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Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1953) von Callas, di Stefano, de Saba, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 33,95, Angebote ab EUR 21,31 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Dezember 2001 |
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5 Kundenrezensionen:Eine geniale Aufnahme 5 von 5 PunktenFür mich ist diese Einspielung der Tosca " die Refenzaufnahme " an der sich alle anderen messen lassen müssen. Victor de Sabata hat bei der Besetzung aller Rollen ein Super-Händchen. Auch die Nebenrollen sind durchweg sehr gut, aber natürlich: Maria Callas, Giusepe di Stefano und Tito Gobbi sind die Krone dieser Aufnahme. Maria Callas ist meiner Meinung nach die Idialbesetzung für Tosca, auch Giusepe di Stefano überzeugt als Cavaradossi. Ich möchte aber ein bisschen mehr auf Tito Gobbi eingehnen. Für mich ist er der Baron Scarpia schlechthin, einen besseren gibt nicht, in der Vergangenheit wie in der Gegenwart. Er kann den Bösewicht Scarpia wunderbar wiedergeben ohne zu übertreiben, oder zu "schmieren". Ich baue hier mal bewußt und absichtlich eine Brücke zu einem deutschen Bariton. So wie für mich Gustav Neidlinger der Jahrhundert-Alberich ist, so ist für mich Tito Gobbi der Jahrhundert-Scarpia. Auf jedenfall kaufen!!! Ein Traumensemble! 5 von 5 PunktenWas Walter Legge, der Leiter der Plattenfirma EMI 1953 in Mailand zustande gebracht hat, nimmt sich heute wie ein Wunder aus. Enstanden ist damit eine der ganz wenigen Schallplattenaufnahmen, die sich ganz unangefochten als "die" Aufnahme ansehen kann und ansehen wird können. Was aber wäre das alles ohne den Mann am Pult, den großen, hier in Deutschland fast vergessenen Victor de Sabata! Seine Präzision und Leidenschaft machen die Aufnahme endgültig zum Ereignis. Giuseppe di Stefano ist hier auf der Höhe seiner stimmlichen Fähigkeiten. Sein Auftritt im 2. Akt, als die Nachricht von Bonapartes Sieg eintrifft und er Scarpia das trotzige Siegeslied entgegenschmettert: Man sieht Cavaradossi förmlich vor sich, wie er sich nicht beugen läßt. Und natürlich die Sterne, wie sie leuchteten.... Tito Gobbi ist der Scarpia schlechthin. Eine stimmliche Präsenz ohnegleichen, sie jagt mir die Schauer über den Rücken. Sein Glanzstück ist die Charakterisierung dieses Menschen, vor dem ganz Rom zittert: voller kalter Leidenschaft. Egal ob es um das Töten oder um Tosca geht. Über allem aber die Callas. Vielleicht ihre beste Aufnahme. Es sprengte den Rahmen, auch nur annähernd ihre Leistung hier zu würdigen, hingewiesen sei nur auf den Schluß des 3. Aktes: Ihr "Mario, Mario, su presto" und das abschließende "Scarpia davanti a Dio!" Wem da nicht die eine oder andere Träne der Überwältigung aus dem Auge fließt, den rührt wohl nichts mehr.... Mein Klassiker 5 von 5 PunktenDieses Tondokument (so kann man die Aufnahme wohl durchaus bezeichnen) stellt das Beste dar, was ich als Operneinspielung kenne. Die Intensität und Ausdrucksstaerke der Gesamtaufnahme, ohne dabei aufdringlich zu wirken, die Perfektion, ohne ins Sterile zu verfallen, machen die CD's immer wieder hoerenswert. Und auch ganz ohne Bilder treibt einem mit dieser Aufnahme das Schicksal von Tosca und Cavaradossi immer wieder die Traenen in die Augen. Ein wahrhafter Klassiker. Tosca für die Insel 5 von 5 PunktenDies ist eine Aufnahme für die einsame Insel. Alle Protagonisten stehen auf der Höhe ihres Könnens, werden von einem großen Dirigenten geführt und vom legendären Produzenten Walter Legge in Szene gesetzt. Die Einspielung ist überreich an liebevoll gestalteten Destails und spannend wie ein Life-Erlebnis. Bei der Titelpartie gibt bis heute keine echte Alternative zur Callas. Die Referenzaufnahme 5 von 5 PunktenWas ist der Rezension des "Hörers oder der Hörerin aus Köln" eigentlich noch hinzuzufügen? Eigentlich nur noch, daß auch die sogenannten "kleinen Rollen" ganz hervorragend gesungen wurden. Einen besseren Sagrestano als Melchiorre Luise kann ich mir nicht vorstellen - und wie wunderschön klingt die Hirtenmelodie zu Beginn des dritten Aktes, gesungen von Alvaro Cordova! |
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Verdi: La Traviata (Gesamtaufnahme ital. Live Mailänder Scala 28.05.1955) von Callas, di Stefano, Giulini, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 12,80 ![]() 3,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 1997 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionDieser Live-Mitschnitt von Viscontis Produktion in der Scala im Jahre 1955 ist die beste aller erhältlichen Traviatas der Callas. Abgesehen von kaum merklichen Intonationsproblemen an ein oder zwei Stellen ist ihre Stimme in Höchstform. Ihre Phrasen erhalten Charakter durch perfekte Klangfärbung, ihre vielfältigen Koloraturen sind erfüllt von Leidenschaft, ihr "Addio del passato" ist herzzerreißend. In der Szene mit Germont gelingt ihr die perfekte Verkörperung der Mischung aus Stolz und Verletzlichkeit, die so charakteritsich für die Violetta ist. Ihrem Partner Ettore Bastianini fehlt es hie und da an der nötigen Sensibilität, sein Gesang ist dennoch eindrucksvoll. Carlo Giulini dirigiert so, daß nichts vom Lyrismus und der Dramatik des Notentextes verlorengeht. Über die primitive Klangqualität dieser neuen EMI-Ausgabe, wird man durch die Einzigartigkeit dieser Aufführung leicht hinweggetröstet. --Dan Davis 5 Kundenrezensionen:Traviata 55 + 58 4 von 5 PunktenMV Als großer Callas-Fan habe ich mir beide Aufnahmen zugelegt (hatte auch schon eine Analoge auf Platte). Die Tonqualität könnte zwar etwas besser sein, doch das vergißt man schnell. Was ich aber s e h r störend empfand waren die einzelnen Szenen/Arien, die statt zusammenhängend mit Pausen aufgezeichnet wurden. Auch wenn man Applaus weglassen wollte, die großen Pausen sind nervtötend. Aber was soll's, die Callas ist in beiden Auf-nahmen grossartig. Ein musikalischer Höhepunkt des 20. Jahrhunderts 5 von 5 PunktenIn meinen Augen handelt es sich bei diesem Live-Mitschnitt um die absolute Referenzaufnahme von "La Traviata"; gibt die Tonqualität in der Tat noch wenig Anlass zur Überschwenglichkeit -die Crux vieler historischer Aufnahmen (etwa Walters herausragendes Dirigat von Mozarts "Don Giovanni" von 1942)- so macht diesen eher als Schönheitsfehler zu bezeichnenden Makel Callas' Interpretation der Violetta mehr als wett. Etwa Violettas überschwengliche Lobpreisung der Freuden "freier Liebe" im ersten Akt, ihre tiefe Zerissenheit im weiteren oder ihr psychischer wie pysischer Verfall im dritten Akt - Maria Callas spielt nicht nur, sie durchlebt geradezu diese Phasen auf der Bühne, mit völliger Hingabe und weder vorher noch nachher je wieder gehörter Intensität, Ausdruckskraft und Überzeugung. Sie gibt keine herkömmlich gefällige Violetta mit samtig-schöner Stimme (wie etwa Renata Tebaldi), sie verleiht vielmehr der Hauptperson und damit dem gesamten Werk musikalisch und dramaturgisch ein völlig neues Gesicht und läßt das Genie Verdis in hellem Licht erstrahlen. Die "Supporting-Cast" der Callas, anders kann man die Sänger Giuseppe Di Stefano, Ettore Bastianini und Dirigent Carlo Giulini (unter anderen) in dieser Aufnahme kaum bezeichnen, schaffen durch überaus solide Vorstellungen erst den perfekten Rahmen für Maria Callas' unsterblichen Auftritt, der von einem fanatisch-euphorisierten Scala-Publikum begeistert honoriert wird. Wer sich diesen musikalischen Höhepunkt wegen eines nicht astreinen Sounds entgehen läßt oder diese Aufnahme gar seinetwegen diskreditiert, liefert nur ein bemitleidenswertes Zeugnis musikalischer Inkompetenz. Einmalige Traviata - trotz Tonqualität 4 von 5 PunktenMit "La Traviata" (Die vom Weg Abgekommene) betrat Giuseppe Verdi sowohl thematisch wie musikalisch Neuland. Bislang hatten seine Opern generell im Mittelalter bzw. Altertum gespielt, es gab hochdramatische Situationen, übermenschliche Gefühle, verabscheungswürdige Fieslinge und mitreissende Chöre zu bewundern. 1853 war Verdis Stellung im Musikgeschäft jedoch bereits so gefestigt, dass er sich eines Themas annehmen konnte, das ihn schon seit längerer Zeit faszinierte. Fünf Jahre zuvor hatte er den Roman "La dame aux camélias" von Alexandre Dumas (Sohn) kennen gelernt. Der hatte mit seinem Buch einer einstigen Geliebten, der mit 25 Jahren der Schwindsucht zum Opfer gefallenen Kurtisane Alphonsine Plessis, ein Denkmal gesetzt. Diese berühmteste aller Halbweltdamen, die auf dem Pariser Prominenten - Friedhof Père Lachaise unter einem monumentalen Grabmal ruht, führt seitdem in Dumas' Werken unter dem Namen Marguérite Gauthier und natürlich in Verdis Oper als Violetta Valéry ein wohl ewiges Leben. Verdi fühlte sich von dem Stoff tief berührt und an sein eigenes Privatleben erinnert. Er lebte bereits seit geraumer Zeit unverheiratet mit der Sängerin Giuseppina Strepponi zusammen, die noch dazu drei uneheliche Kinder hatte. Im streng katholischen Italien dieser Zeit und erst recht in Verdis kleinstädtischem Wohnort Busseto war das ein veritabler Skandal, Giuseppina wurde von vielen Hütern der bürgerlichen Moral geschnitten. Dies dürfte Verdi dazu veranlasst haben, Violetta Valéry zu einer seiner liebenswürdigsten und warmherzigsten Bühnenfiguren zu machen. Nur für kurze Zeit, zu Beginn des ersten Aktes und in der Bravourarie "Sempre libera" tritt einem die glamouröse, unnahbare und gefühlskalte Kurtisane entgegen, danach wandelt sich die "Traviata" zur aufrichtig liebenden Frau, die zugunsten ihres Alfredo sogar auf die Liebe ihres Lebens verzichten will und schließlich zu einer überirdisch schönen Melodie in Alfredos Armen ihr Leben aushaucht. Verdi fand zu diesem ihm neuen Sujet eine für ihn eher untypische Musik. Anstatt zündender Melodien (die gibt es natürlich auch, man denke nur an das berühmte "Brindisi") hört man das ganze Werk hindurch einen flüssigen Konversationsstil, die musikalische Sprache ist feinfühliger, intimer als in den großen heroischen Opern. Das Liebesduett zwischen Violetta und Alfredo, sowie die lange Passage Violetta - Germont sind Musterbeispiele für komplett durchdachte musikalische Handlungsabläufe. Besser hätte auch ein Richard Wagner das nicht gekonnt. Sofort nach der Uraufführung des "Trovatore" ging Verdi an die Komposition, er benötigte nur 45 Tage, um "La Traviata" komplett in Musik zu setzen. Am 6. März 1853 erklang das Werk erstmals im Teatro Fenice in Venedig und fiel vollständig durch. Hauptgrund für den Mißerfolg dürfte die Besetzung der Violetta mit einer wohlbeleibten Sopranistin gewesen sein, die sich offenbar einer äußerst robusten Gesundheit erfreute und deren Tod durch Auszehrung stürmische Heiterkeit hervorrief. Auch die von der Zensur geforderte Verlegung der Handlung ins vorrevolutionäre Frankreich spielte eine Rolle. Ein Jahr später wurde das Fehlurteil korrigiert, die Neueinstudierung am Teatro San Benedetto in Venedig geriet zum Sensationserfolg, seitdem ist "La Traviata" nicht mehr von der Opernbühne wegzudenken. Auch der Filmregisseur Luchino Visconti machte mit seiner Inszenierung zum Beginn der Scala - Saison 1955 alles richtig. Statt an den äußeren Merkmalen zu experimentieren, stellte er eine im besten Sinne konservative "Traviata" auf die Bühne nahm sich drei Wochen (eine für damalige Verhältnisse unerhört lange Probenzeit), um die Sänger sich in ihre Rollen einfühlen zu lassen. Das stieß vor allem bei Giuseppe di Stefano auf Unverständnis, die stets lernbereite Maria Callas dagegen warf sich mit voller Kraft in die Probenarbeit mit dem Ergebnis, dass ihr eine vollkommene, für diese Rolle Maßstäbe setzende Darstellung gelang. Ihre Violetta wurde zum Prüfstein und zur fast unerreichbaren Meßlatte für künftige Interpretinnen, am Ende des Abends lag ihr das Publikum zu Füßen. Gesanglich befand sich die Callas 1955 ohnehin auf dem Höhepunkt, kein scharfer Ton, kein unsauberer Vokal rutscht ihr heraus. Das Liebesduett mit di Stefano, die Koloratur - Arie "Sempre libera", die sie mit einem zwar nicht vorgeschriebenen, aber astreinen hohen D krönt, ihre gesamte Vorstellung im 2. Akt, die Arie "Addio del passato" und die erschütternde Todesszene sind Dokumente unwiederbringlicher Gesangskunst auf allerhöchstem Niveau. Als würde das nicht schon genügen, verzichtet sie auch auf jeden plakativen Effekt in der Darstellung. Nicht umsonst zählte die "Traviata", neben "Norma", "Tosca", "Lucia" und "Medea" zu ihren Paraderollen. Violetta Valéry ist ihr in Fleisch und Blut übergegangen, nie hat man das Gefühl, einer innerlich unbeteiligten Primadonna zuzuhören, die Callas lebt ihre Rolle mit letzter Konsequenz. Eine derartige Verschmelzung von erstklassiger Sängerin und ausgezeichneter Schauspielerin kommt extrem selten vor und ist ein vielleicht alle hundert bis zweihundert Jahre vorkommender Glücksfall. Gäbe es von der Callas nur diese eine Aufnahme, allein dadurch wäre ihr Status als "Primadonna assoluta" voll gerechtfertigt. Genug der Lobeshymnen auf die Callas, es gibt noch weitere Gründe, warum sich die Anschaffung dieser Einspielung lohnt. Da wäre zunächst Giuseppe di Stefano als Alfredo zu nennen. Der hielt nicht sonderlich viel von psychologischer Rollenforschung, sah nicht ein, warum von einem Sänger mehr als Gesang zu verlangen sei und tat diese Einstellung durch hartnäckiges Fernbleiben von den Proben kund. Zu seiner Verteidigung ist zu sagen, dass der Alfredo ohnehin ein etwas flacher Charakter, die Oper voll und ganz auf die Hauptdarstellerin zugeschnitten ist. Di Stefano bekommt hier aber für die für seine Stimme optimale Partie geboten. Alfredo ist ideal für seinen wundervollen Belcanto - Tenor, er muß nicht andauernd mit hohen Tönen glänzen, was nicht seine Stärke war, sondern kann eine stringente Melodielinie in mittlerer Lage singen. Seine schönsten Momente hat er im Liebes - Duett mit der Callas und in seiner (leider gekürzten) Arie "De' miei bollenti spiriti" , wogegen sein Haßausbruch im 3. Akt etwas übertrieben wirkt. Ein großer Darsteller war er nun mal nicht. Ein dritter großer Pluspunkt dieser Aufnahme ist der Vater Germont von Ettore Bastianini. Auch der war nicht unbedingt ein Hochbegabter, was glaubhafte Darstellung betrifft, dafür hatte er die mit Abstand schönste Baritonstimme seiner Zeit vorzuweisen. Der großartige 2. Akt geht zu einem Gutteil auf sein Konto, er krönt seine Leistung mit einem "Di Provenza il mar, il sol", das ich noch von keinem anderen Germont besser gehört habe und reißt damit das ohnehin dauerbegeisterte Publikum zu einem weiteren Ovationssturm hin. Somit wäre dies die Referenz - "Traviata", gäbe es da nicht auch einige Schattenseiten. Zunächst einmal bekommt der sonst ohne Fehl agierende Dirigent Carlo Maria Giulini die Chaostruppe, die sich "Orchestra del Teattro alla Scala" nennt, erst im Laufe des 1. Aktes unter Kontrolle, das wundervolle Vorspiel gerät zeitweise schmerzhaft schief. Auch der Chor ist alles andere als sicher, die erste Szene droht auseinander zu fallen, bis beim "Brindisi" endlich alle ihre Linie gefunden haben. Ab diesem Zeitpunkt wird es ein garantiert unvergesslicher Opernabend. Außerdem wurden für die Aufzeichnung der Vorstellung Aufnahmegeräte verwendet, die wohl schon seit Carusos und Giglis Zeiten in Gebrauch waren, die Tonqualität ist dumpf und zum Teil sehr rumpelig. EMI - Produzent Walter Legge kochte verständlicherweise noch Jahre später vor Wut über die Schlamperei, immerhin war man in den frühen 50ern in Salzburg und Bayreuth aufnahmetechnisch schon einige Schritte weiter. Vieles wurde getan, um diese einzigartige "Traviata" klanglich zu verbessern, so bekommt man mit dieser Ausgabe die bestmöglich restaurierte Tonfassung, die man von einem Masterband in Bootleg - Qualität erwarten kann. Noch immer muß man sich über die beiden ersten Nummern (Vorspiel und Eingangschor) retten und den Impuls unterdrücken, die CD aus der Anlage zu reißen und aus dem Fenster zu werfen. Was danach kommt, wird es so wohl nie wieder geben. Fans technisch hochklassiger Aufnahmen werden hiermit wenig Freude haben, für den Freund höchster Gesangskunst und natürlich für den "Callasianer" ist diese Einspielung absolut unverzichtbar. nicht mal was für absolute Callas-Fans 1 von 5 Punktenals musikalisch inkompetent würde ich mich nicht gerade bezeichnen, aber dennoch-oder gerade deshalb: diese Aufnahme anzuhören ist für mich UNERTRÄGLICH. So gut die Sänger und ihre Interpretation sein mögen, sie haben gegen die hundsmiserable Qualität der Aufnahme keinerlei Chance! Selbst dem eingefleischtesten Callas-Fan gegenüber hätte ich ein schlechtes Gewissen, diese Aufnahme zu empfehlen. Wer Musik und nicht bloss Geräusch mit Nebengeräuschen hören möchte, der nehme eine andere Aufnahme! Callas für Liebhaber 3 von 5 PunktenIch habe dieses Werk an meinen Freund verschenkt. Da dieser ein großer Callas-Fan ist hat er sich sehr darüber gefreut. Die Tonqualität läßt zwar etwas zu wünschen übrig aber das ist Aufgrund des "Alters" der Aufnahme wohl verständlich. Für einen wohlklingenden Opernabend zu Hause ist diese CD für Callas-Liebhaber jedoch empfehlenswert und mit einer guten Stereoanlage läßt sich so mancher "Mißklang" unterdrücken. Jeder der dieses Stück erwirbt, hat wirklich einen Glücksgriff getan. |
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Verdi: Aida (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1955) von Callas, Serafin, Gobbi, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 33,95, Angebote ab EUR 17,83 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1997 |
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4 Kundenrezensionen:Trotz kleiner Einschränkungen herausragend 5 von 5 PunktenDie Callas hatte immer Probleme mit dieser Rolle. Auch auf dieser Aufnahme sind sie zu hören, etwa am Ende des ersten oder in der großen Arie zu Beginn des dritten Aktes. Doch in vielen Momenten, etwa in der Auseinandersetzung mit ihrem Vater Amonasro im dritten Akt, aber auch sonst an zahlreichen Stellen, vermittelt sie mehr Wahrheit als die meisten ihrer Kolleginnen. Sie hat mit Tucker einen ganz besonderen Radames zur Seite, dessen prägnante, häufig sehr ernst klingende Stimme trotzdem große Strahl-, vor allem aber Ausdruckskraft besitzt, und der seine Manierismen (Aspirieren, Schluchzen) hier eher verhalten einsetzt. (Jürgen Kersting weiß schon, warum er in seinem Buch über 'Die großen Sänger' Tucker als den besten Tenor des italienischen Fachs (!) in der Nachkriegszeit einstuft.) Dazu Gobbi als idealer Amonasro und ein superbes, immer sicheres Dirigat Serafins. Alles in allem eine Aufnahme, die nahezu allen anderen Produktionen, vor allem jenen aus neuerer Zeit, überlegen ist. Große Aufnahme 5 von 5 PunktenEs gibt insgesamt fünf wirklich herausragende Aufnahmen der Aida: Unter Cellini (RCA, mit Milanov, Björling, Barbieri, Warren); Karajan (Decca, Tebaldi, Bergonzi, Simionato, MacNeill); Solti (Decca, Price, Vickers, Gorr); Muti (EMI, Caballe, Domingo, Cossotto, Cappuccilli) und diese! Welche man bevorzugt, ist dann Geschmackssache. Diese Aufnahme zeichnet sich durch ihre genaue Charakterzeichnung und Dramatik aus, die vor allem anderen von der Callas transportiert wird, die jede Nuance der Aida erfasst - große Tragödie. Da wird kein Ton nebenbei gesungen. Niemals greift sie zum plakativen Effekt, immer sucht sie den richtigen Ausdruck, die richtige Phrasierung, den richtigen Klang - und findet ihn! Sie ist die sensibelste, verzweifeltste und glaubwürdigste aller Aidas. Wem das wichtiger ist als eine durchgehend makellos schöne Stimme, dem werden auch einige wackelige oder scharfe Spitzentöne nichts ausmachen. Der zweite Trumpf dieser Aufnahme ist Tito Gobbi als Amonasro - er singt gerade in seinem großen Duett mit der Callas absolut magnetisch - auch bei ihm wird jedes Wort mit Bedeutung gefüllt. Auch er singt technisch nicht perfekt - die Spitzentöne wirken etwas "gehupt" - mich stört auch das eigentlich nicht. Fedora Barbieris Amneris wirkt ungewohnt sympatisch - auch sehr sensibel. Allerdings hat auch sie nicht mehr die stimmliche Kraft ihrer ersten Aufnahme unter Cellini, die Stimme ist dünner und vibratoreicher - was aber gut zur gegenüber der Konkurrenz leichteren Stimme der Callas passt. Richard Tucker singt - ausnahmsweise - fast ohne plakative und kitschige Effekte, ist damit ein ausgezeichneter, wenn auch aufgrund seines "cleanen" und körnigen Stimmklangs etwas nüchterner Radames. Von der reinen Stimmqualität her nicht schlechter als der beste Radames - Jussi Björling -, von der Phrasierung und Ausdruckstiefe her ziehe ich allerdings auch den eleganten, kernigen Carlo Bergonzi und den jugendlich überschwänglichen Placido Domingo vor. Wer stimmliche Wucht und plakative Dramatik sucht, sollte zu Solti und den stimmlichen Schlachtrössern Vickers und Price greifen (nicht unbedingt meine Aufnahme), den perfekten Radames findet man in Jussi Björling, die ausgewogendste Besetzung mit Bergonzi, Tebaldi, Simionato bei Karajan und eine monderne, jugendlich temperamentvolle Aufnahme ohne jede Mängel bei Muti. Celeste Aida 5 von 5 PunktenDer ägyptische Vizekönig Ismail Pascha war ein Mann, der wußte, wie man repräsentiert. Er war ein Anhänger europäischer Kultur, Freund Frankreichs und Verehrer Verdis. 1969 hatte er in Kairo eine italienische Oper eröffnet, natürlich mit einer Verdi - Oper (Rigoletto); im gleichen Jahr wurde der Suez - Kanal fertiggestellt und der italianophile Vize - Monarch wünschte, ihn mit einer Festoper einzuweihen, die von dem verehrten Maestro komponiert werden sollte. Dieser zeigte jedoch geraume Zeit nicht das geringste Interesse an einem solchen Projekt. Zu tief saß noch der Ärger über das Hin und Her, das sein Lieblingskind "Don Carlos" zu erleiden gehabt hatte. Doch ein erster Textentwurf und ein Kompositionsvertrag über 150 000 Goldfrancs (zu diesem Zeitpunkt das höchste Honorar der Musikgeschichte) stimmten den sturen "Bauern von Roncole" schließlich um. Zwar mußte der Kanal ohne Oper eingeweiht werden (Verdi wurde nicht rechtzeitig fertig) und die Uraufführung wurde beinahe durch den deutsch - französischen Krieg 1870/71 verhindert (die in Paris hergestellten Kulissen und Kostüme konnten lange nicht aus der eingeschlossenen Stadt transportiert werden), doch nach fieberhaften Proben erblickte "Aida" schließlich am 24. Dezember 1871 in Kairo das Licht der Bühne, wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk, das der Welt je gemacht wurde. Die Uraufführung wurde ein sensationeller Erfolg und das Werk verbreitete sich in Windeseile über die ganze Erde. "Aida" gilt als Höhepunkt der italienischen Oper schlechthin. Inhaltlich ist sie eine perfekte Mischung von beeindruckenden Massenszenen und berührenden, leisen Momenten, mit genau der richtigen Prise Exotik und altägyptischer Mystik gewürzt, um nicht klischeehaft zu wirken. Auch Verdis Fähigkeit, mit musikalischen Mitteln Stimmungen zu erzeugen und Charaktere zu zeichnen, ist auf einem Höhepunkt angelangt, der nur von seinen beiden letzten Opern "Othello" und "Falstaff" noch übertroffen werden sollte. Verdi komponierte das Werk komplett durch, die Nummernoper gehörte der Vergangenheit an. Die Figuren sind musikalisch genau gezeichnet und ihnen haftet nichts schablonenhaftes mehr an, so daß man auf der Bühne echte Menschen und wahre Gefühle zu sehen glaubt. In diesem über dreistündigen Werk gibt es keinen einzigen schwachen Augenblick und keine überflüssige Note. "Aida" ist Verdis bekannteste und populärste Oper, viele ihrer Melodien sind Volksgut geworden (den Triumphmarsch hört man sogar noch, wenn Barmbek - Uhlenhorst gegen Altona '93 spielt)und man könnte ganze Schränke mit Aufnahmen füllen von denen (ein besonderer Fall) ungewöhnlich viele von hoher Qualität sind. Für mich ist diese Einspielung die rundeste und ausgeglichenste und sie hat drei große Trümpfe zu bieten: Maria Callas, Fedora Barbieri und Tito Gobbi, wobei auch das restliche Sängerensemble hervorragend ist. Für Maria Callas war diese Aufnahme 1955 der Abschied von "Aida". 1948 war sie zum ersten Mal in dieser Rolle aufgetreten, fünf Jahre später stand sie zum letzten Mal als Aida auf der Bühne der Arena von Verona. Dazwischen liegt eine Tour um die ganze Welt mit vielen umjubelten Aufführungen. Besonders bekannt ist die Live - Aufnahme von 1951 aus Mexico City, in der sie am Ende der Triumphszene mit einem hohen Es der versammelten Mannschaft die Schau stiehlt. Vier Jahre später ging sie im Studio auf subtilere Weise an die Rolle heran und so gelingt ihr das Kunststück, aus dem etwas eindimensionalen Charakter der äthiopischen Sklavin einen Menschen aus Fleisch und Blut mit echten Gefühlen zu machen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie Maria Callas hervorragende schauspielerische Leistung und Gesang auf höchstem Niveau unter einen Hut bringen konnte. Man höre nur ihr "Ritorna vincitor", das Nilduett mit ihrem Stammpartner Tito Gobbi und den ergreifenden Schluß und trenne sich daraufhin nie wieder von dieser Aufnahme. Als Radames überzeugt der Amerikaner Richard Tucker auf ganzer Linie, ohne allerdings besonders zu glänzen. Er war ein Tenor der alten Schule, so daß sein Stil und seine Diktion heute etwas antiquiert erscheinen mögen. Manchmal hatte er die Neigung, seine Darstellung durch Schluchzer zu untermalen (wohl eine Reverenz an Carusos "Bajazzo"), was er hier dankenswerterweise bleiben läßt. Seine Stimme ist allerdings von außergewöhnlicher Klarheit und Schönheit und erstrahlt in dieser Aufnahme durchgehend in vollem Glanz. Hat man sich erst an sein eigenwilliges Italienisch gewöhnt ("Si kwel gwerrier yo fossi"), kann man seinen Radames ungeteilt geniessen. Trotzdem schade, daß Jussi Björling hier nicht singt. Was wäre das für ein Traumpaar gewesen. In der Rolle der Amneris glänzt Fedora Barbieri. Sie verleiht mit ihrer warmen Stimme und ihrer ebenfalls überdurchschnittlichen schauspielerischen Begabung der stolzen Pharaonentochter und Rivalin der Aida menschliche Züge, was nicht unbedingt jeder Darstellerin der Rolle gelingt. Auch gesanglich gibt es bei ihr nichts auszusetzen, ihre Amneris wirkt jung, attraktiv, lebendig und für diese Rolle ungewohnt sympathisch. Durchaus möglich, daß Radames auch ihr zufallen könnte. Einen relativ kurzen, dafür umso beeindruckenderen Auftritt hat hier Tito Gobbi als Amonasro. Auch für den Vater der Aida trifft dieser großartige Sänger - Darsteller in jeder Situation genau den richtigen Ton. Der durch die Niederlage gedemütigte Äthiopierkönig gerät Gobbi nie zur Charge, auch mit ihm fühlt man stets mit und versteht seine Motivation. Die hypnotische Atmosphäre des Nilaktes ist zum großen Teil sein Verdienst und das Vater - Tochter - Duett einer der zahlreichen Höhepunkte dieser Aufnahme. Auch stimmlich reiht er sich in das hohe Niveau des Ensembles ein und hat seine wenigen Schwächen gut im Griff. Auch die Nebenrollen sind hier ausgezeichnet besetzt. Giuseppe Modesti als Ramfis und Nicola Zaccaria als Pharao liefern ebenso hochklassige Leistungen ab, wie die mir zuvor völlig unbekannte Emilia Galassi in der kleinen Rolle der Priesterin. Zusammengehalten und souverän geleitet wird hier alles vom stets zuverlässigen Tullio Serafin am Pult, bekannt vor allem als großer Mentor von Maria Callas. Daß er auch ein hervorragender Dirigent war, zeigt er hier einmal mehr. Er zieht das Tempo ein wenig an, so daß die Geschichte viel Zug gewinnt, läßt aber jeder Situation genug Raum, um sich voll zu entwickeln. Dabei hat er das Orchester der Mailänder Scala immer unter Kontrolle, nur der Triumphmarsch klingt ein wenig zu blechern. Für die Tonqualität gilt, was man über alle Aufnahmen, die der legendäre Walter Legge zu verantworten hatte, sagen kann. Für eine Mono - Aufnahme aus den früheren 50ern klingt sie außergewöhnlich gut und lebendig, das Remastering tut ein Übriges, um dieser wundervollen "Aida" einen Ehrenplatz im Plattenschrank zu sichern. Ein Meisterwerk!!!!!!! 5 von 5 PunktenAida ist eine der schönsten Opern die je geschrieben wurde! Die berührende Liebesgeschichte zwischen Aida, einer äthiopischen Sklavin, und Radames, eines ägyptischen Feldherrn, kann kaum besser wiedergegeben werden als in dieser Aufnahme. Maria Callas ist eine unnachahmliche Sängerin! |
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Klavierkonzert 23 / Sonate KV333 von Vladimir Horowitz, Carlo Maria Giulini, OtsmAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 1,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 1987 |
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ProduktbeschreibungKLAVIERKONZERT 23/SONATE KV333 3 Kundenrezensionen:Horowitz mit Mozart in Höchstform - im 84. Lebensjahr! 5 von 5 PunktenMein Rat an alle Mozartfans: Vergessen Sie andere Einspielungen des Klavierkonzerts 23. Keine kann diesem schwungvollen, temperamentvollen, kraftvollem Mozartspiel des Altmeisters Horowitz das Wasser reichen. Wenn man andere Einspielungen kennt und dann diese Aufnahme hört, traut man erstmal seinen Ohren nicht. Das Orchester mit Giulini hält da wunderbar mit, ist ebenbürtig mit Horowitz. Diese Einspielung bringt gute Laune, hilft in vielen Lebenslagen, verscheucht trübe Wolken - ist einfach Klasse. Mozart kann kaum besser dargebracht werden. Hoffentlich sitzt Horowitz jetzt auf einer Wolke und bekommt meine Begeisterung mit. Er hätte es verdient. - Reinhard Popp Mein Klassiker 5 von 5 PunktenA perfect combination, Mozart's joyous music is play by a musician and orchestra that fit together perfectly. I watched that taping of this CD in a TV special and am reminded of the great Mr. Horowitz and his enjoyment at playing this every time I hear it. This is a CD to listen to no matter what your mood is because it will bring sunshine to the rainiest day. Mein Klassiker 2 von 5 PunktenOhne Frage gehört Horowitz' späte Aufnahme (1987) des 23. Klavierkonzerts in die Sammlung eines jeden Mozartfans. So hinreißend und beschwingt hat er selten gespielt und das ist seiner Altersliebe zu Mozart zu verdanken. Der Dirigent Carlo Maria Giulini begleitet den Maestro dabei mit aller gebotenen Sensibilität. Höhepunkt dieser Aufnahme ist zweifellos der 2. Satz, dem Horowitz durch jede Berührung des Manuals die originale Sehnsucht Mozarts zu entlocken vermag - ein unvergleichliches Erlebnis für jedes(!) Ohr. |
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Puccini: Turandot (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1957) von Callas, Fernandi, Serafin, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 33,95, Angebote ab EUR 21,68 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1997 |
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3 Kundenrezensionen:Packend 5 von 5 PunktenDas Stück ist in seiner Mischung aus Märchenerzählung, politischer Grausamkeit und reinstem Opfer-Kitsch ja wirklich eine schwierige Sache. Man tut ihr keinen Gefallen, wenn man sie - wie in vielen Turandot-Aufnahmen passiert - GLÄTTET und versucht, einen nicht vorhandenen Puccini-Einheitston zu produzieren. Serafins Einspielung entgeht dieser Gefahr. Er stellt alle Kontraste scharf heraus und hatt glücklicherweise ein Ensemble zur Verfügung, das zu diesem Herausstellen beiträgt. Schwarzkopfs Liù und Callas' Turandot - was für ein stilistischer und persönlicher, wahrhaft inkommensurabler Gegensatz! Und doch kann es nicht anders sein... Die Callas macht die Turandot, wie zu erwarten, SEHR menschlich und bringt ihr Angestrengtes, ihre Angst, ihre Frigidität hervorragend zum Ausdruck. Sie liefert eine Interpretation, die weniger "Eisprinzessinnen"-Klischees bedient als einen dramatisch überzeugenden Vorgang. Elisabeth Schwarzkopf demgegenüber: ein Ideal, fast eine lyrische Idee von einem unbedingt liebenden Wesen. Pianissimi-Spitzentöne die das Rückenmark heruntergleiten, wie ein Gegenprogramm zu den ebenfalls rückenmarkträchtigen Schreien der Titelrolle. Eugenio Fernandi als Kalaf hat Intonationsprobleme, dafür aber eine so einzigartig timbrierte Stimme, dass er die "Fremdheit" und die BEsessenheit des Prinzen (vielleicht die schlimmste aller Figuren im Stück) sehr gut verdeutlichen kann. Die Nebenrollen allesamt komödiantisch scharf; der Chor hervorragend. Wenn Turandot, dann zuallererst diese Aufnahme. Facettenreiche eisumguertete Prinzessin 4 von 5 PunktenWenn auch Callas nicht mehr ueber die Kraft frueherer Jahre gebietet, gibt sie eine fulminante Interpretation der Turandot, wo sich fast alle anderen Saengerinnen darauf konzentrieren muessen, nicht im Orchester unterzugehen. "In questa reggia" und die oft ausgelassene Turandot-Arie aus dem 3. Akt sind Offenbarungen einer gequaelten Seele. Hervorragende Ensemble-Arbeit und das Dirigat von Serafin machen diese Aufnahme zu einem Erlebnis. Nur E. Fernandi verblasst etwas in der Rolle des Calaf, schade, dass hier nicht Bjoerling oder der junge A. Kraus zur Verfuegung standen. dirigentische Meisterleistung 5 von 5 PunktenNatürlich wird man sich diese Aufnahme in erster Linie wegen der Callas zulegen, und ihre Interpretation der eisumgürteten Prinzessin ist tatsächlich eines der differenziertesten Portraits dieser Rolle. Sie ist schon in ihrer ersten Arie (In questa reggia) gar nicht so eisumgürtet, wie man dies von anderen Interpretinnen kennt, sondern sie ist eine vielschichtige und verletzliche Person, die die fremden Prinzen nicht aus Sadismus umbringt, sondern die traumatisiert ist durch das Schicksal ihrer Ahnfrau. Der vielgescholtene Eugenio Fernandini ist gar nicht so schlecht, wie immer behauptet wird. Sicher, er ist kein Bjoerling, aber er meistert die schwere Partie doch anständig und ist eine mehr als akzeptable Besetzung, auch wenn differenziertere Farben und Zwischentöne in seiner Interpretation fehlen. Die eigentliche Fehlbesetzung in dieser Aufnahme ist für mich Elisabeth Schwarzkopf, die hier die eigentliche ,Eisige' ist: ohne die tiefempfundene Wärme einer Tebaldi, ohne die klug durchdachte Phrasierung der Callas (in ihrem Puccini-Recital), ohne ,Sonne in der Stimme' wie Caballé - und letztlich ohne einen Funken Italianità. Natürlich singt sie stets ,schön' und technisch korrekt, aber wie langweilig ist diese Liù! Man glaubt ihr im 3. Akt keine Sekunde, daß sie sich aus Liebe zu Calaf umbringt - vielmehr ist der Schrei, wenn sie gefoltert wird, auch noch ,schön' und stimmtechnisch gut gestützt ausgeführt. Als warme Lichtgestalt und Gegenpol zu Turandot ist diese Liù einfach zu blaß und eindimensional. Aber der Produzent der Aufnahme hieß eben Walter Legge... Das eigentliche Ereignis dieser Aufnahme ist jedoch für mich - das Dirigat Tullio Serafins. Die Tempi sind so aufeinander abgestimmt, daß jeder Akt ein in sich geschlossenes symphonisches Ganzes und das Gesamtwerk spannend bis zum Bersten ist, und dabei gelingt ihm noch das Kunststück, äußerst sängerfreundlich zu begleiten. Überhaupt: welcher Dirigent traut sich heute noch, langsame Tempi nicht zu langsam und schnelle Tempi nicht zu schnell zu nehmen? Dasselbe gilt für die unglaublich modernen Klangfarben des Meister-Instrumentators Puccini, die sehr gut herausgearbeitet sind, ohne daß die Partitur veristisch oder gar wie Filmmusik klingt. Hierin ist Serafin ein Lehrmeister: wie man eine Interpretation schaffen kann, die die Extreme vermeidet, die deshalb aber noch nicht ,mittelmäßig' oder im Dauer-mezzoforte daherkommt. Man mag als vokale Referenzaufnahme diejenige mit Nilsson, Bjoerling und Tebaldi unter Leinsdorf (RCA) vorziehen - an chorischer und orchestraler Präsenz wird sie durch Serafins Aufnahme klar in den Schatten gestellt. |
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Bellini: Norma (Gesamtaufnahme(ital.),Aufnahme Mailand 1960) von Callas, Ludwig, Corelli, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 20,75 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 1997 |
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5 Kundenrezensionen:Vielleicht doch die beste "Norma"-Aufnahme 4 von 5 PunktenWenn man (wie viele, sicherlich nicht alle Menschen) davon ausgeht, dass mit Blick auf die Titelrolle Maria Callas bis heute unerreicht ist, stellt sich trotzdem die Frage: Lohnt es sich? Ich möchte hier für diese Aufnahme eine Lanze brechen. Gewiss, manches funktioniert nicht mehr perfekt; aber die Vokaleinfärbungen sind noch längst nicht so problematisch wie bei der Carmen aus der Mitte der 1960er Jahre. Vor allem aber: die Studioaufnahme von 1954 ist eher *zu* glatt. Das Leiden, die Konflikte, aber auch die Größe der Titelfigur kann die Callas auf der vorliegenden Aufnahme meines Erachtens besser gestalten als in der früheren Aufnahme. Hinzu kommt ein vollendetes Dirigat von Serafin und eine großartige Christa Ludwig als Adalgisa. Und ja, auch wenn Corellis permanentes Singen unter Hochdruck gewiss insgesamt rolleninadäquat ist, so muss man ihm doch wenigstens einiges an Virilität zugestehen, das zumindest einige Aspekte der Rolle trifft. Trotzdem kann man m.E. - vor allem wegen Corelli - keine fünf Sterne vergeben, wenn man (wie ich) der Auffassung ist, dass man damit nur Produktionen auszeichnen sollte, an denen es praktisch nichts zu mäkeln gibt oder deren Vorzüge sämtliche Nachteile irrelevant werden lassen. Aber wenn wir es auch hier nicht mit einer absolut perfekten Aufnahme zu tun haben, so ist sie auf jeden Fall zu den relativ besten zu zählen, wenn nicht tatsächlich die beste. Unvergleichlich! 5 von 5 PunktenEs war (so könnte man es negativ formulieren) der "zweite Aufguss". Maria Callas nahm 1960 die komplette "Norma" nochmals auf, wohl, weil die EMI auch eine Stereo-Version anbieten wollte. Welche ist besser? Diese oder die erste Norma? Auf alle Fälle: Diese Stereo-Aufnahme übertrifft ihre Mono-Vorgängerin deutlich, was darstellerische Kraft, Emotionalität angeht. Zudem: Die anderen Hauptdarsteller wurden wohl mit größerer Sorgfalt ausgewählt als bei der ersten "Norma", der Chor ist gut. Auch das war bei der ersten Aufnahme anders. Entscheidend jedoch: Das, was die Callas ausmachte, ihre unvergleichliche Präsenz und Faszination, das kommt in dieser "späten" Gesamtaufnahme noch weitaus besser 'rüber. DIESE Norma von DIESER Sängerin - das ist nicht zu toppen. Nicht vergleichbar, aber auf andere Weise einzigartig: die Norma-Gesamtaufnahme von Montserrat Caballe. Für mich sind diese beiden CD-Sets die ultimativen! brillianz !!! 5 von 5 PunktenHallo das werk norma ist mit einer brillianz zu bewerten, insbesondere die eindruckvolle stimme von maria calles ist göttlich und unbeschreiblich schön. also ich bin ein wahrer obernkenner, ich habe schon sehr viele obern gehört, ich bin ein fan von g. rossini, auch von w.a.mozart, auch v. s. verdi, aber die meliöse abgestimmte berührende stimmen, instromental in einer beeindruckende weise zu komponieren, ist doch eine meisterleistung. was die komponisten im 19., 18., 17., 16. und so weiter jahrhundert ein meisterleistung vollbracht haben, ist unbezahlbar. ich liebe treumerische, liebe voller brilliante arien- und duette, die mich besonders bei rossini, bellini, mozart, bei verdi umhauen und atemberauben sind. seit stunden höre die gleich arie aus normen von maria calles, so berührend, so klangvoll, laufend bekomme ich gänzehaut und mir kommen die trännen. Was sind das für tolle menschen, gewesen, die mit gottes hilfe so eine unbeschreiblich schöne Musik geschrieben haben? wie kann man diese menschen nennen...? wer kann was dazu schreiben? gerne kann man mir eine mail schreiben! Musikalische Offenbarung - dank Callas! 5 von 5 Punkten"Ich entdeckte, daß es zu den raren musikalischen Offenbarungen gehört, zu erleben, wie Maria Callas eine Bellini-Melodie formt - vergleichbar ist es der Art und Weise, wie Casals Bach spielt." So hat der englische Musikwissenschaftler und Kritiker Andrew Porter über den Gesang der "Primadonna assoluta" geurteilt. Trotzdem darf nicht verschwiegen werden, daß die Künstlerin in der hier vorgelegten Aufnahme vom August 1960 ihren Zenit bereits überschritten hatte. In ihrer ersten Studio-Produktion von 1954 (EMI, ebenfalls unter Serafin) war ihre herrliche Stimme noch in einwandfreier Verfassung. Hier sind einige Einschränkungen zu machen, besonders wenn es um die hohen Töne geht, aber ihre Präsenz und souveräne Gestaltungskraft sind ungebrochen. Gesang und Darstellung sind auch hier noch von einer nicht zu überbietenden Expressivität, und über alles möchte ich die Callas gerade in dieser Rolle gegen keine andere Sängerin eintauschen. Ein anderer Kritiker, John Steane, bemerkt in der Textbeilage sehr richtig: "Das Remake einer berühmten Aufnahme bietet dem Hörer die faszinierende Möglichkeit, die künstlerische Entwicklung der Sängerin zu verfolgen und herauszufinden, was sich in ihrem Rollenporträt geändert hat und was geblieben ist, um danach Gewinn und Verlust kritisch abzuwägen." Die Partner von Maria Callas sind nicht ganz so leicht zu beurteilen. Christa Ludwigs Ausflug in die italienische Oper halte ich für gelungen, ihre wohltönende, dunkle Altstimme korrespondiert sehr gut mit der Titeldarstellerin, und man spürt, daß sie sich auf die Aufnahme sorgfältig vorbereitet hat. Irritiert bin ich noch heute über die Besetzung der Rolle des Pollione mit Franco Corelli. Seinem kraftvollen Singen ist zwar Präsenz und auch Tonschönheit nicht abzusprechen, da übertrifft er seinen Vorgänger Mario Filippeschi aus der 1954er Aufnahme deutlich (was allerdings kein großes Kunststück ist), aber der Überdruck, mit dem er die Rolle gestaltet und sein ständiges Fortissimo-Singen gehen auf die Dauer ziemlich auf die Nerven. Ständig mußte ich an Friedrich Nietzsches Ausspruch denken: "Mit einer lauten Stimme im Hals ist man unfähig, feinere Sachen zu denken." (hier: zu singen). Nicola Zaccaria ist dagegen eine gute Besetzung für den Oroveso. Mit Piero di Palma und Edda Vincenti sind die kleinen Rollen von Flavio und Clotilde unauffällig, aber angemessen besetzt. Ein ganz großer Pluspunkt der Aufnahme ist der Dirigent Tullio Serafin, der, wie bereits erwähnt, schon die Einspielung von 1954 geleitet hatte. Ihm kommt hier natürlich schon die Stereo-Technik zugute, die der Produktion einen deutlichen Vorsprung zu ihrer Vorgängerin einräumt. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Serafin dirigiert diese doch über weite Strecken plakative Musik diesmal so altersweise und abgeklärt, daß sie eine formale Klarheit und geradezu klassische Schönheit gewinnt und damit Bellinis berühmteste Partitur erheblich aufwertet. Chor und Orchester der Mailänder Scala lassen sich vom Dirigenten spürbar inspirieren. Die Klangqualität ist für das Aufnahmejahr 1960 recht präsent und gut durchhörbar, auch das Rauschen hält sich in engen Grenzen und macht sich kaum störend bemerkbar. Die EMI hat ein illustriertes Textbuch beigelegt, es enthält auch das komplette italienische Libretto mit Übersetzung in französisch, englisch und deutsch sowie gute Informationen über Aufnahme und Werk. Problematisch 3 von 5 PunktenVon den drei Norma-Aufnahmen mit der Callas, die bei der EMI derzeit angeboten werden (2x Studio, einmal live), ist dies m. E. die schlechteste, und das aus mehreren Gründen. Die Callas konnte zwar auch 1960 noch zu Tränen rühren mit ihrer Interpretation dieser vielleicht modernsten und emanzipiertesten Frauengestalt der italienischen Oper. Auf der Bühne war sie sicher noch eine große Darstellerin, auf Platte aber merkt man doch zu sehr den rapiden Verfall der Stimme: Die früher große, kraftvolle Stimme ist dünn und klingt oft scharf, in langen Tönen hört man ein Schlagen (der Produzent der Aufnahme, Walter Legge, verglich es mit Schlaglöchern auf einer Landstraße). Dazu kommen Vokalverfärbungen, die meisten Vokale singt die Callas auf "U". Wohlgemerkt, gäbe es nicht die Mono-Aufnahme und die diversen Live-Mitschnitte, wäre die Aufnahme immer noch ein unschätzbares Dokument der größten Darstellerin der Rolle überhaupt. So ist es nur ein Abgesang. Franco Corelli ist ebenfalls alles andere als ein idealer Pollione: Zwar ist seine Stimme wie immer kraftvoll, viril, glanzvoll, wunderschön. Auf der anderen Seite singt er vom ersten bis zum letzten Ton fortissimo, was ziemlich schnell ermüdend wirkt. Die vorhandenen Verzierungen der Rolle werden lediglich angedeutet. So klingt Corelli ständig nach mittlerem bis spätem Verdi, die Bellini-Rolle müsste mit einer viel leichteren, flexibleren Stimme gesungen werden. Die Stimme der Adalgisa, Christa Ludwig, ist schöner als die von Ebe Stignani in der Mono-Aufnahme. Auf der anderen Seite wirkt ihre Stimme ziemlich dunkel und schwer für die Rolle der jugendlichen Freundin. Außerdem fühlt sie sich in den Koloraturen hörbar nicht ganz so wohl wie die Konkurrentin oder - perfekt - Marilyn Horne. Zum positiven der Aufnahme: Die Klangtechnik ist natürlich um Klassen besser als die der Mono-Aufnahme und der Live-Aufnahme aus London, Chor und Orchester sind ebenfalls besser eingefangen. Da aber der Erfolg oder Misserfolg einer Norma-Aufnahme in allererster Linie an den beiden weiblichen Hauptrollen hängt, ist diese hier für mich allenfalls zweite Wahl nach der Mono-Aufnahme und der wunderschön gesungenen ersten Sutherland-Einspielung mit Marilyn Horne als Adalgisa. |
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Eloquence - Verdi (Opernchöre) von Claudio Abbado, OtsmAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 1,24 Erscheinungsdatum: Februar 2000 |
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ProduktbeschreibungOPERNCHÖRE |
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The Originals - Verdi von Freni, Carreras, Abbado, OtsmAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 20,95, Angebote ab EUR 14,94 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 1997 |
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2 Kundenrezensionen:fast ein Requiem ! 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme aus dem Jahr 1977 bietet vor allem für Nicolai Ghiaurov beste Gesangspartien - "Simon Boccanegra" ist keine Tenor-Oper, trotz Jose Carreras, der seinen verhältnismäßig kleinen Teil natürlich gut macht. "Simon Boccanegra" ist fast ein Requiem, mit großem Melodienreichtum, vielmehr, als im oft gespielten "Don Carlo". Und in den Instrumental-Teilen erinnert es an Wagner. Von Verdis Spätwerken nicht nur das Erste, sondern auch das Beste! Darum ist es nicht ganz zu verstehen, warum der "Don Carlo" so oft gespielt wird, der "Simon Boccanegra" aber fast überhaupt nicht. Verdi-Sternstunde 5 von 5 PunktenSimone Boccanegra ist eine sehr sperrige Oper - die Hauptrollen sind fast alle Baritone und Bässe, die Sopranistin kann sich fast nur in Duetten zeigen, der Tenor ist vollends eine Nebenrolle. Dazu kommt eine sehr sperrige, etwas langatmige und komplizierte Handlung und ein ziemlich überflüssiges unhappy end. Trotzdem sei diese Aufnahme wärmstens empfohlen: Besser kann man Verdi nicht musizieren: Jede Rolle ist perfekt besetzt, insbesondere Piero Cappuccilli in der Titelrolle war nie besser. Er singt eindringlich und variabel, ohne die später häufiger bei ihm zu hörenden rauen und "geblökten" Töne. Auch der Rest der Besetzung wird von Claudio Abbado in einer ungemein spannungsreichen Aufnahme streng zusammengehalten, der es schafft, nicht in der Düsternis des Stückes zu versinken. Es gibt eine fast identisch besetzte RCA-Aufnahme unter Gavazzeni, die man sich nur anhören muß, um zu sehen, wieviel der Dirigent aus dieser Oper macht. Zudem singt die Freni anrührender und verständlicher als Katia Ricciarelli bei der Konkurrenz, und Jose Carreras schafft es ausnahmsweise sogar, Domingo auszusingen. Wer mal eine weniger bekannte Verdi-Oper kennenlernen will, kommt an dieser Aufnahme keinesfalls vorbei! |
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Verdi: Rigoletto (Gesamtaufnahme) (Aufnahme Mailand 1955) von Callas, di Stefano, Serafin, OtsmAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 33,95, Angebote ab EUR 18,54 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1997 |
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ProduktbeschreibungRIGOLETTO 5 Kundenrezensionen:Faszinierend! 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme von Giuseppe Verdis "Rigoletto" entstand zu einer Zeit, in der sich sowohl die Callas, als auch ihr Tenorpartner Giuseppe di Stefano auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt waren. Das Callas und Giuseppe di Stefano das Traumpaar der Oper waren, wissen wir zwar nicht erst seit dieser Aufnahme aus dem Jahre 1955, aber sie bestätigt diesen Eindruck. Beide Stimmen harmonieren unglaublich gut miteinander und der Gesamteindruck ist verblüffend. Maria Callas singt die Rolle der Gilda. Sie singt die Partie mit einer sehr warmen und jugendlichen Stimme. Auch hier singt die Callas diese schwere Verdi-Oper im Stil des Belcanto und alle Verzierungen oder Koloraturen werden mit unglaublicher innerer Wärme und mit viel Gefühl gesungen. Besonders grandios ist die Arie "Caro nome", in der alle Spitzentöne und Koloraturen perfekt sitzen. Auch das große Duett mit Rigoletto, welcher von dem grandiosen Tito Gobbi gesungen wird, gehört zu den gesanglichen und darstellerischen Höhepunkten auf dieser Operngesamtaufnahme. Callas schließt das Duett mit einem dreigestrichenen es in alto ab und der Ton sitzt perfekt. Auch das Finale der Oper wird unglaublich anrührend und gefühlvoll gestaltet. Callas ist auch hier wieder eine absolute Idealbesetzung. Auch Tito Gobbi, der die Titelrolle dieser Oper singt, ist ein idealer Darsteller für diesen Charakter. Seine Stimme eignet sich hervorragend für diese Rolle und auch sein wunderbares darstellerisches Talent ist wie gesachaffen für diese Rolle. Besonders schön ist das düstere Ende der Oper. Gobbi ist ein idealer Partner für die Callas, denn beide sind gleichrangig gute Sänger und auch Darsteller. Giuseppe di Stefano singt den Duca di Montava. Er ist für die Callas ein ebenso guter Partner, wie Tito Gobbi. Seine Stimme ist weich und in der Höhe sicher. Seine darstellerischen Fähigkeiten sind auch sehr zu bewundern. Seine Rolle nimmt man ihm als Zuhörer jedenfalls vollkommen ab. Die restlichen Darsteller sind ebenfalls alle hervorragend und alle Rollen sind gut besetzt. Besonders glänzt Nicola Zaccaria als Sparafucile. Chor und Orchester der Mailänder Scala sind grandios. Ab und zu schwankt es im Orchestergraben ein wenig, dies ist aber eher der Aufnahmetechnik anzulasten. Tullio Serafin, der großr Mentor der Callas, führt hier den Tacktstock. Sie sind bereits ein eingespieltes Team, da Serafin schon einige Aufnahmen mit Callas produziert hatte. Das Dirigat ist dynamisch und rhytmisch genau. Greifen sie bei dieser Aufnahme schleunigst zu. Der Preis ist zwar alles andere als kundenfreundlich, aber es lohnt sich! Faszinierende Gesamteinspielung 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme von Giuseppe Verdis "Rigoletto" entstand zu einer Zeit, in der sich sowohl die Callas, als auch ihr Tenorpartner Giuseppe di Stefano auf dem Höhepunkt ihrer Karriere angelangt waren. Das Callas und Giuseppe di Stefano das Traumpaar der Oper waren, wissen wir zwar nicht erst seit dieser Aufnahme aus dem Jahre 1955, aber sie bestätigt diesen Eindruck. Beide Stimmen harmonieren unglaublich gut miteinander und der Gesamteindruck ist verblüffend. Maria Callas singt die Rolle der Gilda. Sie singt die Partie mit einer sehr warmen und jugendlichen Stimme. Auch hier singt die Callas diese schwere Verdi-Oper im Stil des Belcanto und alle Verzierungen oder Koloraturen werden mit unglaublicher innerer Wärme und mit viel Gefühl gesungen. Besonders grandios ist die Arie "Caro nome", in der alle Spitzentöne und Koloraturen perfekt sitzen. Auch das große Duett mit Rigoletto, welcher von dem grandiosen Tito Gobbi gesungen wird, gehört zu den gesanglichen und darstellerischen Höhepunkten auf dieser Operngesamtaufnahme. Callas schließt das Duett mit einem dreigestrichenen es in alto ab und der Ton sitzt perfekt. Auch das Finale der Oper wird unglaublich anrührend und gefühlvoll gestaltet. Callas ist auch hier wieder eine absolute Idealbesetzung. Auch Tito Gobbi, der die Titelrolle dieser Oper singt, ist ein idealer Darsteller für diesen Charakter. Seine Stimme eignet sich hervorragend für diese Rolle und auch sein wunderbares darstellerisches Talent ist wie gesachaffen für diese Rolle. Besonders schön ist das düstere Ende der Oper. Gobbi ist ein idealer Partner für die Callas, denn beide sind gleichrangig gute Sänger und auch Darsteller. Giuseppe di Stefano singt den Duca di Montava. Er ist für die Callas ein ebenso guter Partner, wie Tito Gobbi. Seine Stimme ist weich und in der Höhe sicher. Seine darstellerischen Fähigkeiten sind auch sehr zu bewundern. Seine Rolle nimmt man ihm als Zuhörer jedenfalls vollkommen ab. Die restlichen Darsteller sind ebenfalls alle hervorragend und alle Rollen sind gut besetzt. Besonders glänzt Nicola Zaccaria als Sparafucile. Chor und Orchester der Mailänder Scala sind grandios. Ab und zu schwankt es im Orchestergraben ein wenig, dies ist aber eher der Aufnahmetechnik anzulasten. Tullio Serafin, der großr Mentor der Callas, führt hier den Tacktstock. Sie sind bereits ein eingespieltes Team, da Serafin schon einige Aufnahmen mit Callas produziert hatte. Das Dirigat ist dynamisch und rhytmisch genau. Greifen sie bei dieser Aufnahme schleunigst zu. Der Preis ist zwar alles andere als kundenfreundlich, aber es lohnt sich! Die Referenz 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme ist für mich die Referenzaufnahme. Hier stimmt alles, Serafin dirigiert wie immer gut, auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Die Sänger sind gut bis hervorragend. Da die Oper nicht Gilda oder Herzog von Mantua heißt, fange ich mit Verdis geliebten Rigoletto/Triboulet an. Tito Gobbi ist einfach DER Rigoletto und einer der Protagonisten meiner Träume von einer Zeitmaschine. Nicht weil er das tollste Pari siamo singt, das tut er nämlich nicht. Und sicher nicht wegen seiner reinen Stimmqualität, da ist ihm ein Titta Ruffo Lichtjahre voraus. Sondern für mich übertrifft er alle anderen wegen der Wucht seiner Interpretation, weil er der einzige Rigoletto ist, der so gut stimmlich weinen und wüten kann. Er formt ein herzergreifendes, psychologisch stimmiges Bild des getretenen Narren, der böse und gemein ist und doch ein liebender Vater. Und der sich selbst das einzige zerstört, was er geliebt hat: Gilda, seine Tochter. Die Höflingsszene ist zum Mitweinen mitreißend und keiner wütet so überzeugend in si vendetta, Rigolettos Rachearie, die Stunde der Wahrheit für den Bariton. Und die Sterbeszene... Tito Gobbi wäre alleine das Geld wert. Doch da ist ja noch... die Callas. Auch wie kaum eine andere formt Maria Callas die Entwicklung von Gilda von dem unschuldigen Mädchen zur liebenden Frau, die dem untreuen Mann verzeiht. Was sie besonders macht, ist, daß sie es stimmlich formt, während sie anfangs mit einer naiven, unschuldigen Stimme singt, singt sie am Ende mit reifer, voller Stimme. Auch die Koloraturen der Partie machen bei ihr Sinn, sie singt sie als logische Folgen ihrer Gefühle. Giuseppe di Stefano ist ein guter Herzog. Er singt einen überzeugenden Herzog und was mir immer wieder auffällt ist seine frappierend gute Diktion, man könnte mitschreiben. Wenn jemand einen Rigoletto kaufen möchte und es nur einer sein soll (zunächst), dann sollte es dieser sein. Einer der allerbesten "Rigolettos"! 4 von 5 PunktenBei "Rigoletto"-Aufnahmen habe ich persönlich das Problem, daß ich keine einzige als vollkommen perfekte Referenz hervorheben kann. Mir gefallen viele, aber keine hebt sich absolut von allen anderen ab. Diese hier ist aber in stilistischer und gesanglicher Hinsicht ganz hervorragend. An erster Stelle steht für mich die absolut herausragende Darstellung der Titelfigur von Tito Gobbi, der die ausgefeilteste und berührendste Interpretation des tragischen Hofnarren abliefert, die ich je gehört habe. Beißender Spott, Angst, zärtliche Vaterliebe und brütender Schmerz, alle Facetten finden in Gobbis Darstellung unvergleichlich Ausdruck. Auch Gobbis Stimme paßt hervorragend zur Figur. Technisch souveräner und klanglich brillanter haben die Rolle zwar einige andere Baritone gesungen, aber niemand reicht an diese tragische Größe heran. Ein Rigoletto, den man gehört haben muß! Giuseppe di Stefano als Duca di Mantova ist ebenfalls hinreißend. 1955 war Di Stefanos Glanzzeit, und so strahlt sein herrlich schmelziger Tenor wie die Sonne über Sizilien. Ein paarmal forciert er, aber das fällt angesichts soviel Charme und Eleganz überhaupt nicht ins Gewicht. Bei diesem Herzog muß einfach jede Gilda schwach werden. Phänomenal auch das Diminuendo, mit dem er die letzte Wiederholung von "La donna é mobile" hinter der Szene ausblendet. Gänsehaut! Auch Adriana Lazzarini und Nicola Zaccharia sind mit ihren dunklen, charakteristisch timbrierten Stimmen ideale Besetzungen für das mörderische Geschwisterpaar Maddalena und Sparafucile. Tullio Serafins Dirigat ist in stilistischer Hinsicht ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Tempi, dynamische und klangliche Austarierung - einfach perfekt. Das Scala Orchester erreicht zwar nicht ganz die Brillanz der Wiener Philharmoniker, erbringt aber auch eine hochklassige Leistung. (Klanglich finde ich die Aufnahme nicht gerade eine Offenbarung. Vor allem der Orchesterpart klingt ein wenig trocken, nicht sehr transparent und zu sehr in den Hintergrund plaziert, aber das sind halt die technischen Gegebenheit jener Zeit. Aber akzeptabel ist es allemal.) Zum Schluß die Gilda der Callas. Und obwohl mir wahrscheinlich gleich alle ihre Jünger den Kopf abreißen: ich finde sie in dieser Rolle nicht ganz unproblematisch. Die Stimme ist mir für diese engelsgleiche Rolle nicht süß genug und ein wenig zu scharf und sauer im Klang. Da finde ich einfach eine junge Sutherland, Güden oder Pagliughi passender. Was allerdings den Ausdruck betrifft: sie kann's halt einfach! Callas' Interpretation ist erfüllt von tiefster Innigkeit. Die zärtliche Unschuld, die Ängste und widersprüchlichen Gefühle, das Heranreifen zur übermenschlichen Größe bis in den Tod, all das kommt hier einmalig zum Ausdruck. Wenn jetzt auch noch die Stimme ätherisch schön wäre, wär's vielleicht zu schön, um wahr zu sein... Sehr empfehlenswert!!!! Unverzichtbarer Rigoletto 5 von 5 Punkten"Rigoletto" ist die erste Oper des bis heute ungebrochen populären Dreigestirns (mit "Il Trovatore" und "La Traviata"), das Verdis Weltruhm begründete. Dieses Werk bedeutet das Ende der "Galeerenjahre" und die Hinwendung des Komponisten zu genauester musikalischer Charakterisierung und tiefgehender Dramatik. In den Jahren 1839 - 1850 hatte Verdi nicht weniger als 15 Opern komponiert, hatte jeden Auftrag annehmen müssen, um seine Stellung im Musiktheaterbetrieb zu festigen. Daß dabei keine Reihe von großen Meisterwerken entstehen konnte, versteht sich von selbst. Zwar findet sich so manche wertvolle Partitur, deren Wiederentdeckeung zweifellos ein Gewinn für die Oper ist ("Ernani, "Stiffelio", "Giovanna d'Arco", "Lusia Miller" und vor allem der "Macbeth"), doch blieb Verdi größtenteils einfach keine Zeit für musikalische Ausarbeitung, der mitreißende Effekt mußte im Vordergrund stehen, so daß einiges an Verdis frühen Werken etwas oberflächlich und platt wirkt. Mit dem "Rigoletto" ändert sich die Arbeitsweise. Verdis weitere elf Opern sind auf einen Zeitraum von 43 Jahren verteilt und jede Figur, jede Situation wird ausgefeilt und erhält ihre unverwechselbare musikalische Charakterisierung. Bereits im Jahr 1844 dürfte Verdi auf das Drama "Le roi s'amuse" von Victor Hugo aufmerksam geworden sein: König Franz I. von Frankreich, ein unverbesserlicher Schürzenjäger, verführt die geheimgehaltene Tochter seines häßlichen Hofnarren Triboulet, der ein Doppelleben als skrupelloser Spaßmacher und liebevoller Vater zu führen versucht. König und Narr wurden vom Vater eines geschändeten Mädchens mit einem Fluch belegt, der Fluch trifft Triboulet; als er den König ermorden lassen will, opfert sich seine Tochter für den Geliebten. Die Dramatik des Stoffes reizte Verdi zu einer musikalischen Großtat, für deren Komposition er nur 40 Tage benötigte. Dann kam der erste ernsthafte Zusammenstoß mit der habsburgischen Zensur: Aus dem König wurde so der Herzog von Mantua, ein längst ausgestorbenes Geschlecht, das durch die Förderung Claudio Monteverdis so etwas wie "Hebamme" der Oper wurde. Triboulet verwandelte sich in Rigoletto, die Uraufführung wurde ein historischer Triumph für Verdi. Jede Figur bekommt ihre eigene, unverwechselbare Melodielinie zugeordnet, wird genauestens charakterisiert. Arien und Ensembles sind stets in die Handlung integriert und dramaturgisch begründet, alles treibt auf den tragischen Höhepunkt zu. Viele Melodien aus dem Rigoletto sind mittlerweile Volksgut geworden, so Gildas "Caro Nome", das berühmte Quartett "Bella figlia dell'amore", und natürlich "La donna e mobile", dieser Schlager für die Ewigkeit, der zugleich das Weltbild des leichtsinnigen und rücksichtslosen Herzogs so treffend darstellt. Natürlich gibt es ,wie bei jedem anderen Werk von solcher Popularität, eine wahre Unzahl von Einspielungen, aber nach einigen eher unbefriedigenden Tests kristallisieren sich zwei hervorragende Aufnahmen heraus: Der Decca - Rigoletto unter Richard Bonygne mit Joan Sutherland, Sherill Milnes und Luciano Pavarotti von 1971, sowie diese hier, die mir noch etwas besser gefällt, was vor allem am eingespielten und hochklassigen Ensemble liegt. Dieser "Rigoletto" ist ein Höhepunkt des Scala - Zyklus aus den 50er Jahren, der mit einer weitgehend festen Besetzung (Maria Callas, Giuseppe di Stefano, Tito Gobbi und Tullio Serafin am Pult) aufgenommen wurde und von dem einige Einspielungen bis heute zu Recht als unerreich gelten. Das Trio Callas - di Stefano - Gobbi sorgte für unvergessliche Vorstellungen auf der Bühne und auf Tonträger. Maria Callas sang die Gilda nur ein einziges Mal auf der Bühne, nämlich 1952 in ihrer mexikanischen Saison. Sie war mit ihrer Leistung unzufrieden und verzichtete von da ab auf Auftritte in dieser Rolle. Zu schade. Was ihr an partiebezogener Bühnenerfahrung fehlt, macht sie jedoch mit ihrem bekannten Gestaltungsgenie wett. Die Frau, die eine fulminante Tosca war, eine geradezu monströse Medea, eine unwiederbringliche Violetta, verwandelt sich hier in ein naives junges Mädchen, das nichts kennt als ihren Vater und den Kirchgang, das verführt wird von einem vermeintlichen Studenten, von ihm entehrt und verlassen wird, und das sich schließlich für ihn opfert. Maria Callas zeigt sich hier auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Bühnenkunst, ohne überhaupt auf der Bühne zu stehen, ist durchgehend glaubhaft und singt hervorragend. 1955 zeigte ihre Stimme bereits erste Verschleißerscheinungen. Diese Schwäche verschwindet in dieser Aufnahme vollkommen, kein scharfer Ton rutscht ihr heraus. Auch ihre irritierende Neigung, einige Vokale in ein kehliges "U" zu verwandeln, vermeidet sie völlig. Die Referenz - Gilda. Eine ebenso hervorragende Leistung gelingt dem Rigoletto Tito Gobbi. Er galt für lange Zeit (bis Piero Cappuccilli kam) als Idealbesetzung für die Rolle und in dieser Aufnahme setzt er sich selbst ein Denkmal. Darstellerisch steht er der Gestaltungskunst Maria Callas' in nichts nach, die Vater - Tochter - Szenen sind Sternstunden von Zusammenspiel und Harmonie der Stimmen, sein Ausbruch gegenüber den herzlosen Entführern ist fulminant und bewegend. Gobbi verfügte über eine große und doch sehr schlanke, modulationsfähige Stimme mit breiter emotionaler Ausdruckskraft. Bei den Spitzentönen mußte er immer etwas forcieren, was den Gesamteindruck jedoch in keiner Weise negativ beeinträchtigt. Gobbi ist stimmlich wie schauspielerisch der überzeugendste Rigoletto, den ich kenne. Auch Giuseppe di Stefano als Herzog von Mantua macht fast vollends glücklich. Leider nur fast. Er hatte zwar die perfekte Belcanto - Stimme, die für diese Partie nötig ist, jedoch auch eine sehr kraftraubende, unökonomische Stimmführung, die zum Zeitpunkt der Aufnahme schon ein wenig Schaden angerichtet hatte. Zudem war er nie ein "Ritter des hohen C", so daß die Spitzentöne ihm merklich Anstrengung kosten. Auch darstellerisch verliert er gegenüber Callas und Gobbi etwas an Profil, verläßt sich auf die Strahlkraft seiner Stimme. Insgesamt ist er zwar ein recht überzeugender Macho - Herzog, doch fehlt ihm das Quäntchen Laszivität, das Alfredo Kraus und vor allem der junge Pavarotti hatten. Ausgezeichnet besetzt sind die Nebenrollen, etwa der damals führende italienische Baß Nicola Zaccaria als Sparafucile und Adriana Lazzarini als Maddalena. Das restliche Ensemble setzt sich aus aufeinander eingespielten Scala - Mitgliedern zusammen, wodurch optimale Homogenität entsteht. Am Pult steht Tullio Serafin, der große Mentor von Maria Callas, ein "Kapellmeister" alter Schule, der seinen Verdi verinnerlicht hat und sich selbst nie in den Vordergrund zu drängen versucht. Dafür leitet er das sonst etwas zu kreativem Chaos neigende Scala - Orchester mit großer Stringenz und viel Temperament. Eine uneingeschränkt empfehlenswerte Aufnahme, die noch immer keine Konkurrenz zu fürchten braucht. |
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Verdi: Un ballo in maschera (Gesamtaufnahme(ital.)) von Claudio Abbado, OtsmAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 10,93 Erscheinungsdatum: April 1998 |
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