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La Bohème (Gesamtaufnahme) von Elizabeth Harwood, Gianni Maffeo, Herbert Von Karajan, Luciano Pavarotti, Michel Sénéchal, Mirella Freni, Nicolai Ghiaurov, Rolando PaneraiAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 20,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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ProduktbeschreibungLA BOHEME GA 4 Kundenrezensionen:Man schaltet nicht mehr ab 5 von 5 PunktenEs gibt diese Aufführung auch als DVD. Das ist einer der seltenen Fälle wo ich beides gekauft habe, denn es ist ein Ohrenschmaus. Wenn ich anfange, diese Oper in dieser Besetzung zu hören, schalte ich ab, aber die Musik läuft bis zum Ende und ich will nicht gestört werden. Traumhafte Stimmen, gutes Zusammenspiel, eine schöne Oper. Eine wunderbare Inszenierung. Es ist die beste Aufnahme, die ich je gehört habe Großartig! 5 von 5 Punkten... ganz ehrlich: mit Herrn Karajans Tempi bin ich nicht immer so einverstanden. Vieles ist doch "ungewohnt" langsam. Aaaaber: welche Athmosphäre, welche Stimmen. Ein Klangtraum - und trotzdem Verismo, Dramatik... und ein Pavarotti, der nie besser besetzt war. Kurz und gut: diese CD ist ein Muss!!!! Definitiv die Referenz für "La Bohéme" (neben der Einspielung von Toscanini, die ich - als Vergleich - gleich mit empfehlen möchte). Das sind DIE beiden Aufnahmen dieser Oper! Mein Vater hatte sie seit Erscheinen als LP. Ich habe sie jetzt als CD... und gebe sie nie wieder her! Hören Sie mal in die Musik-Ausschnitte rein... selbst in dieser Qualität macht das Lust auf mehr. 5 Sterne... ich würde auch 6 geben! Einzigartig 5 von 5 PunktenEinzigartige Aufnahme. Die beste Boheme-Einspielung des 20. Jahrhunderts, dabei technisch 1A Qualität. Allein mit dieser Rolle hat Pavarotti die Unsterblichkeit verdient. Das Sänger-Ensemble - perfekt, wie meist bei Karajan, hier 100%ig. Karajan in seinem Element: der Oper. Wer Oper und Puccini liebt, sollte sich diese CD nicht versagen. Tempi, Phrasierung, Dynamik, alles aus einem Guß, vom ersten bis zum letzten Ton. Karajans Bohème - Eine Sternstunde des Belcanto 5 von 5 PunktenAm 13. März 1893 trafen sich die beiden jungen Komponisten Giacomo Puccini und Ruggero Leoncavallo in einem Mailänder Kaffeehaus. Beide hatten vor kurzem ihre ersten Erfolge auf der Opernbühne gefeiert, Leoncavallo mit "I Pagliacci", Puccini mit "Manon Lescaut". Sie begegneten sich als befreundete Konkurrenten und trennten sich am selbigen Tag als Todfeinde. Der Grund für die unkittbare Entzweiung war der Roman "Scènes de la vie de bohème" des französischen Schrifstellers Henri Murger. Leoncavallo hatte Puccini auf die reizvolle Geschichte aufmerksam gemacht und ihm eine Vertonung angeraten. Als dieser dankend ablehnte, ging Leoncavallo selbst an die Komposition. Puccini hatte den Rat seines Freundes wohl vergessen, als ihm der Roman wieder in die Hände fiel, jedenfalls beauftragte er die Librettisten Giuseppe Giacosa und Luigi Illica sofort mit einem Textbuch zu der Geschichte, die ihn diesmal sofort elektrisierte. Als Puccini dem Kollegen seine neuen Pläne offenbarte, reagierte dieser verständlicherweise ziemlich wütend. Der Streit verlagerte sich bis in die Zeitungen und Puccini verkündete, er wolle das Publikum entscheiden lassen. Selbiges entschied, und zwar gründlich. Leoncavallos "Bohème" ist zweifellos ein wertvolles Stück, im Gegensatz zu Puccinis Oper verliert sie das Rennen jedoch um Längen. Der fand hier den idealen Stoff für seine Veranlagung und seine Fähigkeiten. Er sah sich als "der Komponist der kleinen Dinge" und als solcher schildert er jede Einzelheit so liebevoll, wie kaum jemand zuvor. Den zu seiner Zeit vorherrschenden Verismus überwindet er ebenso wie die Romantik, verwendet jedoch aus beidem, was er für seine Komposition benötigt und gelangt so zu einer ihm völlig eigenen Tonsprache, die seine weiteren Werke so einmalig machen wird. Ein Großteil des Erfolges ist auch den Librettisten Giacosa und Illica zu verdanken, die Murgers etas umständlichen Roman in eines der besten Operntextbücher überhaupt verwandelten. Die Figur der Mimi wurde von ihnen aus mehreren Frauengestalten erschaffen, einige theaterwirksame Bilder hinzuerfunden, so daß ein musikalisch brillantes und lebenspralles Stück entstand. In diesem Sinne ging Herbert von Karajan 1971 an die Aufnahme. Er holte sich die besten Sänger, die man zu dieser Zeit bekommen konnte und spielte so eine "Bohème" ein, die man als für den Opernfreund unverzichtbar bezeichnen muß. Karajan steckt hier voller Ausdruckswillen, neue Klangaspekte interessieren ihn noch nicht. Er möchte die Geschichte erzählen, so wie sie geschrieben und vertont wurde. Karajan verlegt die Akzente auf die nicht vorhandene Bühne, so daß sie beim Hören unweigerlich vor den Augen entsteht und jagt die Berliner Philharmoniker durch einen knapp zweistündigen Parforceritt, der mitreißt und bewegt. Wer bei dieser "Bohème" nicht weinen muß, ist entweder Operndirektor, oder hat ein Herz aus Stein. Die Sänger tun das Ihrige zu dieser rundum gelungenen Aufnahme. Im Studio Emotionen auszudrücken ist immer schwierig und nur Sänger mit viel Theaterblut vermögen zu überzeugen. Daß dieser Aufnahme nichts steriles anhaftet, ist auch dem groß aufspielenden Ensemble zu verdanken. Mirella Freni war für ihre Mimi schon berühmt, als diese Aufnahme entstand. Die tapfere kleine Näherin hat sie so sehr verinnerlicht, daß sie eine uneingeschränkt glaubhafte Darstellung zeigt, ohne je auf die Tränendrüse zu drücken oder in den berüchtigten Puccini - Kitsch zu verfallen. Stimmlich wie schauspielerisch ist sie einfach nur Mimi und das genügt, um den Hörer im Innersten zu erschüttern. Nicht einmal die Callas kann ihr in dieser Rolle das Wasser reichen. Mit Luciano Pavarotti steht ihr ein Traumpartner zur Verfügung. Pavarotti war 1971 auf dem Höhepunkt seiner Kunst angelangt und diese Aufnahme legt beeindruckend Zeugnis davon ab, was für ein einzigartiger Sänger dieser Mann einmal war. Er ist ein Impulssänger, fackelt und überlegt nicht lange, sondern verleiht dem Rodolfo instinktiv das richtige Maß Emotionalität. Dazu kann er stimmlich noch aus dem Vollen schöpfen. Um einen Rodolfo von ähnlicher Qualität zu finden, muß man weit in die Vergangenheit zurück, um bei Gigli oder gleich bei Caruso zu landen. Dem lyirschen Paar steht in der Bohème das "veristische" Paar Musetta / Marcello gegenüber. Der koketten Musetta leiht hier die früh verstorbene Elizabeth Harwood ihre Stimme. Sie nimmt den Hörer sofort mit ihrem girrenden Mezzosopran für sich ein. Großartig gibt sie die flatterhafte, lebensgierige und magisch anziehende Halbweltdame, die allen den Kopf verdreht, mit ihrem Liebsten Marcello streitet, daß die Fetzen fliegen und schließlich zur treu sorgenden Freundin der Mimi wird. Marcello wird hier gesungen von Rolando Panerai, lange Zeit ein Mann für alle Fälle, der hinter Gobbi, Cappuccilli, Taddei und Konsorten immer etwas im Hintergrund stand. Unverdienterweise, wie man hier vernehmen kann. Als erdiger Gegenpart zu Rodolfo wie als leidgeprüfter Liebhaber der Musetta überzeugt er auf voller Linie und bringt seine ganze Erfahrung ein, ohne allzu routiniert oder gar gelangweilt zu wirken. Die beiden weiteren Bohèmiens sind mit einem witz - und geistreichem Gianni Maffeo als Schaunard und dem bestens aufgelegten Nicolai Ghiaurov als Colline (wunderbar seine tragikomische Abschiedsarie an einen alten Mantel) luxuriös besetzt. Einen Extrapunkt verdient sich der Charaktertenor Michel Sénéchal in der Doppelrolle als lächerlicher Hausbesitzer Benoit und Musettas ältlicher Liebhaber Alcindoro (beides eigentlich Baßrollen, was dem Vergnügen allerdings keinerlei Abbruch tut). Mit dieser Einspielung ersteht man eine äußerst lebendige und bühnennahe Version, die, was die musikalische Qualität und die Klasse der Sänger betrifft, die Meßlatte für andere Aufnahmen in beinahe unerreichbare Höhe hängt. |
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Puccini: La Bohème (Auszüge) von Freni, Pavarotti, Karajan, BpAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 8,79 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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2 Kundenrezensionen:großartig 5 von 5 Punktenabgesehen davon, dass die ganze einspielung unter karajan für mich keine schwachstellen hat, lohnt sich der kauf einfach schon wegen der arie des rodolfo am anfang der oper, als er mimi umgarnt. ich kenne keine andere aufnahme, in der die tenorpartie so strahlend schmetternd dargeboten wird. ein weiterer grund, den verlust des genialen pavarotti zu beweinen. diese cd lohnt wirklich, sie zu hören ist ein genuß. Ein Schatz! 5 von 5 PunktenKarajan kann wirklich stolz auf seine Leistung sein. Die Wiener Phliharmoniker begleiten wunderschön, Freni und Pavarotti singen genial, in der Aufnahme gibt es keine schwache Punkte. Die Tonqualität ist sehr gut. Preis ist auch nicht zu hoch, also: ein Muß für die Klassik-Liebhaber!!! |
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Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme(ital.)) von Freni, Pavarotti, Rescigno, NapoAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 18,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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3 Kundenrezensionen:Berauschend! 5 von 5 PunktenIch liebe diese Einspielung und habe sie kurzfristig zu einer meiner Favourites erkoren. Das Sängerensemble ist unglaublich und es stimmt einfach alles. Mirella Freni, auf dem Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens, gibt eine authentische und hochdramatische Tosca. Ihre Stimme ist frei von Schärfe und unglaublich durchschlagskräftig. Sie gefällt mir in dieser Einspielung noch besser als in der Sinopoli - Aufnahme. Pavarotti ist ebenfalls großartig und zählt zu den idealsten Interpreten der Partie des Mario Cavaradossi. Seine Stimme ist frisch und jugendlich und er hat eine großartige Höhe. Wie man bereits aus der berühmten Bohemé - Einspielung weiß, sind Freni und Pavarotti ein Traumpaar der Opernszene. Im großen Duett im ersten Akt brillieren sie und es herrscht eine spürbare Harmonie zwischen den beiden Stars! Milnes gibt einen dämonischen Scarpia und singt und spielt die Rolle meisterlich! Man sollte diese Aufnahme einmal mit der Ricciarelli/Carreras - Einspielung unter Karajan vergleichen. Diese viel gerühmte Einspielung fällt im Vergleich mit der vorliegenden merklich ab. Diese Spitzenaufnahme unter dem großartigen Rescigno genießt bedauerlicherweise nicht den Stellenwert, der ihr zusteht!!! Tip? Kaufen, so lange sie noch so günstig ist... Strahlender Cavaradossi 3 von 5 PunktenWas diese Aufnahme an allererster Stelle lohnenswert macht, ist die überragende Interpretation der Rolle des Cavaradossi durch Luciano Pavarotti. Er singt mit einer gänzlich unverbrauchten, frischen Stärke, der scheinbar keine Grnzen gesetzt sind und ist auch von der interpretatorischen Seite einzigartig. In seiner Darstellung die teils hochdramatisch und dann auch wieder hochsensibel und lyrisch ist, jedoch alles an der richtigen Stelle, setzt er neue Maßstäbe für die Darstellung des revolutionären Malers, und kann somit guten Gewissens als der beste Cavaradossi neben Franco Corelli und Benjamino Gigli bezeichnet werden. Auch die Besetzung des Scarpia mit Sherril Milnes war eine glückliche Wahl. Er ist nicht der düsterste Scarpia, aber auch keineswegs so zahm wie andere. Hinzu kommt, dass er die Rolle durchaus nicht nur als Bühne zum Ausleben von Belcantoqualitäten betrachtet, sondern ihr ein eigenständiges Gesicht gibt und sie mit einer nicht allzu schwer erkennbaren Tiefe erfüllt. Seine harte, mächtige Stimme macht ein weiteres dramatisieren an den Eckpunkten der Rolle eigentlich unnötig. Was nun die anderen Aspekte dieser Aufnahme angeht, Hauptrolle und Dirigat, so trifft man hier auf die Schwachstellen der Aufnahme. Man erkennt den Wunsch Mirella Frenis eine Tosca zu singen und auch darzstellen, jedoch ein Wunsch macht aus einem Frascati noch keinen Bordeaux. Ihr fehlt einfach die Stimme zu einer überzeugenden Tosca, sie hat keinerlei Probleme mit der Umsetzung der hohen Töne, klingt jedoch an diesen Stellen ihrer Interpretation zwangsweise gequält (besonders im Erreichen des allerletzten Tones, der in der Oper zu singen ist), weil ihre Stimme, gelinde gesagt, einfach unpassend ist. Nicola Rescigno schließlich, der Lieblingsdirigent der Callas, verleiht der Partitur wenig neues, und er hat auch nicht das Potential dazu, eine Partitur so genial auszuleuchten, wie es andere tun. Er ist ein Sängerdirigent, der auf die Vorlieben der einzelnen Sänger eingeht und auch ein durchweg guter Begleiter ist. Seine Interpretation ist gekennzeichnet von einer breit ausgewälzten Dramatik und erschöpft sich in einer recht deutlichen Blechlastigkeit. Leider gibt es einen besonderen Punkt in dieser Aufnahme, der vorerst alles positive vergessen lässt: der Schluss. Wenn Mirella Freni zu ihrem Schluss anhebt und die Passage singt, wo Tosca feststellen muss, dass ihr Geliebter wahrhaftig tot ist, so singt sie das nicht mit der Eile und Hast welche die aus der Handlung erwachsene Szene verlangt, sondern ganz langsam und beinahe, bitte das nicht falsch zu verstehen, wollüstig. Nur aus ihrer Betonung könnte man meinen, dass momentan etwas ganz anderes auf der Bühne dargestellt wird. Das ganze Finale ist schwer und langsam und führt fast unwürdig zum tragischen alles erschütternden Ausgang. Außerdem lässt sich die Freni so viel Zeit damit "ihr" Finale zu gestalten, dass man es in der Realität zehnmal schaffen würde, sie noch zu packen bevor sie in den Abgrund springt. Insgesamt eine lohneswerte Aufnahme, besonders für jene, die verstehen wollen, was eingefleischte Pavarotti-Liebhaber an ihrem Liebling so mögen. Lohnenswert wird sie erst recht, wenn man es schafft, über ihre Schwächen hinwegzusehen, das Angenehme herauszufiltern und zu würdigen. Eigentlich nicht mein Fall, aber .... 5 von 5 PunktenIch habe Tosca live in Zürich gesehen und fand die Oper alles andere als berauschend. Da ich aber Freni und Pavarotti in La Boheme gesehen habe, dachte ich mir, ich kaufe mir die CDs. Und habe es nicht bereut. Meine Lieblingsarie, E lucevan le stelle, wird von Pavarotti mit einer Leidenschaft gesungen, wie ich es noch nie erlebt habe. Überhaupt erkennt man hier, warum Pavarotti unbeschränkt der Beste war: Jeder Ton wird nicht nur gesungen, sondern drückt auch noch ein Gefühl aus. Und auch Freni gefällt mir als Tosca sehr gut, vielleicht weil ich es mag, wenn Arien getragen gesungen werden. Freni und Pavarotti harmonieren wunderbar. Eine gelungene Aufnahme |
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Puccini: Madama Butterfly (Gesamtaufnahme) (ital.) von Mirella Freni, Luciano Pavarotti, Christa Ludwig, Giorgio Stendoro, Hans Helm, Martha Heigl, Wolfgang Schneider, Elke Schary, Erna Maria Mühlberger, Evamaria Hurdes, Giacomo Puccini, Herbert von KarajanAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 49,95, Angebote ab EUR 23,49 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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3 Kundenrezensionen:Tragik UND Schönklang 5 von 5 PunktenIch möchte mich dem Vorredner in der Beurteileung des Schönklangs anschließen. Meiner Meinung nach kommt die Tragik aber dennoch nicht zu kurz, schon alleine durch die Musik selbst. Karajan verstand es perfekt die Kontrapunkte und Linienführungen spannungsgeladen und tragisch zu setzen. Den Auftakt zum letzten Aufzug habe ich nie wieder in dieser Perfektion gehört. Wer die Todesarie am Schluß nicht tragisch findet....ja was soll ich sagen. Ist wohl der ewige Streit zwischen Freni und Callas Anhängern und letztlich eine Frage des Geschmacks. Ich finds schön wenn die Tragik rüberkommt und die Stimmen TROTZDEM nicht wehtun ;-) . Nebenbei bemerkt hatte Puccini selbst auch Schönklang im Fokus, wenn auch gezwungen durch Publikum. Nicht umsonst hat er die Abschiedsarie von Pinkerton später extra hinzugefügt. Was den ersten Akt angeht ists zudem auch thematisch fast nur Zuckerguß. Das Liebesduett hat nunmal nix kritisches oder offensichtlich tragisches in sich. Meiner Interpretation zufolge ist die Protagonistin zu diesem Zeitpunkt wirklich in den Marinesoldaten verschossen, wenn auch aus großer Infantilität heraus. Entsprechend harmonisch soll der erste Abend der beiden dann auch klingen. Auch hier versteht es Karajan perfekt Orchester und die Sänger auf die letzte harmonische Auflösung, ich möchte fast sagen "Höhepunkt" (ein Schelm wer böses dabei denkt) "hinarbeiten" zu lassen. Das ist musikalische Perfektion pur und ganz in der Linie von Puccini, der dieses Stilmittel immer wieder verwendet hat. Entsprechend krass wirkt dann auch die Gegenüberstellung ihres Todes im letzten Aufzug. Besser kann man es meiner Meinung nach nicht machen. Die beste Aufnahme 5 von 5 PunktenEs war noch damals eine Tradition, dem Karajan nicht abzusagen. Es konnte deswegen eine solche wunderschöne Aufnahme entstehen. Die Philharmoniker aus Wien verdienen hier 10 Sterne, Pavarotti hatte damals die schönste Stimme der Welt und Freni ist gleich so genial. Hier gibt es keine Schwache Punkte. Einfach hören und genießen!!! Schönklang 3 von 5 PunktenWie meist: Karajans Aufnahmen ersaufen in Schönklang. Hier ist das auf sehr angenehme Weise der Fall, nur erfährt man leider kaum etwas von der existentiellen Not der Figuren, weil diese - einfach nur schön singen (das natürlich auf luxuriösestem Niveau, nur Christa Ludwig klingt doch sehr unitalienisch, was zwischen Freni und Pavarotti besonders auffällt). Dafür sollte man zu Leinsdorf / Price, zu Callas' Aufnahme oder Scotto mit Maazel greifen: hier ereignen sich Dramen. Hier wird einfach schöne Musik gemacht- für eine Sache auf Tod und Leben dann doch zu wenig. |
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Eugen Onegin (Gesamtaufnahme) (Russisch) von Lang, Otter, Levine, SdAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 22,22 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Dezember 1988 |
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2 Kundenrezensionen:Überzeugende Gesamtaufnahme mit kleinem Makel 4 von 5 PunktenLevine hat mit seinem Ensemble eine wirklich überzeugende ONEGIN-Aufnahme eingespielt. Klare, saubere Orchesterführung, gute Solisten. Allen als Onegin und Freni als Tatjana sind wirklich eine Offenbarung, und die Freni macht Tatjanas Wandlung vom Hascherl bis zur reifen Frau wirklich glaubhaft. Shicoff als Lenski dagegen ist eine Katastrophe. Eigentlich sollte einen diese Rolle (und die Musik) spätestens in der Kuda? Kuda?-Szene im Mark berühren, aber das schafft Shicoff nicht. Er ist nun mal kein Sänger, der verzaubert... Man nehme sich zum Vergleich die alte Gerdes-Einspielung (leider nur als Querschnitt erhältlich), in der der geniale Fritz Wunderlich den Lenski singt. Damals, wie es Zeitgebrauch war, auf Deutsch - aber was für eine Stimme! Herzzerreißend. Souverän 5 von 5 PunktenMirella Frenis Darstellung der Tatjana ist eine Offenbarung: Wie sie die Wandlung vom unscheinbaren Naivchen (Briefszene) hin zur gereiften Frau (Schlußszene) plastisch macht, muss man gehört haben! Stimmlich ist sie selbst in ihrem höheren Sängerinnenalter noch frisch und nahezu makellos. Der Bariton Thomas Allen ist ein jugendlich-metallisch klingender Eugen Onegin, dem man seine Verbohrtheit abnimmt und bei dem die finale Katastrophe als logische Folge seiner Egomanie daherkommt. Die Nebenrollen sind mit Neil Shicoff, Anne Sofie von Otter und Paata Buchudladze luxuriös besetzt. Ein nettes Detail am Rande ist die Besetzung von Lokalmatador Gunther Emmerlich als Sekundant Saretzki, der den "deutschen Block" der Aufnahme (Staatskapelle Dresden samt Chor) verstärkt. Kurz: Die Aufnahme macht die Psychologie der Figuren erlebbar und wirkt musikalisch wie aus einem Guss. Tolles Orchester, tolle Solisten, großartig dirigiert! |
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Jules Massenet: Chérubin (Oper) (Gesamtaufnahme) (2 CD) von Jules MassenetAudio CD von RCAPreis bei Amazon: EUR 42,95, Angebote ab EUR 16,90 Erscheinungsdatum: August 1992 |
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Die Meistersinger Von Nürnberg (Ga) von Kollo, Weikl, Moll, Solti, WpAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 28,95, Angebote ab EUR 25,85 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2005 |
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ProduktbeschreibungDIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG 3 Kundenrezensionen:Unkomische Komödie 3 von 5 PunktenDiese Aufnahme der Meistersänger von 1975, die für sich allein durchaus nicht schlecht ist, muss sich zwangsläufig mit zwei anderen Einspielungen vergleichen lassen, mit denen sie vieles gemeinsam hat - einmal Karajans berühmte Dresdner Aufnahme von 1970, zum anderen Soltis eigene Neuaufnahme von 1995 - und die ich beide aus unterschiedlichen Gründen vorziehen würde: Mit Karajan gemeinsam hat die ältere Solti-Aufnahme die sehr langsamen Tempi. Sie ist zwar - gerade in den Ensembles des ersten und zweiten Aktes - glücklicherweise transparenter, hat dafür aber nicht die klangliche Opulenz der Karajan-Einspielung und ist noch langsamer, wodurch sich gerade der dritte Akt wie Gummi zieht. Der Humor dieser komischen Oper geht da stark verloren - oder wirkt gewollt wie bei Bernd Weikls Beckmesser. Glücklicherweise hat Solti da in den kommenden Jahren stark dazugelernt: 1995 gehörte er zwar immer noch nicht zu den schnellsten Wagner-Interpreten, gönnte aber der Komödie ihren Raum und wählte insgesamt flüssigere Tempi. Auch die Sänger bieten kein schlagendes Argument für die hier vorliegende Aufnahme: Norman Bailey verlässt sich als Sachs allein auf den sonoren Klang seiner Stimme und radebrecht sich durch den Text. Auch wenn Theo Adams Stimme (bei Karajan) Geschmackssache ist, er war ein erheblich ausdrucksvollerer Interpret. José van Dam (Solti II) schließlich hatte beides - schöne Stimme und Phantasie. René Kollo hat in den 5 Jahren seit der Karajan-Aufnahme musikalisch zugelegt, singt die Melodiebögen besser. Dafür hat seine Stimme an Farbe und Mühelosigkeit verloren. Ein solider, kein überragender Stolzing. Hier gewinnt Ben Heppners lyrischer Tenor (Solti II) den Vergleich eindeutig. Hannelore Bode ist eine mädchenhafte, überzeugende Eva, Helen Donath (Karajan) erreicht sie nicht ganz. Kurt Molls wunderbarer Pogner steht Karl Ridderbusch (Karajan) und Rene Pape (Solti II) nicht nach. Adolf Dallapozza singt den David sehr schön, aber weniger witzig und ausdrucksvoll als Peter Schreier (Karajan) und Deon van der Walt (Solti II). Die einzige Rolle, wo die ältere Solti-Aufnahme die Nase vorn hat, ist tatsächlich der Beckmesser von Bernd Weikl - das liegt aber eher daran, dass Alan Opie (Solti II) langweilt und Sir Geraint Evans (Karajan) sich ohne Stimme und mit Extremakzent durch die Rolle kräht. Weikl übertreibt leider die Lächerlichkeit der Figur. Wenn ich also die Wahl zwischen den drei genannten Aufnahmen hätte, würde ich ganz klar die neuere Solti-Aufnahme wählen, dann Karajan und erst dann diese hier. Meistersinger - Sternsinger 5 von 5 PunktenSir Georg Solti gelang zusammen mit den Wiener Philharmonikern, dem Wiener Staatsopernchor und einem erstklassigen Sängerensemble im Oktober 1975 eine hinreißende Meistersingeraufnahme, die in ihrem dramatischen Livecharakter eine Referenzaufnahme zu nennen ist. Mit rhapsodischem Schwung und spritzigem Elan, aber auch mit elegischer Tiefe und edler Größe setzt Solti mit dem gesamten Ensemble Wagners Partitur dramaturgisch kongenial um. Dramaturgie - Klangdramaturgie: die Handlung rollt sowohl theatralisch als auch musikalisch ohne auch nur eine Sekunde in ihrem dramatischen Fluss zu stocken wie aus einem Guss ab. Die tiefen Streicher grundieren solide und weich, fest und erdig, die hohen spielen famos auf, zum Tanz wie zum Meistergesang. Die Holzbläser meckern und verklären, das Belch glänzt und strahlt. Den Kontrapunkt - nie zu sehr im Vordergrund des Klanges - orgeln bisweilen die Pauken. Die Meistersinger - ein mit A.Kraus, G.Nienstedt, K.Rydl u.a. hochkarätig besetztes Ensemble im Ensemble - haben einen fulminanten Einstieg im Ersten Akt mit einem grandiosen ersten Aktfinale. Der Zweite Akt ist eine filigrane und schwüle Nachtmusik mit wunderbar ausmusizierten Harmonien und Klanggeweben und einer gestochen scharfen, exzellent dargebotenen chaotisch-geordneten Schlussfuge (Prügelszene). Der Dritte Akt ist eine Krönung in zwei Teilen: die kammermusikalische Erfindung des Preisliedes im Haus des Hans Sachs mit dem die Menschen verklärenden Quintett vor der Verwandlung zum Schlussbild der Festwiese, auf der Beckmesser (B.Weikl) tragisch scheitert und Stolzing (R.Kollo) sich die Braut ersingt und obendrein der deutschen Kunst von Hans Sachs (N.Bailey) ein Loblied gesungen wird - ein sattes, ein in jeder Hinsicht sättigendes Finale dieser Aufnahme. Einzelne Sänger und ihre Darsteller: eine solide Magdalene (J.Hamari), ein humorvoller, vor allem aber auch ein warmer David (A.Dallapozza), ein gediegen orgelnder Pogner (K.Moll), ein lyrischer und zugleich heldisch auftrumpfender Stolzing (R. Kollo), eine hinreißend glaubwürdige und weibliche Eva (H.Bode), ein Beckmesser, der durch Weikls Aussingen der Partie nicht versungen und vertan hat, sondern seine menschliche Würde zurückerhält (ein wahrer Verdienst in der Geschichte der Beckmesserpartie), aber trotzdem als Figur im Stück tragisch scheitert, sowie ein Sachs (N.Bailey), der ohne elitären Stolz, sondern mit weiser Wärme und Würde Evas entsagt und Menschen zusammenführt (Eva, Stolzing, eine Gemeinschaft von Musik- und Kunstliebhabern) - das alles klingt in Baileys Stimme, vor allem auch im Flieder- und im Wahnmonolg. Fünf Sterne für alle diese Sternsinger. Meistersinger vom Feinsten 5 von 5 PunktenWagner hätte seine Freude dran, so homogen präsentiert sich diese Aufnahme.- Etwas breiter und getragener das Orchester unter Sir. G. Solti als z.B. bei Karajan aber da die Sänger mühelos mithalten können und sich der Klang der Wiener Philharmoniker per se 'schlanker' präsentiert empfinde ich dies als gelungene Alternative. Schade nur, daß B. Weikl als Beckmesser mit seinem Stimmvermögen die Chance vergab, das 'Gezeter und Gekeife' zu vermeiden und ein echter Konkurrent zu Stolzing zu werden. Diese Interpretationsart des 'kritischesten aller Kritikaster' hat sich bedauerlicherweise über die Jahre zu sehr eingenistet, Vielleicht, da meist von Sängern gegen Ende ihrer Karriere gesungen. Sonst präsentiert sich das Sängerensemble von wunderbarer Ausgeglichenheit bis hin zu den Meistern. Kollo hat noch mehr 'Metall' zu bieten als bei Karajan und Bailey ist als Sachs sonor und kein Bißchen salbungsvoll. Überraschend frisch und rollendeckend Dallapozza als David. Wohlklang verbreiten Bode und Hamari als Eva und Magdalene. Ein echter Genuss ! |
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L'Heure Espagnole (Ga)/+ von Lorin Maazel, Bp, RsobAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 22,99, Angebote ab EUR 16,27 Erscheinungsdatum: Januar 1998 |
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Edition du centenaire 1899-1963 (Melodien und Lieder) von Ameling, Berton, OcpAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 43,99, Angebote ab EUR 14,95 Erscheinungsdatum: November 1998 |
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Jacques Offenbach: Orphée aux Enfers (Orpheus in der Unterwelt) (Gesamtaufnahme) von Jacques Offenbach, Michel Plasson, Michel Sénéchal, Charles Burles, Hugues Brambilla, Michèle Command, Jane Berbié, Jean-Philippe Lafont, Michel Trempont, Mady MespléAudio CD von Hmv / (P (EMI)Preis bei Amazon: EUR 34,49, Angebote ab EUR 29,99 Erscheinungsdatum: Februar 1988 |
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