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Produkt-Bild: Christmette (Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte)

Christmette (Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte) von Mccreesh, Gabrieli Consort

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,46

4 von 5 Punkten
4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Christmette (Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte)

Tracks:

  • Christum wir sollen loben schon
  • Puer natus in Betlehem
  • Kyrie (Missa: gantz Teudsch)
  • Gloria (Missa: gantz Teudsch)
  • Collect: Der Herr sei mit euch
  • Epistle: So schreibt der heilig Propheten Jesajas
  • Praeambulum (Orgelvorspiel)
  • Vom Himmel hoch da komm ich her
  • So schreibt der heilige Lukas
  • Wir glauben all an einen Gott
  • Resonet in laudibus
  • Quem pastores laudavere
  • Padouana a 5
  • Vater unser, der du bist im Himmel
  • Jesaja dem Propheten das geschah
  • Wie schön leuchtet der Morgenstern
  • Wie schön leuchtet der Morgenstern (Mottete)
  • Uns ist ein Kindlein heut geboren
  • Der herr sei mit euch
  • Der Herr segne dich und behüte dich
  • Puer nobis nsacitur
  • Nun lob mein Seel
  • In dulci jubilo

Aus der Amazon.de-Redaktion


Diese unterhaltsame Einspielung ist vielleicht die wichtigste Aufnahme, die Paul McCreesh je machte. Praetorius, der große Komponist lutherischer Kirchenmusik, schrieb zahllose, auf populären lutherischen Chorälen basierende Stücke. Sie erstrecken sich von einfachen Harmonien bis zu pompösen mehrstimmigen und instrumentalisierten Phantasien.
Praetorius sorgte auch für detaillierte Anweisungen bezüglich verschiedener Aufführungsmöglichkeiten -- eingeschlossen einiger Wege, die Zuhörerschaft einzubeziehen. McCreesh setzt diese Anweisungen erstmals in einer extravaganten Christmette praktisch um. Wir hören kunstvoll erzielte Massenbewegungen, das Glaubensbekenntnis (mit Luthers eigener Musik), kräftige Gemeindegesänge und beherzte Orgelimprovisationen. Viele der Weihnachtschoräle, die Praeterius umsetzte, sind heute noch sehr populär: "Wachet auf" und "Dulci Jubilo", die durch Trompeten- und Schlagzeugfanfaren einen beeindruckenden Rahmen erhalten. -- Matthew Westphal
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3 Kundenrezensionen:

Klangbrei
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Um eines vorweg zu sagen - der 2. Punkt ist dafür, dass die Musiker im Wesentlichen eine ordentliche Leistung vollbringen.

Was die Aufnamhmequalität angeht, handelt es sich um ein "musikalisches Opfer": Es soll mit einer unüblich hallreichen Aufnahme die Illusion eines großen Raumes geschaffen werden. Dadurch, dass die Musiker in verschiedenen Gruppen im Raum mit vermutlich großem Mikrophonabstand plaziert waren, entsteht insbesondere bei lauten Passagen ein undurchdringbarer Klangbrei, wie ich ihn von fast keiner anderen Einspielung von Kirchenmusik kenne. Bei hochwertigem Audio-Equipment ist ein Schaudern garantiert: Dieser CD gelingt es tatsächlich, den Zuhörer auf die akustisch nachteiligsten Bänke einer Kirche zu verbannen. Eine solche Fehlleistung hätte ich von der "Deutschen Grammophon" nicht erwartet.
Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Michael Praetorius, der von 1571 bis 1621 lebte, war der einflußreichste, vielfältigste und produktivste deutsche Komponist seiner Generation. Im Laufe von nur rund 15 Jahren schuf er ein umfangreiches Werk geistlicher Musik. Ebenso beeindruckend wie die Menge seiner Kompositionen ist deren Formenreichtum der in wahrhaft enzyklopädischer Manier von den schlichtesten Gemeindeliedern zu gewaltigen mehrchörigen Motetten reicht. Im letzten Jahr seines Lebens kreierte er eine Messe, in der er eigene und Lieder von Samuel Scheid und Johann Hermann Schein in einer Abfolge zusammenführte, wie sie zwar dem Ablauf entsprachen, so aber noch nie gehört bzw. gesungen wurden. Das Ergebnis ist ein 80 minütiger Gottesdienst geworden, der die schönsten Kirchenlieder zur Weihnacht vereinigt mit besonderem Augenmerk auf die Musiken von Praetorius. Mit besonderer Liebe und unter Verwendung von Originalinstrumenten haben die Gabriele Consort & Players zusammen mit dem Knabenchor von Roskilde (Dänemark) im Oktober 1993 dieses beeindruckende Werk aufgeführt und eingespielt. Jährlich zur Weihnachtszeit wird das Werk in den Rundfunkanstalten zu Beginn des 24. Dezembers gesendet und beeindruckt jeden Zuhörer. In dieser Zusammenstellung ist es möglich, sich allein durch das Hören der CD im Hochsommer in eine Weihnachtsstimmung zu versetzen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Evangelische Weihnachtstradition vom Feinsten
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die Weihnachtsmusik auf dieser CD ist von bester Qualität (ein reiner Genuss!). Interessant ist diese CD auch und vor allem für alle, die an einer Erneuerung des evangelischen Gottesdienstes interessiert sind. Die Form des Gottesdienstes stimmt (bis hin zu den Melodien für die gesungenen liturgischen Teile) erstaunlicherweise mit der des heutigen ev. Gottesdienstes nach Form II im ev. Gottesdienstbuch(2000)überein. Wie freudig, feierlich und reichhaltig der traditionelle ev. Weihnachtsgottesdienst gestaltet werden kann, wird hier exemplarisch in die Tat umgesetzt - eine Inspiration für alle kirchlichen Mitarbeiter. Die Besucher (und Mitgestalter) eines solchen Gottesdienstes sind wahrlich zu beneiden! Erstaunlich ist auch die Resonanz auf diese CD im Ausland. Vergleichen Sie dazu: amazon.com: "Mass for Christmas Morning".
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Produkt-Bild: A Venetian Christmas

A Venetian Christmas von Mccreesh, Gabrieli Consort

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 13,89

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Oktober 2001
Zoom ± Produkt-Bild: A Venetian Christmas

Tracks:

  • Intonazione dell'undecimo tono, C 249
  • Audite principes
  • Introitus
  • Kyrie
  • Gloria
  • Oratio
  • Prophetia
  • Epistola
  • Canzon noni toni
  • Evangelium
  • Credo
  • Intonazione del settimo tono
  • Salvator noster
  • Praefatio
  • Sanctus
  • Toccata
  • O Jesu mi dulcissime
  • Pater noster
  • Agnus Dei
  • Canzon duodecimi toni
  • Postcommunio - Benedictio
  • Quem vidistis pastores

Aus der Amazon.de-Redaktion


Heiligabend im Venedig des 17. Jahrhunderts: Um 14.30 Uhr, etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang, fand sich der Doge im Kreise seiner Signoria, seinen engsten politischen Ratgebern in San Marco ein, um dort an den Offiziumsgesängen teilzunehmen. Gegen 18.30 Uhr erklang dann die erste Christmesse. Im Anschluss folgte die Matutin, die Gesänge der Nacht, die zunächst bei absoluter Dunkelheit abgehalten wurden. Gegen Ende der liturgischen Feier wurde der Dom von 1500 Kerzen erleuchtet; der Doge verließ seinen Thron in Begleitung des päpstlichen Legaten und kniete vor dem Altar, um seine Reverenz zu erweisen.
Paul McCreesh und sein Ensemble suchen dieses geistliche Zeremoniell in seiner Feierlichkeit und seinem Glanz akustisch zu rekonstruieren. Dabei trennt McCreesh nicht einzelne geistliche Werke voneinander, um den Hörer nur die musikalischen Prunkstücke darzubieten. Seine Rekonstruktion enthält auch die in unseren Ohren spröde klingenden gregorianischen Choräle und die im Rezitationston abgehaltenen Psalmenverse.
Besonders fasziniert haben mich die überwältigende Raumwirkung der doppelchörig angelegten Gesänge, ihre Stimmfülle, ihre Farbigkeit, ja ihr Prunk, die der Herrschaft des mächtigen Dogen sinnfälligen Ausdruck zu geben scheinen. Als großartiger Vertreter und Vervollkommner dieser Kunst, der Doppelchorigkeit, gilt der Komponist Giovanni Gabrieli (1557 - 1612). Auf den beiden sich gegenüberliegenden Emporen von San Marco hatte er mit räumlich getrennten Klanggruppen experimentiert, sie wechselweise mit- und gegeneinander musizieren lassen, und plötzlich eröffneten sich ungeahnte musikalische Raumfantasien, die auf unserer Aufnahme mithilfe von McCreesh's Klangfantasie zur großartigen Entfaltung gebracht werden. --Teresa Pieschacón Raphael
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Eine Kundenrezension:

Eine feierlich-erbauliche Messe nicht nur für Heiligabend.
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Die CD ist die Rekonstruktion einer Messe, wie sie um 1600 an Heiligabend in Venedig gefeiert worden sein mag. Nach einer kurzen Einführung mit Orgelklängen folgen abwechslungsreiche, fesselnde liturgische Gesänge in lateinischer Sprache, teilweise begleitet von Bläsern. Der Chor ist brilliant, die erzeugte Stimmung feierlich und erfüllend. Eine erstaunliche, immer wieder hörenswerte Aufnahme.
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Produkt-Bild: The Baroque Christmas Album

The Baroque Christmas Album von Gardiner, Mccreesh, Pinnock, Minkowski, Ebs, Gabrieli

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,47

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2005
Zoom ± Produkt-Bild: The Baroque Christmas Album

Tracks:

  • Nun komm, der Heiden Heiland
  • Vois qui désirez sans fin
  • A la venue de Noel
  • Or noes dites, Marie
  • Oú s'en vont ces gais bergers?
  • Original Version
  • Nuit (Original Version)
  • Kyrie (Original Version)
  • Christe (Original Version)
  • Original Version
  • O Jesu mi dulcissime a 8, C 56
  • Dank sagen wir alle Gott
  • O bone Jesu, filli Mariae SWV 471
  • Largo. Pastorale ad libitum (Nr. 8 in g-moll)
  • Puer natus in Bethlehem - Ein Kind geborn zu Bethlehem
  • Final hymn: "Puer nobis nascitur" - Musae Sioniae VI (1609) -
  • Organ voluntary: "Nun lob mein Seel"
  • Recessional: "In dulci jubilo" - Polyhymnia caduceatrix (1619) -

Produktbeschreibung


The Baroque Christmas Album. Klassik-CD
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Eine Kundenrezension:

Festliche Klänge - Gelungener Mix
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Barockmusik gehört zur Weihnachtszeit genauso dazu wie das obligatorische "Stille Nacht" und so schießen jedes Jahr zur Saison die billigen Weihnachts-Sampler vornemlich mit Barockmusik wie Pilze aus dem Boden. Wer gehobene Ansprüche stellt, dennoch aber nicht viel Geld in die Hand nehmen will der ist mit dieser Zusammenstellung gut beraten. Nicht nur das das Repertoire sich in einer guten Mischung aus bekanntem und weniger bekanntem aus verschiedenen Stilrichtungen und Zeiten der großen Barock-Epoche zusammensetzt - man kann sich hier zudem auch sicher sein wirklich gute und künstlerisch hochwertige Einspielungen der jeweiligen Werke zu bekommen. Die großen Namen des Archiv-Labels, Minkowksi, Gardiner, McCreesh und andere versammeln sich hier. Ein wirklich schönes und genussvolles erleben, sowohl als Zusammenstellung für den Musikkenner als auch für den Laien nebenbei zum Adventskaffe...
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Produkt-Bild: Carissimi: Oratorios Jephtha, Jonas, Solomon

Carissimi: Oratorios Jephtha, Jonas, Solomon von Gabrieli Consort & Players, Paul Mccreesh

Audio CD von Brilliant (Joan Records)
Preis bei Amazon: EUR 3,99, Angebote ab EUR 2,99

Erscheinungsdatum: Juni 2008
Zoom ± Produkt-Bild: Carissimi: Oratorios Jephtha, Jonas, Solomon

Tracks:

  • Jephthah (Jepphte)
  • The Judgement of Solomon (Judicium Salomonis)
  • Jonah (Jonas)

Produkt-Bild: Georg Friedrich Händel: Solomon (Gesamtaufnahme)

Georg Friedrich Händel: Solomon (Gesamtaufnahme) von Scholl, Hagley, Agnew, Mccreesh

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 49,95, Angebote ab EUR 27,05

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Georg Friedrich Händel: Solomon (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • Ov: [Grave]-Fuga; Allegro Moderato-Allegro
  • Act I, Chor: Your Harps And Cymbals Sound
  • Act I, Air: Prasie Ye The Lord
  • Act I, Chor: With Pious Heart
  • Act I, Air: Almighty Pow'r
  • Act I, Accompagnato: Imperial Solomon
  • Act I, Air: Sacred Raptures
  • Act I, Chor: Throughout The Land
  • Act I, Recitative: Bless'd Be The Lord
  • Act I, Air: What Tho' I Trace
  • Act I, Recitative: And See My Queen
  • Act I, Air: Bless'd The Day
  • Act I, Recitative: Thou Fair Inhabitant Of The Nile
  • Act I, Duet: Welcome As The Dawn Of The Day
  • Act I, Recitative: Vain Are The Transient Beauties
  • Act I, Air: Indulge My Faith
  • Act I, Recitative: My Blooming Fair
  • Act I, Recitative: Haste To The Cedar Grove
  • Act I, Recitative: When Thou Art Absent
  • Act I, Air: With Thee Th'Unshelter'd Moor
  • Act I, Recitative: Search Round The World
  • Act I, Chor: May No Rash Intruder
Disk 2
  • Act II, Chor: From The Censer Curling Rise
  • Act II, Recitative: Prais'd Be The Lord
  • Act II, Air: When The Sun O'er Yonder Hills
  • Act II, Recitative: Great Prince
  • Act II, Air: Thrice Bless'd That Wise Discerning King
  • Act II, Recitative: My Sovereign Liege
  • Act II, Trio: Words Are Weak
  • Act II, Recitative: What Says The Other
  • Act II, Air: Thy Sentence, Great King
  • Act II, Recitative: Withhold, Withhold The Executing Hand!
  • Act II, Air: Can I See My Infant Gor'd
  • Act II, Accompagnato: Israel, Attend
  • Act II, Duet: Thrice Bless'd Be The King
  • Act II, Chor: From The East Unto The West
  • Act II, Recitative: From Morn To Eve
  • Act II, Air: See The Tall Palm
  • Act II, Recitative: No More Shall Armed Bands
  • Act II, Air: Beneath The Vine
  • Act II, Chor: Swell, Swell The Full Chorus
Disk 3
  • Act II: Sym
  • Act II, Recitative: From Arabia's Spicy Shores
  • Act III, Air: Ev'ry Sight These Eyes Behold
  • Act III, Recitative: Sweep, Sweep The String
  • Act III, Air And Chor: Music, Spread Thy Voice Around
  • Act III, Air And Chor: Now A Diff'rent Measure Try
  • Act III, Recitative: Then At Once From Rage Remove
  • Act III, Chor: Draw The Tear From Hopeless Love
  • Act III, Recitative: Next The Tortur'd Soul Release
  • Act III, Air And Chor: Thus Rolling Surges Rise
  • Act III, Recitative: Thy Harmony's Divine
  • Act III, Air: Pious King
  • Act III, Recitative: Thrice Happy King
  • Act III, Air: Golden Columns
  • Act III, Chor: Praise The Lord
  • Act III, Recitative: Gold Now Is Common
  • Act III, Air: How Green Our Fertile Pastures Look!
  • Act III, Recitative: May Peace In Salem
  • Act III, Air : Will The Sun Forget To Streak
  • Act III, Recitative: Adieu, Fair Queen
  • Act III, Duet: Ev'ry Joy That Wisdom Knows
  • Act III, Grand Chor: The Name Of The Wicked

Aus der Amazon.de-Redaktion


Lange war man sich darüber einig, daß das große Oratorium Solomon zuviel unnötigen Ballast enthalte. Die Dirigenten ignorierten regelmäßig einige Abschnitte oder veränderten die Reihenfolge. Selbst John Eliot Gardiner strich bei seiner exzellenten Aufnahme nahezu 30 Minuten. Erst Paul McCreesh spielt die komplette Partitur -- und zeigt damit, daß Händels originale Struktur sehr viel Sinn enthält und jede Note lohnend ist. McCreeshs Aufführung bietet zweieinhalb Stunden ungebremster Üppigkeit. Angeblich sollte es auch nicht möglich sein, Gardiners Monteverdi Chor an Präzision und Energie zu übertreffen, doch Gabrieli Consort & Players gelingt es: wunderbar lebhaft, verständnisvoll für jede Nuancierung und absolut klar in der Diktion. So wunderbar Gardiners Solisten auch sein mögen, McCreesh bietet zumindest Ebenbürtiges: Inger Dam-Jensens Vibrato als Solomons Königin wird von Arie zu Arie besser. Susan Gritton, Paul Agnew und besonders Peter Harvey kombinieren mit einfallsreichen Ausschmückungen Diktion und wundervollen Klang. Und erst die Titelrolle! Händel schrieb sie einst für einen weiblichen Mezzosopran, doch Andreas Scholl verleiht ihr solch attraktive Untermalung und geistreiches Spiel, daß eine Beschwerde über fehlende Authentizität pedantischer Nörgelei gleichkäme. --Matthew Westphal
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Eine Kundenrezension:

Eindrucksvoll
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Dieses Werk Händels kann sprachlos machen. Es begegnet ein dichtes Portrait Englands, ein Sittengemälde, ein Stück echtes Theater (im 2. Akt) und ein intensives "Abschreiten" menschlicher Emotionen im dritten Teil, dem Höhepunkt des ganzen Werkes.
Die Musik glänzt durchweg durch ihr hohes kompositorisches Niveau und ihre sehr gute Aufführungsqualität. Die Solisten singen meisterhaft. Der Altus Andreas Scholl in der Rolle des Salomo ist sicher eine historisch nicht korrekte Besetzung - aber einfach genial.
Viele Chöre sind prachtvoll doppelchörig gesetzt. Sie agieren lebendig und frisch, absolut sauber und klar in Aussprache und Intonation. Sie gehören allesamt zum Besten aus Händels Feder. "Draw the tears" und "Praise the Lord" sind einfach umwerfend.

Das Orchester spielt mit federnder Leichtigkeit. Besonders beeindruckend klingen die Blechbläser. Im Chorsatz "Praise The Lord" ist deren Klang vielleicht ein wenig zu wuchtig geraten.

Der Schlusschor des dritten Aktes mit seiner großen Weite und jubelnden Kontrapunktik hat zumindest für heutige Ohren eindeutig finalen Charakter. McCreesh's Argumente, den originalen Händel - Schluss des Oratoriums mit noch einigen wunderschönen Arien und einem knappen Schlusschor beizubehalten, sind zwar gut nachzuvollziehen, beim Hören überwiegt aber der Eindruck, dass nach dem großartigen Finale der "Masque" des dritten Aktes nichts mehr kommen sollte.
J.E. Gardiners Vorschlag, einige Arien umzugruppieren und "Praise The Lord" als Schlusschor zu verwenden, finde ich überzeugender.

Sehr instruktiv ist Ruth Smith's kleiner Essay im Beiheft zur geistes- und kulturgeschichtlichen Einordnung des Oratoriums.
Eine sehr zu hören lohnende Einspielung und ein grandioses Werk!
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Produkt-Bild: Messe zu Epiphanias

Messe zu Epiphanias

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Der Artikel ist derzeit nicht verfügbar, kann jedoch vorbestellt werden.

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Messe zu Epiphanias

Tracks:

Disk 1
  • Kirchenglocken
  • Puer natus in Bethlehem BWV 603
  • Puer natus in Bethlehem Introit Hymn
  • Fantasia E-dur
  • Kyrie
  • Gloria in excelsis
  • Domine Deus
  • Qui tollis in peccata mundi
  • Quoniam tu solus sanctus
  • Cum Sancto spiritu
  • Dominus vobiscum - Deus illuminator
  • Epistle: So schreibt der heilig Propheten Jesajas
  • Christum wir sollen loben schon BWV 611
  • Was fürcht'st du, Feind Herodes, sehr
  • Der herr sei mit euch - Da Jesus geboren war
  • Toccata B-dur
  • Sie werden aus Saba alle kommen
  • Die Kön'ge aus Saba kamen dar
  • Was dort Jesaias vorhergesehn
  • Gold aus Ophir ist zu schlecht
  • Verschmähe nicht, du, meiner Seele Licht
  • Nimm mich dir zu eigen hin
  • Ei nun, mein Gott
  • Wir glauben all' an einen Gott BWV 680
  • Gnade sei mit euch
  • Der Tag, der ist so freudenreich BWV 719
  • Ein Kindlein so löbelich
  • Lesung aus dem Heiligen Evangelisten Matthäo
Disk 2
  • Nun danket alle Gott BWV 657
  • Was sool ich, liebstes Kind
  • Präludium C-dur BWV 567
  • Dominus vobiscum - Vere dignum et justum est
  • Sanctus BWV 238 D-dur
  • Laßt uns beten - Vater unser, der du bist im Himmel - Unser Herr Jesus Christ
  • Schmücke dich, o liebe Seele BWV 654
  • Schmücke dich, o liebe Seele
  • Ermuntre dich: dein Heiland klopft
  • Wie teuer sind des heilgen Mahles Gaben
  • Mein Herz fühlt in sich Furcht und Freude
  • Lebens Sonne, Licht der Sinnen
  • Herr, laß an mir dein treues Lieben
  • Jesu, wahres Brot des Lebens
  • Nun freut euch, lieben Christen gmein BWV 734
  • Nun freut euch, lieben Christen gmein BWV 734
  • Christe, du Lamm Gottes BWV 619
  • Christe, du Lamm Gottes
  • Lasset uns beten - Allmächtiger Herr Gott - Der Herr segne dich und behüte dich - Gott sei uns gnädi
  • Vom Himmel hoch, da komm ich her BWV 738
  • Vom Himmel hoch,
  • Fantasie G-dur BWV 572

Aus der Amazon.de-Redaktion


Bach schrieb seine religiösen Kompositionen zur Aufführung in Kirchen. Leider kennen wir seine Werke meist nur zweckentfremdet als entkörperte Konzertstücke. Der Dirigent Paul McCreesh, der sich mit einem Teil seiner Arbeit der Rekonstruktion alter Musik verschrieben hat, führt erstmals Bachs Werke an ihren Ursprungsort zurück: die Aufnahmen zum Epiphanias kommen aus der Kirche von Leipzig. Allein aus diesem Grund schon bedeutsam, wird die Aufnahme mit Unterstützung der phantastischen Musiker zu erregender und absolut gelungener Tonkunst. Paul McCreesh erreicht mit unglaublich wenig stimmlicher Kraft eine unglaubliche Wirkung. Der Eröffnungschor zur "Kantate Nr.180" birgt eine unbändig schwungvolle Energie, das "Kyrie" der Messe präsentiert sich gnadenvoll sanft bis prunkhaft stolz und das "Gloria" tönt munter mit wilden Hörnerspiel. Der bewanderte Hörer wird mit Verwunderung feststellen, wieviel weitere instrumentelle Feinheiten sich hinter den großen Chören verbergen. Die ausgesprochen gut gewählten Solisten verstehen es, sich geschickt und unmerklich vom Chor zu lösen. Besondere Erwähnungen gebühren dem flinken Tenor Charles Daniels und der Tenorstimme von Angus Davidson, die ein atemloses "Quoniam" in die Messe einfügt. Die beiden Organisten verwandeln Bachs Orgelmusik und seine Kantaten mit kurzem Improvisationsspiel in schwingende Hymnen. Einen kleinen Makel gibt es: Die hymnischen Gemeindegesänge, so spannend sie die Praetorius Gruppe auch aufführen mag, klingen etwas langweilig. Doch das sollte nicht abschrecken, kurzes Vorspulen kann hier einmalig angebracht sein. Paul McCreesh setzt mit dieser Aufnahme einen gewaltigen Standard. Alles in allem -- sagenhaft! --Matthew Westphal
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Eine Kundenrezension:

Bach im Kontext, lebendig wie nie!
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Paul McCreesh hat mit dieser Aufnahme, die sich in seine Reihe von Rekonstruktionen historischer Gottesdienste fügt, die Schwelle zum 18. Jahrhundert überschritten und Leipzig im Jahre 1740 erreicht. Spätestens nach Anhören dieser CDs, die tatsächlich zusammen 160 Minuten Spiellänge haben, wird man alle Vorurteile gegenüber einem spröden, trockenen und unsinnlichen Protestantismus ablegen müssen. Die Gesamtrekonstruktion (inklusive der zeitgenössischen Praxis des Gemeindegesangs und sogar einer Kurzpredigt!) ist ebenso überwältigend wie die Interpretation der Einzelwerke; vornehmlich die Einspielungen der beiden Kantaten, BWV 65 und 180, dürften als Referenzaufnahmen zu betrachten sein. Vor allem das Doppelaccompagnement des Continuo sorgt für einen ganz eigenen Bachklang bei McCreesh. Auch daß der Orgel (endlich) der ihr gebührenden Stellenwert als Continuoinstrument einberaumt wird, sei positiv vermerkt - im Gegensatz zu den meisten Einspielungen wird keine Kleinorgel, sondern ein Instrument des 18. Jahrhunderts verwendet. Selten hat Bachs Musik, gerade angesichts der derzeit laufenden Kantaten-Großprojekte, so lebendig, aber auch so innig geklungen.
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Produkt-Bild: Missa Salisburgensis

Missa Salisburgensis von Mccreesh, Goebel, Mak, Gabrieli C

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 10,07

Erscheinungsdatum: August 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Missa Salisburgensis

Tracks:

  • Ein langer und schöner Aufzug (Bartholomäus Riedl) - Ein schöner Aufzug (Pater Ignatius Augustiner)
  • Kyrie
  • Gloria
  • Sonatae tam aris quam aulis servientes: Sonata XII
  • Credo
  • Sonatae tam aris quam aulis servientes: Sonata V
  • Sanctus - Benedictus
  • Agnus Dei
  • Sonata Sancti Polycarpi
  • Motet "Plaudite tympana"

Aus der Amazon.de-Redaktion


Die Missa Salisburgensis in 53 Teilen für acht Chöre ist bei weitem das grandioseste kompositorische Werk vor dem 18. Jahrhundert und wird oft als "die Achte des Barock von Mahler" betitelt. Komponiert wurde sie von einem Unbekannten, der vermutlich den Namen Biber trug, anläßlich des 1100. Geburtstags der Diözese Salzburg. Sie reflektiert eine erstaunliche Extravaganz, die zu der enormen Eigenbeweihräucherung dieser Stadt paßt. Die Messe wird nur selten aufgeführt oder aufgenommen, wahrscheinlich aufgrund ihrer strukturellen und finanziellen Hemmnisse: Sie scheint oftmals langweilig und schon verblüht. Das Werk mit seinen zahlreichen Einzelparts, der schmalen harmonischen Vielfalt (eigentlich ist die ganze Messe in C) und den virtuosen Feuerwerken eignete sich praktisch nur für die zurückstrahlende Akustik der Salzburger Kathedrale. Musikalische Wirkung erlangt das Stück erst über die Fülle instrumentaler Kolorierung und den absolut reinen massiven Sound. Es ist das Verdienst von Paul McCreesh, Reinhard Goebel und ihren Musikern, daß die Missa Salisburgensis überhaupt zur Aufführung gelangt: Die massive Würde des Werkes wird über auffällige rhythmische Schwünge gemildert, und die lichten Klangmomente erscheinen nun außerordentlich leicht, fast schon delikat. Eher unüblich für McCreesh gibt es keinen Gesang, kein Gebet oder andere Insignien liturgischer Rekonstruktion; stattdessen drei prächtige Instrumentalsonanten und eine in die Messe einbezogene Motette. Letztendlich ist dieses Werk nicht das tiefgründigste des 17. Jahrhunderts, aber es ist mit Sicherheit eines der siegesfrohsten. --Matthew Westphal
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Musikstadt Dresden Vol.1

Musikstadt Dresden Vol.1 von Dresdner Kreuzchor, Kreile, Goebel, Adam, Schreier

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,04

Erscheinungsdatum: April 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Musikstadt Dresden Vol.1

Tracks:

  • Wie schön leuchtet der Morgenstern
  • Das Wort ward Fleisch SWV 385
  • Nun lob mein Seel
  • Die Himmel erzählen die Ehre Gottes
  • Großer Herr, o starker König (ESTER TEIL - Am ersten Weihnachtsfeiertage)
  • Crucifixus
  • 2. Largo cantabile
  • 1. Andantino
  • Pastorale A-dur
  • Blühet, ihr Linden in Sachsen, wie Zedern!
  • 1. Largo
  • Si, si pria dire
  • 2. Largo e staccato
  • O heil'ge Tränen inn'ger Reue
  • 2. Schaffe in mir, Gott ein rein Herz
  • Jauchzet dem Herrn
  • Benedictus

Produkt-Bild: Händel

Händel von Rolando Villazon, Gabrieli Players, Paul Mccreesh

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 18,99

Erscheinungsdatum: März 2009
Zoom ± Produkt-Bild: Händel
Produkt-Bild: Matthäus-Passion (Ga)

Matthäus-Passion (Ga) von Magdalena Kozená, Johann Sebastian Bach, Paul McCreesh, Gabrieli Consort, Mark Padmore

Audio CD von Archiv Pro (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 21,87

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: März 2003
Zoom ± Produkt-Bild: Matthäus-Passion (Ga)

Tracks:

Disk 1
  • Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen - O Lamm Gottes unschuldig (ERSTER TEIL)
  • Da Jesus diese Rede vollendet hatte (ERSTER TEIL)
  • Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen (ERSTER TEIL)
  • Da versammelten sich die Hohenpriester (ERSTER TEIL)
  • Du lieber Heiland du (ERSTER TEIL)
  • Buß und Reu (ERSTER TEIL)
  • Da ging hin der Zwölfen einer (ERSTER TEIL)
  • Blute nur, du liebes Herz (ERSTER TEIL)
  • Aber am ersten Tage der süßen Brot (ERSTER TEIL)
  • Ich bin's, ich sollte büßen (ERSTER TEIL)
  • Er antwortete und sprach (ERSTER TEIL)
  • Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt (ERSTER TEIL)
  • Ich will dir mein Herze schenken (ERSTER TEIL)
  • Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten (ERSTER TEIL)
  • Erkenne mich, mein Hüter (ERSTER TEIL)
  • Petrus aber antwortete (ERSTER TEIL)
  • Ich will hier bei dir stehen (ERSTER TEIL)
  • Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe (ERSTER TEIL)
  • O Schmerz! Hier zittert das gequälte Herz (ERSTER TEIL)
  • Ich will bei meinem Jesu wachen (ERSTER TEIL)
  • Und ging hin ein wenig (ERSTER TEIL)
  • Der Heiland fällt vor seinem Vater nieder (ERSTER TEIL)
  • Gerne will ich mich bequemen (ERSTER TEIL)
  • Und er kam zu seinen Jüngern (ERSTER TEIL)
  • Was mein Gott will, das g'scheh allzeit (ERSTER TEIL)
  • Und er kam und fand sie aber schlafend (ERSTER TEIL)
  • So ist mein Jesus nun gefangen - Sind Blitze, sind Donner (ERSTER TEIL)
  • Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren (ERSTER TEIL)
  • O Mensch, bewein dein Sünde groß (ERSTER TEIL)
  • Ach, nun ist mein Jesus hin (ZWEITER TEIL)
  • Die aber Jesum gegriffen hatten (ZWEITER TEIL)
  • Mir hat die Welt trüglich gericht (ZWEITER TEIL)
  • Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten (ZWEITER TEIL)
  • Mein Jesus schweigt (ZWEITER TEIL)
  • Geduld! Wenn mich falsche Zungen stechen (ZWEITER TEIL)
Disk 2
  • Und der Hohepriester antwortete (ZWEITER TEIL)
  • Wer hat dich so geschlagen (ZWEITER TEIL)
  • Petrus aber saß draußen (ZWEITER TEIL)
  • Erbarme dich, mein Gott (ZWEITER TEIL)
  • Bin ich gleich von dir gewichen (ZWEITER TEIL)
  • Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester (ZWEITER TEIL)
  • Gebt mir meinen Jesum wieder (ZWEITER TEIL)
  • Sie hielten aber einen Rat (ZWEITER TEIL)
  • Befiehl du deine Wege (ZWEITER TEIL)
  • Auf das Fest aber hatte der Landpfleger Gewohnheit (ZWEITER TEIL)
  • Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe (ZWEITER TEIL)
  • Der Landpfleger sagte (ZWEITER TEIL)
  • Er hat uns allen wohlgetan (ZWEITER TEIL)
  • Aus Liebe will mein Heiland sterben (ZWEITER TEIL)
  • Sie schrieen aber noch mehr (ZWEITER TEIL)
  • Erbarm es Gott (ZWEITER TEIL)
  • Können Tränen meiner Wangen (ZWEITER TEIL)
  • Da nahmen die Kriegsknechte (ZWEITER TEIL)
  • O Haupt voll Blut und Wunden (ZWEITER TEIL)
  • Und da sie ihn verspotten hatten (ZWEITER TEIL)
  • Ja freilich will in uns das Fleisch und Blut (ZWEITER TEIL)
  • Komm, süßes Kreuz (ZWEITER TEIL)
  • Und da sie an die Stätte kamen (ZWEITER TEIL)
  • Ach, Golgatha (ZWEITER TEIL)
  • Sehet, Jesus hat die Hand (ZWEITER TEIL)
  • Und von der sechsten Stunde an (ZWEITER TEIL)
  • Wenn ich einmal soll scheiden (ZWEITER TEIL)
  • Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß (ZWEITER TEIL)
  • Am Abend, da es kühle war (ZWEITER TEIL)
  • Mache dich, mein Herze, rein (ZWEITER TEIL)
  • Und Joseph nahm den Leib (ZWEITER TEIL)
  • Nun ist der Herr zur Ruh gebracht (ZWEITER TEIL)
  • Wir setzen uns mit Tränen nieder (ZWEITER TEIL)

Aus der Amazon.de-Redaktion


Im Konzertsaal gab es sie schon ab und zu, auf CD jedoch ist sie eine Premiere: Die solistisch, also ohne Chor besetzte Matthäuspassion. Erstaunlich nur, dass sie nicht von Joshua Rifkin oder Andrew Parrott -- den beiden Pionieren auf dem Gebiet der Minimal-Besetzung --, sondern von Paul McCreesh zuerst vorgelegt wird. Auch er und sein Ensemble haben diese Art der Aufführungspraxis jedoch zuvor auf Konzertreisen erprobt, und zwar mit Erfolg, wie vielfach zu hören war; dies sei vorausgeschickt, denn der Vorwurf der praktischen Undurchführbarkeit wird den Minimalisten sowohl von konventioneller wie auch von gemäßigt historisierender Seite immer wieder gemacht.
Selbstverständlich wäre dies allein jedoch kein schlagendes Argument für diese Aufnahme: Machbarkeit rechtfertigt aufführungspraktische Extreme weder aus künstlerischer noch aus musikwissenschaftlicher Perspektive. Allerdings ist McCreeshs Version der Matthäuspassion seit langem die aufregendste, bewegendste und dramatischste, die dem Rezensenten auf den Tisch gekommen ist: Die Leidensgeschichte Christi wird vom Evangelisten James Gilchrist hoch spannend mit überzeugender eigener Anteilnahme und großartiger Unmittelbarkeit umgesetzt. Zum ausgeprägten Ausdruckswillen kommt hier eine Stimme, die das Gemeinte auch erstklassig umzusetzen vermag. Die anderen Sänger stehen Gilchrist in nichts nach: "Aus Liebe will mein Heiland sterben" kann man nicht vollkommener singen als Deborah York; gleiches gilt für die Bassarien, die sich der unvergleichliche Peter Harvey und der nicht minder begeisternde Stephan Loges teilen (endlich ein "historisierender" Ersatz für Fischer-Dieskaus schwer zu übertreffende Leistung in Richters erster Einspielung!). Madgalena Kozená gibt u. a. in "Erbarme dich" ihr Bestes.
Ein Grund für die unmittelbare Wirkung und Brillanz der Ensembles -- den dramatischen Turba-Chören geht durch die solistische Besetzung hier übrigens nichts an Kraft verloren -- ist meiner Ansicht nach die Tatsache, dass sie von denselben Sängern vorgetragen werden, die auch die Solopartien singen: Diese Praxis ist ja in jedem Fall historisch richtig, selbst wenn der Chor durch Ripieno-Sänger vergrößert würde; eigenartig und ärgerlich, dass sie bisher kaum auf Schallplatte verwirklicht wurde (Ein Negativ-Beispiel ist etwa Harnoncourts Matthäuspassion, in der die Darbietung der Solisten mit der des Arnold-Schönberg-Chors wirklich überhaupt nichts zu tun hat).
Hinzu kommt im Falle McCreeshs die hervorragende Ensemble-Fähigkeit der wirklich handverlesenen acht Sänger: Kein einziger Schwachpunkt beeinträchtigt diese Spitzentruppe. Als eines von vielen weiteren glücklichen Details sei die Verwendung einer richtigen Orgel an Stelle der sonst meist benutzen Truhenorgel genannt: Sie ermöglicht in den Rezitativen mehr Abwechslung und dramatische Steigerung. Alles weitere sei dem Hörer selbst zur Entdeckung überlassen. Der Appell des Rezensenten: Vorbehalte über Bord werfen und unbedingt anhören! --Michael Wersin
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5 Kundenrezensionen:

Enttäuschend
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
McCreesh`s Einspielung der Matthäuspassion stellt für mich einen netten Versuch dar mit solistischer(hochkarätiger)Chorbesetzung dem Werk neben Schlankheit und Transparenz eine technische Perfektion zu verleihen, die man bisher nicht gewohnt war. Dies ist ihm auch ohne Frage ausgezeichnet gelungen, mehr aber leider nicht. Zwar agieren alle Sänger auf hohem, klangschönem Niveau, doch wirken viele Sätze zu uninspiriert und abgespult. Das Ensemble schafft es nicht, von Anfang bis zum Ende den großen Bogen zu schlagen und die Dramaturgie der Leidensgeschichte auf Spannung zu halten. McCreesh`s schnelle Tempi wirken sehr gehetzt, so dass er der Musik keine Zeit zum atmen lässt. Sehr enttäuschend ist die Leistung des Instrumentalensembles, vor allem der Continuogruppe, welche es nicht schafft, dem Geschehen genug Innigkeit und Ausdruck zu verleihen. Höhepunkte dieser Produktion sind die Evangelistenrolle mit Mark Padmore, der sogar sehr akzentfrei spricht und besonders in hohen Lagen ein tolles Timbre besitzt, sowie Deborah York, die ihre Rolle klangschön und sensibel interpretiert, allerdings mit leichten Intonatíonsschwierigkeiten in "Aus Liebe".
Vergleicht man McCreesh`s Ansatz mit überzeugenderen Versuchen, wie z.B. Herreweghe oder Van Veldhoven, enttäuscht das Resultat. Jene wissen neben technischer Perfektion und hoher Klangkultur auch eine tief religiöse Atmosphäre mit tollen Spannungsbögen zu schaffen.
Klangwunder
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Unter den Einspielungen der Matthäus-Passion auf Orginal-Instrumenten tummeln sich viele klangvolle Namen. Nun ist der Markt um einen Meilenstein reicher! McCreesh legt eine solistisch besetzte Version vor - ohne große Chöre. Wo sind die himmlischen Chöre eines Herreweghe geblieben, an die man sich doch so sehr gewöhnt hat?
Umgenken ist angesagt, wenn's auch schwer fällt! Wer sich aber auf dieses Experiment einläßt gerät ins Staunen und erlebt eine Passion, die intimer und dichter nicht sein könnte. Fast wie eine Kammer-Oper geht diese Musik direkt ins Herz. Durch die Spitzenleitung aller Sänger (insbesondere des Evangelisten) entsteht ein Kirchen-Drama, das seinesgleichen sucht. Alle Beteiligten sind optimal aufeinander abgestimmt. - McCreesh topt mit dieser Einspielung seine vorausgehenden Händel-Oratorien um Längen.
Ob sich die solistische Besetzung auf Dauer bei großen Passions-Musiken durchsetzen wird, wage ich zu bezweifeln. Schade einerseits - aber andereseits hat man immerhin eine einzigartige Aufnahme. Lassen Sie sich auf dieses Klangwunder ein - es lohnt sich !
Ein musikalisches Weltereignis
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es kommt selten vor, daß man beim ersten Anhören einer neuen CD so gepackt wird, daß man nicht mehr weiß, ob es Tag oder Nacht ist. Ich habe die Aufnahme sofort von Anfang bis Ende durchgehört. Es mag alles pathetisch klingen, aber die Emotionen, die einen beim Hören dieser wunderbaren Aufnahme überkommen, sind kaum in Worte zu kleiden.
Diese Aufnahme dringt wirklich direkt ins Herz, es zeigt, wie tief Bach in die Passionsgeschichte eingedrungen ist. Dank des Verzichtes auf massenberauschende Chöre, bei denen man kaum den Text versteht, werden alle Details konzentriert erlebbar. Es wird klar, daß nicht Vorurteile weiter helfen, sondern nur das klingende Resultat. Eine schallende Ohrfeige für alle Besserwisser, die bis heute diesen wichtigen Aspekt der historischen Aufführungspraxis einfach ignorieren, ohne den Gegenbeweis zu haben!
Die Sänger sind das Beste, was seit langem überhaupt auf CD zu hören ist, vor allem M. Kozena, M. Padmore und P. Harvey.
Danke, Paul McCreesh!!
(Weiter so, vielleicht auch mal an Mozart wagen!!)
Ausgezeichnete,aber etwas unidiomatische Aufnahme
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
In Punkto Musikalität und Klang kann ich mich den anderen Rezensenten nur anschliessen: Hier liegt eine bedeutende Alternative zu den existierenden Referenzeinspielungen vor.
Die Schlichtheit der Gestaltung ist berührend, die schnellen Tempi wirken (fast) nie gehetzt.
Einziger Wermutstropfen: Von den acht Vokalsolisten spricht hörbar nur einer muttersprachlich Deutsch. Zwar bemühen sich alle um deutliche Aussprache, aber abgesehen von typisch angelsächsischen Vokalverfärbungen und einigen "sch" anstelle von "ch" stellt sich auch so gut wie nie das Gefühl einer wirklichen Textinterpretation ein. Alles wird gut ausgeführt, aber die Wortnuancen einer Janowitz , einer Christa Ludwig, eines Kurt Equiluz usw. fehlen mir persönlich hier sehr. So wird manches sprachliche Relief einfach planiert, abgesehen von einigen schlichten Fehlern ("so mackt mich doch sein Testament...",D.York).
Trotzdem wegen der solistischen Besetzung eine unverzichtbare Aufnahme.
Eine grossartige Passion
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es gibt Aufnahmen der Matthäus-Passion, die als Meilensteine zu betrachen sind, darunter sicher die von Richter (1958), die ich, auf Vinilplatten, fast verschliessen habe (als ich sie gekauft habe, war die neuste Ausführung!) und später kamen andere sehr gute Ausführungen auf den Markt, aber diese neuen CD bringen Bewegung,: die kleine Chor-Besetzung gibt dem Werk eine Klarheit, die fast unbekannt klingt und das Werk neu entdecken lässt. Eine provokative, vielleicht, oder besser eine zum sich mit ihr Auseinanderzetzen provozierende Ausführung, die eine ungewohnte Perspektive der Passion öffnet und zeigt, wie auch eine kleine Besetzung monumental wirken kann. Diesbezüglich erinnere ich mich an eine Ausführung Rossini's Petite Messe Solennelle in Turin vor über 30 Jahren in der Originalbesetzung, ebenfalls mit einem sehr kleinen Chor, zwei Klavier und Harmonium: Eine der wichtigsten Erlebnissen meines musikalischen Leben, eine Entdeckung, die ich nie vergessen werde; und ich habe fast alle wichtigen Künstler der 60'er und 70' live hören dürfen. Zu solche Entdeckungen könnte auch die Passion von McCreesh zählen.
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