... 
Produkt-Bild: Klavierkonzerte Bwv 1052,55,56,58

Klavierkonzerte Bwv 1052,55,56,58 von David Fray, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Audio CD von Virgin Cla (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 18,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Klavierkonzerte Bwv 1052,55,56,58

Tracks:

  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Larghetto
  • Concerto for keyboard and orchestra in A major BWV 1055: Allegro ma non tanto
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Adagio
  • Concerto for keyboard and orchestra in F minor BWV 1056: Presto
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Allegro moderato
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Andante
  • Concerto for keyboard and orchestra in G minor BWV 1058: Allegro assai
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Allegro
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Adagio
  • Concerto for keyboard and orchestra in D minor BWV 1052: Allegro

5 Kundenrezensionen:

Wunderbar
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Schaut und hört den Videoausschnitt. Es ist die beste Bach- Interpretation
dieser Werke die ich jemals gehört habe
Remember Glenn
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ein junger Mann sitzt gebeugt am Klavier,man erinnert sich an die Bilder vom jungen Glenn Gould.

Das Cover mit wirrem Haar- solche Fotos gibt es auch vom jungen Gould.

David Fray, ein neuer Stern am Pianistenhimmel ?

"Es gibt nur wenige Pianisten aus der jungen Generation, die von den derzeitigen "Major Labels" unter Exklusivvertrag genommen werden. Einer von ihnen ist der junge Franzose David Fray. Seine erste Einspielung im Mai 2007 war den Komponisten Johann Sebastian Bach und Pierre Boulez gewidmet - eine Kombination, die viel über sein breites, originelles Repertoire aussagt. Im Januar 2008 entstand sein zweites Album. Mit der Deutschen Kammerphilharmonie interpretierte er vier Konzerte für Klavier und Orchester von Bach, die wie die Brandenburgischen Konzerte zu den bekanntesten Werken des Komponisten zählen. Zu den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen, die David Fray bereits erhielt, zählen das "Diploma of Outstanding Merit" des internationalen Hamamatsu-Klavierwettbewerbs in Japan und der Titel "Nachwuchssolist des Jahres" der Commission des Radios Francophones in Montréal (2004). Ebenfalls 2004 wählte ihn die französische Verwertungsgesellschaft ADAMI zur "Klassik-Entdeckung des Jahres". Den Durchbruch schaffte er bei einem triumphalen Konzert im Pariser Théâtre du Châtelet im Juni 2006, bei dem er in letzter Minute für Hélène Grimaud eingesprungen war."

Seine Interpretation von Bach hört sich auch an, wie ein Nachfolge dieses Bach-Spielers Gould,zB die immer wieder auftretende abhackte Spielweise.Aber dies ist nicht von vornherein ein Mangel.

Zusammen mit der Bremer Kammerphilharmonie gelingt ihm eine überaus muntere Darstellung der Konzerte, die durchaus mit meiner bevorzugten Aufnahme dieser Konzerte von Katsaris mithalten kann. Die Kammerphilharmonie hatte das d-moll Konzert jüngst mit Grimaud eingespielt. Diese Aufnahme mit Fray erscheint mir inspirierter. Deswegen ist in jedem Fall der Orchesterpart besser, differenzierter als bei Katsaris.

Unter den vorhandenen Aufnahmen eine der besten.
Eine der besten Bachinterpretationen, die ich je erworben habe!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wenn man Händel als den "Meister der Konsonanz" bezeichnet, dann Bach als den "Meister der Dissonanz". Ich liebe die Händelsche Musik, aber ich muss gestehen, dass ich sie höchstens 2 bis 3 Stunden "ertragen" kann, dann überkommt mich das Gefühl, ständig nur Süßspeise zu verzehren und ich werde ihrer überdrüssig. Ganz anders ist das bei J. S. Bach. Er wird nie langweilig, aber nur unter einer Voraussetzung: Er muss glasklar und mit fast mathematischer Präzision gespielt werden, nicht zu langsam, keinesfalls zu schnell, mit großer Dynamik und mitreißendem Schwung. Und bei seinen Klavierkonzerten spielt das begleitende Kammerorchester eine mindestens genau so wichtige Rolle.

Ich kenne nur wenige Kammerorchester, die alte und barocke Musik exzellent spielen oder begleiten können. Eines davon ist zweifellos "St. Martin in the fields", und ich war überrascht vom musikalischen Einfühlungsvermögen der "Deutschen Kammerphilharmonie Bremen", die David Fray als Klaviervirtuose und gleichzeitig als Dirigent in unübertrefflicher Weise in das musikalische Geschehen einbindet. Da sitzt ein aufstrebendes neues Klaviergenie lässig auf dem Schemel vor dem Flügel, seine Hände erlauben auch in schwersten polyphonen Passagen nicht den geringsten (bei Bach bereits unverzeihlichen) Fehler, und dabei dirigiert er noch meisterhaft das begleitende Orchester und bringt dieses zu gestalterischer Höchstleistung. Alle Achtung!

Jeder Bachenthusiast macht mit dem Kauf dieser Platte gewiss keinen Fehler, es ist Bachsche Musik vom Feinsten, ein wahres Kleinod; auch die Auswahl, zu der ich mich im begrenzten Rahmen dieser Rezension nicht äußern kann. Da gibt es auf CD teurere Bachinterpretationen namhafter Dirigenten und Interpreten, die nicht an die musikalische Qualität dieser Interpretation herankommen.

Weiter so David Fray und Deutsche Kammerphilharmonie Bremen! Die Musik hat 6 Sterne verdient!
Göttlich !!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Cembalokonzerte von Bach mit modernem Orchester und großem Konzertflügel zu interpretieren, empfand ich immer schon als groteske Absurdität. Bach hat zwar wohl das Hammerklavier kennen gelernt und wird seine Möglichkeiten bewundert haben. Doch was hätte er im Hinblick auf seine filigranen Konzerte zu einem Steinway gesagt?
Egal! Es gibt viele Einspielungen für Klavier und modernes Orchester und viele kann man getrost vergessen. Diese hier aber lässt aufhorchen! Entrückt ist das Spiel von David Fray mit einer unendlichen Leichtigkeit (ohne das ständige Gestöhne eines Glenn Gould), die seinesgleichen sucht. Als hätte er es mit Anfänger-Etüden zu tun umschweben seine Finger die Tastatur. Er sieht nicht nur aus wie ein junger Gott, er spielt auch so!
Dieser Eindruck setzt sich mit dem transparenten Klangbild der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen fort, das natürlich etwas voller als das eines Orchesters mit originalen Instrumenten daher kommt. Gut, sonst stände nur das Klavier im Vordergrund. Verglichen mit diversen Referenzaufnahmen in alter" Besetzung, wirken Letztere spröde und hölzern, von der hier zu hörenden Wärme weit entfernt.
Virgin Classics ist ein Coup gelungen. Das gilt für die Aufmachung der CD nur bedingt. So lässt sich die CD am PC nur über opendisc" abspielen, andere Player öffenen sie nicht. Man will wohl ein illegales Brennen vermeiden. Gleichzeitig verspricht man interaktives Bonusmaterial. Man muss sich aber online irgendwo anmelden, klappen tut das (zumindest bei mir ) nicht. Ein Hinweis auf den Erbauer des benutzten Flügels könnte für den einen oder andern Hörer Sinn machen. Ich habe im Booklet alles Mögliche (selbst denjenigen, der das Teil gestimmt hat) gefunden, nur nicht, wer es erbaut hat.
Trotzdem: Hätte Bach ein solches Klavier gehabt, hätte es so geklungen.
Glückshormone und Gänsehaut
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal so begeistert sein könnte von Werken, die ich in- und auswendig kenne! Und dass ich in der Post-Gould-Ära und nach tiefen musikalischen Bach-Offenbarungserlebnissen mit erst Evgeni Koroliov und dann Martin Stadtfeld mich noch einmal neu in die Bach-Interpretation eines Pianisten würde verlieben können. Und dann kam David Fray.

Der Gould-Vergleich wird ihm sicherlich allenthalben nachgetragen und er wird seiner zweifellos irgendwann überdrüssig werden, dennoch ist er letztendlich berechtigt: viel von der Genialität, dem fast manischen Artikulationswillen, dem Perfektionismus und selbst von den Manierismen des Kanadiers finden sich in diesem jungen Musiker. Aber soweit sich das an seiner (in der Öffentlichkeit wahrnehmbaren) 'Persona' ablesen lässt, ist er ein Gould ohne Paranoia und Neurosen, dafür mit einer unbändigen Lebensfreude und Kommunikationsbereitschaft.

Sein Bach leuchtet mit kristallener Transparenz, pulsiert und tanzt, lächelt, lacht und leidet und lässt keine einzige Note uninterpretiert. Genau diese mentale Präsenz und Gestaltungsklarheit fordert er auch von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ein und findet in ihr einen hier und da noch etwas deutsch-behäbigen, aber im Wesentlichen willigen und fähigen Tanzpartner. Im Gegensatz zu Stadtfeld ist Frays Fassung der Bachschen Werke kein rauschhafter Wurf, denn pianistische Virtuosität und jungenhafte Unbekümmertheit werden stets von seiner unzweifelhaften, intellektuellen Durchdringung selbst der kleinsten Details gezügelt. Die Sorgfalt, mit der er Übergänge gestaltet, die Hingabe an die lyrische Qualität von Melodielinien und die Freude an den typisch Bachschen Frage-Antwort-Spielen zeigen einen denkenden und fühlenden Musiker in Höchstform.

Fray schenkt uns einen Bach, bei dem einem unwillkürlich der Fuß wippt, der glücklich macht und bisweilen geradezu betroffen. Einen mitreißend lebendigen Bach. Einen Bach, gespielt mit Champagner im Blut!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Johann Sebastian Bach: Das Gesamtwerk (Box mit 155 CDs)

Johann Sebastian Bach: Das Gesamtwerk (Box mit 155 CDs) von Johann Sebastian Bach

Audio CD von Brilliant Classics (Foreign Media Group)
Preis bei Amazon: EUR 49,95

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Johann Sebastian Bach: Das Gesamtwerk (Box mit 155 CDs)

Produktbeschreibung


BACH EDITION
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Sehr empfehlenswert - klanglich überzeugend
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auch ich war skeptisch angesichts der Aussicht, das Werk Bachs als gute, vor allem klanglich gute Gesamtausgabe zu erhalten. Schließlich war ich allerdings begeistert von der Klangqualität insgesamt und vielen hervorragenden Einspielungen.
Die Kritik einiger Rezenzenten kann ich persönlich nicht nachvollziehen, da ich der Meinung bin, dass diese Gesamtausgabe niemanden davon abhalten wird, sich bestimmte Werke auch von anderen Orchestern zuzukaufen. Denn dem der sich die Box kauft, bietet sich die Möglichkeit, einen Gesamtüberblick über Bachs Werk zu bekommen, wie es sonst nur Fachleuten möglich ist. Ich werde mich auch nicht über den günstigen Preis beschweren und kann die Ausgabe von Brilliant Classics nur jedem, der Bachs Musik liebt und besser kennen lernen will, wärmstens empfehlen.
diese falsche Cd...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich habe erst heute festgestellt, dass die erste CD der Hohe Messe fehlt, oder besser: ich habe zwei gleiche CD des 2en Teil! Diese Brilliant Editionen sind sehr praktisch, aber es gibt oft Fehlern! Ich hatte das gleiche Problem mit der Corelli Edition, und es war so kompliziert um alles zurückschicken, und PortoPreisen usw...
(Fast) Vollständig aber unbefriedigend
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Der große Vorteil dieser Edition ist, dass es (fast) das Gesamtwerk eines der bedeutendsten Komponisten des Abendlandes ist. Hilfreich vor allem, wenn man Raritäten von Bach kennenlernen will. Große Interpretation ist es aber nur selten. Das der große, zu große Wermutstropfen an dieser Sammlung.
Sie sind doch nicht blöd - oder?
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Leider gibt es hier mal wieder eine "all inclusive" Einspielung, die auf Kosten konzertanter Musik geht. Stimmt nicht? Doch es stimmt, denn wie sollen große Orchester, die live mit großer Empathie klassische Musikstücke spielen Ihre Kosten finanzieren, wenn auf der anderen Seite Konkursmassen verramscht werden? Nein, ich kaufe lieber etwas teurer und sichere damit die kulturelle Vielfalt auch in Zukunft. Die "Geiz ist geil" Mentalität sollten wir hier überdenken!

Allenfalls für CD Sammler die Ihre Sammlung nach Anzahl beurteilen ein Schnäppchen.
Leider doch n i c h t DAS GESAMTWERK.
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Der Titel dieser "blauen" Bach-Gesamtwerkebox mit 155 CDs ist leider ein Trugschluss. (Ich will nicht von Mogelpackung sprechen.)Im Gegensatz zu einer früher erschienenen "braunen" Bach-Werke-Gesamtaufnamebox vom Brilliant Music mit 160 CDs fehlen z.B. die Markus-Passion BWV 247 und die Lukas-Passion BWV 246.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Das Wohltemperierte Klavier, Buch 1 (Ltd.Deluxe Version 2CDs)

Das Wohltemperierte Klavier, Buch 1 (Ltd.Deluxe Version 2CDs) von Martin Stadtfeld

Audio CD von Sony Class (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 18,97, Angebote ab EUR 18,01

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Das Wohltemperierte Klavier, Buch 1 (Ltd.Deluxe Version 2CDs)

Tracks:

Disk 1
  • Prelude No. 1 in C major, BWV 846
  • Fugue No. 1 in C major, BWV 846
  • Prelude No. 2 in C minor, BWV 847
  • Fugue No. 2 in C minor, BWV 847
  • Prelude No. 3 in C sharp major, BWV 848
  • Fugue No. 3 in C sharp major, BWV 848
  • Prelude No. 4 in C sharp minor, BWV 849
  • Fugue No. 4 in C sharp minor, BWV 849
  • Prelude No. 5 in D major, BWV 850
  • Fugue No. 5 in D major, BWV 850
  • Prelude No. 6 in D minor, BWV 851
  • Fugue No. 6 in D minor, BWV 851
  • Prelude No. 7 in E flat major, BWV 852
  • Fugue No. 7 in E flat major, BWV 852
  • Prelude No. 8 in E flat minor, BWV 853
  • Fugue No. 8 in E flat minor, BWV 853
  • Prelude No. 9 in E major, BWV 854
  • Fugue No. 9 in E major, BWV 854
  • Prelude No. 10 in E minor, BWV 855
  • Fugue No. 10 in E minor, BWV 855
  • Prelude No. 11 in F major, BWV 856
  • Fugue No. 11 in F major, BWV 856
  • Prelude No. 12 in F minor, BWV 857
  • Fugue No. 12 in F minor, BWV 857
Disk 2
  • Prelude No. 13 in F sharp major, BWV 858
  • Fugue No. 13 in F sharp major, BWV 858
  • Prelude No. 14 in F sharp minor, BWV 859
  • Fugue No. 14 in F sharp minor, BWV 859
  • Prelude No. 15 in G major, BWV 860
  • Fugue No. 15 in G major, BWV 860
  • Prelude No. 16 in G minor, BWV 861
  • Fugue No. 16 in G minor, BWV 861
  • Prelude No. 17 in A flat major, BWV 862
  • Fugue No. 17 in A flat major, BWV 862
  • Prelude No. 18 in A flat minor, BWV 863
  • Fugue No. 18 in A flat minor, BWV 863
  • Prelude No. 19 in A major, BWV 864
  • Fugue No. 19 in A major, BWV 864
  • Prelude No. 20 in A minor, BWV 865
  • Fugue No. 20 in A minor, BWV 865
  • Prelude No. 21 in B flat major, BWV 866
  • Fugue No. 21 in B flat major, BWV 866
  • Prelude No. 22 in B flat minor, BWV 867
  • Fugue No. 22 in B flat minor, BWV 867
  • Prelude No. 23 in B major, BWV 868
  • Fugue No. 23 in B major, BWV 868
  • Prelude No. 24 in B minor, BWV 869
  • Fugue No. 24 in B minor, BWV 869

5 Kundenrezensionen:

Schnelle Finger, verwaschener Klang
1 von 5 Punkten 1 von 5 Punkten
Klar, einige Fugen sind gut herausgearbeitet und schön polyphon gespielt, aber der Funke der Genialität springt niemals über. Einige schnelle Präludien sind durch den Hintergrundhall verwaschen und nicht klar genug, um wirklich Virtuosität festzustellen. An wirklich wichtigen Stellen wird unnötig pedalisiert. Vergleicht man die Aufnahme mit Gould, wirkt Stadtfeld wie ein Amateur.
einfach spitze
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Unter den Einspielungen des Wohltemperierten Klaviers gibt es ja schon
einige berühmte. Meine Präferenz war zugegeben immer Gould, wobei ich
auch die sehr strömende Aufnahme von Richter schön finde.
Ich war dann schon gespannt, was Martin Stadtfeld damit macht, zumal er
ja bekannt dafür ist, vieles anders zu machen. Und muss sagen: Die
Aufnahme ist etwas Neues, vieles hört man hier ganz anders, schon das
einleitende C-Dur Präludium hat eine ganz eigene tiefe Atmosphäre (auch
durch die schöne Aufnahmetechnik) und Stücke wie c-Moll und D-Dur sind
außerordentlich virtuos.
Martin Stadtfeld geht in die Extreme, ohne das Gesamtgefühl zu
verlieren. Die Aufnahme hat trotz der großen Gegensätze eine
einheitliche Atmosphäre.
Gefühlvolle Interpretation
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Neben den altbekannten, teils sehr guten Einspielungen der ''Altmeister'', von Sviatoslav Richter über Barenboim bishin zu Glenn Gould.... ist diese Neueinspielung nicht nur klangtechnisch überlegen, sondern auch interpretatorisch ebenbürtig.
Uneingeschränkte Empfehlung !!!
Enttäuschend !
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Die vorleigende Bach-Einspielung habe ich mir von einem Kollegen ausgeliehen, und das war auch gut so. Wer sich mit Bachs WK auskennt, wird erstaunt sein, wie schwerfällig und technisch bedenklich Stadtfelds Interpretation ist. Der Hall dieser Aufnahme ist eine Frechheit ! Man hört viel zu wenig anschlagtechnische Details. Ist das gewollt ? Die Musik klingt weichgespült und ungenau. Das ist sehr frustrierend ! Trotzdem noch 2 Sterne wegen der gesprochenen, hochinteressante Ausführungen zu Bachs Musik.
Viel medienwirksamer Rummel um nichts
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Dieses ist leider das traurige Kehrbild der z.T. wirklich nur profitorientierten Klassik-Welt. Das Produkt: eine nette CD, schön von außen anzusehen, ein Pianist, der sich gut auf einem Cover macht, viel Hall, um Ungenauigkeiten wirksam abzudecken, eine tiefgehende Komposition-die Bibel der Klavierliteratur. Um was es eigentlich geht, nämlich die Interpretation eines uns von den Medien als "erleuchteter" Bach Interpret angepriesenen jungen Pianisten entpuppt sich als statische, aus pianistischer Sicht als mangelhaft zu bezeichnende Einspielung. Kein Feuer, keine neuen Ideen, technische Probleme - wer "über der Sache steht" ist sicher nicht der Pianist sondern eher der Profit eines CD Labels. Geht man heutzutage in Klassenabende junger Klavierstudenten an den bekannten Universitäten hört man Besseres und das garantiert live. Wenn man weiß, wie Stadtfeld in Konzerten spielt, kann man sich vorstellen, wieviele Schnitte investiert worden sein müssen, um diese CD zu dem zu machen, was sie ist: ganz viel Wind um nichts! Für den enormen PR Aufwand des Labels und die mühsame Arbeit der Toningenieure noch 2 Sterne.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium

Weihnachts-Oratorium von M. Flämig, Dresdner Kreuzchor, Dp

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 16,90

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium

Tracks:

Disk 1
  • Chor: Jauchzet, frohlocket (1. Teil)
  • Rezitativ: Es begab sich aber zu der Zeit
  • Rezitativ: Nun wird mein liebster Bräutigam
  • Arie: Bereite dich, Zion
  • Choral: Wie soll ich dich empfangen
  • Rezitativ: Und sie gebar ihren ersten Sohn
  • Choral: Er ist auf Erden kommen arm - Rezitativ: Wer kann die Liebe recht erhöh'n
  • Arie: Großer Herr und starker König
  • Choral: Ach mein herzliebes Jesulein
  • Sinfonia (2. Teil)
  • Rezitativ: Und es waren Hirten in derselben Gegend
  • Choral: Brich an, o schönes Morgenlicht
  • Rezitativ: Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht
  • Rezitativ: Was Gott dem Abraham verheißen
  • Arie: Frohe Hirten, eilt, ach eilet
  • Rezitativ: Und das habt zum Zeichen
  • Choral: Schaut hin, dort liegt in finstern Stall
  • Rezitativ: So geht denn hin, ihr Hirten
  • Arie: Schlafe, mein Liebster
  • Rezitativ: Und alsobald war da bei dem Engel
  • Chor: Ehre sei Gott in der Höhe
  • Rezitativ: So recht, ihr Engel, jauchzet und singet
  • Choral: Wir singen dir in deinem Heer
Disk 2
  • Chor: Herrscher des Himmels (3. Teil)
  • Rezitativ: Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren
  • Chor: Lasset uns nun gehen
  • Rezitativ: Er hat sein Volk getröst'
  • Rezitativ: Die hat er alles uns getan
  • Duett: Herr, dein Mitleid
  • Rezitativ: Und sie kamen eilend
  • Arie: Schließe, mein Herze, dies selige Wunder
  • Rezitativ: Ja, ja, mein Herz soll es bewahren
  • Choral: Ich will dich mit Fleiß bewahren
  • Rezitativ: Und die Hirten kehrten wieder um
  • Choral: Seid froh dieweil
  • Chor: Herrscher des Himmels
  • Chor: Fallt mit Danken, fallt mit Loben (4. Teil)
  • Rezitativ: Und da acht Tage um waren
  • Rezitativ mit Choral: Immanuel, o süßes Wort - Jesu, du mein liebstes Leben
  • Arie: Flößt, mein Heiland
  • Rezitativ mit Choral: Wohlan, dein Name soll allein - Jesu, meine Freud und Wonne
  • Arie: Ich will nur dir zu Ehren leben
  • Choral: Jesus richte mein Beginnen
Disk 3
  • Chor: Ehre sei dir, Gott, gesungen (5. Teil)
  • Rezitativ: Da Jesus geboren war zu Bethlehem
  • Chor und Rezitativ: Wo ist der neugeborne König - Sucht ihn in meiner Brust
  • Choral: Dein Glanz all Finsternis verzehrt
  • Arie: Erleucht auch meine finstre Sinnen
  • Rezitativ: Da das der König Herodes hörte
  • Rezitativ: Warum wollt ihr erschrecken
  • Rezitativ: Und ließ versammeln alle Hohepriester
  • Terzett: Ach, wann wird die Zeit erscheinen
  • Rezitativ: Mein Liebster herrschet schon
  • Choral: Zwar ist solche Herzensstube
  • Chor: Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben (6. Teil)
  • Rezitativ: Da berief Herodes die Weisen heimlich - Zieht hin und forschet fleißig
  • Rezitativ: Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen
  • Arie: Nur ein Wink von seinen Händen
  • Rezitativ: Als sie nun den König gehöret hatten
  • Choral: Ich steh an deiner Krippen hier
  • Rezitativ: Und Gott befahl ihnen im Traum
  • Rezitativ: So geht! Genug, meine Schatz
  • Arie: Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken
  • Rezitativ: Was will der Hölle Schrecken nun
  • Choral: Nun seid ihr wohl gerochen

4 Kundenrezensionen:

Die festliche Alternative
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich habe kein Verständnis dafür, dass alle paar Jahre von den vermeintlichen Experten eine Aufnahme des Weihnachtsoratorium(oder der Passionen und der h moll Messe) zur Referenz erklärt wird, welche alle anderen erhältlichen Einspielungen überflüssig und unbedeutend erscheinen lässt.
Gerade bei den großen Vokalwerken Bachs gibt es so viele unterschiedliche Interpretationsansätze, dass es eine Wonne ist, verschiedene Aufnahmen zu besitzen, Vergleiche anstellen zu können und immer wieder neues entdecken zu können. Die Entscheidung zur persönlichen Referenz bleibt dann flexibel, stimmungsabhängig und undogmatisch.
Dieses Weihnachtsoratorium gehört zur ungebrochenen nicht historisierenden ostdeutschen Aufführungstradition. Es handelt sich hierbei um eine Einspielung aus dem Jahre 1974/75. Diese Einspielung wurde für das DDR Label Eterna gemacht. Nomen est Omen: Den Technikern ist es gelungen, eine Einspielung einzufangen, welche aufnahmetechnisch mit vielen jüngeren Einsielungen mithalten kann, und dies macht sie zur Referenz, da in den letzten Jahrzehnten fast nur noch authentische Einspielungen entstanden sind.
Allein die Arie "Großer Herr, starker König" lohnt die Anschaffung dieser
Aufnahme. Ludwig Güttlers Bläserensemble schmettert festlich und sehr präsent ohne jedoch aufdringlich zu werden. Die Solisten versprühen weihnachtliche Stimmung ohne jeden Ansatz romantisierenden Kitsches.
Und über Peter Schreier als den besten und vor allem deutlichsten Evangelisten für Bachs Vokalwerke brauch an dieser Stelle nichts mehr gesagt werden. Wie überhaupt im Großen und Ganzen die Textverständlichkeit hervorragend ist.
Wer vielleicht ein Problem mit Knabenchören hat und diese in Bachs Vokalwerken nicht vorfinden will, dem sei gesagt, dass der Kreuzchor hier das Vorurteil widerlegt, dass eben Knabenchöre allenfalls in den einstimmigen Chorälen mithalten können, sie jedoch , wenn es fugenartig zugeht,die künstlerischen Absichten Bachs zerstören.
160 Minuten weihnachtliche Hochstimmung im Wohnzimmer machen diese Produktion zur unerreichten festlichen Alternative und klanglichen wie interpretatorischen Referenz. Hier steht nicht nur Weihnachten drauf, hier ist auch Weihnachten drin.

Und ein Weihnachtsoratorium zum Preis von weniger als einer CD sollte selbst jene in Versuchung führen, die glauben, ihre gültige Referenzaufnahme bereits gefunden zu haben.
Die Festlichkeit wir noch durch die liebevolle Aufmachung unterstrichen. Drei CDs im Digipack und einem Samtschuber mit goldener Beschriftung. Booklet in deutscher und in englischer Sprache.
Unübertrefflich!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Viele Worte zu machen lohnt sich nicht: Man höre selber und sei überwältigt - große Musik groß vorgetragen, von den Besten der Besten.
Nur noch zur Aufnahmequalität: Hört man ganz genau hin, so lassen sich an sehr, sehr wenigen Stellen für Sekundenbruchteile ganz leichte "Schwankungen" feststellen, die von den Aufnahmebändern herrühren. Aber sonst ist der Klang herrlich rund, warm und ausgewogen, keine digitale Technik vermag das zu übertreffen und vielleicht sogar nicht einmal zu erreichen.
Fazit: Es geht nicht besser: Ein Meisterwerk meisterhaft vorgetragen!
Es mag sein, dass diese Aufnahme den Pedanten unter den Bach-Hörern nicht zusagt. Jene, die nur die sog. historische Aufführungspraxis gelten lassen und sich an den "neuesten Stand der Bachforschung" klammern, mögen sich unter ihren Bach-Perücken an den ihnen genehmen Einspielungen gütlich tun.
Barock-Musik als "quasi Tanzmusik" abzutun und alles, was dem womöglich zuwiderläuft, als monoton und langweilig zu bezeichnen, zeugt aber von einer eher eingeschränkten musikalischen Betrachtungsweise. Gerade die angeblich mitreißenden und ständig schwungvollen Dirigate können schnell ermüden.
Ich möchte im Gegenteil behaupten, dass diese Dresdener Aufnahme die Differenzierungen in der Komposition sehr gut zum Vorschein kommen lässt und auf diese Weise eine Spannung und "Power" erzeugt, die jegliche Monotonie gerade verhindert. Und die Qualität von Solisten und Chor dieser Aufnahme anzuzweifeln ist einfach nur anmaßend. Alle vier sind top und können nur erreicht, nicht übertroffen werden.
Letztlich sollte das Weihnachtsoratorium doch - und das war gewiss Bachs vornehmstes Anliegen - ein Stück Verkündigung sein! Das vermag diese - meinetwegen romantische - Interpretation auf die allerbeste Weise. Hier strahlt die Musik Wärme, Leben und Freude aus, die sicherlich auch, aber eben nicht nur auf tänzerischem Schwung aufbaut und in tiefgehender Weise beeindruckt!
unübertrefflich--ein Genuß
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Geschmäcker sind verschieden --aber für mich persönlich ist diese Aufnahme von all den vielen Aufnahmen die ich schon gehört habe, die Allerschönste.
Sie ist schwungvoll aber nicht zu "hart";-mit "Wärme" --aber die Stimmen glasklar,auch instrumental hervorragend.
Ich bin froh,dieses Kleinod gefunden zu haben, und kann sie jedem empfehlen.
HKL200021
Referenz-CD
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Viele Versionen des Weihnachtsoratoriums habe ich bereits gehört - die hier vorliegende Aufnahme empfinde ich als unerreicht. Sie ist die 1984 von der VEB aufgenommene Einspielung mit der exzellenten Besetzung Augér (Sopran), Burmeister (Alt), Schreier (Tenor) und Adam (Bass), die sowohl perfekt singen als auch unter Martin Flämigs Leitung eine Interpretation dieser Musik erreichen, die die Tiefe der Bachschen Komposition unvergleichlich auslotet. Hinzu kommt ein äußerst gut aufgelegter Dresdner Kreuzchor und glockenreine Knabenstimmen. Kaum zu schweigen vom tadellos aufspielenden Bachorchester der Dresdner Philharmonie.
Die Aufnahme ist perfekt (ein anderes Wort passt nicht) abgemischt, die Stimmen und die Instrumente sind klar und dennoch warm, ohne je indifferent zu klingen.
Die Bach-Trompeten klingen einfach nur göttlich.
Da spielt es kaum eine Rolle, dass die Aufnahmetechnik noch nicht digital war - selbst die Schallplatte dieser Vertonung habe ich bis zum Erscheinen der CDs sämtlichen neueren CDs vorgezogen, und das Mastering der CDs ist trefflich, den Charakter der Einspielung bewahrend, gelungen.
Für mich ist diese CD Referenz. Ich kann sie nur empfehlen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Helmut Schmidt - Kanzler & Pianist / Helmut Schmidt außer Dienst

Helmut Schmidt - Kanzler & Pianist / Helmut Schmidt außer Dienst von Helmut Schmidt, Sandra Maischberger, Jan Kerhart, Loki Schmidt

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 20,95, Angebote ab EUR 15,99

3,5 von 5 Punkten
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Helmut Schmidt - Kanzler & Pianist / Helmut Schmidt außer Dienst

Tracks:

  • Konzert für 4 Klaviere und Streicher a-moll BWV 1065 1
  • Konzert für 4 Klaviere und Streicher a-moll BWV 1065 2. Largo]
  • Konzert für 4 Klaviere und Streicher a-moll BWV 1065 3. Allegro
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher C-dur BWV 1061 1.
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher C-dur BWV 1061 2. Adagio ovvero Largo
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher C-dur BWV 1061 3. Fuga
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher c-moll BWV 1060 1. Allegro
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher c-moll BWV 1060 2. Adagio
  • Konzert für 2 Klaviere und Streicher c-moll BWV 1060 3. Allegro
  • Konzert für 3 Klaviere und Streicher d-moll BWV 1063 1.
  • Konzert für 3 Klaviere und Streicher d-moll BWV 1063 2. Alla Siciliana
  • Konzert für 3 Klaviere und Streicher d-moll BWV 1063 3. Allegro

3 Kundenrezensionen:

Kanzler JA - Pianist NEIN
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Wer die Reportage bereits im Fernsehen gesehen hat und als sehenswert einschätzt, wird sich diesen Titel kaufen und zufrieden sein.
Sie ist, so wie andere Rezensenten bereits bemerkt haben, sehr gut und gehört in die Sammlung eines jeden politisch interessierten Menschen.

Jedoch...

Die DVD, welche der Ausgabe Nr.51 der Zeitung "Die Zeit" beigelegt war, ist aus meiner Sicht, sogar informativer. Noch dazu "fast" kostenlos.

Was jedoch die CD anbelangt, ist der Titel schon sehr übertrieben und degradiert die "wirklichen" Pianisten auf der CD regelrecht.
Eine wirklich unglückliche Marketingeinlage.
Schade.
Helmut Schmidt außer Dienst
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Für mich ist Helmut Schmidt außer Dienst" eine der besten politischen Dokumentationen, die ich jemals im Fernsehen (ARD) gesehen habe. Viele Menschen suchen diese Sendung, das weiß ich aus meinem Bekanntenkreis. Endlich gibt es sie auf DVD! Für all diejenigen, die einen der Ausstrahlungstermine verpasst haben: Sandra Maischberger hat mit ihrem Mann, dem Kameramann Jan Kerhart, Helmut Schmidt über vier Jahre lang begleitet. Sie waren dabei in Washington, New York, Peking - und in seinem Haus (samt Kellerbar :-) in Hamburg. Es sind drei Dinge, die diesen Film zu etwas ganz Besonderem machen: Helmut Schmidt, der in einer immer wieder erfrischenden Klarheit die Dinge auf den Punkt bringt. Seine Frau Loki, die in diesem Portrait den Platz eingeräumt bekommt, den sie verdient hat. Es sind Momente die einem ans Herz gehen, wenn diese beiden Menschen von ihrem Respekt voreinander und ihren herben Schicksalsschlägen berichten. Schließlich
Sandra Maischberger, sich selbst zurücknimmt und im Film einfach die Menschen zu Wort kommen lässt, die wirklich etwas zu sagen haben. Die Kombination der DVD mit Schmidts Aufnahme von Bachs Klavierkonzert ist eine schöne Hommage an den Bach-Liebhaber Schmidt. Nicht umsonst nimmt Schmidts Gespräch mit Maischberger über die Musik und sein Klavierspiel einen zentralen Platz im Film ein. Wie sagt da Helmut Schmidt Ohne Musik wäre mein Leben ganz anders verlaufen..." Fazit: Unter den über ein dutzend Büchern und CDs von und über Helmut Schmidt, die in diesen Monaten rauskommen, nimmt diese CD+DVD Dokumentation einen herausragenden Platz ein. Sehr zu empfehlen. Wer übrigens an weiteren Meinungen zum Film interessiert ist, der werfe einen Blick auf spiegel.de oder welt.de.
Einerseits-andererseits
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das Porträt von Maischberger ist überall und berechtigt gelobt worden.

Ein Mensch, der eine solche Lebensleistung vollbracht hat. Ein Mensch, der immer ein eigener Kopf war, der früher auch wenig freundlichen Umgang mit Journalisten hatte.

Ein Mensch, als er noch " Schmidt-Schnauze" tituliert wurde, durchaus die Arroganz der Macht darstellte.

Wie Sandra Maischberger sehr behutsam die schwachen Stellen dieses grosses Mannes berührt,ihn zu gar nichts drängt, ihm Gelegenheit gibt, diese Stellen zu zeigen,zB seine Gefühle zum Tod seines Nachwuchses;das ist nichts weniger als Journalismus von der besten Seite.

Umso unverständlicher, dass Helmut Schmidt diese Werbung für die CD zulässt.

Natürlich ist Helmut Schmidt kein Pianist.

Die Ankündigung, Kanzler und Pianist, ist doppelt falsch. Er war Kanzler, aber nie ein Pianist. Er hat mit seinen Freunden -leider- vor Jahrzehnten eine Einspielung gemacht, wo er den Part spielte, der Schülern vorbehalten war. Es gab damals Fernsehaufzeichnungen dieser Tätigkeit, die ihn als angestrengten Laien zeigten und damals schon eher peinlich waren und besser vom Mantel des Vergessens gedeckt worden wären.

Ihn jetzt in der Werbung von den anderen Pianisten zu nennen, versteht man natürlich aus Gründen der Werbung, ist aber nur peinlich. Oppitz ,Eschenbach und Frantz gegenüber ist dies eine gehörige Portion Abwertung.

Das waren die Pianisten. Wenn Helmut Schmidt mitspielte, hätte er dies gerne und immer wieder in Hauskonzerten machen können.

In Hauskonzerten.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: 30 Meisterwerke der Klassik

30 Meisterwerke der Klassik von Various

Audio CD von Song Digi (DELTA MUSIC)
Preis bei Amazon: EUR 5,95

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2003
Zoom ± Produkt-Bild: 30 Meisterwerke der Klassik

Tracks:

Disk 1
  • Der Frühling (Auszug): Allegro
  • Air
  • Alla hornpipe
  • Kanon in D
  • Menuett & Badinerie
  • Ombra mai fu
  • Menuett
  • Ave Maria
  • Allegro
  • Für Elise
  • Ave Maria
  • Türkischer Marsch
  • 1. Allegro con brio
  • Serenade
  • An der schönen blauen Donau op. 314 (Walzer)
Disk 2
  • Les Toréadors
  • Morgenstimmung
  • Blumenwalzer
  • Träumerei
  • Hochzeitsmarsch
  • Barcarole
  • Ungarischer Tanz Nr. 5
  • Liebestraum
  • Tanz der Schwäne
  • Méditation
  • Walzer Nr. 1 Es-Dur op. 18 "Grande valse brillante"
  • 2. Largo
  • 1. Allegro
  • Gefangenenchor
  • Walkürenritt

Produktbeschreibung


KLASSIK TOP 30
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

4 Kundenrezensionen:

Das Bekannteste und Beste
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Viele bekannte Werke auf 2 Cd's, die man alle schon mal gehört hat, und schon immer mal als gesammelte Werke haben wollte, zum Genießen oder aber als leichte Untermalung am Abend. Klassik als leichte Kost,für jeden, vor allem wenn man kein Freund von endlosen Symphonien und Werken ist, zum guten Preis.
Optimales Preis-Leistungsverhältnis
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Die Doppel-CD Klassik Top 30 besteht aus zwei CD, "Meisterwerke der Klassik" und "Kostbarkeiten", welche den Inhalt besser beschreiben als der Übertitel Top 30.
Beide CDs enthalten schöne und größtenteils sehr bekannte Stücke, wie z.B. Beethovens Fünfte, Mozarts Türkischen Marsch oder Mendelssohn-Bartholdys Hochzeitsmarsch. Die Auswahl ist mit Klavierstücken und Auszügen aus Oper und Ballett (u.a. Nabucco-Gefangenenchor, Schwanensee) sehr abwechslungsreich.
Bei diesem Preis kann ich für die CD nur eine klare Kaufempfehlung geben. Den 5. Stern ziehe ich dennoch ab, da ich mir unter "Klassik TOP 30" ein bißchen etwas anderes vorgestellt habe. Rein subjektiv fehlen mir für die Top 30 bekannte Stücke beispielsweise Smetanas Moldau, Also sprach Zarathustra von Richard Strauß oder Maurice Ravels genialer Bolero, die für mich gerne anstatt Pachelbels Kanon in D oder Boccherins Menuett auf der CD hätten sein dürfen.
Alles in allem trotzdem eine schöne Doppel-CD zu einem guten Preis.
Best Of Klassik Hits für Einsteiger und Fortgeschrittene!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nie habe ich eine traumhaftere und gleichzeitig spannendere Zusammenstellung klassischer Stücke gehört als auf dieser Kompilation! Diese Doppel-CD ist einfach ein Best Of-Album der Klassik. Insbesondere die erste CD enthält nur Hits, und zwar aus dem balladesken bis Mid-Tempo-Bereich. Die zweite CD gefällt mir persönlich nicht annähernd so gut wie die erste, denn sie geht flotter zu Rande, ist bei der Stückeauswahl aber meiner Meinung nach weniger geschmackvoll (zu viele "altmodische" Walzer, dafür nichts aus "Carmina Burana" z.B., was prima passen würde). Ich gebe trotzdem die volle Punktzahl, da sich die Anschaffung alleine schon wegen der ersten CD voll und ganz lohnt - und bei dem Preis dafür kann man nicht meckern! Insbesondere anderen jungen Leuten aus "moderneren" Musikrichtungen kann ich dieses Werk nur empfehlen: So macht klassische Musik Spaß!
Ave Maria
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Eine tolle Zusammenstellung der Titel. Ave Maria ist besonders gut gelungen. Bei dieser Musik kann man total abschalten und den Sorgen des Alttags entfliehen.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Weihnachten mit Den Thomanern

Weihnachten mit Den Thomanern von Thomanerchor Leipzig, Biller, Pregardien, Gol

Audio CD von Philips (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 6,45, Angebote ab EUR 4,30

Erscheinungsdatum: November 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Weihnachten mit Den Thomanern

Tracks:

  • Weihnachts Oratorium Bwv 248 (Complete)
  • Wach Nachtigall, wach auf
  • Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich BWV 732
  • A: Vom Himmel hoch, da komm ich her
  • In dulci jubilo BWV 608
  • Ubi sunt gaudia
  • Original Version
  • Nun komm, der Heiden Heiland
  • Oh du fröhliche
  • O Freude über Freude
  • Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 676
  • Wie schön singt uns der Engel Schar
  • Ich steh' an deiner Krippen hier
  • Es ist ein Ros' entsprungen
  • Weihnachts Oratorium Bwv 248 (Complete)
  • Maria durch ein' Dornwald ging
  • Stille Nacht, heilige Nacht
  • Weihnachts Oratorium Bwv 248 (Complete)
  • Jauchzet Dem Herrn, Alle Welt Bwv Anh.160
  • Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 676
  • Wie schön singt uns der Engel Schar
  • Ich steh an deiner Krippen hier (SECHSTER TEIL - Am Feste der Erscheinung Christi)
  • Jingle Bells - Il est nÞ le divin enfant - Es ist ein Ros entsprungen
  • Wie soll ich dich empfangen
  • Maria durch ein Dornwald ging
  • Stille Nacht, heilige Nacht
  • Hirtenmusik
  • Jauchzet Dem Herrn, Alle Welt Bwv Anh.160

Produkt-Bild: Gulda Plays Bach

Gulda Plays Bach von Friedrich Gulda

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,95, Angebote ab EUR 15,58

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Gulda Plays Bach

Tracks:

  • Ankündigung Friedrich Gulda
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Prélude
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Allemande
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Courante
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Sarabande
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Bourée I/II
  • Englische Suite Nr. 2 BWV 807 Gigue
  • Italienisches Konzert F-dur BWV 971 (Allegro)
  • Italienisches Konzert F-dur BWV 971 Andante
  • Italienisches Konzert F-dur BWV 971 Presto
  • Toccata c-moll BWV 911 (Toccata)
  • Toccata c-moll BWV 911 (Fuge)
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Prélude
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Allemande
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Courante
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Sarabande
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Gavotte I/II
  • Englische Suite g-moll BWV 808 Gigue
  • Capriccio B-dur BWV 992 1. Arioso: Adagio
  • Capriccio B-dur BWV 992 2.
  • Capriccio B-dur BWV 992 3. Adagiosissimo
  • Capriccio B-dur BWV 992 4.
  • Capriccio B-dur BWV 992 5. Aria.Allegro poco
  • Capriccio B-dur BWV 992 6. Fuga all'imitazione di Posta
  • Bonus: Friedrich Gulda: Präludium
  • Bonus: Fridrich Gulda: Fuge

Eine Kundenrezension:

Zwei Genies auf Augenhöhe!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Friedrich Gulda (1930-2000), Enfant terrible und Grenzgänger zum Jazz, war für seine teils radikalen künstlerischen Ansichten berüchtigt. Bei dem hier vorliegenden Album handelt es sich um Aufnahmen der 50er- und 60er-Jahre, die zum Teil sogar aus Guldas privatem Archiv stammen. Doch auch wenn der Klang nur teils mono ist, tut das dem Hörvergnügen absolut keinen Abbruch - im Gegenteil, speziell die Englische Suite Nr. 3 ist klanglich ganz hervorragend aufgearbeitet.
Guldas Bach-Interpretationen sind vollkommen entschlackte und auf die Struktur der Stimmen und Werke ausgerichtete Herangehensweisen. So wählt er fast immer recht moderate Tempi (z.B. im Prélude der Englischen Suite Nr.2) und verzichtet fast vollständig auf Unsitten wie Baßverdoppelung oder Hinzufügen wenig angebrachter Verzierungen. Sein trockener Klang stellt sich ganz in den Dienst miteinander kommunizierender Stimmen; das Ergebnis sind wahrhaft fesselnde Interpretationen, die durch ihre Schlichtheit und vollkommene Kontrolle begeistern. Zu Guldas vollkommener Technik gesellt sich des weiteren ein untrüglicher Instinkt für Stiltreue und angemessene Tempi. Man kann gut nachvollziehen, weshalb gerade Bach zum Sprungbrett für Guldas internationale Karriere werden sollte, denn laut Booklet begeisterte dieser Bach die Juroren bei einem Wettbewerb sogar noch nach Mitternacht! Nun ist dies aber alles andere als ein Bach-Spiel, das es nötig hat, sich aufzudrängen oder gekünstelt zu wirken. Mancher Musikfreund wird diese Aufnahmen möglicherweise als zu asketisch empfinden, aber ihre nichtsdestotrotz vorhandenen Qualitäten stellen einen gewichtigen und unverzichtbaren Beitrag zur Bach-Rezeption dar, zumal zu der Zeit, als Gulda diese Aufnahmen einspielte, romantisierende Interpretationen durchaus noch üblich waren. Guldas Verständnis von Bach ist diesem Ansatz natürlich diametral entgegengesetzt und steht einem Glenn Gould weitaus näher als etwa Edwin Fischer oder Rosalyn Tureck.
Die wohl nie restlos zu klärende Frage, wie denn Bach nun zu spielen sei, kann natürlich auch Gulda nicht beantworten, aber um ein beeindruckendes und sehr natürlich wirkendes Klavierspiel handelt es sich hier allemal. Daher kann nur eine dringende Kaufempfehlung ausgesprochen werden, zumal Guldas eigenes, jazz-inspiriertes Werk "Präludium und Fuge" die CD würdig abrundet und verdeutlicht, weshalb gerade Bach auf Jazzmusiker auch heute noch eine ungebrochene Faszination ausübt.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium (Gesamtaufnahme)

Weihnachts-Oratorium (Gesamtaufnahme) von Gundula Janowitz, Christa Ludwig, Fritz Wunderlich, Franz Crass, Mbo

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,85

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1988
Zoom ± Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • Jauchzet, frohlocket
  • Es begab sich aber zu der Zeit
  • Nun wird mein liebster Bräutigam
  • Bereite dich, Zion, mit zärtlichen Trieben
  • Wie soll ich dich empfangen
  • Und sie gebar ihren ersten Sohn
  • Er ist auf Erden kommen arm - Wer will die Liebe recht
  • Großer Herr, o starker König
  • Ach mein herzliebes Jesulein
  • Sinfonia G-dur
  • Und es waren Hirten in derselben Gegend
  • Brich an, o schönes Morgenlicht
  • Und der Engel sprach zu ihnen
  • Was Gott dem Abraham verheißen
  • Frohe Hirten, eilt, ach eilet
  • Und das habt zum Zeichen
  • Schaut hin, dort liegt im finstren Stall
  • So geht denn hin, ihr Hirten, geht
  • Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh
Disk 2
  • Und alsbald war da bei dem Engel
  • Ehre sei Gott in der Höhe
  • So recht, ihr Engel, jauchzt und singet
  • Wir singen dir in deinem Heer
  • Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen
  • Und da die Engel - Lasset uns nun - Er hat sein Volk getröst'
  • Und da die Engel - Lasset uns nun - Er hat sein Volk getröst'
  • Und da die Engel - Lasset uns nun - Er hat sein Volk getröst'
  • Dies hat er alles uns getan
  • Herr, dein Mitleid, dein Erbarmen
  • Und sie kamen eilend
  • Schließe, mein Herze, dies selige Wunder
  • Ja, ja, mein Herz soll es bewahren
  • Ich will dich mit Fleiß bewahren
  • Und die Hirten kehrten wieder um
  • Seid froh dieweil
  • Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen
  • Fallt mit Danken, fallt mit Loben
  • Und da acht Tage um waren
  • Immanuel, o süßes Wort! - Jesu, du mein liebstes Leben
  • Flößt, mein Heiland, flößt dein Name
  • Wohlan, dein Name soll allein - Jesu, mein Freud
  • Ich will nur dir zu Ehren leben
  • Jesus richte mein Beginnen
Disk 3
  • Ehre sei dir, Gott, gesungen
  • Da Jesus geboren - Wo ist der neugeborne - Sucht
  • Da Jesus geboren - Wo ist der neugeborne - Sucht
  • Dein Glanz all Finsternis verzehrt
  • Erleucht auch meine finstre Sinnen
  • Da das der König Herodes hörte - Warum wollt ihr
  • Da das der König Herodes hörte - Warum wollt ihr
  • Und ließ versammeln alle Hohepriester
  • Ach, wann wird die Zeit erscheinen?
  • Mein Liebster herrschet schon
  • Zwar ist solche Herzensstube
  • Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben
  • Da berief Herodes die Weisen heimlich - Siehet hin und forschet fleißig
  • Du Falscher, suche nur den Herrn zu fällen
  • Nur ein Wink von seinen Händen
  • Als sie nun den König gehöret hatten
  • Ich steh an deiner Krippen hier
  • Und Gott befahl ihnen im Traum
  • So geht! Genug, mein Schatz geht nicht von hier
  • Nun möget ihr die stolzen Feinde schrecken
  • Was will der Hölle Schrecken nun?
  • Nun seid ihr wohl gerochen

Aus der Amazon.de-Redaktion


Jeder noch so eingefleischte Anhänger der historischen Aufführungspraxis verbirgt in den Tiefen seines Schallplattenschranks einige "konventionelle" Einspielungen Alter Musik, von denen er sich nicht trennen mag. Meistens sind es Leistungen einzelner Künstler -- man denke etwa an Glenn Goulds Bach-Interpretationen -- deren exzeptionelle Qualität dogmatische Grenzen unwichtig werden lässt.
An der vorliegenden Aufnahme des Bachschen Weihnachtsoratoriums, eingespielt von Karl Richter und seinen Münchner Ensembles im Jahre 1965, gibt es aus heutiger Sicht zweifellos sehr viel auszusetzen: Das moderne Instrumentarium in verhältnismäßig großer Besetzung verleiht der barocken Musik völlig unhistorischen Hochglanz -- an der ersten Trompete ist beispielsweise der junge Maurice André zu hören -- und eine stellenweise recht schwerfällige Klanggewalt. Der "Münchener Bachchor", ein Laienensemble mit dreistelliger Mitgliederzahl, stößt seine Koloraturen oft allzu selbstgefällig ohne Punkt und Komma heraus, unterstützt von der colla parte-spielenden großen Orgel des Münchner Herkulessaals.
Solchen Schauerlichkeiten, mit denen Karl Richter spätestens in den Siebzigern zu einem roten Tuch für die junge "historische Szene" wurde, stehen jedoch einige zeitlos schöne Einzelleistungen gegenüber: Allen voran sei Fritz Wunderlich genannt, der hier, ein Jahr vor seinem tragischen Tod, die Evangelienerzählung mit unvergleichlicher Einfühlsamkeit und Wärme vorträgt und auch in seinen drei Arien in puncto stimmliche Schönheit und technische Präzision aus dem Vollen schöpfen kann. So mancher schmalbrüstige Alte-Musik-Tenor muss heute angesichts dieses Vorbilds erblassen.
Ebenso wenig wie der Gesang Wunderlichs sind die Gestaltungsmöglichkeiten des Bassisten Franz Crass von Kenntnis und Umsetzung rhetorischer Figuren geprägt. Vielmehr ist bei beiden das dichte Legato die vorherrschende Singweise. Dennoch hat die opulente Bassstimme von Crass bis heute nichts von ihrem Zauber verloren: Die beiden Bassarien in der ersten und der fünften Kantate erhalten durch die Kraft und den sonoren Wohlklang seines Materials majestätische Größe.
Was der Hörer also an stilistischer Genauigkeit -- oftmals schmerzlich -- entbehren muss, erhält er durch vokalen Glanz einiger der Solisten zurück: Ein Grund, seine Schallplattensammlung um diese außergewöhnliche Aufnahme zu erweitern. --Michael Wersin
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Das beste konservierte Weihnachtsoratorium
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich kann mich den positiv Bewertenden nur anschliessen. Ich würde nur nochmal das Gleiche schreiben. Es ist das beste und schönste Weihnachtsoratorium auf Tonträger. Selbst viele Liveveranstaltungen reichen nicht heran.
Meine Eltern haben noch das orginal als Schallplatte. Ich kenne es von Kindheit an und ich habe bei keiner anderen Aufnahme diese Festlichkeit empfunden. Für mich einfach unerreicht.
Leider gab es zu Zeiten von Fritz Wunderlich noch keine Digitalaufnahmen, deshalb AAD.
Originalklang
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Vorweg ein Wort zum "Originalklang" : Gerade die Komponisten der Barockzeit haben ihre Werke ständig verändert und an die Möglichkeiten der Musiker des Aufführungsortes angepasst. Da wurde sogar der Solopart auf ein anderes Instrument umgeschrieben - wenn kein Solist für das vorgesehene Instrument aufzutreiben war. Sie litten oft an den schlecht ausgebildeten und kleinen Orchestern ihrer Zeit. Ist es nun "Originalklang", wenn man ihre seinerzeitigen dürftigen und unbefriedigenden Aufführungsmöglichkeiten künstlich wiederholt ? Ich vermute, Bach hätte übers ganze Gesicht gestrahlt, wenn er einmal so ein großartiges Ensemble wie Bachorchester und Bachchor zur Verfügung gehabt hätte.

Das Bedürfnis der Barockkomponisten war es, ihre Werke möglichst schön und wirkungsvoll aufzuführen. Insoferne ist Richters Aufnahme durchaus als "Originalklang" (im tieferen Sinne) zu verstehen. Bach hätte über die heutige "Originalklang-Askese" wahrscheinlich verständnislos den Kopf geschüttelt.

In diesem Sinne erlaube ich mir dieser Aufnahme die verdienten 5 Sterne zu geben - für die orchestrale Klangpracht, den rythmischen Schwung und die herausragenden Gesangs-Solisten.

Und Karl Richter einen großen Dank dafür, dass er in den 60'er Jahren das Werk von J.S.Bach wieder bekannt und populär gemacht hat !
Jeder Tag wie Weihnachten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Habe verschiedene Interpretationen von Bach's Weihnachts-Oratorium und diese ist ganz einfach die Schönste.
Wer sich für Bach's Weihnachts-Oratorium einen großartigen Dirigenten, großartige Interpreten und ein sprühenden Bach-Chor, nicht zu vergessen, einen wunderbaren Trompeter und Originalinstrumente wünscht, der ist hier bestens bedient.
Ich könnte mir dieses Weihnachts-Oratorium von Karl Richter jeden Tag anhören ... aber dann wäre jeder Tag für mich Weihnachten --- JAAaa, es ist wahr, ich höre dieses Werk gerade!! Und das obwohl es nochgarnicht Weihnachten ist ... und ich glaube, ich darf die Augen nicht schließen, sonst werden mich die Englein gleich wegtragen.....
Elegant, ausdruckstark, mystisch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Man kann viel sagen zu historischer vs. historisierender vs. romantischer Auffuehrungspraxis. Es ist keine Frage der Objektivitaet, noch weniger des Geschmacks. Was die Seele erhebt, Freude entstehen und die urspruengliche Mystik und Anmut dieses Oratoriums befoerdern laesst, ist gerade gut genug. Diese Einspielung beruehrt tief. Die Vokalsolopartien sind mit einer meines Erachtens niemals wieder erreichten Innigkeit und Spiritualitaet dargebracht, dass eine Phaenomenologie des Bachschen Hauptwerks zu erscheinen vermag, die einfach jenseits von Tempi, Phrasierungen und Fermaten liegt. Einfach wunderbar!
Einzigartige Gesamtleistung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine Aufführung/Einspielung von Bachs Weihnachtsoratorium allein auf Basis musikwissenschaftlicher, ästhetischer, klanglicher oder geschmacklicher Kriterien zu beurteilen, vernachlässigt meinem persönlichen Empfinden nach einen entscheidenden Aspekt: Es handelt sich um *geistliche* Musik. Hier geht es nicht nur um Frequenzen oder Harmonien oder Timbre - es geht gleichermaßen um Theologie, um Mystik oder schlicht um tiefste religiöse *Gefühle*.

Es mag völlig korrekt sein, über musikwissenschaftliche "Moden" zu diskutieren oder die Fähigkeiten von Chören und Solisten an anderen Beispielen zu messen. Doch im Zusammenhang mit Bachs geistlicher Musik ist die religiös-spirituelle Dimension viel zu bedeutsam, um außer Acht gelassen zu werden. Ob die Aufführenden nun jeweils Gläubige waren oder nicht, ist ihre Privatsache. Für die Qualität einer Bach-Aufnahme ist es jedoch meiner Auffassung nach durchaus ausschlaggebend, ob die Gesamtleistung diesen unbeschreibbaren spirituellen Funken überspringen lässt, der Bachs Werk so einzigartig macht.

In diesem Sinne gehört Karl Richters Einspielung des Weihnachtsoratoriums von 1965 trotz aller möglicherweise gerechtfertigten Kritik meiner persönlichen Einschätzung nach auch heute noch zu den besten Interpretationen dieses Werkes. Ja sicher, es ist stellenweise pompös und hat gewiss die eine oder andere Schwäche. Doch der Hörer sollte sich entscheiden, was ihm wichtiger ist - musikalische Perfektion oder musikalisch ausgedrückte Liebe?!

Was, wenn das eigene Herz von der Liebe zu Gottes himmlischer Offenbarung überschäumt, wenn die Gefühle alles zu sprengen drohen und man die ganze Welt umarmen möchte aus Dankbarkeit für Gottes wundersame Gnaden? Wer je versucht hat, die unfassbar wunderbare himmlische Liebe in Worte zu fassen, weiß, wie unmöglich dieses Unterfangen ist. Mit Musik kann es vielleicht ansatzweise gelingen. Bach hat dies auf unverwechselbare Weise bewiesen. Karl Richters Interpretation schöpft ungebremst aus einem überquellenden Füllhorn religiöser Gefühle - vielleicht zu ungebremst für manche, die eher stille Gefühlsäußerungen bevorzugen oder vielleicht auch zu provozierend in einer eher areligiösen Zeit. Für denjenigen aber, der sich einfach mal wieder mitreißen lassen möchte von einer gewaltigen Woge religiöser Glücksgefühle, bleibt diese Aufnahme ein kostbarer Schatz.

Oder, um es in einem Bild auszudrücken: Ein handgefertigtes Musikinstrument kann niemals die technische Perfektion eines elektronischen Instrumentes erreichen - doch welch ein Unterschied im Musikerleben ...
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium

Weihnachts-Oratorium von Nikolaus Harnoncourt, Cmw

Audio CD von Teldec (Warner)
Preis bei Amazon: EUR 11,45, Angebote ab EUR 8,87

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium

Tracks:

Disk 1
  • Chor: Jauchzet, frohlocket (1. Teil)
  • Evangelist: Es begab sich aber zu der Zeit
  • Accompagnato: Nun wird men liebster Bräutigam
  • Arie: Bereite dich, Zion
  • Choral: Wie soll ich dich empfangen
  • Evangelist: Und sie gebar
  • Choral - Rezitativ: Er ist auf Erden kommen arm
  • Arie: Großer Herr, o starker König
  • Choral: Ach mein herzliebes Jesulein
  • Sinfonia (2. Teil)
  • Evangelist: Und es waren Hirten in derselben Gegend
  • Choral: Brich an, schönes Morgenlicht
  • Evangelist - Engel: Und der Engel sprach zu ihnen
  • Rezitativ: Was Gott dem Abraham verheissen
  • Arie: Frohe Hirten, eilt
  • Evangelist: Und das habt zum Zeichen
  • Choral: Schaut hin, dort liegt im finstern Stall
  • Reztitativ: So geht denn hin
  • Arie: Schlafe, mein Liebster
  • Evangelist: Und alsobald war da bei dem Engel
  • Chor: Ehre sei Gott in der Höhe
  • Rezitativ: So recht, ihr Engel
  • Choral: Wir singen dir in deinem Heer
  • Chor: Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen (3. Teil)
  • Evangelist: Und da die Engel
  • Chor: Lasset uns nun gehen
  • Rezitativ: Er hat sein Volk getröst
  • Choral: Dies hat er alles uns getan
  • Arie im Duett: Herr, dein Mitleid
  • Evangelist: Und sie kamen eilend
  • Arie: Schließe, mein Herze
  • Rezitativ: Ja, ja, mein Herz
  • Choral: Ich will dich mit Fleiß bewahren
Disk 2
  • Evangelist: Und die Hirten kehrten wieder um
  • Choral: Seid froh dieweil
  • Chor: Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen
  • Chor: Fallt mit Danken, fallt mit Loben (4. Teil)
  • Evangelist: Und da acht Tage um waren
  • Rezitativ mit Choral: Immanuel, o süßes Wort
  • Arie: Flößt mein Heiland
  • Rezitativ mit Choral: Wohlan, dein Name soll allein
  • Arie: Ich wil nur dir zu Ehren leben
  • Choral: Jesus richte mein Beginnen
  • Chor: Ehre sei dir, Gott, gesungen (5. Teil)
  • Evangelist: Da Jesus geboren war
  • Chor und Alt: Wo ist der neugeborne König der Juden?
  • Choral: Dein Glanz all Finsternis verzehrt
  • Arie: Erleuchtet auch meine finstre Sinnen
  • Evangelist: Da das der König Herodes hörte
  • Accompagnato: Warum wollt ihr erschrecken?
  • Evangelist: Und ließ versammeln alle Hohepriester
  • Arie im Terzett: Ach, wenn wird die Zeit erscheinen
  • Rezitativ: Mein Liebster herrschet schon
  • Choral: Zwar ist solche Herzensstube
  • Chor: Herr, wenn die stolzen Feinde schnauben (6. Teil)
  • Evangelist - Herodes: Da berief Herodes
  • Rezitativ: Du Falscher, suche nur
  • Arie: Nur ein Wink von seinen Händen
  • Evangelist: Als sie nun den König gehöret hatten
  • Choral: Ich stehe an deiner Krippen hier
  • Evangelist: Und Gott befahl ihnen im Traum
  • Rezitativ: So geht!
  • Arie: Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken
  • Rezitativ zu 4: Was will der Hölle Schrecken nun
  • Choral: Nun seid ihr wohl gerochen

Produktbeschreibung


WEIHNACHTSORATORIUM
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

4 Kundenrezensionen:

Jauchzet, frohlocket!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Pünktlich zum Fest wird bei uns diese CD aufgelegt. Mit "Jauchzet, frohlocket", bringt uns der Chor der Wiener Sängerknaben in Feststimmung. Das berühmte und meistaufgeführte Werk von Johann Sebastian Bach besteht aus einem Zyklus von sechs Kantaten für die Weihnachtsfesttage, die Geburt Christi, den Neujahrstag und den Epiphaniastag (Heilig Drei Könige) und ist natürlich ein Mammutwerk. Eines meiner Lieblingsstücke aus dem Werk ist die "Sinfonia" der Hirten und Engel - einfach wunderschön, wie sie in ihrem Dreier- bzw. Vierertakt erst gegeneinander und zum Schluss miteinander musizieren.

Ebenfalls brilliant immer wieder die Bach-Trompete gleich schon im Auftakts-Choral. Der Chor der Wiener Sängerknaben meistert seinen Part sehr gut, der Solist der Wiener überzeugt mich allerdings nicht ganz, da ich hier weibliche Sopranstimmen bevorzuge.

Die Aufnahme von Nikolaus Harnoncourt ist eine weiche, runde, stimmige Sache und gut anzuhören. Manchmal fast ein wenig hastig, könnte das Tempo ab und zu ein wenig gedrosselt werden. Die vielen Choräle des Oratoriums sind vom Chor erstklassig vorgetragen, bei den Solisten (Paul Esswood, Alt, Kurt Equiluz, Tenor und Siegmund Nimsgern, Bass) fällt keiner heraus.
Das Weihnachtsoratorium kann einen über die gesamte Weihnachtszeit bis zum 6. Januar hin begleiten auf eine wunderbar festliche Weise.

Hörenswert!
wer countertenöre mag..
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Ich hab die CD's zum letzten Weihnachtsfest bekommen, weil ich mir schon lange eine Aufnahme vom Weihnachtsoratorium gewünscht hatte. Aber ich fand diese Aufnahme total enttäuschend. Für mich macht es keinen Sinn alles historisch aufzunehmen und auf Frauenstimmen zu verzichten, wenn Countertenöre so maniriert klingen. Da gibt es doch so schöne warme Altstimmen, dass ich es nicht verstehe, wenn man das nicht ausnutzt! Auch der Knabensopran ist ja ganz hübsch, aber nicht allzu viel dahinter. War jedenfalls überhaupt nicht das was ich mir vorgestellt habe!!!
Warum es für mich diese Aufnahme wurde...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Nach der für mich besten Aufnahme des Weihnachtsoratoriums habe ich lange gesucht. Ich wollte "originales" Instrumentarium, aber ohne die gepflegte Glätte, wie man sie leider oft bei Perfektionsensembles der Alte-Musik-Szene antrifft. Eine frische, lebendige Atmosphäre ist für mich fast das Wichtigste; ich will mir möglichst wie bei der Aufführung vorkommen, nur ohne Gehuste. Es hat mich als lange erprobten Harnoncourt-Gegner ein großes persönliches Eingeständnis gekostet: diese Einspielung setzt in Klang um, was ich in diesem Werk suche.

Das Solistenquartett besteht aus einander denkbar entgegengesetzten Einzelstimmen, die aber doch eine hervorragend funktionierende Einheit bilden. Der Knabensopransolist ist fantastisch! Weder muss man ihm die Daumen zum Durchhalten drücken, noch klingt er nach Dressur (wie bspw. typischerweise die Tölzer) - einfach zurücklehnen und genießen... Die Echo-Arie habe ich kaum jemals so spannend und doch natürlich gehört. Paul Esswood am Alt macht einen typischen englischen Counter. Tenor Kurt Equiluz hat nicht immer 100%ige Kontrolle über sein Organ, was sich in "Ich will nur Dir zu ehren leben" etwas störend bemerkbar macht; als Evangelist ist er nahezu unübertrefflich sprechend-ausdrucksstark, klingt vielleicht manchmal stimmlich etwas angestrengt; aber wie er mit dem Evangelienbericht innerlich "mitgeht", ist so unmittelbar, dass man fast denkt, der Handlung bei ihrer Entstehung bezuwohnen. Äußerst spannend und souverän sein "Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken". Bass S. Nimsgern ist angenehm zu hören.

Der Chor singt so leicht, so unangestrengt, wohlintoniert - es ist eine reine Freude. Man merkt, dass er sehr bewusst vom Dirigenten geführt wird; aber auch, dass er dieser Führung aus eigener Kraft und Intelligenz folgen kann.

Beim Orchesterpart zeigen sich hier und da einige Altersspuren dieser Aufnahme. So klingen die Oboen noch nicht immer so "barock", wie es heutzutage üblich ist. Vor den Trompeten muss ich meinen Hut ziehen: da geht fast nichts daneben, und wenn, dann nicht schlimm. Ich mutmaße, daß sich 1973 noch keine Hilfslöcher im vorderen Bügel befanden, wie es heutige Barocktrompeten haben - umso höher muss man die Leistung schätzen.

Harnoncourt wählt Tempi, die aus heutiger Sicht eher ruhig, ja geradezu überraschend gemäßigt zu nennen sind. Dabei ziseliert er jede Menge Einzelheiten des Notentextes heraus, hebt Stimmen hervor, schärft Kontraste usw., so dass es niemals langweilig wird. Dabei geht der übergeordnete Bogen aber nie verloren. Die wiederholten Fortissimo-Ausbrüche der Trompeten/Pauken im Eingangschor zum sechsten Teil mögen als Beispiel für die Vitalität dieser Interpretation dienen - den Mut muss man erst einmal aufbringen. Und auch der Eingangschor zum vierten Teil, der mir beim ersten Hören lahm vorkam, enthüllte bei weiteren Durchgängen auf einmal, wie blitzwach die Musiker in Wirklichkeit sind: im Detail wird es bemerkbar.

Die Klangqualität der Aufnahme ist überraschend gut; in großen Tuttipassagen entspricht die Trennschärfe und dynamische Bandbreite noch nicht ganz den heutigen hochgezüchteten Verhältnissen, aber meckern kann man wirklich nicht. Harnoncourt war schließlich auch eine Art Anti-Karajan: war jenem die Orchesteraufnahme nur das Material für die Vollendung der Interpretation am Studiomischpult, so ließ er selbst ein Stereomikrofon in die Mitte stellen, und das hatte dann eben zu klingen - überspitzt gesagt. Jedenfalls hat man es mir so erzählt.

Fazit: mit dieser Aufnahme werde ich noch lange glücklich sein.
Für mich die absolut beste Aufnahme!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Jetzt muss ich mal eine Lanze für diese Einspielung von Bachs Weihnachtsoratorium von Nikolaus Harnoncourt und dem Concentus musicus Wien brechen. Ich habe diese Aufnahme vor 10 Jahren durch Zufall ausgewählt und bin ihr vom ersten Augenblick an verfallen. Ich bin ganz bestimmt kein großer Klassik-Experte, aber andere Einspielungen (z.B. die von Tim Koopman) klingen für mich im Vergleich dazu "künstlich" und "hölzern".
Bei Harnoncourt klingen die Stimmen und Instrumente "authentisch" und sind voller Leben. Man hat das Gefühl, Johann Sebastian Bach würde selbst den Taktstock schwingen.
Ich kann diese Aufnahme nur wärmstens empfehlen!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften