da gab es Leute aus meinem Bekanntenkreis, die nur Pop und Disko hörten und vor Rockit noch nie etwas von Hancock gehört hatten. The Imagine Project 5 von 5 PunktenWunderbare Musik für uns Menschen und unsere Mutter Erde . Hey ihr Jazz-Experten...glaubt ihr wirklich, dass Herbie und Wayne und Marcus und Plus es nötig hätten ? Vielleicht taucht einfach nur ein neues Bewusstsein auf, dass bei Einigen schon vorhanden ist. Das Werk der Marketingabteilung, mit grossem Budget 2 von 5 PunktenIch bin ein alter Fan von Herbie Hancock seit den 70ern und habe allen Phasen seines Schaffens - von Jazz-Funk über Straight Ahead bis R&B - etwas abgewinnen können, aber nicht dieser Scheibe. Ist Herbie im höheren Alter die Luft ausgegangen? Diese Scheibe tönt wie das Werk einer Marketingabteilung, die mit unlimitiertem Budget sich mal überlegt hat, was man alles in eine solches Album reinpacken könnte, um das grösstmögliche Mainstream-Publikum mit dem nötigen Star-Aufgebot zu erreichen. Selbstverständlich ist die Musik ordentlich ausgeführt, es sind alles Profis am Werk, aber Sinn und Zweck im Unterfangen sucht man vergeblich - ausser man will dem weltumspannenden Friedens-Bla-Bla-Bla des Promo-Textes Glauben schenken. Herbie Hancock's Piano ist nur gelegentlich im Hintergrund zu hören, ansonsten dominieren die Gäste aus Pop und World-Musik. HH wird nur als Namensgeber eingespannt, aber seine Persönlichkeit als Musiker oder sein Pianospiel muss man mit der Lupe suchen. Enttäuschend! |
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River: the Joni Letters von Herbie HancockAudio CD von Verve (Universal)Preis bei Amazon: EUR 12,98, Angebote ab EUR 8,15 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2007 |
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ProduktbeschreibungRIVER THE JONI LETTERS Aus der Amazon.de-RedaktionEin Traum: die ersten Takte machen alles klar. Herbie Hancock spielt Klavier; er saugt den Hörer auf, unvermittelt, unausweichlich. Das neue Album River ? The Joni Letters ist eine Liebeserklärung an Joni Mitchell und ihr Werk, es besingt ihre Songs, flirtend, aufmerksam, mit sensiblen Arrangements. In einen insgesamt eher traditionellen Jazzstil mischen sich poppige Joni-Harmonien und manches Mal moderne Töne. Überall ist Luft zum Atmen, Zeit zu sprechen oder zu schweigen. Dave Holland spielt Bass, Wayne Shorter am Saxofon beschenkt die hochkonzentrierte Aufführung mit Eindringlichkeit ? er strahlt, mit soviel Kraft in jeder einzelnen Note; seine Solopassagen setzen dem musikalischen Diamantenregen die Krone auf. Erklärtes Ziel von Herbie Hancock war es, die poetischen Texte von Joni Mitchell instrumental umzusetzen. Da ist es schade, dass diese nicht im booklet abgedruckt sind. Mehr als die Hälfte der Melodien werden übrigens gesungen; von Joni Mitchell selbst und von anderen SängerInnen, die ihre Sache ausnahmslos hervorragend machen: Norah Jones, Corinne Bailey Rae, Luciana Souza, Loenard Cohen, ja sogar Tina Turner macht mit. River ? The Joni Letters ist ein intimes, ein durchlässiges Album, anders als 2002, als Joni Mitchell, mit Herbie Hancock und Wayne Shorter als Gästen, eine Big-Band-CD mit ihren Songs einspielte. Von Herbie Hancock ist man immer wieder überrascht. Der Jazzgigant ist oft genial, manchmal stand er schon mit ausgeflippten Experimenten am Rande des geschmacklichen Nirvana. Hier gibt es mal gar keinen Zweifel: diese Aufnahme ist ein Volltreffer geworden. --Katharina Lohmann 4 Kundenrezensionen:Einfach Klasse 5 von 5 PunktenFrüher die ganze Palette immer und immer wieder gehört, Parker, Gillespie, Davis, Coltrane, Mingus, Monk undsoweiteunssofort... dann kam der Bruch, wollte nicht mehr, war jazzgesättigt, hat mich bis auf wenige Ausnahmen nur noch genervt. Das war vor vielen Jahren schon. Zwischendurch ein kurzes Intermezzo mit Cassandra Wilson und vor einigen Monaten dann stolperte ich über Avishai Cohen und seine teilweise wundervollen Stücke... und nun diese Scheibe, die auf Joni's eigentlich ja noch nicht wirklich ausgebreiteten Flügeln daherkommt: einfach klasse!!! Vielleicht doch wieder Jazz, nur ein wenig gelassener?!! in Ruhe gehört, offenbaren sich die Stärken 4 von 5 PunktenAndere Rezensenten haben die Besetzung und Zusammenstellung der Stücke ausreichend beschrieben, daher halte ich mich hiermit zurück. Obwohl ich eher auf lebhafte Musik stehe, gefällt mir diese CD sehr gut. Sie hebt sich sogar sehr wohltuend gegenüber den früheren, manchmal hektischen Fusion-Ausflügen von Herbie Hancock hervor. Die Darbietung der Stücke zeigt sich angenehm gesetzt, HH und Wayne Shorter zeigen ihre musikalischen Stärken, ohne mit Rekordtonfolgen aufzutrumpfen. Auch die Gesangsdarbietungen gefallen, ohne m.E. gefällig zu sein. Einen Punkt Abzug gebe ich, da ich nicht alle Stücke in Verbindung zu Joni Mitchell bringen kann und die Songtexte fehlen. Ansonsten sehr hörenswert! Cd für die Insel 5 von 5 PunktenHerbie Hancock und Joni Mitchell. das allein scheint ein garant für eine gute Cd. Aber es ist besser als gut.Traumhaft eingespielte Songs von Joni Mitchell interpretiert auf feinfühligste Weise. Kein einziger Song der nicht neue, absolut neue Aspekte eröffnet.Ein wirkliches Meisterwerk!!! Langweilig und uninspiriert 2 von 5 PunktenAls großer Bewunderer Joni Mitchells und auch teilweise Herbie Hancocks (man höre z.B. "Gershwin's World" - überirdisch) bin ich von diesem Album nicht nur maßlos enttäuscht, sondern richtig verärgert. Das Schlimsmte ist wirklich, wie schon einige Vorkritiker bemerken, es klingt alles gleich, hat alles die gleiche Stimmung, plätschert vor sich hin. Es gibt tolle Momente, aber auf Dauer ist es nur ermüdend. Manche Stücke sind mir auch zu überladen, die innere Spannung ist weg, weil zuviel "rumgeklimpert" wird. Und dann, ganz am Ende - sozusagen kurz vor dem wegdämmern, da groovt es plötzlich, klingt es anders, neu, spannend - für ein paar Minuten, und das wars! Und ich denke nur: was wäre hier möglich gewesen! Schade um die großartigen Musiker und Sänger/Innen und die wunderbaren Songs. P.S. Was bitte haben Solitude und Nefertiti auf diesem Album zu suchen? Noch dazu in tausendmal gehörter Art und Weise! |
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Head Hunters von Herbie HancockAudio CD von Col (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 3,01 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1997 |
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ProduktbeschreibungHEAD HUNTERS Aus der Amazon.de-RedaktionDie Karriere des Keyboarders Herbie Hancock nahm mit diesem Funk-Album eine überraschende Wende. Es war eine der ersten Jazzplatten, die vergoldet wurden. Hancocks musikalischer Werdegang ist bekannt: Lange Zusammenarbeit mit Miles Davis, sowohl in dessen legendärem Quintett der 60er Jahre als auch bei der später elektrisch verstärkten Band des Trompeters. Als eigener Bandleader verfuhr Herbie Hancock ähnlich. Da gab es Mitschnitte außergewöhnlicher Akustik-Sessions wie Maiden Voyage und Empyrean Isles, aber auch elektronische Experimentierphasen aufSextant und Crossings. Auf Head Hunters war einiges anders. Die Band war geschrumpft, Bennie Maupin war der einzige Bläser. Dazu kam eine funkige Rhythmusgruppe, die aus Paul Jackson, Harvey Mason und Bill Summers bestand. Hancock legte sein edles Piano über komplexe Kompositionen mit geschmackvoll schlichten Melodien. Dazu kamen schlurfende Funk-Grooves und sparsame Tupfer auf dem Synthesizer. Stücke wie "Chameleon" oder "Watermelon Man" erwiesen sich als Inspirationsquelle für alle möglichen Musiker. Obwohl die Kritik Hancock damals bezichtigte, billige Effekthascherei zu betreiben, hat das Album den Test der Zeit bestanden -- was man weder von seinen zahlreichen Imitatoren noch von seinen eigenen späteren Platten behaupten kann. --Fred Goodman 4 Kundenrezensionen:Das Sonntagskind macht groß Kasse 5 von 5 PunktenHerbie Hancock hatte immer zwei Seelen in sich. Er war zugleich Denker und selbstvergessenes Kind. Einerseits ein Tüftler, der sich für Technik interessierte und Ingenieurswesen studierte und der auch zur Not ein Klavier auseinander und zusammenbauen könnte. Andererseits eine Spielernatur, die im Alter von sieben Jahren anfing, Piano zu spielen, und die sich traumhaft sicher auf den schwarzweißen Tasten im Spiel verliert. Zudem besaß er von jeher immer eine Leidenschaft für Funk und Rhythm And Blues. Das Schizophrene war, dass er beide Stile sowohl in der Zeit seines ersten Sextetts, mit dem er Anfang der 70er den Space Jazz kreierte, als auch in seinen Lehrjahren im Miles Davis Quintett in den 60ern nie in sein Spiel integrierte. Auf Headhunters beendete er diesen ihm innewohnenden Snobismus, was ihm vor allem Fans seiner Blue Note Ära bitter übel nahmen und sich mit Grausen abwandten. Aber warum nicht? Jazz ist letztendlich auch eklektisch und bedient sich auch aus anderen Stilen. Das Album im Geiste von Sly Stone (Track 3 Sly) und James Brown aufgenommen, machte Hancock trotz der Kritik mit seinem kommerziellen Erfolg reich und berühmt. Vom Gold- und Sonntagskind war fortan die Rede, das alles was es anfasst, in klingende Münze verwandelt. Die Fusion auf Headhunters aus prägnantem Funk und raffiniertem Jazz stellte damals auch etwas völlig Neues dar und machte es so zu einem idealen Verbindungsstück zwischen vergangenen und zukünftigen Jazzwelten. Dazu entledigte er sich dem experimentellen Ballast seines innovativen, aber unrentablen Mwandishi Sextetts und versammelte dafür ein sehr rhythmusbetontes Quintett um den Multiinstrumentalisten Bernie Maupin. Schon der knapp 16 Minuten lange Opener "Chameleon" ist in seinem Sound spitz wie ein Brieföffner. Endlos wiederholte, präzise gespielte Bass- und Schlagzeugfiguren legen die Basis, über die Hancock mit einem Wah-Wah-Pedal verbundenen Hohner D6 Clavinet seine markanten synkopierten Staccato-Akkorde drüberhackt. Bläser und ein Fender Rhodes E-Piano intonieren schließlich riffartig das Thema. Mitten in den modalen Improvisationen versteckt Hancock die DNS für die spätere elektronische Tanzmusik, die durch Harvey Masons messerscharfe Breakbeats ihre Geburt erlebt. Die auf "Chameleon" folgende Soul-Jazz-Miniatur "Watermelon Man" hatte Hancock bereits gut 10 Jahre zuvor auf seinem Blue Note Debüt "Takin Off" einmal aufgenommen. Die neu verfasste Version beginnt mit einer markant gepfiffenen Bierflaschenakustik, die allmählich in die typische Hancock-Rhythmik übergeht. Echte Spuren von Avantgarde-Sensibilität hinterläßt der traurige 2-Step von "Vein Melter". Die Sounds, die Hancock auf Headhunters erschafft, klingen dermaßen spacy, dass sie aus der Weltraumforschung der NASA entstammen könnten. Knochentrockene Intonationen, die wie Meteoriten aus dem All in die gewohnten Klänge des Jazz herabstürzen und große Löcher in vertraute Erde reißen. Jeder Notenwert ist präzise wie ein Uhrwerk genau berechnet und nie zu lang. Ein Konzept das Hancock später auf dem Future Shock Album auf die Spitze trieb und das von Kritikern nur angewidert ironisch als Future Sh*t verbal vermöbelt wurde. Hancock kam auf Headhunters, ähnlich wie bei seinem großen Vorbild Bill Evans, sein dezidiert unaggressives Spiel und sein besonderer Zugang für Harmonie- und Akkordaufbau zu Gute. Er selbst führt diese Affinität für Evans Konzept auf seine kleinen Hände zurück, die ihn zu anderen Akkordlösungen zwangen. Headhunters ist ein idealer Einstieg in die Welt des Jazz, weil es als eine Art funky Crossover-Bridge den Zugang und den Blick in diese Welt verständlicher öffnet. Ein Klassiker des Funkjazz 5 von 5 PunktenHier haben wir eindeutig ein Klassiker des Jazzfunk. Die erste Platte von Herbie Hancock mit den Headhunters und ganz gewiss die Beste. Ganz besonders die Version von "Water Melon Man" ist ein Meilensein in der gesamten populären Musik. Der Groove wurde von unzähligen Hip Hop-Bands und Acid Jazz Gruppen gesampelt. Auch für alle, die auf Vollständigkeit in ihrer Moder Jazz-Sammlung Wert legen, eine absolute Kaufempfehlung Unerreicht Grooviger Funk 5 von 5 PunktenNachdem Herbie Hancock in den 70ern mit seiner Mwandishi Gruppe eher die Grenzen der weltenthobenen Musik auslotete und sich immer mehr dem Free Jazz annäherte, dachte er sich 1973, nachdem sein Album "Sextant" floppte, es wäre Zeit für etwas neues und Erdiges.Da er ein großer Fan von Sly Stone war, kam er zum Funk.Das unglaubliche Resultat dessen kann man auf dieser Platte hören. "Chameleon", das Anfangsstück und ein Klassiker mittlerweile, beweist warum es so ein großer kommerzieller Erfolg war.Der vielschichtige und prägnante Schagzeugbeat, das sich ständig wiederholende Bassmotiv, die simple soulige Melodie, Perkussionssalven und Herbies meisterhafter Umgang mit dem Synthesizer und dem Fender Rhodes ergeben einen Groove, der durch das energische schrille Chlavinetsolo zum Kochen gebracht wird. Und nach acht Minuten fällt alles in sich zusammen, und zarte Synthiestreicher, smoother Fender Rhodes Sound und Herbies profundes harmonisches Wissen lassen einen in eine unwirkliche Welt hinaufsteigen. Auch die Neuvertonung von "Watermelon Man" wird höchsten Ansprüchen gerecht.Bassriffs, die die Fenster zum klirren bringen,und souliger Tenorsaxsound machen "Watermelon Man" zu einer ziemlich heißen Nummer. "Sly", ein Stück, dass Herbie Sly Stone widmete, hat einen schnelleren Beat und überzeugt durch jazzige,soulige Improvisation von Bennie Maupin am Sax und Herbie am Fender Rhodes. Das letzte Stück," Vein Melter" ist ein Ballade, die mit ihrer harmonischen Freiheit den Solisten viel Raum für klangliche, atmosphärische und harmonische Experimente lässt. Es gibt zwar viel weichgespülten Funk, aber " Head Hunters" gehört nícht dazu.Genießen Sie diese Funkplatte aus einer Zeit, wo ein Gilssando noch kein Klischee war, und die Musik noch wichtiger war als das circensische Vorführen von technischen Raffinessen. KLASSIKER 5 von 5 PunktenDiese Platte war nicht nur eine Innovation in der Jazz-Landschaft, sondern konnte auch andere Musik-Zweige wie kaum eine andere beeinflussen.Nicht umsonst gehört sie zu den 25 wichtigsten Scheiben aller Zeiten.Auf diesem Album ist Hancock mit seiner Band funkier denn je.Neben dem Klassiker "Watermelon Man" gibt es noch "sly", welches hancock für Kumpel Sly von sly& the stone family schrieb.Dieser soll ihm auch zum Teil auf headhunters als Vorbild gedient haben.Die beiden weiteren Mega langen Stücke halten ebenfalls was sie versprechen |
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Cantaloupe Island von Herbie HancockAudio CD von Other (EMI)Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 2,33 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 1994 |
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ProduktbeschreibungCANTALOUPE ISLAND 4 Kundenrezensionen:Bestens für Jazz-Einsteiger 5 von 5 PunktenSehr schöne Jazz - Musik - ein must für Einsteiger und nicht nur für die. Herbie Hancock ist einer der größten; Wenn schon... 5 von 5 Punkten...Hancock, denn schon die alten Sachen. Diese CD - auf den ersten Blick völlig anachronistisch mit den 6 Titeln und insgesamt um die 45 Minuten - enthält mit das Wesentliche, was in der Zeit 1962-1965 musikalisch gesagt wurde. Viel berühmter dafür wurden Miles Davis, Coltrane und andere, aber Hancock hatte mindestens genauso das Ohr am Puls der Zeit. Seine Mitspieler - dabei solche Größen wie Billy Higgins, Freddie Hubbard, Ron Carter und Dexter Gordon - zeigen sich in jeweiliger Bestform. Eine rundum empfehlnswerte CD, und sei es nur dafür, der Original-Version von "Cantaloupe Island" zu ihrem (nicht gesampleten) Recht zu verhelfen... Smoother Jazzgenuss für den Kenner 4 von 5 PunktenDas nenne ich mal eine Cool-Jazz-Platte. Diese Cd ist ein "Best of" von Hancock von 1962-1965,abgesehen sein Spiel in der Miles Davis Band,welches hier nicht berücksichtigt wurde.Es hätte aber auch nicht reingepasst in diese funky,groovy Cool Jazz Platte.Es ist dieses Feeling,dieser weiche,reibende Klang und die Fähigkeit aus ein paar Akkorden ein hinreißendes Solo zu machen,das dieses Album auszeichnet. Die Cantaloupe Islandversion ist toll,ebenso Watermelon man version,die viel besser ist als auf dem Headhunters Album. Aber am besten ist die 8 Minuten lange Version von "Blind Man,Blind Man".Gitarrensolo,Saxophonsolo,Donald Byrd an der Trompete,und dann noch mal den letzen Groove aus dem Piano herausgekitzelt. Bevor Hancock Jazzpianist wurde,hatte er vor Klassik zu studieren und klassischer Pianist zu werden.Ich danke Gott,dass er mit 21 Jahren davon absah und Cantaloupe Island aufnahm. Man kann die Musik nebenbei hören,auf Parties oder genießen,sie eignet sich bestens für jeden Anlaß und diese Frische,dieser Klang und dieser Charme können so mach mießen Tag retten. Dazu noch dieser tolle Preis,da muss man hinlangen. Subtile Stimmungen 5 von 5 PunktenHancocks Frühzeit, für Blue Note Records, mit wichtigen Musikern... alles richtig & völlig unwichtig. Wer sich am liebsten mit solchen Dingen beschäftigt ist bei Briefmarken besser aufgehoben. Was mich eingenommen hat, ist diese besondere, einzigartige Stimmung, die die Musik vermittelt. Ganz besonders Maiden Voyage hat einen echten Zauber. Die anderen Stücke sind meist von unbeschwerter Natur, und lassen Filmszenen aus den 60er Jahren im Kopf ablaufen... diese Unbeschwertheit und Leichtigkeit ist es, die mich an der Musik fasziniert. Sie wirkt subtil. Mag der distinguierte Jazz-Kenner über diverse Einzelheiten referieren können, all das macht die Musik nicht aus. Ich denke sogar, daß dies den Zauber der Musik stört. Es ist hier völlig egal, wer die Musik gemacht hat, irgendjemand hatte die Gnade besondere, subtile Stimmungen einfangen zu können. Das sollte man sich gönnen. |
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Then and Now: the Definitive Herbie Hancock von Herbie HancockAudio CD von Verve (Universal)Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 5,17 Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionWer mag ein waghalsiges Sammelalbum haben? Eins für Liebhaber, oder auch gerade nicht. Es geht um Herbie Hancock, Pianist, Komponist, Arrangeur; eine der großen Lichtgestalten im Jazz, einer, der sich immer wieder neu erfindet und mitmeißelt am Zahn der Zeit, einer, der nichts auslässt. Hancock spielte von 1963-68 bei Miles Davis, in seinen eigenen Formationen trug er entscheidend zur Entwicklung des modalen Jazz bei. Seine Hits ?Watermelon Man? (1960), ?Headhunters? (1973), ?Maiden Voyage? (1965), ?Speak Like A Child? (1968) und ?Cantaloupe Island? (1964) gehören zum allgemeinen Jazzrepertoire. Hancock umgab sich Anfang der 70er Jahre mit Synthesizern und Computern, machte auf Kommerz, kehrte dann zurück zum Jazz, akustisch und elektrisch, wandelte zwischen den Welten, zwischen Jazz, Funk-Fusion, Rock und Pop; konzertierte mit den Rockit-Bands oder im Trio mit Ron Carter und Tony Williams (1982 erweitert durch Wayne Shorter). In den 90er Jahren rekonstruierte er Popmusik, brachte ein bizarres Hip-Hop Album heraus (Dis Is Da Drum), spielte erneut mit Shorter, Carter und Konsorten, gründete 1995 das Project ?New Standard? mit Michael Brecker, John Scofield, Dave Holland und Jack DeJohnette. 1998 begeisterte er mit großartigen Arrangements und Interpretationen von Gershwin-Kompositionen (Gershwin?s World); zuletzt mit einer äußerst sensiblen Hommage an Joni Mitchell (Rivers ? The Joni Letters). Hancock ist auf unzähligen Aufnahmen seiner Kollegen zu hören, erhielt jede Menge Preise und Auszeichnungen, Grammy Awards und einen Oscar für die Filmmusik zu ?Round Midnight?. Nun ist Hancock 68 und es wird Zeit für eine Compilation: Then And Now ? The Definite Herbie Hancock fasst über 40 Jahre seines Schaffens zusammen ? ein Unding: 12 Titel für ein halbes Leben. 12 Titel für einen Mann, der Band- und Musikgeschichte schrieb. Es sind viele Hits auf der CD und einige von Hancocks amüsanten, elektrischen Geschmacksverirrungen. Von 1964 bis 2008, da bleibt kein Auge trocken, Hancocks Kosmos in 80 Minuten ? dabei spielt er im Konzert allein schon 30-minütige Soli! Sei?s drum; einen richtigen Eindruck von Hancock, ein Gefühl für ihn bekommt man nicht durch diese Zusammenstellung. Das Stückelwerk ist nicht geeignet zum Eintauchen, der Geist kann sich nicht ausbreiten ? es funktioniert einfach nicht. Then And Now ist ein kleiner geschichtlicher Abriss, sicherlich liebevoll ausgewählt und als solcher meinetwegen auch ganz nett; wahrscheinlich mal wieder zu Weihnachten. -- Katharina Lohmann |
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Thrust von Herbie Hancock, Bennie Maupin, Bill Summers, Mike Clark, Paul JacksonAudio CD von ColPreis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 5,11 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Dezember 2003 |
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3 Kundenrezensionen:Genial, für seine Zeit. 5 von 5 PunktenFusion Jazz á la Hancock - nicht ganz so eingängig wie Headhunters, aber doch genial! Perlen des Funk 5 von 5 PunktenMit "Thrust" hat Herbie Hancock seine vorangegangenen Fusion-Experimente weiter entwickelt, und dabei ist ein Meisterwerk herausgekommen. Die Rhythmus-Arbeit von Schlagzeug, Bass und Percussion ist einmalig, der Groove ist hochkomplex und geht, makellos gespielt, ohne größere Verzögerung in die Beine. Die Krönung sind Herbie Hancocks Keyboard-Parts, in denen er verschiedene Synthesizer und E-Pianos verwendet, perfekt abgerundet durch die von Bennie Maupin gespielten Blasinstrumente. Die meisten Stücke basieren auf pulsierenden Funk-Grooves, etwas ruhiger geht es dafür in "Butterfly" zu. Dieses Stück ist nicht nur Höhepunkt des Albums, sondern eines der besten Stücke von Herbie Hancock überhaupt. Es ist verführerischer Jazz im besten Sinne, der beim Hörer seine Wirkung langsam entfaltet, dann aber durchaus Suchtwirkungen haben kann. Übertrifft sogar noch den Vorgänger "Headhunters" 5 von 5 PunktenHerbie bestes Funkalbum.Jedes einzelne Lied auf dieser genialen Platte ist ein Knüller. Erst groovt das entspannte " Palm Grease" mit dem perfekten Funkfeeling und einem interessanten Latinbeat. Dann hört man mit " Actual Proof" wohl die Definition von Funk.Soviel Improvisation, melodische Erfindungsgabe und guten Sound in neun Minuten zu packen, das ist genial. Mit dem ruhigeren "Butterfly" zeigen Bennie Maupin und Herbie Hancock atmosphärischen Zauber und schaffen es, einen großen Bogen über das ganze Stück zu schlagen. "Spank-A-Lee" ist ein schnelleres,härteres und aggressiveres Stück, was vor Energie fast zu bersten scheint. Man kann nicht in Worte fassen, wie absolut wunderbar dieses Album ist, man muss es sich anhören... |
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The New Standard (Verve Originals Serie) von Herbie HancockAudio CD von Verve (Universal)Preis bei Amazon: EUR 6,97, Angebote ab EUR 3,59 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2005 |
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ProduktbeschreibungThe New Standard 4 Kundenrezensionen:Nette CD... 2 von 5 Punkten... mir jedoch zu gefällig und zu wenig individuell. Herbie Hancock hat da schon eine Menge besserer Sessions hingelegt und eine Menge schönerer Alben eingespielt... mich stören die zig Cover-Versionen... laaaaannnggweeeeiiiilig... 1000fach gehört und jedes Mal bei eingeschlafen. Nein, nicht mein Ding... dann doch lieber Cantaloupe Island und individuellen Jazz, mit Kraft und Esprit... Herbie does 90s Pop -> Jazz 5 von 5 PunktenIch langweile Euch erst einmal mit ein bißchen "Jazzhistorie" (und entschuldige mich direkt für die Ungenauigkeiten): bekanntlich waren es ja früher (und damit meine ich in den 30ern und 40ern des letzten Jahrhunderts) vornehmlich Musicalstücke und andere Gassenhauer, die die Grundlage für viele Jazzstücke bildeten. Mit aufgemotzten Harmonien oder komplett ausgewechselten Melodien wurde daraus das, was später die Jazz "Standards" genannt wurden, Stücke wie "All The Things You Are" und "Autumn Leaves", die jeder kennt, der schon einmal mit Jazz in Kontakt kam. Auf dieser Platte, die bescheidenerweise "The New Standard" heißt, nimmt sich Herbie Hancock nun Popmusik vor. Angefangen bei "Norwegian Woods" von den Beatles über "Thieves In The Temple" von Prince bis zu "All Apologies" von Nirvana, alles muß einer Umarbeitung nach allen Regeln der Kunst standhalten. Mit einem echten Star-Line-Up (Michael Brecker am Tenor, Dave Holland am Bass, Jack DeJohnette am Schlagzeug, John Scofield an der Gitarre und Don Alias an der Percussion) ist dabei eine Platte entstanden, die mich damals bei erstem Hören so gefangennahm, dass ich nach den ersten 30 Sekunden des ersten Herbiesolos die Platte (d.h. die CD) gekauft habe. Es war einfach die schiere Energie von Herbie's Spiel, die mich überzeugt hat. Im Wesentlichen wird akustischer Jazz dargeboten, abgesehen von manchen Eigensinnigkeiten, wie z.B. einer Sitar auf "All Apologies", oder den kompletten Ersatz des Drumkits durch ein paar ebenfalls indisch anmutenden Percussioninstrumenten z.b. auf "Mercy Street". Auf "When I can see you" gibt es sogar einen echten (!) Streichersatz - alles in allem also ein Abkehr von dem ganzen Elektrokram, den Herbie seit den 80ern verfolgt hat. Das ganze reicht von energiegeladenen Krachern wie "New York Minute" über wunderschön dahinfließende Stücke wie "Norwegian Wood". "Thieves in The Temple" hingegen groovt ordentlich, das oben schon erwähnte "All Apologies" ist ein Duo zwischen John Scofield an einer "electric sitar" und Herbie, und "Manhattan" ist schließlich eine kleine Solo Einlage von Herbie himself. Die Platte schafft es, eine beeindruckende Balance zwischen Wohlklang (der Sound von "Norwegian Wood" ist ein echter Ohrenschmeichler) und authentischer Spielfreude (ist ja auch kein Kunststück, die kennen sich ja alle schon ewig) zu halten, so dass bei aller Kontaktfreude zur Popmusik ein lupenreines Jazzalbum herausgekommen ist. Jack DeJohnettes Wandlungsfähigkeit ist schlicht beeindruckend. Manchem mag der Mix ein bißchen zu extrem sein, mit straight-ahead Jazz hat das nicht viel zu tun (wobei ich andere Platten, zum Beispiel "Gershwin's World" noch um einiges extremer finde, da gibt es von klassischer Orchestermusik bis zu Stevie Wonder alles), aber mich hat der Mix überzeugt. Andererseits verlangt das ganze dem Zuhörer, der über die Popstücke ersten Kontakt zum Jazz sucht etwas mehr ab, als zum Beispiel Paul Anka's "Rock Swings". Anyway, ich denke, es lohnt sich. 5 Sterne 5 von 5 PunktenDieses Album ist einfach nur sensationell!!! Man muss dazu gar nicht mehr viel hinzufügen. Die Mischung der Stücke die in viele verschiedene Stilrichtungen des Jazz weist, die brillante Besetzung mit den besten Jazzmusikern die dieser Planet beherbergt oder beherbergte (Michael Brecker ging leider in diesem Jahr von uns. Ein schwerer Schlag für den modernen Jazz)und -ich muss es einfach gestehen- dieser unverwechselbare Klavierklang Hancocks, vor allem bei seinen Soli, der mich als jungen Amateur- pianisten stets fasziniert Chapeu! Starker Tiefgang in seichten Gewässern 5 von 5 PunktenHier liegt eines der absolut besten Alben Herbie Hancocks vor. Hier stellt der Interpret eher den reinen Jazz in den Vordergrund und geht weniger funky zu Werke, wenige Stücke wie zum Beispiel "Thieves in the Temple" sind hier die Ausnahme. Alleine schon die Besetzung die sich Hancock ins Studio geholt hat lässt den Kenner des Genres mit der Zunge schnalzen: John Scofield, Michael Brecker, Jack DeJohnette, Dave Holland und Don Alias an der Percussion machen diese CD zu einem Meisterwerk. Vor allem von Percussionist Alias profitiert die CD .Besonders ins Ohr stechen hier die Stücke "Mercy Street" und "When Can I See You" ,die rhythmisch nur vom Percussionisten Begleitet werden begleitet(also ohne Drumkit), sie beherbergen einen sehr tiefgründigen Groove ,der den im Original eher seichten Pop-Kompositionen neues Leben einhaucht. Jedoch ist es natürlich maßgeblich auch die neue Harmoniesierung von Meister Hancock selbst die den Nummern viel mehr Tiefgang gibt. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass die CD durchweg angenehm zu hören ist, was natürlich nicht heißt das die Musiker ihre Virtuosität nicht raushören lassen. |
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Maiden Voyage ('99 Dig.Remas.) von Herbie HancockAudio CD von Blue Note (EMI)Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 3,65 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 1999 |
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ProduktbeschreibungMAIDEN VOYAGE 99 DIG.REMAS. 2 Kundenrezensionen:Abgehangen 5 von 5 Punkten...und gut. Hancock zeigt es allen Mitstreitern, die 1965 (mein Gott, da war ich 5...) glaubten, "Geschichte" zu machen. Solides Klavierspiel und ein Quintett, das sein Handwerk versteht, sind eben doch die Zutaten, aus denen ein feines Süppchen gekocht wird. Allen voran: "The Eye of the Hurricane", das einen dermaßen treibenden Beat mit tollen Bläser-Sätzen verbindet, dass einem schwindlig wird. Die digitale Bearbeitung ist besser gelungen als bei "Cantaloupe Island". Ein Klassiker, der in keiner Sammlung fehlen darf 5 von 5 PunktenAuch Menschen, die mit Jazz nicht so viel anfangen können, horchen bei den Klängen dieses Meisterwerks auf. Hancock ist ein wahrer Virtuose. Und jetzt was für die Kenner: die Besetzung. tr Freddie Hubbard, ts George Coleman, b Ron Carter, dr Tony Williams. Und im Zusammenspiel entwickelt sich eine Dichte, die Ihresgleichen sucht. Eine meiner Lieblings-CDs überhaupt. Und eine echte Empfehlung für alle, die ein Faibel für wirklich exzellenten Jazz haben. |
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The Piano von Herbie HancockAudio CD von Col (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 4,23 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2004 |
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4 Kundenrezensionen:Hancock pur - für die nächsten hundert Jahre gemacht 5 von 5 PunktenIch weiß nicht, warum nur wenige Rezensenten wirklich die Musik hören wollen. Hancock pur - ungeachtet der tontechnischen Kinkerlitzchen ob direct oder nicht - zeigt was einen Weltklasse-Jazzpianisten ausmacht. Mit seiner Klangvorstellung im Kopf antizipiert der Mann sein Spiel bereits Takte im Voraus, dass man es erst nach dem x-ten Mal hinhören begreift. Von rhythmisch funkigen Varianten etwa in "Somday my Prince will come" bis hin zu genial modernisierenden Reharmonsierungen quer durch alle Songs, als hätten es die Komponisten nie anders gewollt und trotzdem unverkennbar jener Hancock, der gemeinsam mit Miles Davis in dessen berühmten Quintett, den Post-Bob Jazz bis an die Grenze zum nur mehr schwer vermittelbaren Freejazz ausgelotet hat. Hancock pur ist für Puristen gedacht, setzt ein bisschen Willen zum Verstehen voraus. Wer die Hürde überwindet - was gar nicht so schwer fällt - findet in diesen Aufnahmen Schätze, die man noch in hundert Jahren mit zustimmenden Nicken hören wird. Wer sich besonders für das Jazzpiano interressiert, wird an dieser Aufnahme nicht vorbeikommen. Weltklasse... 5 von 5 PunktenWas braucht man mehr? Herbie Hancock spielt ausgesuchte feine Jazz-tunes auf einem Steinway-Flügel... Alleine... Solo... Nur das Piano... Hammer. Wirklich. Gerade das "Direct-to-Disc"-Verfahren - d.h. keinerlei Abmischungen, pur, so wie es ist - macht diese CD meines Erachtens zu einem wirklich "Schatz" feiner Pianomusik. Gerne auch mal im Hintergrund laufen lassen oder verträumt zu hören. Alles möglich. Über die Qualitäten von Hancock braucht man wohl nichts zu sagen. Die dürfte wohl hinreichend bekannt sein. Dennoch muss man Hancocks Spiel hervorheben, die Interpretationen der z.T. sehr bekannte Stücke sind zumeist sehr intelligent, ausgewogen, nicht überfrachtet und dennoch "eindeutig Hancock".... Unbedingt kaufen!!! Vor allem für den Preis.... DIRECT TO DISC ? 4 von 5 Punktenvorweg muss man schon mal sagen, dass "direct to disc" zwar bei einer plattenschneidemaschine "funzt", nicht aber bei cd. natürlich kann man auch hier einen mixer oder sonstige soundbremsen aussen vor lassen, aber ein speichermedium, aus dem heraus der analog/digital converter gefüttert wird, ist eine technische voraussetzung für eine cd-produktion. auch die soundqualität erscheint mir nicht völlig berauschend. ist keineswegs schlecht, kratzt auch am audiophilen bereich, habe aber ein paar klavieraufnahmen, die ich besser finde. zu hancocks spiel wäre zu sagen, dass er - jedenfalls für mich - keine "stimme" hat, will sagen, man hört ein paar töne und kann sagen: das ist glenn gould, das ist friedrich gulda, das ist brendel. ihm fehlt die perlende leichtigkeit eines chick corea oder die geniale "langsamkeit" eines keith jarret. nichtsdestrotz sind die hier ausgewählten stücke durchaus eigenwillig interpretiert. es ist auch einfach interessant, wie ein ehemaliger mitstreiter von miles davies, einer der in jazzrockgefilden gewildert hat (rockit usw.), an diese standards herangeht. und dann seht euch mal den preis an - das ist nichts für den gegenwert dieser scheibe. mit einer einmaligen entrichtung dieses obulus' könnt ihr euch sooft ihr wollt von ol'herbie verwöhnen lassen, zum dinner, zum rotwein bei kerzenlicht, als hintergrundmusik...... eigentlich ein muss! Gefühle in Musik gegossen ! 5 von 5 Punkten1962 wurde Herbie Hancock als Solo-Pianist bei dem legendären Jazz-Label "Blue Note Records" unter Vertrag genommen; ein Jahr später rief Miles Davis an und lud ihn ein, in seinem Quintett mitzuspielen. Seit dieser Zeit ist der Name Herbie Hancock ein leuchtender Fixpunkt der internationalen Jazzszene. Die Platte kennt nur zwei Stars: Hancock und sein Klavier. Im Laufe des Spiels werden beide in aller Ruhe eins, und der Hörer ist so nah dabei, wie es nur irgend geht. Hancock spielte die Studioaufnahme 1978 live ein, direkt vom Mikrofon auf die Platte, unbeeindruckt von einem Tonmischer oder den vielen Effekt- und Schnittmöglichkeiten der Postproduktion. Hancock versenkt sich in sein Instrument, sei es bei den Standards (etwa "My Funny Valentine") oder den neuen Stücken dieser Aufnahme ("Harvest Time"). Wer intensiv lauscht, transzendiert direkt vor Hancocks Steinway-Flügel, in diesem dunklen, schallgedämpften Raum mit dem großen Fenster in einer Wand, vor dem sich die LP-Pressform dreht, die gerade geschnitten wird. Und wenn die letzten Akkorde scheu verklingen weiß er: Das wird noch lange nachschwingen. |
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Future Shock von Herbie HancockAudio CD von Columbia (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 7,99, Angebote ab EUR 3,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 1999 |
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ProduktbeschreibungFUTURE SHOCK 3 Kundenrezensionen:eines der besten Beispiele für die Fusion verschiedener Musikstile 5 von 5 PunktenHabe mir vor vielen Jahren eine BEST OF-CD von H. HANCOCK gekauft - um ganz ehrlich zu sein, eigentlich nur wegen des Titels ROCK IT! Selbstverständlich bin ich begeistert von der Vielseitigkeit dieses Künstlers; Jazz, R&B, Elektrofunk, Drum'n Bass... immer wieder ist er vorne mit dabei, wenn es neue Musikwelten zu entdecken gibt! Das ist beindruckend! Aber was ROCK IT 1983 u.a. für mich bedeutete, lässt sich heute kaum noch erklären! Hip Hop war noch neu und ein ziemlich roher Diamant! Afrika Bambaataa & Grandmaster Flash waren die Helden der Stunde und ROCK IT schlug wie eine Bombe ein. Am tollsten an dieser Ausgabe von FUTURE SHOCK ist für mich der Track 7, damals ein äußerst rarer Mix von Grandmixer D.S.T., endlich auf CD erhältlich! Ein Meilenstein für Hip Hop, Breakdance und meiner Meinung eines der besten Beispiele für die Fusion verschiedener Musikstile! Prädikat:wertvoll 4 von 5 Punkten1983 brachte der Altmeister des Jazz sein bisher ungewöhnlichstes Album heraus:Auf "Future Shock" vermischte er Jazz perfekt mit Electro und Breakbeat,ohne seine Wurzeln zu verleugnen.Obwohl hauptsächlich Synthesizer zum Einsatz kamen,ist das Ganze nicht steril und kalt.Die Auskopplung "Rockit" schaffte es bis auf Platz 8 der Charts.Zur Seite standen ihm u.a. Bill Laswell,produziert wurde die LP zusammen mit Material. Jazz und Electro als gekonnte Fusion! 5 von 5 Punkten1983 boomte die Hip-Hop- und Breakdance-Szene, da kam Jazzaltmeister Herbie Hancock auf die Idee, diese damals frische und neue Musik mit seinem Jazzstil zu koppeln. Das Ergebnis ist ein ungewöhnliches Album, das für 1983 seiner Zeit voraus war. Scratches, Breaks und Vocoder prägen viele Titel wie das berühmte "Rock It", das sogar ein wenig an Kraftwerk erinnert, aber auch soulige Gastsänger(innen) wie bei "Future Shock" sorgen für aufsehen. Ähnlich aufgebaut wie "Rock It" ist "Earth Beat", da ruckeln die Bässe, schwingende Effekte als Dub, das kommt gut. Dazu Hancocks (wahrscheinlich teils improvisierte) jazzige Tastenspiele, die als Kontrapunkt zu den elektronisch klingenden Beats auflockern und für Stimmung sorgen. Gelungen! |
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