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The Jazz Album - Watch What Happens von Thomas Quasthoff, Till BrönnerAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 7,95, Angebote ab EUR 6,00 ![]() 3 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2007 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionIn den letzten Jahren haben zahlreiche gefeierte Konzertsänger Ausflüge ins Jazzterrain unternommen. Doch, oh weh, nur selten finden die Abstecher ein happy end, allzu oft wirkt das Ergebnis steif und zickig, denn viele Interpreten aus dem Klassiksektor erdrücken die vergleichsweise schlichten Liedchen des Jazz mit einem unpassenden Belcantoknödeln in der Stimme. Ganz anders Thomas Quasthoff. Er hat verstanden, dass Standards aus dem Great American Songbook keine Koloraturarien sind und tönt auf Watch What Happens so, als hätte er sein Lebtag Jazz gesungen. Und was nur wenige wissen: So ist es ja auch. Die Filmdokumentation The Dreamer und die Autobiografie Die Stimme zeigen, dass der mehrfache Grammy-Gewinner neben der Klassikliebe tatsächlich seit jeher eine Affinität zur "U-Musik" hat. In seinen persönlichen Erinnerungen schreibt er hierzu: "Die Jazzer haben meine Art zu musizieren nicht weniger beeinflusst als die bedeutenden Interpreten der klassischen Musik." Der Künstler weiß also genau, was er tut, wenn er mithilfe von Till Brönner (Trompeter und Produzent in Personalunion), gefragten Instrumentalisten wie Peter Erskine, Alan Broadbent und Dieter Ilg sowie dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin hier der leichten Muse nachspürt. Statt Bach, Schubert und Brahms stehen Gershwin, Rodgers & Hart und Ellington auf dem Programm, und die liegen dem Mann aus Hildesheim offensichtlich genauso gut. Er lässt in "My Secret Love", "You And I", "My Funny Valentine" etc. seinen Bassbariton so richtig schön brummen und knurren, swingt und schleift die Töne wie ein eingefleischter Jazzer. Die Songs für diesen "Seitensprung" hat der contergangeschädigte Sänger mit Bedacht gewählt. In "They All Laughed" und "In My Solitude" schimmert die private Passionsgeschichte des Ausnahmetalents ebenso durch, wie in "Smile" und "Ac-Cent-Tchu-Ate The Positive" seine lebensbejahende Grundeinstellung anklingt. Trotz aller Hindernisse ließ sich Thomas Quasthoff nie von seinem Weg abbringen. Watch What Happens liefert neue beeindruckende Belege für den riesigen Mut und Willen eines wahrlich außergewöhnlichen Menschen. -- Harald Kepler 5 Kundenrezensionen:Spannendes Experiment - mittelmäßiges Ergebnis 2 von 5 PunktenTill Brönners Energie scheint ungebremst zu sein, seit er quasi zum deutschen Vorzeigejazzer auserkohren ist. In den eigenen Alben immer mehr dem glatten Lounge-Sound zugewandt, hat er nun nach der Wiederentdeckung von Mark Murphy eine weitere überraschende Kolaboration herbeigeführt - dieses Mal mit dem wunderbaren Bariton Thomas Quasthoff. Leider zeigt sich hier, ähnlich wie bei Elvis Costello und Anne Sofie von Otter, dass Klassik und Jazz nicht immer ein ideales Paar sind. Auch wenn man hört, wie sehr sich Quasthoff müht, die geschulte Stimme im Hintergrund zu halten, so gelingt ihm doch kein echtes Jazz-Timbre. Dazu phrasiert er zu sauber, singt zu sehr auf den Punkt und dämpft den Hörgenuss mit hölzernem Englisch. Vor allem die Balladen klingen dadurch übertrieben lethargisch. Auch die Produktion neigt hier zu glattem Breitwandsound. Besser gelingen die schnellen Stücke wie "Ac-Cent-Tchu-Ate the Postive", wo Quasthoff wesentlich treibender singt und auch die Arrangements verspielte Leichtigkeit haben. Leider sind diese Momente zu selten, und der letzte Teil des Albums versinkt in Betulichkeit und Geigensoße. Bei der stimmigen Songauswahl und dem Mut der beiden Künstler wünschte man sich ein schöneres Ergebnis, aber es bleibt dabei: diese Mischung zündet nicht Gerade weil sie anders ist ... 5 von 5 Punkten... gefällt mir diese CD sehr gut! Wer Thomas Quasthoff mal auf der Bühne erlebt hat weiß (hoffentlich) um seinen spitzbübischen Humor. Und gerade den höre ich aus dieser CD heraus, was den Genuss noch steigert. Nicht jeden Titel würde ich Tag und Nacht hören wollen, doch insgesamt betrachtet finde ich, dass er hier ein gelungenes Werk vorgelegt hat! Leider nein... 2 von 5 PunktenDieses Album klingt für den "Jazzfan" unecht und ohne wirklichen Charme. Leider.... Ich hatte mir von der Konstellation dieser beiden Künstler mehr erwartet. Schade Perfekte Kombination 4 von 5 PunktenWir mögen die Musik von Till Brönner und bewundern die Stimme von Thomas Qausthoff. Das gemeinsame Album ist ein Gewinn für unser CD-Regal. Prädikat: schon wieder empfehlenswert. No swing 1 von 5 PunktenEigentlich müsste das eine fantastische CD sein: Großartiges Orchester, Spitzenproduzent und ein weltberühmter Sänger. Leider passt das alles nicht zusammen. Das Orchester spielt perfekt, swingt auch ordentlich, aber Quasthoff stolpert quasi hinterher. Seine Stimme ist schon schön - klar, das weiss man ja - aber seine Jazzphrasierung ist einfach grausam bzw. nicht vorhanden und auch die Stimmmodulation, also das, was man als "Schmelz in der Stimme" bezeichnet, fehlt weitgehend ganz. Quasthoff-Fans werden sich die CD trozdem ins Regal stellen und zufrieden sein, wenn er es bei einem Ausflug in Jazzlager belässt. Für Jazzer taugt die CD leider gar nicht. |
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Haydn Italienische Arien von Thomas Quasthoff, Gottfried Von der Goltz, FboAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 13,84 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2008 |
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2 Kundenrezensionen:Ohne "vis comica" 3 von 5 PunktenVor einigen Jahren hat Thomas Quasthoff sein Album "Die Stimme" mit romantischen Operarien eingespielt. Von dem fuer Lortzing-Rollen bekannten "Spielbariton" bis zum Charakterbariton, etwa dem Boesewicht Lysiart in Webers Euryanthe, konnte er in viele Charaktaere schluepfen. In diesen Aufnahmen, wie auch in seinen Bacheinspielungen, fand ich ihn sehr ueberzeugend. Hier nun, in italienischen Rollen der Klassik, ist der trockene, nuechterne Klang seiner Stimme ein Hindernis. Wer sich nur die Liste der Gesamteinspielungen der Haydn-Opern (unter Dorati) durchsieht, und sich die jeweiligen Saenger der Bariton-Rollen anhoert, wird leicht feststellen koennen, dass man eher kernige Stimmen vom Typ eines Don Giovanni oder Leporello benoetigt, um der Haydnschen Musik Farbe geben zu koennen. Bei Dorati sang zwar auch kein Siepi, Taddei, Corena, Prey oder Tom Krause, doch ist man mit den Buffos Ganzarolli, Trimarchi, und den eher serioesen Bruson oder Devlin gut bedient. Bei Quasthoffs Interpretationen wird allerdings deutlich, wie weit Haydn von Mozarts Meisterschaft als Opernkomponist entfernt war. Das ist natuerlich nicht Quasthoff zuzuschreiben. Fazit: Fuer solch eine Platte haette man sich vielleicht eher einen italienischen Bariton engagieren sollen, oder eben sich ein anderes Programm fuer Herrn Quasthoff ausdenken muessen. Trotz dem Verdienst und dem Dank fuer Wiederbelebung von garnicht ganz so unbekannter Musik (siehe Haydn-Opern-Edition bei Philips), bleibt man letztendlich enttaeuscht. Wiederentdeckt! 5 von 5 PunktenBariton Thomas Quasthoff kann immer wieder angenehm überraschen. Zum Einläuten des Haydn-Jahres 2009 hat er ein Arien-Recital aus sieben Opern des Maestros (u.a. Orfeo ed Euridice, Armida, La Vera Constanza, Orlando Paladino) zusammengestellt, die offenbar völlig zu Unrecht unterschätzt und erheblich weniger geläufig sind als dessen Messen und Sinfonien. Quasthoff schafft es, mit Charisma und Können Haydn breitspektral und vielfarbig zu würdigen und erfolgreich nach einigen echten Perlen zu tauchen, wobei ihn das Freiburger Barockorchester mit Spielwitz und Verve nach besten Kräften unterstützt. Eine ähnliche Zusammenstellung von Haydn-Arien gab es (im deutschen Baritonbereich) zuvor offenbar nur vom großen Fischer-Dieskau, und das vor immerhin fast 40 Jahren. Es wäre schön, wenn spätestens zum Jubiläumsjahr das Interesse an den "vergessenen" Werken des großen Meisters ansteigen würde, wobei das beispielhafte Engagement sensibler Interpreten wie Quasthoff sicher sehr hilfreich sein wird. |
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Ein Deutsches Requiem von Dorothea Röschmann, Thomas Quasthoff, Simon RattleAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 8,63 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2007 |
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Aus der Amazon.de-Redaktion"Ein so großer Mann, eine so große Seele, doch er glaubt an nichts!", sagte einst Antonín Dvorák über Johannes Brahms - und doch war es Brahms, der eines der eindringlichsten geistlichen Chorwerke schuf, das am Karfreitag 1868 uraufgeführte "Deutsche Requiem". Im strengen Sinne ist Brahms' Requiem keine Totenmesse, denn Brahms vertonte nicht die lateinische Bitte der Trauergemeinde an Gott, die um Gnade für den Toten bittet. Brahms Musik spricht zu den Trauernden selbst, zu dem Menschen in selbstgewählten Bibeltexten. Bereits 1861, 28 Jahre war er alt, hatte er mit der Auswahl begonnen und sie nach dem Tod seiner Mutter fünf Jahre später fortgesetzt. Am Anfang seines REquiems steht die Bergpredigt: "Selig sind, die da Leid tragen" (Matthäus 5,4). Am Ende die Offenbarung: "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an" (Offenbarung 14,13). Die entscheidende Stelle stammt aus dem Korintherbrief, das triumphal stolze: "Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?" (1. Korinther, 15,55). Kritik brachte dem Komponisten ein, dass ein ausdrücklicher Hinweis auf den Erlöser fehlte, weshalb Brahms einen Arie für Sopran und Orchester zu den Abschiedsworten Jesu an seine Jünger schrieb: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen" (Johannis 16,22) hinzufügte. Die Interpretation eine solchen Werkes sagt sehr viel auch über das Weltbild, das Gemüt des Interpreten aus. In diesem Falle ist es das des Briten Sir Simon Rattle, der hier seinem Ruf als charismatisch lächelnder Medienliebling gerecht wird. Die Schwere des Themas, sein gewaltiger Ernst, will er in dieser Live-Aufnahme aus der Berliner Philharmonie vom Oktober 2006 nicht betonen, wie es einst der tiefdeutschernste Otto Klemperer tat. Die Wucht der Musik, die extremen Stimmungen und Spannungen, die sich hier auftun, das schwermütige Mitleid, die herbe Ergebung kommen dabei nicht zum Tragen. Dafür bietet Rattle schöne, tröstliche Musik mit stimmlich ausgezeichneten Solisten wie Dorothea Röschmann, von der man sich nur etwas mehr Textverständlichkeit wünschte und den immer tiefgründigen Thomas Quasthoff. Teresa Pieschacón Raphael ProduktbeschreibungBrahms Ein Deutsches Requiem 3 Kundenrezensionen:Totenmesse im toten Raum 4 von 5 PunktenZu Musik und Darbietung wurde bereits alles gesagt und zum Klang? Perfektes Stereobild, erstklassige Verständlichkeit und so gut wie kein Rauschen. Aber: Diese Qualität hatte scheinbar auch einen Preis: Es ist kaum ein Raum hörbar, also das akustische Element, das dem Ereignis Volumen, Tiefe und Authenzität verleiht. Man fühlt sich einfach nicht wie ein Zuhörer im Konzertsaal, weil die Akustik der Berliner Philharmonie im Grunde nur in den Solopassagen zu vernehmen ist, und so wirkt die Aufnahme besonders von Chor und Orchester leider etwas tot. Ein Wermutstropfen! Ein menschliches Requiem.... 5 von 5 Punkten... wollte Brahms sein Werk am Liebsten nennen. Er hat sich dann aber doch nicht zu diesem bekenntnishaften Titel durchringen können - "PR"-Gründe mögen eine Rolle gespielt haben. Rattle trifft diesen menschlichen Ton sehr gut. Er wählt durchweg recht gemessene Tempi, was ihm und seinem phänomenalen Ensemble die Zeit und den Atem gibt, die verschiedenen von Brahms musikalisch gezeichneten Emotionen des trauernden Menschen kongenial einzufangen. Gerade im zentralen Satz, dem vierten ("Wie lieblich sind Deine Wohnungen"), gelingt es ihm, eine nahezu idyllische Stimmung zu erzeugen, zu der das Orchester fast schon serenadenhafte Klangfarben beisteuert. Rattle wählt für sein Requiem insgesamt sehr dunkle Klangfarben. Diese werden auch durch die üblichen Knalleffekt-Stellen im zweiten und sechsten Satz kaum durchbrochen. Bemerkenswert die Orgelpunkt-"Coda" im dritten Satz, in der Chor und die hohen Orchesterstimmen von dem "Brodeln" der tiefen Register getragen werden. Ein besonderes Lob verdient der Chor, der Rundfunkchor Berlin. Er produziert einen weichen und vollen Klang, der immer durchhörbar bleibt. Nie leidet der Gesamtklang, auch nicht in den massiven Fortissimo-Passagen. Nie wird eine der Stimmen zugedeckt, selbst nicht der Bass, der in anderen Einspielungen häufig im Orchesterklag untergeht oder aber versucht, dieses zu übertönen. Thomas Quasthoff lässt seine sängerische und interpretatorische Autorität spielen. Ganz frisch wirkte seine Stimme an manchen Stellen indes nicht. Wenn ich einen besonderen Höhepunkt herausheben müsste, wäre es der fünfte Satz ("Ihr habt nun Traurigkeit"). Dorothea Röschmann meistert die unangenehme Partie mit frei fließender Stimme und auch in hohen Lagen fast an einen Mezzosopran gemahnender Intensität. Bei Röschmann und Rattle ist dieser Satz kein intimes Intermezzo sondern tröstender Kommentar zur Gefühlslage des trauernden Menschen, analog zum dritten Satz ("Herr, lehre doch mich"). So gelingt es Rattle, ein musikalisches Gleichgewicht zwischen dem Menschen (dem Chor) und dem Göttlichen (den Solisten) herzustellen, wie es mir bislang in keiner anderen Aufnahme untergekommen ist. Definitiv ein Kauftipp! Tiefgang & Perfektion 5 von 5 PunktenWundervoll, wie hier Berliner Philharmoniker und Berliner Rundfunkchor (man versteht jedes Wort, die Intonation ist lupenrein und das piano bestechend) zusammen musizieren. Röschmann mit einer Träne in der Stimme ist unglaublich bewegend, Quastoff hat ein paar technische Schwierigkeiten, ist aber eine gute Besetzung. Rattle findet die perfekte Balance zwischen Tiefgründigkeit und fließender Bewegung. Technisch hervorragen aufgenommen - unter den neueren Aufnahmen hat diese keine Konkurrenz, einzig Kempes Aufnahme von 1956 ist vielleicht noch schöner, dort wird etwas objektiver musiziert, Fischer-Dieskau und Grümmer sind wohl das beste Solistenpaar aller Aufnahmen des Stücks, dafür ist die Chorleistung nicht ganz so gut. |
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Die Winterreise von Charles Spencer (Klavier), Franz SchubertAudio CD von Rca Red Se (Sony BMG)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 8,29 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 1998 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionEin Jahr vor Schuberts Tod komponiert, beschreiben diese 24 Lieder eine Reise, die uns immer tiefer in frostigste Seelenlandschaften hineinführt, und die in dieser hervorragenden Darbietung sämtliche Nuancen winterlicher Trostlosigkeit und Verzweiflung heraufbeschwört und vermittelt. Quasthoff ist ein fabelhafter Sänger; seine Stimme ist von dunkler Tönung, perfekt konzentriert und unendlich variabel in Farbe und Geschmeidigkeit. Intonation und Ausdruck sind makellos; seine Atemtechnik scheint keine Grenzen zu kennen. Quasthoff identifiziert sich völlig mit Text und Musik; seine tiefe innere Ausdruckskraft lässt diese herzzereißenden Lieder fast unerträglich bewegend klingen. Der Klang des Flügels ist ein wenig trocken und distanziert, das Spiel jedoch ist großartig. Voller Stimmung und Atmosphäre schafft und unterstreicht es Charakter und Gefühl des Werkes. --Edith Eisler ProduktbeschreibungSCHUBERT WINTERREISE 3 Kundenrezensionen:Schicksalsrgebenheit 5 von 5 PunktenSchicksalsergebenheit ist in diversen Werken Franz Schubert zu verspüren. Dass dies in der vorliegenden Einspielung der Winterreise" erfahrbar wird, ist nicht nur Thomas Quasthoffs exzellenter Stimme zu verdanken. Es ist die Identifikation des Künstlers mit dem Thema, das Durchleben des Schicksals anderer, was den Hörer in Bann hält. Die beste je gemachte Aufnahme der "Winterreise" 5 von 5 PunktenAls ich im vergangenen Jahr meinem Freund John Ardoin - dem bekannten (leider kuerzlich verstorbenen) Musikkritiker, Autor und Redaktor bei der "Dallas Morning Post" - Quasthoff's Aufnahme der Winterreise auflegte, war er schlechthin begeistert von der Qualitaet, Reife und Tiefe dieser Produktion. Er wie ich waren der Meinung, dass bei keiner anderen uns bekannten Aufnahme erreicht wurde, den Text Wielands, die Musik Schuberts und die interpretatorische Leistung von Saenger und Begleitung in einer derart aesthetische Verbindung aufgehen zu lassen. Diese Aufnahme ist Kunst in hoechster Vollendung, weil sie den Hoerer ergreift und ihn in einem ungeheuer energetisch gespannten Bogen haelt und nicht wieder loslaesst bis zum Ausklang des letzten Liedes, dem "Leiermann". Man ist nach Anhoerung dieser CD zusammen mit dem Wanderer wirklich ein Stueck "mitgestorben" - eine beeindruckende musikalische Erfahrung! warm ý stark ý brillant 5 von 5 PunktenEine optimale Aufnahme. Bereits der Pianist überrascht mit seiner präzisen und an manchen Stellen neuartigen, aber logischen Deutung der Klavierbegleitung. Quasthoff singt sehr warm und mitfühlend, seine Stimme klingt männlich und unverkitscht. Er singt die Winterreise sehr differenziert und vielschichtig, dabei wirkt der ganze Zyklus aber sehr einheitlich. Klanglch ist die CD überragend. |
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Kantaten von T. Quasthoff, R. Kussmaul, Berliner Barock Solisten+Audio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 5,99 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2004 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionDer Bass-Bariton Thomas Quasthoff widmet sich mit den Berliner Barock Solisten unter Rainer Kussmaul drei Bach-Kantaten. Wenn sich Bach-Verehrer Quasthoff den großen Komponisten vornimmt, kann man gespannt sein: Der Sänger lässt sich nie in ein Schema X pressen. Unbeeindruckt von den technischen Schwierigkeiten lässt der Sänger seine Stimme fließen, lässt ihr sozusagen freien Lauf. Die vorwiegend zurückhaltenden und leisen Interpretationen gibt den Kantaten etwas Geheimnisvolles, Zärtliches, aber auch etwas Distanziertes. Diese drei Merkmale beherrschen nicht nur die erste Arie Ich will den Kreuzstab gerne tragen aus der Kreuzstab-Kantate. Zwar wirkt auch bei ihr alles beherrscht und durchdacht, aber, und das ist das Wesentliche, bei einer Verinnerlichung ohnegleichen. In der Arie Welt, ade, ich bin dein müde aus der Kantate Der Friede sei mit dir begegnen sich Chor, Solo-Geige und Stimme in meisterhafter Manier. Quasthoff versteht es, sich der vom Dirigenten selbst gespielten Violine anzupassen, ihr zu schmeicheln. In der Kantate Ich habe genug zelebriert der Bass-Bariton die größte Bandbreite seines Könnens. Vom entschiedenen Ich habe genug über das herrlich zurückhaltende Schlummert ein, ihr matten Augen bis zum jubelnden, ja fast flehenden Ich freue mich auf meinen Tod. Quasthoff bewegt sich in einem dynamisch eher engen Rahmen, lotet dort aber die feinsten und der bach´schen Musik am meisten dienenden Möglichkeiten aus. Und mit den Berliner Bach Solisten, die diese durchdachten und verinnerlichten Interpretationen perfekt umsetzen, wird diese CD zu einem Hörerlebnis. Rudolf Kamm ProduktbeschreibungKANTATEN 5 Kundenrezensionen:hervoragende Interpretation 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme ist nicht nur durch die Interpretation von Thomas Quasthoff so wunderbar, sondern die Orchesterführung unter der Leitung von Rainer Kussmaul ist ganz hervorragend. Insbesondere begeistert mich die kleine Besetzung der einzelnen Stimmen des Orchesters. Hierdurch wirkt die ganze Aufnahme sehr durchsichtig und der Text ist gut verständlich. Über die einzelnen Tempi kann man sicher verschiedener Meinung sein, aber das gehört nicht unbedingt hier her. Für mich ganz eindeutig 5 Sterne. mit Einschränkung... 4 von 5 PunktenNatürlich ist das eine tolle CD: Quasthoff hat eine SEHR schöne Stimme, das geringe "Knödeln" der Winterreise ist praktisch völlig verschwunden, die Instrumentalisten sind ohne Tadel (A.Mayer an der Oboe!!) - mir klingen sie allerdings (Geschmackssache...) eine Spur zu weich. Das Programm enthält GANZE Kantaten, nicht nur die üblichen Highlights, und Quasthoff merkt man seine Bach-Erfahrung an. Er gestaltet stets intensiv und "intelligent" - aber da liegt dann auch für mich das Problem: mir ist das Ganze ZU SEHR gestaltet, zu sehr durchdacht! "Schlummert ein" ist nun wirklich ein absoluter Höhepunkt selbst im Bach'schen Schaffen - berührend, bewegend, und nach meiner Auffassung voller Ruhe, vielleicht Todessehnsucht - aber sicher "MÜDE" zu singen. Quasthoff dagegen ist mir schon vom Grundtempo zu schnell, vor allem aber betont und formt er praktisch jede Silbe - da steckt Arbeit drin, und das hört und spürt man leider - aber (wie ich finde) ZU WENIG Gefühl, zu wenig Natürlichkeit und echte Traurigkeit... - mir ist das einfach ZU intensiv! Fast fühlt man sich an die alten Zeiten von Fischer-Dieskau erinnert - und das soll KEIN Kompliment sein ! - auch wenn Quasthoff weit mehr den barocken Ton trifft und die weit schönere Stimme hat... Das Beiheft ist (DGG-typisch) ziemlich peinlich und eine Quasthoff-Verherrlichung: der 13-jährige Quasthoff "zögerte keine Sekunde" ... - und Bachs Kantaten würden in der öffentlichen Bewertung seines Schaffens "vernachlässigt" - naja... Anders, aber große Kunst! 5 von 5 PunktenInteressante Interpretationen sind es, die Quasthoff hier bietet. Sie sind sehr verschieden von vielem, was weltweit angeboten wird. Quasthoff ist wesentlich "intellektueller", das heißt, Text und Inhalt scheinen bei ihm einen wichtigeren Rang einzunehmen als bei manch anderem - entgegen der häufigen Behauptung, er sei meist recht passiv, ist er hier durchaus aktiv und mutig, vor allem in "Schlummert ein". Seine warme Stimme (deren Sitz tatsächlich etwas weiter "hinten" ist als bei anderen Künstlern, was jedoch kein Manko ist) ist stets präsent, präzise in Ton, Lautstärke, Schattierung und so weiter. Annähernd perfekt. Zu den Berlinern Barocksolisten braucht man wohl nichts zu sagen. Wunderbar. Aufschlussreich ist es, sich die Kantaten im Kontrast zu Fischer-Dieskau oder Herreweghe anzuhören: jeweils vollkommen verschieden. Aufgrund der großen Klasse dieser CD sollte man sie sich eigentlich in jedem Falle ins Regal stellen (und natürlich hören). Optimistische Trauer 4 von 5 PunktenQuasthoff ist auf dem Zenit. Diese Aufnahme bekommt den Grammy. Und doch. ich will den Kreuzstab gerne tragen, Titel der Kantate BWV 56. Die Betonung liegt auf " gerne". Das kann man machen, aber es sollte gewusst sein. Wer das "Kreuz" betont wissen will, der muss zu anderen Aufnahmen greifen. Die Konkurrenz ist ja sehr stark. Hört man die gleichen Kantaten vom jungen Fischer-Dieskau ( 1950 mit Ristenpart) kommt vielmehr von der Mühe in BWV 56 und der Süsse in BWV 82 herüber ( Schlummert ein, ihr matten Augen). Gerade, wenn man diese beiden vergleicht, wird der Unterschied deutlich, den man auch stimmtechnisch festmachen kann. Quasthoff hat ein starkes Organ, das er im Piano-Bereich zurücknimmt. Fischer-Dieskau mischt die Bruststimme mit der Oberstimme. Dadurch kommt eine besondere Stimmfarbe heraus, die speziell BWV 82 sehr angemessen ist. Trost durch die süsse( dolce) Stimme. Quasthoff hingegen tut sich leichter mit de Koloraturen, die speziell bei Fischer-Dieskau 1950 recht holprig sind ( ich freue mich auf meinen Tod). Fazit: Viel Licht und ein wenig Schatten Nicht überzeugend!!! 2 von 5 PunktenEin wundervoll spielendes und dirigiertes Orchester, aber die gesangliche Leistung ist absolut nicht positiv zu beurteilen. Die Stimme klingt verhaucht und entbehrt jeglicher Klangschönheit, da sie nicht frei schwingt und der Stimmsitz stark nach hinten verlagert ist. Man braucht nur den Anfang von: "Ich will den Kreuzstab.." zu nennen: Die Stimme klingt gequetscht und forciert! So sollte Bach nicht gesungen werden. Alternative: Peter Kooy unter Philippe Herreweghe |
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Edition Bachakademie Vol. 74 (Matthäus-Passion) von Christine Oelze, Ingeborg Danz, Michael Schade, Thomas Quasthoff, Matthias GörneAudio CD von HänsslerPreis bei Amazon: EUR 25,95, Angebote ab EUR 22,44 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 1999 |
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ProduktbeschreibungMatthäus-Passion 244 Matthäus-Passion 4 Kundenrezensionen:Matthäus-Passion mit modernen Instrumenten 5 von 5 PunktenRilling verwendet - wie immer bei seinen Aufnahmen, auch bei seinen früheren Einspielungen - moderne Instrumente, und das aus Überzeugung. Rilling ist kein Vertreter der streng historisierenden Aufführungspraxis, auch wenn ihm das den Ruf als Traditionalist eingebracht hat. Um ihn selbst zu zitieren: "Es ist heute selbstverständlich, über die Aufführungspraxis vergangener Zeit Bescheid zu wissen. Man sollte allerdings nie vergessen, daß diese Aufführungen auf die Menschen einer anderen Zeit bezogen waren. Museal darf Musik nie sein, sie muß die Menschen unserer Tage erreichen und bewegen. Man kann auch ohne historische Instrumente alter Musik stilistisch entsprechen. Ich sehe sonst die Gefahr, daß Werke wie die Matthäuspassion Eigentum von Spezialensembles werden, weil manch einer Angst hat, nicht mehr authentisch genug zu sein." Man kann diese Auffassung teilen oder nicht, meines Erachtens zählt das Ergebnis und das ist mit der vorliegenden Aufnahme herausragend. Ein brillianter, homogener Chorklang, der durchsichtig und dennoch kraftvoll ist. Hier werden musikalische Regeln des Barock berücksichtigt - und dennoch wird von Herzen gesungen! Das gilt für den Chor, wie für die hervorragenden Solisten, die eben nicht androgyn und anonym daherkommen, sondern Emotion und Ausdruck einbringen - ohne dass es triefig wird. Ein großes Lob gebührt vor allem dem Evangelisten Michael Schade. Bei manch anderen Aufnahmen - ohne pauschalieren zu wollen - hat man oft das Gefühl, dass alle Regeln der historisierenden Praxis detailgetreu befolgt werden, (Rhetorik, Phrasierung, alte Instrumente, alte Stimmung, knabenhafte Soprane, schlanker und kleiner Chor, männlicher Altus) - aber keine Musik mehr gemacht wird. Deshalb kann ich bei dieser Aufnahme, die nicht sklavisch "authentisch" sein will, gut mit den modernen Instrumenten leben. Einfach schön! 5 von 5 PunktenIch hätte mir das nicht gedacht als ich mir diese aus 3 Cd's bestehende Aufnahme gekauft habe aber ich habe mir diese 4 Mal hintereinander angehört. Michael Schade brilliert als Evangelist, Matthias Goerne singt so sanft wie der gute Jesus selbst und auch die Frauenstimmer sowie Thomas Quasthoff halten einen wie gefesselt. Da vergisst man auch ganz schnell, dass Helmuth Rilling keine Originalinstrumente verwendet. Der Chor und das Orchester wirken immer souverän. Besonders zu bemerken sind die Emotionen die Rilling aufbauen kann ohne dabei schwelgerisch zu wirken, wie das bei manchen Barockmusikern der Fall ist. Ich habe mich mit der Matthäuspassion sehr lange beschäftigt und muss sagen, dass dies die beste Aufnahme ist, die ich kenne. Matthäuspassion mit viel Gefühl und Emotion 5 von 5 PunktenAbgesehen davon, dass Helmuth Rilling dieses Mal (es ist ja nicht seine erste Einspielung der Matthäuspassion) erstmals nicht auf historischen Instrumenten spielen lässt, ist diese Einspielung als höchst fantastische zu werten. Das Tolle an dieser Einspielung ist einfach das "Gesamte". Michael Schade (Evangelist) erzählt die Geschichte äußerst packend und rührend. Schade scheint perfekt für diese Rolle zu passen. Matthias Görne, eine sehr sehr warme Jesus-Stimme, Thomas Quasthoff, der erst richtig gen Schluss in der bekannten "Mache dich, mein Herze rein"-Arie aufblüht, Christiane Oelze als wunderbar, warm klingender Sopran. Beachtlich ist auch, dass in dieser Einspielung sogar die "Nebenrollen" (Pilatus,...) unwahrscheinlich gut besetzt sind. Helmuth Rilling setzt hauptsächlich auf Textverständlichkeit und gerechte Umsetzung des Textes, lässt aber, so scheint es, den Künstlern genügend Freiraum um ihre eigene Interpretation miteinzubringen. Ein Fest der barocken Musik ! 5 von 5 PunktenHat die Welt denn schon einmal so etwas gehöret? Wohl kaum. Eine derartig fantastische Aufnahme, wie die neue Einspielung der Matthäuspassion von J.S.Bach unter Helmuth Rilling ist nichts anderes als ein Fest der barocken Musik. Neu ist, dass Helmuth Rilling nicht mehr auf alten, barocken Originalinstrumenten spielen ließ. Deshalb wurde er häufig von Musikwissenschaftlern kritisiert. Zwar ist dies ein Punkt, der nicht sein hätte müssen. Einen Bach auf modernen Instrumenten zu spielen, nur weil man ihn schon einige Male auf historischen Instrumenten eingespielt hatte, ist kein Argument. Dennoch bleibt diese Aufnahme, vorausgesetzt man ist kein Musikwissenschaftler mit absolutem Gehört (was selten vorkommt), eine fantastische historische Einspielung. Fantastisch sind primär die jungen Solisten. Hier sind besonders Michael Schade als Evangelist und Christiane Oelze als glänzender Sopran zu nennen. Michael Schade überzeugt mit seinem glänzend heroisch tragenden Tenor, der wohl keine Wünsche offen zu lassen scheint. Michael Schade ist wohl geboren für diese Rolle als Evangelist. So mancher "vor ihm" hatte mit der Evangelistenrolle seine gröbsten Probleme (hier sei Christoph Pregardien nicht ausgenommen). Christoph Pregardien mit Schade zu vergleichen wäre gleich einem Kabarett, obwohl Pregardien natürlich auch beachtliches geleistet hatte, aber nichts scheint Michael Schade zu erreichen. Er erzählt die Geschichte so interessant und packend, dass man es nicht wagen würde, eine Nummer der CD zu überspringen, weil man ständig das Gefühl hat, man würde etwas verpassen. Christiane Oelze sticht vor allem mit ihrem warmen Sopran-Timbre positivst hervor. Matthias Görne, ein Jesus, wie er im Buche steht, ein Schüler Dieskau's bringt diese Partie perfekt.Thomas Quasthoff leistet beachtliches, fügt sich dem wunderbaren Ensemble hinzu und singt mit warmer, einfühlsamer Stimme. Ingeborg Danz tanzt allerdings etwas aus der Reihe. Zwar besitzt sie eine wunderbare Stimme, die aber nicht "bach-tauglich" ist. Vergleicht man eine "Erbarme dich"-Arie mit einem Tölzer Knaben oder Michael Chance (J.E.Gardiner Aufnahme), so stellt man fest, dass Danz einfach nicht "heraus" kommt. Leider. Wäre eine schöne Stimme. Helmuth Rilling treibt die Gächinger Kantorei und das Bach-Collegium Stuttgart in einem zwar recht flotten Tempo voran, teilweise sogar schneller als die allseits beliebte, von Kritikern aber als zu schnell kritisierte, legendäre John Eliot Gardiner-Aufnahme. Der Chor brilliert auf dieser Aufname auch und mischt sich mit dem Orchester aufs Feinste. Dennoch kein Vergleich zu einem Monteverdi Choir. Dafür lebt diese Aufnahme von den fantastischen Solisten. kurzum: ein FEST! |
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DialogkantatenAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 8,64 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2007 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionMemento moris, Gedenke des Todes, so sollte es immer wieder heißen, wollte man sich der Kostbarkeit unseres Lebens gewahr werden. Die Menschen im Barock taten dies, zu sehr bestimmten Katastrophen, Krankheiten und Kriege ihr Leben. Und so war denn der Tod, die Vergänglichkeit stets im im Blick des alltäglichen Lebens und fast jeder künstlerischen Aussage. Doch nicht im Sinne einer Todessehnsucht, wie später die Romantik sie liebt, sondern als Allegorie für die Hoffnung auf ein anderes, besseres und freieres Leben. Musikalisch zeichnete dies Johann Sebastian Bach in seinen Kantaten besonders im Gespräch zwischen der gläubigen Seele und Jesus Christus nach, die zuweilen so klingt, als würde zwei Liebenden miteinander sprechen. "Ach! Dieser süße Trost" und "Ich reiche dir die Hand" heißt es denn auch in der sogenannten Dialog-Kantate: "Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet" BWV 57. Oder "Ich wünsche mir den Tod" und "Ich ende behende mein irdisches Leben" Bass-Bariton Thomas Quasthoff und seine Partnerin, die Mezzosopranistin, Dorothea Röschmann sind zwei Musiker, die nicht nur einander kennen und von ihrer Stimmfarbe her miteinander harmonieren. sondern auch für musikalische Intensität, Geschmack und Integrität stehen. Daher sind auch die anderen Dialog-Kantaten BWV 49 und BWV 152 in beider Hände bestens aufgehoben. Ob ihnen - trotz aller Inbrunst und Innigkeit - mit dieser Interpretation nun damit aber auch der Link zum Göttlichen geglückt ist das weiß nur der Allvater selbst. Irdisch herrlich nah jedenfalls klangen die Berliner Barocksolisten unter der Leitung von Rainer Kussmaul. Teresa Pieschacón Raphael ProduktbeschreibungDIALOG KANTATEN 3 Kundenrezensionen:Selten gespielte Kantaten von Johann Sebastian Bach 5 von 5 PunktenDialogkantaten Johann Sebastian Bach Audio CD (5. Oktober 2007) In einer begeisternden Aufnahme hört man die Kantaten von Johann Sebastian Bach, die als Dialogkantaten beschrieben werden. Die Kantaten stammen aus verschiedenen Schaffensperioden von Bach. Sie waren bisher wenig bekannt und werden hier einem breiten Publikum vorgestellt. In diesem Fall handelt es sich weder um reine Kirchenkantaten, noch um weltliche Kantaten. Es geht vielmehr um die Vorfreude auf das Paradies. Thomas Quasdorf singt mit seiner volumenreichen Stimme und in seiner fröhlich-zügigen Art die Kantaten im Dialog mit Dorothea Röschmann begleitet von dem Berliner Barockorchester unter der Leitung von Rainer Kussmaul. Im Dialog befinden sich Jesus und die gläubige Seele. Dorothea Röschmann suggeriert Inbrunst, ohne zu dominieren. Die Musik klingt beschwingt, freudig und erwartungsvoll. Dazu gehört nicht nur Gläubigkeit, sondern eine tiefe Lebensgewissheit und Zuversicht. Diese frohe Botschaft reißt jeden Hörer mit! Sehr schön kann man bei Amazon in die einzelnen Kantaten reinhören, um sich einen Eindruck über die Vertonungen zu verschaffen. Die wenig bekannten Kantaten werden jedem zur Freude gereichen, der sich dem Musikwerk Bachs verschrieben hat, und sie sollten weite Verbreitung finden! Quasthoff ist DER Star-Perfekter Dialog 5 von 5 PunktenThomas Quasthoff singt seit langer Zeit, mit wachsendem Erfolg, Musik von Johann Sebastian Bach. Er hat alle Voraussetzungen für eine hochwertige Interpretation: grosser Stimmumfang(bei Bedarf- und der ist hier vorhanden, ein veritabler Bass mit echter Tiefe) , große Flexibilität für die Koloraturen ( Ja,ja ,ich kann die Feinde schlagen, BWV 57). Er singt mit Dorothea Röschmann zusammen die herrlichen Kantaten, in denen es einen Dialog von Jesus und Seele gibt.Zitat:"Thomas Quasthoff und Dorothea Röschmann singen Bachs Dialogkantaten BWV 49, 57 und 152. In allen drei Werken geht es um die »letzten Dinge«, um Sterben und Tod. Allerdings um ein »Sterben mit höchster Begier« und um ein inbrünstiges »Ich wünschte mir den Tod«, wie es in der Kantate »Selig ist der Mann« BWV 57 heißt. Eine Todessehnsucht, die uns heute sehr fremd ist, die jedoch durch die Dialogform, durch das unmittelbare Gespräch zwischen Jesus Christus als Bräutigam und der gläubigen Seele als Braut im Sinne der »unio mystica«, einer Vereinigung im Geiste, erklärlich wird. Dadurch, so Thomas Quasthoff, »spricht Jesus direkt mit den Menschen, steigt gleichsam vom Sockel herab, auf den ihn die Religionen im Laufe der Jahrhunderte gestellt haben. Diese Art der Vermenschlichung fehlt uns heute.« Sie wieder herzustellen, ist hier auf eine sehr beredte und unmittelbar berührende Weise gelungen. Wenn, um nur ein Beispiel zu nennen, in der Kantate BWV 49 »Ich geh und suche mit Verlangen« Thomas Quasthoff im abschließenden Duett singt: »Dich hab ich je und je geliebt« und Dorothea Röschmann kunstvoll die Choralstrophe »Wie bin ich doch so herzlich froh« in das dichte Stimmengewebe einflicht, dann entsteht genau jenes Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Lebenswirklichkeit, das eine universale Sprache spricht. Dann ist die »Glaubensbahn« tatsächlich am Fuße der Himmelsleiter angelangt, jedoch einer Himmelsleiter, die auf dieser Erde steht". Dorothea Röschmann ist eine vollkommen gleichwertige Partnerin ( leider hat sie nicht drei Grammys gewonnen, steht also marketing-mässig etwas hinter Thomas Quasthoff- leider). Beide interpretieren im gleichen " Stil". Zitat:" Beide Sänger besitzen die Fähigkeit, die Affekte und Bilder der Bach'schen Klangsprache für den heutigen Hörer verständlich und nachvollziehbar zu übersetzen. Keine leichte Aufgabe bei Texten, die bereits von Carl Friedrich Zelter gegenüber Goethe als »verruchte deutsche Kirchentexte« und unerträglicher »Glaubensqualm« abgetan wurden. Und doch gelingt es den Interpreten in diesen drei Dialogkantaten, den von Bach vertonten Worten eine bestürzende Aktualität zu verleihen, Allegorien wie zum Beispiel den Stein, »der Zion hält und träget« und den Gott auf die »Glaubenbahn [. . .] geleget« hat, in eine klingende Bildersprache zu übertragen. Dass ihnen dabei ihre Bühnenerfahrung dient, klingt paradox - ist es aber nicht! Schon zu Bachs Zeiten hat der große Kantaten-Reformator Erdmann Neumeister Wert darauf gelegt, dass »eine Cantata nicht anders aus(sieht) als ein Stück aus einer Opera, von Stylo Recitativo und Arien zusammengesetzt«. Die Dialogkantate verlangt - darin durchaus einer »Opera« ähnlich - nach einer Partnerbeziehung. Thomas Quasthoff und Dorothea Röschmann haben sie. Minutiös und mit sehendem Herzen erspüren sie die seelischen Schwingungen, die vom anderen - also natürlich auch von den Instrumentalisten - ausgehen und reagieren sensibel darauf." Wenn man ihr Duo aus BWV 49 hört: Ich hab Dich je und je geliebt, wird die gemeinsame Kunst so " ohren-fällig" Quasthoff und Röschmann sind ein wunderbares Duo-gemeinsam Weltklasse ! Ueberzeugendes Plädoyer für eher unbekannten Bach 4 von 5 PunktenDiese CD enthält die so genannten dialog-kantaten, die im kantatenwerk von bach eher zu den unbekannteren werken gehören. schon allein aus repertoire-überlegungen ist also diese neueinspielung sinnvoll. und die interpretaton ist sehr gelungen: thomas quasthoff hat schon auf seiner letzten bach-cd bewiesen, dass er einen überzeugenden zugang zu dieser musik hat und ihr mit dem nötigen ernst und respekt begegnet. auch hier singt quasthoff textverständlich, geschmackvoll und mit wunderschöner tiefe. für meinen geschmack wird die stimme aber zunehmend etwas "gaumig", was - für mich - eine leichte beeinträchtigung des hörglücks bedeutet. dorothea röschmann ist ja mit barockmusik bekannt geworden. ihre cd mit den neun deutschen arien von händel ist immer noch eine der besten dieses werks. auch wenn die stimme in den letzten jahren deutlich schwerer und vielleicht etwas weniger flexibel geworden ist, gelingt frau röschmann hier eine wunderbar weibliche, stimmschöne und doch expressive leistung. beide sänger stellen sich ganz in den dienst dieser anspruchsvollen werke und verschmelzen in den duetten aufs schönste. die begleitung durch die berliner barock-solisten ist ganz hervorragend, ein besonderes lob gebürt dem organisten in der letzten kantate. das plädoyer für diesen eher unbekannten bach ist also durchaus überzeugend! |
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Thomas Quasthoff: the Voice von Thomas Quasthoff, Richard StraussAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 13,05 Erscheinungsdatum: Mai 2006 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
ProduktbeschreibungTHE VOICE |
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Betrachte,Meine Seel von Weigle, Sd, J.S. Bach/Händel/Haydn/und Andere, Staatskapelle DresdenAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,50 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Sept. 2006 |
Tracks:
2 Kundenrezensionen:Nicht irritiert, aber nicht überzeugt 4 von 5 PunktenQuasthoff ist ein großartiger Sänger. Muss das noch betont werden ? Die Stimme hat großen Umfang und er hat eine erxcellente Technik. Soweit es um Heldisches geht, Messias und Weihnachtsoratorium umwerfend gut. Aber der Titel der CD heisst: Betrachte meine Seele. Da wird eine pietistische Innigkeit gefordert, die ihm deutlich weniger zu Gebote steht. Höre ich Fischer-Dieskau oder Max van Egmond ist da eine Dimension, die mir Quasthoff nicht zeigt. Oder in der Arie " Nun ist der Herr zur Ruh gebracht" eine dunkle Wärme, wie sie unter Benjamin Britten der Bass Shirley Quirk hat. Das fehlt Quasthoff ein wenig. Seine Traurigkeit ist zu " hell". Das aber ist des gerade, was diese Musik so überwältigend macht. Die gesungene Tief-Traurigkeit.Unübertroffen Fischer-Dieskau 1959 mit Karl Richter. Ein so inniger, völlig unanstrengter Gesang ( Matthäus-Passion- mache Dich mein Herze rein). Angesichts dieser konkurrienden Leistungen sind fünf Sterne nicht zu vergeben. Quasthoff for ever! 5 von 5 PunktenDie ersten Kritiken, die ich las, waren übervoll des Lobes. Das machte schon einmal aufmerksam. Dann eine Hörprobe auf NDR-Kultur - keine Frage, diese CD mußte her - und begeistert vom ersten bis zum letzten Stück. Thomas Quasthoffs Stimme umfängt und entführt in andere Sphären. Voll und kraftvoll, sanft und fast zärtlich, ausdrucksvoll und mit spürbarer Hingabe - ein Schauer nach dem anderen ist beim Hören garantiert. Im Besonderen "Herr Gott Abrahams" aus dem Elias läßt einen bei geschlossenen Augen davonschweben. Thomas Quasthoffs neue CD ist Geniestreich! |
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Schumann Liederkreis von Thomas QuasthoffAudio CD von Rca Red Se (Sony BMG)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 8,25 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 1993 |
Tracks:
ProduktbeschreibungSCHUMANN LIEDERKREIS Eine Kundenrezension:Romantik zum Schwärmen 5 von 5 PunktenThomas Quasthoffs Schumann-Album ist, obgleich die Entscheidung bei diesem Künstler wirklich schwer fällt, mein Favorit. Dank der Vielfalt der Färbungen kann man bei jedem Anhören immer wieder neue Aspekte entdecken. Die Aufrichtigkeit und Wärme und das Feuer dieses in meinen Augen unerreichten Interpreten sind in jedem Lied spürbar, und trotz der Kürze einzelner Stücke erzeugt Thomas Quasthoff mit seiner ausdrucksstarken Stimme mühelos die entsprechende Atmosphäre. Er vereint, und das wird für mich gerade bei dieser CD deutlich, etwas Urtümliches, Bodenständiges mit ebenso fundiertem wie intuitivem Verständnis für die "hohe Kunst". Klasse! |
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