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Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) von Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Hans Hotter, George London, Kirsten Flagstad, James King, Régine Crespin, Wpo, Sir Georg SoltiAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 118,95, Angebote ab EUR 78,20 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 1997 |
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5 Kundenrezensionen:Durchwegs gute Interpretation mit klasse Besetzung 5 von 5 PunktenDer "Solti-Ring" mag sehr effektvoll dirigiert sein, manchmal liest man, zu effektvoll, aber ich bin mir sicher, Richard Wagner würde nicht im Grabe rotieren, würde man es ihn hören lassen. Ich finde diese Kritik unangebracht, "zu emotional", "übertrieben gewaltig", immerhin wurde hier nichts geringeres als die komplette "Siegfriedsage" (oder sogar mehr) vertont, also darf man schon fragen ob Solti nicht zu recht eine solche Interpretation wagt. Da natürlich jede Umsetzung einer Komposition immer, insofern sie nicht vom Komponisten selbst stammt, einer gewissen künstlerischen Freiheit unterliegt, bin ich mit diesem Ergebnis des "Ring des Nibelungen" sehr zufrieden. Leider ist das Booklet bei mir in Englischer Sprache. Soltis Ring - Eine Aufnahme, die Maßstäbe setzte 5 von 5 PunktenWie so oft im Leben Richard Wagners nahm hier eine im Grunde recht einfache Idee riesenhafte Dimensionen an. Kurz nach der Komposition des "Lohengrin" hatte er die Idee zu einer heroisch - idealistischen Oper über den größten Helden der deutschen Sagenwelt. Das Werk trug den Arbeitstitel "Siegfrieds Tod", war eine stark vereinfachte Version der jetzigen "Götterdämmerung" und sollte den Helden als Wagners Idealbild des von gesellschaftlichen Zwängen freien, unabhängigen Menschen zeigen. Nach der Flucht ins Schweizer Exil erschien dem Komponisten die Handlung nicht tiefgreifend genug ausgeschöpft, er dichtete eine Vorgeschichte und nannte sie "Der junge Siegfried". Auch dies ging Wagner noch nicht weit genug, also vertiefte er sich weiter in die germanischen und nordischen Götter - und Heldensagen, so entstand das Textbuch zu "Die Walküre" und schließlich als Vorabend "Das Rheingold". 1852 stand schließlich der Zyklus als dichterische Einheit fest und Wagner ging (diesmal in der "richtigen" Reihenfolge) an die Komposition. Insgesamt dreißig Jahre schrieb und komponierte Wagner an seinem unbestreitbar größten Werk, legte lange Pausen ein, in denen seine bahnbrechenden Musikdramen "Tristan und Isolde" und "Die Meistersinger von Nürnberg" enstanden und der Komponist musikalisch weiterreifte. 1874 beendete er schließlich mit den letzten Noten zur "Götterdämmerung" die Komposition des Zyklus, zwei Jahre später erklang der "Ring des Nibelungen" (die ersten beiden Teile hatte, ungeachtet der Proteste Wagners, bereits der Bayernkönig Ludwig II. uraufführen lassen) erstmals vollständig bei den neugegründeten Bayreuther Festspielen, von dort aus eroberte die Tetralogie sehr schnell die ganze Welt und stellt bis heute für jede wagnertaugliche Bühne und jeden ambitionierten Regisseur und Dirigenten eine hochwillkommene, da unbegrenzt ausdeutbare Aufgabe dar. Die gewaltigen Dimensionen dieses Werks stellen nicht nur die Musiktheater vor große Herausforderungen, auch die Aufgabe, den Ring auf Tonträger zu bannen, ist nicht zu verachten. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großem Nuancenreichtum, eine ganze Reihe hochklassiger Sänger und steht vor dem Problem, die musikalische Spannung über eine Dauer von mehr als 15 Stunden aufrechtzuerhalten. Natürlich nahmen viele Dirigenten diese Aufgabe an und so kann man heutzutage aus einer Vielzahl von Ring - Einspielungen wählen, von denen jede ihren Reiz besitzt. Sir Georg Solti nahm sich Ende der 50er Jahre vor, die erste wirkliche Gesamtaufnahme (alle vorherigen Dirigenten hatten der Länge des Werks Tribut zollen und Kürzungen akzeptieren müssen) einzuspielen. Er wählte dazu mit den Wiener Philharmonikern das wohl beste und wandlungsfähigste Orchester der Welt und eine Vielzahl ausgezeichneter und erfahrener Sänger. Über das Ergebnis ist seit jeher viel diskutiert worden, viele halten diesen Ring für die Aufnahme, an der sich alle späteren Einspielungen messen lassen müssen. Dies mag etwas übertrieben sein, doch kann man Soltis Interpretation noch immer mit Einschränkungen als Musteraufnahme sehen. Solti läßt hier seiner Vorliebe für breite Tempi und gewaltige Orchestereruptionen freien Lauf und schafft so den leider oft schlecht kopierten, monumentalen Wagner - Klang, für den der Komponist, der doch zu kammermusikalischer Feinheit fähig war, berühmt und noch mehr berüchtigt ist. Solti läßt es aber nicht nur donnern. Wunderbar geraten ihm die Liebesszenen im ersten Akt der "Walküre", die Beleitung des Wotan - Monologes, Siegfrieds "Waldweben", das den grobschlächtigen Helden zum ersten Mal sympathisch erscheinen läßt und die Gestaltung der mystischen Götterfiguren, vor allem die Auftritte der geheimnisvollen Erda und ihrer Nornen. Weitere Beispiele für Soltis musikalische Feinfühligkeit würden den Rahmen dieser Rezension sprengen, nur muß auch gesagt werden, daß einige Effekte nicht unbedingt nötig gewesen wären. Um möglichst große Theaternähe zu erzielen, wurden einige "Spezialeffekte" verwendet, so eine Donnermaschine (von Wagner verlangt), Stierhörner, die einen unbestreitbar archaischen Klang haben, die Stimme des Drachen Fafner wird mit viel Hall unterlegt. Leider wurden die Sänger auch oft so platziert, daß der Eindruck von Auftritt, Bewegungen auf der "Bühne" und Abgang erzielt werden sollte, was bei dem hohen Lautstärkepegel des Orchesters manchmal zu Verständnisschwierigkeiten führt. Auch die technisch zum Bariton verzerrte Stimme Wolfgang Wingassens in der "Götterdämmerung" klingt für heutige Hörgewohnheiten etwas seltsam und läßt die dramatische Szene ein wenig albern erscheinen. Dies sind aber nur kleine Mängel in einer ansonsten ausgezeichneten Aufnahme, die man noch nach über vierzig Jahren fast uneingeschränkt genießen kann. Auch bei den Sängern setzte Solti auf bewährte Qualität. Wotan, oberster Gott und zentrale Figur des Zyklus wurde mit großen Sängern besetzt. Im "Rheingold" leiht ihm George London, lange Zeit Stammgast in Bayreuth und erfahren in der Partie seine Stimme. Er löst seine Aufgabe sehr gut, verleiht mit seiner mächtigen Stimme dem schwierigen Charakter des Wahrers der Verträge, der selbige oft nicht achtet, viel Kontur. Etwas anders sieht es in "Walküre" und "Siegfried" aus. Hans Hotter war über lange Jahre weltweit der "Wotan vom Dienst", kein anderer Sänger konnte in dieser Rolle mehr Erfahrung aufweisen und niemand hatte sie so sehr verinnerlicht. Leider litt Hotter an chronischem Asthma, das seiner Stimme zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits einigen Schaden zugefügt hatte. In der früher mächtigen Stimme macht sich ein starkes Zittern bemerkbar, lange oder hohe Noten werden ihm zur nur schwer bewältigten Aufgabe und auch die Textverständlichkeit ist nicht die Beste. Dafür gelingen ihm immer wieder wunderbare Momente, so in den langen Monologen in der "Walküre" und in der wundervollen Erda - Szene im "Siegfried". Wotans Gemahlin Fricka wird ebenfalls von zwei Sängerinnen dargestellt. Im "Rheingold" ist die große Kirsten Flagstad zu hören, die, zwar schon mit etwas angejahrter Stimme, die jedoch den berühmten silbernen Klang nicht verloren hat, sich noch einmal als eine der besten Wagner - Sängerinnen präsentiert. In der "Walküre" ist es Christa Ludwig, die einen bleibenden Einduck hinterläßt, nicht nur, weil sie den Götterstreit gewinnt, sondern auch den indisponierten Hotter an die Wand singt. Auch in der "Götterdämmerung" liefert sie mit der bewegenden Darstellung der Waltraute eine ausgezeichnete Vorstellung. Claire Watson wurde ebenfalls für zwei Rollen engagiert, die hervorragend zu ihr passen. Im "Rheingold" veredelt sie die Rolle der Freia, in der "Götterdämmerung" Gutrune mit ihrer schönen, klaren Stimme. Die weiteren Götter sind mit Waldemar Kmentt (Froh), Eberhard Wächter (Donner) und dem alten Wagner - Helden Set Svanholm (in der für ihn recht ungewöhnlichen Rolle des schurkischen Loge, die er aber ausgezeichnet darstellt) rollendeckend und hochkarätig besetzt. Die mysteriöse Figur der Erda wird in dieser Aufnahme ebenfalls von zwei Sängerinnen darsgestellt. Im "Rheingold" ist es Jean Madeira, die diese wundervolle Szene mit ihrem reinen Alt in geheimnisvolles Halbdunkel taucht, kaum schwächer, doch stimmlich etwas weniger beeindruckend schlägt sich Marga Höffgen im "Siegfried". Als Alberich agiert hier jemand, dem diese Rolle wie keinem Anderen auf den Leib geschrieben schien. Gustav Neidlinger war mit seiner einmaligen Stimme und seinem großen schauspielerischen Talent prädestiniert für den machtgierigen Nibelungen und zeigt hier ein weiteres Mal, warum er als Idealbesetzung für diese Partie galt. Sein Burder Mime, zuerst der unglückliche Schmied des Ringes und der Tarnkappe, schließlich Siegfrieds widerwilliger Ziehvater, wird von Paul Kuen ("Rheingold"), einem routinierten Darsteller der Rolle und Gerhard Stolze ("Siegfried") gesungen. Stolze schrammt hier des Öfteren haarscharf daran vorbei, den häufig begangenen Fehler zu machen und den unleidlichen Zwerg zur Karikatur werden zu lassen, deklamiert die Partie mehr, als sie zu singen, schafft aber immer wieder den Sprung zurück in die Gesangslinie und liefert so ein insgesamt recht überzeugendes Rollenportrait. Brillant ist Walter Kreppel in der Rolle des sensiblen Riesen Fasolt. Von diesem Sänger kenne ich leider keine weiteren Aufnahmen, doch diese ausgezeichnete Leistung macht Lust auf mehr. Ebenfalls ideal besetzt ist sein böser Bruder Fafner mit Kurt Böhme, dessen schwarze, mächtige Stimme sowohl den gierigen Riesen als auch den (leider recht stark verhallten) Drachen vor Augen entstehen läßt. Eine bessere Besetzung für das Wälsungenpaar ist nur schwer vorstellbar. James King war ein Sänger mit außergewöhnlich mächtiger, jedoch sehr schöner und strahlender Tenorstimme, ein hervorragender Lohengrin und ein noch besserer Siegmund. In dieser Rolle erwarb er sich weltweit Ruhm und den wunderschönen ersten Akt der "Walküre" hört man hier nicht zuletzt dank ihm in einer kaum zu überbietenden Version. Ihm zur Seite steht die großartige Régine Crespin, auch sie eine erfahrene Wagner - Sängerin und eine der besten Darstellerinnen der Sieglinde, die ich kenne. Die Harmonie der Liebesgesänge, die den ersten Akt der "Walküre" beinahe zu einer eigenen Oper machen, hört man hier in einer kaum zu übertreffenden Schönheit, wozu natürlich auch Soltis sensible Orchesterführung ihren Teil beiträgt. Gottlob Frick liefert hier eine recht eigenwillige, aber hochinteressante Interpretation des Hunding. Er wirkt sehr stoisch, fast roboterhaft, als hätte er keinen eigenen Willen, sondern würde von den Göttern wie eine Marionette für ihre Zwecke benutzt. Stimmlich ist er wie immer hervorragend, einer der besten Bässe, die es jemals gab. Die weit dankbarere Aufgabe des Hagen in der "Götterdämmerung" löst er bravourös wie kein Anderer. Und nun zum Wagner - Traumpaar der 60er und 70er Jahre. An Birgit Nilsson führte damals kein Weg vorbei, wenn es darum ging, die Werke des Komponisten mit der perfekten Stimme aufzuführen und einzuspielen. Als Brünnhilde zeigt sie sich ein weiteres Mal in bestechender Form, die Macht ihrer Stimme ist beeindruckend wie eh und je und wen sonst hätte Solti für die wichtigste Frauenpartie im Ring engagieren sollen, als die schwedische Naturgewalt, die sich hier als die würdige Nachfolgerin der Flagstad (auch sie eine wunderbare Brünnhilde, man höre nur den legendären Furtwängler - Ring) und als Meßlatte für alle künftigen Sängerinnen präsentiert. Meiner Meinung nach ist Birgit Nilsson als Brünnhilde noch immer nicht übertroffen und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht werden. Und wo Birgit Nilsson ist, da ist Wolfgang Windgassen nicht weit. Der geniale Sänger - Darsteller war beinahe zwanzig Jahre lang Heldentenor Nummer eins in Bayreuth und weltweit einer der gefragtesten Wagner - Interpreten. Auch in dieser Aufnahme gestaltet er den Siegfried mit der ihm eigenen Sensibilität und gewinnt dem etwas plumpen Charakter des Helden viele Nuancen ab. Stimmlich war Windgassen ursprünglich eher im lyrischen Fach zuhause, bewältigte die extrem schwierigen Wagner - Partien, wie auch hier zu hören, mit seiner schauspielrischen Brillanz, die seine Darstellungen noch heute maßgeblich machen. Im Verein mit Birgit Nilsson hört man hier wirklich das ideale Wagner - Paar. Bleibt noch der sensible Gunther von Dietrich Fischer - Dieskau zu erwähnen, der diese etwas undankbare Rolle sehr aufwertet und den unglücklichen Gibichungen zu einem wirklichen Handlungsträger werden läßt. Auch die kleinen Rollen sind hier ausgezeichnet (Joan Sutherland als Stimme des Waldvogels!) und zum Teil mit späteren Stars (Lucia Popp, Gwyneth Jones, Helga Dernesch, Brigitte Fassbaender) besetzt. Ob Soltis Ring nun die Referenz - Aufnahme ist oder nicht, dieses Urteil maße ich mir nicht an. Seit der Einspielung hat es noch sehr viele Aufnahmen von Wagners gewaltigem Zyklus gegeben und jede hat ihren eigenen Reiz. Nur soviel: Alle späteren Einspielungen sind mehr oder weniger von Soltig großer Pioniertat inspiriert und diesen Ring kann man jedem Wagner - Fan noch immer uneingeschränkt empfehlen, wozu das behutsame Remastering, durch das die Aufnahme entrauscht wurde, sein Teil beiträgt. Tolle Aufnahme 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Die Aufnahme ist wirklich spitze und jeden Cent wert. Vor allem von der Tonqualität kann man beeindruckt sein, handelt es sich doch um eine historische Aufnahme! Kann sich wirklich mit DDD-Aufnahmen messen. Die Ring-Aufnahme des Jahrhunderts 5 von 5 PunktenHerausragend aus der erlesenen Sängerschar präsentieren sich vor allem Windgassen als Siegfried (besonders im Vergleich zu Thomas und Brilioth (!) unter Karajan oder Goldberg unter Levine. Ferner Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Fischer-Dieskau, Gustav Neidlinger, Set Svanholm, Gottlob Frick und natürlich Hans Hotter. Wobei dieser in der "Walküre" den Zenit seiner Kunst schon weit überschritten hat. Als Alternative bietet sich die Walküre under Leinsdorf an: fünf Jahre vor Solti (mit Hotter, Nilsson, Ludwig, James, Crespin) vereinigt sich hier eine nicht weniger erlesene Sängerschar. George London präsentiert einen stattlichen und vokal sicheren Wotan, Rita Gorr eine hysterische und stimmgewaltige Fricka (wenn auch nicht so eindrucksvoll wie Ludwig), Nilsson klingt frischer als unter Solti, Vickers sticht James King bei weitem aus und Gre Brouwenstijn singt die Sieglinde inniger, lyrischer, zärtlicher als der manchmal etwas essige Sopran Régine Crespins. Eine der maßstabsetzenden Aufnahmen 5 von 5 PunktenBevor ich zum Ring 2007 nach Bayreuth gefahren bin, habe ich mir den klangtechnisch verbesserten Solti-Ring teilweise wieder angehört. Vergleicht man die Jahrhundert-Sänger Nilsson, Windgassen, Kuen, Neidlinger, Frick und mit einigen Abstrichen auch Hotter mit den gesanglichen Leistungen, die zur Zeit auf dem Grünen Hügel geboten werden, kann nur ein katastrophaler Niedergang des Wagner-Gesangs stimmlich, darstellerisch und vor allem in der bei Wagner so wichtigen Diktion konstatiert werden. Teilweise sind es Anfänger, die präsentiert werden. Früher war die Bayreuth-Mitwirkung Krönung einer Sängerkarriere. Bei Gottlob Frick zum Beispiel, versteht man im Solti-Ring jedes Wort auch in den sängerisch so schwierigen Mannenrufen. Hagens Wacht wird mit unglaublich eindrucksvoll gestaltet. Die Schwurszene mit Nilsson und Frick ist eine geradezu unvergessliche Demonstration sängerischer Dramatik. Der Schlußgesang der Brünnhilde jubelnde Wonne. Die gewiss nicht schlechte Brünnhilde der diesjährigen Festspiele Linda Watson wirkt im Vergleich mit Birgit Nilsson wie eine ins hochdramatische Fach verirrte Soubrette. Hans-Peter König ist bis zu den Mannenrufen ein durch aus achtbarer Hagen. Danach ist ihm die Luft ausgegangen. Der letzte Akt war nur noch Quälerei. Im Vergleich mit Frick ist er nur ein schmalbrüstiges "Bässchen".Wobei mir bewußt ist, dass eine Studio-Aufnahmen schwerlich mit einer Live-Aufführung zu vergleichen ist. Die beste Live-Aufnahme, die ich kenne stammt vom großen Ring-Dirigenten Hans Knappertsbusch. Musikalisch vorbildlich, sängerisch hervorragend. Wer die Lebendigkeit einer Live-Aufführung gegenüber der Studio-Produktion bevorzugt, sollte auf diese Aufnahme zurückgreifen. Trotz allem setzt der Solti-Ring vor allem durch das unvergleichliche, heute in dieser Qualität nicht mehr vorhandene Sängerensemble Maßstäbe und wird deshalb immer eine der Referenzaufnahmen bleiben. |
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Prima Voce - Treasury Of Opera (Aufnahmen 1907-1941)Audio CD von Nimbus (MUSIKwelt Tonträger)Preis bei Amazon: EUR 20,86 Erscheinungsdatum: Juli 2007 |
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Harenberg Opernführer 10cd-Set von VariousAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 59,99, Angebote ab EUR 35,85 Erscheinungsdatum: Sept. 1995 |
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Wagner - Tristan und Isolde (GA) von Wilhelm Furtwängler, Kirsten Flagstad, Ludwig SuthausAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 14,73 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2004 |
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4 Kundenrezensionen:Legendär 5 von 5 PunktenIch will mich hier nicht in Details ergehen, die meine Vorrezensenten schon genannt haben. Zu sagen bleibt mir nur, dass dies die beste Einspielung von Tristan und Isolde ist, und wahrscheinlich auch noch einige Zeit bleiben wird (und ich habe einige auf Platte, CD oder schon live gehört), und das wird einem schon in den ersten 2 Minuten des Vorspiels klar. Dies bleibt für mich die Referenz-Aufnahme, und es ist mir egal ob Elisabeth Schwarzkopf der damals immerhin schon 57jährigen Kirsten Flagstad einen ihr selbst nicht mehr zu Gebote stehenden hohen Ton "zugeschustert" hat. Zu den Sängern muss man nicht viel sagen, auch auf sie trifft der Titel dieser Rezension zu. Zu Furtwängler muss man anmerken, dass er in erster Linie Musik mit dem Orchester machte, und wer stimmlich mit der von ihm produzierten Klanggewalt nicht mithalten konnte auf den oder die nahm er keine Rücksicht. Hier jedoch fügt sich alles perfekt zusammen, so eine Kombination gibt es, wie gesagt, so bald nicht wieder. Da tun mir die Leute leid, die sich nach dem Prinzip Mono=Bäh! keine alten Aufnahmen anhören. Ein Muß! 5 von 5 PunktenWieder ohne viele Wort: ein absolutes Muß! Schade, daß Frau Flagstad nicht mehr die jüngste war und dies Aufnahme in "mono" produziert wurde. Es bleibt: jede neuere Aufnahme muß sich an dieser messen (und an Beecham, Flagstad und Melchior). Abgeklärt und altersweise 4 von 5 PunktenVorweg: Der perfekte Tristan ist auch dies nicht, den gibt es leider immer noch nicht, aber es ist eine sehr überzeugende Annäherung: Natürlich konnte Furtwängler 1952 in mono (und mit einem nicht immer ganz sauber spielenden Orchester) noch nicht den Klangzauber auf Platte bannen, den man aus Aufnahmen aus den 60er (Böhm), 70er (Karajan) oder 80er Jahren (Kleiber) kennt. Dafür lässt er die Musik (und die Sänger) so natürlich atmen wie in keiner anderen Aufnahme. Der erste Ausdruck, der mir einfiel, war "entspannt" - wohlgemerkt nicht spannungslos, im Gegenteil, sondern natürlich und weder süßlich noch hektisch. Die beiden Hauptdarsteller tragen dieses Konzept voll mit: Kirsten Flagstad war zum Zeitpunkt der Aufnahme schon 57 Jahre alt, ist deshalb natürlich weder eine jugendliche (Leider, Price) noch eine energisch-dramatische (Nilsson, Mödl) Isolde, verfügt auch nicht mehr über die stimmliche Kraft ihrer Live-Mitschnitte von 1936 und 1937, mit dem sie selbst den Maßstab für alle späteren Isolden gesetzt hatte. Was sie aber auch 1952 noch auszeichnete, war eine große Wärme und Zartheit in den lyrischen Passagen, eine gewisse Gelassenheit auch im ersten Akt (was das Verhalten der Isolde m. E. glaubwürdiger macht), eine fast weise Grundmelancholie. Einige Schärfen in der Höhe (und die von Elisabeth Schwarzkopf übrigens sehr schön gesungenen Spitzentöne, z. B. im 2. Akt, 2. Szene) stören mich da weniger. Auch Ludwig Suthaus hatte nicht die Urgewalt eines Lauritz Melchior in der Stimme (wer außer vielleicht noch Jon Vickers hat die schon?), versuchte das aber glücklicherweise weder durch Gebrüll (Treptow, Vinay) noch durch Sprechgesang oder gepresste Töne (Lorenz, Windgassen, Kollo) auszugleichen. Statt dessen hält er immer vorbildlich die Gesangslinie, singt gerade die lyrischen Passagen mit einer wunderbaren Zartheit, mit der er sogar Melchior und Vickers überlegen ist. Seine Stimme ist eher herb als klassisch schön, dadurch passt er aber um so besser zu Flagstads Stimme und Furtwänglers Konzept vom "zweiten Frühling" der beiden Liebenden. Dietrich Fischer-Dieskaus Kurwenal klingt ungewohnt jugendlich und energisch, mehr ein jugendlicher Freund als Ersatzvater von Tristan - also vielleicht nicht das, was Wagner im Sinn hatte, aber absolut mitreißend. Eine seiner besten Wagner-Aufnahmen. Nicht ganz ideal finde ich Blanche Theboms Brangäne und Josef Greindls Marke: Thebom, eigentlich ein lyrischer Mezzo, gerät im ersten Akt stimmlich an ihre Grenzen und klingt deshalb zeitweise nicht wie eine jugendliche Freundin der Isolde, sondern wie deren Gouvernante. Im zweiten und dritten Akt braucht sie nicht zu forcieren, lässt die Stimme schön leuchten, klingt dafür dann aber etwas neutral im Ausdruck. Greindl singt ausdrucksvoll und auch variabel, seiner etwas rauhen Stimme fehlt allerdings die Kraft für den letzten Ausbruch, auch die elegante Resignation. Das macht verständlich, warum beide eigentlich dritte Wahl waren: Als Brangäne war Martha Mödl vorgesehen (die aber lieber unter Karajan die Isolde sang) oder Margarethe Klose, als Marke der wunderbare Ludwig Weber, angeblich auch Boris Christoff. Rudolf Schock singt Steuermann und jungen Hirt elegant und lyrisch, wie es sich gehört, die übrigen Nebenrollen sind ebenfalls ausgezeichnet besetzt. Insgesamt also ist dies nicht der dramatischste Tristan auf Platte, auch nicht der mit dem größten Klangzauber oder den schönsten Stimmen, aber mit Sicherheit der menschlichste. Die Beste 5 von 5 PunktenDie Aufnahme ist berühmt, und sie ist es zu Recht. Jetzt wird sie auch mehr als günstig angeboten. Da gibt es nur eines: Bestellen (oder sonst kaufen). Die Aufnahme ist mono, aber das stört selten. Allenfalls bei der Isolde merkt man teils doch das Alter der Aufnahme, aber ansonsten ist es ein Meilenstein der Operngeschichte. |
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Lebendige Vergangenheit - Richard Wagner On Record 1903-1946 von VariousAudio CD von PreiserPreis bei Amazon: EUR 63,99, Angebote ab EUR 59,15 Erscheinungsdatum: Oktober 1997 |
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100 Gramophone All-Time Greats von Beecham, Caruso, Gigli, KreislerAudio CD von Asv (CODAEX)Preis bei Amazon: EUR 25,66, Angebote ab EUR 20,98 Erscheinungsdatum: Mai 2004 |
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Wagner Siegfried Kpl. von Eduard Habich, Friedrich Schorr, Karl Laufkötter, Kerstin Thorborg, Kirsten Flagstad, Lauritz Melchior, Metropolitan Opera OrchestraAudio CD von Guild Musi (MUSIKwelt Tonträger)Preis bei Amazon: EUR 29,99 Erscheinungsdatum: Februar 2002 |
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Great Voices of the Opera von VariousAudio CD von Documents (TIM)Preis bei Amazon: EUR 14,95 Erscheinungsdatum: März 2003 |
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Wagner die Walküre Kpl. von Emanuel List, Friedrich Schorr, Karin Branzell, Kirsten Flagstad, Lauritz Melchior, Lotte Lehmann, Metropolitan Opera Chorus, Metropolitan Opera OrchestraAudio CD von Guild Musi (MUSIKwelt Tonträger)Preis bei Amazon: EUR 28,99, Angebote ab EUR 28,98 Erscheinungsdatum: Juli 2002 |
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