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Best of Verdi von Domingo, Carreras, CaballeAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,40 Erscheinungsdatum: Mai 2002 |
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ProduktbeschreibungBEST OF VERDI |
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Great Recordings Of The Century - Verdi (Don Carlos) von Giuseppe VerdiAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 25,75 Erscheinungsdatum: Juli 2000 |
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ProduktbeschreibungDON CARLOS Aus der Amazon.de-RedaktionVerdis Don Carlos nach dem gleichnamigen dramatischen Gedicht von Friedrich Schiller stellt einen weiteren Meilenstein in Verdis aufsteigender Entwicklung als Musikdramatiker dar. Die Vater-Sohn-Tragödie um jenen grausamen inquisitorischen König Philipp II. und seinem Sohn, dem unglücklichen Infanten Don Carlos, vermochte Verdi ungemein ergreifend in Töne zu setzen -- ein Meisterwerk der Dramatik, Charakterzeichnung und der Musik! Bereits 1958 hatte Carlo Maria Giulini mit seiner Version des Don Carlos einen fulminanten Einstand an Covent Garden gefeiert. 13 Jahre später, 1971, folgte diese allerorts hochgelobte Aufnahme, die 1986 digital bearbeitet wurde und als Referenzaufnahme betrachtet werden kann. Sie zeigt fast alle Beteiligten auf dem Höhepunkt ihrer Kunst: Selten hat man Montserrat Caballé wieder so schön singen hören. Ihr Portrait der Elisabetta, der Gemahlin des Königs, schwankt zwischen Strenge und Traurigkeit und ist von so ergreifender Anmut, dass einem das Herz bricht. Feinste Charakterzeichung der leidenschaftlichen Prinzessin Eboli liefert auch Shirley Verrett, die souverän auf der Klaviatur der Gefühle -- einerseits zarte Liebe, andererseits unversöhnlicher Hass -- zu spielen weiß. Mit jugendlichem Übermut geht Placido Domingo die Rolle des Don Carlos an. Seine Darstellung des schwachen dann wieder -- besonders vor seiner Stiefmutter -- fast hysterisch heroisch auftrumpfendem Infanten ist voller Emphase. Etwas mehr Gewicht indes wünschte man sich von Ruggero Raimondi als Philipp II. und von Sherill Milnes als Rodrigo. Mit der für ihn so charakteristischen musikalischen Noblesse führt Giulini seine Musiker und hilft ihnen die körperlichen, seelischen und geistigen Anforderungen der Partitur zu bewältigen. Ferner beeindruckt er durch ein ebenso schlüssiges wie in sich geschlossenes Konzept. Ein Meisterwerk in Händen eines Meisterdirigenten! --Teresa Pieschacón Raphael |
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La Bohème (NTSC)
DVD von Universal/Music/DVD |
Aus der Amazon.de-RedaktionDie Geschichte von Puccinis La Bohème ist so schlicht wie sentimental: Scheue, redliche aber todkranke Blumenstickerin liebt im kalten Winter von Paris um 1830 einen launigen bitterarmen Poeten, der sein Dasein mit Liebeleien fristet und sich nicht ganz entscheiden kann. Doch das, was der Regisseur Franco Zefirelli und Herbert von Karajan 1965 in Mailand aus der tragischen Liebesgeschichte von Mimi und Rodolfo machen, ist ergreifendes Opernkino. Zefirelli nutzt alle Möglichkeiten, die ihm das Medium Film bietet; all die Erfahrungen, die er einst als Assistent so bedeutender Regisseure wie Visconti, de Sica und Rossellini sammelte, kommen ihm hier zugute. Dabei hält er sich streng an die Partitur. Seine Bilder vermeiden Klischees und begeistern durch visuelle Eindringlichkeit und psychologische Feinfühligkeit. Und so zeichnet er das Bohemienleben im Pariser Quartier Latin nicht als ein verführerisches Dasein vom freien Hier und Heute. Es die nackte Not, die existentiellen Ängste seiner Figuren, die ihn interessieren. Etwa im dritten Bild, als die verzweifelte Mimi an einem trüben Wintermorgen den Maler Marcello aufsucht und ihm anvertraut, dass Rodolfo sie verlassen habe. Der Kritiker Claudio Sartori beschrieb die Szene, die quasi das Symbol für die Trostlosigkeit von Mimis Situation ist, mit den Worten: "Die Bühne zeigt nur eine breite Allee, einsam im Zwielicht der Morgendämmerung, das der stetig fallende noch trüber erscheinen lässt. Der Gasthof und die anderen Häuser sind kaum zu erkennen, alles versinkt in Nebelschleiern. Die Zöllner, die Milchverkäuferinnen und andere Nebenfiguren halten sich im Hintergrund, auch sie nur Schatten, ihre Stimmen gedämpft". Das Ganze geht natürlich nur mit guten Sänger-Darstellern. Karajan/Zefirelli bewiesen dabei eine glückliche Hand, besonders mit Mirella Freni. Mit ihren ausdrucksvollen großen Augen und ihren zarten Bewegungen nimmt man ihr sofort ein schwindsüchtiges, dem Tode geweihtes junges Mädchen ab. In ihre Stimme und ihren Gesichtsausdruck legt sie all ihre traurige Zärtlichkeit und ihre Leidensfähigkeit, die gekoppelt ist mit einer aus der Glut der Liebe stark aufkeimenden Hoffnung. Vor allem betören ihr zartes Hinübergleiten von einem Ton zum anderen und ihre im Pianissimo ausgehauchten Melodielinien. Jeder Belcanto-Fan gerät hier in Ekstase, besonders dann, wenn Mimi und Rodolfo (Gianni Raimondi) das hohe C gegen Ende des ersten Aufzuges anstimmen. Und da ist noch die suggestive Schluss- und Sterbeszene, bei der kein Taschentuch trocken bleibt. Das fulminante Klangbild dazu liefern der Chor und das Orchester der Mailänder Scala unter der Leitung von Herbert von Karajan. Kurzum: Eine Bohème, die bis in die kleinsten Nebenrollen glänzend besetzt ist: eine Sternstunde der Opernverfilmung! --Teresa Pieschacón Raphael 4 Kundenrezensionen:Alles stimmt 5 von 5 PunktenKarajan hatte immer ein Händchen für Sänger.Im Gegensatz zu manchen anderen Dirigenten kann man selten irgendwelche Bedenken gegen die Sänger vorbringen.Mirella Freni war ohnehin über lange Zeit "DIE" Mimi. Gianni Raimondi stand nicht ganz in der ersten Reihe der Tenöre, war aber zu Zeit der Aufnahme ( 1965) einen der führenden Tenöre.Zitat: "Es entwickelte sich nun eine weltweite Karriere; seit 1959 gab er vielfach Gastspiele an der Staatsoper von Wien, seit 1960 an der Münchner Staatsoper. 1969-77 zu Gast an der Staatsoper von Hamburg. 1959 war er in Nordamerika sehr erfolgreich. 1965 Debüt an der Metropolitan Oper New York als Edgardo in »Lucia di Lammermoor«. An diesem Haus sang er bis 1969, u.a. auch den Cavaradossi in »Tosca« und den Faust von Gounod. Er gastierte am Moskauer Bolschoj Theater, an den Opern von Rio de Janeiro, Mexico City, Chicago und Dallas, an den beiden großen Opernhäusern von Paris, der Grand Opéra und der Opéra-Comique, am Teatro San Carlos Lissabon, in Genf, Zürich (1977 als Alfredo) und Helsinki, bei den Festspielen von Edinburgh, Glyndebourne und Florenz. Hatte er ursprünglich mit Vorliebe die lyrischen Partien in Opern von Donizetti und Verdi vorgetragen, so fügte er später schwerere dramatische Rollen in sein Repertoire ein.Kraftvolle, strahlende, gleichzeitig aber ausdrucksschöne Tenorstimme." Auch die anderen Partien sind mit hochkarätigen Sängern besetzt. Zeffirelli insceniert naturalistisch. Er bebildert die Geschichte. Er hat dies mehrfach, auch auf DVD erhältlich, getan. Sein Zugang verstört niemanden. Es ist grosse italienische Oper und als solche insceniert Zefirelli sie auch. Zeffirelli ist,schon durch seinen Namen, tief mit der Oper verbunden. Zitat:"Als unehelicher Sohn konnte ich den Namen meines Vaters nicht annehmen; uneheliche Kinder bekamen einen Namen nach dem Alphabet zugeteilt. Als ich an der Reihe war, bekam ich das Z. Da meine Mutter Mozarts Zeffiretti Arie (Aus "Cosi Fan Tutte") sehr mochte, nannte sie mich Zeffiretti, aber der Beamte schrieb Zeffirelli - und vergaß dabei die T-Striche-; so ist mein Name entstanden. Wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch auf der Welt mit diesem Namen." Seine Inscenierung zielt auf grosse Gefühle und die sind auch nach über vierzig Jahren noch hervorrufbar. Musikalisch einwandfrei 3 von 5 PunktenMusikalische und szenische Spitzenleistung ! Vor allem Mirella Freni, ihr merkt man die noch junge geschmeidige Stimme an, im Gegensatz zu der späteren Aufnahme mit Luciano Pavarotti. Leider läßt die DVD-Qualität sehr zu wünschen übrig, da sind neuere Aufnahmen wesentlich ansprechender. Die legendäre Boheme der Scala und Wiener Staatsoper 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme wird eigentlich nie alt werden. Mirella Freni ist einfach die Stickerin mit dem eiskalten Händchen und Raimondi als Rudolfo ist auch heute noch unvergessen. Die Inszenierung stimmt eigentlich für immer - nun H.v. Karajan hat sich nicht für unmögliche "Regie - Verbrechen" der heutigen Zeit hergegeben. Alle Darsteller sind rollendeckend. Die Musette ist eine Frau die weiß was sie will und berührend in der Muff - Szene. Auch beim 3. Akt vor dem Tor bei den Zollbeamten spürt man die Kälte des Winters und nahen Tod der Mimi. Eine traumhafte Inszenierung von Zefirelli, die alle Inszenierungen überdauern wird. ein Erlebnis! 5 von 5 PunktenDiese Verfilmung ist in jeder Hinsicht ein Genuss. Die Inszenierung von Zefirelli schafft eindringliche Bilder (z.B. dritter Akt), die einen schnell gefangennehmen. In diesen agieren die Interpreten sowohl stimmlich als auch darstellerisch sehr überzeugend. An Erster Stelle Mirella Freni, hier noch ganz am Anfang ihrer Karriere, die leidende und innig liebende Mimi absolut überzeugend verkörpert. Ihr Partner Gianni Raimonde überzeugt ebenfalls in Gesang und darstellung. Diese Kombination braucht sich vor dem "Traumpaar" Freni/Pavarotti (CD-Aufnahme) nicht zu verstecken! Ebenfalls bemerkenswert ist Adriana Martino in der Rolle der Musetta. Ihre Darstellung der mal lebensfrohen und launischen, mal mitfühlenden Frau überzeugt in jeder Sekunde. Auch die anderen Darstellen sind als absolut hochkarätig zu bezeichnen. Trotz ihres Alters (Aufnahmedatum 1965) ist die Tonqualität dieser Aufnahme recht gut - auch wenn sie natürlich nicht an die Klangfülle moderner Aufnahmetechnik herankommt. Fazit: Wer sich diese Oper als DVD zulegen möchte kommt an der Aufnahme der Deutschen Grammophon nicht vorbei. |
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Verdi: Messa Da Requiem von Leonard Bernstein, LsoAudio CD von Sony Class (Sony BMG)Preis bei Amazon: EUR 11,95, Angebote ab EUR 6,84 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juli 2004 |
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ProduktbeschreibungMESSA DI REQUIEM Eine Kundenrezension:Strudel zum Jüngsten Gericht 3 von 5 PunktenLeonard Bernsteins Einspielungen von Werken Verdis kann man an einer Hand abzählen. Eine der wenigen Aufnahmen entstammt den 70er Jahren, in denen der Dirigent eng mit dem London Symphony Orchestra zusammen arbeitete. Die vorliegende Einspielung versammelt neben dem Orchester und dem zugehörigen London Symphony Chorus vier namhafte Solisten der Zeit, und zwar Martina Arroyo, Josephine Veasey, Placido Domingo und Ruggiero Raimondi. Und doch: Trotz der versammelten Spitzenkräften kam eine Aufnahme heraus, die - wenngleich an vielen Stellen schön - in ihrer Gesamtheit nicht in allen Punkten überzeugen kann. So sind die großen Chöre zwar durchaus von stimmlicher und orchestraler Wucht und zusätzlich so gut ausgesteuert, dass man das Geflecht der einzelnen Stimmgruppen gut verfolgen kann (auch im doppelchöigen "Sanctus"), dafür bringen nicht alle Solisten das Maß an technischer und gestalterischer Leistung, das man gewöhnt ist. Sicher, der junge Domingo singt bisweilen mit Kopfstimme ein herrlich knabenhaftes Piano ("Hostias"), dafür wirkt er an anderer Stelle immer wieder angestrengt und ergeht sich in etwas abstruser Tongebung ("Lux aeterna"). Schlicht uninspiriert gibt sich die sonst grundsolide Verdi-Sängerin Martina Arroyo, deren recht harte und kaum gestaltete, die dynamischen Möglichkeiten der Partie bisweilen völlig ignorierende Darstellung wenig Hörgenuss bietet. Glänzend präsentiert sich Mezzo Josephine Veasey, deren stimmliche Kraft und interpretativen Willen man ebenso positiv hervorheben muss wie die Leistung Raimondis, die ebenfalls überzeugt. Und Bernsteins Anlage? Nun, der gesamten Interpretation liegt eine geradezu getriebene, düstere Grundstimmung unter, die wenig Raum zur Ausformung der langen Belcantopassagen bietet, was bisweilen schlicht schade ist. Stattdessen geht es bei Bernstein immer mit Druck vorwärts, irgendwo lauert immer der nächste "Dies irae"-Ausbruch, der deutlich macht, dass die schönen Melodien nicht von Dauer sind und sich der Mensch/der Hörer sich in einem unaufhaltsamen Studel zum Jüngsten Gericht befindet. Und so ist auch der an sich eher versöhnlich-kontemplative Schluss mit dem in der Regel lang, hier jedoch nur verhältnismäßig kurz ausgehaltenen "Libera me" hier nur wenig tröstlich. |
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Stabat Mater von Ricciarelli, Raimondi, Valentini, Giulini, PolAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,60 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 2007 |
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Eine Kundenrezension:Nahe der Vollendung 4 von 5 PunktenCarlo Maria Giulini (1914-2005) war der "Grand Old Man" unter den italienischen Dirigenten, ein zugleich begnadeter und bescheidener Künstler. Viele seiner Interpretationen werden noch über Jahre geschmackbildend wirken. So auch das Stabat Mater von Gioacchino Rossini, welches er 1981/82 in der Londoner Watford Town Hall mit ersten Kräften aufgezeichnet hat. Die musikalische Gestaltung der großartigen Sequenz zum Fest der Schmerzen Mariä ist von untadeliger Geschlossenheit und kommt der Vollendung nahe wie kaum eine andere Einspielung. Das ist in erster Linie das Werk des Dirigenten, der zur sakralen Musik einen ganz besonderen Zugang hatte, wie auch einige andere vom ihm hinterlassene Aufnahmen, z.B. Beethovens Missa Solemnis und Verdis Requiem (beide EMI) eindrucksvoll belegen. Mit ruhiger Abgeklärtheit geht er an Rossinis Vertonung heran, er benötigt elf Minuten mehr als z.B. Kertész in der älteren Decca-Produktion, aber nirgends kommt das Gefühl von Trägheit oder Langatmigkeit auf. Zudem stand Giulini ein erlesenes Sängerquartett zur Verfügung, das lediglich in Katia Ricciarelli einen nennenswerten Schwachpunkt aufzuweisen hat, was ein Vergleich mit Montserrat Caballés himmlischer Darstellung des "Inflammatus et accensus" (RCA) besonders deutlich macht. Ihr doch recht scharfes Vibrato macht sich hier und da störend bemerkbar, aber aufs Ganze gesehen sollte man dieses kleine Manko nicht überbewerten. Weitaus besser gefällt mir Lucia Valentini Terrani (Mezzosopran), die eine runde Leistung bietet. Besonders hervorheben möchte ich den sonst recht unbekannten Dalmacio Gonzalez, der für mich die überzeugendste Leistung auf dieser CD abliefert. Er setzt seine herrliche, biegsame Tenorstimme mit viel Geschmack und Einfühlungsvermögen ein, und ich ziehe ihn deutlich Luciano Pavarotti (bei Kertész, Decca) vor. Wenn ich von Jussi Björling einmal absehe, habe ich nie das "Cujus animam gementem" in solcher Vollendung gehört. Eine wirkliche Entdeckung! Ruggero Raimondi ist uns von der Oper aus vielen Gesamtaufnahmen in guter Erinnerung. Auch hier setzt er seinen profunden Baß mit großem Engagement ein, und trotzdem habe ich ein wenig das Gefühl, daß dieses sakrale Stück nicht ganz auf seiner Wellenlänge liegt. Es wäre aber unangemessen, sich hier an einigen nicht ganz überzeugenden Details ersthaft zu stoßen. Der von Heinz Mende fabelhaft einstudierte Philharmonia Chorus singt textdeutlich und mit vollem Einsatz, und das berühmte Londoner Philharmonia Orchestra beweist ein weiteres Mal, daß es zu den besten Orchestern der Welt zu zählen ist. Die außergewöhnliche Leistung des Dirigenten habe ich weiter oben bereits gebührend hervorgehoben, und so ist hier eine wunderbare Aufnahme entstanden, die denen von Kertész (Decca) und Muti (EMI) in jeder Hinsicht überlegen ist. Lediglich die alte Fricsay-Produktion (DGG, mono) wäre ihr künstlerisch an die Seite zu stellen, kann aber klanglich nicht mithalten. Klanglich ist Giulinis Digitalaufnahme von überrumpelnder Brillanz. Alle musikalischen Parameter sind vollkommen naturgetreu wiedergegeben. Ein schönes Textbuch liegt ebenfalls bei, es enthält neben einer guten Werkeinführung von Dr. Bruno Cagli auch den vollständigen lateinischen Text mit dreisprachiger Übersetzung. |
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Geistliche Chorwerke von Pavarotti, Freni, Lorengar, Sotin, RaimondiAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 10,52 Erscheinungsdatum: Februar 1998 |
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Puccini, Giacomo - Popular Puccini (3 DVDs)DVD von Universal/Music/DVDPreis bei Amazon: EUR 38,95, Angebote ab EUR 21,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 2008 |
Eine Kundenrezension:Seh-und Hörgenuss 5 von 5 PunktenPuccini hat ein Gedenkjahr . Das muss gefeiert werden. Das wird gefeiert. Mit dieser Box dreier populärer Opern in üppigen Inscenierungen mit hochkarätigen Künstlern. Regietheater findet andernorts statt. Aber Ponelle verstand es immer, die Personen gut zu deuten. "Ergreifende Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle. Auf der Besetzungsliste stehen in dieser Produktion so große Namen wie Mirella Freni, Plácido Domingo und Christa Ludwig. unter der Leitung von Herbert von Karajan." Oder Bohème mit Karajan, Freni, Raimondi. "Unter den DVDs sind vor allem die Opernproduktionen zu empfehlen, die in jeder Hinsicht zeitlos sind; darunter "La Bohème", "Madame Butterfly" und die beiden Einakter "Cavalleria Rusticana" und "Bajazzo".meint ein Musikfreund. Denkt man an die aktuelle Verfilmung von Dornheim, sehnt man sich fast nach dieser Inscenierung zurück- nicht nur wegen der Stimmen. Die Tosca schliesslich: "Bei der Tosca-Produktion von 1976 handelt es sich um eine genuine, in sich absolut stimmige Outdoor-Verfilmung. Die Musikaufnahmen mit Raina Kabaivanska, dem strahlend jungen Plácido Domingo und Sherrill Milness in den Hauptrollen entstanden in London. Der Film in der Regie von Gianfranco de Bosio wurde hingegen an den Originalschauplätzen in Rom gedreht: In der Kirche SantAndrea della Valle, im Palazzo Farnese und in der Engelsburg am frühen Morgen. Am Schluss springt die Tosca tatsächlich von der Zinne in die Tiefe. Abgesehen von ihrer authentischen Wirkung hat diese Inszenierung, die auf alle Opernmätzchen verzichtet, auch den Vorteil, dass nach Toscas Vissi d arte das obligate Brava!-Geblök des Publikums entfällt und man sich ganz auf die Musik und das Geschehen konzentrieren kann." Mit diesen drei high-lights bekommt man zu einem sehr günstigen Preis drei der grossen Opern Puccinis und der Operngeschichte überhaupt. Wer es nicht hat, sich interessiert, zugreifen ! |
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Tosca
DVD von Naxos Deutschland GmbH |
ProduktbeschreibungSchon 1964 plante man einen Tosca-Film mit Maria Callas, für den aber nur der Soundtrack zustande kam. 1992 erschien dann die etwas umstrittene "Reality"-Übertragung der Tosca an Originalschauplätzen, die zu den "Originalzeiten" der Handlung im Fernsehen lief. Die Sensibilität, mit der Jacquot den "Krimi Tosca" verfilmte, sucht jedoch seinesgleichen. Ihm gelang der Balance-Akt zwischen einer modernen Verfilmung eines historischen Krimis und einer Opernaufführung. Mit dem "Opern-Traumpaar" unserer Tage, dem Ehepaar Angela Gheorghiu und Roberto Alagna in den beiden Hauptpartien der Tosca und des Cavaradossi, sowie mit Ruggero Raimondi als Scarpia, hatte Jacquot natürlich drei Weltklasse-Sänger zur Verfügung, die darüber hinaus über hervorragende schauspielerische Fähigkeiten verfügen. Das erlaubt dem Regisseur, Großaufnahmen der Sänger zu filmen Es ist bemerkenswert, daß er die drei Protagonisten in aller Ruhe und Schlichtheit ihre Arien singen und gestalten läßt ohne den musikalischen Fluß durch filmische "Mätzchen" zu stören. Jacquot setzt zahlreiche stilistische Mittel ein, die durchaus neu sind und eine eigene Handschrift tragen. So läßt er die Sänger zum Beispiel manche vertonte Textstellen vor oder nach der Musik noch einmal oder bei "a parte" zur Seite gesungenen Passagen mit geschlossenem Mund agieren. Ein auf der Opernbühne nicht machbarer Kunstgriff, der aber auch hier wieder so eingesetzt wird, daß er nicht verwirrt oder stört, sondern strukturiert, interpretiert und damit erklärt. Zunächst überraschen die Unterbrechungen der Opernhandlung durch Bilder aus dem Aufnahme-Studio in Schwarz-Weiß und durch gelegentlichen Außenaufnahmen der Schauplätze der Handlung in grobkörniger Farbe, die auf das Ambiente der Handlung einstimmen. Aber vor ... 5 Kundenrezensionen:Was hat das mit Oper zu tun? 1 von 5 PunktenDiese mehr als berechtigte Frage meines Vorgängers Heinz Schneider "hines1" möchte ich wie folgt beantworten: Ganz und gar nichts! Immer wieder wird der zumeist tragische Versuch unternommen, der breiten Öffentlichkeit mit sogenannten "populären" Opernverfilmungen das Genre der Oper nahe zu bringen. Zuweilen hat man dabei den Eindruck, dass die "Popularität" solcher Versuche darin besteht, dass die Regisseure oder Produzenten mit der Art ihrer Produktion oder Inszenierung das Publikum für dümmer halten als es ist. So - wie hier in dieser Verfilmung - verfällt die eigentlich durch eine einfach natürliche Darstellung entstehende zwischenmenschliche Dramatik in affektiertes Getue. Ich schließe mich daher der gesamten negativen Kritik in den anderen Rezensionen zu diesem Punkte an. Musikalisch ist diese Inszenierung ebenfalls nicht zu empfehlen. Die entsprechend negativen Rezensionen hierzu sind treffend formuliert, sodass hier nichts hinzu zu fügen ist. Insgesamt ist daher folgendes zu empfehlen: Kaufen Sie sich besser eine Musikaufnahme auf CD nach ihrem Geschmack und stellen Sie sich alles weitere beim Lesen des Librettos (Textbuches) mit ihrer eigenen Phantasie selber vor. So werden Sie nicht nur sich selbst sondern auch dem Werk des Künstlers - in diesem Falle Puccini -gerecht. Sensationelle Ästhetik - furiose Akteure 5 von 5 PunktenDiese Produktion ist einfach phantastisch! Stimmlich wie darstellerisch erstklassik besetzt, eine großartige Orchesterleistung und eine filmische Umsetzung, ästhetisch wie kameratechnisch absolut auf der Höhe der Zeit. Die Voraufzeichnung der Tonspur verhindert das live unvermeidliche grimassieren - bei den extremen Naheinstellungen schlicht unverzichtbar. Erspart bleibt uns - dank eines guten Regieeinfalles - auch ein peinlicher Flug von der Engelsburg (an alle Konservativen: Keine Panik - sie springt schon wie vorgesehen). Eine "Tosca" die gerade Operneinsteigern und erklärten Nicht-Tosca-Fans (bin ich eigentlich auch) uneingeschränkt zu empfehlen ist. Fast perfekt 4 von 5 PunktenEinziger Schwachpunkt dieses Films ist Roberto Alagna. Ich habe oft den Eindruck, daß er mangelnde sängerische Gestaltungsfähigekeit unter heftigen Schluchzern verstecken möchte. Aber das fällt hier gar nicht mal so negativ ins Gewicht. Schlimmer ist, daß Alagna einfach ein schlechter Schauspieler ist. Im Opernhaus macht es einem nicht soviel aus (jedenfalls nicht im zweiten Rang), aber einem Sänger in Nahaufnahme beim Durchexerzieren seines sehr beschränkten mimischen Repertoires zu beobachten und miterleben zu müssen, wie sich seine Lippen dann nicht einmal synchron zum Klang bewegen: das macht keinen Spaß. Im übrigen aber schließe ich mich allen Lobhudeleien in den unten stehenden Rezensionen voll an: Pappano dirigiert wie gewohnt nicht sonderlich innovativ, aber handwerklich gut. Bei Ruggero Raimondis Auftritten glaubt man, daß Böse in Person vor sich zu haben. Und Angela Gheorghiu schließlich ist die beste Tosca, die ich mir derzeit vorstellen kann. Die Regie inszeniert streng am Text entlang. Den wahrscheinlich als spritzig gedachten Einfall, ganz am Anfang, ganz am Ende und zwischendurch mal von der Filmhandlung ins Aufnahmestudio zu switchen, hätte sich der Regisseur mangels Mehrwert schenken können. Der Film hat solche Mätzchen auch gar nicht nötig, denn die Atmosphäre ist hervorragend eingefangen. Fazit: Weggucken, wenn Algna der Kamera zu nahe kommt, aber ansonsten: ein hochspannender Erotikthriller. Ton 3 von 5 PunktenIch habe schon vor einiger Zeit die CD gekauft und war begeistert von der üppigen Ausstattung des Booklets und dem sehr guten Stereo-Klang. Umso gespannter war ich auf die DVD. Der DTS-Surround-Ton ist bezüglich des Orchesters nochmals um Klassen besser. Dolby Digital fällt dagegen - wie üblich - stark ab. Aber was hat man um Gottes Willen mit den Stimmen gemacht? Daß sie zeitweise arg asynchron sind, wurde schon gschrieben. Sie klingen aber in der DTS-Version auch so, als kämen sie aus einem Nebenraum. Daß einer so renommierten Firma wie EMI so etwas passieren konnte, verstehe ich nicht. Das Booklet ist - im Gegensatz zur CD-Ausgabe - auch recht mager ausgefallen. Ansonsten bin ich ein großer Tosca-Fan und würde Puccini alle Sterne des Weltalls für diese Oper geben. Die stimmlichen Leistungen der Akteure sind für mich über jeden Zweifel erhaben. "SCARPIA"-Oper in drei Akten von Giacomo Puccini!!! 5 von 5 PunktenDiese DVD gehört zweifellos zu den besten Opernverfilmungen der Welt. Bisher sah ich unter anderem Rosis "Carmen"-film, Ponnelles "Rigoletto" und andere, aber bei keiner saß ich so gebannt und fasziniert auf dem Sofa und lauschte andächtig den bezaubernden Klängen. Oft sagt man von Tosca, sie sei der Psycho-Thriller unter den Opern und genau so wurde sie hier auch verfilmt. Als Psycho-Thriller! Eine unglaubliche Spannung wird aufgebaut und die Idee der Handkamera, die die Aussenszenen, z.B Cavaradossis Landhaus, die Kirche von St. Andrea oder, den Palazzo Farnese von Aussen oder die gewaltige Engelsburg filmt, ist einfach genial. Die eigentlichen Handlungsorte (Kirche, Scarpias Zimmer, Engelsburg) wurden ins Dunkel verlegt. Wie Lichtflecke gibt es immer wieder Szenen, die gänzlich schwarz sind, so singt Scarpia zum Beispiel sein berühmtes TeDeum fast gänzlich von Schwärze gehüllt. Auch die Idee hin und wieder den Aufnahmesaal, den Dirigenten Pappano und die Sänger an ihren Mikrofonen zu sehen ist eine neuartige und gute Idee. Die Kostüme und Kulissen sind ebenfalls großartig. Nun zum Gesanglichen: Angela Gheorgina ist für mich die Tosca schlechthin. Sie schlägt sogar die brilliante Katia Ricciarelli um Längen. Außerdem habe ich noch nie eine hübschere Frau auf der Bühne gesehen (Fast wünscht man sich, dass sie sich dem Schuft Scarpia hingibt. Upps, entschuldigen Sie :-) Ihr schöner Sopran bewältigt die gesamte Partie serieus. Roberto Alagna, übrigens der Gatte von Angela Gheorgina (vielleicht wirkt die Liebe von Tosca und Cavaradossi deshalb so wirklich), singt einen munteren, lebensfreudigen Cavaradossi. Zwar habe ich den Eindruck, dass ihm die ernsten Stellen der Partitur einfach nicht so liegen und er wirkt einfach etwas deplaziert, aber er singt gut und bietet einen schönen Anblick. Sehr gute Leistung. Und nun zum gekrönten Star dieser DVD. Wer könnte den Scarpia besser singen als der einzigartige Bass-Bariton Ruggero Raimondi. Was für eine Stimme und vor allem, was für eine Studie des egoistischen Polizeichefs. Ein einziger Blick lässt den Zuschauer erschaudern und in der Folterungsszene wächst er an Stimme und Mimik wahrlich über sich hinaus. Edel und böse. Auch vom Aussehen gibt es keinen besseren für diese Rolle. Groß, hager, mit Hakennase und dem gewissen italienischem Scharm. Bravo, Maestro Raimondi. Auch die anderen Sänger (besonders Enrico Fissore als Mesner, Angelotti und Spoletta) sind sehr gut gewählt. Auch vom Äußeren her. Antonio Pappano dirigiert kraftvoll und mit System. Sehr gut. Auch für Opernneulinge unbedingt zu empfehlen. 10 von 10 Punkten für Inszenierung. 10 für Gesang 10 für Kostüme 10 für Dirigat 10 von 10 Punkten für überhaupt alles, was eine gute OpernDVD ausmacht!!! |
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Georges Bizet: Carmen (Oper) (Gesamtaufnahme) (3CD) von Georges Bizet, Lorin Maazel, Faith Esham, Lilian Watson, Gérard Garino, Jean-Philippe Lafont, John Paul BogartAudio CD von Erato (Warner)Preis bei Amazon: EUR 44,95, Angebote ab EUR 25,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 1990 |
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2 Kundenrezensionen:Votre toast, je peux vous le rendre!!! 5 von 5 PunktenSchon der film von Francesco Rosi ist absolut überwältigend. Doch auch ohne die pompösen Fernsehbilder, wirkt die die Musik äußerst ergreifend. Maazel dirigiert mit Leidenschaft und Schwung. Wie schon in der Carmenaufnahme mit Moffo und Corelli zeichnet er sich auch hier als führender Dirigent dieses Stückes aus. Sängerisch ist alles auf höchstem Niveau. Julia Migenes Johnsons Stimme ist vielleicht nicht besonders durchschlagend wie die einer Teresa Stratas, aber sie schafft es der Carmen das gewisse Etwas zu verleihen und so vor allem den komplizierten Charakter dieser Zigeunerin zu unterstreichen. Plácido Domingo ist sowieso einer der besten José's überhaupt. Seine Stimme mit dem dem markanten dunklen Timbre passt ausgezeichnet zu dem eifersüchtigen, gequälten Soldat. Ganz stark Ruggero Raimondis Escamillo. Obwohl er ein Bass ist schlägt er seine Baritonkollegen (Sherill Milnes, Piero Cappuccili) um Längen. Eine warme, verführerische Stimme lässt ihn arrogant, liebenswert und vor allem "gefährlich" wirken. Besser geht es auf keinen Fall. Eine von Raimondis ganz großen Studien. Esham singt eine anrührende Michaela. Außerdem ist auch noch das Schmugglerpaar mit Jean-Phillipe Lafont in der kleinen Rolle des Dancairo zu erwähnen. Die beste Aufnahme. 100 von 100 Punkten (vor allem Raimondi). Überwältigend 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme, für den Film von Rosi entstanden ist die beste Carmen, die man sich vorstellen kann. Beim Paar Migenes / Domingo knistert es förmlich und beide sind in sensationell guter Form. Ein Jammer, dass sie nie dieses Werk zusammen auf der Bühne singen konnten. Auch der Rest der Besetzung ist sehr gut. Absolut empfehlenswert, ein Traum für Ohr und Herz! |
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Die Sizilianische Vesper von VariousAudio CD von Rca Red Se (Sony BMG)Preis bei Amazon: EUR 28,95, Angebote ab EUR 14,89 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 1999 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionBei der I Vespri Siciliani handelt es sich um ein -- wenn man das überhaupt sagen kann -- unbekannteres Werk Giuseppe Verdis. Dabei entstand diese Oper in direkter Folge von Rigoletto, La Traviata und Il Trovatore und gilt als das Bindeglied zu seinem Spätwerk. Es gibt demnach auch eine vergleichsweise geringe Zahl von Einspielungen und um so erfreulicher ist es, dass es sich bei der hier vorgestellten Aufnahme um eine von besonders herausragender Qualität handelt. Zum einen hält sich die Inszenierung nämlich eng an Verdis Konzeption von fünf Akten, zum anderen ist allein die Interpretenliste ein Gütesiegel für sich, die Auszeichnungen mit dem Grand Prix du Disque oder dem Deutschen Schallplattenpreis dürften also nicht weiter verwundern. Bestimmt wird diese blitzschnelle Handlung, die während der sizilianischen Aufruhr gegen die französische Herrschaft im Jahr 1282 spielt, von der kräftigen und prachtvollen Stimme der Martina Arroyo als die Herzogin Elena und dem fulminanten Auftritt Placido Domingos, der den jungen Sizilianer Arrigo verkörpert, sowie dessen Gegenpart, der Gouverneur von Monforte, von Domingos langjährigem Partner Sherril Milnes gespielt. Mal selbstbewusst im Vordergrund stehend und mal zurückhaltend als Stütze dienend, trägt das New Philharmonia Orchestra unter der Leitung von James Levine die über dreistündige Handlung. Die über Jahre anhaltende Zusammenarbeit Levines mit Domingo hat immer wieder zu herausragenden Inszenierungen geführt, von denen neben dieser und einiger anderer in bester Klangqualität im Rahmen der RCA Opera Treasury-Reihe erschienen sind. --J. Schüring 2 Kundenrezensionen:Große Oper - große Stimmen 5 von 5 PunktenVerdis "Sizilianische Vesper" gab es lange Zeit nur in klanglich antiquierten Aufnahmen. Ich denke an Erich Kleibers Mitschnitt aus Florenz von 1951 mit Maria Callas und Boris Christoff oder die alte Aufnahme (1951) vom Hessischen Rundfunk, deutsch gesungen, mit u.a. Helge Rosvaenge, Heinrich Schlusnus und Otto von Rohr prominent besetzt, jedoch mit einer indiskutablen Elena. So war es 1973 überfällig, daß endlich die hier besprochene Gesamtaufnahme unter James Levine erschien. Gesanglich erstklassig, mit Martina Arroyo als Elena, Sherrill Milnes als Montfort und dem noch unverbrauchten Placido Domingo in der Rolle des Arrigo, schließlich dem wunderbaren Procida von Ruggero Raimondi, dazu völlig ungekürzt, ist dies ein Dokument, welches jeden Verdi-Liebhaber erfreuen muß. Alle Nebenrollen sind angemessen besetzt, der John Alldis Chor singt seinen Part gewohnt gut, und schließlich muß man James Levine attestieren, daß er das New Philharmonia Orchestra London souverän im Griff hat und Schönheiten aus der Partitur zutage fördert, die von den alten Aufnahmen einfach nicht wiedergegeben werden konnten. So ist mit dieser Einspielung einem Werk Gerechtigkeit widerfahren, welches lange Zeit im Schatten der fast zeitgleich entstandenen Traviata, Rigoletto und Troubadour stand. Die Präsentation ist ohne Fehl, so daß eine klare Empfehlung fällig ist. Eine wahre Vesper 5 von 5 PunktenGenerell finde ich es sehr schade, dass es nur so wenige "gute" Aufnahmen dieser herrlichen Operaufgenommen wurden. Um so mehr ist diese Aufnahme unter James Levine jedem Opernliebhaber und Opernsammler ans Herz zu legen. Aber auch der Operneinsteiger wird sich an der herrlichen Musik und den ausgezeichneten Stimmen zu erfreuen zu wissen. In den Hauptrollen: Vier internationale Stars der Opernbühne. Martina Arroyo (Elena), Sherill Milnes (Monforte), Ruggero Raimondi (Procida) und Plácido Domingo (Arrigo). Und alle sind sie unschlagbar. Arroyo mit ihrer herrlichen klaren Stimmfärbung, Milnes mit seinem unverwechselbaren metallischen Timbre, Raimondi's intelligenter, geschmeidiger Bass und Domingos jungendlicher, leuchtender Tenor machen diese Aufnahme zu einem einzigen Stimmenfest. Doch nicht nur in den Hauptrollen glänzen bekannte Sänger. Unter anderem in kleineren Rollen: James Morris, Richard van Allen, Maria Ewing. Die Klangqualität ist sehr gut und Levine führt das Orchester souverän durch die immense Partitur. |
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