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Produkt-Bild: Puccini: Turandot

Puccini: Turandot von London Philharmonic Orchestra, Zubin Mehta, Joan Sutherland, Luciano Pavarotti, Monserrat Caballe, Nicolai Ghiaurov

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 24,90, Angebote ab EUR 19,54

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Puccini: Turandot

Tracks:

Disk 1
  • Popolo di Pekino - Indietro, cani!
  • Gira la cote! - PerchÞ tarda la luna
  • O giovinetto! Grazia, grazia!
  • Figlio, che fai?
  • Fermo! Che fai? T'arresta - Non indugiare!
  • Signore, ascolta!
  • Non piangere, Liù
  • Olà, Pang, Olà Pong!
  • Ho una casa nell Honan
  • O mondo, o mondo - O tigre! O tigre!
  • Introduzione
  • Gravi, enormi ed imponenti
  • Un giuramento atroce mi costringe
  • Popolo di Pekino!
Disk 2
  • In questa reggia
  • Straniero, ascolta
  • Gloria, gloria, o vincitore! - Figlio del ciel! Padre augusto
  • Tre enigmi m'hai proposto
  • Introduzione: Cosi comanda Turandot
  • Nessun dorma! - Tu che guardi le stelle
  • Principessa divina - Tanto amore segreto
  • Tu che di gel sei cinta
  • Liù! Liù! Sorgi!
  • Principessa di morte
  • Che Þ mai di me?
  • Del primo pianto
  • So il tuo nome!
  • Diecimila anni al nostro Imperatore

Produktbeschreibung


TURANDOT GA
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5 Kundenrezensionen:

Die schönste Turandot
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die größte Überraschung vorweg: wer hätte gedacht, daß Belcanto-Diva Joan Sutherland eine derart hervorragende Turandot singen würde? Schon ihr Gesang allein würde den Kauf dieser Aufnahme lohnen.
Aber es gibt noch mehr, woran man sich erfreuen kann: Luciano Pavarotti, von Natur aus eigentlich kein Heldentenor, verfügte zum Zeitpunkt der Aufnahme (1972) noch über die stimmmlichen Mittel, einen wirklich fulminanten Calaf zu singen. Montserrat Caballé, die sich später selber an Turandot versuchte und scheiterte, ist hier als Liù optimal besetzt und singt bezaubernd schön. Und die Turandot von Joan Sutherland ist mit Sicherheit die am schönsten gesungene der gesamten Diskographie.
TREFFEN DER GIGANTEN
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dem Opernkenner wird bekannt sein, daß Joan Sutherland in den 50er Jahren auch in dramatischeren Rollen von Bizet, Weber, Wagner oder Verdi mit großem Erfolg auftrat. Und ihre beeindruckende Darstellung der hybriden Partie der Esclarmonde schrieb Operngeschichte.
All diese Tatsachen kommen in ihrer Gestaltung der Turandot zum Tragen: mit hochdramatischem Aplomb und vokaler Perfektion singt Joan Sutherland diese Rolle. Phänomenal ist das Volumen der Stimme und deren immenser Umfang, so daß sich die australische Sopranistin nicht hinter anderen Sängerinnen verstecken muß. Im Gegenteil: So sicher und mühelos hat niemand in den letzten Jahrzehnten die Turandot verkörpert!
Luciano Pavarotti darf zu den herausragenden Interpreten des Kalaf gezählt werden. Mit seiner strahlenden Stimme und faszinierendem Timbre singt der italienische Tenor die Partie. Höhepunkte sind die
Duette, in denen sich die Stimmen von Joan Sutherland und Luciano Pavarotti zu gewaltigen Klangfontänen vereinigen.
Montserrat Caballé verfügt über eine außergewöhnlich schöne Stimme mit schwebenden Pianissimi, um in ihrer Rolle der Sklavin Liu zu überzeugen.
Auch alle anderen Solopartien sind mit Nicolai Ghiaurov, Tom Krause, Peter Pears und Piero de Palma luxuriös besetzt.
Dirigent Zubin Metha sorgt für einen opulenten und brillianten Orchesterklang, der trotzdem differenziert und detailreich bleibt.
Eine grandiose Leistung bietet ebenfalls der Chor auf dieser Aufnahme!
Turandot - Puccinis letztes Meisterwerk in Starbesetzung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Giacomo Puccini hatte ein untrügliches Gespür für gute Opernstoffe. Oft wurde er durch ein Theatererlebnis zu neuen Werken inspiriert und immer, wenn er von einer Aufführung beeindruckt war, ohne die Sprache zu verstehen, wußte er, daß er einen Stoff gefunden hatte, die eine Vertonung geradezu herausforderte. "Tosca" hatte er auf französisch gesehen, "Madame Butterfly" auf englisch und "Turandot" unter der Regie von Max Reinhardt in Berlin. Carlo Gozzis aus einer uralten Legende entstandenes Stück von der stolzen Prinzessin mit ihren tödlichen Rätseln begeisterte Puccini sofort, seine Stammlibrettisten Giuseppe Adami und Renato Simoni entwarfen ein ausgezeichnetes Textbuch, in dem Dramatik, lyrische Momente, komische Elemente und gewaltige Massenszenen aufs Engste verknüpft sind, und die Gestaltung der Hauptfiguren Puccini einmal mehr die Möglichkeit zu vollster musikalischer Entfaltung gab.
Der Komponist zeigt sich hier auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft, die Vielschichtigkeit des Textbuches setzt er virtuos um. Imposant sind die Massenszenen am Anfang und beim Auftritt des Kaisers, dramatische Höhepunkte wie die Rätselszene oder Lius Tod wechseln sich mit den parodistischen Auftritten der drei Minister und berührenden Liebesszenen ab. In dieser Oper ist alles, was das Musiktheater braucht. Puccini hatte sich mit den Geheimnissen der oastasiatischen Musik auseinandergesetzt und was in "Madame Butterfly" bereits in Ansätzen zu hören ist, nimmt hier einen breiten Raum ein. Die Musik klingt für Puccini ungewöhnlich, das in Asien viel verwendete Schlagwerk steht im Vordergrund und sorgt für eine geheimnisvolle, exotische Atmosphäre neben den für den Komponisten typischen breiten Melodiebögen. Und da gibt es natürlich noch "Nessun dorma", die Arie des Kalaf, die spätestens seit der Fussball - WM 1990 einer der populärsten Klassik - Hits geworden sein dürfte.
Puccini selbst konnte "Turandot" nicht mehr vollenden. Die Komposition war bis zum Tod der Liu gediehen, als bei ihm Kehlkopfkrebs diagnostiziert wurde. Der Komponist wurde zwar erfolgreich operiert, starb aber am 28. November 1924 an einem Herzanfall, ohne "Turandot" fertigstellen zu können. Die letzten 15 Minuten wurden nach vorhandenen Skizzen von Franco Alfano in Musik gesetzt (er wird oft als "Schüler Puccinis" bezeichnet, Alfano war damals jedoch bereits über 50 Jahre alt und ein sehr anerkannter und eigenständiger Komponist), die Uraufführung fand am 25. April 1925 unter der Leitung Arturo Toscaninis statt, der die Oper am ersten Abend nur bis zur letzten von Puccini fertiggestellten Stelle spielen ließ. Das Publikum der Mailänder Scala würdigte zwar den geliebten dahingegangenen Meister, mit der Oper selbst konnte man allerdings zunächst recht wenig anfangen. Erst langsam eroberte sich "Turandot" den ihr gebührenden Platz auf den Bühnen der Welt.
Die Oper stellt an jedes Theater, das sie aufführen will, gewaltige Anforderungen. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großer Schlagzeugabteilung, einen ebenso großen Chor, eine ausgefeilte Bühnentechnik und mindestens drei Sänger der Spitzenklasse. Auch die guten Aufnahmen muß man erstmal suchen. Von jeder Primadonna, die man gerne hört (u. a. Maria Callas und Birgit Nilsson) gibt es Einspielungen in der Titelrolle, nur fällt meist das restliche Ensemble ziemlich ab. Was tat man nun bei der Decca? Anfang der 70er Jahre hatte man dort so ziemlich jeden Spitzensänger unter Vertrag, allen voran Joan Sutherland, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Diese drei Weltstars holte man für eine "Turandot" - Aufnahme zusammen und besetzte die kleineren Rollen ebenfalls mit einer Reihe prominenter Namen, begleitet vom renommierten London Symphony Orchestra und geleitet von dem noch recht jungen, aber virtuosen Dirigenten Zubin Metha.
Bei einer solchen Anhäufung von Superstars beschleicht einen oft das ungute Gefühl, eine sterile, nur von den großen Namen getragene Studioproduktion zu erwerben, aber diese Aufnahme hält sich seit über 30 Jahren mit Recht als Spitzenprodukt im Katalog und hat bis heute nichts von ihrer Faszination verloren.
Von Joan Sutherland kenne ich bis auf ihre Turandot keine weitere Puccini - Einspielung, ihre weiche, lyrische Stimme war eher für Donizetti- oder Bellini - Partien geeignet, nicht zu vergessen ihre "Traviata" oder ihre Aufnahmen englischer Barock - Opern. Wie schlägt sich "La Stupenda" nun als eisumgürtete Prinzessin? Meiner Meinung nach ganz ausgezeichnet. Ihre Stimme beherrscht sofort die Szene, hat hier einen für die Sutherland ungewöhnlich metallischen, unbarmherzigen Ton, der ein rundum glaubwürdiges Rollenportrait erzeugt. Erst als das Eis schmilzt (unter Kalafs Küssen, einer herrlich kitschige Szene), hört man das vertraute, weiche und warme Vibrato ihrer wunderschönen Stimme. Gesungen wird die Rolle natürlich erstklassig, Joan Sutherland war stets die Qualität in Person, und auch im Ausdruck braucht sie sich hinter keiner anderen Turandot zu verstecken. Sogar von Text versteht man jedes Wort, was bei ihr leider nicht immer der Fall war.
Man mag von Luciano Pavarotti halten, was man will, zu seinen Glanzzeiten und in der richtigen Rolle war er unschlagbar. Kein anderer sang so natürlich, impulsiv und aus dem Bauch heraus. Diese Einspielung zeigt ihn noch vor der Fußballstadien - Karriere und im Vollbesitz seines Stimmmaterials. Frei und nie angestrengt klingt sein Kalaf, Pavarotti meistert die hohen Ansprüche der Partie mühelos. Wunderschön sein "Non piangere Liu", das Liebesduett mit der Sutherland, "Nessun dorma" ist ein Höhepunkt der Aufanhme und ein Musterbeispiel für hervorrangende Technik, gepaart mit dem richtigen Maß Emotion. Eine von Pavarottis besten Leistungen auf CD.
Die Sklavin Liu ist eine dieser wundervollen Frauenfiguren, wie nur Puccini sie erschaffen konnte: Treu liebend, tapfer und beständig bis in den Tod, das Idealbild eines Menschen, wofür sie einen der schönsten Operntode überhaupt sterben darf. Auch Montserrat Caballé befand sich zum Zeitpunkt der Aufnahmen in bestechender stimmlicher Verfassung und ihre Darstellung des warmherzigen Mädchens, durch deren Tod die eiskalte Prinzessin (und der Zuhörer) tief berührt wird, schließt den Kreis des großartigen Hauptdarsteller - Trios.
Auch für die kleineren Rollen wurden Spitzenkräfte verpflichtet, angefangen bei dem wuchtigen, doch einfühlsamen Timur von Nicolai Ghiaurov, der diese oft vernachlässigte Figur beträchtlich aufwertet.
Sir Peter Pears, der große Britten - Darsteller, verleiht mit wenigen Worten seinem Kaiser Altoum einiges an Profil. Seine etwas melancholisch klingende Stimme ist wie geschaffen für den gramgebeugten alten Herrscher.
Sogar das groteske Minister - Trio Ping, Pang und Pong wurde mit Tom Krause, Pier Francesco Poli und dem unverwüstlichen Charaktertenor Piero de Palma hochklassig besetzt.
Eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet die Chöre in "Turandot". Fast immer ist der Chor auf der Szene oder hat im Hintergrund zu wirken. Der John Alldis Choir und der Wadsworth School Boys' Choir leisten meisterliche Arbeit.
Somit ist diese "Turandot" jedem Opernfreund zu empfehlen, als Alternative bietet sich die ältere Decca - Aufnahme mit ähnlich hochkarätigen Hauptdarstellern (Inge Borkh, Mario del Monaco und Renata Tebaldi) an, die jedoch meiner Meinung nach nicht ganz die Qualität dieser Aufnahme erreicht.
Unerreicht - einfach großartig!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Von Puccinis "Turandot" gibt es mehrere hervorragende Einspielungen. Aber diese würde ich mit auf die einsame Insel nehmen. Es ist eine der wenigen Opernplatten, von denen ich den Eindruck habe: sie ist schlichtweg perfekt!
Keine andere Aufnahme hat in allen, ausnahmslos allen Partien ein vergleichbares Niveau aufzuweisen. Hier hat sich um den Dirigenten Zubin Mehta eine Sängerschar versammelt, die absolut ungetoppt geblieben ist, zumal sich zum damaligen Zeitpunkt alle auf ihrem stimmlichen Höhepunkt befanden.
Joan Sutherlands Ausflug ins hochdramatische Fach ist sensationell. Sie verfügt natürlich nicht über so metallisches Stimmmaterial wie Birgit Nilsson, doch verleiht sie der Turandot mit wärmerem Stimmklang eine menschlichere Note und reduziert sie nicht zur Killermaschine. Stimmvolumen und schier endlos gehaltene Sostenuto-Bögen lassen einen nur so staunen, und der klangliche Reichtum in der Höhe ist schlichtweg atemberaubend.
Luciano Pavarottis Calaf ist nicht nur wegen "Nessun dorma" ein Traum. Vor allem seine Leidenschaftlichkeit, sein Selbstbewusstsein und sein unbedingter Wille, die Prinzessin zu erobern, lassen die Rolle wunderbar lebendig und überzeugend wirken. Dieser Calaf ist ein echter Draufgänger. Stimmlich war Big P damals ohnehin in Bestform, die Höhe strahlt, dass es eine Wonne ist. Corelli und Del Monaco waren ihm an Stimmgewicht überlegen, aber kein anderer Calaf ist so stürmisch und vital.
Montserrat Caballès als Liù schließlich liefert eines der berührendsten Rollenportraits, die mir je auf der Schallplatte begegnet sind. Innigkeit, Wärme und Reinheit erfüllen ihre Interpretation. Die Pianissimi sind von einer Duftigkeit und Süße, die ihresgleichen suchen. Wenn Liù in ihrer letzten Arie dem Leben entsagt, um Kalaf zu retten, und sich mit einem Schluchzer (der hier ausnahmsweise einmal wirklich geschmackvoll ist) ins Messer wirft, geht das einem beim Zuhören regelrecht an die Nieren. Keine andere Liù auf Platte stirbt so ergreifend.
Ghiaurovs Timur ist reinste Luxusbesetzung, ebenso wie der alte König von Peter Pears und ganz besonders der balsamisch schön gesungene Ping von Tom Krause. Das Ministerterzett wird durch Piero de Palma und Pier Francesco Poli komplettiert und auch hier erreicht die Aufnahme den ersten Platz.
Zubin Mehtas temperamentvolles Dirigat halte ich ebenfalls für herausragend: gleich zu Beginn schmeißt er den Zuhörer regelrecht in die Geschichte, und schnell wird klar, daß es am Pekinger Hof brodelt und rumort. Mit phänomenalem Gespür für Tempi und Transparenz peitscht er das London Philharmonic Orchestra zu einer atemberaubend farbigen Darbietung der raffinierten Partitur auf. Wenn man hört, wie drängend Kalaf im ersten Finale auf den Gong zustrebt, und von welcher Panik sein Vater und Liù ergriffen werden, dann spürt man, was für ein hervorragender Dramatiker Mehta ist (Karajan und manch andererer dagegen sind nur breiig und schleppend). Auch die Klangtechnik leistet Großartiges, man hört wirklich alles. Und auch die Chöre gliedern sich in das ganze Ensemble mit vollem Klang und großer Präzision nahtlos ein. Ein Meilenstein in der Schallplattengeschichte, den ich nur allerwärmstens empfehlen kann! Fünf Punkte sind eindeutig zu wenig, ich würde zehn vergeben!
Ein wahres Meisterwerk !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Als Turandot am 25.April 1926 in der Mailänder Skala Premiere feierte, war Giacomo Puccini bereits anderthalb Jahre tot. Der Dirigent Arturo Toscanini legte im dritten Akt den Taktstock nieder und sagte: „Hier endet das Werk des Meisters; danach starb er". Später wurde der Aufzug immer in der heute üblichen Form aufgeführt. Franco Alfano hat anhand von Puccinis Entwürfen die Oper vollendet.
Turandot erging es ähnlich wie Verdis Schwanengesang. Des Meisters letzte Oper war lange Zeit weniger beliebt als ihre Vorgänger. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch Turandot zu behaupten gewusst und viele Freunde und Liebhaber gewonnen. Es ist noch immer nicht leicht, sie zu besetzen oder zu würdigen, doch lohnt sich das eingehende Studium und wiederholte Hören. Die Tränen fließen nicht wie für Butterfly oder Mimi, es packt einen weniger das Mitleid als die Bewunderung und das ist meist die beständigere Empfindung.
Dies trifft gerade auf diese Aufnahme zu. Es gibt keine bessere Besetzung als diese.
Joan Sutherland schlüpft in die Rolle der Prinzessin Turandot. Sutherlands Stimme ist wie die einer Nachtigall - eine Jahrhundertstimme. Sie glänzt in der Darstellung der Turandot durch das phänomenale Volumen ihrer Stimme und deren Umfang. Sutherland zelebriert diese Rolle mir vokaler Perfektion. Keine andere Sopranistin hat diese schwierige Rolle so sicher und mühelos in den letzten Jahrzehnten dargeboten. Eine Glanzleistung
An ihrer Seite glänzt Luciano Pavarotti als Calaf. Es ist sicher nicht untertrieben, wenn man ihn als einen der herausragenden Interpreten dieser Rolle bezeichnet. Die Arie „Nessun dorma" wurde nicht zuletzt durch ihn weltberühmt. Viele glauben, sie sei einzig und allein für ihn geschrieben worden... (auch wenn dies der Historie natürlich nicht gerecht werden kann)! Eine vergleichbare Einspielung liefert nur Placido Domingo unter Herbert von Karajan. Pavarotti verleiht Calaf seine strahlende Stimme und schwingt sich zu wahren Höchstleistungen empor. Zusammen mit Sutherland macht er diese Einspielung zu einem unvergesslichen Ereignis.
Als Sklavin Liu tritt Montserrat Caballe auf. Sie bezaubert mit ihrer wunderbar göttlichen Stimme, auch und gerade in höheren Lagen. Sie fördert ein Maß an Präzision zutage, welches bis heute unerreicht ist. Caballe ist die perfekte Besetzung für diese Rolle. Später erfolgte ein nicht ganz so glücklicher Versuch selbst die Titelrolle zu singen.
Auch die weiteren Rollen sind fantastisch besetzt. Nicolai Ghiaurov spielt Timur, Sir Peter Pears gibt den L`Imperatore Altoum, Tom Krause, Pier Francesco Poli und Piero de Palma verkörpern die drei Minister Ping, Pang und Pong. Sabin Markov übernimmt die Rolle des Un Mandarino und Pier Francesco Poli schlüpft auch noch in die Rolle des Il Principe di Persia.
Am Dirigentenpult steht Zubin Mehta und leitet das London Philharmonic Orchestra in beeindruckender Art und Weise. Mehta gelingt es, aus dieser Ansammlung von Persönlichkeiten eine Einheit zu formen.
Diese Aufnahme gehört in jede Klassiksammlung, und zwar ohne wenn und aber!
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Produkt-Bild: Best of Oper

Best of Oper von Moll, Caballe, Milnes, Bp

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 4,47, Angebote ab EUR 4,16

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Best of Oper

Tracks:

  • Gloria all'Egitto, ad Iside (ZWEITER AKT)
  • Triumphmarsch (deutsch)
  • Nessun dorma! (DRITTER AKT )
  • Vissi d'arte (ZWEITER AKT)
  • Recitar! - Vesti la giubba (ERSTER AKT)
  • Non più andrai, farfallone amoroso (ERSTER AKT)
  • Che gelida manina (ERSTER AKT)
  • Libiamo ne' lieti calici (ERSTER AKT)
  • Libiamo ne' lieti calici (ERSTER AKT)
  • La donna Þ mobile - ? là il volstr'uomo (DRITTER AKT)
  • Votre toast - je peux vous le rendre - Toréador, en garde (ZWEITER AKT)
  • Un bel dì vedremo (ZWEITER AKT)
  • Largo al factotum (ERSTER AKT)
  • Là ci darem la mano (ERSTER AKT)
  • In diesen heil'gen Hallen (ZWEITER AKT)
  • Va, pensiero Gefangenenchor (DRITTER TEIL)
  • Il balen del suo sorriso (ZWEITER AKT)
  • Di quella pira (DRITTER AKT)
  • Steuermann, laß die Wacht! (DRITTER AKT)
  • Der Vogelfänger bin ich ja (ERSTER AKT)
  • Ha! Wie will ich triumphieren (DRITTER AKT)
  • Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen? (ZWEITER AKT)

Produktbeschreibung


BEST OF OPER
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Eine Kundenrezension:

Eine Ideale CD für "Opernneulinge" (und Fortgeschrittene)
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann diese CD nur wärmstens empfehlen. Es gibt daruf keine
"Nullnummer" sondern ein Höhepunkt aus der Opernwelt löst
den anderen ab. Dies CD ist aus meiner sehr umfangreichen
Sammlung nicht wegzudenken. Ein wirklich heisser Typ für alle, die aus dem Bereich der Oper einen Querschnitt der schönsten Melodien suchen.
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Produkt-Bild: No Reservations

No Reservations von Ost, Luciano Pavarotti, Joan Sutherland

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 6,89

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2007
Zoom ± Produkt-Bild: No Reservations

Tracks:

  • Truffles and Quail
  • Sway
  • "Celeste Aida" (Act 1)
  • "Oh! mio babbino caro" (original version)
  • Zoe & Kate Watch Video
  • "Libiamo ne'lieti calici Brindisi (ERSTER AKT)
  • Via Con Me
  • La donna # mobile (Act 3)
  • Un bel dì vedremo (ZWEITER AKT)
  • Zoe Goes To The Restaurant
  • "Cielo e mar" (Act 2)
  • Mambo Gelato
  • Nessun dorma! (DRITTER AKT )
  • Count On My Love

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NO RESERVATIONS / O.S.T.
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Eine Kundenrezension:

Wunderbar!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich habe mir die CD gekauft, weil der Film in meinen Augen ein absolutes Meisterwek ist. Zwar war ich anfangs etwas enttäuscht, dass sich das "Hauptthema", welches auch im Trailer vorkam, NICHT auf der CD ist, aber wie ich erfahren habe, kann man das Lied "Building a Family" auf der CD "Live as a house" von Mark Isham wiederfinden.

Die Songs auf der "No Reservations"-Cd wechseln sich prima ab. Mal Luciano Pavarotti, mal Michael Buble.Und zwischendrinnen die todtraurigen Klänge von Philip Glass.
Einfach genial.
Sehr empfehlenswert!!
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Produkt-Bild: Der Messias (Gesamtaufnahme)

Der Messias (Gesamtaufnahme)

Audio CD von Universal Vertrieb
Preis bei Amazon: EUR 11,47, Angebote ab EUR 8,62

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
ISBN: , Erscheinungsdatum: Januar 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Der Messias (Gesamtaufnahme)

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DER MESSIAS GA
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4 Kundenrezensionen:

Messiah mit Dame Joan Sutherland
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Gesamtaufnahme des Oratoriums "Messiah" von G. F.Händel in Englisch, eigentlich nur in dieser Sprache richtig. Die deutsche Übersetzung ist nicht schlecht, aber es wird dann eben ein deutscher "Messias" daraus.
Zu allererst möchte ich die herrlich Dame Joan Sutherland nennen, ihr Sopran leuchtet und die Spitzentöne kommen, dann aber sofort den Alt der Huguette Tourangeau, eine derart geschmeidige Stimme einfach wunderbar.
Wenn eine Rezension schrieb, dass hier ein etwas ins Italienisch hinein gebrachtes Oratorium gebracht wird, hat er/sie nicht unrecht, aber eben die italienische Opern- und Messkomposition war in ganz Europa, zu der Zeit, tonangebend. Das schadet gerade dem "Messiah" nicht.
Im Ganzen ein prachtvolles Oratorium und der Chor, sowie Werner Krenn und Tom Krause singen einen herrlichen Händel. Ich kann nur Jedem empfehlen sich diese Ges. des Messiah zu kaufen.
Hier wird ein ökumenisches Oratorium gebracht, lange bevor es das gab, komponiert, und wer weiß wie lange es unter diesem Papst Benedikt XVI. das noch gibt.
sehr gesangsorientiert
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Gesanglich ist diese Aufnahme ein einziger Genuss. Die Solisten singen wunderschön - darüber hinaus ist der Chor wie ein fünfter Solist zu werten. So genau, geschmeidig und geschlossen intonieren Chöre selten.

Der Instrumentalpart wird durch ein sehr schlank besetztes English Chamber Orchester eher mit leichtem understatement wiedergegeben. Es dient nur zur Begleitung und Unterstützung des Gesanges und ordnet sich ihm zu sehr unter - ihm fehlt etwas der "Körper" und das Strahlende. Die rein orchestralen Teile sind zurückgenommen und dienen eher der Überleitung zum nächsten Vokalteil. Deswegen "nur" 4 Sterne - da die Balance etwas zum Gesang verschoben ist.

Bonygne dirigiert den Messiah leicht und schwungvoll - in Richtung italienisches Barock.

Gesamteindruck : eine gesanglich erstrangige Aufnahme mit leichten Abstrichen bei der orchestralen Begleitung
Barock
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich möchte ohne weitere Ausführungen zum Positiven den Sternabzug begründen. Mir sind es zu viele barocke Verzierungen im Instrumentalpart. Triller von oben und unten, das auch nicht immer so plausibel. Schade! Etwas weniger hätte gut getan.
Bewegend und zutiefst berührend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Obwohl aus dem fernen Jahr 1970 stammt, einer Zeit, in der Barockmusik häufig viel zu langsam und mit wenig spirituellem Einfühlungsvermögen dirigiert wurde, überrascht diese Gesamtinterpretation von Händels "Messiah" positivst: Richard Bonynge als Dirigent ist ein wahrer Meister seines Fachs und er bringt sowohl Orchester (English Chamber Orchestra) als auch Chor (Ambrosian Singers) und Solisten zu musikalischen und geistlichen, und somit das Werk entsprechend würdigenden Hochleistungen. Ja echte Gänsehaut vermag Tom Krause auszulösen, wenn er davon singt, dass die Posaunen erklingen und alle Toten erstehn. Ganz besonders hörenswert auch die wundervolle Joan Sutherland. Insgesamt eine der besten Gesamt-Interpretationen, die jemals von Händels "Messias"publiziert wurden.
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Produkt-Bild: Puccini The Definitive Collection (La Boheme / Madama Butterfly / Tosca / Turandot / Manon)

Puccini The Definitive Collection (La Boheme / Madama Butterfly / Tosca / Turandot / Manon) von Luciano Pavarotti, Mirella Freni, Joan Sutherland, Montserrat Caballe, Herbert von Karajan, Zubin Mehta, l

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 73,97

Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Puccini The Definitive Collection (La Boheme / Madama Butterfly / Tosca / Turandot / Manon)

Tracks:

  • Manon Lescaut Kompl
  • Turandot Kompl
  • Tosca Kompl
  • Madame Butterfly Kompl
  • Boheme Kompl

Produkt-Bild: La Traviata (Gesamtaufnahme)

La Traviata (Gesamtaufnahme) von Joan Sutherland, Luciano Pavarotti, Richard Bonynge

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 29,95, Angebote ab EUR 19,80

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1991
Zoom ± Produkt-Bild: La Traviata (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • Preludio
  • Dell'invito trascorsa Þ già l'ora?
  • Libiamo ne' lieti calici
  • Che Þ ciò?
  • Un dì felice, eterea
  • E' strano - Ah, fors'Þ lui
  • Follie!...Sempre libera
  • Lunge da lei ...
  • De' miei bollenti spiriti
  • O mio rimorso!
  • Pura siccome un angelo
  • Dite alla giovine..Morrò! La mia memoria
  • Dammi tu forza, o cielo
  • Di Provenza il mar, il suol
  • No non udrai rimproveri
Disk 2
  • Avrem lieta di maschere la notte
  • Alfredo! Voi
  • Di sprezzo degno se stesso rende
  • Annina? - Comandante?
  • Teneste la promessa ... Attendo, né a me giungon mai ... Addio del passato
  • Largo al quadrupede
  • Signora - Che t'accadde?
  • Parigi, o cara, noi lasceremo
  • Ah, Violetta! - Se una pudica giovine

Produktbeschreibung


LA TRAVIATA GA
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3 Kundenrezensionen:

Virtuos und brillant - trotzdem leicht problematisch
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Bei der vorliegenden Einspielung von Verdis "Traviata" handelt es sich um die allererste Digitalaufnahme einer Oper, die die Plattenfirma DECCA im Jahre 1979 produziert hat.
Es scheint fast logisch, daß man für dieses Ereignis das damalige firmeneigene Topduo Sutherland/Pavarotti heranzog und mit ihnen einen absoluten Schlager aufnahm.
Für Joan Sutherland war es die zweite Studioeinspielung des Verdi-Klassikers, Pavarotti sollte in den Neunzigerjahren mit Cheryl Studer noch einmal den Alfredo Germont übernehmen.

Herausgekommen ist ein wirkliches Hochglanzprodukt - mit allen Stärken und Schwächen, die diese Bezeichnung verdient. Die Tontechnik hat sich spürbar bei Aufnahme und Abmischung ausgetobt: die Sänger sind mit viel Hallraum verstärkt und im Orchester scheinen Mikrofone noch über den unbedeutendsten Instrumenten zu hängen. Herausgekommen ist dabei ein etwas kühler, steriler, aber trotz allem doch flirrend brillanter Klang, der herrlich transparent und viril wirkt.
Dazu trägt auch das energische und herrlich emotionale Dirigat von Richard Bonynge bei. Ich finde, daß diesem Dirigent viel öfter Lob gezollt gehört. Sehr oft wird er nur als stabschwingender Ehemann von Joan Sutherland herabgewürdigt und das ist keinesfalls gerecht. Ich kenne keine einzige Plattenaufnahme von Richard Bonynge, die nicht geschmackvoll oder die etwa langweilig wäre. Seine Interpretationen sind wahrlich nie intellektuell, aber wer will bei Belcanto-Opern bitte Interpretationsansätze a la Harnoncourt? Ich nicht. Kurzum: Bonynge dirigiert diese Traviata herrlich schmissig und an den lyrischen Stellen auch ausgesprochen gefühlvoll. Das National Philharmonic Orchestra ist ihm dabei ein kongenialer Partner; technisch ist dieses Orchester ohnehin über jeden Zweifel erhaben, das klingt wie ein Rolls-Royce.

Nun zu den Sängern:
Luciano Pavarottis Alfredo gefällt mir im Großen und Ganzen sehr gut. In vielen Kritiken zu dieser Aufnahme lese ich oft von technischen Problemen und stimmlichen Verschleißerscheinungen, aber außer ein paar gepreßten Tönen finde ich seine gesangliche Leistung einwandfrei. Man kann Alfredo vielleicht etwas leiser und lyrischer singen, aber Pavarotti singt ihn halt sehr temperamentvoll und verharrt schon mal ganz gern im prunkvollen Forte. Bei soviel Stimmschönheit sei ihm das gerne verziehen.

Matteo Manuguerras Vater Germont ist ebenfalls ein Highlight. Eine sehr runde, warmgefärbte Baritonstimme mit sehr individuellem Timbre. Von der Rollengestaltung her der sensibelste und gutmütigste Germont, den ich kenne. Man hat das Gefühl, daß ihm Violetta wirklich leid tut, obwohl er ein so schweres Opfer von ihr verlangt. Ein wirklicher Gegensatz zu Interpretationen von etwa Robert Merrill, der sehr den patriarchalischen Moralisten gibt.

Und Joan Sutherlands Violetta? Hier bin ich wirklich zwiegespalten, obwohl die Sutherland zu meinen absoluten Lieblingssopranen gehört.
Sutherland war zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 53 Jahre alt und man könnte meinen, daß sie mit der Partie vielleicht schon überfordert gewesen wäre. Das trifft jedoch keinesfalls zu: so brillant hat das technisch keine andere gesungen! Allein die Koloraturarie "Sempre libera" am Ende des ersten Aktes wird atemberaubend dargeboten. Sutherland interpoliert 13 kurze hohe Staccato-Cs (eine Tradtition aus dem 19. Jahrhundert) und singt am Ende ein hohes Es, das wie eine Leuchtrakete strahlt. Auch singt sie die Rolle spürbar mit viel Gefühl und seelischer Anteilnahme.
Was mich jedoch ein bisschen befremdet, ist ihre etwas zerkaute und mulmige Aussprache. Weiters habe ich das Gefühl, daß Sutherlands Stimme einfach viel zu üppig, rund und gesund im Klang ist, um die zerbrechliche und sterbenskranke Kameliendame akustisch sichtbar zu machen. Es klingt fast komisch, aber ich glaube, Sutherland hatte einfach zu VIEL Stimme für die Partie. Und ganz jung klingt die Stimme bei allem technischen Glanz halt auch nicht mehr. Cotrubas, Callas und Moffo sind meines Erachtens mädchenhafter, fragiler und deshalb überzeugender.

Nichtsdestotrotz: eine wunderschöne Platte, die ich nicht missen möchte. Für Sutherland-Freaks ein absolutes Muss!!
SUTHERLAND - PAVAROTTI
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Zweimal hat Joan Sutherland die Violetta in ihrer Karriere im Studio aufgenommen: Zu Beginn der 60er Jahre und 1979. Wobei der älteren Einspielung mit Carlo Bergonzi und Robert Merrill die Krone gebürt.
Joan Sutherlands Stimme hatte sich im Laufe von fast 20 Jahren natürlich hörbar verändert: die immensen Klangfontänen, die perfekten Koloraturen, die mühelos angeschlagenen Spitzentöne... fielen in dieser Aufnahme von "LA TRAVIATA" etwas indifferenter aus. Was die 53 jährige Sängerin aber noch in ihrem technsichen Arsenal hat, ist verblüffend: sie singt vortreffliche Triller, eine ganze Staccatti-Salve auf dem hohen C und sie krönt die große Arie des 1.Aktes mit einem leuchtenden hohen Es.
Mit vorzüglicher Legato-Technik gestaltet sie die Duette und die Arie des 3.Aktes. Insgesamt interpretiert Joan Sutherland eine sehr bewegende Violetta.
Luciano Pavarotti agiert als Alfredo mit strahlender Stimme und plakativer Attidüde. Hörbare vokale Unebenheiten kann aber auch er nicht verleugnen. Insgesamt fehlen in seiner Interpretation aber die Feinheiten.
Matteo Manuguerra besitzt einen soliden und sicher geführten Bariton, dessen Interpretation aber nicht an die großen Vorgänger (Merrill,Milnes,MacNeil) der 60er und 70er Jahre heranreicht.
Unter Richard Bonynges Federführung wird munter und differenziert musiziert. Eine tadellose Leistung vollbringt ebenfalls der Chor, der in dieser Verdi-Oper eine gewichtige Rolle hat.
Insgesamt handelt es sich um eine gelungene Studioeinspielung, die zur ersten Liga der "La Traviata" Aufnahmen zählt.
Capricen einer Diva, oder große Kunst?
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Wozu dient diese Aufnahme? Soll sie den Katalog bereichern oder neue Gestaltungsansätze am Werk offenbaren? Ist es ein Experiment der Decca in dem sich eines ihrer Zugpferde ungehindert produzieren kann? Das sind harte Worte, aber was kann man anderes dazu sagen, wenn die Sutherland Violetta Valery zu einer Koloratur-Diva aus Zeiten Donizettis oder Bellinis macht? In den großen Soloszenen Violettas verlässt sich die Sutherland voll auf ihr mittlerweile arg quietschendes Instrument und legt langgezogene und schmerzliche Koloraturen auf, wie bisher noch keine andere Sängerin in der Geschichte. Koloraturen die das Bild der berühmtesten Kurtisane der Musikgeschichte verzerren und entstellen. Wer ein Ohr für die "reife" Sutherland hat, dem sagt so etwas natürlich eher zu, aber wer Interpretationen von Callas, Stratas, Scotto, Studer, Cotrubas, Moffo oder Tebaldi kennt, der erschreckt vor soviel Zügellosigkeit und Anmaßung. Als ob das Belcantorepertoire bis Donizetti nicht genug passende Rollen für eine Diva mit solchen Fähigkeiten und Vorlieben bieten würde.
Was dadurch natürlich arg in Mitleidenschaft gezogen wird, ist das Gesamtbild und die Leistung der anderen Solisten. Hier haben wir zum einen, den noch nicht ganz so reifen und dramatischen (und teilweise klanglich matteren) Pavarotti der späten 80er und Anfang 90er Jahre, der allerdings trotzdem etwas farblos erscheint. Der eigentliche Glanzpunkt der Aufnahme ist Matteo Manuguerra mit seinem eher lyrischen und doch kräftigen Bariton, der hier einen der besten Giorgio Germonts auf Platte vorlegt.
Richard Bonynges Dirigat, ist nicht ganz so innovativ und ansprechend, wie bei seinen großen Belcanto-Aufnahmen, aber instinktsicher und einheitlich. Und es hätte auch eine gute Aufnahme werden können, hätte man versucht ihr mit den klassischen Ansätzen und der jeder großen Künstlerin eigenen Interpretationskunst, nahe zu kommen. Die Sutherland ist eine große, doch hat sie mit ihren unpassenden Kapriolen, diese Aufnahme absolut entbehrlich gemacht, mehr noch, ihre Darstellung wirkt entstellend und schmerzt.
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Produkt-Bild: Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD)

Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD) von Joan Sutherland, Marilyn Horne, Giacomo Aragall, Ingvar Wixell, Richard Van Allan, Graham Clark, Lieuwe Visser, Piero de Palma, National Philharmonic Orchestra, Gaetano Donizetti, Richard Bonynge

Audio CD von Decca (UMIS - Universal Import)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,00

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1991
Zoom ± Produkt-Bild: Gaetano Donizetti: Lucrezia Borgia (Opern-Gesamtaufnahme) (2 CD)

Tracks:

Disk 1
  • Preludio
  • Nella fatal di Rimini
  • Tranquillo ei posa
  • Com' Þ bello!
  • Ciel! - Che vegg'io?
  • Di pescatore ignobile
  • Gente appressa
  • Maffio Orsini, signora, son io
  • Nel veneto corteggio lo ravvisasti?
  • Vieni, la mia vendetta
  • Addio, Gennaro
  • Qui che fai?
  • Non far motto, parti, sgombra
  • Tutto eseguisti?
  • Così turbata?
  • Soli noi siamo
  • E sì avverso a Gennaro chi vi fÞ
  • Oh! a te bada, a te stesso pon mente
Disk 2
  • Trafitto tosto ei sia
  • Della Duchessa ai prieghi
  • Guai se ti sfugge un moto
  • Infelice! il veleno bevesti
  • Partir degg'io: lo vuol Lucrezia
  • T'amo qual dama un angelo
  • Rischiarata Þ la finestra
  • Sei tu? - Son io
  • Minacciata Þ la mia vita
  • Va, se vuoi: tentar m'Þ caro
  • Stolti! ei corre alla Negroni!
  • Viva il Madera!
  • Il segreto per esser felici
  • La gioia de' profani Þ un fumo passaggier
  • Tu pur qui? non sei fuggito?
  • Madre, se ognor lontano
  • Era desso il figlio mio

4 Kundenrezensionen:

Belkanteske Kostbarkeit!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Joan Sutherland, La Stupenda, macht sich die selten aufgeführten und noch seltener eingespielten Oper Lucrezia Borgia von Gaetano Donizetti zu Eigen. Ich denke es handelt sich hierbei, wenn auch spät aufgenommen, um eine ihrer glanzvollsten und schönsten Partien. Abgesehen davon, dass die Oper beinahe in der Versenkung verschwunden wäre, gibt sie der Rolle die nötige Dramatik und den musikalischen Glanz, der die Oper wieder zu neuem Leben erweckt. Die Stimme, schon etwas reifer, ist durch das mittlerweile dunkle Timbre wie gemacht für die Donizetti - Heroine. Bereits in der ersten Arie "Come bello" fesselt sie den Zuhörer durch den sanft schwingenden Ton. Sie singt wunderschöne Legatobögen und hält den Atem bis zum Ende der langen Phrasen. Die hohen Noten werden sanft im Piano gesungen und fluten auf ihrem Atem, der schier endlos scheint. Es scheint als hätte das Alter ihrer Stimme zusätzlichen Glanz gegeben! Keine Spur von Ermüdungserscheinungen und die Spitzentöne klingen rund und sind Leuchtraketen gleich. In jeder Ensembleszene und allen Duetten schließt sie mit ungeheurer Verve in den dreigestrichenen Finaltöen. Auch die große Finalszene der Oper wird zum Highlight! Die Sutherland singt in der Cabaletta "Era desso il figlio mio" atemberaubende Koloraturen und brilliert mit wundervollen dreigestrichenen Noten. Die Ausdrucksstärke und die Innigkeit ihrer Darstellung dieser Partie sind exemplarisch und es bleibt rätselhaft, weshalb diese Einspielung nicht den Stellenwert besitzt, der ihr zustehen würde!

Alle weiteren Darsteller sind großartig. So höre man Giacomo Aragall, der eine fantastische Stimme besitzt. Der strahlende und leuchtende Ton und die Sanftheit bei elegischen Passagen sind berückend. Er ist für die Darstellung des Gennaros wie geschaffen und meistert die hohe und sehr anspruchsvolle Partie mit Bravour. Er ist ebenso ideal besetzt wie der Rest des Ensembles. Ingvar Wixell singt die Rolle des Bösewichts Alfonso und seine rauhe und durchschlagskräftige Stimme passt wunderbar zur Rolle. Er stellt die Partie hervorragend da und man könnte eine Gänsehaut bekommen bei dem Gedanken, ihm im dunkeln zu begegnen! Großartiges Rollenportrait mit darstellerischem Tiefgang und ausgeklügelter Entwicklung der Rolle. Er ist hervorragend! Auch Marilyn Horne in der Rolle des Orsini darf nicht unerwähnt bleiben. Sie besitzt einen dunkel timbrierten Mezzo, der Weltgeschichte geschrieben hat. Sie ist eine der bedeutendsten Mezzos unserer Zeit gewesen und macht ihrem Ruf alle Ehre. Auch ihr gelingen die Koloraturen sehr gut und sie ist durch und durch brilliant! Chor und Orchester unter Bonynge sind ebenso großartig und Donizettis Musik scheint so lebendig, wie selten gehört. Empfehlenswert!!!
Viel zu wenig beachtetetes Juwel des Belcanto: Sutherland at her best
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Oper steht, wie ich finde, viel zu sehr im Schatten anderer großer Belcantowerke wie "Lucia di Lammermoor" oder "Norma".
Von der Handlung her ein richtiger "Reißer", in dem die Leidenschaften kochen, in dem es von Schuldgefühlen, Eifersucht und unerfüllter Liebe nur so lodert - auch, wenn alles ein bisschen unrealistisch scheinen mag, aber das spielt in der Oper ja seit jeher eine Nebenrolle - und eine Musik, die von blühenden Melodien, schwelgerischen Kantilenen und virtuosen Arien regelrecht überbordet. Herz des Opernliebhabers, was begehrst du mehr?
Da es von "Lucrezia Borgia" nur ganz wenige Gesamtaufnahmen gibt, kommt man um diese kaum herum. Sie ist allerdings so gut, dass sie auch bei größerer Konkurrenz keinen Vergleich zu scheuen hätte.
Joan Sutherland in der Titelrolle ist hier in einer ihrer brillantesten Leistungen ihres reiferen Karrierestadiums zu hören. Dass sie nicht mehr ganz jung ist, merkt man an einem leichten Vibrato, das in ihren früheren Aufnahmen noch nicht vorhanden war, das allerdings auch kaum stört und sogar zur Rolle passt (Lucrezia ist schliesslich kein junges Mädchen mehr); vor allem, wenn man die Pluspunkte wertet: ein wundervoll pastoser Klangstrom in dunkler Farbe bringt die Musik der Lucrezia zum Leuchten, die Koloraturen und Triller funkeln und sprudeln mit unnachahmlicher Leichtigkeit und die Spitzentöne leuchten wie Raketen. Vor allem die Schlussarie mit ihrem horrenden Stimmumfang bewältigt sie triumphal. Auch von der Charakterisierung gelingt ihr ein glaubwürdiges Portrait; sowohl die liebende Mutter als auch die rachsüchtige Furie nimmt man ihr ohne weiteres ab.
Giacomo Aragall besaß einen Tenor von wunderbarer Schönheit, ein Timbre mit Süße und auch Metall, der herrlich leidenschaftlich schmachten konnte. Lauter Fähigkeiten, die seine Darbietung des Gennaro (Lucrezias heimlicher Sohn, wovon er aber nichts weiß), vorzüglich zur Geltung bringen. Ein richtiger Märchenprinz.
Ganz im Gegensatz zu Ingvar Wixell, der hier den Bösewicht gibt: Alfonso, Lucrezias Ehemann; eine Figur, die ein wenig dem Scarpia in "Tosca" oder dem Renato in Verdis "Maskenball" ähnelt. Und damit ist diese Rolle bei Wixell in den besten Händen, der sie gesanglich souverän meistert und mit stimmlicher Potenz, bronzenem Timbre und überzeugender darstellerischer Bosheit punktet.
Das Quartett voll macht dann noch Marilyn Horne in der Hosenrolle des Orsini, die mit ihrem virtuosen, ausladendem Mezzosopran vor allem im Trinklied des letzten Aktes auftrumpft und damit die glanzvolle Besetzung komplettiert.
Richard Bonynge dirigiert das National Philharmonic Orchestra temperamentvoll und schmissig, das Orchester wartet mit sauberem Klang und leuchtenden Farben auf. Eine sinnliche und kurzweilige Aufnahme eines unterschätzten und viel zu selten aufgeführten Leckerbissens! Freunde der italienischen Oper sollten sich das unbedingt mal anhören!
Sensationell
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin Donizetti Fan und bin eher zufällig auf diese Oper gestossen. Sie wird selten gespielt oder gezeigt. Schade. Ich habe sie gekauft weil Sutherland und Horne einfach für klasse stehen. Und ich habe mich nicht getäuscht. ich finde sie sensationell, mindestens auf einer Stufe mit Lucia di Lammermoor.
Es ist ein Hörgenuss wie ich ihn selten hatte.
lyrisch, romantisch, temperamentvoll
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine sehr schöne Aufnahme, für meinen Geschmack die beste auf dem Markt. Sie gefällt mir auch besser als die mit M. Caballe in der Titelrolle, obwohl ich gerade diese Künstlerin sehr gerne höre. G. Aragall ist einmalig lyrisch-hingebungsvoll, die ganze Aufnahmen strotzt vor Vitalität. Es wird nicht nur gut gesungen, sondern auch mit viel Gefühl und Spiellaune, man sieht die Handlung förmlich vor sich. Es gibt eine ganze Reihe Aufnahmen mit J. Sutherland und R. Bonynge am Pult (sie sind ja auch verheiratet) und viele dieser Aufnahmen (z.B. der Troubadur) sind äußerst empfehlenswert, diese gehört auch dazu.
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Produkt-Bild: Focus CD-Edition Vol. 7 Una Furtiva Lagrima

Focus CD-Edition Vol. 7 Una Furtiva Lagrima von Cecilia Bartoli, Joan Sutherland, Pavarotti

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,00

Erscheinungsdatum: August 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Focus CD-Edition Vol. 7 Una Furtiva Lagrima

Tracks:

Disk 1
  • Overture Sinfonia (Original Version)
  • No.2 Cavatina: "Largo al factotum" (Act 1)
  • "Quanto amore!" (ZWEITER AKT)
  • "Una furtiva lagrima" (ZWEITER AKT)
  • "Chi mi frena in tal momento" (ERSTER AKT)
  • "Spargi d'amore pianto" (DRITTER AKT)
  • Spirto gentil (VIERTER AKT)
  • Quel guardo di cavaliere ... So anch'io la virtù magica (Act 1)
  • Cheti, cheti, immantimente ... Aspetta, aspetta (Act 3)
  • "Cruda sorte! Amor tiranno!" (Act 1)
  • Languir per una bella (Edizione critica della partitura, edita dalla Fond. Rossini di Pesaro, in coll. c.la)
  • "Cari giorni" Romanza der Ines (Original Version)
  • Morta al mondo...Va, preparati, farente (Act 2)
Disk 2
  • Casta Diva (Act 1)
  • Care compaggne, et voi, teneri amici ... Come per me sereno (1. Szene )
  • A te, o cara (3. Bild: ERSTER AKT)
  • Ah! non giunge uman pensiero (2. Szene: ZWEITER AKT)
  • Mira, O Norma...Si, fino all'ore (ZWEITER AKT)
  • "Ah mes amis - Pour mon âme" (ERSTER AKT)
  • Va, infelice (Act 2)
  • Che ascolto?... (Act 2)
  • Elena, o tu che chiamo...A quante lagrime (Act 2)
  • No.7 Duetto: "Dunque io son... tu non m'inganni?" (Act 1)
  • "Miei rampolli femminini" (Act 1)
  • "Nacqui all'affanno e al pianto" - "Non più mesta" (Act 2)

Produktbeschreibung


FOCUS CD-EDITION VOL.7 UNA FUR
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Produkt-Bild: Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme)

Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) von Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Hans Hotter, George London, Kirsten Flagstad, James King, Régine Crespin, Wpo, Sir Georg Solti

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 127,95, Angebote ab EUR 75,98

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1997
Zoom ± Produkt-Bild: Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • "Dir Unweisen ruf' ich ins Ohr" (Dritter Aufzug)
  • "Mein Vöglein schwebte mir fort!" (Dritter Aufzug)
  • Wohin, Knabe, heisst dich dein Weg? (Dritter Aufzug)
  • "Kenntest du mich" (Dritter Aufzug)
  • Mit zerfochtner Waffe wich mir der Feige? (Dritter Aufzug)
  • "Seliger öde auf wonniger Höh' " (Dritter Aufzug)
  • "Das ist kein Mann!" (Dritter Aufzug)
  • "Heil dir, Sonne!" Brünnhildes Erwachen (Dritter Aufzug)
  • "O Siegfried!" (Dritter Aufzug)
  • "Dort seh' ich Grane" (Dritter Aufzug)
  • "Ewig war ich" (Dritter Aufzug)
  • Ein Runenzauber zwingt das Gold zum Reif (Zweite Szene)
  • "Hör', Wotan, der Harrenden Wort!" (Zweite Szene)
  • Was sinnt nun Wotan so wild? (Zweite Szene)
  • Auf, Loge, hinab zu mir!...Sc.3 Hehe! Hehe! (Zweite Szene)
Disk 2
  • Schau, du Schelm (Zweite Szene)
  • Nibelheim hier (Zweite Szene)
  • Nehmt euch in acht! (Zweite Szene)
  • Vergeh, frevelnder Gauch! (Zweite Szene)
  • Ohe! Ohe! Schreckliche Schlange (Original Version)
  • "Da, Vetter, sitze du fest!" (Vierte Szene)
  • Gezahlt hab' ich; nun lasst mich zieh'n! (Zweite Szene)
  • "Bin ich nun frei?" (Vierte Szene)
  • Fasolt und Fafner nahen von fern (Zweite Szene)
  • Gepflanzt sind die Pfähle (Zweite Szene)
  • "Weiche, Wotan, weiche!" (Vierte Szene)
  • "Hört, ihr Riesen!" (Vierte Szene)
  • "Schwüles Gedünst schwebt in der Luft" (Vierte Szene)
  • Abendlich strahlt der Sonne Auge (Zweite Szene)
  • "Rheingold! Rheingold! Reines Gold!" (Vierte Szene)
Disk 3
  • Orchestervorspiel (Erster Aufzug)
  • Weß Herd dies auch sei, hier muß ich rasten (ERSTER AUFZUG)
  • Kühlende Labung gab mir der Quell (ERSTER AUFZUG)
  • Szene 2: "Müd am Herd fand ich den Mann" (Erster Aufzug)
  • Friedmund darf ich nicht heißen (ERSTER AUFZUG)
  • Aus dem Wald trieb es mich fort (ERSTER AUFZUG)
  • "Ich weiß ein wildes Geschlecht" (Erster Aufzug)
  • Szene 3: "Ein Schwert verhieß mir der Vater" (ERSTER AUFZUG)
  • "Schläfst du, Gast?" (Erster Aufzug)
  • "Winterstürme wichen dem Wonnemond" (ERSTER AUFZUG)
  • Du bist der Lenz (Erster Aufzug)
  • Wehwalt heißt du fürwahr? - Siegmund heiß ich (ERSTER AUFZUG)
Disk 4
  • Vorspiel (Zweiter Aufzug)
  • Nun zäume dein Ross, reisige Maid (Zweiter Aufzug)
  • "Der alte Sturm, die alte Müh'" (Zweiter Aufzug)
  • So ist es denn aus mit den ewigen Göttern (Zweiter Aufzug)
  • Nichts lerntest du (ZWEITER AUFZUG)
  • "Was verlangst du?" (Zweiter Aufzug)
  • Szene 2: "Schlimm, fürcht ich, schloß der Streit" (Zweiter Aufzug)
  • Laß ich's verlauten - Was keinem in Worten ich künde (ZWEITER AUFZUG)
  • Ein andres ist's: achte es wohl (ZWEITER AUFZUG)
  • O sag, künde, was soll nun dein Kind? (ZWEITER AUFZUG)
  • Szene 3: "Raste nun hier; gönne dir Ruh!" (Zweiter Aufzug)
  • Hinweg! Hinweg! Flieh die Entweihte! (ZWEITER AUFZUG)
Disk 5
  • Szene 4: "Siegmund! Sieh auf mich!" (ZWEITER AUFZUG)
  • Her bist du, und heilig (ZWEITER AUFZUG)
  • So wenig achtest du ewige Wonne? (ZWEITER AUFZUG)
  • Szene 5: "Zauberfest bezähmt ein Schlaf" (Zweiter Aufzug)
  • Kehrte der Vater nur heim (Zweiter Aufzug)
Disk 6
  • Szene 1: "Hojotoho! Heiaha!" (Dritter Aufzug)
  • "Schützt mich und helft in höchster Not" (Dritter Aufzug)
  • "Nicht sehre dich Sorge um mich" (Dritter Aufzug)
  • Steh, Brünnhild'! (DRITTER AUFZUG)
  • Wo ist Brünnhild, wo die Verbrecherin? (DRITTER AUFZUG)
  • "Hier bin ich, Vater" (Dritter Aufzug)
  • Wehe! Weh! Schwester, ach Schwester! (DRITTER AUFZUG)
  • Szene 3: "War es so schmählich?" (Dritter Aufzug)
  • Nicht weise bin ich, doch wußt' ich das eine (DRITTER AUFZUG)
  • So tatest du, was so gern zu tun ich begehrt (Dritter Aufzug)
  • Du zeugtest ein edles Geschlecht - In festen Schlaf (DRITTER AUFZUG)
  • "Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind" (DRITTER AUFZUG)
  • Denn einer nur freie die Braut (DRITTER AUFZUG)
  • "Loge, hör! Lausche hieher!" (Dritter Aufzug)
Disk 7
  • Vorspiel (Erster Aufzug)
  • Zwangvolle Plage! Müh ohne Zweck! (Erster Aufzug)
  • Hoiho! Hoiho! Hau ein! Hau ein! (Erster Aufzug)
  • Du hast die Stücken, schändlicher Stumpfer! (Erster Aufzug)
  • Als zullendes Kind zog ich dich auf (Erster Aufzug)
  • "Vieles lehrtest du, Mime" (Erster Aufzug)
  • Einst lag wimmernd ein Weib (Erster Aufzug)
  • Und diese Stücken sollst du mir schmieden (Erster Aufzug)
  • Da stürmt er hin! (Erster Aufzug)
  • Szene 2: "Heil dir, weiser Schmied!" (Erster Aufzug)
  • "Hier sitz' ich am Herd" (Erster Aufzug)
  • "Was zu wissen dir frommt" (Erster Aufzug)
  • Die Stücken! Das Schwert! O weh! Mir schwindelt! (Erster Aufzug)
  • Szene 3: "Verfluchtes Licht" (Erster Aufzug)
  • Heda! Du Fauler! (Erster Aufzug)
Disk 8
  • Bist du es, Kind? (Erster Aufzug)
  • "Fühltest du nie im finstren Wald" (Erster Aufzug)
  • "Her mit den Stücken" (Erster Aufzug)
  • "Notung! Notung! Neidliches Schwert!" (Erster Aufzug)
  • "Hoho! Hoho! Hohei! Schmiede, mein Hammer, ein hartes Schwert! Hoho! Hahei! Hoho! Hahei! Einst färbte Blut dein falbes)
  • Vorspiel (Zweiter Aufzug)
  • Szene 1: "In Wald und Nacht" (Zweiter Aufzug)
  • Zur Neidhöhle fuhr ich bei Nacht (Zweiter Aufzug)
  • Mit mir nicht, hadre mit Mime (Zweiter Aufzug)
  • "Fafner! Fafner ! Erwache, Wurm!" (Zweiter Aufzug)
  • Nun, Alberich! das schlug fehl (Zweiter Aufzug)
  • Szene 2: "Wir sind zur Stelle!" (Zweiter Aufzug)
  • "Daß der mein Vater nicht ist" (Zweiter Aufzug)
Disk 9
  • "Aber wie sah meine Mutter wohl aus?" Waldweben (Zweiter Aufzug)
  • Meine Mutter, ein Menschenweib! (Zweiter Aufzug)
  • "Haha! Da hätte mein Lied!" (Zweiter Aufzug)
  • Wer bist du, kühner Knabe (Zweiter Aufzug)
  • "Zur Kunde taugt kein Toter" (Zweiter Aufzug)
  • Szene 3: "Wohin schleichst du" (Zweiter Aufzug)
  • Was ihr mit nützt, weiß ich nicht (Zweiter Aufzug)
  • "Willkommen, Siegfried" (Zweiter Aufzug)
  • Da lieg auch du, dunkler Wurm! (Zweiter Aufzug)
  • Vorspiel (Dritter Aufzug)
  • Szene 1: "Wache, Wala!" (Dritter Aufzug)
  • "Stark ruft das Lied" (Dritter Aufzug)
Disk 10
  • "Welch Licht leuchtet dort?" (Prologue)
  • Treu beratner Verträge Runen (Prologue)
  • Es ragt die Burg, von Riesen gebaut (Prologue)
  • "Zu neuen Taten, teurer Helde" (Prologue)
  • Willst du mir Minne schenken (Prologue)
  • "O heilige Götter! Hehre Geschlechter!" (Prologue)
  • Orchesterzwischenspiel Siegfrieds Rheinfahrt (Prologue)
  • Szene 1: "Nun hör, Hagen, sage mir, Held" (Erster Aufzug)
  • Wen rätst du nun zu frein (Erster Aufzug)
  • Jagt er auf Taten wonnig umher (Erster Aufzug)
  • Wer ist Gibichs Sohn? (Erster Aufzug)
  • Begrüße froh, o Held, die Halle (Erster Aufzug)
  • "Willkommen, Gast, in Gibichs Haus" (Erster Aufzug)
Disk 11
  • "Deinem Bruder bot ich mich zum Mann" (Erster Aufzug)
  • "Blühenden Lebens labendes Blut" (Erster Aufzug)
  • Frisch auf die Fahrt! (Erster Aufzug)
  • "Hier sitz' ich zur Wacht" (Erster Aufzug)
  • Szene 3: "Altgewohntes Geräusch raunt meinem Ohr in die Ferne" (Erster Aufzug)
  • "Höre mit Sinn, was ich dir sage" (Erster Aufzug)
  • "Welch banger Träume Mären" (Erster Aufzug)
  • Was leckt so wütend (Erster Aufzug)
  • "Brünnhild'! Ein Freier kam" (Erster Aufzug)
Disk 12
  • Orchestervorspiel (Zweiter Aufzug)
  • Szene 1: "Schläfst du, Hagen, mein Sohn?" (Zweiter Aufzug)
  • Szene 2: "Hoiho, Hagen! Müder Mann!" (Zweiter Aufzug)
  • Heiß mich willkommen, Gibichskind! (Zweiter Aufzug)
  • Szene 3: "Hoiho! Ihr Gibichsmannen" (Zweiter Aufzug)
  • Szene 4: "Heil dir, Gunther!" (Zweiter Aufzug)
  • Gegrüsst sei, teurer Held! (Zweiter Aufzug)
  • Einen Ring sah ich an deiner Hand (Zweiter Aufzug)
  • Heil'ge Götter, himmlische Lenker! (Zweiter Aufzug)
  • "Helle Wehr! Heilige Waffe!" (Zweiter Aufzug)
  • Gunther, wehr deinem Weibe (Zweiter Aufzug)
  • Szene 5: "Welches Unholds List liegt hier verhohlen?" (Zweiter Aufzug)
  • Vertraue mir, betrogne Frau (Zweiter Aufzug)
  • Auf Gunther, edler Gibichung (Zweiter Aufzug)
Disk 13
  • Orchestervorspiel (Dritter Aufzug)
  • Szene 1: "Frau Sonne sendet lichte Strahlen" (Dritter Aufzug)
  • Ein Albe führte mich irr (Dritter Aufzug)
  • Was leid' ich doch das karge Lob? (Dritter Aufzug)
  • "Siegfried!" (Dritter Aufzug)
  • Szene 2: "Hoiho!" (Dritter Aufzug)
  • "Trink, Gunther, trink" (Dritter Aufzug)
  • "Mime hieß ein mürrischer Zwerg" (Dritter Aufzug)
  • In Leid zu dem Wipfel lauscht' ich hinauf (Dritter Aufzug)
  • "Brünnhilde, heilige Braut" Siegfrieds Tod (Dritter Aufzug)
  • Trauermarsch (Dritter Aufzug)
  • Szene 3: "War das sein Horn?" (Dritter Aufzug)
  • Hoiho! Hoiho! Wacht auf! Wacht auf! (Dritter Aufzug)
  • Nicht klage wider mich (Dritter Aufzug)
  • "Schweigt eures Jammers jauchzenden Schwall" (Dritter Aufzug)
  • "Starke Scheite schichtet mir dort" (Dritter Aufzug)
  • "Mein Erbe nun nehm' ich zu eigen" (Dritter Aufzug)
  • Fliegt heim, ihr Raben! Immolation Scene (Dritter Aufzug)

5 Kundenrezensionen:

Durchwegs gute Interpretation mit klasse Besetzung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Der "Solti-Ring" mag sehr effektvoll dirigiert sein, manchmal liest man, zu effektvoll, aber ich bin mir sicher, Richard Wagner würde nicht im Grabe rotieren, würde man es ihn hören lassen. Ich finde diese Kritik unangebracht, "zu emotional", "übertrieben gewaltig", immerhin wurde hier nichts geringeres als die komplette "Siegfriedsage" (oder sogar mehr) vertont, also darf man schon fragen ob Solti nicht zu recht eine solche Interpretation wagt. Da natürlich jede Umsetzung einer Komposition immer, insofern sie nicht vom Komponisten selbst stammt, einer gewissen künstlerischen Freiheit unterliegt, bin ich mit diesem Ergebnis des "Ring des Nibelungen" sehr zufrieden.

Leider ist das Booklet bei mir in Englischer Sprache.
Soltis Ring - Eine Aufnahme, die Maßstäbe setzte
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wie so oft im Leben Richard Wagners nahm hier eine im Grunde recht einfache Idee riesenhafte Dimensionen an. Kurz nach der Komposition des "Lohengrin" hatte er die Idee zu einer heroisch - idealistischen Oper über den größten Helden der deutschen Sagenwelt. Das Werk trug den Arbeitstitel "Siegfrieds Tod", war eine stark vereinfachte Version der jetzigen "Götterdämmerung" und sollte den Helden als Wagners Idealbild des von gesellschaftlichen Zwängen freien, unabhängigen Menschen zeigen. Nach der Flucht ins Schweizer Exil erschien dem Komponisten die Handlung nicht tiefgreifend genug ausgeschöpft, er dichtete eine Vorgeschichte und nannte sie "Der junge Siegfried". Auch dies ging Wagner noch nicht weit genug, also vertiefte er sich weiter in die germanischen und nordischen Götter - und Heldensagen, so entstand das Textbuch zu "Die Walküre" und schließlich als Vorabend "Das Rheingold".
1852 stand schließlich der Zyklus als dichterische Einheit fest und Wagner ging (diesmal in der "richtigen" Reihenfolge) an die Komposition. Insgesamt dreißig Jahre schrieb und komponierte Wagner an seinem unbestreitbar größten Werk, legte lange Pausen ein, in denen seine bahnbrechenden Musikdramen "Tristan und Isolde" und "Die Meistersinger von Nürnberg" enstanden und der Komponist musikalisch weiterreifte. 1874 beendete er schließlich mit den letzten Noten zur "Götterdämmerung" die Komposition des Zyklus, zwei Jahre später erklang der "Ring des Nibelungen" (die ersten beiden Teile hatte, ungeachtet der Proteste Wagners, bereits der Bayernkönig Ludwig II. uraufführen lassen) erstmals vollständig bei den neugegründeten Bayreuther Festspielen, von dort aus eroberte die Tetralogie sehr schnell die ganze Welt und stellt bis heute für jede wagnertaugliche Bühne und jeden ambitionierten Regisseur und Dirigenten eine hochwillkommene, da unbegrenzt ausdeutbare Aufgabe dar.
Die gewaltigen Dimensionen dieses Werks stellen nicht nur die Musiktheater vor große Herausforderungen, auch die Aufgabe, den Ring auf Tonträger zu bannen, ist nicht zu verachten. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großem Nuancenreichtum, eine ganze Reihe hochklassiger Sänger und steht vor dem Problem, die musikalische Spannung über eine Dauer von mehr als 15 Stunden aufrechtzuerhalten. Natürlich nahmen viele Dirigenten diese Aufgabe an und so kann man heutzutage aus einer Vielzahl von Ring - Einspielungen wählen, von denen jede ihren Reiz besitzt.
Sir Georg Solti nahm sich Ende der 50er Jahre vor, die erste wirkliche Gesamtaufnahme (alle vorherigen Dirigenten hatten der Länge des Werks Tribut zollen und Kürzungen akzeptieren müssen) einzuspielen. Er wählte dazu mit den Wiener Philharmonikern das wohl beste und wandlungsfähigste Orchester der Welt und eine Vielzahl ausgezeichneter und erfahrener Sänger. Über das Ergebnis ist seit jeher viel diskutiert worden, viele halten diesen Ring für die Aufnahme, an der sich alle späteren Einspielungen messen lassen müssen. Dies mag etwas übertrieben sein, doch kann man Soltis Interpretation noch immer mit Einschränkungen als Musteraufnahme sehen. Solti läßt hier seiner Vorliebe für breite Tempi und gewaltige Orchestereruptionen freien Lauf und schafft so den leider oft schlecht kopierten, monumentalen Wagner - Klang, für den der Komponist, der doch zu kammermusikalischer Feinheit fähig war, berühmt und noch mehr berüchtigt ist. Solti läßt es aber nicht nur donnern. Wunderbar geraten ihm die Liebesszenen im ersten Akt der "Walküre", die Beleitung des Wotan - Monologes, Siegfrieds "Waldweben", das den grobschlächtigen Helden zum ersten Mal sympathisch erscheinen läßt und die Gestaltung der mystischen Götterfiguren, vor allem die Auftritte der geheimnisvollen Erda und ihrer Nornen. Weitere Beispiele für Soltis musikalische Feinfühligkeit würden den Rahmen dieser Rezension sprengen, nur muß auch gesagt werden, daß einige Effekte nicht unbedingt nötig gewesen wären. Um möglichst große Theaternähe zu erzielen, wurden einige "Spezialeffekte" verwendet, so eine Donnermaschine (von Wagner verlangt), Stierhörner, die einen unbestreitbar archaischen Klang haben, die Stimme des Drachen Fafner wird mit viel Hall unterlegt. Leider wurden die Sänger auch oft so platziert, daß der Eindruck von Auftritt, Bewegungen auf der "Bühne" und Abgang erzielt werden sollte, was bei dem hohen Lautstärkepegel des Orchesters manchmal zu Verständnisschwierigkeiten führt. Auch die technisch zum Bariton verzerrte Stimme Wolfgang Wingassens in der "Götterdämmerung" klingt für heutige Hörgewohnheiten etwas seltsam und läßt die dramatische Szene ein wenig albern erscheinen. Dies sind aber nur kleine Mängel in einer ansonsten ausgezeichneten Aufnahme, die man noch nach über vierzig Jahren fast uneingeschränkt genießen kann.
Auch bei den Sängern setzte Solti auf bewährte Qualität.
Wotan, oberster Gott und zentrale Figur des Zyklus wurde mit großen Sängern besetzt. Im "Rheingold" leiht ihm George London, lange Zeit Stammgast in Bayreuth und erfahren in der Partie seine Stimme. Er löst seine Aufgabe sehr gut, verleiht mit seiner mächtigen Stimme dem schwierigen Charakter des Wahrers der Verträge, der selbige oft nicht achtet, viel Kontur. Etwas anders sieht es in "Walküre" und "Siegfried" aus. Hans Hotter war über lange Jahre weltweit der "Wotan vom Dienst", kein anderer Sänger konnte in dieser Rolle mehr Erfahrung aufweisen und niemand hatte sie so sehr verinnerlicht. Leider litt Hotter an chronischem Asthma, das seiner Stimme zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits einigen Schaden zugefügt hatte. In der früher mächtigen Stimme macht sich ein starkes Zittern bemerkbar, lange oder hohe Noten werden ihm zur nur schwer bewältigten Aufgabe und auch die Textverständlichkeit ist nicht die Beste. Dafür gelingen ihm immer wieder wunderbare Momente, so in den langen Monologen in der "Walküre" und in der wundervollen Erda - Szene im "Siegfried".
Wotans Gemahlin Fricka wird ebenfalls von zwei Sängerinnen dargestellt. Im "Rheingold" ist die große Kirsten Flagstad zu hören, die, zwar schon mit etwas angejahrter Stimme, die jedoch den berühmten silbernen Klang nicht verloren hat, sich noch einmal als eine der besten Wagner - Sängerinnen präsentiert. In der "Walküre" ist es Christa Ludwig, die einen bleibenden Einduck hinterläßt, nicht nur, weil sie den Götterstreit gewinnt, sondern auch den indisponierten Hotter an die Wand singt. Auch in der "Götterdämmerung" liefert sie mit der bewegenden Darstellung der Waltraute eine ausgezeichnete Vorstellung.
Claire Watson wurde ebenfalls für zwei Rollen engagiert, die hervorragend zu ihr passen. Im "Rheingold" veredelt sie die Rolle der Freia, in der "Götterdämmerung" Gutrune mit ihrer schönen, klaren Stimme.
Die weiteren Götter sind mit Waldemar Kmentt (Froh), Eberhard Wächter (Donner) und dem alten Wagner - Helden Set Svanholm (in der für ihn recht ungewöhnlichen Rolle des schurkischen Loge, die er aber ausgezeichnet darstellt) rollendeckend und hochkarätig besetzt.
Die mysteriöse Figur der Erda wird in dieser Aufnahme ebenfalls von zwei Sängerinnen darsgestellt. Im "Rheingold" ist es Jean Madeira, die diese wundervolle Szene mit ihrem reinen Alt in geheimnisvolles Halbdunkel taucht, kaum schwächer, doch stimmlich etwas weniger beeindruckend schlägt sich Marga Höffgen im "Siegfried".
Als Alberich agiert hier jemand, dem diese Rolle wie keinem Anderen auf den Leib geschrieben schien. Gustav Neidlinger war mit seiner einmaligen Stimme und seinem großen schauspielerischen Talent prädestiniert für den machtgierigen Nibelungen und zeigt hier ein weiteres Mal, warum er als Idealbesetzung für diese Partie galt.
Sein Burder Mime, zuerst der unglückliche Schmied des Ringes und der Tarnkappe, schließlich Siegfrieds widerwilliger Ziehvater, wird von Paul Kuen ("Rheingold"), einem routinierten Darsteller der Rolle und Gerhard Stolze ("Siegfried") gesungen. Stolze schrammt hier des Öfteren haarscharf daran vorbei, den häufig begangenen Fehler zu machen und den unleidlichen Zwerg zur Karikatur werden zu lassen, deklamiert die Partie mehr, als sie zu singen, schafft aber immer wieder den Sprung zurück in die Gesangslinie und liefert so ein insgesamt recht überzeugendes Rollenportrait.
Brillant ist Walter Kreppel in der Rolle des sensiblen Riesen Fasolt. Von diesem Sänger kenne ich leider keine weiteren Aufnahmen, doch diese ausgezeichnete Leistung macht Lust auf mehr.
Ebenfalls ideal besetzt ist sein böser Bruder Fafner mit Kurt Böhme, dessen schwarze, mächtige Stimme sowohl den gierigen Riesen als auch den (leider recht stark verhallten) Drachen vor Augen entstehen läßt.
Eine bessere Besetzung für das Wälsungenpaar ist nur schwer vorstellbar. James King war ein Sänger mit außergewöhnlich mächtiger, jedoch sehr schöner und strahlender Tenorstimme, ein hervorragender Lohengrin und ein noch besserer Siegmund. In dieser Rolle erwarb er sich weltweit Ruhm und den wunderschönen ersten Akt der "Walküre" hört man hier nicht zuletzt dank ihm in einer kaum zu überbietenden Version. Ihm zur Seite steht die großartige Régine Crespin, auch sie eine erfahrene Wagner - Sängerin und eine der besten Darstellerinnen der Sieglinde, die ich kenne. Die Harmonie der Liebesgesänge, die den ersten Akt der "Walküre" beinahe zu einer eigenen Oper machen, hört man hier in einer kaum zu übertreffenden Schönheit, wozu natürlich auch Soltis sensible Orchesterführung ihren Teil beiträgt.
Gottlob Frick liefert hier eine recht eigenwillige, aber hochinteressante Interpretation des Hunding. Er wirkt sehr stoisch, fast roboterhaft, als hätte er keinen eigenen Willen, sondern würde von den Göttern wie eine Marionette für ihre Zwecke benutzt. Stimmlich ist er wie immer hervorragend, einer der besten Bässe, die es jemals gab. Die weit dankbarere Aufgabe des Hagen in der "Götterdämmerung" löst er bravourös wie kein Anderer.
Und nun zum Wagner - Traumpaar der 60er und 70er Jahre. An Birgit Nilsson führte damals kein Weg vorbei, wenn es darum ging, die Werke des Komponisten mit der perfekten Stimme aufzuführen und einzuspielen. Als Brünnhilde zeigt sie sich ein weiteres Mal in bestechender Form, die Macht ihrer Stimme ist beeindruckend wie eh und je und wen sonst hätte Solti für die wichtigste Frauenpartie im Ring engagieren sollen, als die schwedische Naturgewalt, die sich hier als die würdige Nachfolgerin der Flagstad (auch sie eine wunderbare Brünnhilde, man höre nur den legendären Furtwängler - Ring) und als Meßlatte für alle künftigen Sängerinnen präsentiert. Meiner Meinung nach ist Birgit Nilsson als Brünnhilde noch immer nicht übertroffen und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht werden.
Und wo Birgit Nilsson ist, da ist Wolfgang Windgassen nicht weit. Der geniale Sänger - Darsteller war beinahe zwanzig Jahre lang Heldentenor Nummer eins in Bayreuth und weltweit einer der gefragtesten Wagner - Interpreten. Auch in dieser Aufnahme gestaltet er den Siegfried mit der ihm eigenen Sensibilität und gewinnt dem etwas plumpen Charakter des Helden viele Nuancen ab. Stimmlich war Windgassen ursprünglich eher im lyrischen Fach zuhause, bewältigte die extrem schwierigen Wagner - Partien, wie auch hier zu hören, mit seiner schauspielrischen Brillanz, die seine Darstellungen noch heute maßgeblich machen. Im Verein mit Birgit Nilsson hört man hier wirklich das ideale Wagner - Paar.
Bleibt noch der sensible Gunther von Dietrich Fischer - Dieskau zu erwähnen, der diese etwas undankbare Rolle sehr aufwertet und den unglücklichen Gibichungen zu einem wirklichen Handlungsträger werden läßt.
Auch die kleinen Rollen sind hier ausgezeichnet (Joan Sutherland als Stimme des Waldvogels!) und zum Teil mit späteren Stars (Lucia Popp, Gwyneth Jones, Helga Dernesch, Brigitte Fassbaender) besetzt.
Ob Soltis Ring nun die Referenz - Aufnahme ist oder nicht, dieses Urteil maße ich mir nicht an. Seit der Einspielung hat es noch sehr viele Aufnahmen von Wagners gewaltigem Zyklus gegeben und jede hat ihren eigenen Reiz. Nur soviel: Alle späteren Einspielungen sind mehr oder weniger von Soltig großer Pioniertat inspiriert und diesen Ring kann man jedem Wagner - Fan noch immer uneingeschränkt empfehlen, wozu das behutsame Remastering, durch das die Aufnahme entrauscht wurde, sein Teil beiträgt.
Tolle Aufnahme
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Die Aufnahme ist wirklich spitze und jeden Cent wert. Vor allem von der Tonqualität kann man beeindruckt sein, handelt es sich doch um eine historische Aufnahme! Kann sich wirklich mit DDD-Aufnahmen messen.
Die Ring-Aufnahme des Jahrhunderts
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Herausragend aus der erlesenen Sängerschar präsentieren sich vor allem Windgassen als Siegfried (besonders im Vergleich zu Thomas und Brilioth (!) unter Karajan oder Goldberg unter Levine. Ferner Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Fischer-Dieskau, Gustav Neidlinger, Set Svanholm, Gottlob Frick und natürlich Hans Hotter. Wobei dieser in der "Walküre" den Zenit seiner Kunst schon weit überschritten hat. Als Alternative bietet sich die Walküre under Leinsdorf an: fünf Jahre vor Solti (mit Hotter, Nilsson, Ludwig, James, Crespin) vereinigt sich hier eine nicht weniger erlesene Sängerschar. George London präsentiert einen stattlichen und vokal sicheren Wotan, Rita Gorr eine hysterische und stimmgewaltige Fricka (wenn auch nicht so eindrucksvoll wie Ludwig), Nilsson klingt frischer als unter Solti, Vickers sticht James King bei weitem aus und Gre Brouwenstijn singt die Sieglinde inniger, lyrischer, zärtlicher als der manchmal etwas essige Sopran Régine Crespins.
Eine der maßstabsetzenden Aufnahmen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bevor ich zum Ring 2007 nach Bayreuth gefahren bin, habe ich mir den klangtechnisch verbesserten Solti-Ring teilweise wieder angehört. Vergleicht man die Jahrhundert-Sänger Nilsson, Windgassen, Kuen, Neidlinger, Frick und mit einigen Abstrichen auch Hotter mit den gesanglichen Leistungen, die zur Zeit auf dem Grünen Hügel geboten werden, kann nur ein katastrophaler Niedergang des Wagner-Gesangs stimmlich, darstellerisch und vor allem in der bei Wagner so wichtigen Diktion konstatiert werden. Teilweise sind es Anfänger, die präsentiert werden. Früher war die Bayreuth-Mitwirkung Krönung einer Sängerkarriere. Bei Gottlob Frick zum Beispiel, versteht man im Solti-Ring jedes Wort auch in den sängerisch so schwierigen Mannenrufen. Hagens Wacht wird mit unglaublich eindrucksvoll gestaltet. Die Schwurszene mit Nilsson und Frick ist eine geradezu unvergessliche Demonstration sängerischer Dramatik. Der Schlußgesang der Brünnhilde jubelnde Wonne. Die gewiss nicht schlechte Brünnhilde der diesjährigen Festspiele Linda Watson wirkt im Vergleich mit Birgit Nilsson wie eine ins hochdramatische Fach verirrte Soubrette. Hans-Peter König ist bis zu den Mannenrufen ein durch aus achtbarer Hagen. Danach ist ihm die Luft ausgegangen. Der letzte Akt war nur noch Quälerei. Im Vergleich mit Frick ist er nur ein schmalbrüstiges "Bässchen".Wobei mir bewußt ist, dass eine Studio-Aufnahmen schwerlich mit einer Live-Aufführung zu vergleichen ist. Die beste Live-Aufnahme, die ich kenne stammt vom großen Ring-Dirigenten Hans Knappertsbusch. Musikalisch vorbildlich, sängerisch hervorragend. Wer die Lebendigkeit einer Live-Aufführung gegenüber der Studio-Produktion bevorzugt, sollte auf diese Aufnahme zurückgreifen. Trotz allem setzt der Solti-Ring vor allem durch das unvergleichliche, heute in dieser Qualität nicht mehr vorhandene Sängerensemble Maßstäbe und wird deshalb immer eine der Referenzaufnahmen bleiben.
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Produkt-Bild: The Golden Voice

The Golden Voice von Marilyn Horne

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 6,89

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2003
Zoom ± Produkt-Bild: The Golden Voice

Tracks:

Disk 1
  • L'amour est un oiseau rebelle (Habanera)
  • Mon coeur s'ouvre à ta voix
  • Eccomi al fine in Babilonia
  • Cruda sorte!
  • Hence, Iris, hence away
  • Dove sei, amato bene?
  • Che disse! che ascoltai! (ERSTER AKT)
  • Addio, addio, o miei sospiri (ERSTER AKT)
  • ô prêtres de baal ... ô toi, qui m'abandonnes
  • Elle est là! PrÞs de lui!
  • Mura felici
  • Tanti affetti (Auszüge)
Disk 2
  • Superbo di me stesso Meraspe
  • Il segreto per esser felici (ZWEITER AKT)
  • Me chiami, o Norma!
  • Deh! con te, con te li prendi (ZWEITER AKT)
  • Mira, o Norma (ZWEITER AKT)
  • Mira, o Norma - Si, fino all'ore estreme (ZWEITER AKT)
  • Soli or siamo ... condotta ell'era in ceppi
  • Non son tuo figlio (ZWEITER AKT)
  • Mal reggendo all'aspro assalto (ZWEITER AKT)
  • E un anatema! (ZWEITER AKT)
  • Nacht und Träume D 827
  • Abendlied
  • Träume
  • Jesús de Nazareth
  • Shenandoah
  • I Bought Me a Cat
  • The Lord's Prayer
  • Somewhere (englisch)
  • At the River
  • Jeannie with the light brown hair

Aus der Amazon.de-Redaktion


1934 in Bradford (Pennsylvania) geboren, wurde Marilyn Horne schon in frühester Kindheit von ihren musikalischen Eltern gefördert. Bereits mit fünf Jahren wurde sie zum ersten Gesangsunterricht geschickt. Musikalität und Technik wurden gleichermaßen trainiert. Ihre große Karriere stand also schon von Anfang an auf einem sicheren Fundament. Nun beschert uns Decca eine Doppel-CD mit Leckerbissen dieser Primadonna, die eigentlich keine ist: Als Sopran angefangen, fühlte sie sich schnell im Mezzo-Fach heimischer und nahm diesen "Abstieg" (der natürlich keiner ist!) zur Seconda-Donna gelassen hin. "L'amour est un oiseau rebelle", die weltbekannte Habanera der Carmen, darf auf keinem dieser Querschnitte fehlen. Technisch perfekt und trotz kerniger Stimme mit großer Leichtigkeit vorgetragen, wird dieser Einstieg bereits zu einem ersten Genuss.
Ein Ohrenschmaus jagt nun den nächsten. Alle aufzuzählen würde zu weit führen, hier einige herausgepickt: Isabellas "Cruda sorte!" aus Rossinis L'italiana in Algeri mit Schmelz und Virtuosität, Bertaridos "Dove sei, amato bene?" aus Händels Rodelinde mit herzzerreißender Melancholie. Dramatisch dagegen "Ô prêtres de Baal" aus Meyerbeers Le Prophète. Bellinis "Adalgisa" ist eine der Paraderollen für Marilyn Horne. Norma, die Titelpartie, singt keine Geringere als Joan Sutherland. Hier "duellieren" sich zwei grundverschiedene Stimmen, die aber musikalisch so perfekt aufeinander eingehen können, dass u.a. das Duett "Mira, o Norma" zu einem innigen Höhepunkt wird. Richtig überschwänglich wird es dann zwischen Horne und Pavarotti in Ausschnitten aus Il trovatore von Verdi. Unter anderem Schubert, Schumann und Bernstein folgen: Ein unheimlich breit gefächertes Repertoire, das uns Marilyn Horne genießen lässt.
Persönlichkeiten wie Bernstein, Solti und Lewis dirigieren die große Mezzosopranistin auf dieser Doppelbox, die eine Zeitspanne von 1964-1985 umfasst.Wer in einer wunderschönen, technisch absolut sauberen, musikalisch tief gehenden und aufwühlenden Stimme schwelgen will, ist hier genau richtig. --Rudolf Kamm
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Eine Kundenrezension:

Absolut traumhaft!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Stimme ist ein absoluter Traum. Marilyn Horne ist für mich der Mezzo-Sopran des des 20. Jahrhunderts und dieses Album ist eine wunderschöne Zusammenstellung ihres Repertoires in klanglich sehr guter Qualität.
Absolute Sahnestücke: Marilyn Horne zusammen mit Joan Sutherland in "Mira, o Norma" aus Bellinis "Norma" und Rossinis "Cruda sorte!". Beides habe ich nie besser gehört. Diese CD, meine Frau und ein guter Rotwein, schöner kann ein Abend nicht werden. Gänsehaut pur!
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