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Eugen Onegin (Gesamtaufnahme) (Russisch) von Lang, Otter, Levine, SdAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 22,22 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Dezember 1988 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
2 Kundenrezensionen:Überzeugende Gesamtaufnahme mit kleinem Makel 4 von 5 PunktenLevine hat mit seinem Ensemble eine wirklich überzeugende ONEGIN-Aufnahme eingespielt. Klare, saubere Orchesterführung, gute Solisten. Allen als Onegin und Freni als Tatjana sind wirklich eine Offenbarung, und die Freni macht Tatjanas Wandlung vom Hascherl bis zur reifen Frau wirklich glaubhaft. Shicoff als Lenski dagegen ist eine Katastrophe. Eigentlich sollte einen diese Rolle (und die Musik) spätestens in der Kuda? Kuda?-Szene im Mark berühren, aber das schafft Shicoff nicht. Er ist nun mal kein Sänger, der verzaubert... Man nehme sich zum Vergleich die alte Gerdes-Einspielung (leider nur als Querschnitt erhältlich), in der der geniale Fritz Wunderlich den Lenski singt. Damals, wie es Zeitgebrauch war, auf Deutsch - aber was für eine Stimme! Herzzerreißend. Souverän 5 von 5 PunktenMirella Frenis Darstellung der Tatjana ist eine Offenbarung: Wie sie die Wandlung vom unscheinbaren Naivchen (Briefszene) hin zur gereiften Frau (Schlußszene) plastisch macht, muss man gehört haben! Stimmlich ist sie selbst in ihrem höheren Sängerinnenalter noch frisch und nahezu makellos. Der Bariton Thomas Allen ist ein jugendlich-metallisch klingender Eugen Onegin, dem man seine Verbohrtheit abnimmt und bei dem die finale Katastrophe als logische Folge seiner Egomanie daherkommt. Die Nebenrollen sind mit Neil Shicoff, Anne Sofie von Otter und Paata Buchudladze luxuriös besetzt. Ein nettes Detail am Rande ist die Besetzung von Lokalmatador Gunther Emmerlich als Sekundant Saretzki, der den "deutschen Block" der Aufnahme (Staatskapelle Dresden samt Chor) verstärkt. Kurz: Die Aufnahme macht die Psychologie der Figuren erlebbar und wirkt musikalisch wie aus einem Guss. Tolles Orchester, tolle Solisten, großartig dirigiert! |
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Mefistofele (Ga) von Pavarotti, Caballe, Freni, Fabritiis, NpoAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 15,70 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2005 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
4 Kundenrezensionen:Phantastisch! 5 von 5 PunktenDer letzte Ton der Aufnhame ist so eben verklungen und ich bin von diesem grandiosen Werk so begeistert, dass ich sofort eine Rezension zu dieser wundervollen Aufnahme schreiben muss. Selten hat ein Werk so großen Eindruck auf mich gemacht. Obwohl ich Boito vorher überhaupt nicht kannte, wusste ich schon nach der Ouvertüre, das ich diese Musik lieben würde. Die Sänger sind unglaublich. Allen voran steht Mirelle Freni, die eine unsagbar menschliche und zarte Margherita darstellt. Ihre Stimme strahlt in der Höhe und sie vermag die Musik so menschlich vorzutragen, das man wirklich ins Träumen geraten kann. Brilliant ist auch Pavarotti, welcher mit atemberaubenden Höhen und gelungener Darstellung verblüfft. Er singt einen unglaublichen Faust. Nicolai Ghiaurov, der leider kürzlich verstorben ist, macht dem Ruf, der ihm vorrauseilt alle Ehre! Er ist als Mephisto so überzeugend und dramatisch, dass man direkt angst bekommen könnte. Caballé ist hier als Elena zu hören. Nur so viel sei gesagt. Es ist wohl kaum möglich, das irgendjemand in der Lage ist, diese Rolle nur annähernd so wunderbar zu singen und den Charakter so brilliant zu verkörpern, wie diese grandiose Sängerin. Die Musik an sich ist einfühlsam, sanft, aber auch erschütternd und zutiefst dramatisch. Chor und Orchester sind wunderbar. Besonders die atemberaubenden Chorszenen, welche dieses Werk zu bieten hat, verblüffen den Hörer. De Fabritiis liefert ein dynamisches und dramatisches Dirigat. Also eine echte Traumaufnahme. Es bleiben keine Wünsche offen. Greifen sie zu, so lange der Vorrat reicht. So eine tolle Aufnahme gibt es nicht alle Tage! Phantastisch 5 von 5 PunktenDer letzte Ton der Aufnhame ist so eben verklungen und ich bin von diesem grandiosen Werk so begeistert, dass ich sofort eine Rezension zu dieser wundervollen Aufnahme schreiben muss. Selten hat ein Werk so großen Eindruck auf mich gemacht. Obwohl ich Boito vorher überhaupt nicht kannte, wusste ich schon nach der Ouvertüre, das ich diese Musik lieben würde. Die Sänger sind unglaublich. Allen voran steht Mirelle Freni, die eine unsagbar menschliche und zarte Margherita darstellt. Ihre Stimme strahlt in der Höhe und sie vermag die Musik so menschlich vorzutragen, das man wirklich ins Träumen geraten kann. Brilliant ist auch Pavarotti, welcher mit atemberaubenden Höhen und gelungener Darstellung verblüfft. Er singt einen unglaublichen Faust. Nicolai Ghiaurov, der leider kürzlich verstorben ist, macht dem Ruf, der ihm vorrauseilt alle Ehre! Er ist als Mephisto so überzeugend und dramatisch, dass man direkt angst bekommen könnte. Caballé ist hier als Elena zu hören. Nur so viel sei gesagt. Es ist wohl kaum möglich, das irgendjemand in der Lage ist, diese Rolle nur annähernd so wunderbar zu singen und den Charakter so brilliant zu verkörpern, wie diese grandiose Sängerin. Die Musik an sich ist einfühlsam, sanft, aber auch erschütternd und zutiefst dramatisch. Chor und Orchester sind wunderbar. Besonders die atemberaubenden Chorszenen, welche dieses Werk zu bieten hat, verblüffen den Hörer. De Fabritiis liefert ein dynamisches und dramatisches Dirigat. Also eine echte Traumaufnahme. Es bleiben keine Wünsche offen. Greifen sie zu, so lange der Vorrat reicht. So eine tolle Aufnahme gibt es nicht alle Tage! Herausragende Aufnahme, unglaublicher Preis! 5 von 5 PunktenWie schon von den vorherigen Rezensenten beschrieben handelt es sich um eine der besten Plattenaufnahmen überhaupt. Mirella Freni ist eine unglaublich gute Magarete, Pavarotti ein sehr sensibler Faust mit absoluter Sicherheit in dieser außergewöhnlich schweren Rolle. Nicolai Ghiaurov ein wahrer Dämone. Insgesamt eine klare Empfehlung, insbesondere da ich vor einigen Jahren für das damals noch aus 3 CDs bestehende Set noch 105,- DM bezahlt habe (wobei die Aufnahme jeden Pfennig wert ist). Wunderschöne Aufnahme 5 von 5 PunktenEigentlich habe ich mir diese Aufnahme nur wegen Pavarottis "dai campi, dai prati" gekauft, mittlerweile ist sie aber eine meiner Lieblingsopern. Nicolai Ghiaurov gibt einen herrlich ironisch "bösen" Mefistofele und Pavarotti begeistert nicht nur bei seinem gefühlvollen "dai campi,...". Sowieso ist "Mefistofele" eine sehr abwechslungsreiche Oper und die Liebesduette von Pavarotti mit Freni im zweiten ("dimmi se credi, Enrico") und mit Caballé im vierten Akt ("forma ideal, purissima", "O incantesimo! parla! parla!") sind einfach sehr schön anzuhören. |
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Giuseppe Verdi - Otello (NTSC)
DVD von Universal/Music/DVD |
4 Kundenrezensionen:Das Bühnenbild ! 4 von 5 PunktenKarajan hatte mit den Berliner Philharmonikern ein erstklassiges Orchester zur Verfügung und konnte damit entsprechende Opernproduktionen durchführen, die er meist bei den Salzburger Osternfestsspielen dem Publikum vorstellte. Er hat damit einige Verdi-Opern realisiert, so eben auch diesen Othello aus dem siebziger Jahren. Ihm standen immer grossartige Sänger zur Verfügung . Bevor Domingo diese Rolle praktisch dominierte, war Vickers ein allgemein anerkannter Othello. Sängerisch bleibt er dieser Rolle nicht schuldig. Über sein Spiel kann man geteilter Meinung sein. Sein Augenrollen wirkt für mich aufgesetzt. Die Leidenschaft glaube ich ihm nicht. Ihm gleichwertig Mirella Freni, mit der Karajan auch öfters und lange gearbeitet hat. Naiv und edel, das ist eine Rolle, die der Freni auf den Leib geschneidert war. Sie war über lange Zeit DIE Mimi. Eine wunderbar lyrische Stimme. Auch optisch passt sie zur Figur der Desdemona- ein Engel, dem Unrecht geschieht. Interessant der Sänger des Jago, Peter Glossop, dieser Tage im achtzigsten Lebensjahr verstorben. Er sieht gar nicht wie ein Bösewicht aus. Genau das prädestiniert ihn für diese Rolle. Jago, der perfekte Versteller. Stimmlich vielleicht nicht ganz das Format grosser italienischer Baritone, aber dennoch ein sehr stimmiges Porträt. Orchester und Sänger gehören eindeutig zur Habenseite dieser Aufnahme. Leider inscenierte Karajan auch.In diesem Bereich erreichte er sicher nicht das Niveau, das er als Musiker hatte. Mehr als Konventionelles kam da nicht heraus. Was diese Aufnahme ein schwer ansehbar macht, ist das Bühnenbild. Das ist so typisch Kulissenfernsehen, das man wegschauen möchte. Überhaupt kein Vergleich mit der Verfilmung von Zefirelli. Dieser ist zeitlos, die Inscenierung von Karajan zeitgebunden. Als wenn Menschen in der Mode der siebziger Jahre auftauchten und heute dadurch deutlich machen, es ist veraltet. In diesem Fall muss man eher die Empfehlung aussprechen, diese Version besser nur zu hören- es gibt sie ja als CD. Das Sehen ist kein weiterer Genuss, sondern eher ein Punkt der Kritik. Von den Verdi-Produktionen Karajans, die ich kenne ( Falstaff und Don Carlos) optisch die schwächste. einfach beeindruckend 4 von 5 PunktenZuerst zum musikalischen Aspekt: Das Ensemble liefert in allen Rollen wirklich hervorragende Leistungen. Jon Vickers spielt den Otello mit unglaublicher Intensität, versteht es großartig die wiederstreitenden Gefühle (Liebe, Verzweiflung, Eifersucht, Zorn) sowohl mimisch/gestisch als auch durch stimmlichen Ausdruck zu transportieren. Stimmlich äußerst variabel zeigt er hier wohl einen (wenn nicht sogar den Besten) Otello. An seiner Seite begeistert Mirella Freni als Desdemona. Sehr ausdrucksvoll in allen Lagen, ein wunderschönes Vibrato (bsp. das Weidenlied...), insgesamt sehr glaubwürdig! Auch die weiteren Rollen sind durchweg gut bis sehr gut besetzt. Unterstützt werden die Akteure von einem sehr homogenen und guten Chor (Chor der Deutschen Oper). Auch das Orchester unter Karajan liefert eine hervorragende Leistung ab. Ohne unnötigen Pathos oder übertriebene Dramatik schafft es eine sehr dichte Atmosphäre. Doch wo viel Licht ist ist auch immer Schatten und in diesem Fall liegt die Schwäche bei der technischen Umsetzung. Zuerst einmal ist der Aufnahmepegel viel zu niedrig. All jene die über eine leistungsfähige Anlage verfügen seien gewarnt. Man sollte immer in der Nähe des Lautstärkeregelers bleiben, da sonst entweder leise Passagen völlig untergehen oder aber das nächste Forte für lautstarke Proteste der Nachbarn sorgen wird. Die Bildqualität ist demgegenüber wieder recht gut - mehr war vor fünfzehn Jahren sicher nicht drin. Zu guter (oder eher schlechter)letzt sei angemerkt, dass die Möglichkeiten einer DVD nicht einmal ansatzweise ausgereizt werden. Aus dem Titelmenü heraus kann nur jeder Akt angewählt werden. Es gibt keine Inforamtionen über Darsteller oder Handlung. Einzig das Libretto als Untertitel in fünf Sprachen versöhnt ein wenig. Insgesamt hinterlässt diese DVD also ein zwiespältiges Bild, auf der einen Seite gehört die Aufnahme musikalisch sicherlich zu den besten Otello-Aufnahmen überhaupt und auch die optische Umsetzung ist wirklich gelungen (trotz anfänglicher Skepsis gegenüber Opernverfilmungen hat sie mich überzeugt). Auf der anderes Seite trüben die technischen Mängel das Gesamtbild doch nachhaltig. Aufgrund der wirklich phantastischen Darsteller aber trotzdem 4 Sterne (6 für musikalische Brillianz -2 für technische Schwächen) Verdi und Karajan eine Glücksbeziehung 5 von 5 PunktenIm breiten Repertoire des Dirigenten Herbert von Karajan gibt es einige Komponisten,die ihm besonders lagen und die seinem Interpretationsstil immer entsprachen. Giuseppe verdi war einer dieser Komponisten. Karajan legte einge Schallplatten des Komponisten vor, die auch noch heiute als Refenzaufnahmen gelten.(Troubardour mit Maria Callas)Dieser Film von Otello, ist ebenfalls ein sehr wertvolles Dokument, welches die Deutsche Grammophon Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem ZDF produzierte Er zeigt, wie sehr Karajan seine Berliner Philharmoniker zu einem großartigen Opernorchester formte, wie sehr er sich mit dem Werk identifizeren konnte. Kommen wir nun zu Enzelberwertung Regie und Bühnenbild: Gott dei Dank ein klassischer Otello. Heute machen verschiedene Regisseure aus allelm etwas Karajan macht aus dem Otelleo ein Ehedrama de Luxe. Karajan verwendet historisches Bühnenbild. Otello wird bei ihnm wirkich als Mittelalterliches gestaltet.Nicht wie heute wo Otello von NS bis Drogenmillieu verunstaltet wird . Solisten: Durch die Bank sehr gut. John Vickers singt einen glaubhaften Otello mit baritonaler Tiefe. Mirella Freni. Gewiß sie ist keine Madonna oder Anastacia. natürlichh sind die beiden blonden Frauen erotischer. Aber gegen ihren Sopran ist nichts einzuwenden. Man kann bei Desdemonas Schlußszene sogar fast mit ihr weinen, so schön singt sie diesen Part. Sie war zurecht neben der Jannowitz eine der Lieblingssängerinnen von Maestro Karajan in den 60 ern und in den 70ern . Peter Glossop ist Jago. So diabolisch spielt erund singt er ihn. Der Chor der Deutschen Oper Berlin ist ein solider guter Opernchor. Natürlich ist er nicht mit dem Monteverdichoir zu vergleichen . Aber er singt sauber die doch schwierigen Chöre. Die wahren Kaiser sind aber die Berliner Pilharmoniker. Sie übertrumpfen sich förmlich von Akt zu Akt. Sie sind den Wienern und erst recht den amerikanischen Orchestern turmhoch überlegen .Gegenüber den Berlinern unter Karajan klingen die anderen Orchester so, als wären sie aus dem farbkopierer gezogen worden musikalisch & darstellerisch sehr empfehlenswert 5 von 5 Punktenkann diesen teitel für alle karajan fans nur wärmstens weiterempfehlen |
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The Essential Jessye Norman (CD + DVD) von Semyon Bychkov, Sir Colin DavisAudio CD von Philips (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 12,03 Erscheinungsdatum: November 2004 |
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Leoncavallo: Cavalleria Rusticana (Gesamtaufnahme) (ital.) von Luciano Pavarotti, Mirella Freni, Julia Varady, Ingvar Wixell, Piero Cappuccilli, Lorenzo Saccomani, Vincenzo Bello, Ida Bormida, Carmen Gonzales, London Opera Chorus, Pietro Mascagni Ruggero Leoncavallo, Giuseppe Patanè, Gianandrea GavazzeniAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 35,95, Angebote ab EUR 17,45 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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Eine Kundenrezension:Cavalleria Rusticana / Pagliacci - Zweimal Verismo in Starbesetzung 5 von 5 PunktenEs gibt nicht wenige Komponisten, deren Ruhm auf einem einzigen Werk beruht. Der in Livorno geborene Pietro Mascagni ist einer dieser Fälle. Lange Zeit nahm man in der Musikwelt von dem Komponisten, der den völlig unbedeutenden Posten eines Musiklehrers und Blaskapellenleiters in Cerignola bekleidete, keinerlei Notitz, doch sollte sich dies mit seinem ersten Opernwerk grundlegend ändern. Der Mailänder Verlag Sonzogno schrieb im Jahr 1890 einen Wettbewerb für einaktige Opern aus. Mascagni, von seinem Posten alles andere als ausgelastet, nahm sich das Volksschauspiel "Cavalleria Rusticana" des Autors Giovanni Verga vor, eine nahezu ideale Vorlage für ein veristisches Musikdrama. Die Geschichte spielt im sizilianischen Bauernmilieu, beinhaltet viel Volkstümlichkeit, gepaart mit einem hohen Maß an Dramatik. Mascagni besaß die Gabe der großen Melodie und ein untrügliches Gespür für den dramatischen Atem einer Opernszene. "Cavalleria Rusticana" kann man eigentlich immer und überall spielen lassen, diese Oper hat ein Thema, das interantional und über Völker - und Kulturgrenzen hinweg verständlich ist, ein nicht zu häufig vorkommender Glückfall. Mascagni gewann mit seinem Beitrag den Wettbewerb, "Cavalleria Rusticana", uraufgeführt am 17. Juni 1890 in Rom, wurde der größte Triumph in der Karriere des jungen Komponisten und verbreitete sich in Windeseile über die ganze Welt. Natürlich gibt es auch eine Vielzahl von Aufnahmen, sehr oft, wie auch hier, im Verein mit Leoncavallos "Pagliacci", da auch diese Oper sehr kurz ist und beide thematisch sehr gut zueinander passen. Oft werden auch beide Werke an einem Abend mit dem selben Ensemble aufgeführt. Hier gibt es auf zwei CDs Interpretationen der Opern von verschiedenen Dirigenten mit unterschiedlichen Ensembles. Der Star der Aufnahme ist beide Male Luciano Pavarotti, der seine Aufgaben sehr gut löst. Die Einspielungen stammen aus dem Jahr 1978, also aus der Zeit, als Pavarotti noch im Vollbesitz seiner einzigartigen Stimme war und außerdem bereits über die Erfahrung verfügte, komplexe, auch wegen der Kürze der Partien schwierige Rollen zu meistern. Am überzeugendsten wirkt er als leichtsinniger Turiddu in der "Cavalleria", eine Rolle, die ihm wie auf den Leib geschrieben wirkt. Die "Siciliana", ein Volkslied, das, recht untypisch, in die Ouverture integriert ist, habe ich von keinem anderen Sänger der Rolle schöner interpretiert gehört, Pavarotti vermeidet im berühmten Trinklied das oft eingeschmuggelte hohe C, singt ansonsten sehr disziplinert und meistert die dramatischen Szenen mit genau der richtigen Mischung aus dramatischer Gestaltung und virtuoser Gesangstechnik. Ein wenig ferner liegt ihm der Canio in "Pagliacci". Wie so viele Sänger dieser Partie gelingt es ihm hier nicht, aus dem übermächtigen Schatten Enrico Carusos zu treten, auch wirkt seine eher leichte, am Belcanto geschulte Stimme, an einigen Stellen nicht ganz rollendeckend, ihm fehlt die dunkle Färbung des dramatischen Tenors, den diese Partie benötigt, und wie sie ein Valdimir Atlantow, Domingo oder Carlo Bergonzi besaßen. Nichtsdestotrotz hinterläßt er auch hier einen sehr guten Eindruck, vor allem im Verein mit seiner Lieblingspartnerin Mirella Freni gibt es hier wunderbare Gesangsleistungen zu hören, einzig die plakativen Schluchzer am Ende der berühmten Arie "Ridi, Pagliaccio" hätte er sich sparen können. Die weitere Besetzung der "Cavalleria Rusticana" ist ausgezichnet bis grundsolide. Neben Pavarotti hinterläßt Julia Varady in der Rolle der Santuzza den nachhaltigsten Eindruck. Mit ihrem dramatischen Sopran interpretiert sie die Partie des verlassenen Mädchens, das schließlich furchtbare Rache nimmt, absolut überzeugend und bewegend. Die Rolle des Fuhrmanns Alfio, das Instrument von Santuzzas Rache ist bei Piero Cappuccilli, dem bedeutendsten italienischen Bariton der 70er Jahre, sehr gut aufgehoben. Er macht aus dem betrogenen Alfio keinen düsteren Bösewicht, sondern interpretiert ihn als eigentlich heiteren Charakter, der, durch die Umstände in seiner Ehre gekränkt, zum Rächer wird. Stimmlich gibt es bei ihm nichts zu mäkeln, Cappuccilli ist nach wie vor einer der besten Baritone. Ebenfalls sehr überzeugend gibt Ida Bormida die Mama Lucia und Carmen Gonzales leiht der Lola ihren verführerischen Mezzosopran. Eine wichtige Rolle spielt der Chor, der viele Szenen zu untermalen oder zu leiten hat. Der London Opera Chorus hinterläßt hier einen ausgezeichneten Eindruck, präsentiert sich als eingespieltes und virtuos geleitetes Ensemble. Dirigent Gianandrea Gavazzeni leitet das National Philharmonic Orchestra sensibel und inspiriert, insgesamt eine rundum empfehlenswerte "Cavalleria Rusticana" ohne naturalistische Effekthascherei, es gibt nur ein bißchen Peitschengeknalle in Alfios Fuhrmannslied. Ähnlich wie Mascagni war Ruggiero Leoncavallo ein "One - Hit - Wonder" in der Opernszene. Zunächst ein unbekannter Pianist in Kaffeehäusern und Leiter umherziehender Operntruppen, beteiligte er sich an oben genanntem Wettbewerb, wurde jedoch nicht zugelassen, weil sein "Pagliacci" zwei Akte hat. Die Jury zeigte sich jedoch tief beeindruckt von der hochdramatischen Oper im Clownsgewand und empfahl das Werk wärmstens zur Aufführung, die den größten Triumph in Leoncavallos Leben bedeutete und ihn schlagartig weltberühmt machte. Ähnlich wie die "Cavalleria" behandelt "Pagliacci" ein Grundthema der Bühne: Das Altern, das Scheitern der Liebe und das mühsame Aufrechterhalten des Scheins. Zwar wird in "Zeit und Ort" angegeben, die Handlung spiele in einem kalabrischen Dorf im Jahr 1865, doch eine solche Tragödie kann sich immer und überall auf der Welt ereignen, was, neben der wundervollen Musik, die Popularität, die diese Oper noch heute hat, erklärt: Dieses Werk scheint mitten aus dem Leben gegriffen zu sein. Viele Interpreten des tragischen Helden Canio hat es schon gegeben, noch immer am berühmtesten und noch heute für jeden Darsteller maßgeblich dürfte Carusos leider nur in Bruchstücken überlieferte Interpretation sein, aus dessen Schatten sich nicht einmal Pavarotti lösen kann. Pavarottis langlährige Lieblingspartnerin auf Bühne und Tonträger, Mirella Freni liefert hier eine so eindringliche Leistung, daß sie den Tenor des öfteren etwas blaß erscheinen läßt. Ihre weiche, glockenreine Stimme passt optimal zu der flatterhaften Nedda, rundum überzeugend gelingt ihr die Darstellung sowohl der "realen" Person Nedda als auch der "Colombina" in der Komödie, die zum Drama gerät. Einzig Maria Callas vermag ihr in dieser Rolle Komkurrenz zu machen. Tonio, der Intrigant, ist mit dem schwedischen Charakterbariton Ingvar Wixell absolut rollendeckend besetzt. Auch er gibt nicht den reinen Bösewicht, sondern vermag die Doppelbödigkeit dieser Partie überzeugend darzustellen. Die weiteren Rollen sind mit Vincenzo Bello (Beppe/Arlecchino) und Lorenzo Saccomani (Silvio) mehr als solide besetzt. Wie in der "Cavalleria" kommt dem Chor hier als Handlungsbegleiter ein sehr wichtige Rolle zu. Wieder überzeugt der London Opera Chorus auf ganzer Linie. Diesmal steht Giuseppe Patanè am Pult, auch er löst seine Aufgabe ausgezeichnet und leitet das National Philharmonic Orchestra mit viel Gefühl für die Dramatik und die intimen Momente dieses Werks. Insgesamt eine Aufnahme, die aus der Vielzahl der "Pagliacci"/"Cavalleria Rusticana" - Einspielungen durch die Leistungen der Sänger und die Interpretation der Dirhgenten herausragt. Absolut empfehlenswert. |
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Berlin Gala 1998 von Mirella Freni, Georges Bizet, Wolfgang Amadeus Mozart, Pyotr Il'yich Tchaikovsky, Giuseppe Verdi, Claudio Abbado, Simon Keenlyside, Christine SchäferAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 14,90, Angebote ab EUR 8,98 Erscheinungsdatum: Januar 1999 |
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Harenberg Opernführer 10cd-Set von VariousAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 59,99, Angebote ab EUR 35,85 Erscheinungsdatum: Sept. 1995 |
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Puccini, Giacomo - La Bohème [UK-Import]Videokassette von Universal VertriebPreis bei Amazon: EUR 25,90, Angebote ab EUR 14,99 |
Aus der Amazon.de-Redaktion1963 wurde Franco Zeffirellis La Bohème-Inszenierung erstmals an der Scala aufgeführt -- und war ein ungeheurer Erfolg, der für zwei Jahrzehnte auf dem Spielplan blieb. Zeffirelli nähert sich der vielleicht typischsten Verismo-Oper mit einer naturalistischen Inszenierung. Und dieser Realismus, in anderen Fällen oft problematisch, glückt hier ausgezeichnet. Insbesondere die Szenen des zweiten Akts im Café Momus mit ihren Anklängen an Toulouse-Lautrec oder die poetische Schneelandschaft des dritten Akts sind hervorragend gelungen. Und durch die aufgelockerte Bildregie wird diese Bohème passagenweise mehr ein Opernfilm als die Dokumentation einer Bühnenaufführung. (Wer allerdings eine aufregende szenische Neu-Interpretation sehen will, sollte lieber auf Baz Luhrmanns Inszenierung der Bohème als romantisches Pop-Märchen zurückgreifen.) Musikalisch wird man freilich kaum eine bessere als diese Bohème finden können, die auch mit geschlossenen Augen ein reines Vergnügen ist. Herausragend ist Mirella Freni, die ideale Mimi: Für diese Rolle scheinen die innige Wärme und mädchenhafte Unschuld ihrer Stimme geschaffen zu sein, und tief bewegend sind ihre subtilen Nuancen in der Todesszene. Neben ihr können Gianni Raimondi, der in der Rolle des Rodolfo durchaus neben den Top-Stars der Branche bestehen kann, und der hervorragende Bariton Rolando Panerai als Marcello glänzen, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Und Puccinis Partitur ist geradezu maßgeschneidert für den Dirigenten. Herbert von Karajan schwelgt in den luxuriösen Klangfarben der Musik und kostet die effektiven Höhepunkte aus, bewahrt aber gleichzeitig ein wunderbar transparentes Klangbild und widmet sich den Details mit großer Sorgfalt: wahrhaft exemplarische Dirigierkunst. --Thomas Klarmeyer |
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The Very Best Of Mirella Freni von Mirella FreniAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 20,99, Angebote ab EUR 10,07 Erscheinungsdatum: Februar 2003 |
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Stabat Mater / Concerti Grossi 1, 3, 5 von Freni, Berganza, GracisAudio CD von Archiv Pro (Universal)Preis bei Amazon: EUR 11,99, Angebote ab EUR 6,23 Erscheinungsdatum: Januar 1989 |
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