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Produkt-Bild: In Darkness Let Me Dwell (Limitierte Edition Digipack)

In Darkness Let Me Dwell (Limitierte Edition Digipack) von Hille Perl, Dorothee Mields, Lee Santana

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 15,95, Angebote ab EUR 13,52

Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: In Darkness Let Me Dwell (Limitierte Edition Digipack)

Tracks:

  • Forlorn hope fancy
  • Lachrimae antiquae - Flow my teares
  • Earl of Essex his galliard
  • From silent night
  • Lachrimae antiquae novae
  • Time stands still
  • Lachrimae amantis
  • Clear or cloudy
  • Captain Digorie Piper his galliard
  • Sorrow, sorrow stay, lend true repentant teares
  • Semper Dowland semper dolens
  • Come heavy sleepe
  • Lachrimae Verae
  • In darkness let me dwell
  • Farewell fancy

Produkt-Bild: In Darkness Let Me Dwell

In Darkness Let Me Dwell von Hille Perl, Dorothee Mields, Lee Santana

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 15,97, Angebote ab EUR 11,40

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: In Darkness Let Me Dwell

Tracks:

  • Forlorn hope fancy
  • Lachrimae antiquae - Flow my teares
  • Earl of Essex his galiard
  • From silent night
  • Lachrimae antiquea novae
  • Time stands still
  • Lachrimae amantis
  • Clear or cloudy
  • Captain Digorie Piper his galiard
  • Sorrow, sorrow stay, lend true repentant teares
  • Semper Dowland semper dolens
  • Come heavy sleepe
  • Lachrimae verae
  • In darkness let me dwell
  • Farewell fancy

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der 1563 vermutlich in London geborene Komponist John Dowland war und ist eine faszinierende Gestalt voller Gegensätze. Einerseits bereits zu Lebzeiten für seinen vielfältigen Ausdruck von Schwermut bei klarer Melodieführung bekannt, blieb er andererseits dennoch stets ein Außenseiter im Schatten des jeweiligen Musikgeschmackes. Heute hingegen stehen seine Werke wieder vermehrt im Zentrum der Bemühungen um die Wiederbelebung alter Musik. Jüngstes Beispiel hierfür liefert die deutsche Gambenvirtuosin Hille Perl mit ihrem Ensemble auf dem höchst gelungenen Album In darkness let me dwell. Darauf befindet sich eine Auswahl von Liedern und Instrumentalstücken aus Dowlands Sammlung “Lachrimae or Seven Tears“ aus dem Jahr 1604. Dowland selbst schickte ihr einst folgende Worte voraus: “Obwohl der Titel Tränen verspricht, die untaugliche Gäste in diesen frohen Zeiten sind, so sind diejenigen Tränen dennoch zweifellos angenehm, die die Musik weint.“ Auf In darkness let me dwell erweist sich Hille Perl mit ihrem Ensemble “The Sirius Viols“, dem Lautenisten Lee Santana und der Sopranistin Dorothee Mields als Meisterin im behutsamen Ausloten sämtlicher Schattierungen Dowland’scher Melancholie, die wie feine Nuancen eines zarten Aquarells wirken. Expressives Aufbegehren war Dowlands Sache nicht, wie etwa im Gegensatz hierzu Martin Moller, der 1587 mit seinem Lied “Ach Gott, wie manches Herzeleid“ die Quelle für Bachs trotziges Glaubensbekenntnis in seiner gleichnamigen Kantate BWV 58 -knapp 180 Jahre später- schuf: “Ich bin vergnügt in meinem Leiden, Denn Gott ist meine Zuversicht. Ich habe sichern Brief und Siegel, Und dieses ist der feste Riegel, Den bricht die Hölle selber nicht.“ Nirgendwo wird der Kontrast augenfälliger, als in Dowlands “Sorrow, sorrow stay“: “But down, down, down I fall, Down and arise- I never shall.“ Bei aller Ergebenheit und Demut wohnt Dorothee Mields Sopran ein liebliches, jedoch niemals süßliches Strahlen inne, das der gläsernen Transparenz des Gamben- und Lautenspiels eine bestechende Klarheit verleiht und kleinste Verzierungen umso wirkungsvoller hervorhebt. In darkness let me dwell tritt den wohltuenden Beweis an, dass Besinnlichkeit und Ruhe nichts aber auch gar nichts mit Sentimentalität zu tun hat. Die historische Aufführungspraxis mit Nachbauten von Originalinstrumenten aus der Werkstatt des Instrumentenbauers Tilman Muthesius aus Potsdam unterstreicht den ernsthaften Anspruch und liefert einen Ohrenschmaus vom Allerfeinsten. - Andreas Schultz
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2 Kundenrezensionen:

Klangschön, aber Legato pur
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Im Begleittext schreibt Frau Perl, sie wüßte besser, wie Dowlands Musik funktioniert, als der geschätzte Herr Sting. Weiß sie es wirklich?
Perl und ihr Gambenkonsort spielen sehr klangschön, rein, und spüren Harmonien und Melodien sehr gedankenvoll nach. Aber sie gönnen sich kaum dynamische Akzente, kaum eine andere Artikulation als getragenes Legato. Ebenso Dorothee Mields. Eine schöne, gut geführte und wunderbar zu den Gamben passende Stimme. Aber man scheint ihr verboten zu haben, auch mal einen Anlaut zu betonen oder gar die Klangschönheit durch das Aussprechen von Konsonanten zu stören. Den doch sehr emotionalen Texten, die Dowland verwendete, wird das nicht gerecht. Es ist zugebenermaßen eine artefizielle Emotion, die da besungen wird, aber darf man sie deshalb ganz der schönen Harmonik opfern?
Insbesondere bei den längeren Stücken bleibt so der Eindruck einer äußerst gepflegten Langeweile. Man vermisst zwar nicht den Sting, aber doch ein wenig den Biss.
Dowland ist rechte Licht gesetzt - Hille und Dorothee lassen ihn strahlen!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Was für eine CD! Wer Dowlands Lieder in der Aufnahme von Frau Perl und Dorothee Mields hört, der fragt sich, warum er nicht schon früher auf diesen grandiosen Komponisten John Dowland gekommen ist - mir ging es jedenfalls so.
Hille Perl schreibt selber im Booklet, dass sie sich seit ihrer Jugend mit Dowlands Lautenwerken befasst, jedoch selbst erst durch die Sting-CD (man kann von ihr halten, was man will...) den Anstoss zu dieser Aufnahme erhielt.
Gottseidank! - möchte man sagen :-)
Hille Perls Spiel und der wunderbar ungekünstelte Gesang Dorothee Mields setzen die galant-filigranen Strukturen und die sanfte Melancholie der Melodien doch in ein unvergleichlich authentischeres Licht als der gutgemeinte Versuch von Sting, sich diesen Liedern auf seine Weise zu nähern.
Wer wissen will, wie Dowland wirklich geklungen hat, muss sich meiner Meinung nach auf diese CD einlassen (und wird überrascht sein, welche Schönheiten es da zu entdecken gilt...).
Ich jedenfalls bin ein bisschen süchtig.
Und Hille Perl ist (noch) ein Geheimtipp für Alte Musik auf höchsten Niveau: Ihr Spiel ist einfach befreiend frisch und noch dazu so organisch, dass man sogar den Atem anhält, wenn sie "nur" begleitet.
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Produkt-Bild: Les Voix Humaines

Les Voix Humaines von Hille Perl, Lee Santana

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 6,66

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2007
Zoom ± Produkt-Bild: Les Voix Humaines

Tracks:

  • Les voix humaines (2e livre)
  • Le Badinage (4e livre)
  • Chaconne (2e livre)
  • Le Labyrinthe (4e livre)
  • Cloches ou Carillon (2e livre)
  • L'oraison funèbre
  • Tombeau pour Monsieur Lully
  • Feste champêtre (4e livre)
  • Cascades
  • Rondeau le bijou (4e livre)
  • Le tourbillon (4e livre)
  • Folies d'Espagne
  • L'arabesque (4e livre)
  • La reveuse (4e livre)

Produktbeschreibung


LES VOIX HUMAINES
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3 Kundenrezensionen:

Sehr schöne Musik - aber nicht überall abspielbar
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin ein großer Fan alter Musik, insbesondere auch von Gamben- und Cello-Musik. Da ich seit kurzem in Bremen lebe, war ich umso erfreuter, diese CD von Hille Perl aus Bremen als Geschenk zu bekommen.
Leider liess sich die erste CD nicht abspielen und musste umgetauscht werden. Auch die zweite CD liess sich nicht abspielen - bis ich darauf kam, dass mein ELTA-DVD-Player, der sonst faktisch alles abspielt, genau diese Hybrid-CD nicht abspielen kann. Im PC läuft sie wunderbar, auch im DVD-Recorder, aber eben nicht im Player meiner Anlage. Als normale CD ist diese Einspielung leider nicht erhältlich.
Faszinierendes Neuland
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Immer auf der Suche nach vielversprechenden SACDs und neuen Klangerlebnissen, die mir den Sinn der Investition in meine Anlage vor Ohren führen, bin ich auf diese SACD mit Hille Perl gestoßen.
Ich muss zugeben, von dieser Künstlerin vorher noch nicht gehört zu haben und dachte zuerst, sie spielt Cello.
Nun weiß ich, was eine Gambe ist und wie das klingen kann. Glasklar, virtuos, einfühlsam, mit einem nahezu erotischen Timbre... seltsam, dass dieses Instrument aktuell eher ein Schattendasein führt.
Seltsam auch, dass man von Marais, dem Komponisten so wenig hört.
Damit will ich nur sagen: Auch, wer kein Spezialist für alte Musik ist, hört Euch das an!
Sie schreibt auch selbst (!) im Booklet was zu den Stücken und scheint überhaupt eine hochinteressante Frau zu sein.
Alte Musik entstaubt!!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich stehe eigentlich nicht wirklich auf Alte Musik und bin auf die CD nur aufmerksam geworden, weil ich ein Interview mit der Künstlerin gelesen habe. Da fand ich sie alles andere als verstaubt, sondern ziemlich klasse: sehr direkt, blitzgescheit, einfach unheimlich natürlich und symphatisch.
Erst da habe ich erfahren, dass sie ja mittlerweile ein Riesen-Star der Alte-Musik-Szene ist.
Wenn man die CD hört, dann ist das aber auch kein Wunder! Alles klingt herrlich frisch und entstaubt, die Musik geht direkt ins Herz und erreicht somit jeden, auch Alte-Musik-Anfänger wie mich...
die richtige CD, um sich von all seinen Vorurteilen zu lösen und seinen musikalischen Horizont mit Freude zu erweitern. Danke Hille!!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Cellosonaten

Cellosonaten von Hille Perl

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 7,62

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Cellosonaten

Tracks:

  • 1. Prelude
  • 2. Allemande
  • 3. Courante
  • 4. Sarabande
  • 5. Gavotte I & II
  • 6. Gigue
  • 1. Fantasia
  • 2. Courante
  • 3. Rondeau
  • 4. Sarabande
  • 5. Menuett
  • 6. Allegro
  • 1. Vivace
  • 2. Adagio
  • 3. Allegro

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Viola da gamba, kurz Gambe, ist in der Barockzeit ein Überbleibsel der einstmals reichhaltigen Gambenfamilie, die in jener Zeit durch die Violinfamilie abgelöst wurde; durch jene Instrumente also, die im Wesentlichen auch heute noch den Streicherapparat unserer Orchester bilden. Johann Sebastian Bach komponierte jedoch nicht nur für das damals neue barocke Cello, sondern auch ganz explizit für die Gambe. Berühmt sind die beiden Gamben-Arien in der Matthäus- und der Johannespassion, und auch die drei Gambensonaten BWV 1027-29 zählen zum anspruchsvollsten Repertoire für dieses Instrument.
Die Barockzeit ist auch die Zeit der Bearbeitung, und alle großen Komponisten verwendeten Stücke anderer für eigene Werke, indem sie sie einfach transkribierten oder, wie häufig von Bach praktiziert, in kunstvoller Weise umkomponierten und ergänzten. Diese Praxis regte die Gambistin Hille Perl dazu an, ihrerseits Werke von Bach zu bearbeiten, wobei sie sich auf historische Gegebenheiten stützt, die hier nicht im einzelnen wiedergegeben werden können. Das Ergebnis ist eine CD mit Musik von überwältigender Schönheit. Sie beginnt mit der für Gambe transkribierten Cello-Suite BWV 1011, welche Hille Perl die Gelegenheit gibt, ihre ganze solistische Kunst zu demonstrieren.
Der warme, tenorale Klang ihres Instruments entfaltet sich bei solchem Können in beglückendster Art und Weise. Für das zweite Stück gesellt sich der hervorragende Lautenist Lee Santana hinzu, und die Violinsonate A-Dur BWV 1025 mit obligater Cembalobegleitung, ursprünglich zurückgehend auf eine Lautensuite von Silvius Leopold Weiss, wird nun zu einer Zwischenform der Kompositionen von Weiss und Bach, indem der ursprügliche Lautenpart wieder hergestellt und die von Bach hinzukomponierte Violinstimme der Gambe übertragen wird.
Die faszinierenden Möglichkeiten, die eine Laute bietet, wenn sie so meisterhaft gespielt wird, kommen hier in reizvoller Mischung mit der Gambe zum Tragen.
Als höchste Steigerung der Klangfülle schließt sich dann die Gambensonate BWV 1029 an, wiederum mit einer Verteilung des obligaten Cembaloparts, hier auf eine weitere Gambe und eine Violine, sowie unter Hinzufügung zweier Lauteninstrumente als Continuo. Das Ergebnis ist ein warmes Bad des Wohlklangs, und das ungewohnte Klangbild ohne Cembalo verhilft diesem Stück zu einer atemberaubenden Intensität. Die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Musik J. S. Bachs, die seinen Werken auch heute noch ein Höchstmaß an Aktualität verleihen, kommen in den Interpretationen dieser erfreulichen CD in neuer, unerwarteter Weise ans Licht. --Michael Wersin
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Eine Kundenrezension:

Die Schönheit des Einfachen.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Durch diese CD bin ich zum ersten Mal in den Genuß gekommen, eine der (angeblichen) bach`schen Cellosuiten auf der Viola da Gamba zu hören, einem Instrument also, dessen musikhistorischer
Hintergrund bei näherer Betrachtung eigentlich geeigneter zu sein scheint, um diesen sechs Solowerken "gerecht" zu werden.
Dies trifft besonders auf die hier eingespielte Solosuite (Nr.5) zu, da man davon ausgehen kann, dass sie im "Originalzustand" für die Laute geschrieben wurde, was die Adaption für die Gambe begünstigt und gegenüber der Celloversion - was die Möglichkeiten des Mehrstimmigen Spiels angeht - auf jeden Fall Vorteile bietet.
Besonders schön jedoch ist, dass der Charakter der C-moll- Suite durch den Klang der Gambe an Introvertiertheit noch gewinnt, und das Spiel der Interpretin die wunderbare Einfachheit der Musik zum vorschein bringt. Dies gillt auch für das zweite Werk der CD, das auch einen guten Kontrast zum Bach darstellt.
Hier ist der Spass am Musizieren aufs schönste festgehallten, dieses Mal jedoch mit Cembalobegleitung. Die Gambistin kann hier nun beweisen, dass ihr Instrument auch zum brillieren geeignet ist.
Das letzte Werk, wieder von J.S.Bach, stellt eine Adaption seiner dritten Gambensonate dar, die durch die Besetzung der Cembalostimmen mit Gambe, Laute und Geige eine wunderbar neue, emotionale Transparenz erlangt und das Werk somit zu einem großen Genuß für den Hörenden werden lässt, nicht weniger als eines der "Brandenburgischen Konzerte". Eine absolute Wohltat.
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Produkt-Bild: Doulce Memoire (Glosas, Passeggiati und Diminutions um 1600)

Doulce Memoire (Glosas, Passeggiati und Diminutions um 1600) von Hille Perl

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 9,59

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2000
Zoom ± Produkt-Bild: Doulce Memoire (Glosas, Passeggiati und Diminutions um 1600)

Tracks:

  • Sinfonia (1609)
  • Doulce memoire (1584) (nach Sandrin)
  • Recercada sobre passamezzo antico (1553)
  • Susane ung jour (nach Lassus)
  • Ben qui si mostra il ciel
  • Ben qui si mostra il ciel (1613) (nach Cipriano)
  • Anchor che c'ol partire (1592) (nach Cipriano)
  • Ancidetemi pur (1603)
  • Recercada de canto llano (1553)
  • Vestiva hi colli (1638) (nach Palestrina)
  • Jouissance vous donneray
  • Jouissance (1626) (nach Willaert)
  • Jouissance (nach Willaert)
  • Recercada sobre tenore
  • Recercada quarta sobre doulce memoire (nach Sandrin)
  • Doulce memoire (nach Sandrin)
  • Sinfonia

Aus der Amazon.de-Redaktion


Das mehrstimmige französische Chanson "Doulce Memoire" von Pierre Sandrin war eines jener Stücke, die mit den ersten Notendrucken aus Paris, Venedig und Antwerpen zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf die Notenpulte der Adelshöfe und der Bürgerstuben der reichen Handelsstädte gelangten. Dort übte man sich, diese unterhaltsame Chormusik auch auf der Laute und im Zusammenspiel von Gamben mit ihrem zauberhaft homogenen Klang wiederzugeben. Instrumentalschulen zeigten, wie man über solche Musik auch improvisieren konnte.
Die Gambistin Hille Perl bezieht sich mit ihren Partnern, die ebenfalls auf der Plattenhülle einer namentlichen Erwähnung wert gewesen wären, auf Musikbeispiele etwa des Trattado de glosas (1553) des Toledaners Diego Ortiz. Sie improvisiert zu Chansons und Madrigalen von Lasso und Cypriano de Rore, die auf der Laute sehr einfühlsam von Lee Santana oder von den Sirius Viols vorgetragen werden. Beliebte Bassmodelle wie der "Passamezzo antico", der übrigens auch dem berühmten "Greensleeves" zu Grunde liegt, sind Ausgangspunkte für ausgedehnte Variationen. Der große Tonumfang der Gambe mit einer vollen Tiefe, einer samtigen Mittellage und ätherischen Höhe erlaubt es der Interpretin, die verschiedenen Stimmen der musikalischen Vorlage auszuschmücken und einen weiten Bogen gespickt mit technischer und rhythmischer Raffinesse und Ausdrucksgestaltung zu spannen.
Ihre virtuose Bogenführung beseelt das Instrument dergestalt, dass die Humanität, das menschliche Maß als Leitbild der Epoche, in ihrem Spiel aufscheint. Bei aller Konzentration auf das Thema eröffnet die Platte einen klanglich abwechslungsreichen Einblick in die Entstehungsgeschichte einer genuin solistischen Instrumentalmusik um die Zeitenwende von Renaissance und Barock. Neben Lee Santana bietet auch der bekannte Harfenist Andrew Lawrence-King mit einer solistischen Madrigalimprovisation einen klanglich reizvollen Kontrapunkt zur vorwiegenden Gambenmusik. Das Booklet lädt mit aphoristischen Notizen der Titelinterpretin zum meditativen Hören ein. --Adalbert J. Osterried

Produktbeschreibung


DOULCE MEMOIRE
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2 Kundenrezensionen:

warmer Klang, ausdrucksstarkes Spiel relativ unbekannter Werke - ein Geheimtipp
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es gibt zwar tatsächlich Leute, die den Klang eines Violoncellos so sehr gewohnt sind, dass sie den Klang einer Gambe "verglichen mit dem Cello - eben doch flach und holprig" finden, wie ich schon gelesen habe. Wer es subjektiv so empfindet, mag das tun, ich schließe mich dem aber nicht an. Das ist so objektiv wie wenn jemand sagen würde, "ein Cello klingt kalt, v.a. mit modernen Saiten und in höheren Lagen". Dass übrigens historisch die Gambe durch das Cello abgelöst wurde, liegt v.a. daran, dass 4 Saiten den Bedürfnissen der Spieler damals mehr entgegen kamen als die 6 Saiten der Gambe. Die tiefen Passagen wurden vermehrt durch den aufkommenden Kontrabass übernommen. Es ist sozusagen eine Entwicklung der Arbeitsteilung. Aber nicht jede Entwicklung ist der Weisheit letzter Schluss. Ich plädiere hier für mehr Pluralismus und finde, beide Instrumente haben ihre jeweiligen Stärken und Schwächen. Und die Stärken der Gambe zeigt Hille Perl hier - wie auf allen CD.s die sie bisher eingespielt hat - exzellent, einfühlsam und ausdrucksstark.

Jede und jeder möge sich selbst überzeugen ... wofür allerdings das "Probehören" das Amazon u.a. anbieten leider völlig unzureichend ist, weil für den spezifischen Charakter des Klanges sehr entscheidende Obertöne dabei fehlen - auch PC-Lautsprecher oder billige Abspielgeräte (40x20cm tragbare Radios mit CD-Fach etc), auch allzu große MP3-Komprimierungen, verstümmeln den Klangfarbenreichtum solcher Musik und nehmen ihr damit ganz entscheidende Wirkunsmöglichkeiten.

Auf der CD befinden sich die wunderbaren Interpretationen Hille Perls unter anderem folgender Werke:
-- Claudio Monteverdi: Sinfonia
-- Girolamo dalla Casa: Doulce meoire
-- Diego Ortiz: Passamezzo antico
und mehr als ein Dutzend weitere, die um das Jahr 1600 entstanden sind, von heute eher unbekannten Komponisten (nur Monteverdi werden sicher viele kennen). Der Charakter ist tendenziell 'meditativ', auch die virtuosen Passagen haben letztlich etwas sehr beruhigendes, find ich.

Ein Geheimtipp - wie auch alle anderen CD.s von Hille Perl, die ich bisher gehört habe (z.B. auch die Musik von Telemann habe ich auf diese Weise (durch eine andere CD von ihr) zu schätzen gelernt).
Sehr schön, aber keine Entdeckung
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Stücke für Gambe verschiedener Komponisten aus der Zeit um 1600 sind auf dieser CD versammelt, teils virtuose Solostücke, teils Ensemblestücke im Madrigalstil. Man lernt hier, obwohl es sich mehr oder weniger um Beispiele aus demselben Genre handelt, die Vielfalt und Vielschichtigkeit der Musik jener Zeit kennen, die im allgemeinen nicht im Blickfeld des Klassikbetriebs liegt. Die vielen Abbildungen der Gambe auf der Hülle und im Beiheft zeigen, daß es Hille Perl - die sich laut Booklet schon "ihr ganzes Leben" mit der Gambe beschäftigt, was vielleicht ein wenig übertrieben ist - bei dieser Aufnahme nicht zuletzt darum ging, ihr Instrument und seine Möglichkeiten bekannter zu machen. Die Spielfreude kann man ihr durchaus anhören. Allerdings demonstriert diese CD für mich, gerade weil auf ihr die Spielmöglichkeiten der Gambe bis an die Grenze ausgereizt werden, warum die Zeit dieses Instruments irgendwann einmal vorbei war. Es klingt - verglichen mit dem Cello - eben doch flach und holprig. Es macht bestimmt Spaß, Gambe zu spielen, und vor allem im Ensemble klingt sie auch recht schön. Aber vor allem als virtuoses Soloinstrument führt sie einen nicht gerade in neue, verzaubernde Klangwelten.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Telemann: Quintetti d'archi e Partite per due liuti [US-Import]

Telemann: Quintetti d'archi e Partite per due liuti [US-Import]

Audio CD von Carus
Der Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden.

Erscheinungsdatum: Januar 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Telemann: Quintetti d'archi e Partite per due liuti [US-Import]
Produkt-Bild: Cradle of Conceits

Cradle of Conceits von Lee Santana

Audio CD von Carpe Diem
Preis bei Amazon: EUR 21,95, Angebote ab EUR 17,45

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Sept. 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Cradle of Conceits

Tracks:

  • Cradle pavan
  • As it fell on a holly eve
  • Cradle of conceites
  • Fantasia Nr. 3
  • Prelude
  • Tres choses
  • Pavane Nr. 2
  • Galliard Nr. 2
  • Pearl
  • Muy linda
  • Pavane quadro
  • What you will
  • The oulde almaine
  • Pavane passamezzo
  • Galliard passamezzo
  • Heartes ease
  • Heigh ho holiday
  • Jast
  • Fantasia Nr. 1
  • Last will and testament
  • The new yeare's gift
  • The teares of the muses
  • Mr. D. Bond's galliard
  • Playfellow
  • Responce galliard
  • Night watch
  • Lullaby

2 Kundenrezensionen:

Sehr warum und authentisch!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich liebe diese Platte von Lee Santana, da sie wirklich anders ist als die Vielzahl der "Alte-Musik-Platten/CDs", indem Lee Santana verschiedene historische Instrumente verwendet und den wundervollen Kompositionen Anthony Holbornes' sehr einfache und gleichzeitig historisch absolut überzeugende Interpretationen auflegt. Für Freunde Alter Musik und der Laute ist diese CD ein Muss, nachdem Lee Santana bereits mit Hille Perl zusammen durch die CD "The Star and the Sea" (erschienen ebenfalls bei dem revolutionären Detmolder Label für Alte Musik, Carpe Diem Records) Maßstäbe setzen konnte!
phantasievoll
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine wunderschöne Lautenplatte für gemütliche Herbstabende!
Auf der CD ist nicht nur Laute, sondern auch Cister und Bandora zu hören, was einen spannenden und abwechslungsreichen Klang ergibt.
Mein Lieblingstitel ist "Last Will and Testament", ein dramatisch ziemlich beeindruckendes Werk für Bandora, das Anthony Holborne möglicherweise in Erwartung seines eigenen Todes schrieb.
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Produkt-Bild: Marais: pour la Violle et le Theorbe

Marais: pour la Violle et le Theorbe von Hille Perl, Marin Marais, Robert de Visee, Lee Santana

Audio CD von Dhm (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,87

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Mai 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Marais: pour la Violle et le Theorbe

Tracks:

  • 1. Prélude pour la violle et le théorbe
  • 2. Folies
  • 3. La bagatelle
  • 1. Prélude
  • 2. Caprice
  • 3. Allemande (et double)
  • 4. Courante
  • 5. Sarabande
  • 6. Gigue la chicane
  • 7. Rondeau louré
  • 8. Plainte
  • 9. Menuet fantasque et double
  • 10. Le moulinet
  • 1. Prelude
  • 2. Allemande
  • 3. Aire
  • 4. Passacalle
  • 1. Fantaisie
  • 2. Allemande (et double)
  • 3. Courante (et double)
  • 4. Sarabande (et double)
  • 5. Gigue
  • 6. La paysane
  • 7. Chaconne
  • 20 couplets

Aus der Amazon.de-Redaktion


Wer erinnert sich nicht an jenen wunderbaren Kinofilm Tous les matins du monde von Alain Corneau aus dem Jahre 1991, der das einsame Leben des Gambisten Monsieur de Sainte Colombe darstellte? Gerard Depardieu hatte seinerzeit die Rolle des Komponisten und Gambisten Marin Marais (1656-1728) übernommen, einem Schüler des Monsieur. Obwohl Depardieu in Wirklichkeit nur recht laienhaft auf der Gambe zupfen konnte -- für den Soundtrack war damals der professionelle Gambist Jordi Savall zuständig -- tat dies der Popularität des Films keinen Abbruch. "Wenn man damals mit dem Gambenkasten über die Straße lief," erinnert sich die Gambistin Hille Perl, "fragten die Leute nicht "Hey, ist das eine Gitarre?", sondern: "Ist das eine sechs oder eine siebensaitige?" Mit einem Schlag war ein unbekanntes Instrument in Mode und wir hatten gleich sehr viel mehr Aufträge." Beider Musik, sowohl des Monsieur als auch von Marin Marais hat Hille Perl in Konzerten und auf CD gemeinsam mit ihrem Mann Lee Santana gespielt. Nun liegt die CD mit Marin Marais vor.
In mehreren Büchern hinterließ Marais Gambenliteratur vom Feinsten. Etwa 800 Stücke sind überliefert, ein Buch nimmt eine Sonderstellung ein. Es ist ausdrücklich mit "pour la violle et le théorbe" betitelt, enthält Werke in einer "unautorisierten" Frühform und wird in der schottischen Nationalbibliothek in Edinburgh aufbewahrt und dort bereits seit 1685 geführt. Nun fand sich aber noch eine andere "autorisierte" druckreife Version von Marais selbst, die vom schottischen Manuskript abweicht. "Weil ich dazu neige", so Hille Perl, "meine eigenen Versionen zu machen, war das ein willkommener Anlass, das Material in den verschiedenen Versionen zu nehmen, und eine Dritte daraus zu machen."
Entstanden ist eine CD mit Klängen von wehmütiger und einmaliger Schönheit. Zwei außergewöhnliche Künstler sind hier am Werk. Hille Perls virtuose Beherrschung der Gambe, ihre sensible Intonation, ihr feinnerviges Spiel fügt sich auf kongeniale Weise mit Santanas wunderbarem Rhythmusgefühl zusammen. Einfach großartig! --Teresa Pieschacón Raphael
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2 Kundenrezensionen:

Taumhaft schön
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer mag nicht schon einmal ein Cello!? Schöner, einfühlsamer ist aber die Gambe, besonders dann, wenn sie von Hille Perl gespielt wird. Die hier vorliegende CD berührt einem das Herz. Ich freue mich schon auf die nächsten Tage, wo ich diese CD immer und immer wieder wenden werde........
Sehr schöne und auch sehr interessante Einspielung!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Eine sehr schöne CD mit einer Reihe von interessanten Besonderheiten! Zunächst wegen der Stücke, die nicht aus dem gedruckten Werk Marais' stammen -- manches hier ist sogar Unikat, wie etwa das "Prélude pour la violle et le théorbe", das diese Aufnahme einleitet -- und besonders auch wegen der Instrumentierung: eine Gambe zusammen mit einer Theorbe (eine Art Bass-Laute). Lee Santanas Spiel auf der Theorbe ist viel mehr als eine einfache Generalbassbegleitung, es ist so effektvoll und virtuos dass die Gamben-Stücke im Grunde den Charakter eines Duetts annehmen; das habe ich in dieser Weise noch nie gehört. Zwar neige ich ein bisschen dazu zu glauben, dass Gambe am besten ohne Begleitung zu hören ist, damit ihre subtilen Neben-, Ober- und Zwischentöne nicht untergehen, aber die hier vorliegende Version hat mich wirklich überzeugt; die Musik gewinnt an Komplexität, und eine Theorbe als Begleitinstrument harmoniert mit dem Klang der Gambe mE auch viel besser als ein Cembalo. Hille Perls Gambenspiel ist eindeutig auf Wohlklang angelegt, sie bringt ihr Instrument vor allem in den höheren Lagen wunderbar zum Singen. Hier zeigt sich das unverwechselbare näselnde, zieharmonika-artige Timbre der Gambe von seiner besten Seite (und weniger der spröde Charme mehrstimmiger Kratzgeräusche). A propos Zieharmonika: faszinierend fand ich die Vibrato-Effekte in der Sarabande Nr.8, die ich von einer Gambe gar nicht gewöhnt bin (sondern eher von einer Zieharmonika?). Sehr sensibles, wunderschönes Spiel, sehr sensibler Umgang mit der Lautstärke, es hat mich sehr gefreut. Von der Musik her ist das Programm denke ich sehr zugänglich: eine Reihe von Stücken die einfach wunderschön melancholisch und zart klingen, daneben wird aber auch ca die Hälfte der Spielzeit (mit fast 79 Minuten großzügig bemessen) mit Variationsstücken über einen wiederkehrenden Bass zugebracht: ich bin überzeugt, dass diese Musik auch ein breiteres Publikum unmittelbar ansprechen kann - ohne sich im geringsten etwas an ihrem Niveau zu vergeben. Also: in jeder Hinsicht empfehlenswert!
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Produkt-Bild: It´s Blues - Vol. III

It´s Blues - Vol. III

Audio CD von Virgin Schallplatten GmbH
Angebote ab EUR 1,50

Zoom ± Produkt-Bild: It´s Blues - Vol. III

Produktbeschreibung


18 Titel
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Produkt-Bild: The Star and the Sea

The Star and the Sea von Hille Perl, Lee Santana, H. Perl, l. Santana

Audio CD von Carpe Diem (Note 1)
Preis bei Amazon: EUR 8,99

3 von 5 Punkten
3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Juni 2008
Zoom ± Produkt-Bild: The Star and the Sea

Tracks:

  • The North Sea
  • Whole Song
  • Whale Song
  • Caliban Nr. 1
  • Energy, kinetic-dynamic
  • A prayer for little Edie
  • Courtney
  • Caliban recap
  • What the sea said
  • What the sky said
  • Pick-a-Möwen
  • Copperline
  • On the banks of the Mississippi
  • The star and the sea
  • Fancy-grade A
  • Sun dance
  • Caliban Nr. 2
  • The window
  • Der Flieger
  • R.C.
  • Das rote Kissen

Eine Kundenrezension:

Wie klingen die Sterne und das Meer ?
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Dass Hille Perl und Lee Santana für Darbietungen von höchster Qualität bürgen, dürfte mittlerweile bekannt sein. Auf dieser CD tritt der Lautenist nun zugleich als Komponist sämtlicher Stücke in Erscheinung: Fast alles hat er vor rund 15 Jahren - der Begleittext schildert die Entstehungsgeschichte - «in seinem Kopf gehört». Aber was für Klänge wurden ihm da wohl eingegeben, als in die verzweifelte Stimmung nach einer Ökokatastrophe eine Sternschnuppe als Hoffnungsträger vom Himmel fiel ? Das wohltuend(!) unverfängliche Cover, die vagen Angaben und auch die Titel der Stücke verraten kaum, was für Musik einen hier erwartet. Gekauft hätte ich diese CD also sicher nicht. - Schade.
Nun ist sie uns ins Haus geflogen. Eher misstrauisch und auf alles gefasst, von avantgardistischen Brutalitäten bis zu esoterischer Seichtheit, ging ich also ans «Reinhören». Doch schon die ersten Klänge ließen mich aufhorchen: Diese Musik ist verflixt wohlklingend, dabei aber nie langweilig oder gar kitschig. Den Musikern ist sie ganz auf den Leib geschrieben - und den Instrumenten auf den Korpus... Laute und Gambe werden also stets «anständig» und idiomatisch behandelt, die Interpreten verfügen ja ohnehin über ein imposantes Klangfarbenspektrum. Dazu kommt ihre stupende Technik und Virtuosität, in komponierten genauso wie in improvisierten Teilen, wobei die Übergänge schlicht nicht auszumachen sind. Um zu zweit so genial und präzis improvisieren zu können, muss man sich - wie dieses Paar - schon SEHR gut kennen.
Es gibt meditative Abschnitte und jazzige Elemente; an Einfällen, besonders rhythmischen, mangelt es jedenfalls nicht. Eine Lautenminiatur kommt total barock daher, anderes wirkt klar «modern», obwohl Stilmittel und musikalische Sprache - bei einigen harmonischen Frechheiten natürlich - meistens die vertrauten sind. Mal ruhig, mal raffiniert oder mit viel «Drive», stets zieht sich ein klares Metrum durch ein Stück.

Ist das nun E- oder U-Musik ? Unterhaltender jedenfalls als manche U-Musik von der Stange, und ernster als Vieles, was einst für adlige Auftraggeber eiligst produziert worden ist. Um eine billige Crossover-Mache handelt es sich wiederum nicht, denn diese Musik ist doch ganz eigenständig. Musiziert wird durchwegs ernsthaft und mit größter Präsenz. Dennoch könnte es gerade diese CD sicher vertragen, einmal im Hintergrund zu laufen - und wäre es bloß, um ihr beim nächsten Hören wieder «ganz Ohr» zu begegnen...
Ein (Geschenk-)Tipp für Leute ohne Scheuklappen, auch mal für Jüngere oder Freunde, denen man zeigen möchte, wie die geliebte Gambe oder Laute klingt, die «Alte Musik» aber bestimmt nicht mögen. Und, warum denn nicht, ganz für sich selber.
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