... 
Produkt-Bild: Matthäus-Passion/Mauersberger

Matthäus-Passion/Mauersberger von Rudolf Mauersberger, Peter Schreier, Dresdner Kreuzchor, Erhard Mauersberger, Theo Adam, Hans-Joachim Rotzsch, Thomanerchor Leipzig

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 16,11

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Matthäus-Passion/Mauersberger

Tracks:

Disk 1
  • Chor: Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen (1. Teil)
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Da Jesus diese Rede vollendet hatte
  • Choral: Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Da versammelten sich die Hohenpriester - Chor: Ja nicht auf das Fest - Rezitativ...
  • Rezitativ: Du lieber Heiland du
  • Arie: Buß und Reu
  • Rezitativ (Evangelist, Judas): Da ging hin der Zwölfen einer
  • Arie: Blute nur, du liebes Herz
  • Rezitativ (Evangelist): Aber am ersten Tage der süßen Brot - Chor: Wo willst du, daß wir dir bereiten - Rezitativ ...
  • Choral: Ich bins, ich sollte büßen
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Er antwortete und sprach
  • Rezitativ: Wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt
  • Arie: Ich will dir mein Herze schenken
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten
  • Choral: Erkenne mich, mein Hüter
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus, Petrus): Petrus aber antwortete und sprach zu ihm
  • Choral: Ich will hier bei dir stehen
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hofe
  • Rezitativ: O Schmerz! hier zittert das gequälte Herz
  • Arie: Ich will bei meinem Jesu wachen
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Und ging hin ein wenig
  • Rezitativ: Der Heiland fällt vor seinem Vater nieder
  • Arie: Gerne will ich mich bequemen
Disk 2
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Und er kam zu seinen Jüngern
  • Choral: Was mein Gott will, das g'scheh allzeit
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus, Judas): Und er kam und fand sie aber schlafend
  • Arie: So ist mein Jesus nun gefangen - Chor: Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Und siehe, einer aus denen
  • O Mensch, bewein dein Sünde groß
  • Arie: Ach, nun ist mein Jesus hin (2. Teil)
  • Rezitativ (Evangelist): Die aber Jesum gegriffen hatten
  • Choral: Mir hat die Welt trüglich gericht'
  • Rezitativ (Evangelist, Hoherpriester - Caiaphas, Zeugen): Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten
  • Rezitativ: Mein Jesus schweigt zu falschen Lügen stille
  • Arie: Geduld
  • Rezitativ (Evangelist, Hoherpriester - Caiaphas, Jesus): Und der Hoherpriester antwortete - Chor: Er ist des Todes ...
  • Choral: Wer hat dich so geschlagen
  • Rezitativ (Evangelist, Magd): Petrus aber saß draußen im Palast - Chor: Wahrlich, du bist auch einer von denen - ...
  • Arie: Erbarme dich
  • Chorla: Bin ich gleich von dir gewichen
  • Rezitativ (Evangelist, Judas): Des Morgens aber hielten alle Hoherpriester - Chor: Was gehet uns das an? - Rezitativ ...
  • Arie: Gebt mir meinen Jesum wieder
  • Rezitativ (Evangelist, Pilatus): Sie hielten aber einen Rat
  • Choral: Befehl du deine Wege
Disk 3
  • Rezitativ (Evangelist, Pilatus): Auf das Fest aber hatte der Landpfleger Gewohnheit - Chor: Laß ihn kreuzigen
  • Choral: Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe
  • Rezitativ (Evangelist, Pilatus): Der Landpfleger sagte
  • Rezitativ: Er hat uns allen wohlgetan
  • Arie: Aus Liebe will mein Heiland sterben
  • Rezitativ (Evangelist): Sie schrieen aber noch mehr - Chor: Laß ihn kreuzigen - Rezitativ (Evangelist, Pilatus): ...
  • Rezitativ: Erbarm es Gott!
  • Arie: Können Tränen meiner Wangen
  • Rezitativ (Evangelist): Da nahmen die Kriegsknechte - Chor: Gegrüßet seist du, Judenkönig - Rezitativ (Evangelist): ...
  • Choral: O Haupt voll Blut und Wunden
  • Rezitativ (Evangelist): Und da sie ihn verspottet hatten
  • Rezitativ: Ja freilich will in uns das Fleisch und Blut
  • Arie: Komm, süßes Kreuz
  • Rezitativ (Evangelist): Und da sie an die Stätte kamen - Chor: Der du den Tempel Gottes zerbrichst - Rezitativ ...
  • Rezitativ: Ach Golgatha
  • Arie: Sehet, Jesus hat die Hand
  • Rezitativ (Evangelist, Jesus): Und von der sechsten Stunde an - Chor: Der rufet dem Elias - Rezitativ (Evangelist): ...
  • Choral: Wenn ich einmal soll scheiden
  • Rezitativ (Evangelist): Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß - Chor: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen - ..
  • Rezitativ: Am Abend, da es kühle war
  • Arie: Mache dich, mein Herze, rein
  • Rezitativ (Evangelist): Und Joseph nahm den Leib - Chor: Herr, wir haben gedacht - Rezitativ (Evangelist, Pilatus): ...
  • Rezitativ: Nun ist der Herr zur Ruh gebracht
  • Chor: Wir setzen uns mit Tränen nieder

Produktbeschreibung


MATTHÄUS-PASSION/MAUERSBERGER
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

"Musikalisches Hörspiel" mit Referenzcharakter
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Bei der vorliegenden Aufnahme handelt es sich um eine Einspielung in der ungebrochenen nicht historisierenden ostdeutschen Aufführungstradition bachscher Vokalwerke. Die Aufnahme entstand für das DDR Label Eterna. Aufnahmejahr ist 1970.
Zu dieser Zeit war der Markt noch nicht überflutet mit Einspielungen sog. authentischer Aufführungspraxis. Wer eine nicht historisierende Einspielung sucht kommt an dieser nicht vorbei. Hervorragende Solisten und Peter Schreier als Evangelist gestalten die Matthäuspassion zu einer spannenden Geschichte. Die Textverständlichkeit ist hervorragend. Rezitative Anteile sind räumlich im Klangbild verteilt, so dass man durchaus von einem musikalischen Hörspiel sprechen kann.
Ein wenig gewöhnungsbedürftig ist der Umstand, dass die Tontechniker um die doppelte Orchester-und Chorstruktur des Werkes deutlich hervorzuheben gelegentlich eine allzu scharfe rechts/links Trennung gewählt haben. Stereophonie und Matthäus Passion sind schon immer schwer ideal zu vereinen. Bei vielen Arien kommt die Begleitung aus einem Kanal und der Gesang aus dem anderen. Bei der jeweils nächsten Arie ist es umgekehrt. In unterschiedlicher Intensität wird der Klang auch in den luftigen Raum zwischen den Lautsprechern ausgebreitet. Auch wenn der ein oder andere Chor eine Gruppe ( Jünger, Priester, Volk etc.) darstellt, kommt der Klang oftmals nur unmittelbar aus dem rechten oder linken Lautsprecher. Das strengt beim hören etwas an und irritiert anfänglich. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch an die etwas antiquiert wirkende Abmischung. Nein, man merkt , dass die Tontechniker bewusst in die Aufführungsabsichten der Gebrüder Mauersberger einbezogen wurden. Denn letztendlich hat Bach die doppelte Besetzung nicht gewählt, um mehr Klangvolumen zu erzeugen, sondern um eine Art Dialogprinzip einzuführen.
Mehr als entschädigt wird man allerdings durch die Chöre und Choräle sowie jene Partien, an denen beide Orchester beteiligt sind, welche den gesamten Klangraum einnehmen. Die Chöre etc. setzen sich dadurch dramatisch von den Arien ab. Dies schafft Spannung und verstärkt den von mir beschriebenen "Hörspielcharakter". Unter allen anderen Aspekten betrachtet ist die Klangqualität hervorragend, denn man muss bedenken, die Aufnahme ist 38 Jahre alt. Interpretatorisch ist dies eine Referenzaufnahme. Wer gerne undogmatisch und vergleichend hört, der kommt um diese preisgünstige Einspielung nicht herum. Und zum Thema Knabenchöre sei gesagt, die Jungs hier singen, sie schreien nicht!
Die Aufmachung ist edel: Dreifach Digipack im Papp-Samtschuber mit silberner Beschriftung. Booklet in Deutsch und englisch.
Herausragende Interpretation
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Mit dieser Aufnahme der Mätthäus-Passion von Bach mit den Thomanern und dem Kreuzchor ist den Gebrüdern Mauersberger eine herausragende Interpretation dieses unvergleichlichen Meisterwerkes gelungen. Das Gwandhausorchester spielt nahezu perfekt, der Chor besticht durch eine reine Intonation und gewaltigem Ausdruck bei den Chorälen. Die Soli sind mit Schreier, Adam und co hervorragend besetzt und sind durchweg von ergreifender Schönheit. Jeder der die Matthäuspassion kennt, wird wissen, dass die Schönheit dieses Werkes schier unbeschreiblich ist. Die vorliegende Aufnahme ist nicht nur musikalische sehr gut, sondern steht auch in einem vernünftigen Preis - Leistungs Verhältnis. Viel Freude beim Höhren.
Mauersberger; Stolte: Burmeister; für Bach SEHR geeignet
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kann mann Annelies Burmeiser der Aria "Erbarme dich, mein Gott" oder Adele Stolte der Aria "Du lieber Heiland Du" singen hören ohne tief, bis zu Tränen, gerührt zu werden? Auch das ruhige Tempo dieser Ausführung kommt der Gefühlstiefe sehr zugute, und macht das hören dieser Aufnahme fast ein Religiöse Erfahrung, wie es selbstverständlich auch gemeint ist! Dieser vorzügliche Ausführubng zeigt, dass der "Matthaus" doch gewiss sehr ruhig ausgeführt werden soll. Dieser Aufnahme ist Balsam für die Seele! Musik mit echter Weihe.
Ausgezeichnete Interpretation, Aufnahme und Verarbeitung
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Diese Version des Matthäus-Oratoriums ist die beste, die mir je begegnet ist. Die Stimmen sind klar und verständlich, die Instrumente sind nicht zu laut, kein Sopran, der die Ohren zum bluten bringt, anstatt sie mit schönen Tönen zu erfreuen.
Auch die Tempi sind passend gewählt, nicht zu schnell und meist auch nicht zu langsam.
Auch die Aufnahme ist sauber, ohne störende Geräusche und mit brillianten Höhen und schönen Tiefen.
Was noch positiv zu erwähnen wäre, ist die ausgesprochen hübsche Verpackung mit aufwendigem Stoffbezug und Silberprägung sowie ausführlichem Libretto und hübsch gestalteter Box.
Auch für die Augen schön...
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Musikalisch 1A - was erwartet man sonst von Rudolf Mauersberger, Hans-Joachim Rotzsch und Peter Schreier mit den Kruzianern.
Nicht nur für die Ohren, sondern auch für die Augen ist dieser CD-Box-Set wunderschön! Die samtartige Schachtel, schöne Passionsbilder auf dem CD-Box, etc.
Ich bin so glücklich, dass ich heute dieses CD-Set in der Hand halte und die Musik höre.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Musik zur Weihnachtszeit

Musik zur Weihnachtszeit von P. Schreier, Thomanerchor Leip.

Audio CD von Corona Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 2,95, Angebote ab EUR 1,35

Erscheinungsdatum: November 1997
Zoom ± Produkt-Bild: Musik zur Weihnachtszeit

Tracks:

  • Jauchzet, frohlocket
  • Hosianna dem Sohne Davids
  • Largo
  • Frohe Hirten, eilt, ach eilet
  • Herbei, o ihr Gläubigen
  • Laßt uns das Kindlein wiegen
  • Vom Himmel hoch
  • Still, still, still
  • O Freude über Freud'
  • 2. Adagio
  • Joseph, lieber Joseph mein
  • Schließe, mein Herz, dies selige Wunder
  • Übers Gebirg Maria geht
  • Hodie Christus natus est
  • Großer Herr und starker König
  • Maria durch ein Dornwald ging
  • Freut euch, ihr lieben Christen
  • Sinfonia
  • In dulci jubilo
  • Der Engel sprach zu den Hirten
  • Herrscher des Himmels

Produkt-Bild: Jauchzet, Frohlocket!Geistliche

Jauchzet, Frohlocket!Geistliche von Dresdner Kreuzchor, M. Flämig

Audio CD von Art (edel)
Preis bei Amazon: EUR 3,95, Angebote ab EUR 3,35

Erscheinungsdatum: März 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Jauchzet, Frohlocket!Geistliche

Tracks:

  • Chor: Jauchzet und frohlocket
  • Arioso: Tag und Nacht
  • Lobe den Herren, was in dir ist, lobe den Namen! (Choral)
  • Gloria in excelsis Deo
  • Et exsultavit (Arie)
  • Zion hört die Wächter singen (Choral)
  • Sinfonia
  • Durch mächtige Kraft (Arie)
  • Zwingt die Saiten in Cythara (Choral)
  • Komm, Jesu, komm (Arie)
  • Chor: Magnificat
  • Arie: Nur ein Wink von seinen Händen
  • Chor: Erschallet, ihr Lieder
  • Erfreue dich, Seele (Arie)
  • Chor: Sicut locutus est
  • Weihnachtsoratorium BWV 248 (Auszug)
  • Et resurrexit
  • Arie: O Seelenparadies das Gottes Geist durchwehet
  • Chor: Dazu ist erschienen der Sohn Gottes
  • Ach, mein herzliebes Jesulein (Choral)
  • Fürst des Lebens, starker Streiter (Arie)
  • Chor: Osanna in excelsis

Produkt-Bild: Johannes-Passion (Gesamtaufnahme)

Johannes-Passion (Gesamtaufnahme) von Johann Sebastian Bach, Hans-Joachim Rotzsch, Arleen Auger, Peter Schreier

Audio CD von Rca Class. (Sony BMG)
Preis bei Amazon: EUR 13,95, Angebote ab EUR 11,95

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 1998
Zoom ± Produkt-Bild: Johannes-Passion (Gesamtaufnahme)

Tracks:

Disk 1
  • Herr, unser Herrscher
  • Jesus ging mit seinen Jüngern. Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen. Jesum von Nazareth
  • O große Lieb, o Lieb ohn alle Maße
  • Auf daß das Wort erfüllet würde
  • Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich
  • Die Schar aber und der Oberhauptmann
  • Von den Stricken meiner Sünden
  • Simon Petrus aber folgete Jesu nach
  • Ich folge dir gleichfalls
  • Derselbige Jünger war dem Hohenpriester bekannt
  • Wer hat dich so geschlagen
  • Und Hannas sandte ihn gebunden. Bist du nicht seiner Jünger einer? Er leugnete aber und sprach
  • Ach, mein Sinn
  • Petrus, der nicht denkt zurück
  • Christus, der uns selig macht
  • Da führeten sie Jesum. Wäre dieser nicht ein Übeltäter. Da sprach Pilatus zu ihnen. Wir dürfen...
  • Ach, großer König, groß zu allen Zeiten
  • Da sprach Pilatus zu ihnen. Nicht diesen, sondern Barrabam. Barrabas aber war ein Mörder
  • Betrachte, meine Seel
  • Erwäge, wie sein blutgefärbter Rücken
Disk 2
  • Und die Kriegsknechte flochten eine Krone. Sei gegrüßet, lieber Judenkönig. Und gaben ihm...
  • Durch dein Gefängnis, Gottes Sohn
  • Die Juden aber schrieen und sprachen. Lässest du diesen los. Da Pilatus das Wort hörete. Weg, weg...
  • Eilt, ihr angefochtnen Seelen
  • Allda kreuzigten sie ihn. Schreibe nicht: der Juden König. Pilatus antwortet
  • In meines Herzens Grunde
  • Die Kriegsknechte aber. Lasset uns den nicht zerteilen. Auf daß erfüllet würde die Schrift
  • Er nahm alles wohl in acht
  • Und von Stund an nahm sie der Jünger
  • Es ist vollbracht
  • Und neiget das Haupt
  • Mein teurer Heiland, laß dich fragen
  • Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerriß
  • Mein Herz, in dem die ganze Welt
  • Zerfließe, mein Herz
  • Die Juden aber, dieweil es Rüsttag war
  • O hilf, Christe, Gottes Sohn
  • Darnach bat Pilatum Joseph von Arimathia
  • Ruht wohl, ihr heiligen Gebeine
  • Ach Herr, laß dein lieb Engelein

4 Kundenrezensionen:

Eine Wonne, den Evangelisten zu hören - auch den Jesus
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin so glücklich, diese CD gefunden zu haben. Der Evangelist wird von Peter Schreier herzzerreißend klar und eindrucksvoll gesungen. Theo Adam singt Jesus - meine Erwartungen wurden auch hier reichlich belohnt.
Die beste Aufnahme der Johannespassion
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer hat nicht alles schon die Johannes-Passion aufgeführt und aufgenommen?! Wer allerdings dieses Werk in schnörkelloser Klarheit und Reinheit, ohne den Schnickschnack der sog. historischen Aufführungspraxis, hören will, der sollte hier zugreifen. Diese Aufnahme ist Predigt im besten Sinne, das Bachsche Motto "Soli Deo Gloria" findet hier seinen Ausdruck. Mit welcher Vollendung die Thomaner alle Teile, ob schlichte Choräle, turbulente Volksszenen oder die großen Chorsätze zu Beginn und am Ende, bewältigen, ist so nicht wieder zu hören. Daß Peter Schreier der Evangelist schlechthin ist, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Und daß die anderen Solisten sowie das Gewandhausorchester ihren angemessenen Part am Gesamtkunstwerk zum Lobe Gottes haben, klingt schon fast banal. Was kann man noch sagen? Greifen Sie zu, solange es diese Aufnahme noch gibt!
Eine Wonne, den Evangelisten zu hören
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Ich bin so glücklich, diese CD gefunden zu haben. Der Evangelist wird von Peter Schreier herzzerreißend klar und eindrucksvoll gesungen. Theo Adam singt Jesus - meine Erwartungen wurden hier auch reichlich belohnt.
Die beste Aufnahme der Johannespassion
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer hat nicht alles schon die Johannes-Passion aufgeführt und aufgenommen?! Wer allerdings dieses Werk in schnörkelloser Klarheit und Reinheit, ohne den Schnickschnack der sog. historischen Aufführungspraxis, hören will, der sollte hier zugreifen. Diese Aufnahme ist Predigt im besten Sinne, das Bachsche Motto "Soli Deo Gloria" findet hier seinen Ausdruck. Mit welcher Vollendung die Thomaner alle Teile, ob schlichte Choräle, turbulente Volksszenen oder die großen Chorsätze zu Beginn und am Ende, bewältigen, ist so nicht wieder zu hören. Daß Peter Schreier der Evangelist schlechthin ist, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Und daß die anderen Solisten sowie das Gewandhausorchester ihren angemessenen Part am Gesamtkunstwerk zum Lobe Gottes haben, klingt schon fast banal. Was kann man noch sagen? Greifen Sie zu, solange es diese Aufnahme noch gibt!
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium Bwv 248 (Az)

Weihnachts-Oratorium Bwv 248 (Az) von M: Fläming, Dp, Dresdner Kreuzchor

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 5,59

Erscheinungsdatum: November 2004
Zoom ± Produkt-Bild: Weihnachts-Oratorium Bwv 248 (Az)

Tracks:

  • Chor: Jauchzet, frohlocket
  • Arie (Alt): Bereite dich, Zion
  • Choral: Wie soll ich dich empfangen
  • Arie (Baß): Großer Herr und starker König
  • Sinfonia
  • Arie (Tenor): Frohe Hirten, eilt, ach eilet
  • Chor: Herrscher des Himmels, erhöre das Lallen
  • Rezitativ - Choral (Baß, Chor-Soprane): Immanuel, o süßes Wort - Jesu, du mein liebstes Leben
  • Arie (Sopran, Sopran-Echo): Flößt, mein Heiland
  • Rezitativ - Choral (Baß, Chor-Soprane): Wohaln, dein Name soll allein - Jesu, meine Freud und Wonne
  • Arie (Tenor): Ich will nur dir zu Ehren leben
  • Choral: Ich steh an deiner Krippen hier
  • Rezitativ: Was will der Hölle Schrecken nun
  • Choral: Nun seid ihr wohl gerochen

Produkt-Bild: Parsifal (Ga)

Parsifal (Ga) von Adam, Kollo, Schröter, Herbert Kegel, Rsol

Audio CD von Berlin Cla (edel)
Preis bei Amazon: EUR 17,95, Angebote ab EUR 10,98

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Februar 2005
Zoom ± Produkt-Bild: Parsifal (Ga)

Tracks:

Disk 1
  • Vorspiel zum 1. Aufzug
  • He! Ho! Waldhüter ihr
  • Seht dort, die wilde Reiterin!
  • Recht so! Habt Dank!
  • He, Du da! Was liegst du dort wie ein wildes Tier?
  • O winden-wundervoller heiliger Speer!
  • Titurel, der fromme Held
  • Vor allem nun: der Speer kehr uns zurück!
  • Weh! Hoho! Auf! Wer ist der Frevier?
  • Du konntest morden
  • Wo bist du her?
  • Den Vaterlosen gebar die Mutter
  • So recht! So nach des Grales Gnade
  • Vom Bade kehrt der König heim
  • Verwandlungsmusik
  • Nun achte wohl und lass mich seh'n
  • Mein Sohn Amfortas, bist du am Amt?
  • Enthüllet den Gral!
Disk 2
  • Nehmet hin meinen Leib, nehmet hin mein Blut
  • Wein und Brot des letzten Mahles
  • Was stehst du noch da?
  • Vorspiel zum 2. Aufzug
  • Die Zeit ist da
  • Erwachst du? Ha! Meinem Banne wieder verfallen
  • Ach! Ach! Tiefe Nacht ... Wahnsinn ...
  • Furchtbare Not! So lacht nun der Teufel mein
  • Jetzt schon erklimmt er die Burg
  • Hier war das Tosen
  • Ihr schönen Kinder
  • Komm, komm! Holder Knabe!
  • Parsifal! Weile!
  • Dies alles hab' ich nun geträumt?
  • Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust
  • Wehe! Wehe! was tat ich?
  • Amfortas! Die Wunde!
  • Grausamer! Fühlst du im Herzen
  • Auf Ewigkeit wärst du verdammt
  • Vergeh, unseliges Weib!
  • Mit diesem Zeichen bann' ich deinen Zauber
Disk 3
  • Vorspiel zum 3. Aufzug
  • Von dort her kam das Stöhnen
  • Du tolles Weib! Hast du kein Wort für mich?
  • Wer nahet dor dem heil'gen Quell?
  • Heil mir, daß ich dich wiederfinde!
  • O Herr! War es ein Fluch
  • Nicht so! Die heil'ge Quelle selbst
  • Du wuschest mir die Füße
  • Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön
  • Du siehst, das ist nicht so
  • Mittag. Die Stund ist da
  • Geleiten wir im bergenden Schrein
  • Ja, Wehe! Wehe! Weh' über mich!
  • Nur eine Waffe taugt
  • Höchsten heiles Wunder!

3 Kundenrezensionen:

Hervorragende Aufnahme zu günstigem Preis
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Trotz der angezogenen Tempi Kegels mangelt es diesem "Parsifal" an nichts. Weder geht ihm die Würde noch die Vielschichtigkeit in Musik und Inhalt verloren. René Kollos jugendlicher Held und Theo Adams heftig gegen sein Leiden aufbegehrender Amfortas allein wären schon neben Kegels Dirigat diese Aufnahme wert, aber so bekommt man auch noch die Gelegenheit für Wagner ungewohnt schlanke Stimmen zu hören. Ähnliches ist mir bis jetzt nur bei der "Holländer"-Aufnahme unter Bruno Weil und Kleibers "Tristan" mit Margaret Price begegnet. Ein faszinierendes Hörerlebnis für alle, die erfahren möchten, daß man Wagner nicht brüllen muss, sondern durchaus singen kann!
Speziell aber empfehlenswert
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Wagner hat Parsifal als Bühnenweihfestspiel bezeichnet und gab sehr langsame Tempi vor. Manche Musikwissenschaftler behaupten deshalb, daß Wagner mit Parsifal die Operngattung eigentlich verlassen hat. Wenn man eine klassische Aufnahme des Parsifals für wenig Geld sucht, ist die Version von 1951 (also Mono) von Knappertsbusch mit London (Amfortas), Ludwig Weber (Gurnemanz), Windgassen (Parsifal), Marta Möll (Kundry) usw. sehr empfehlenswert.
Diese Version von Herbert Kegel ist wesentlich flotter. Der erste Akt dauert 94 Minuten, bei Knappertsbusch und die anderen Wagnertreuen 118; Der zweite Akt dauert bei Kegel 60 Minuten, bei den anderen 88! Die Einspielung ist sehr klar und transparent, vergleichbar mit Debussy. Es hat auch mehr Temperament als üblich, also insgesamt mehr opernhaft. Die Interpreten sind querbeet gut, auch die Chöre (Rundfunkchor Leipzig, Rundfunkchor Berlin, Thomanerchor Leipzig) und die Aufnahmequalität ist in Ordnung. Es ist eine Liveaufnahme und man hört manchmal husten und Geräusche wie rücken von Stühlen u.a., aber das ist normal und es nicht zu viel.
Meiner Meinung nach ist diese Einspielung vor allem deshalb empfehlenswert, weil man anhand einer CD den Parsifal eben nicht auf der Bühne sieht, sondern nur hört, wodurch die Langsamkeit mehr ins Gewicht fällt. Weil Parsifal eine hohe Konzentration erfordert, um ihn überhaupt wahrnehmen und genießen zu können, kann es bei sehr langsamen Aufnahmen schon mühsam werden.
Aufs Tempo gedrückt
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ein sehr schneller, durchaus spannender Parsifal, der sich durch seine Kürze durchaus wohltuend von mancher pathetischeren Fassung abhebt. René Kollo in der Titelrolle trägt das voll mit. Auch Theo Adams Amfortas ist rundum überzeugend. Blasser dagegen Ulric Colds Gurnemanz. Gisela Schröter hat vor dem Mikrophon ihre Probleme, auf der Bühne wäre sie sicher eine ideale Kundry
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Fröhlich Soll Mein Herze Springen

Fröhlich Soll Mein Herze Springen von Ludwig Güttler, Blechbläserensemble, Vsx

Audio CD von Bc (edel)
Preis bei Amazon: EUR 8,95, Angebote ab EUR 6,78

Erscheinungsdatum: Sept. 1994
Zoom ± Produkt-Bild: Fröhlich Soll Mein Herze Springen

Tracks:

  • Chor: "Herrscher des Himmels" (Teil 3)
  • Sonata Natalis D-Dur
  • Tochter Zion, freue dich
  • "Wie soll ich dich empfangen"
  • Wachet auf (Arie) - Alleluja (Choral)
  • Trumpet Voluntary
  • "Nun komm, der Heiden Heiland"
  • "Lobt Gott, ihr Christen allzugleich"
  • Der Himmel steht uns wieder offen (Arie)
  • "Jubilate Domino"
  • Chöre: "Gloria in excelsis Deo" - "Et in terra pax"
  • III. Allegro - IV. Tempo di Menuet
  • Sonata Natalis C-Dur: 1. Allegro - 2. Adagio - Presto - 3. Allegro
  • Marsch
  • Großer Herr und starker König (Arie) - Ach mein hertliebes Jesulein (Choral) (Teil 1)
  • Drei Sätze über "Es ist ein Ros' entsprungen": 1. Kanon - 2. Sinfonia - 3. Choral
  • Fröhlich soll mein Herze springen
  • Schlußchoral: "Nun seid ihr wohlgerochen" (Teil 6)

Produktbeschreibung


FRÖHL.SOLL MEIN HERZE SPRINGEN
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften


Produkt-Bild: Beethoven: Die 9 Symphonien

Beethoven: Die 9 Symphonien von Tomowa, Schreier, Masur, Gol

Audio CD von Philips (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 19,95, Angebote ab EUR 17,47

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: November 2001
Zoom ± Produkt-Bild: Beethoven: Die 9 Symphonien

Tracks:

Disk 1
  • 1. Adagio molto - Allegro con brio
  • 2. Andante cantabile con moto
  • 3. Menuetto - Allegro molto e vivace
  • 4. Adagio - Allegro molto e vivace
  • 1. Allegro ma non troppo: Erwachen heiterer Gefühle bei der Ankunft auf dem Lande
  • 2. Andante molto mosso: Szene am Bach
  • 3. Allegro: Lustiges Zusammensein der Landsleute
  • 4. Allegro: Gewitter, Sturm
  • 5. Allegretto: Hirtengesang - Frohe und dankbare Gefühle nach dem Sturm
Disk 2
  • 1. Adagio - Allegro con brio
  • 2. Larghetto
  • 3. Scherzo - Allegro
  • 4. Allegro molto
  • 1. Poco sostenuto - Vivace
  • 2. Allegretto
  • 3. Presto - Assai meno presto
  • 4. Allegro con brio
Disk 3
  • 1. Allegro con brio
  • 2. Marcia funebre. Adagio assai
  • 3. Scherzo. Allegro vivace
  • 4. Finale. Allegro molto
  • 1. Allegro vivace e con brio
  • 2. Allegretto scherzando
  • 3. Tempo di Menuetto
  • 4. Allegro vivace
Disk 4
  • 1. Adagio - Allegro vivace
  • 2. Adagio
  • 3. Allegro vivace
  • 4. Allegro ma non troppo
  • 1. Allegro con brio
  • 2. Andante con moto
  • 3. Allegro
  • 4. Allegro
Disk 5
  • 1. Allegro ma non troppo, un poco maestoso
  • 2. Molto vivace
  • 3. Adagio molto e cantabile
  • Presto - "O Freunde, nicht diese Töne"
  • Allegro assai - Alla Marcia Allegro vivace assai - Andante maestoso - Adagio non troppo, ma divoto

Produktbeschreibung


SINFONIEN 1-9.GA
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Sehr schön mit kleinen Einschränkungen...
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Ich habe diese Edition gerade deshalb gewählt, weil die Musik hier nicht im aggressiven D-Zug-Tempo durchgezogen wird, sondern gerade WEIL das Tempo nicht zu schnell ist. Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich als 17jähriger mit den Karajan-Aufnahmen von 1962 den Einstieg in die Klassik gefunden habe und auch dort das Tempo der Musik nicht so extrem forciert ist. Und man bevorzugt subjektiv die Stücke meist so wie man sie zuerst kennenlernte, in meinem Fall also etwas langsamer, getragener. Mir gefällt natürlich auch die Furtwängler-Interpretation (leider nicht klanglich) und die von Klemperer. Das Tempo von Musik ist Geschmackssache und es sollte jeder für sich entscheiden können, was ihm besser gefällt... Zu dieser Gesamt-Aufnahme der Beethoven-Symphonien: Sie ist von der Interpretation her sehr schön. Die 1. Symphonie strahlt noch die Leichtigkeit und Geschmeidigkeit aus, die an Haydn erinnert und die so von Beethoven wahrscheinlich auch gedacht war. In seiner musikalischen Entwicklung war er ja wahrscheinlich nicht immer nur auf heroischen Ausdruck festgelegt, seine Erstlingswerke waren wahrscheinlich gedacht zur leichten Unterhaltung, das trifft Masur sehr gut. Nicht schrill, nicht aggressiv, melodisch-geschmeidig, und das ist gut so! Bei der 5. Symphonie schafft es Masur, ihr in einigen Passagen des zweiten und dritten Satzes sogar etwas romantisches zu verleihen, die 5. MUSS nicht immer in gehacktem Vorwärtsstürmen dargebracht werden, insofern ist hier Masur eine sehr interessante Interpretation der 5. gelungen. Sie erinnert hier ein bisschen an die angenehme Stimmung, die in der 6. Symphonie ausgedrückt wird. Ich hätte nie gedacht, dass man beim Hören der 5. Symphonie auch mal dazu verleitet wird, die Augen zu schliessen und ins Träumen zu kommen, ich hatte die 5. immer nur als "zackig" und "vorwärtseilend" kennengelernt, hier lernt man die 5. mal als beruhigend kennen (andere würden hier wieder von zu wenig "Pepp" sprechen, aber das ist, wie gesagt, reine Geschmackssache). Die ganze Serie ist sehr gelungen, sie bringt einem Beethoven auf angenehme und entspannte Weise nahe. Vier Punkte habe ich gegeben, weil natürlich die Aufnahme von 1974 einige Klangschwächen beinhaltet: Es ist sehr stereobetont und es fehlt einem manchmal der mittlere Teil des Orchesters, die Geigen sind manchmal zu dominant und laut, genauso wie teilweise die Trompete, andererseits sind die Holzbläser, die Violas und die Violoncellos zu entfernt, oder zu leise. Dagegen hat man bei der 5. den Eindruck, dass bei den Parts, in denen die Kontrabasse und die Violoncellos die Hauptmelodie übernehmen, ein wenig mit den Klangreglern -ähnlich einem Equalizer- vor der Veröffentlichung der Aufnahme herumgeregelt wurde und diese Instrumente künstlich in den Vordergrund geregelt wurden. Klangtechnisch ist es eben der Stand der 70er Jahre, allerdings schön rauschfrei. Manchmal nervt ein bisschen, dass irgendwo ein Notenständer oder Stuhl knarrt, es kann auch das Ausblasen der Blechbläser sein, ich konnte es nicht genau identifizieren. Es kommt allerdings selten vor und ich bin dabei vielleicht ein bisschen ZU kritisch. Also einige Nebengeräusche auf der Aufnahme, ob allerdings das Klappern der Ventile von Originalinstrumenten in anderen wesentlich teureren Aufnahmen unbedingt weniger störend ist, wage ich zu bezweifeln. Alles in allem kann ich die Masur-Gesamtaufnahme als eine musikalisch angenehme und gelungene Beethoven Interpretation empfehlen! Ich finde es nicht so entscheidend, dass ein Dirigent sich durch Extravaganzen im Takt oder durch schrille Lautstärke verwirklicht, die Aufnahme der Musik muss schön und perfekt klingen, dann hat man schon viel erreicht! Wir wissen schliesslich ALLE nicht, wie Beethoven SELBST seine eigene Musik hat spielen lassen, vielleicht hatte er viel weniger Pathos als ihm heute nachgesagt wird.
Ruhig, gemessen und auch lebhaft
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Kurt Masur und sein Orchester sind einfach eine Garantie für beste Qualität auf diesem Gebiet.
Diese Box mit den 9 CDs ist ihren Preis wert, wenn man die anderen Ausgaben, selbst die von Karajan dagegen hält, und das will etwas heißen.
Kurt Masur dirigiert mit sehr viel Einfühlsamkeit und dadurch kommen die Sinfonien von Beethoven eben außerordentlich gut zur Geltung.

Orchester, Chor und die einzelnen Solisten geben ihr Bestes, was kann man mehr erwarten, als eben einen Kunstgenuss erster Güte.
Aber Hallo
2 von 5 Punkten 2 von 5 Punkten
Mein Lieber Kurt Masur?!?!?!?
War das die alte DDR?
Immer schön langsam, langsam, langsam.
Schlimmer als Karajan. Zwar sehr präzise, aber langsam.
Nun gut ich muss betonen ich bin durch Zinman verwöhnt und muss desshalb abbitte leisten.
Allegro hatte im Osten ohnehin nie die grosse Bedeutung.
Langsam, langsamer, Masur
3 von 5 Punkten 3 von 5 Punkten
Das sind die langsamsten Sinfonien die ich je' gehört habe. Dagegen ist Karajan (1963) ein Schnellzug (ich persönlich finde Karajan nicht wirklich langsam, sondern eher durchschnittlich). Die schönsten Allegro con brios spielt er verhalten ma non troppo. Schnell wird es so gut wie nie und das Orchester spielt verhalten und verkniffen, dass man glauben könnte die Stasi war bei den Aufnahmen dabei und hat sie irgendwie irritiert. Das ist schade denn Interpretation ist an sich (vom Tempo abgesehen) über weite Strecken gelungen. Generell ist aber das Tempo zu langsam und manchmal sind einfach Schlammpereien beim Spiel aber auch bei der Qualität der Aufnahme zu hören (ich glaubte sogar ein oder zweimal den Tontechniker zu hören).
Salopp kann gesagt werden, dass diese Interpretation kein muss ist und für Anfänger nicht geeignet, da sollte man Karajan vorziehen, der fast immer besser ist als Masur. Einzig allein die 7. und der 1.Satz der Neunten sind außerordentlich gut und bei der siebten drängen sich vergleiche mit Kleiber auf.
Klanglich hinter Karajan, Interpretation hinter Karajan. Von Harnoncourt oder Kleiber ganz zu schweigen.
Daher leider nur 3 Sterne, die dafür aber verdient.
Genuss für alle Sinne
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Das großartige Werk Beethovens wir hier in kaum zu übertreffeder Qualität vom Leipziger Gewandhausorchesters aufgeführt. Die Leitung des großen Kurt Masur ist das I-Tüpfelchen und macht dieses CD-Sammlung zu einem Hörgenuss allererster Güte. Da sollte das kaum zu übertreffende Preis-Leistung-Verhältnis nur am Rande erwähnt sein.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: The Originals - Weber (Der Freischütz)

The Originals - Weber (Der Freischütz) von Janowitz, Mathis, Schreier, Adam, Crass

Audio CD von Deutsche G (Universal)
Preis bei Amazon: EUR 20,95, Angebote ab EUR 12,00

4,5 von 5 Punkten
4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: Januar 1998
Zoom ± Produkt-Bild: The Originals - Weber (Der Freischütz)

Tracks:

Disk 1
  • Overture (original version)
  • "Viktoria! Viktoria! ..." - Bauern-Marsch - "Schau der Herr mich an als König!" (ERSTER AKT)
  • Dialogue: "Was gibt's hier?" (ERSTER AKT)
  • "O diese Sonne" - "Das Wild in Fluren und Triften" (ERSTER AKT)
  • Dialogue: "Ein braver Mann" (ERSTER AKT)
  • Walzer (ERSTER AKT)
  • "Nein, länger trag' ich nicht die Quälen" - "Durch die Wälder, durch die Auen" (ERSTER AKT)
  • Dialogue: "Kamerad!" (ERSTER AKT)
  • "Hier im irdschen Jammertal" (ERSTER AKT)
  • Dialogue: "Bruderherz!" (ERSTER AKT)
  • "Schweig - damit dich niemand warnt!" (ERSTER AKT)
  • "Schelm! Halt fest!" (Act 2)
  • Dialogue: "So, nun wird der Urvater" (Act 2)
  • "Kommt ein schlanker Bursch gegangen" (Act 2)
  • Dialogue: "Und der Bursch nicht minder schön" (Act 2)
  • Lass mich deinen Mund küssen - Tochter der Unzucht! (Scene 3)
  • Dialogue: "Agathe! Agathe!" (Act 2)
  • "Wie? Was? Entzetzen!" (Act 2)
Disk 2
  • "Milch des Mondes fiel aufs Kraut" - "Samiel! Samiel! Erschein!" - "Ha!-Furchtbar gähnt der düstre Abgrund" (Act 2)
  • Entr'acte (Act 3)
  • Dialogue: "Ein herrliches Jagdwetter!" (Act 3)
  • "Und ob die Wolke sie verhülle" (Act 3)
  • Dialogue: "Du hast dich dazugehalten!" (Act 3)
  • "Einst träumte meiner sel'gen Base" - "Trübe Augen, Liebchen, taugen" (Act 3)
  • Dialogue: "Nun muß ich aber geschwind den Jungfern-kranz holen" - "Wir winden dir den Jungferndranz (Act 3)
  • Wir winden dir den Jungfernkranz (Act 3)
  • "Ah! Ich habe deinen Mund geküsst, Jochanaan" (Scene 4)
  • Dialogue: "Genug der Freuden des Mahls" (Act 3)
  • "Schaut, o schaut! Er traf die eigne Braut!" (Act 3)
  • Wer legt auf ihn so strengen Bann? (Act 3)

Produktbeschreibung


DER FREISCHÜTZ GA

Aus der Amazon.de-Redaktion


Der Freischütz ist einer der großen Meilensteine in der Geschichte der Oper. Der schallende Erfolg der Premiere im Jahre 1821 machte das Werk praktisch zu einem Manifest der romantischen deutschen Oper. Ein Werk, das einen stark prägenden Einfluß auf Wagner ausüben sollte. Obwohl das Werk seine Wurzeln in der Singspiel-Tradition hat, die Mozart mit der Zauberflöte veranschaulichte, begab sich Der Freischütz mit seiner mächtigen Mischung aus übernatürlichen Elementen, Träumen, Volksliedmelodien, Nachahmungen von Naturereignissen und seiner sinfonischen Tonmalerei auf völlig neues Terrain.
Bei diesem Werk nutzte von Weber seine brilliante Vorstellungskraft für Orchester maximal aus: Er setzt z.B. umsichtig getrennte Streicher-Tremolos und einen glänzenden Chor von vier Hörnern ein. Diese legendäre Aufnahme von 1973 war Carlos Kleibers erstes Studioprojekt und die skrupellose Aufmerksamkeit, die er der Partitur widmete, führte zu einer Interpetation, die weiterhin kühn, frisch und gebieterisch klingt. Die Dresdener Staatskapelle spielt in Topform, sowohl in sanft emporschnellenden Bläsersoli als auch in der wahrhaft unheimlichen Stimmung der berühmten "Wolf's Glen"-Szene. Peter Schreiers dunkler, pikanter Tenor ist natürlich Geschmackssache, doch verleiht er der Verzweiflung des Jägers/Protagonisten Max eine leidenschaftliche Stimme. Gundula Janowitz singt mit aufwühlender Schönheit und bereichert den zweidimensionalen Charakter von Max' geliebter Agathe mit außergewöhnlicher Tiefe und verdeutlicht sowohl ihre Unschuld als auch ihre qualvolle Vorahnung. Theo Adam bietet ein durch und durch boshaftes und verabscheuungswürdiges stimmliches Portrait des schändlichen Kaspars, dessen Pakt mit dem Teufel schief geht. Ein Werk, das nicht so oft aufgeführt wird, wie es sollte, und diese Aufnahme ist unentbehrlich. --Thomas May
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

5 Kundenrezensionen:

Entfesselt
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Erich wie auch Carlos Kleiber hinterließen zwei wichtige Referenzaufnahmen des Freischütz, wobei die von Carlos mit einigen sängerischen Abstrichen die spektakulärste auf dem Klassikmarkt blieb. Sein so frischer, pulsierender und feuriger Ansatz revolutionierte die eingefahrene,
behäbige Sicht auf dieses große Werk der Musikgeschichte. Keine Aufnahme
besitzt derart dramatische Leidenschaft, was sich in der »Wolfsschlucht«-Szene noch zum dämonischen Szenario steigert. Das Orchester spielte unter Kleiber entfesselt, wie man es noch nie zuvor gehört hatte. Der dank Remasterings spürbar verbesserte Klang bringt dies noch präsenter und transparenter rüber. Carlos Kleiber: Eine Biografie
Der zweigeteilte Freischütz
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Carl Maria von Weber war einer dieser Pioniere, deren Büsten man gerne in Gedenkstätten für bedeutende Künstler stellt, deren Werk selbst man aber als schulmeisterlich abtut und selten spielt oder aus den Archiven hervorholt. Die neuere Zeit, die in Ermangelung wirklich aufregender Neuheiten sich auf verschollene Perlen aus der Musik- und Literaturgeschichte besinnt und viele große Meister (Monteverdi, Vivaldi, Rameau, Lully, Gluck und seit einiger Zeit verstärkt Händel) wieder auf die Bühne bringt, lässt auch diesen herausragenden Komponisten der Romantik wieder zu gebührenden Ehren kommen. Natürlich war Weber nie wirklich von den Spielplänen verschwunden, sein "Freischütz" erfreut sich seit der Berliner Uraufführung im Jahr 1821 ungebrochener Beliebtheit, Melodien wie das Lied vom Jungfernkranz sind fester Bestansteil des Volksgutes und jedes Mitglied eines Männergesangsvereines wird früher oder später mit dem Jägerchor konfrontiert werden, nur war eben lange Zeit nur der "Freischütz" wirklich am Leben, wundervolle Opern wie die "Euryanthe" oder der "Oberon" wurden sträflich vernachlässigt, Weber selbst als "historisch wichtige" Figur, als das Bindeglied zwischen den klassischen Meistern Mozart und Beethoven und der einzigartigen Erscheinung Richard Wagners gesehen. Dabei hätte es ohne Weber einen Wagner in dieser Form wohl kaum gegeben. Weber hatte die Idee, der allmächtigen italienischen Oper seiner Zeit einen deutschen Entwurf entgegenzusetzen, die reichhaltige Volksmusik in eine eigenständige Kunstmusik umzuwandeln und so gelang es ihm, noch geprägt von den klassischen Komponisten, aber doch selbst virtuos genug, eine völlig eigenständige, eben nur nach Weber klingende Musik zu schaffen.
In Richard Wagner fand der früh verstorbene Komponist, der die heute moderne Sitzordnung im Orchester initiierte und als Erster mit einem Taktstock dirigierte, seinen leidenschaftlichsten Verehrer. Schon als neunjähriger Dresdener Kreuzschüler sah er im sächsischen Hoftheater dem bewunderten Weber beim Dirigieren zu, als Wagner selbst Hofkapellmeister in Dresden geworden war, betrieb er energisch die Überführung von Webers Leichnam aus London. Immer wieder nennt Wagner ihn sein größtes Vorbild.
Leider hat diese Verehrung auch ihre Schattenseiten. So manch übereifriger Maestro sah sich verpflichtet, den "Freischütz" als wagnerisches Musikdrama zu sehen, Webers lebensfrohe Musik unter einer extradicken Schicht Pathos begraben, die Tempi in endlose Längen ziehen (ein besonders abschreckendes Beispiel ist die Aufnahme von Sir Colin Davis, die teilweise fast zum völligen Stillstand kommt), und hochdramatische Sopräne und Heldentenöre einsetzen zu müssen.
Diesen groben Fehler machte Carlos Kleiber in seiner Aufnahme nicht, im Gegenteil: Kleiber nahm sich nicht eine der oft fehlerhaften gedruckten "Freischütz" - Partituren vor, sondern studierte Webers originale Handschriften und hielt sich an die vom Komponisten selbst vorgeschriebenen Tempi und die entsprechende Orchesterbesetzung. Da sieht man mal, auf welch "einfache" Weise ausgezeichnete Einspielungen entstehen können. Kleibers Interpretation befreit die Oper von jeder Schwere, die Gänsehaut (vor allem in der "Wolfsschlucht - Szene") entsteht hier allein durch die originalen Klangfarben des Orchesters, alle übrigen Musikstücke, von der Dresdener Staatskapelle wundervoll interpretiert, sprühen von Leben. Auch die Sänger sind durchgehend hervorragend.
Gundula Janowitz als Agathe ist, trotz ihrer eher dramatischen Stimme, keine verhinderte Walküre oder gar eine spröde Betschwester, sondern eine sehr überzeugende, zwar noble aber eben nicht abgehobene Försterstochter. Aus dieser relativ passiven Rolle macht sie das Beste, singt, wie in ihrer hervorragenden "Fidelio" - Interpretation, die Partie so treffend glaubhaft, dass man meiner Meinung nach jede andere "Agathe" (ausser vielleicht noch Elisabeth Grümmer) getrost hintan stellen kann.
Gleiches gilt für Edith Mathis in der Rolle des Ännchen. Ihre federleichte und doch gehaltvolle Stimme gibt dem lebenslustigen, aktiven Mädchen Profil. Die beiden Frauenstimmen harmonieren großartig, die Gegensätze und Gemeinsamkeiten der beiden Verwandten treten mit größter Klarheit zutage.
Auch bei den Herren wird ausgezeichet und rollendeckend gesungen.
Die Besetzung des Max mit Peter Schreier ist absolut ein Gewinn gegenüber anderen Aufnahmen. Hier wird also kein Heldentenor eingesetzt, sondern ein eher im klassischen, bzw. Oratorienfach erfahrener Sänger. Schreiers Max klingt jugendlich, klug und sensibel, die Schwierigkeiten der Rolle meistert er zur vollsten Zurfriedenheit, sein Max ist eine hin - und hergerissene Gestalt, die aus Liebe beinahe den schlimmsten Fehler macht.
Theo Adam mit seiner unverkennbaren Stimme singt den Kaspar, eine etwas einsilbige Rolle, mit diabolischer Energie, die allerdings das persönliche Unglück dieses Bösewichts erahnen lässt. Man hört Adams Erfahrung als "Holländer" bzw. "Wotan" heraus.
Luxuriös besetzt sind die kleineren Rollen, ein nicht mehr ganz frischer, aber immer noch beeindruckender Franz Crass als Eremit, Bernd Weikl als Fürst Ottokar und Siegfried Vogel als Kuno.
Die perfekte Einspielung also? Leider nein, denn sie wird auf manchmal schmerzhafte Weise auseinandergerissen. Zu einer ausgezeichneten Opernaufnahme bekommt man hier nämlich ein über weite Strecken bestenfalls mittelmäßiges Hörspiel mitgeliefert. Der Grund: die zahlreichen Dialoge, in denen sich der Hauptteil der Handlung abspielt, werden nicht von den Sängern, sondern von Schauspielern gesprochen. Okay, nicht jeder Sänger ist auch der geborene Schauspieler, aber warum sollte ausgerechnet im "Freischütz" nicht funktionieren, was in der "Zauberflöte", im "Fidelio", in der "Carmen", in sämtlichen Lortzing - Opern, Singspielen und Operetten auch gelingt, noch dazu, wenn man so erfahrene Kräfte wie Janowitz, Schreier, Adam usw. zur Verfügung hat? Diese Entscheidung ist mir ein Rätsel.
So muss man also damit leben, dass die Sprecherin des Ännchen eine völlig andere Stimmlage hat als Edith Mathis, dass der Kaspar und der Samiel von demselben Schauspieler gesprochen werden, der ebenfalls von Theo Adam so verschieden klingt, wie Windgassen von Pavarotti und dass sich die Darsteller, die nur ein oder zwei Sätze zu sprechen haben, wie im Stadttheater, durch extra - dramatische Deklamation hervorzutun suchen. Besonders ärgerlich, gottseidank recht kurz, ist der Auftritt von Otto Mellies als Sprechstimme des Ottokar, der sich eher nach einem betrunkenen Piratenkapitän anhört, als nach einem Fürsten. Sobald Bernd Weikl einsetzt, ist man wieder glücklich.
Das Schöne an einer CD ist ja, dass man zur nächsten Nummer wechseln und die zum Teil stümperhaften Dialoge ausblenden kann.
Denn, wie gesagt, eine lebendigere, leidenschaftlichere und musikalisch bessere Aufnahme findet man nicht so leicht.
Grenzgenial - aber nicht vollkommen
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Um es vorwegzunehmen: an der musikalischen Qualität dieser "Freischütz"-Aufnahme gibt es nicht zu rütteln. Jede Diskussion kann nur auf extrem hohem Level stattfinden. Als ich zum ersten Mal die Einleitung zum ersten "Viktoria"-Chor gehört habe, hat es mir buchstäblich die Sprache verschlagen: wo hat man je zuvor solch atemberaubend schnelle Streicherfiguren gehört? Kleiber peitscht die Dresdner Staatskapelle zu unerhört viruosem und gleissendem Spiel an, die - glänzend disponiert - mit hochpoliertem Klang durch die Partitur fegt wie ein Ferrari (der ungewöhnliche Vergleich sei erlaubt).
Trotzdem hinterlässt die Aufnahme bei genauerem Hören zwiespältige Eindrücke bei mir. Manchmal frage ich mich, ob es denn alles so extrem aufgeheizt und rabiat sein muss. Natürlich werden in der Ouvertüre und der Wolfsschluchtsszene Urgewalten erweckt, und Kleibers Gespür für Agogik und Klangfarben ist phantastisch. Aber die spezifisch "deutsche Romantik" geht mir hier ein wenig ab. Ich finde, diesbezüglich kann niemand die Aufnahme unter Joseph Keilberth toppen.
Bei den Sängern bin ich auch nicht ganz zufrieden.
Gundula Janowitz wartet mit konkurrenzlos ätherischem Schöngesang auf; ihre Interpretation ist von tiefem Gefühl und jauchzender Leidenschaft erfüllt. Ihre Stimme ist jedoch Geschmackssache: und mir persönlich gefällt sie leider nicht, da sie zuwenig Vibrato hat und mir das Timbre ein wenig weiß, farbarm und etwas steril erscheint. Aber das kann natürlich jeder anders sehen.
Edith Mathis als Ännchen hat da schon mehr Fleisch auf den Rippen. Sie klingt fraulich und mädchenhaft zugleich und bietet ihre Arien klanglich vortrefflich dar. Allerdings erscheint sie mir an dem, was sie singt, nicht sonderlich beteiligt.
Peter Schreier als Max ist eine Fehlbesetzung, das ist einfach viel zu leicht. Schreier gelingt zwar eine schöne Darstellung der Partie, aber stimmlich erwarte ich mir da einfach etwas Heldischeres.
Theo Adam ist überzeugend als Bösewicht Kaspar, kann vom Stimmlichen aber nicht mit Konkurrenten wie dem vor Saft und Kraft strotzenden Kurt Böhme mithalten. Und an Dämonie ist ihm Karl Christian Kohn weitaus überlegen.
Bleibt noch einmal kurz auf das Spiel der Dresdner Staatskapelle hinzuweisen, das einfach unvergleichlich ist, und dem die goldene Palme für die ganze Einspielung gebührt.
Was mich außerdem stört, sind die Dialoge, die leider nicht von den Sängern selber gesprochen werden, sondern von Schauspielern, die teilweise überhaupt nicht zur jeweiligen Gesangsstimme passen und ein etwas unnätürliches Hörspiel zum Besten geben. Warum man nicht die rein deutschsprachige Sängergarde dazu gebeten hat, ist mir ein Rätsel.
Auch wenn ich jetzt viele Kritikpunkte genannt habe, soll das nicht heißen, daß diese Aufnahme schlecht wäre - im Gegenteil. Man sollte sie unbedingt haben - als Ergänzung zur Referenzaufnahme unter Joseph Keilberth.
Wichtiger Freischütz - aber Keilberth bleibt Referenz!
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
Carlos Kleibers CD-Aufnahmen kann man wohl an zwei Händen abzählen, weshalb ihnen bei ihrer Veröffentlichung immer besonders viel Aufmerksamkeit zu Teil wurde, viele genießen heute Kultstatus. So auch dieser "Freischütz" aus den 70ern.

Dabei bin ich der Ansicht, dass es manchmal des Lobes doch ein wenig zuviel war. Genial? Teilweise. Ideal? Sicher nicht. Das liegt zum einen an der Sängerriege, die zwar viel Prominenz aufweist, aber die doch in sämtlichen Rollen mehr (Max, Kaspar) oder weniger (Agathe, Ännchen) hinter der Ideal-Besetzung der Keilberth-Aufnahme zurückbleibt, die zugegebenermaßen eine extrem hohe Messlatte darstellt. Ich will gar nicht so weit gehen und Peter Schreier (Max) als Fehlbesetzung einstufen, er macht das schon ordentlich, doch Rudolf Schock gefällt mir da sowohl von der Stimme her als auch von der Interpretation der Rolle viel besser!
Gleiches gilt für die Rolle des Kaspar: Theo Adam ist nicht schlecht, aber gegen den genial-dämonischen Karl Christian Kohn bleibt er doch recht blass.
Bei den Damen sieht es besser aus. Gundula Janowitz ist eine tolle, stimmschöne Agathe, die fast, aber auch nur fast an Elisabeth Grümmer herankommt. Edith Mathis singt ebenfalls wunderbar, bleibt ihrer Rolle jedoch gestalterisch ein bisschen was schuldig. Lisa Otto bei Keilberth bleibt da die Nr.1!

Zum Dirigat Kleibers: Wem Keilberth zu romantisch ist und Harnoncourt zu schroff, der findet hier einen guten Mittelweg. Kleiber setzt viele individuelle Akzente. Die Tempi mögen manchem vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig sein (nach einer eher gediegenen Ouvertüre gibt es ein schwindeleregend schnelles "Viktoria, Viktoria Viktoria!"), langweilig ist das Dirigat mit sicherheit nie!

Die Staatskapelle Dresden spielt wunderbar, das Klangbild ist schön transparent, aber leider etwas hallig: Die Akustik der Lukaskirche war hier vielleicht nicht die ideale Lösung ...

Fazit: Ein sehr guter "Freischütz", den man unbedingt gehört haben sollte - ob man ihn auch besitzen muss, dass hängt vom persönlichen Geschmack und davon ab, ob einem eine Aufnahme reicht oder nicht. Die Referenzaufnahme bleibt für mich sowohl vom Dirigat, vor allem aber wegen der unschlagbaren Sängerriege die Keilberth-Aufnahme aus dem Jahr 58.
Fast zu schön um wahr zu sein
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Von Carl Maria von Webers "Freischütz" gibt es einige sehr gute Einspielungen, ich nenne vor allem die von Joseph Keilberth (EMI, 1958), aber auch die Auslegungen von Eugen Jochum (DGG, 1959) und Robert Heger (EMI, 1969) sind, wenn auch mit Einschränkungen, empfehlenswert. Auch Vater Erich Kleiber hat 1954 beim WDR Köln eine schöne Rundfunkaufnahme erstellt, die neuerdings auf CD überspielt wurde, sie leidet aber doch an unüberhörbaren klanglichen Mängeln.
Keine Aufnahme kommt auch nur annähernd an die Wundertat von Carlos Kleiber heran, die dieser 1972 in der Dresdner Lukaskirche mit der dortigen Staatskapelle und einem erlesenen Sängerensemble vollbracht hat. Die Deutsche Grammophon Gesellschaft hat sie inzwischen digital nochmals "auf Vordermann" gebracht, und so klingt sie auf allen sängerischen und instrumentalen Ebenen taufrisch und durchhörbar bis ins kleinste Detail. Carlos Kleiber war bekannt für seine akribische Vorarbeit und die nicht weniger akribischen Aufnahmesitzungen, wenn er sich - selten genug - entschlossen hatte, ein Werk der Ewigkeit, sprich der Schallplatte, anzuvertrauen. Das ist hier vom ersten Takt der Ouvertüre bis zum letzten Ton der Oper deutlich zu spüren. Die Ouvertüre, ein Stück, das oft von Kurkapellen mißbraucht wurde und wird und auch in unzähligen Aufnahmen den Markt überschwemmt, klingt in Carlos Kleibers Version fast wie eine Uraufführung. Man meint förmlich zu spüren, wie er den hundert Jahre angesammelten Staub von der Partitur fegt und so dem Hörer ein ganz aufregendes Erlebnis beschert. In keiner anderen Aufnahme ist mir die tonmalerische Qualität von Webers Musik so deutlich geworden.
Zu den gesanglichen Leistungen kann man sich kurz fassen: Gundula Janowitz ist eine ideale Agathe, stimmlich und auch stimmschauspielerisch, und über die mirakulöse Schönheit und Beseeltheit ihres Gesanges ist kein Wort des Lobes zuviel gesagt. Daß diese Partie ihrer Stimmlage besonders entgegenkommt, hatte sie schon auf einem vorausgegangenen Recital unter Ferdinand Leitner, das die beiden großen Agathen-Arien enthält (DGG), eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Edith Mathis als Ännchen: besser kann man das nicht machen, sie steht würdig in einer Reihe mit so berühmten Vorgängerinnen wie Lisa Otto, Erika Köth und Rita Streich. Peter Schreier hat für den Max vielleicht eine zu lyrische, wenig durchschlagskräftige Stimme, das macht er aber mehr als wett durch seine kluge Gestaltung. Auch Theo Adam in der Rolle des Kaspar läßt manchmal den Wunsch nach Eberhard Wächter oder Walter Berry aufkommen, er macht seine Sache aber insgesamt sehr gut. Dem Ottokar des jungen Bernd Weikl möchte ich noch ein besonderes Kompliment machen, und Franz Crass gibt dem Eremiten alle Feierlichkeit und Würde, dessen er bedarf. Der Leipziger Rundfunkchor schließlich ist seinen Aufgaben mühelos gewachsen, und so kann man der musikalischen Seite der Produktion nur Bestnoten erteilen. Sie ist einfach nicht zu übertreffen und "fast zu schön, um wahr zu sein."
Enttäuscht hat mich, und das darf nicht verschwiegen werden, daß der gesprochene Text von Schauspielern übernommen wurde, und das zu allem Überfluß auch noch von solchen, die phonetisch mit den Sängern nicht oder nur schlecht harmonieren, und außerdem mißfällt mir auch die gespreizte, etwas künstliche Aussprache. Das mag zum Teil an dem antiquierten, für heutige Ohren gewöhnungsbedürftigen Text liegen, aber ich glaube doch, daß man das hätte besser machen können. Das ist aber auch der einzige Wermutstropfen - alles andere hätte mehr als 5 Sterne verdient gehabt. Das Textbuch ist sehr ausführlich, bringt das Libretto in mehreren Sprachen und informiert optimal über Werk und Aufnahme. Eine der besten "Originals" in dieser verdienstvollen Serie.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften
Produkt-Bild: Rienzi

Rienzi von Kollo, Wennberg, Sd, Hollreiser

Audio CD von EMI Classi (EMI)
Preis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 21,62

5 von 5 Punkten
5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung)
Erscheinungsdatum: August 1999
Zoom ± Produkt-Bild: Rienzi

Tracks:

Disk 1
  • (Ouvertüre)
  • Hier ist's, hier ist's !
  • Dies ist eu'r Handwerk
  • Doch höret der Trompete Ruf
  • O Schwester, sprich
  • Rienzi, du bist fürchterlich !
  • Die Stunde naht - Er geht und läßt dich meinem Schutz
  • Gegrüßt, gegrüßt sei
  • Erwacht, ihr Schläfer nah und fern
  • Erstehe, hohe Roma, neu !
  • (Einleitung)
  • Ihr Römer, hört die Kunde
  • Rienzi, nimm des Friedens Gruß !
  • Colonna, hörtest du das freche Wort ?
Disk 2
  • Ich will denn ein Verräter sein - Erschallet, Feierklänge !
  • Im Namen Roms seid mr gegrüßt !
  • (Ballettmusik : Introduktion)
  • (Waffentanz)
  • (Gladiatorenkampf)
  • Auftritt der Jungfrauen)
  • (Festlicher Tanz)
  • Rienzi ! Auf ! Schützt den Tribun !
  • O laßt der Gnade Himmelslicht
  • Euch Edlen, dieses Volk verzeiht
  • (Einleitung) - Vernahmt ihr all die Kunde schon ?
  • Gerechter Gott
  • Wo bin ich ?
  • (Prozession)
Disk 3
  • Der Tag ist da
  • Heil, Roma, dir !
  • Geschieden sind wir denn fortan
  • (Einleitung) - Wer war's, der euch hierher beschied ?
  • (Prozession)
  • Ihr nicht beim Feste ?
  • Vae, vae tibi maledicto !
  • (Einleitung) - Allmächt'ger Vater
  • Verläßt die Kirche mich
  • Du hier, Irene ?
  • Herbei ! Herbei !

4 Kundenrezensionen:

Melodischer, Mitreißender Wagner
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Wer hätte gedacht, dass Richard Wagner so wunderschöne und mitreißende Musik komponiert hat. Das fällt schon bei der Ouvertüre auf, wenn man das lyrische Gebet des Rienzi erklingen hört und das schwungvolle Ende mit strahlenden Blechbläsern und rhythmisch pregnanten Melodien daherkommt. Die komplette Aufnahme ist brillant und überzeugt durch hervorragende Solisten und strahlend intonierten Chorgesang. Auch das sehr überzeugend aufspielende Orchester lässt keine Wünsche offen. So wird dieser Rienzi zu einem unvergesslichen Hörerlebnis. Die Aufnahme kann ich nur wärmstens empfehlen.
Rienzi - wunderschöne Gesamtaufnahme
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Auf diesen 3 CDs befindet sich die gesamte Oper Wagners. Die Aufnahme stammt zwar aus den 70ger Jahren, durch eine professionelle Digitalisierung ist ihr aber dies nicht anzumerken. Die Stücke sind klar und ohne Störgeräusche. Als besondere Beigabe liegt ein über 100-seitiges Buch bei. In ihm wird die Handlung und Geschichte der Oper näher beleutet, außerdem ist der gesamte Gesangstext in ihm enthalten.
Die Referenzaufnahme
4 von 5 Punkten 4 von 5 Punkten
In den 70er Jahren war die Zeit für einen vollständigen Rienzi überreif. Die Aufnahme hat keine Kürzungen, das ist also ein Muß für jeden Wagnerfan. Leider werden auch die Schwächen des Stückes recht deutlich, man kann nachvollziehen, warum Rienzi selten und wenn dann gekürzt auf unsere Bühnen kommt. René Kollo war zu dieser Zeit der Wagnertenor schlechthin, da ging nichts dran vorbei. Auch Theo Adam und Peter Schreier überzeugen in ihren Rollen. Aufhorchen läßt Siegfried Vogel. Schwächer sieht es bei den Damen aus: Siv Wennberg ist sehr blaß, was nicht nur an der Rolle liegt, auch Janis Martin ist ein überforderter Adriano. Hier hätte man andere Damen bitten sollen
Die führende Rienzi-Aufnahme
5 von 5 Punkten 5 von 5 Punkten
Es gibt nur zwei oder drei Gesamtaufnahmen des Rienzi von Wagner- insofern ist es bescheiden, diese Aufnahme als "führend" zu bezeichnen. Denn sie ist großartig und mitreißend, wenn man das Pathos großer konventioneller Schicksalsopern leiden kann. Hier bekommt man die beste, melodiengesättigste und abwechslungsreichste geboten, die je geschrieben wurde.Freilich: wer ein wagnerisches Kunstwerk erwartet, wird enttäuscht. Dieses ist ein Werk der Jugend, Wagner
hat seinen Weg noch gesucht, der ihn in Zukunft weit abführen wird von dieser herkömmlichen Opernform.Rene Kollo singt rollenentsprechend strahlend und kraftvoll. Das Ensemble ist ohne Fehl besetzt und die Chöre erstklassig.
© 1998-2009 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften