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Produkt-Bild: Verismo Arias

Verismo Arias von Jonas Kaufmann

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 15,95

Erscheinungsdatum: Sept. 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Verismo Arias

Tracks:

  • Giulietta! Son io! (Romeo)
  • Un dì all’azzurro spazio (Andrea)
  • Come un bel dì di maggio (Andrea)
  • È la solita storia (Federico) (Lamento di Federico)
  • Testa adorata (Marcello)
  • Vesti la giubba (Canio)
  • Viva il vino spumeggiante (Turiddu, Lola)
  • Mamma, quel vino è generoso (Turiddu, Lucia)
  • Dai campi, dai prati (Faust)
  • Giunto sul passo estremo (Faust)
  • Amor ti vieta (Loris)
  • L’anima ho stanca (Maurizio)
  • La dolcissima effigie (Maurizio)
  • Sì. . . questa estrema grazia (Corrado)
  • Cielo e mar (Enzo)
  • Ombra di nube
  • Vicino a te s’acqueta (Andrea, Maddalena)
  • Apri la tua finestra! (Osaka)

Produktbeschreibung


Jonas Kaufmann singt die schönsten Arien des italienischen Verismo. Melodien voller Liebe und Leidenschaft, Eifersucht und Tod. Der in allen wichtigen Opernzentren dieser Welt - u.a. Bayreuth, Luzern, Salzburg, München, New York - gefeierte Startenor begeistert den Zuhörer nicht nur mit seiner fantastischen Stimme, sondern auch mit einem Feuer an Emotionen und extremen Gefühlen. Auf dieses Album hat die Opernwelt gewartet.
"Verismo ist die Art von Musik, bei der die Emotionen in der Interpretation weit mehr zählen als der reine Wohlklang in der Stimme", erklärt Jonas Kaufmann mit dem für ihn so typischen Understatement. Denn selbstverständlich zeigt er wie kein anderer, dass eben die Kombination aus beidem - den gelebten Emotionen und einer wunderbaren Stimme - einen Sänger erst zu Weltruhm führen kann. Nicht nur die Erfolge der jüngsten Vergangenheit bestätigen dies. Auch das neue Album zeichnet ein genaues Bild von diesem einmaligen Effekt der Gesangeskunst.
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Produkt-Bild: Jonas Kaufmann: Sehnsucht

Jonas Kaufmann: Sehnsucht von Jonas Kaufmann, Claudio Abbado, Mahler Chamber Orchestra

Audio CD von Wildschuetz
Preis bei Amazon: EUR 15,98, Angebote ab EUR 11,67

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Jonas Kaufmann: Sehnsucht

Tracks:

  • "In fernem Land, unnahbar euren Schritten" (DRITTER AUFZUG)
  • "Mein lieber Schwan!" (DRITTER AUFZUG)
  • "Dies Bildnis ist bezaubernd schön" (ERSTER AKT)
  • "Die Weisheitslehre dieser Knaben" (ERSTER AKT)
  • No.6 b Recitativ und Arie: "Was quälst du mich..." (Act 1)
  • Schon, wenn es beginnt zu tragen...und mein Herz will ihm nach (Original Version)
  • "Gott! Welch Dunkel hier!" In des Lebens Frühlingsta- gen" (Act 2)
  • Winterstürme wichen dem Wonnemond (Erster Aufzug)
  • "Amfortas! Die Wunde!" (ZWEITER AKT)
  • "Nur eine Waffe taugt" (Act 3)

5 Kundenrezensionen:

Sehens- und hörenswert!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
wunderbare kräftige und dann wieder sanfte Stimme, attraktiver Künstler - einfach schön. Von Beethoven bis Mozart, von Wagner bis Schubert - ein MUSS für Liebhaber schöner Musik!
Von großartig bis voll daneben alles drin
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Dass Jonas Kaufmann eine erstklassige Stimme hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber er kann mit seiner ziemlich brustlastigen, kernigen Stimme nicht alles singen. Es gibt in der Welt und auch auf dieser CD sehr unterschiedliche Musik, der Kaufmann nicht immer gerecht wird und nicht gerecht werden kann. Die Auszüge aus Lohengrin und Parsifal gehören zu den gelungenen Stücken; hier kann Kaufmann seine Emphase ausspielen und die leiseren Passagen (Lohengrin) erfordern nicht mehr Lyrik als er bieten kann (trotzdem sei angemerkt: neulich im Nationaltheater in München war die Gralserzählung, live ist manchmal eben doch besser, am Beginn noch inniger.) Hingegen passt sich Kaufmanns Organ den Erfordernissen der "Winterstürme" nicht an -- und bei Mozart wird es ziemlich schlimm: welche Prinzessin sollte einem so unromantischen, uncharmanten Tamino verfallen? Die beiden Arien aus Schubert-Opern hingegen sind immerhin interessante Fundstücke.
Musik
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Sehnsucht-Deluxe Version
Da ich zur Zeit ein ausgesprochener Jonas Kaufmann Fan bin, mußte es
diese Aufnahme auch sein. Eine tolle CD mit Claudio Abbado! Aus dieser
Zusammenarbeit kam ein super Ergebnis.
Intelligent und hingebungsvoll
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine Freude, diese CD zu hören, die dem Hörer auch die Möglichkeit schafft, neben bekannten Arien von Wagner, Mozart, Beethoven und Weber unbekannte Schubert-Arien kennen zu lernen. Welche Wohltat, dass sich hier ein Sänger nicht von einem "schönen" Ton zum nächsten stemmt, sondern dem Hörer durch Gefühl und Intelligenz - und hervorragend begleitet von Claudio Abbado - die Seele der Rolle nahekommen lässt. Dass Jonas Kaufmann dafür auch keinerlei Konzessionen macht, dafür sei im Dank! Ich freue mich auf mehr!
Der Sänger ist Spitzenklasse in der Interpretation
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmann ist nicht zu Unrecht einer der Shooting-Stars uner den Tenören.Welcher Fachkollege ist im italienischen, französischen und wie hier zu hören im deutschen Fach absolut Spitzenklasse wie er? Die CD hat uns voll begeistert.
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Produkt-Bild: Romantic Arias

Romantic Arias von Jonas Kaufmann, Armiliato, Prager Philharmoniker

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 14,36, Angebote ab EUR 7,73

3,5 Punkte.
3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Romantic Arias

Tracks:

  • "Che gelida manina"
  • La fleur que tu m'avais jetée
  • Ach, so fromm
  • "E lucevan le stelle"
  • Io l'ho perduta... Io la vidi, a suo sorriso
  • "Nein, länger trag' ich nicht die Quälen" - "Durch die Wälder, durch die Auen"
  • Lunge da lei...De miei bollenti spiriti...O mio rimorso
  • Je suis seul...Ah, fuyez, douce image
  • "Ella mi fu rapita...Parmi veder le lagrime"
  • Quel trouble inconnu...Salut! Demeure chaste et pure
  • "Morgenlich leuchtend"
  • Invocation à la Nature. "Nature immense"
  • "Pourquoi me réveiller, ô souffle du printemps?"

Produktbeschreibung


ROMANTIC ARIAS

Aus der Amazon.de-Redaktion


Das Netz scheint für Künstler in der heutigen Zeit die beste Plattform für die Eigenvermarktung zu sein. Es kann aber ziemlich gnadenlos sein. So muss der gutaussehende Tenor Jonas Kaufmann aus München nicht nur Kommentare aller Art über seine Kunst über sich ergehen lassen, sondern auch eindeutige Angebote. In New York schrieb man über seine «Traviata» neben Angela Gheorghiu «Brangelina on Stage» in Anspielung auf Brad Pitt und Angelina Jolie:. ?Die Leute sind begeistert von meiner Bühnenpräsenz?, räumt Kaufmann ein. ?Schön, dass ich das habe. Aber letztlich muss der Look doch hinten anstehen. Die Leute sollen über meine Stimme sprechen.?
Doch auch im Hinblick auf seine Stimme fühlte sich Kaufmann nicht immer richtig eingeschätzt, ?Mein Umfeld hat anfangs von mir erwartet, dass ich wie ein leichter, lyrischer, deutscher Tenor klinge. Wenn ich mal zu laut gesungen habe, wurde ich gleich wieder in die Schranken verwiesen, musste immer nur säuseln. Was tierisch anstrengend war." Bis plötzlich ein Lehrer in Kaufmanns wunderbar dunkel getönten, stabilen, aber auch sehr biegsamen Tenor ?mehr Potenzial? sah. ?Mach doch mal deinen Mund auf, lass deine Stimme heraus?, riet er ihm. Heute ist Kaufmann einer der selten deutschen Tenöre, die neben deutschem auch italienisches und französisches Fach an den großen Opernhäusern der Welt singen. Seine CD ?Romantische Arien? ? seit kurzen hat er einen Plattenexlusivvertrag mit der Decca ? legt Zeugnis davon ab. Ob Massenets ?Werther?, Verdis ?Don Carlos? oder Wagners ?Stolzing?, um nur einige Werke zu nennen; Kaufmanns Repertoire ist wirklich beeindruckend und seine intensive zuweilen brennende Darbietung steht dem in Nichts nach. Bravo! --Teresa Pieschacón Raphael
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5 Kundenrezensionen:

Ratlos
2 Punkte 2 von 5 Punkten
bin ich auch nach mehrmaligem Anhören dieser CD. Kaufmanns Stimme ist dumpf und unbeweglich, er schreit, er presst, er knödelt, jede Arie klingt bei ihm gleich ausdruckslos. Den Hype um seine Person kann ich nicht nachvollziehen, vielmehr scheint er mir das männliche Gegenstück zu Anna Netrebko zu sein: gutes Aussehen, mäßige Stimme.
...überschätzt
1 Punkte 1 von 5 Punkten
Kauffmann hat durchaus Gestaltungskraft, Phantasie, Musikalität. Und, so leid es mir tut das zu sagen, er gehört heute in der deutschen Tenorlandschaft sicher zu den führenden Tenören. Aber wenn man ihn einmal vergleicht mit den Tenören der älteren Generation wird einem klar, dass Kauffmann, wäre er zu Zeiten von Gedda, Wunderlich, Anders, Di Stefano, Corelli usw. aktiv gewesen allenfalls an Provinzbühnen hätte singen können. Die Stimme wirkt inzwischen breit, dunkel, ohne festen Kern. Als ich ihn irgendwann einmal das erste Mal hörte dachte ich: was macht der Mann mit seiner Kehle? Nichts gegen die tiefe Kehlstellung, aber so? Das wirkt forciert, maniriert, fast schon unnatuerlich. Andere Tenöre mit explizit dunkler Färbung, z.B. del Monaco oder Giaccomini blühten oberhalb des Passiagos aber geradezu "stählern" auf und hatten mächtig Squillo. Squillo? Nichts davon bei Kauffmann zu hören.
Jonas Kaufmann - eine glänzende Stimme
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmann ist mir schon seit 10 Jahren ein Begriff. Die CD erfüllt alle Erwartungen. Er ist stimmlich bestens dabei, und auch die Begleitung ist erstklassig. Eine empfehlenswerte CD
la fleur que m àvais ;nein länger trag ich `nicht die Qualen
5 Punkte 5 von 5 Punkten
J. Kaufmann könnte der neue Startenor deutscher Sprache werden. Er wird jetzt schon mit Wunderlich und Domingo verglichen und liegt genau dazwiswischen.
Musik für schöne Stunden.
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Faszinierend die Vielseitigkeit des Sängers - gleich überzeugend im franszösischen, italienischen und deutschen Fach. Was mich aber am meisten beeindruckt, ist J.K's. wechselndes Timbre auf der Basis eines großen Stimmumfangs.
- Wo aber Jonas Kaufmanns künstlerische Einmaligkeit mit audrucksstarker Interpretation wirklich zur Geltung kommt, ist die 2006 bei "harmonia mundi" erschienene CD mit Liedern von Richard Strauss mit der fabelhaften Klavierbegleitung von Helmut Deutsch. Mit sensibler Intelligenz ist hier Text und Musik verbunden. Eine wunderbare Sprache.
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Produkt-Bild: Die Schöne Müllerin

Die Schöne Müllerin von Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 8,56

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Die Schöne Müllerin

Tracks:

  • 1. Das Wandern
  • 2. Wohin?
  • 3. Halt!
  • 4. Danksagung an den Bach
  • 5. Am Feierabend
  • 6. Der Neugierige
  • 7. Ungeduld
  • 8. Morgengru?
  • 9. Der M?llers Blumen
  • 10. Tr?nenregen
  • 11. Mein!
  • 12. Pause
  • 13. Mit dem gr?nen Lautenbande
  • 14. Der J?ger
  • 15. Eifersucht und Stolz
  • 16. Die liebe Farbe
  • 17. Die b?se Farbe
  • 18. Trockne Blumen
  • 19. Der M?ller und der Bach
  • 20. Des Baches Wiegenlied

Aus der Amazon.de-Redaktion


Zunächst ein ganz großes Lob dafür, dass der derzeit hoch gehandelte Tenor Jonas Kaufmann sich - in Anbetracht einer im Konzertbetrieb aussterbenden Gattung - dem deutschen Lied widmet und Franz Schuberts Liederzyklus ?Die schöne Müllerin? aufgenommen hat. Der deutsche Tenor weiß auch, worauf er sich bei diesem anspruchsvollem Repertoire eingelassen hat: ?Man benutzt die Stimme hier mit Techniken, in Registern und mit einer Dynamik, die im normalen Opernbetrieb nicht vorkommen. Insofern ergibt sich ganz nebenbei eine Kur für den Gesang, die Arbeit bietet Medizin für die Stimme. Man kehrt zurück zu den Wurzeln."
Medizin zwar für die Stimme, doch kein Grund zur Entspannung. Denn Schuberts junger Müllerbursche, der nach langer Wanderschaft in die Mühle einkehrt und dort einer schönen treulosen Müllerin verfällt, soll heißblütig, stolz, eifersüchtig sein, und depressiv. Schließlich wird er nach unerfüllter Liebe den Freitod wählen. Ansatzweise gelingt es Kaufmann, diese durchwühlte Seelenlandschaft zu vermitteln, den Tonfall des ?Abgesangs?, die innerlichen Leere, Zerbrochenheit, Wehmut des todunglücklich Liebenden trifft er allerdings nicht. Und auch der erstaunlich wenig nuancenreiche Pianist Helmuth Deutsch agiert hier mitunter als seichter, die Emotionen sentimental verstärkender Begleiter und nicht ? wie eigentlich von Schubert gedacht ? als äquivalenter Partner. - Teresa Pieschacón Raphael
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5 Kundenrezensionen:

Die schöne Müllerin : Ein Glücksfall
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Aufnahmen der Schönen Müllerin von Schubert gehören nicht gerade zu den Seltenheiten.
Die vorliegende mit dem Tenor Jonas Kaufmann und dem Pianisten Helmut Deutsch ist eine echte Seltenheit , weil vom ersten bis zum letzten Takt perfekt gelungen :
Kaufmanns jugendlichem hellen Tenor ist der LIedpart wie auf den Leib geschrieben. Seiner perfekten Intonation , absolut sicheren Melodieführung, und seiner vollkommen verständlichen Aussprache - selbst das rasend schnelle "Der Jäger" bleibt
verständlich - , vor allem aber seiner bewegenden inneren Gestaltung dieses tragisch endenden Zyklus glaubt man sowohl den fröhlich- naiven Müllerburschen als auch den traurig abschiednehmenden Selbstmörder. Das letzte Lied "gute Ruh' , gute Ruh'" ist anrührend über die Maßen.

Dem steht mit Helmut Deutsch ein gleichermaßen perfekter Pianist zur Seite : Sein Spiel ist schlicht , klar , vollkommen durchsichtig, sodaß man nicht weiß , was man mehr bewundern soll: Den Schubertschen Klavier- oder den Liederpart. Nie wird Helmut Deutsch zu laut oder drängt sich auf Kosten des Sängers in den Vordergrund. Absolut bewunders - und empfehlenswert !
Hans Lesener.
Wie man sich unbeliebt macht
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Man findet eine Aufnahme nicht so überzeugend, von einem Sänger, der eine grosse Fangemeinde hat.

Und bekommt die Quittung. Natürlich kann man das Rezensieren lassen, wenn man das fürchtet.

Auch wenn man der Fangemeinde erklären würde, dass es Partien gibt, in denen ich den Sänger grossartig finde, wie etwa die des Florestan, wird es nichts nützen.

Seltenst gelingt, das lyrische Fach in der Oper zu überschreiten, und zugleich ein hervorragender Liedersänger zu sein. Seltenst. Wenn Peter Schreier dies gemacht hat, ging es zu Lasten dieser Partien; als Liedersänger war er sehr überzeugend und hat zum Beispiel eine Version mit der Laute vorgelegt, die sehr anrührt.

Wenn ich Jonas Kaufmann höre und dann die wirklich lyrischen Tenöre Protschka, Blochwitz oder auch Güra, fehlt mir bei seiner Interpretation deutlich etwas. Das Lyrische, technisch die Einfärbung der Bruststimme durch die Oberstimme, wie Fischer-Dieskau es perfekt konnte und auch Hans Peter Blochwitz mit diesem Zyklus.
Wenn man etwas das Lied, die liebe Farbe vergleicht, stehen den Tenören, die hier erwähnt wurden, Klangfarben zur Verfügung, die Jonas Kaufmann nicht hat.

Man kann Stimmen mögen und sich für sie einsetzen oder sie nicht mögen, und sie niedermachen. Ich bin immer dafür, im Blindversuch Stimmen zu vergleichen, sich hineinzuhören und dann sein Urteil abzugeben.

Ich exponiere mich und schreibe, dies ist nicht meine "Schöne Müllerin"
Wagnis "Müllerin"
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Mit der "Müllerin" kann man viel machen. Man kann sie in Salons zelebrieren, vom Wort ausgehend sezieren, in Studios perfektionieren.
Man kann sie musikalisch analysieren, nach einem Konzept interpretieren, man kann sie romantisieren und banalisieren.
Für jeden Sänger bleibt sie ein Wagnis.
Kaufmann's "Müllerin", ein (wieder nicht optimal bearbeiteter) Live-Mitschnitt!!, ist rein gesangstechnisch nicht immer perfekt. Sein Müllerbursche ist auch kein verträumtes Leichtgewicht, sondern kann (auch stimmlich) schwere Säcke schleppen. Aber er ist jung in emotionaler Hinsicht, er weiß nicht wie ihm geschieht, 'wie's immer mag sein, ich gebe mich drein'. Und so geht er seinen Weg bis zum bitteren Ende, weil er im besten Sinne gefühlsmässig naiv ist, weil er es nicht aufhalten kann.'Der Mai ist kommen, der Winter ist aus'. Hat man diesen gequälten Aufschrei schon mal intensiver gehört?
Kaufmann banalisiert nicht und romantisiert nicht. Wenn es weh tut, tut es weh. Er interpretiert nicht, sondern erlebt, aber nie mit der Brechstange, sondern immer echt. Er seziert nicht, sondern phrasiert immer am Wort und im musikalischen Kontext mit verblüffender Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit. Und er zelebriert nicht, sondern musiziert im besten Sinne des Wortes, die dynamischen und gestalterischen Möglichkeiten seiner Stimme auslotend, mit wunderbarem Legato, mal kernig, mal weich. Helmut Deutsch setzt in seiner unnachahmlichen Art jeweils den jedem einzelnen Lied eigenen musikalischen Ausgangspunkt und ist richtigerweise mehr als nur Begleiter. Diese Müllerin ist modern, doch immer den Traditionen des Liedgesangs verpflichtet und erreicht den aufgeschlossenen Zuhörer auch im Inneren.
Hervorragend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmanns Müllerbursche geht direkt unter die Haut. Wann wurde dieser Zyklus jemals mit einer derartigen Intensität gesungen?. Die Farbigkeit seines Timbres ist außergewöhnlich und er vermag jedem einzelnen Lied seinen eigenen Stempel aufzudrücken. Nicht vergessen sollte man Helmut Deutsch, der ein absolut adäquater Begleiter ist und sensibler Begleiter ist.
kaufmanns schöne müllerin
3 Punkte 3 von 5 Punkten
wenn man den ganzen pr-rummel der letzten drei-zwei jahre um jonas kaufmann
revue-passieren lässt und auch beiträge kritischer musik-dilletanten, die doch
weitgehend (kommerziell) unabhängig sind, so muss man sich doch wundern über
solche aussagen wie: 'jugendlicher, bedeutender tenor', einer 'der alles singen kann' etc.

jonas kaufmann ist erst (spät) mit 37 auf die kommerz-bühne der 'decca' getreten,
also spät vor ein pr-millionen-publikum als jung! gehandelter 'shooting-star'.
ein viril-burschikoser phänotypus als media-star (von der alm) erfüllt sicherlich
den wunsch so mancher intendanz für die publikumswirksame 'rampensau'.
kaufmanns plus, denn er ist weitläufig zumindest photogen, sofern er sich nicht
auch verbal-künstlerisch weitergehend äussert.
hier: schuberts lieder sind keine pr-verschiebungsmasse. es sind kunstlieder für den
intimeren bereich, für private rezeption - und er-kenntnis.
und keine verfügungsmasse für den massenraum eines opern-event-spektakel -
grob-theatralischer bühnengesten-habitus ist schubert-in-adäquat.

hier nun beim 'müller', spürt man kaufmanns kunst-bemühen, so ganz natürlich, natur-
burschenhaft zu sein, von seinem grau-körnigen, gleichförmigen timbre gut gestützt.
eine anstrengung, die zwar dem romantischen sujet, nicht aber dem kunst-lied,
dem text und der musikalischen sublimierung, also nicht schubert adäquat ist.
künstler wie wunderlich, pears, fischer-dieskau und pregardien bedeuten und
besingen andre (kunst-)welten.
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Produkt-Bild: Wagner, Richard - Lohengrin (2 Discs)

Wagner, Richard - Lohengrin (2 Discs)
mit Jonas Kaufmann, Anja Harteros, Christof Fischesser, Regie: Richard Jones

DVD von Universal/Music/DVD
Preis bei Amazon: EUR 28,99, Angebote ab EUR 23,07

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2010
Zoom ± Produkt-Bild: Wagner, Richard - Lohengrin (2 Discs)

5 Kundenrezensionen:

Schaurige Inszenierung, wundervolle Musik
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Lohengrin als Zimmermann, Elsa zu Beginn mit BDM-Zöpfen und in Latzhose, Teile des Chores in Braunhemden, viele Uniformen ... mannomann, gibt es keine intelligenteren Möglichkeiten der Inszenierung?
Die tragenden Rollen sind stimmlich wunderbar besetzt, der Chor grandios und auch das Orchester unter Kent Nagano spielt fabelhaft. Am besten: Man schließt die Augen und genießt die Musik. Aber warum kauft man dann eine DVD?
Wagner, Richard - Lohengrin
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Lieferung ok Aufnahme ok Dieser Lohengrin ist für mich so wertvoll das ich selbst in der Aufführung 2009 in der 2. Reihe Parkett war und hier vorallem die gesangliche Kaufmannund Hateros und musikalische Nagano Ausnahmestellung kennzeichnen muss. Es ist eine Stern-stunde der Oper der Neuzeit denn auch die Regie hat mir sehr gut gefallen da sie sich an der Neuzeit orientiert. Es ist eine ausser-gewöhnliche Aufführung die ich jeden Opernliebhaber wärmsten empfehlen kann.
Lohengrin als moderner Häuslebauer
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Die Inszenierung ist durchaus umstritten, da sie den Lohengrin auf eine neue, moderne Art und Weise zu interpretieren versucht. Nichts desto trotz finde ich den Ansatz durchaus schlüssig. Schaut man sich nur mal den Komponisten selbst an: Wagner war ein nie ermüdender Baumeister, er konstruierte ein Festspielhaus, dann einen Familiensitz und natürlich sein Gesamtkunstwerk als solches und weil sich Wagner seinen Lohengrin als ideale Variante seiner selbst erträumte, muss er jetzt als Alter Ego auf die Bühne. Passt das nicht haargenau zum Selbstentwurf? Ein Mann mit unklarer Herkunft. Ein Held mit Visionen. Ein brennend Liebender. Ein Familienmensch mit Kinderwunsch.

Wenn man die Inszenierung unabhängig von Wagners Selbstdarstellung betrachtet befindet man sich tatsächlich auf etwas dünnen Brettern. Der gemeinsame Hausbau wirkt wahnsinnig spießbürgerlich. Lohengrin und Elsa sollen als Architekten einer neuen Gesellschaft dienen und bauen sich dann ein Eigenheim. Die Geborgenheit und Monotonie der Häuslebauer widerspricht dem Lohengrin-Mythos in seiner ursprünglichen Form durchaus. Wenn man den Aufbau hingegen als Aufbau eines soliden, tugendhaften, glücklichen Lebens versteht und sich somit von der Ebene des reinen Hausbaus löst, kommt es dem Lohengrin schon wieder etwas näher. Auch das Ende, wo Lohengrin das Haus abfackelt, weil durch den Bruch des Schwures dieses gemeinsame Leben keinen Bestand mehr hat, wird dann schlüssig.

Musikalisch gesehen finde ich die Aufnahme einmalig. Das Dreigestirn Harteros, Kaufmann und Nagano ist einfach unschlagbar. Besonders eindrucksvoll ist aber auch der Chor der Bayerischen Staatsoper. Gerade im ersten Akt steht teilweise ein 100 Mann starker Männerchor auf der Bühne, der stimmlich auf ganz hohem Niveau singt.
Alles in allem kann man die Inszenierung als eindrucksvoll und modern beschreiben, aber immer noch so in der Realität verankert, dass nicht jeder Bezug abhanden kommt (wie beispielsweise bei der Neuenfels-Inszenierung in Bayreuth). Durchaus sehenswert!
Wie sind sie herrlich anzuhör'n ...
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Trotz der einfach nur unintelligenten, völlig am Stück und an der Musik vorbei gehenden Inszenierung ist diese DVD für den Wagner-Freund ein Muss. Jonas Kaufmann und Anja Harteros bringen die Musik Wagners zum Leuchten und selten mischen sich zwei Stimmen derart perfekt wie jene des Münchner Traumpaares. Anja Harteros singt vollkommen auf Linie und berührt in jeder Phrase mit ihrem herrlichen Sopran, Jonas Kaufmann setzt bereits jetzt als Lohengrin Maßstäbe - die Gralserzählung und der Abschied von Elsa sind bereits nicht mehr von dieser Welt. Kent Nagano überzeugt mit diesem Werk auch als Wagner-Dirigent und läßt mit dem bestens disponierten Bayerischen Staatsorchester ätherisch schwebenden Klang vernehmen. Wunderbar auch die Chöre und die übrigen Protagonisten. Wäre da nicht diese unsägliche Inszenierung, weshalb nur vier Sterne zu vergeben sind.
Neugierige Häuselbauerin sucht vergeblich Spießerglück mit Hamburger Zimmermann
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Wäre die vorliegende DVD eine CD, würde ich ohne Bedenken für die Ausnahmesänger/innen Harteros und Kaufmann 5 Sterne vergeben. Auch ich habe vorab die Vorstellung im Münchner Nationaltheater gehört und leider auch unter ungünstigen Bedingungen gesehen: der Vorhang war offen.

Die Inszenierung ist nicht "zeitgemäß", sondern hat schlicht weder mit der Musik, der Handlung oder dem Text auch im Entferntesten etwas zu tun. Das beginnt mit der Gralsklangwelt des Vorspiels zu der ein(e) Archtitekt(in) Bauzeichnungen für ein Einfamilienhaus anfertigt. Die arme Frau Harteros ist bis zum III. Akt (in Latzhose) mit Mörtelrühren und Mauern beschäftigt bis ihr Spießerheim schließlich steht.

Hier haut der Regisseur radikal daneben: Die Sehnsucht der Elsa und die sie widerspiegelnde Musik ist eben nicht der Traum vom Spießerglück, sondern der zutiefst romantische von einem (weißen)Schwanenritter. Den bekommt Elsa in dieser Inszenierung leider nur in der Tracht eines Hamburger Zimmermanns mit einem fußkranken Schwan, der getragen werden muss. Weshalb der verkleidete Ritter seine hehre Gralsburg gegen ein wenig originelles Einfamilienhaus tauschen möchte, ist nur durch die bestechende hochsensible Gesangstechnik der Elsa/Harteros erklärbar.

Die Handlung ist bekannt; nach der unseligen Frage fackelt der Hamburger Lohengrin mit einem Benzinkanister das Haus inkl. Kinderwiege einfach ab. Die Gralserzählung gehört in dieser Aufnahme zu den absoluten Höhepunkten: Kaufmann singt sie mit einer selten gehörten liedhaften Innigkeit und Trauer.

Anders als so manche(r) Andere(r) hat Richard Jones eine reichhaltige Erfahrung als Opernregisseur auch von Wagner-Opern. Ein hoch romantisches Werk wie Lohengrin zu entzaubern und zu dekonstruieren, mag ein, wenn auch fragwürdiger, akzeptabler Inszenierungsansatz sein. Jones gelingt es jedoch leider nicht, etwas Überzeugendes an diese Stelle zu setzen.

So ist dieser musikalisch wunderbare Lohengrin des Dreigestirns Nagano, Harteros, Kaufmann leider nur mit einer schwarzen Augenbinde erträglich. Trotzdem eine klare Kaufempfehlung!
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Bizet, Georges - Carmen (NTSC)

Bizet, Georges - Carmen (NTSC)
mit Anna Caterina Antonacci, Jonas Kaufmann, Norah Amsellem, Regie: Francesca Zambello

DVD von Universal/Music/DVD
Preis bei Amazon: EUR 20,99, Angebote ab EUR 16,64

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Bizet, Georges - Carmen (NTSC)

5 Kundenrezensionen:

Tolle Sänger, auch als Schauspieler tauglich, insgesamt sehr sehenswert.
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Eine schöne, klassische Aufführung, keine modernisierte Variante. Carmen zeigt sich oft ziemlich freizügig, also weniger für die Schule geeignet.Alle singen sehr gut, können auch tanzen. Einziges Problem: Carmen ist nicht mehr die Jüngste.
Hervorragend
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Bei dieser Aufführung stimmt alles: Orchester, Regie, Bühnenbild, Kostüme usw.Die Stimmen sind hervorragend (Jason Kaufmann!!!!) Ich habe selten eine derart intensive CARMEN gesehen, sie geht unter die Haut. Für Opernfans ein Muss!
Carmen LONDON
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Ich habe die blueray über meinen Sanyo PLV 2000 angesehen. Einfach wie auf dem besten Platz im Opernhaus.
Ich kann die blueray nur jedem weiter empfehlen
die beste Carmen zur Zeit
5 Punkte 5 von 5 Punkten
den meisten Vorrezensenten kann ich mich nur uneingeschränkt anschliessen, und der einzigen 4-Sterne Kritik widersprechen: Schweiss und Speichelfluß stört mich überhaupt nicht, es gehört zu dieser grandiosen Aufführung einfach dazu, wir sind ja nicht bei einem konzertanten Belcanto-Arien-Querschnitt.
Neben der schon mehrfach gelobten musikalischen Qualität finde ich hier vor allem die schauspielerische Leistung famos, dieser Qualität schliessen sich Orchester, Bühnenbild, Regie und Choreografie nahtlos an: nicht gekünstelt modern, sondern im historischen Kontext, aber nie verstaubt wirkend.
Besonders in den lyrischen leisen Passagen ist Jonas Kaufmann unübertroffen, ansonsten wirkte er für mich manchmal ein wenig eng und mit etwas geringer Strahlkraft - aber bitte nicht mißverstehen - das ist leise Kritik auf höchstem Niveau und könnte auch reine Geschmacksfrage sein. Anna Caterina Antonacci war mir bisher nicht aufgefallen, diese Carmen ist ihr aber auf den Leib geschnitten. Auch die anderen Rollen sind musikalisch und darstellerisch überzeugend, nur die Micaela finde ich im Vergleich zu den anderen nicht so stimmig - könnte aber auch wieder Geschmacksfrage sein.
Auch wer Carmen schon in x anderen Fassungen kennt, dürfte von dieser Aufführung begeistert sein.
Georges Bizet: Carmen DVD von DECCA
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmann und Ildebrando d'Arcangelo sind schon mal Garantie für ausserordentliche Stimmen,schauspielerischem Talent und überdies gutem Aussehen, was aber in dieser Aufnahme aus dem Royal Opera House dann zu sehen ist, kann ich nur mit "phantastisch" bezeichnen. Es stimmt einfach alles. Ich kann diese DVD nur weiter empfehlen.
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Beethoven, Ludwig van - Fidelio (Sternstunden der Oper)

Beethoven, Ludwig van - Fidelio (Sternstunden der Oper) , Regie: Jürgen Flimm

DVD von Kinowelt GmbH
Preis bei Amazon: EUR 13,99, Angebote ab EUR 13,41

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Dezember 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Beethoven, Ludwig van - Fidelio (Sternstunden der Oper)

Produktbeschreibung


FideloSternstunden der Oper DV
© 1998-2010 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Dieser Fidelio ist absolut glaubwürdig!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Beethoven war kein Opernkomponist, das ist allgemein bekannt. Trotzdem hat er diese Oper geschrieben, wie schwer er sich damit tat erkennt man daran, dass er außer der "Fidelio-Ouvertüre" noch drei "Leonoren-Ouvertüren" schrieb. Irgendwie hat dieses Werk mehr von einem Konzert, als von einer Spieloper. Der Inhalt des ersten Aktes enthält nichts, was irgendwie Spannung oder Schwung hineinbringen könnte. Im zweiten Akt kann man allerdings - wenn der Regiesseur will - zumindest Spannung hineinbringen. Die Konfrontation Florestan/Pizzarro/Fidelio beinhaltet dafür einiges Potential, und in dieser Züricher Inszenierung wurde das schon deutlich. Jonas Kaufmann ist ein fantastischer Florestan. Sein baritonal gefärbter Tenor ist für diese Rolle ideal. Dazu kommen seine schauspielerischen Fähigkeiten. Dagegen ist der Pizzarro von Alfred Muff viel zu zahm. Diese Rolle verlangt Brutalität in Auftritt und Stimme und das bringt er nicht. Camilla Nylund überzeugt absolut als Darstellerin eines jungen Mannes und meistert stimmlich gut die Partie der Leonore. Laszlo Polgar ist stimmlich ein wunderbarer Rocco, allerdings hätte man sein schauspielerisches Talent etwas mehr einsetzen können.
Sehr gut ist Günther Groissböck als Don Fernando - stimmlich wie darstellerisch fantastisch. Schade, dass er immer nur mit Nebenrollen betraut wird.
Musikalisch ist die Inszenierung nicht zu toppen - man darf aber nie vergessen, dass es Musik von Beethoven ist - sie erinnert immer an seine Symphonien und der Schlusschor passt in seine Neunte. Man darf bei Beethoven auf keinen Fall eine Dramatik wie bei Verdi oder Puccini erwarten. In diesem Fall wird man bitter enttäuscht. Aber wer dieses Hohe Lied auf Treue und Liebe genießen will, der ist mit dieser Aufnahme gut beraten.
Wunderbare musikalische Umsetzung
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Wenn diese Produktion Schwächen hat, dann liegen sie in der etwas sterilen Inszenierung (in der der Humor etwas zu kurz kommt und kleinere Rollen wie die von Marzelline und Rocco etwas blass bleiben) - die musikalische Umsetzung ist grandios! Vor allem des Florestan von Jonas Kaufmann wegen sollte man sich diese Aufnahme ansehen und -hören. Bevor ich in diesen Genuss kam, hatte ich diese Rolle für praktisch nicht zufriedenstellend umsetzbar gehalten. Alle Aufnahmen, die ich davor kannte, hatten diesbezüglich Mängel: Entweder fehlt die stimmliche Kraft oder die gesangliche Fähigkeit zum Zarten, Sanften, meistens hapert es am Deutsch (trauriger Höhepunkt Jon Villars unter Sir Simon Rattle) und oft an der Optik. Hier stimmt alles und Florestans große Arie habe ich mir bestimmt schon zwanzigmal zu Gemüte geführt! Auch Camilla Nylunds Leonore macht sängerisch und darstellerisch glücklich. Die anderen SängerInnen sind tadellos - das Quartett ("Mir ist so wunderbar") ist berückend schön. Manchmal überzeugt mich Harnoncourts Arbeit nicht ganz (weil er ab und zu nicht mit musikalisch so erstklassigen SängerInnen arbeitet wie etwa Gardiner), hier gebühren dem Maestro für die Stabführung standing ovations.
A near perfect Fidelio
5 Punkte 5 von 5 Punkten
An outstanding performance of Beethoven`s opera Fidelio taken live at the Zurich opera House on februari 15th, 2004.

Almost 10 years after Harnoncourts`s first performance at the 1994 Styriarte festival at the Stefaniensaal, Graz, Austria, june 1994 this performance is staged at the Zurich opera house and directed for the stage by Jurgen Flimm, who has worked with Harnoncourt for a long time and has recently been appointed as the new intendant for the Salzburger Festspiele, following Peter Ruzcika in this position.

It is interesting that Mr. Harnoncourt has chosen to perform the work on stage rather than as a concert performance as he did 10 years before. The Styriarte performance, which has been recorded by TELDEC and released on CD made a profound impression on me when I bought it but failed to convince me of Beethoven as an opera composer. Beethoven himself confirmed my opinion, proved by his many revisions of the opera (3 times) and the ouverture (4 structurally different versions).

Contrary to Mozart`s opera`s, the story unfolds rather awkwardly and sometimes emphasizes on themes that seem rather trivial to the story. An example of this is Rocco`s `GOLD`aria.
This performance however pushed me in my chair completely spellbound and almost cost me an expensive crystal wine glass when tension amnounted to such a point that I almost broke it in my hand. It is unreal, the way that tension and long musical line are maintained throughout the entire work.

The cast is perfect. Laszlo Polgar sings an excellent Rocco and is evidently loved by the Zurich audience. Christoph Strehl a convincing Jaquino eventhough the role seems to me to be rather ungratefull since he appears only at the beginning of the first act. Elizabeth Rae Magnusson does well as Marzelline. The great surprise for me however is Alfred Muff, who by his diabolicol acting and singing as well as by his outstanding and voluminous voice has transformed Pizarro from a rather dull ruler into a tyrant straight from hell, the total effect further enhanced by his black leather outfit and the excellent lightning. Bravo Alfred! Had I been there, I would have broken down the house for you! You were the true star of the evening and the audience failed to see it.
Being an (amateur) singer myself I pretend to understand to a certain degree how immensely difficult his role in this opera is and how much of a masterpiece this man has given. Bravo!

Jonas Kaufmann, of whom I had never heard untill I saw him replacing Michael Schade as Tito during an Harnoncourt performance of Mozart`s `La Clemenza di Tito` at the 2003 Salzburger festspiele (Schade had the flue) made a serious impression on me, as well. As Tito, he sang from the orchestra while Schade went through the motions of singing and acted his part. An elegant solution to an awkward problem. Kaufmann`s performance on this disc gave me the strong impression that he sang Tito a prima vista in 2003, as his singing here is so much more profound, emotional and strong that it was during that remarkable performance of `Clemenza`.
A rising star indeed.
Gunter Groissbock sings well as Fernando, also an ungratefull role.
The orchestra: Let it never ever again be said that opera house orchestras are second rate and sloppy. What an orchestra! what precision! Every stroke of the non-existent baton(Harnoncourt never uses one) is followed precisely, musicians at the edge of their chairs and if there is a tiny imperfecton here or there it can only be because of the great risks taken to make music out of this difficult piece.

10 years after the Styriarte performance for the first time I get a small glimmer of understanding of this opera. Love is the key-word here and any political aspect is carefully left alone. The love between husband and wife is what drives this masterfull performance.

What more can I say? I expected an eye-opener of Mr. Harnoncourt but did not expect my soul to be laid bare. From bar one of the ouverture, tension mounts and is maintained to the very final bar of the ridicolously long finale, in which even Marzelline is somewhat rounded at last by a masterfull stroke of genius of the stage director, who pictures her trying to take her life as she is shattered by the revelation that the man she wants to marry is a woman and married to the most carefully hidden prisoner.

Hein Storm van Leeuwen
Der beste "Fidelio" aller Zeiten!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Vorab: Beethovens "Fidelio" ist eine meiner absoluten Lieblingsopern; dementsprechend habe ich schon diverse Inszenierungen gesehen. Diese kann wohl als die mit großem Abstand beste bezeichnet werden.
Die Inszenierung ist, wie man es vom Opernhaus Zürich kennt, weitgehend traditionell, ohne dabei altbacken oder kostümbetont wirken zu wollen. Nein, Bühne wie Kostüme sollen die Handlung unterstreichen, nicht übertrieben oder altmodisch. So trägt denn auch die wunderbare Camilla Nylund als Leonore einen Männerumhang und eine zeittypische Perücke, mit dem Effekt, dass sie tatsächlich auch auf die Nähe relativ männlich wirkt (es gibt nicht wenige Inszenierungen, bei denen man sich im obersten Rang kopfschüttelnd fragt, wie denn Marzelline Leonore für einen Mann halten kann). Nylund besticht außerdem durch eine wundervolle Sopranstimme und große Ausdrucksfähigkeit, die die Höhen und Tiefen ihrer Rolle (stimmlich wie darstellerisch) voll gerecht werden. Elizabeth Rae Magnusson als Marzelline - sehr feminin dargestellt - bietet im I. Akt ein gutes Gegenstück, auch wenn die Rolle bisweilen etwas blass wirkt. Laszlo Polgar ist ein hervorragender Rocco und spielt die liebevolle Seite zu seiner Tochter ebenso überzeugend wie seine Sorge um die Gefangenen im Allegemined und sein Mitleid mit Florestan im Speziellen. Überzeugend gerät auch die Szene mit Pizarro, in der er den Mord verweigert. Pizarro (Alfred Muff) beherrscht die düsteren Szenen im I. Akt, aber dazu noch später. Zu Beginn des II. Aktes kann die Inszennierung noch mit einer weiteren Meisterleistung aufwarten: Jonas Kaufmann als Florestan ist schlichtweg genial, Florestans Arie das Highlight der Oper. Die eher schlanke Erscheinung des Sängers macht die Rolle glaubwürdig. Florestan ist als Person der Auslöser für all die Ereignisse der Oper; Kaufmanns Florestan, sehr jugendlich-idealistisch, ist somit auch durchaus glaubwürdig als geliebter Ehemann von Leonore wie auch als erbitterter Feind Pizarros. Er hat denn auch mit ausdrucksstarkem, aber warmem Tenor dem dunklen Bass von Muffs Pizarro durchaus etwas entgegenzusetzen: Die Mörderszene ist - von der stimmlichen Grandezza mal abgesehen - ein schauspielerisches Highlight: Der geschwächte Florestan, von Rocco gehalten, will Pizzarro zunächst gar nicht ansehen. Als dieser sich "als Rächer" zu erkennen gibt, leuchten Florestans Augen auf, wenn er ihm entgegenschmettert: "Ein Mörder, ein Mörder steht vor mir!" Auch Leonore gibt im II. akt noch einmal alles. Ihr Duett mit Florestan und vor allem dessen Befreiung im Finale sind wundervolle stimmliche wie darstellerische Momente.
Ich kann diese Inszenierung wirklich nur empfehlen -sie ist stimmlich wie szenisch stimmig und schön! 5 Sterne - leider kann ich nicht mehr vergeben!
Altmeister der Dramatik
5 Punkte 5 von 5 Punkten
An erster Stelle muss Nikolaus Harnoncourt genannt werden. Es ist schon unglaublich, welches Feuer er mit 76 Jahren hier entfacht. Ihm bei der Ouvertüre zuzuschauen, wie er die Musiker befeuert, ist der schiere Genuss. So will man Beethoven hören, so- und nicht anders.
Harnoncourt wird von sehr guten Sängern unterstützt, allen voran Jonas Kaufmann. Dieser Tenor, der gerade eine Welt-Karriere startet, war damals noch eher unbekannt. Optisch endlich mal ein Florestan, der vom Körperumfang nicht der Rolle Hohn spricht. Kaufmann hat eine baritonal gefärbte Stimme, die Höhe macht ihm keine Mühe. Derzeit eine Ideal-Besetzung dieser Rolle,zumal er zugleich ein guter Schauspieler ist und sich keinesfalls auf unsinnige Sängergesten beschränkt. Interessant, dass das Publikum ihn nicht so würdigte, Nylund und Harnoncourt bekamen mehr Zustimmung.
Als zweiten will ich Alfred Muff nennen.Der Sänger ist nicht so bekannt. Deswegen Zitat:"Seit 20 Jahren ist der Künstler fest am Opernhaus Zürich engagiert, wo er mit so unterschiedlichen Partien wie Wotan und Wanderer, Barak, Holländer, Gurnemanz, Kurwenal, Jochanaan, Orest, Osmin, Sarastro, Ochs auf Lerchenau, Morosus, Dr. Schön, Boris Ismailow und Balstrode die Aufmerksamkeit von Publikum und Presse auf sich lenkte. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit hat er mit vielen renommierten Orchestern und grossen Dirigenten wie Claudio Abbado, Gerd Albrecht, Herbert Blomstedt, James Conlon, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Eliahu Inbal, Armin Jordan, Erich Leinsdorf, Zubin Mehta, Georges Prêtre, Wolfgang Sawallisch, Jeffrey Tate, Giuseppe Sinopoli, Georg Solti, Horst Stein und Franz Welser-Möst musiziert." Muff gibt der Rolle des Pizarro die notwendige Grausamkeit.
Camilla Nylund und Alfred Polgar sind ebenfalls sehr gut,überragend würde ich die Gestaltung nicht nennen. In der dramatischen Scene " Er sterbe" schaut Nylund leider auf den Dirigenten ,statt ihren Part gegen Pizarro zu spielen. Das stört.
Möglicherweise aber auch ein Einfall der Regie. Flimm, von dem ja auch die Inscenierung aus der MET aus dem Jahre 2002 auf DVD vorliegt, insceniert " europäisch" Dem Beethovenschen Idealismus wird Tribut gezollt-das wäre in NY vielleicht gar nicht verstanden worden. Der Schluss gerät in Zürich dadurch etwas statuarisch. IN NY war fast geswingt worden, und dadurch der Beethovensche Pathos etwas relativiert worden. In Zürich muss das Harnoncourt durch die musikalische Gestaltung leisten.
Die Idee einer verzweifelten Marzelline vertieft Flimm in dieser Inscenierung noch,indem sie sich umbringen will,nachdem sie erfahren hat, dass Fidelio eine Frau ist. Es ist völlig überzeugend, dass SIE nicht in den Jubel einstimmen kann.
Ganz nebenbei, zur Ausstattung: diese Spielzeugpistolen, die aus einem Laden für Kindergeschenke stammen könnten, hätte man durch eine ersetzen sollen, die den Kostümen angepasst ist.
Aber : zum Schluß viel Jubel. Berechtigt !
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Lieder von Jonas Kaufmann, Helmut Deutsch, Helmut Deutsch

Audio CD von Harmonia M
Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 11,99

5 Punkte, sehr zu empfehlen!
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juli 2006
Zoom ± Produkt-Bild: Lieder

Tracks:

  • Zueignung op. 10 Nr. 1
  • Nichts op. 10 Nr. 2
  • Die Nacht op. 10 Nr. 3
  • Wer hat's getan op. 10 Nr. 6
  • Befreit op. 39 Nr. 4
  • Allerseelen op. 10 Nr. 88
  • Ruhe, meine Seele op. 27 Nr. 1
  • C?cilie op. 27 Nr. 2
  • Heimliche Aufforderung op. 27 Nr. 3
  • Morgen! op. 27 Nr. 4
  • Freundliche Vision op. 48 Nr. 1
  • Ich liebe dich op. 37 Nr. 2
  • All mein Gedanken... op. 21 Nr. 1
  • Du meines Herzens Kr?nelein op. 21 Nr. 2
  • Ach Lieb, nun mu? ich scheiden! op. 21 Nr. 3
  • Ach weh mir ungl?ckhaften Mann op. 21 Nr. 4
  • Die Frauen sind oft fromm und still op. 21 Nr. 5
  • Traum durch die D?mmerung op. 29 Nr. 1
  • Nachtgang op. 29 Nr. 3
  • Wozu noch, M?dchen op. 19 Nr. 1
  • Breit' ?ber mein Haupt op. 19 Nr. 2
  • Sch?n sind, doch kalt die Himmelssterne op. 19 Nr. 3
  • Wie sollten wir geheim sie halten op. 19 Nr. 4
  • Hoffen und wieder verzagen op. 19 Nr. 5
  • Mein Herz ist stumm op. 19 Nr. 6
  • Ich trage meine Minne op. 32 Nr. 1
  • Sehnsucht op. 32 Nr. 2
  • Schlechtes Wetter op. 69 Nr. 5

5 Kundenrezensionen:

Vielfarbig
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmanns Können umfasst alle Stimmfarben - vom leisesten Piano bis zum kraftvollen Forte. Und er bringt einen großen Schatz mit: er hat einfach eine schöne Stimme. Eine Tenorstimme mit fast baritonalem Timbre. Einfach unverwechselbar. Und dazu noch eine große Portion interpretatorischer Intelligenz, was will man mehr. Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch, kreative Zwillinge von großer musikalischer Einheit und Phantasie. Eine großartige und wertvolle CD.

Und nun kann man nur noch staunen, dass diese beiden Ausnahmekünstler auch ein einfaches "Aber heidschi bumbeidschi" auf der neuen CD Wiegenlieder Vol. 1 des Carus-Verlages für ein Benefiz-Projekt eingespielt haben. Welch ein Geschenk!
Mehr! Wann?
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Diese Cd lässt nur einen Wunsch und ein Frage offen, den Wunsch nach mehr und die Frage wann die nächste CD mit diesem Ausnahmesänger, der sich allein durch sein Können und nicht durch irgendwelche PR-Mätzchen zu einem Weltklassesänger entwickelt hat, erscheint. Ich bin eigentlich kein ausgesprochener Freund von Liedern und Strauss, aber in jedem dieser Lieder wird mit Hingabe und Können eine farbenprächtige Geschichte erzählt. Die Art des Singens mag manchen Liebhabern des Kunstliedes vielleicht zu opernhaft erscheinen, aber das ist eben auch das Besondere dieser Aufnahme. Jonas Kaufmann ist sowohl ein fantastischer Opernsänger als auch ein eindrucksvoller Liedersänger. Beides ergänzt sich vortrefflich und schließt sich nicht gegenseitig aus. Bravo Jonas! Helmut Deutsch am Piano ist wie immer ein ausgezeichneter Begleiter.
Meine Meinung ueber " Straus LIEDER Jonas Kaufmann,Hermut Deutsch,piano "
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Richart Strauss und Jonas Kaufmann sind die gleiche Heimaten. Alle beide sind geboren in Muenchen von Bayerische Hauptstadt. Natuerlich, ihre Mutter Sprache ist Deutsche, so ist es sehr wichtig fuer Deutschlied.
In diesen Jahr, wird es 60 Jahre lang nach Richart Strauss's Tode, hat er seit langer Zeit einen gewisser Jonas Kaufmann seine eigenen Lieder richtige zu ausdruck erwartet.
Wie erstaunt war ich, als ich ihn diesen CD zum ersten Mal singen hoerte!
Er hat jenes (Stuecke28) einzeln von die schwere Lieder in aller Gemuetlichkeit und genauigkeit
mit dem Richart Straussische Gemuet gesingt.
Liederschatz von Richard Strauss
5 Punkte 5 von 5 Punkten
zwei großartige Künstler präsentieren in einzigartiger Symbiose einen Schatz von Richard-Strauss-Liedern. Text und Musik sind ausdrucksstark und klangschön wiedergegeben.
Man wünschte sich auf diese CD hin weitere Aufnahmen von Liedern, auch anderer Komponisten, dieser beiden, Jonas Kaufmann und Helmut Deutsch.
Tenorissima
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmanns Operntenor ist genau das Richtige für diese Strauss-Lieder. Sie sind, und das meine ich nicht negativ, vielmehr auf äusseren Glanz angelegt, als etwa die Lieder von Schubert,Schumann, Brahms etc.
Mit seiner wunderbaren Stimme und seinem makellosen Können ist Kaufmann genau der Tenor, den diese Lieder brauchen. Es ist alles da, was auch seinen Florestan so wunderbar macht. Prädikat: Sehr empfehlenswert!
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Produkt-Bild: Sehnsucht-Deluxe Version

Sehnsucht-Deluxe Version von Jonas Kaufmann, Claudio Abbado, Mahler Chamber Orchestra

Audio CD von Decca (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 20,99, Angebote ab EUR 11,98

4,5 Punkte, empfehlenswert.
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Sehnsucht-Deluxe Version

Tracks:

Disk 1
  • In fernem Land
  • Mein lieber Schwan!
  • Dies Bildnis ist bezaubernd schön
  • Die Weisheitslehre dieser Knaben... Wie stark ist nicht dein Zauberton
  • Was quälst du mich, o Mißgeschick!... In tiefbewegter Brust
  • Schon wenn es beginnt zu tagen
  • Gott! welch Dunkel hier!
  • Winterstürme wichen dem Wonnemond
  • Amfortas! - Die Wunde!
  • Nur eine Waffe taugt
Disk 2
  • Jonas Kaufmann - Sehnsucht (Dokumentation)

5 Kundenrezensionen:

Sehens- und hörenswert!
5 Punkte 5 von 5 Punkten
wunderbare kräftige und dann wieder sanfte Stimme, attraktiver Künstler - einfach schön. Von Beethoven bis Mozart, von Wagner bis Schubert - ein MUSS für Liebhaber schöner Musik!
Von großartig bis voll daneben alles drin
3 Punkte 3 von 5 Punkten
Dass Jonas Kaufmann eine erstklassige Stimme hat, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Aber er kann mit seiner ziemlich brustlastigen, kernigen Stimme nicht alles singen. Es gibt in der Welt und auch auf dieser CD sehr unterschiedliche Musik, der Kaufmann nicht immer gerecht wird und nicht gerecht werden kann. Die Auszüge aus Lohengrin und Parsifal gehören zu den gelungenen Stücken; hier kann Kaufmann seine Emphase ausspielen und die leiseren Passagen (Lohengrin) erfordern nicht mehr Lyrik als er bieten kann (trotzdem sei angemerkt: neulich im Nationaltheater in München war die Gralserzählung, live ist manchmal eben doch besser, am Beginn noch inniger.) Hingegen passt sich Kaufmanns Organ den Erfordernissen der "Winterstürme" nicht an -- und bei Mozart wird es ziemlich schlimm: welche Prinzessin sollte einem so unromantischen, uncharmanten Tamino verfallen? Die beiden Arien aus Schubert-Opern hingegen sind immerhin interessante Fundstücke.
Musik
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Sehnsucht-Deluxe Version
Da ich zur Zeit ein ausgesprochener Jonas Kaufmann Fan bin, mußte es
diese Aufnahme auch sein. Eine tolle CD mit Claudio Abbado! Aus dieser
Zusammenarbeit kam ein super Ergebnis.
Intelligent und hingebungsvoll
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Eine Freude, diese CD zu hören, die dem Hörer auch die Möglichkeit schafft, neben bekannten Arien von Wagner, Mozart, Beethoven und Weber unbekannte Schubert-Arien kennen zu lernen. Welche Wohltat, dass sich hier ein Sänger nicht von einem "schönen" Ton zum nächsten stemmt, sondern dem Hörer durch Gefühl und Intelligenz - und hervorragend begleitet von Claudio Abbado - die Seele der Rolle nahekommen lässt. Dass Jonas Kaufmann dafür auch keinerlei Konzessionen macht, dafür sei im Dank! Ich freue mich auf mehr!
Der Sänger ist Spitzenklasse in der Interpretation
5 Punkte 5 von 5 Punkten
Jonas Kaufmann ist nicht zu Unrecht einer der Shooting-Stars uner den Tenören.Welcher Fachkollege ist im italienischen, französischen und wie hier zu hören im deutschen Fach absolut Spitzenklasse wie er? Die CD hat uns voll begeistert.
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Produkt-Bild: Schubert, Franz - Fierrabras

Schubert, Franz - Fierrabras
mit Jonas Kaufmann, Juliane Banse, Michael Volle

DVD von EMI Music Germany GmbH & Co.KG
Preis bei Amazon: EUR 17,99, Angebote ab EUR 13,78

4 Punkte, empfehlenswert.
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Schubert, Franz - Fierrabras

Produktbeschreibung


FIERRABRAS
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Eine Kundenrezension:

Bei Schubert zu Haus'
4 Punkte 4 von 5 Punkten
Das Problem der deutschen Romantiker in der Musik war, dass sie zwar als Symphoniker und als Kammermusiker verehrt wurden - die Liedkompositionen erlangten erst sehr viel später höhere Weihen -, aber ihr Ehrgeiz im Musiktheater nahezu ungehört verhallte. Zwischen Mozart und Wagner scheint die Opernwelt nur Rossini, Donizetti und Bellini zu kennen. Beethovens Fidelio würde auch niemand vermissen, wäre er nicht komponiert worden. Allenfalls Webers Freischütz ragte heraus, würde er seit einem halben Jahrhundert nicht so stiefmütterlich von den Dramaturgen und Intendanzen behandelt. Besonders Franz Schubert (1797-1828) hat unter der fehlenden Anerkennung als Opernkomponist gelitten. Doch hatte und hat das auch seine Gründe. Schuberts Problem waren seine Librettisten. Was Josef Kupelwieser da im Rückgriff auf das mittelalterliche Rolandslied für einen heroischen Blödsinn im Fierrabras geschrieben hat, das war schon für damalige Verhältnisse drittklassig: zwei fränkische und zwei maurische Ritter, von denen ein Franke eine maurische Prinzessin und ein Maure eine fränkische Prinzessin liebt, aber deren einer Vater den anderen für einen Ungläubigen" hält, was wiederum in militärischer Gewalt eskaliert. Die Kinder schließen aber Freundschaft und bald droht diese zu zerbrechen, es geht um Verrat und Freundschaft, man kämpft im Krieg, mal gewinnt der eine, dann der andere, man stirbt beinahe und nach reichlich Durcheinander wird eitel Frieden geschlossen und manche Liebespaare finden zusammen, eine Liebe bleibt dem Frieden zuliebe unerwidert. Was für ein Unsinn! Aber Franz Schubert hat darüber 1823 eine der schönsten Musiken seiner Zeit gelegt. Was für zarte Liebesduette, welch bebende Melancholie gelang ihm in den Szenen der schier unerfüllbaren Liebe, was für Chorsätze sind da zu hören! Claus Guth hat das übrigens erst 1988 uraufgeführte Stück vor zwei Jahren am Züricher Opernhaus inszeniert als eine Art Hausmusikabend Franz Schuberts, als sogenannte Schubertiade. In biedermeierlichem Ambiente hat er die Sprechrolle Franz Schuberts hinzugefügt, der seinen Freunden immer scheinbar gerade erst geschriebene Arien reicht, die diese als Laiendarsteller in seinem Wohnzimmer als Bühne zur Aufführung bringen - als Bühne auf der Bühne sozusagen.. Damit nimmt Guth dem Stück die Spitzen der Handlungsschwächen und bringt mit vorgeblicher Improvisation ein unerwartetes Spannungselement hinein. Die männlichen Hauptrollen sind Schubert selbst nachempfunden - mit typischer Nickelbrille und vollem Haar; Guth verarbeitet damit zugleich die Vater-Sohn-Problematik, die Schubert selbst so geprägt hat. Die Sängerriege ist dabei erstklassig: allen voran der aufsteigende Münchner Tenorstar Jonas Kaufmann in der Titelrolle und, nach seinem furiosen Bayreuth-Debüt als Beckmesser im vergangenen Jahr, der nicht minder nach oben katapultierte Bariton Michael Volle - übrigens gebürtig aus Freudenstadt und bekennendes Landeskind der Schwaben. Die musikalische Leitung hatte Franz Welser-Möst inne und wie er diese Oper klanglich mit ungeheurer Wärme entworfen hat, da stellt man sich die Frage, warum der Fierrabras nicht öfter auch woanders aufgeführt wird. Das kann dann nur an diesem grauenhaften Libretto liegen. Schade eigentlich.
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