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Bernstein: West Side Story (Gesamtaufnahme). von Tekanawa, Carreras, Horne, Troyanos, BernsteinAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 9,91 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 1998 |
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5 Kundenrezensionen:Schreckliche Fehlbesetzung 1 von 5 PunktenWie kann man nur mittelalterliche Opernsänger für so junge Paraderollen der Musical-Literatur besetzen? Unglaubwürdiger geht nicht mehr. Übertrieben, gekünstelt, falsches Timbre und furchtbare Akzente. Welcher Teufel hat den guten Bernstein denn da geritten, diese zweifellos zu recht bekannten Opernstars an sein geniales Musical heranzulassen und dann noch selber diese unglückliche Aufnahme selbst am Pult zu verantworten? Ist mir schleierhaft. Hände weg! Lieber unbekannte Künstler, die das Genre beherrschen und nicht klingen wie 40 Jahre zu alt für diese Rollen! "Zwei in Einer" 5 von 5 PunktenAls ich 1989 in der DDR die Doppel-LP zu kaufen bekam war ich glücklich. Leider konnte man die Gesamtaufnahme nie richtig genießen, da ja nach 20 min die Plattenseite gewechselt werden mußte. Jetzt habe ich das Werk auf Platte und CD! Welch ein Glück! Das Original 5 von 5 PunktenIch weiß, die Meinungen zu dieser Aufnahme aus dem Jahr 1984 sind geteilt: Für die einen stellt die Einspielung das Genialste dar, das Bernstein jemals abgeliefert hat, die anderen reiben sich an Unzulänglichkeiten wie zum Beispiel einem - man muss ja ehrlich bleiben - völlig überforderten José Carreras als Tony oder generell am Einsatz "klassischer" Sänger für die Hauptpartien. Ich selbst habe diese Aufnahme immer mit absoluter Begeisterung gehört. Carreras spanischer Akzent war mir völlig wurscht, und es hat mich auch nicht interessiert, was irgendwelche Klassik- oder Musicalpuristen von ihrem jeweiligen Standpunkt aus dazu sagten. Tatsache ist jedenfalls, dass diese West Side Story das "Originalste" ist, das wir überhaupt kriegen können. Schließlich hat hier der Komponist persönlich die Stabführung übernommen. Und der wird schon wissen, was für sein Werk angemessen ist. Nicht unerwähnt bleiben sollte auch die enorme Leistung jedes einzelnen Musikers, der hier mitgewirkt hat. Perfekt! Sänger sind ja schön und gut, aber ohne entsprechende Stütze aus dem Orchestergraben können die doch eigentlich einpacken.< Geniale Aufnahme 5 von 5 PunktenWer jemals diese Aufnahme gehört hat, kommt nicht wieder von ihr los. Bei mir war es vor zwei Jahren, als ich das Video zu dieser Produktion mit Lenny the Legend am Pult sah und vor Begeisterung überschäumte. Was den guten Gesamteindruck, den fast alle Sänger hinterlassen, doch stört, ist die Darbietung von José Carreras als Tony, sowohl sein Akzent als auch seine übertrieben akzentuierte Art zu singen passen nicht wirklich gut in das Gesamtbild, vor allem bei dem Liebesduett "make of our hands one hand" stört die "Knödelei" doch sehr. (Zitat Bernstein während der Proben: "Hey, Carreras, haven`t you done your homework?")Aber davon sollte man sich nicht weiter stören lassen, der Komponist Bernstein und der Dirigent Bernstein sind in diesem Werk einfach nicht zu überbieten. Auch die Tatsache, dass hier kein eingespieltes Orchester, sondern ein zusammengewürfelter Haufen Musiker aus New York im Graben sitzen, stört keinesfalls, Bernstein führt diese zu orchestralen Höchstleistungen in Präzision und Balance. Herausragend! Mein Klassiker 5 von 5 PunktenDie Lieblings-CD der ganzen Familie. Es ist immer wieder mitreissend, die hervorragende Einspielung unter der Leitung von Leonard Bernstein selbst aus dem Jahr 1985 zu hören. Mit seiner Energie und seinem Elan spornt er das hochkarätige Ensemble - unter ihnen Jose Carreras und Kiri te Kanawa - zu Höchstleistungen an. Wer einmal die Filmmitschnitte der Proben zu dieser Einspielung gesehen hat, den lassen diese Eindrücke nicht mehr los. Die West Side Story ist schnell erzählt. Zwei Jugendgangs, die amerikanischen "Jets" und die puertorikanischen "Sharks", geraten in einen Konflikt. Der "Jet" Tony verliebt sich in Maria, die Schwester von "Shark" Bernardo. Bei einer Messerstecherei kommt ein "Jet" um und Tony ersticht Marias Bruder Bernardo. Der Bandenkrieg eskaliert. Trotz ihrer Verzweiflung kann Maria Tony nicht verstossen. Als Tony - die falsche Informationen - bekommt, Maria sei aus Rache von den "Sharks" getötet worden, läuft er verzweifelt durch die Straßen und wird von "Shark" Chino erschossen. Neben der musikalischen Leistung überzeugt bei dieser CD das Booklet mit der Geschichte der Entstehung der West Side Story, einer ausführlichen Besprechung des Werks zwischen Musical und Oper, einer Inhaltsangabe und einem Libretto in drei Sprachen. |
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West Side Story CD + DVD (Ltd. Edit. Deluxe) von Te Kanawa, Carreras, TroyanosAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 15,85 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 2007 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Eine Kundenrezension:Ein Stück Musikgeschichte 5 von 5 PunktenIch hatte bei der Erscheinung der Aufnahme auf Vinyl auch die Dokumentation dazu im Fernsehen gesehen. Mich hat Bernsteins Musik und seine Art zu dirigieren und die Sänger einzuweisen, faszniniert. Dieser Mann lebte Musik und selbst Profis wie Jose Charerras und Kiri Te Kanawa hatten teilweise Mühe mit ihm Schritt zu halten. Diese Energie kann man jetzt nicht nur hören, sondern auch sehen! Ich bin sehr froh, dass ich meine alte Videokassette entsorgen darf, die Schallplatte dagegen werde ich in Ehren halten. |
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Krönungsmesse KV 317/Spatzenmesse/+ von Rafael Kubelik, Sobr, SdAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 3,95 Erscheinungsdatum: August 1987 |
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ProduktbeschreibungKRÖNUNGSMESSE/SPATZENMESSE/+ |
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Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro (Die Hochzeit des Figaro) (Gesamtaufnahme) von Gundula Janowitz, Hermann Prey, Tatiana Troyanos, Chor der Deutschen Oper BerlinAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 28,95, Angebote ab EUR 23,63 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 1997 |
Tracks:Disk 1
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3 Kundenrezensionen:Altersweise 5 von 5 PunktenAls Karl Böhm diese Aufnahme durchführte, war er bereits weit über 70 Jahre alt. Herausgekommen ist das Werk eines alten Mannes, der mit Wehmut an die Turbulenzen der Jugendjahre zurückdenkt. Figaro als Erinnerungs- und Nostalgiestück sozusagen. Die Tempi sind bis auf das allerletzte Ensemble extrem zurückgenommen, die ganze Aufnahme atmet den Geist einer wunderschönen Melanchonie. Dass dieses Konzept, das also ganz anders ist als das der vorwärtsdrängenden - ebenfalls unvergleichlichen - berühmten Karajan-Aufnahme, dass also dieses Konzept aufging und uns damit eine Sternstunde der Schallplattengeschichte geschenkt wurde, liegt an der Homogenität des Sänger-Ensembles. Man kann niemanden aus der Sängerschar herausheben, alles ist ganz und gar unverkrampft und natürlich. Nur die allerbesten Sänger, die eben hier versammelt sind, konnten den unkonventionellen Ansatz Karl Böhms umsetzen. Wer großes Gefühlskino sucht, wird zu dieser Aufnahme greifen. Etwas steif, aber solide 4 von 5 PunktenDies ist sicherlich Karl Böhms schönste Mozart-Gesamtaufnahme und hat sich mit recht seit Jahrzehnten im Katalog bewart. Dabei hört man ihr das Alter nicht wirklich an. Lediglich die für heutige Begriffe etwas langsamen Tempi und die etwas steife, eckige Artikulation verraten das Alter der Aufnahme - da waren Giulini und vor allem Erich Kleiber Jahre früher schon erheblich weiter. Dafür sind die Sänger größtenteils großartig: Immerhin ist dies neben einem späteren Film und der alten Fricsay-Aufnahme das einzige Tondokument des weltweit berühmtesten Grafen Almaviva der fünfziger und sechziger Jahre. Und Dietrich Fischer-Dieskau ist weniger ein jugendlicher Macho, als ein eleganter Despot, und als solcher sehr glaubhaft. Daneben zeigt er vielen Kollegen, wie man besonders in den Ensembles perfekt phrasiert. Ihm zur Seite steht Gundula Janowitz als sehr statische, edel zögernde und gerade deshalb neben diesem Ehemann sehr überzeugende Gräfin. Edith Mathis ist neben ihr die perfekte Susanna - selten habe ich zwei Stimmen gehört, die so sagenhaft harmonierten - wie zwei Seiten derselben Medaille, ähnlich, und doch immer unterscheidbar. Hermann Prey singt einen soliden Figaro, routiniert, mit schöner Stimme und etwas bieder-deutschem Humor. Vor allem aber stört mich hier mehr als bei anderen Kollegen (Taddei) das helle Bariton-Timbre. Ich bevorzuge hier einen Baß-Bariton oder Basso cantante (Berry, Kunz, Siepi!!!), die dem Figaro mehr Profil und ein bißchen Gefährlichkeit geben können. Sonst wirkt Figaro die ganze Zeit wie ein Spielball der Frauen. Tatiana Troyanos ist als Cherubin etwas temperamentlos, singt aber mit sehr schöner Stimme. Das restliche Ensemble ist ebenfalls ausgezeichnet. Insgesamt eine Aufnahme, die sich mit Recht seit vielen Jahren im Katalog gehalten hat, wenn es auch lebendigere (Kleiber)und italienischere (Giulini, Abbado) Aufnahmen gibt und gab. Mein Lieblings-Figaro 5 von 5 PunktenWenn es von einem Werk wie Mozarts "Figaros Hochzeit" eine solche Fülle von erstklassigen Einspielungen gibt, so hat man buchstäblich die Qual der Wahl, daraus seine Lieblingsaufnahme zu wählen. Ich kenne die Aufnahmen von Karajan (EMI 1950, ohne Rezitative), Erich Kleiber (Decca 1955), Giulini (EMI 1959), Leinsdorf (RCA 1960), Fricsay (DGG 1961) und wieder Karajan (Decca 1979). Alle genannten Einspielungen, jede einzelne von hoher Qualität, habe ich mir der Reihe nach vorgenommen, z.T. allerdings nur kursorisch, und bin dann zu der Überzeugung gelangt, daß Böhms Berliner Produktion von 1967 diejenige ist, die ich im Gesamten, nicht in allen Teilen, als die für mich überzeugendste bezeichnen würde. Das Sängerteam ist von einmaliger Homogenität, es gibt keinen einzigen Ausfall. Fischer-Dieskau hatte schon bei Fricsay den Grafen gesungen, in der sieben Jahre jüngeren Böhm-Aufnahme scheint mir seine Rollengestaltung noch reifer und tiefer zu sein. Besonderer Höhepunkt ist Gundula Janowitz als Gräfin; ihre sanfte und doch kräftige Stimme gibt der Rolle einen ganz eigenen Reiz. Nie habe ich das Gebet zu Beginn des 2. Aktes inniger und so tief empfunden gehört. Sie übertrifft da sogar meine andere Lieblingssängerin in dieser Partie, Elisabeth Schwarzkopf, oder auch Elisabeth Grümmer, die allerdings nur in einem alten Electrola-Querschnitt (mono) mitgewirkt hat. Die Susanna der Edith Mathis braucht keinen Vergleich zu scheuen, Hermann Prey als Figaro und der Cherubino von Tatjana Troyanos genügen höchsten Ansprüchen. Reizvoll ist übrigens auch das seltene Zusammenwirken der beiden langjährigen Rivalen Fischer-Dieskau und Prey. Die übrigen Rollen sind tadelsfrei besetzt, und Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin bringen unter Karl Böhms erfahrener Leitung die ganze Farbpalette der Partitur wunderbar zum Klingen. Die klangliche Realisation ist hervorragend; die Tontechniker der DGG haben den Klang naturtreu und ausgewogen eingefangen. Zweifellos eine der schönsten Ausgaben in der verdienstvollen Serie "The Originals". Das Textbuch ist umfangreich und läßt keine Wünsche offen. Es enthält das vollständige Libretto mit mehrsprachiger Übersetzung und wertvolle Beiträge über Werk und Interpreten. |
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Schoenberg:Gurrelieder von Mccracken/Norman/TroyanosAudio CD von Australia (Megaphon Importservice)Preis bei Amazon: EUR 32,99, Angebote ab EUR 10,34 Erscheinungsdatum: Oktober 2005 |
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Arien, Duette und Trios aus Opern [UK-Import] von Nicolai Gedda, Arleen Auger, Tatiana Troyanos, Gundula Janowitz, Münchner RundfunkorchesterAudio CD von Bella VocePreis bei Amazon: EUR 13,99, Angebote ab EUR 12,79 Erscheinungsdatum: August 1998 |
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Waisenhausmesse/Spatzenmesse von Janowitz, Moll, Abbado, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,44 Erscheinungsdatum: April 2005 |
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ProduktbeschreibungWAISENHAUSMESSE/SPATZENMESSE |
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Strauss: Ariadne auf Naxos (Gesamtaufnahme) von Leontyne Price, Edita Gruberova, Georg Solti, Rene Kollo, Tatjana TroyanosAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 29,99, Angebote ab EUR 12,56 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 1998 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
4 Kundenrezensionen:Gigantisch! 5 von 5 PunktenVielen Dank, Herr Solti! Wenn man sich als Vergleich die Aufnahme mit Jessye Norman (die ich über alles liebe) anhört, versteht man, dass hier tatsächlich alles gelungen ist. Die groteske Situation, eine Opera Seria ad-hoc mit einem leichten Stück verbinden zu müssen, die Charaktere wie z. B. der Komponist, der in seiner übersteigerten Emotionalität wohl als Klischeekünstler angesehen werden darf, die Diva etc. - hier stimmt wirklich alles! Leontyne Price ist gigantisch, man beachte die Tiefenlotung: "Es gibt ein Reich ...Totenreich"! Die Höhen sitzen an anderer Stelle nicht immer, aber hier hat man wirklich den Eindruck, eine Person gehört zu haben. Dies ist das Rollenportrait einer gequälten Seele! Abzüge für Frau Gruberova (trotzdem noch fünf Sterne), die ich für die überschätzteste Sängerin überhaupt halte (schrill grässlicher Tonfall, hässliche Koloraturen ... Schauderhaft!!!) Aber das ist wohl Geschmackssache ... René Kollo ist mit seinem Bacchus überfordert, aber - hieran erkennt man wieder die Genialität Soltis - alles fügt sich wundersam zusammen. Die Szene, in der Ariadne, die den Bacchus für den Todesboten hält und deshalb die Anspielung auf Circes Trank missversteht, singt: "... du sprachst von einem Trank" ist urkomisch und berührend zugleich. Solti fügt die Handlungsfäden musikalisch so ineinander, dass selbst sängerische Schwächen ausgeglichen werden. ... und dann war da noch dieses Nymphenterzett - ich glaube, das wird man sonst wohl nirgends so hören, wie in dieser Aufnahme. Gänsehaut garantiert! Gruberova über alles 3 von 5 PunktenEine fulminante Zerbinetta von Edita Gruberova, solide Leistungen in den kleinen Rollen, ein guter Komponist von Tatiana Troyanos, das war's denn. Georg Solti ist in guter, aber nicht in Bestform. Leontyne Price als Ariadne ist schlicht und einfach fehlbesetzt, ihr Fach ist die italienische Oper. Barry McDaniel als Harlekin ist stimmlich am Ende seiner Kräfte, René Kollo als Bacchus ist eine fade Enttäuschung, aber die Rolle ist ja auch nicht gerade dankbar. Referenzaufnahme 4 von 5 PunktenIm Widerspruch zu den bisherigen Rezensenten würde ich dieser Aufnahme den Rang einer "Referenzaufnahme" zubilligen. Und zwar deshalb, weil das Orchester so brillant, exakt und seelenvoll spielt, dass ein musikalisches Hauptmerkmal dieser Oper - ein ironisches "KAmmerspiel" von später ungeahnter Kraft und Tiefe zu sein - hervorragend (besser als in jeder anderen Aufnahme) zur Geltung kommt und damit dem Hörer, der das Stück nicht kennt, einen sehr wohl gültigen und anregenden Eindruck verschafft. Frau Gruberova ist in Höchstform und gibt, was Nuancenreichtum und Stimmflexibilität betrifft, die m. E. beste ZErbinetta aller Zeiten. (Auch live habe ich sie über zwanzig Jahre nach Entstehen der Aufnahme noch voll erstaunter Dankbarkeit in Wien darin brillieren hören dürfen.) Kollo, keinesfalls einer der einfühlsamsten Tenöre, ist hier wenigstens rein stimmlich in sehr guter Verfassung und intoniert relativ sauber, gibt also einen respektablen Bacchus ab. Tatjana Troyanos als Komponist ist eigenwillig, aber in jedem Moment engagiert, stark, und in manchen Momenten sehr klangschön. Schließlich: die Titelrolle. Natürlich ist Frau Pryce keine Idealbesetzung. Aber sie macht dies durch ihre wunderbaren Tiefen ("Totenreich"!) und ihre manchmal leicht rauchigen, wie durch eine Wolke stoßenden Spitzentöne ("Li-icht") in meinen Augen durchaus wert, und bringt in der Schlussapotheose genug schiere Power mit, um deutlich zu machen dass es sich keineswegs um einen rosa-roten, sondern um einen durchaus gewaltsamen Vorgang handelt. ICh finde sie daher eine GUTE Ariadne. Soltis Dirigat ist diskutabel. In meinen Augen geht er aber gerade mit dem sehr romantischen Mittel der Agogik so raffiniert um, dass er dem wie gesagt hervorragend getrimmten Orchester erstaunliche WIrkungen entlockt. Ich habe etwa den Sprung des Komponisten (und mit ihm der ganzen Orchesterstimmung) bei den Worten "Sie hält ihn für den - Todesgott..." noch nie so ergreifend gehört; auch für das Schlussduett sind ähnliche Wirkungen beschreibbar. Die Opern-Ouvertüre und das Nymphenterzett habe ich nie wieder so schön gehört wie bei Solti; die Stelle vor dem Erscheinen des Bacchus ist in ihrem extremen Rubato und gleichzeitig fast primitiver Wildheit (Tamburin, Hörner) so gespielt, dass ich an eine Opferung statt an eine Epiphanie denken musste - großartig. Kurzum: eine sehr, sehr gute Aufnahme, der ich nur wegen ihrer nicht "ideal" besetzten Titelrolle und einer gewissen manchmal fühlbaren Studio-Glätte einen Stern abziehe. Durchschnittliche Aufnahme 3 von 5 PunktenNeben den Aufnahmen Karajans (mit Schwarzkopf als bester Ariadne aller Aufnahmen, Seefried, Schock, Streich, Prey) und Keilberths (Zadek, Jurinac, Hopf, Streich) und dem sensationellen Mitschnitt Karl Böhms mit Lisa della Casa und Hilde Güden kann diese Aufnahme nicht bestehen. Leontyne Price, für mich neben Maria Callas die größte Verdi- und Puccini-Sopranistin dieses Jahrhunderts, ist mit Strauss feinen Melodien ebenso überfordert wie mit der Gestaltung des anspruchsvollen Hofmannstahl-Textes überfordert. Edita Gruberova ist eine gute Zerbinetta,ohne an Rita Streich heranzureichen, Tatiana Troyanos wird durch Sena Jurinac und vor allem Irmgard Seefried auf hintere Plätze verwiesen.Einzig René Kollo und das fabelhaft spielende London Philharmonic Orchestra retten die Aufnahme ein wenig, können die Schwächen in der Besetzung nicht wettmachen. |
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Essential Opera von Bartoli, Carreras, Domingo, Pavarotti, Te KanawaAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 6,91 Erscheinungsdatum: Juni 2005 |
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Carmen (Gesamtaufnahme) von Tatiana Troyanos, José van Dam, Kiri te Kanawa, Lpo, Sir Georg SoltiAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 49,95, Angebote ab EUR 34,50 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1991 |
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2 Kundenrezensionen:Lyrische Carmen mit vollkommener Stimmschönheit 5 von 5 PunktenAuch bei der Oper "Carmen" ist es wahrscheinlich unmöglich, die EINE, BESTE Aufnahme zu benennen, so unterschiedlich sind die Ansätze und Stärken. Soltis Interpretation steht in genauem Gegensatz zur Deutung Bernsteins, die ich ebenfalls sehr schätze (s. meine Rezension dort) und setzt ihr ein Ergebnis entgegen, daß sich (im Vergleich zur risikoreich-spannungsgeladenen Musizierweise) vor allem durch beeindruckende Stimmigkeit und Geschlossenheit sowie durch den uneingeschränkt schönen Stimmklang (fast) aller beteiligten Sänger auszeichnet. Allen voran TATIANA TROYANOS in der Titelrolle: noch nie habe ich eine solch attraktive, bis in die Höhen schmelzig und leuchtkräftige, dabei nie ihr warmes Mezzo-Timbre verlierende Carmen gehört, die (anders als z.B. ihre überforderte Sopranistenkollegin Gheorghiu) auf jede Form von Abdunkeln oder Forcieren zu verzichten vermag; am ehesten erinnert sie mich (nicht vom deutlich dramatischeren Stimmfach, wohl aber von ihrer geschmeidig-warmen Klanglichkeit her) an Magdalena Kozena. Ihr Interpretationsansatz ist dabei lyrischer, als man es von dieser Rolle normalerweise gewohnt ist: eine Carmen, die sich durch eigene Verletzlichkeit auszeichnet und verdeutlicht, daß auch ihre Art zu lieben und zu leben Leiden an der Unentrinnbarkeit innerhalb der eigenen Verhaltensmuster miteinschließt. Gefährlich oder gar dämonisch wirkt sie deutlich seltener als Marilyn Horne - und wenn, dann weniger durch Stimmexplosionen, als durch kühle, drohende Zurückhaltung. Wer diesen Rollenansatz zu schätzen vermag, wird durch Frau Troyanos mehr als belohnt werden. Den besonderen Wert dieser Aufnahme macht aus, daß alle weiteren Beteiligten den lyrischen Grundansatz aufzugreifen fähig sind und somit ein an Stimmigkeit nicht zu übertreffendes Gesamtkunstwerk entstehen lassen. KIRI TE KANAWA, bei der mir in anderen Opern immer wieder eine tiefere Durchdringung und differenziertere Ausgestaltung von Charakter und Psychologie der jeweiligen Rolle zu fehlen scheint, kann hier gerade durch die Einfachheit und Natürlichkeit ihres fast instrumental wirkenden Zugangs zum Musizieren als Dorfmädchen überzeugen und findet dabei (anders als m.E. zum Beispiel bei Mozart) eine gute Balance zwischen substanzhaltiger Wärme und flötenähnlicher, weicher Helligkeit. PLACIDO DOMINGO, auf der ersten seiner drei Studioproduktionen, beweist, daß er der ideale Don José ist: leidenschaftlich, kraftvoll, dabei fähig zu jeder schwärmerischen bis verzweifelten Ausdrucksnote, vom Aufbegehren bis zum Zusammenbruch, mit absoluter Glaubwürdigkeit. Die zärtliche Lyrik, die er mit seiner vielseitigen Stimme ebenso überzeugend zu entfalten vermag, ermöglicht ein optimales Verschmelzen mit den beiden weiblichen Hauptakteurinnen in Duetten, die schöner kaum denkbar sind. JOSE VAN DAM, der zumindest quantitativ unübertroffene Hauptvertreter der Bariton-Partien im französischen Fach, ist ebenso ein luxuriöser, hier auch noch recht "jugendlicher" Escamillo, wenngleich mir seine Stimme noch nie besonders gefallen hat: bei aller Differenziertheit des Ausdrucks fehlt mir in seinem eher trocken und mental geformt wirkenden Klang häufig das strömende Element; als Torero zeigt auch er sich von einer ungewohnt nachdenklichen, seriös-melancholischen Seite, die mir jedoch mehr Sympathien abgewinnen kann, als ich bislang für den auftrumpfenden Arenahelden aufzubringen bereit war. SIR GEORG SOLTI, sonst durchaus für temperamentvolles, markantes Musizieren bekannt, schafft mit glühender Binnenspannung ohne veräußerlichte Effekte mehr als nur den notwendigen Raum für die aus der Verinnerlichung gespeiste Entfaltung seiner Protagonisten - und hat damit wieder einmal eine Referenzleistung vollbracht. Mein Klassiker 5 von 5 PunktenBei der Einspielung der Oper "Carmen" unter Sir Georg Solti handelt es sich um eine Aufnahme, die das spanische Kolorit des Themas am besten vermitteln kann. Insbesondere Tatiana Troyanos in der Rolle der Carmen hat eine Ausstrahlung in der Stimme wie ich sie bei keiner anderen Aufnahme vernommen habe. Dies gilt auch für die Sprechrollen. Mit Placido Domingo als Don José wurde für Sie der passende Gegenpart gefunden. Das harmoniert musikalisch glänzend, wenn auch die Handlung zum Schluss etwas anderes zum Ergebnis hat. Sir Georg Solti hat das Orchester bestens eingestellt und so sind Becken und große Trommel im Vorspiel sehr gut zu einander abgestimmt. In vielen andern Aufnahmen scheppert das Becken meist unüberhörbar über die anderen Instrumente hinweg. Der sorgsam ausbalancierte Orchesterklang wird über die ganze Oper hinweggeführt. Der John-Alldis-Choir ist ein weiterer Höhepunkt dieser Aufnahme. Im sehr ausführlichen Beiheft gibt Solti eine Beschreibung und Kommentare zur Entstehung der vorliegenden Aufnahme, die es dem Hörer ermöglichen, neue Aspekte in der Aufnahme zu entdecken. Wenn es etwas zu bedauern gibt, dann dass die Aufnahme bereits 1975 entstanden ist und noch nicht über die technischen Aufnahmemöglichkeiten von heute verfügt, aber für die damalige Zeit noch auf hohem Niveau liegt. Der künstlerische Wert übersteigt aber diesen kleinen Verlust bei weitem, und ich kann diese Einspielung nur wärmstens empfehlen. Es ist halt etwas für die Insel. |
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