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Produkt-Bild: Carmina Burana

Carmina Burana von Dietrich Fischer-Dieskau, Gundula Janowitz

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,50

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1995
Zoom ± Produkt-Bild: Carmina Burana

Tracks:

  • O Fortuna
  • Fortune plango vulnera
  • Veris leta facies
  • Omnia sol temperat
  • Ecce gratum
  • Tanz
  • Floret silva nobilis
  • Chramer, gip die varwe mir
  • Swaz hie gat umbe
  • Were diu werlt alle min
  • Estuans interius
  • Olim lacus colueram
  • Ego sum abbas
  • In taberna quando sumus
  • Amor volat undique
  • Dies, nox et omnia
  • Stetit puella
  • Circa mea pectora
  • Si puer cum puellula
  • Veni, veni, venias
  • In trutina
  • Tempus est iocundum
  • Dulcissime
  • Ave formosissima
  • O Fortuna

Produktbeschreibung


Carmina Burana. Klassik-CD. AV
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

ochestral einwandfrei...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
...aber gesanglich manchmal nicht ganz so zufriedenstellend(chor), was aber durch einzelne höchstleistungen wettgemacht wird(janowitz).
sehr gut restaurierte aufnahme, klanglich einwandfrei.
leider ist der lateinische text z.t. schlecht übersetzt.
Famos
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ganz klar: mein Favorit für die Carmina burana ist diese Aufnahme. Klarer, akzentuierter Gesang. Hervorragendes Zusammenspiel von Chor und Orchester. Trotz ADD eine sehr gute Klangqualität. Kaufempfehlung. 56 min.
Das Rad des Lebens rollt unaufhaltsam durch die Komposition....
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Carl Orff ( 1895-1892) ist der Komponist der " Carmina Burana" . Er wurde durch seine Neuerungen auf dem Gebiet der Musikerziehung einst berühmt.
Uraufgeführt wurde das vorliegende Werk am 8.6.197 in Frankfurt/ Main.
Carmina Burana heisst die Sammlung von fast 200 mittelalterlichen Liedern, die 1803 in der Bibliothek eines Benediktinerklosters in Benediktbeuren bei München gefunden wurden.
Die Carmina Burana zeigt eine wunderbare Mischung aus Versen , die Mönche gedichtet haben und Lyrik , die von fahrenden Sängern stammt.
Einige Verse sind traurig, manche christlich , manche sind herb, manche humoristisch , doch aus allen spricht eine tief empfundene Menschlichkeit.
Orff wählte aus dieser Sammlung 20 Gedichte aus und arrangierte sie als weltliche Gesänge für Soli und Chor mit Begleitung von Instrumenten und mit magischen Bildern. Das ganze Stück ist mit mittelalterlichen Symbolen durchsetzt vom Rad des Lebens, das sich immer wieder dreht und den Menschen Glück und Unglück bringt. Der Rahmen für dieses Werk wird von einer szenischen Kantate gebildet.
Die Carmina beginnt und endet mit einer Ansprache an die Göttin Fortuna, der Lenkerin der Welt.
Das Rad des Lebens rollt durch die Komposition, während Männer und Frauen den natürlichen Vergnügungen des Lebens begegnen, der Natur, dem Essen und Trinken und schließlich der Liebe.
Im Abschnitt " Cour d`amour ( Hof der Liebe) wird mit dem Choreinsatz " Veni, veni, venias " ein erotischer Höhepunkt erreicht, bei dem sich die Stimmen orgiasitisch vereinen. Es ist ein Fest physischer Liebe.
Das Stück verlangt ein großes Orchester mit einer beachtlichen Anzahl von Schlaginstrumenten.
Durch die Vielfalt der orchestralen Farben und die Eindringlichkeit der Gesänge wird man in eine surreale, mittelalterliche Welt versetzt, der man sich nicht entziehen mag, nicht zuletzt weil sie an das Gemälde " Garten der Lüste" von Hieronymos Bosch erinnert.

Ganz wundervoll von Künstlern, wie etwa Fischer-Dieskau gesanglich interpretiert.

Empfehlenswert!
Orgiastische Klänge
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nachdem man nur einmal kurz in diese Aufnahme hineingehört hat, verwundert es nicht, daß der Komponist sie, wie auf dem Titelblatt in drei Sprachen zu lesen, persönlich autorisiert hat.
Eugen Jochum, der Nachwelt eigentlich besser als mystischer Bruckner-Exeget in Erinnerung geblieben, hat Orffs Partitur mit geradezu orgiastischer Kraft und einem Feuer ohnegleichen interpretiert. Er, der sonst eher getragene Tempi bevorzugte, treibt sein Ensemble mit einer schier unaufhaltsamen Wucht vorwärts (zum Vergleich: der temperamentvolle Antal Dorati benötigt 63 Minuten für das Werk, während Jochum nur 56 braucht).
Glanzvolle, nicht zu überbietende Künstler standen dem Dirigenten zur Verfügung. Allen voran Gundula Janowitz: Nie hat man das "In trintina" so schön und lupenrein gehört. Ihr Gesang ist einmal mehr pure Imagination. Aber auch ihre männlichen Kollegen, Gerhard Stolze (Tenor) und Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton), sind allererste Wahl. Letzterer singt unglaublich tonschön und ganz unmaniriert. Neben den Schöneberger Sängerknaben hören wir Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin, und von allen diesen Formationen zu sagen, sie seien bestens disponiert, wäre noch glatt untertrieben. Zusammen mit dem Dirigenten sorgen sie für eine Umsetzung von Orffs Partitur, wie man sie sich vollkommener schlicht nicht vorstellen kann.
Die Aufnahme entstand im Oktober 1967 in den Berliner Ufa-Studios und klingt nach digitaler Restaurierung im "Original-Image Bit-Processing" einfach wunderbar. Sie braucht sich hinter neueren Digital-Produktionen keineswegs zu verstecken. Das aufwendige Textheft bringt neben einigen internationalen Kritiken den vollständigen Carmina-Originaltext mit Übersetzungen in deutsch, französisch und englisch.
Die Beste!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Phantastische Interpretation!
Dies ist mit Abstand die beste Interpretation von Carmina Burana. Musikalische Perfektion. Wieso? Es stimmt einfach alles und die Emotion ist riesig! Beim Zuhören kommt man so stark in die Musik "hinein", dass sich die Gänsehaut vom Anfang bis zum Ende einstellt. O Fortuna, mir kommen heute noch jedes Mal die Tränen beim zuhören...
Die Aufnahme ist leider relativ alt und wurde elektronisch "verbessert". Daher technisch bitte nicht zuviel erwarten.
Aber Jochum ist Jochum: Unvergleichbar.
Ein absoluter Must.
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Produkt-Bild: Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre

Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre von Kozena, Carreras, Ameling, Bernstein, Gardiner, Jochum+

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,00

Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Agnus Dei - Himmlische Arien und Chöre

Tracks:

  • Miserere mei, Deus
  • Agnus Dei (AGNUS DEI)
  • Behold The Lamb Of God (ZWEITER TEIL)
  • Et incarnatus est (Credo)
  • Ave Maria
  • Locus iste
  • Pie Jesu
  • 1. Salve Regina. Andante
  • Ave verum corpus KV 618
  • Panis angelicus
  • Agnus dei
  • Schafe können sicher weiden
  • Cantique de Jean Racine op. 11
  • Agnus Dei

Produktbeschreibung


AGNUS DEI
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Produkt-Bild: Bruckner: Symphonies (complete)

Bruckner: Symphonies (complete) von Eugen Jochum, Sd

Audio CD von Brilliant Classics (Foreign Media Group)
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 17,95

Erscheinungsdatum: Sept. 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Bruckner: Symphonies (complete)

Tracks:

Disk 1
  • Symphony No. 1
Disk 2
  • Symphony No. 2
Disk 3
  • Symphony No. 3
Disk 4
  • Symphony No. 4 (Romantische)
Disk 5
  • Symphony No. 5
Disk 6
  • Symphony No. 6
Disk 7
  • Symphony No. 7
Disk 8
  • Symphony No. 8
Disk 9
  • Symphony No. 9
Disk 10
  • Symphony No. 0 (Nullte Symphony)

Produkt-Bild: Te Deum - Motetten - 150. Psalm

Te Deum - Motetten - 150. Psalm von Maria Stader, Sieglinde Wagner, Richard Holm, Berliner Philharmoniker

Audio CD von Deutsche Grammophon
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,92

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Te Deum - Motetten - 150. Psalm

Tracks:

  • 1. Te Deum
  • 2. Te ergo quaesumus
  • 3. Aeterna fac
  • 4. Salvum fac populum tuum
  • 5. In Te Domine speravi
  • Locus iste
  • Ave Maria
  • Tota pulchra es, Maria
  • Virga Jesse floruit
  • Ecce sacerdos magnus
  • Afferentur regi
  • Pange, lingua
  • Os justi meditabitur sapientiam
  • Vexilla regis
  • Christus factus est
  • Psalm 150 C-dur

Produktbeschreibung


TE DEUM/10 MOTETTEN/PSALM 150
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2 Kundenrezensionen:

Bruckner für die einsame Insel
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Angesichts des weiter unten stehenden Verrisses möchte ich eine Lanze für diese wundervolle Aufnahme brechen: ganz abgesehen, daß die so harsch kritisierten a-capella-Motetten nicht vom Chor der Deutschen Oper Berlin gesungen werden, sondern vom Chor des Bayerischen Rundfunks, muß man ganz deutlich feststellen, daß besonders die Intonation dieser harmonisch so komplizierten Stücke ausgezeichnet gelungen ist. Für Hörer der jüngeren Generation, die vielleicht eher mit dem Klang von sehr guten Kammerchören großgeworden oder mit dem Klang englischer Knabenchöre vertraut sind, und die vielleicht Herreweghes und/oder Matthew Bests Bruckner im Regal haben, ist der unglaublich voluminöse und durchaus auch etwas mit Vibrato (Sopran!) versehene Klang womöglich zunächst ungewohnt. Aber was wir hier hören, ist letztendlich auch eine Dokumentation der hohen Qualität eines großen Rundfunkchores, und gerade diese Chöre - ein einmaliges Erbe deutscher Nachkriegs-Musikkultur - wurden in dieser Form in den letzten Jahren vorsätzlich zerstört. Rundfunkchöre von der Besetzungsstärke des BR-Chores in den 60er Jahren dürfte es heute gar nicht mehr geben.
Als Besonderheit sei noch vermerkt, daß der große Bruckner-Dirigent Eugen Jochum nicht nur als Orchestererzieher tätig war, sondern es wird besonders an den Motetten deutlich, daß er auch ein ausgezeichneter Chordirigent war, der es auch mit diesem Medium vermag, eine hervorragende Interpretation zu verwirklichen, mit dynamischen Graden vom kaum noch hörbaren Pianissimo bis zu einem gigantischen Fortissimo ohne jegliche Schärfe und mit einer präzisen (wenn auch manchmal etwas sehr didaktisch-lateinischen) Textbehandlung.
Mit der "klassischen" Berliner Te Deum-Aufnahme gekoppelt eine Empfehlung für die einsame Insel!
Eine Sternstunde der Chormusik!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Einspielung von Bruckner-Motetten unter Eugen Jochum ist meiner Meinung nach eine der herausragendsten Einspielungen von Chormusik überhaupt.

Jochum, bekannt als Bruckner-Spezialist, erzielt ein Resultat von derart hoher Qualität, daß es kaum wiederholbar scheint. Bruckners Motetten gehören zu den schwierigsten Werken der a-cappella-Literatur für Chor, und doch gelingt dem Chor scheinbar mühelos eine Interpretation, die Bruckners Intentionen vollauf gerecht wird, ohne dabei angestrengt zu wirken. Die Intonation ist absolut PHANTASTISCH, und das dynamische Spektrum, das der Chor auf seine Hörer losläßt, ist immens und atemberaubend. Auch das komplexe Stimmengeflecht erscheint stets transparent, die Textverständlichkeit ist stets gewährleistet - all das erweckt im Zuhörer den Eindruck einer tiefen Religiosität des Komponisten. Die Aufnahme der 3 Messen Bruckners unter Jochum (als Ergänzung wärmstens empfohlen) wurde ja sogar in die Liste der "100 all-time Great Recordings" der englischen Zeitschrift Gramophone aufgenommen - ein weiterer Beleg für Jochums Kompetenz in Sachen Bruckner.

Diese Aufnahme gehört in jede Sammlung von Chormusik; ihre phantastische Qualität ist bis heute das Maß aller Dinge und eine echte Hommage an einen tief-religiösen Komponisten geblieben.
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Produkt-Bild: Best of Wagner

Best of Wagner von Eugen Jochum, Karl Böhm, Bp, Wp

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 2,98

Erscheinungsdatum: Juli 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Best of Wagner

Tracks:

  • Ouvertüre
  • Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten (ZWEITER AKT)
  • Steuermann, laß die Wacht! (DRITTER AKT)
  • Walkürenritt (DRITTER AUFZUG)
  • Freudig begrüßen wir die edle Halle (ZWEITER AKT)
  • Wie Todesahnung...O du mein holder Abendstern (DRITTER AKT)
  • Treulich geführt ziehet dahin (DRITTER AUFZUG)
  • In fernem Land, unnahbar euren Schritten (DRITTER AUFZUG)
  • Ouvertüre
  • Ehrt eure deutschen Meister (DRITTER AKT)
  • Ehrt eure deutschen Meister (DRITTER AKT)
  • Orchesterzwischenspiel: Trauermarsch (DRITTER AUFZUG)
  • Mild und leise wie er lächelt (DRITTER AKT)

Produktbeschreibung


BEST OF WAGNER
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Produkt-Bild: Bruckner: Symphonien 1-9

Bruckner: Symphonien 1-9 von Jochum / Berliner Philharmoniker / Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 54,95, Angebote ab EUR 32,00

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2002
Zoom ± Produkt-Bild: Bruckner: Symphonien 1-9

Tracks:

Disk 1
  • 1. Allegro molto moderato ("Linz Version" 1866)
  • 2. Adagio ("Linz Version" 1866)
  • 3. Scherzo. Lebhaft ("Linz Version" 1866)
  • 4. Finale. Bewegt und feurig ("Linz Version" 1866)
Disk 2
  • 1. Moderato
  • 2. Andante
  • 3. Scherzo. Mäßig schnell
  • 4. Finale. Mehr schnell - Sehr schnell
Disk 3
  • 1. Mehr langsam, Misterioso
  • 2. Adagio, bewegt, quasi andante
  • 3. Scherzo: Ziemlich schnell
  • 4. Finale: Allegro
Disk 4
  • 1. Bewegt, nicht zu schnell (Original Version)
  • Adagio e staccato (Original Version)
  • Allegro-Andante-Allegro (Original Version)
  • Allegro I (Original Version)
Disk 5
  • 1. Introduction Adagio - Allegro Mäßig (Original Version)
  • 2. Adagio Sehr langsam (Original Version)
  • 3. Scherzo Molto vivace, schnell - Trio. Im gleichenTempo (Original Version)
  • 4. Finale Adagio - Allegro moderato (Original Version)
Disk 6
  • 1. Maestoso (Original Version)
  • 2. Adagio. Sehr feierlich (Original Version)
  • 3. Scherzo. Nicht schnell - Trio. Langsam (Original Version)
  • 4. Finale. Bewegt, doch nicht zu schnell (Original Version)
Disk 7
  • 1. Allegro moderato (Original Version)
  • 2. Adagio Sehr feierlich und sehr langsam (Original Version)
  • 3. Scherzo Sehr schnell (Original Version)
  • 4. Finale Bewegt, doch nicht schnell (Original Version)
Disk 8
  • 1. Allegro moderato
  • 2. Scherzo. Allegro moderato - Trio. Langsam. Scherzo da capo
  • 3. Adagio. Feierlich langsam, doch nicht schleppend
  • 4. Finale. Feierlich, nicht schnell
Disk 9
  • 1. Feierlich. Misterioso (Original Version)
  • 2. Scherzo Bewegt lebhaft - Trio Schnell - Scherzo da capo (Original Version)
  • 3. Adagio Langsam, feierlich (Original Version)

4 Kundenrezensionen:

non confundar in aeternum
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Über die Charakteristika der Bruckner-Interpretationen Eugen Jochums braucht man wohl nicht viel schreiben. Zweifelsohne hatte Jochum einen sehr persönlichen Zugang zu Bruckner gefunden, und seine Aufnahmen werden in Ewigkeit Bestand haben als Bruckner-Dokumente von Rang - darin vergleichbar den Aufnahmen Celibidaches oder Wands. Sicherlich wird es auch immer Hörer geben, die die individuelle Herangehensweise Jochums nicht mögen, seine Deutung zu gradlinig oder zu einseitig musikantisch finden; ich persönlich bin von seinem zupackend dramatischen und unsentimentalen Zugriff fasziniert und habe nie Archaik oder Mystik vermißt.
Jochum hat zwei Gesamtaufnahmen der Sinfonien Nr. 1-9 gemacht: eine für DGG mit den Berliner Philharmonikern und dem Sinfonierorchester des BR, und eine zweite für EMI mit der Staatskapelle Dresden.
Musikalisch-interpretatorisch sind die beiden Zyklen im Prinzip identisch, ich rate aber jedem an Jochums Bruckner-Deutungen Interssierten (bzw. solchen, die sich nicht beide Box-Sets ins Regal stellen wollen) zum Kauf der DGG-Aufnahmen. Sie sind weitaus "gepflegter" gespielt, sowohl was das orchestrale Zusammenspiel als auch was den Klang angeht: viele von Jochums eigenwilligen Accelerandi sind in Dresden sehr wackelig (war Jochum mit diesem Orchester nicht so vertraut, oder war er zum Zeitpunkt der Aufnahme schon zu alt?), und der Orchesterklang hat leider mit dem berühmten Dresdner Klang ("wie altes Gold") wenig zu tun, vielmehr fehlt klangliche Homogenität, was v.a. am Blech liegt, das oft schneidend scharf spielt. Eigentlich verwunderlich, wenn man bedenkt, zu was für Höchstleistungen dieses Orchester fast zeitgleich bei Kempes Strauss-Aufnahmen fähig war. Die Berliner Philharmoniker und das BR-Orchester spielen hier jeweils mit einem viel "deutscheren" Klang.
Auch die Aufnahmetechnik läßt bei EMI vieles in einem zu mulmigen Gesamtklangbild untergehen (leider bei vielen Aufnahmen aus der Dresdner Lukaskirche der Fall), während die älteren DGG-Aufnahmen (die Fünfte stammt aus 1958!) wundervoll transparent sind und auch in langen forte-Strecken nicht ermüdend klingen. Mit einem informativen Booklet, das u.a. einen Aufsatz aus Jochums eigener Feder enthält, ist dies eine absolut empfehlenswerte Referenz-Einspielung - vielleicht nicht der allein-seligmachende Bruckner, aber eine Interpretation, die Geschichte geschrieben hat.
keine Begeisterung
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Ich weiß, Jochum's Aufnahme wurde immer schon hochgelobt. Deswegen war sie auch die erste Gesamtaufnahme, die ich erworben hatte. Und ich war und bin enttäuscht. Mir fehlt das Spannende, Mystische, Archaische. Mir ist sie schlichtweg zu gemütlich und nett. Sie zieht mich nicht in ihren Bann - plätschert eher an mir vorbei.

Von Bruckners Symphonien hat mich erst Bernhard Haitink begeistert - mit seiner zeitgleich zu Jochum enstandenen Aufnahme mit dem Concertgebouw bei "Philips". Und diese Aufnahme fasziniert mich nach wie vor.
Überschätzt
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Sicherlich, Eugen Jochum hat große Verdienste um das Werk Anton Bruckners - er war einer der ersten Dirigenten, die sich für die Originalversionen der Sinfonien des österreichischen Meisters einsetzten und hat ferner die vorliegende erste Komplettaufnahme eingespielt. Aber an seinen Interpretationen hat der Zahn der Zeit kräftig genagt - sein Ansatz ist aus heutiger Sicht altmodisch und auch altväterlich, gelegentlich auch ein klein wenig zu akademisch. Jochum vermeidet es zwar aufgrund sehr weiser Einsicht, Bruckner zu einem Popanz zu machen, der immer nur mit Felsbrocken um sich wirft, macht aber gleichzeitig auch einen zu großen Bogen um die Extreme, die nun einmal ein wesentlicher Bestandteil dieser Musik sind. Deshalb gefällt mir zum Beispiel auch seine Achte nicht besonders - die verzweifelten Ausbrüche im ersten Satz, der Vorwärtsdrang des Scherzos, das Transzendente des Adagios und die Apotheose im Finale - das alles hat man sowohl früher (Furtwängler, Horenstein) als auch in jüngerer Zeit (Wand, Giulini, Celibidache) viel mitreißender und auch anrührender gehört; Jochum bleibt hier zu distanziert und unbeteiligt. Andere Stücke wiederum klingen übermäßig weihevoll - zum Beispiel seine Interpretation der Siebten Sinfonie, die mich beim Hören in Teilen zu sehr an eine katholische Messe denken läßt.
Fazit: Sicherlich kein schlechter, aber mittlerweile schon etwas überholter Bruckner. Als Alternativen bieten sich die Aufnahmen von Günter Wand (RCA, vor allem die späten mit den Berliner Philharmonikern), Carlo Maria Giulini (EMI/DG), Sergiu Celibidache (EMI), Carl Schuricht und in jüngster Zeit Nikolaus Harnoncourt (Teldec/RCA) an.
Sternstunde in Ewigkeit
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
An Eugen Jochum kommt keiner vorbei. Er hat mit dieser Gesamteinspielung von Bruckners Symphonien ein Monument hingestellt, das einzigartig ist. Es atmet den Pioniergeist und die magische Begeisterung der Musiker, lange bevor Bruckner "in" war. Heute ist der CD-Katalog seitenweise gefüllt mit Bruckner-Einspielungen, die Orchester und Dirigenten reißen sich darum. Doch Jochum war der erste, der die tiefere Bedeutung dieses so außergewöhnlichen Komponisten auf Schallplatte dokumentierte.
Die Aufnahmen stammen von 1958 bis 1967. Sie sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, herrlich ausgewogen und klanglich differenziert gestaffelt. Es fehlt die digitale Brillianz, doch gerade dies verleiht dem Ton eine charaktervolle Wärme. Und das bekommt der Musik Bruckners ausgezeichnet. Jochum und seine Musiker hatten den Mut und die Vollmacht, das Mystische in der Musik Bruckners authentisch zu Wort kommen zu lassen. Dagegen klingt der vielgerühmte Günter Wand gläsern und irgendwie steril.
Für mich als Bruckner-Forscher ist Jochum die absolut erste Wahl. Eine Sternstunde der Musik, gepresst in Materie, zeitlos gültig. Eigentlich ein Wunder.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Sinfonien 1-9

Sinfonien 1-9 von Eugen Jochum, Sd, Anton Bruckner, Staatskapelle Dresden

Audio CD von EMI Classi (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 33,95, Angebote ab EUR 25,85

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Sinfonien 1-9

Tracks:

  • Sämtliche Sinfonien

4 Kundenrezensionen:

Durchweg Empfehlenswert!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
Ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen handelt es sich hierbei im sicherlich NICHT um die besten Einpielungen (gerade interpretatorisch. Wer mal wirklich einzelne Sätze mit der Partitur verfolgt und dabei exakt den Notentext in allen Einzelheiten beachtet, wird sich an mancher Stelle wundern, speziell im Vergleich zu Aufnahmen mit anderen Spitzenorchestern - ohne jetzt irgendwelche Namen zu nennen, ein Selbstvergleich ist doch immernoch das spannendste an klassischen Aufnahmen, da können selbst noch "schlechte" CDs Spaß machen ;)

In ihrer GESAMTHEIT bleibt diese Aufnahme jedoch unangefochten auf Platz einz, das es keine Alternative mit einer durchweg derart an den Tag gelegten Geläufigkeit gibt. Die Dresdner klingen gut (beim Blech drücken wir mal ein Auge zu, dort sind nämlich tatsächlich auch die meisten inhaltlichen Abweichungen oder nennen wir es Vereinfachungen zu suchen), sowohl als Orchester, als auch vom musikalischen Gesamtkonzept unter Jochum. Klangtechnisch ist diese Aufnahme sicherlich auch kein Meilenstein, jedoch solide und vorallem bezüglich des Jahrgangs über alle Kritik erhaben, kann sie durchaus locker mit dem heute auch nicht astronmisch hohen Durhcschnitt einer Orchesteraufnahme mithalten.

Allem voran jedoch ist diese Box ihres Preises wegen Empfehlenswert.
Für das Geld muss man sehen, dass man überhaupt erstmal ein Aufnahme von irgendetwas bekommt und für einen besseren Bruckner kann man gleiches Geld auch durchaus für eine einzelne Symphonie ausgeben.
Für 35 ¬ kann man hier einfach nichts falsch machen, ob als Anfänger zum kennenlernen, oder aber auch als Kenner vielleicht einiger Symphonien, der der Vollständigkeit halber alle im Regal haben möchte.
Legendär und unübertroffen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Gesamteinspielung muss sich an seiner durchgehend hohen Qualität messen lassen. Der Organist Jochum lässt den Geist des Organisten Bruckner hier auferstehen. Man untersuche nur die Aufnamen der 1., 5. und 9. Sinfonie. Die Transparenz und Differenziertheit der Klangfarben im Schlusssatz der 1. Sinfonie habe ich niemals wieder so präzise gehört. Die Aufnahme der 5. Sinfonie stammt aus dem Jahre 1958 und ist interpretatorisch noch höher einzuschätzen als Jochums Live-Aufnahme mit den Amsterdam Cocertgebouw von 1964. Schon die Generalpause in der Introduktion der 9. Sinfonie zeigt das Besondere des Interpretationsstil Jochums. Jeder Organist kann den Grund dafür nachvollziehen.
Wunderschöner Bruckner - mit Blecheintrübungen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Warum nicht 5 Sterne für diese Einspielung? Trotz des musikalisch überzeugenden Konzepts, das der Dirigent Jochum anbietet, und der herrlich aufspielenden Streicher der Staatskapelle Dresden? Nun, weil das Blech nicht immer auf dem (intonatorischen) Niveau agiert, das man sich von einem Orchester dieses Rangs (die Staatskapelle Dresden, zumal in der auf Tonträgern mehrfach dokumentierten Form der 1970er Jahre, gehört meiner Meinung nach mit den Wiener und Berliner Philharmonikern zu den drei führenden Orchestern im deutschen Sprachraum) eigentlich erwarten darf. Der Aufnahmeleiter dieser Studioproduktion (!) hätte meinem Höreindruck nach mehr Präzision einfordern müssen.
Dennoch: ein durchaus empfehlenswerter Zyklus, gerade auch für Bruckner-"Anfänger": so selbstverständlich, so fließend, so klangschön, so musikantisch, ja, so nachvollziehbar hört man Bruckners Symphonien nicht alle Tage.
Jochum und Bruckner... ein glücklicher Fall des Schicksals
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorne weg: Diese Gesamteinspielung übertrumpft alle Tinters, Wands, von Karajans und Soltis.
Eugen Jochum schafft es immer wieder durch seine Kompetenz bezüglich seiner Brucknerinterpretationen zu überzeugen.
Er schafft es sicherlich nicht nur aufgrund der Tatsache, dass er ein ausgezeichneter Musiker war, sondern auch, da er sich mit Bruckner seelisch verbunden fühlte, wie er selber zu sagen pflegte. So schafft er es auch, die für Bruckners Musik so immens wichtigen Spannungsbögen einzuhalten, woran viele seiner Kollegen oftmals kläglich scheitern. Die in Blöcken strukturierte Musik kommt so zu ihrer vollen Entfaltung.
Die vorliegenden Einspielungen sind von exzellenter Qualität und der Gesamteinspielunge mit den Berliner Philharmonikern (DGG) vorzuziehen.
Der Klangkörper der Dresdener Staatskapelle ist neben dem der Berliner Philharmoniker und dem des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sicherlich das beste deutsche Orchester.
Für Bruckner ist dieses Orchester ganz besonders hervorragend, da es wie kein zweites die einzelnen Klangfarben schön differenziert zum Ausdruck bringen kann.
Die Aufnahme tut hierbei ihr übriges. Sie ist als sehr gute ADD-Aufnahme anzusehen.
Fazit:
Dieses ist meiner Meinung nach die beste Gesamteinspielung der brucknerschen Sinfonien. Ein besseres Resultat lässt sich nur durch Einzelzusammenstellungen erreichen, was aber deutlich teurer ist. Es ist sehr schade, dass es keine neuere Gesamteinspielung Jochums mit den Wiener Philharmonikern gibt... somit bleibt dieser hier der Thron vorbehalten.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Messen

Messen von Eugen Jochum (Dirigent), Eugen Jochum, Rafael Kubelik, Theobald Schrems, Chor des Bayerischen Rundfunks

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,81

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: April 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Messen

Tracks:

Disk 1
  • Kyrie eleison
  • Christe eleison
  • Kyrie eleison
  • Gloria in excelsis Deo
  • Laudamus te
  • Gratias
  • Domine Deus
  • Qui tollis
  • Quoniam
  • Cum Sancto Spiritu in gloria Dei Patris
  • Credo in unum Deum
  • Et incarnatus est - Crucifixus
  • Et resurrexit
  • Sanctus
  • Benedictus
  • Agnus Dei
  • Dona nobis pacem
Disk 2
  • 1. Kyrie
  • 2. Gloria
  • 3. Credo
  • 4. Sanctus
  • 5. Benedictus
  • 6. Agnus Dei
  • Kyrie
  • Gloria
  • Credo
  • Sanctus
  • Benedictus
  • Agnus Dei

Produktbeschreibung


MESSEN
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

2 Kundenrezensionen:

Einsatz für Haydns Sakralmusik
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Als die hier von der DGG wieder vorgelegten drei Messkompositionen von Joseph Haydn eingespielt wurden, erfreuten sich diese Werke noch eines ungebrochenen Einsatzes als liturgische Gebrauchsmusik bei feierlichen Hochämtern zu den großen Festen des Kirchenjahres.
Nachdem im Gefolge des Zweiten Vaticanums inzwischen praktisch die gesamte lateinisch-römische Liturgie in einem Staatsbegräbnis erster Klasse zu Grabe getragen wurde und alle liturgische Musik von der frühesten Gregorianik über Palestrina bis hin zu Beethoven, Bruckner und Strawinsky, eine mehr als anderthalb Jahrtausende umfassende liturgische und kirchenmusikalische Entwicklung, fast ganz an den Rand gedrängt wurde und entweder ein zweckentfremdetes Gnadendasein im Konzertsaal fristet oder bestenfalls als Beigabe zu Gottesdienstfeiern, die den Namen "Hochamt" weder beanspruchen noch verdienen, von den liturgisch Verantwortlichen geduldet wird, ist es höchst erfreulich, diesen Werken wenigstens auf Tonträger in niveauvollen Aufführungen zu begegnen. Ob das viel diskutierte Moto proprio "Summorum pontificum" von Papst Benedikt XVI., das den großzügigen Gebrauch der alten Liturgie seit 2007 wieder ermöglicht, eine Umkehr dieser Verhältnisse herbeiführen kann, darf erhofft, aber keineswegs als sicher vorausgesetzt werden.
Joseph Haydn hat insgesamt 15 Messen komponiert, und die hier zur Debatte stehenden drei Werke zeigen ganz unterschiedliche Entwicklungsstufen in seinem Schaffen. Die älteste Komposition ist die "Cäcilienmesse" aus dem Jahr 1766, die noch ganz in der Tradition der Kantatenmessen des 18. Jahrhunderts steht. Dies ist insbesondere an Gloria und Credo auszumachen, deren umfangreiche Texte in einzelne Nummern zerlegt wurden, wie das auch Johann Sebastian Bach in seiner großen h-moll-Messe praktizierte.
Dagegen nimmt sich die "Kleine Orgelmesse" aus dem Jahr 1778 wesentlich bescheidener aus; hier haben wir eine typische Missa brevis vor uns, in der die Messtexte knapp und prägnant vertont wurden.
Die "Paukenmesse", die im Jahr 1796 vertont wurde, stellt uns die klassische Messkomposition in symphonischem Stil vor, wie sie später von Mozart, Beethoven und Bruckner weitergeführt und zur Vollendung gebracht wurde.
In allen drei Messen kommt das großbesetzte Symphonie-Orchester des Bayerischen Rundfunks zum Einsatz, unter so renommierten Dirigenten wie Eugen Jochum (Cäcilienmesse), Theobald Schrems (Kleine Orgelmesse) und Rafael Kubelik (Paukenmesse), so dass musikalisch kaum Wünsche offenbleiben. Auch die Solisten sind hochkarätig; es finden sich u.a. Namen wie Maria Stader, Josef Greindl, Elsie Morrison und Karl Christian Kohn darunter. Besondere Erwähnung verdient die sonst wenig bekannte Sopranistin Ursula Buckel, deren Soli in der "Kleinen Orgelmesse" von höchster Gesangskunst zeugen. Mit ihr singen die Regensburger Domspatzen und der Domchor, während in den beiden großen Messen der bewährte Chor des Bayerischen Rundfunks mitwirkt.
Die Klangqualität der frühen Stereo-Produktionen aus 1958 (Cäcilienmesse), 1962 (Kleine Orgelmesse) und 1963 (Paukenmesse) ist nach erfolgter Digitalisierung gediegen und rauscharm, und die dreisprachige Textbeilage mit einem Essay von Kenneth Chalmers hat hohen Informationswert. Höchst empfehlenswerte Wiederveröffentlichungen!
Mit einer unterschlagenen "Missa solemnis"
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vor allem für die Aufnahme der damals frisch in ihrer vollen originalen Gestalt wiedergefundenen Cäcilienmesse Hob. XXII/5 lohnt sich eine Anschaffung dieser Doppel-CD. In einem ausdrucksgeladenen Stil fernab von später modisch gewordener Klangaskese musiziert, erlebt man eine exzeptionelle Messekomposition des frühen bis mittleren Haydn, die nicht nur in den zeitlichen Ausmaßen in etwa auf Beethovens berühmtere Missa solemnis hinausläuft, sondern sie an Eindringlichkeit des Ausdrucks, an Vielfalt der Mittel sicher erreicht und in Bezug auf die dramaturgische Disposition übertrifft. Während bei Beethoven überlange Sanctus/Benedictus- und Agnus Dei-Teile nach den packenden Abschnitten Gloria und Credo der Gesamtwirkung abträglich sind, rafft Haydn hier, wie dies analog geschickt nur noch César Franck in seiner ebenfalls unterschätzten und üblicherweise unter Preis verkauften Messe op. 12 wieder tat. Das Gloria dauert mit über 30 Minuten am längsten, Kyrie und Credo zusammen nicht ganz 30 und Sanctus/Benedictus plus Agnus zusammen mit gut 12 kaum länger als das Kyrie allein. Nicht nur zeigt sich Haydn als grandioser Textausdeuter, er wird auch allgemeinen Gesetzen dramaturgischer Spannung in überrumpelnder Weise gerecht. Das selten prominent genannte und noch seltener so engagiert wie hier musizierte Werk verdient in der Geschichte der Messekomposition einen exponiert vorderen Rang. Unbedingt kennenlernen!
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Produkt-Bild: Leichte Klassik - Zum Fest (Klassik vom Feinsten)

Leichte Klassik - Zum Fest (Klassik vom Feinsten) von Various

Audio CD von Philips (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 4,95, Angebote ab EUR 1,24

Erscheinungsdatum: Oktober 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Leichte Klassik - Zum Fest (Klassik vom Feinsten)

Tracks:

  • Trumpet tune
  • Brandenburgisches Konzert Nr. 2 F-Dur BWV 1047
  • Weihnachtsoratorium BWV 248
  • Concerto grosso op. 3 Nr. 12 C-dur (Weihnachtskonzert): 1. Satz (Pastorale)
  • 1. Largo
  • 2. Allegro
  • 3. Largo
  • 4. Menuet - più allegro - Menuet
  • Nr. 6 HWV 294
  • 2. Andante
  • Arrival of the Queen of Sheba
  • Concerto grosso g-moll op. 6 Nr. 8 "fatto per la notte di Natale"
  • Konzert für Trompete, Streicher und B.c. f-moll
  • Jesus bleibet meine Freude
  • Oboenkonzert d-moll 2. Satz - Adagio
  • 1. Allegro non molto
  • 2. Largo
  • 3. Allegro
  • Hallelujah

Produkt-Bild: The Originals - Bruckner

The Originals - Bruckner von Eugen Jochum, Sobr

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 11,49

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 1995
Zoom ± Produkt-Bild: The Originals - Bruckner

Tracks:

Disk 1
  • 1. Kyrie
  • 2. Gloria
  • 3. Credo
  • 4. Sanctus
  • 5. Benedictus
  • 6. Agnus Dei
  • 1. Kyrie
  • 2. Gloria
  • 3. Credo
Disk 2
  • 4. Sanctus
  • 5. Benedictus
  • 6. Agnus Dei
  • 1. Kyrie
  • 2. Gloria
  • 3. Credo
  • 3. Credo Fortsetzung
  • 4. Sanctus
  • 5. Benedictus
  • 6. Agnus Dei

Produktbeschreibung


MESSEN 1,2+3
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Eine Kundenrezension:

Eine grandiose (Erst-)Einspielung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das Eugen Jochum einer der ganz großen Brucknerinterpreten ist kann man bejahen oder bezweifeln. Aber egal wie man darüber denkt (ich würde diese Tatsache allerdings bejahen!) diese Aufnahme ist nicht nur eine Pioniertat (meines Wissens nach die Ersteinspielung der Messen) im Bezug auf die geistliche Musik Bruckners, sondern auch eine der großartigsten Bruckner- und Messeneinspielung überhaupt. Wer sich ernsthaft mit dieser Musik beschäftigt kommt an dieser Aufnahme nicht vorbei!

Jedes einzelne der drei Werke wird sorgfältig ausgearbeitet und in den Mittelpunkt gestellt. Musizieren ohne Selbstzweck kann so schön sein! Besonders ergreifend ist die Gestaltung der Messe Nr. 2 e-Moll, die im Stile der "alten" Messtradition zu Zeiten Giovanni Pierluigi da Palestrinas, den Bruckner mehr als bewunderte, gestaltet ist. Etwas gleichsam intimes und zugleich volltönend romantisches hat man noch nicht gehört (soweit man "romantisch" hier als Terminus gebrauchen sollte!)

Was an gesanglicher/instrumentaler Leistung auffällt ist, dass die Solisten, sowie Chor und Orchester sehr sauber musizieren und auch gut verständlich sind. Keine Komponente sticht hervor oder wird bevorzugt. Es ist eher eine privilegierte Partnerschaft, die die einzelnen Parteien eingehen. Jochums Dirigat ist wie (fast) immer souverän, auch wenn sein Bruckner-Stil nicht für jeden "das Richtige" ist oder zu sein scheint (man hört doch erstaunlicherweise auch Misstöne!). Doch hier kann man durchaus von Souveränität sprechen, was auch den Chor und die Solisten beflügelt.

In jedem Fall ist diese Einspielung ein Glücksfall der Mess- und Brucknerinterpretation und deshalb meine ganz besondere Empfehlung für alle Neugierigen, Bruckner- und Messenliebhaber oder solche die es werden wollen. In jedem Fall eine lohnende Anschaffung zu einem günstigen Preis, was aber bei solch einer klanglichen Qualität kein Kaufgrund sein sollte!

Das Booklet ist informativ und anschaulich gestaltet und durch die Texte der Messen ergänzt. Ein gewohnt hochqualitatives CD-Set aus der wundervollen Reihe "The Originals" der DGG. Mein Kauftipp!!!
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