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Tragediennes 2 von Veronique Gens, Christophe RoussetAudio CD von Virgin Cla (EMI)Preis bei Amazon: EUR 12,98, Angebote ab EUR 8,73 Erscheinungsdatum: Mai 2009 |
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Tragediennes von Véronique Gens, Various, Christophe Rousset, Les Talens LyriquesAudio CD von Other (EMI)Preis bei Amazon: EUR 14,99, Angebote ab EUR 7,74 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Mai 2006 |
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Eine Kundenrezension:Veronique Gens auf neuen Spuren 5 von 5 PunktenIhre jüngste Solo-CD widmet Veronique Gens den tragischen Frauengestalten verschiedener Opern. Dabei macht sie einen Streifzug von Gluck zu Campra. Dabei überzeugt Veronique Gens mit weichem Timbre und ausgezeichneten dramatischen Qualitäten. Schön auch, dass die ausgewählten Arien nicht das Standard-Programm (Best of Opera...) bedient, sondern den Zuhörer in seltens gespielte und interpretierte Gefielde der Opernmusik führt. Veronique Gens versteht es erneut, dem Zuhörer einen Klangenuss ganz besonderer Art zu geben! |
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Nuit d'Etoiles von Veronique Gens, Roger VignolesAudio CD von Virgin Classics (EMI)Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 9,97 Erscheinungsdatum: März 2000 |
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ProduktbeschreibungNUIT DETOILES Aus der Amazon.de-RedaktionDie französische mélodie, der Einfachheit halber oft als Gegenstück zum deutschen Kunstlied dargestellt, entwickelte sich unter den Händen von Gabriel Fauré, Claude Debussy und Francis Poulenc zu einer Kunstform ganz eigener, typischer Prägung, die einen Vergleich mit den Liedern Schuberts oder Schumanns kaum zulässt. Geschmeidige, bezaubernde Gesangslinien, getragen von einer farbenreichen spätromantischen Harmonik, sind das Markenzeichen der mélodies von Gabriel Fauré, mit denen Véronique Gens ihr repräsentatives Recital eröffnet. Reizend gelingt ihr beispielsweise "Après un rêve", und gemeinsam mit dem hervorragend begleitenden Roger Vignoles, der in "Le papillon et la fleur" und "Mandoline" mit seinem durchsichtigen, flexiblen Spiel begeistert, trifft sie den melancholischen Ton von "Les berceaux", dessen Text von den Matrosen großer Schiffe handelt, die am Tag der Abreise zu fernen Zielen ihre Frauen und Kinder zurücklassen müssen. Allerdings manifestiert sich bereits in diesen Liedern ein prinzipielles Problem der Stimmgebung von Véronique Gens, das bei aller Beweglichkeit und Klangschönheit ihres Vortrags manchmal Wünsche offen lässt: Ihren Vokalen fehlt es an letzter Präsenz und Klarheit, sie neigt zu einem etwas gedeckten Ansatz. Eine Folge davon ist die ein wenig blasse Steigerungspassage und der nicht wirklich gut sitzende Spitzenton in "Les berceaux". Die Lieder von Claude Debussy kommen dieser Art der Stimmgebung etwas mehr entgegen. Mit wohlklingender, runder Mittellage und einzelnen zarten Pianotönen in der höheren Lage verleiht Gens beispielsweise der verhangenen Stimmung der "Trois chansons de Bilitis" passenden Ausdruck. Interessant ist hier der Vergleich mit der 1936 entstandenen Einspielung dieser Lieder von Maggie Teyte, begleitet von Alfred Cortot; die große Engländerin hatte in ihren frühen Jahren mit Debussy selbst gearbeitet und lieferte im Alter von 48 Jahren zahlreiche Liedaufnahmen nach. Teyte gestaltet überraschend nüchtern, viel direkter und teilweise schärfer als Gens. So gerät bei ihr etwa die Passage "Les satyrs sont morts..." in "Le tombeau des Naides" härter, schauerlicher. An anderen Stellen wiederum hat Veronique Gens ihr in punkto Eleganz und Differenziertheit etwas voraus. Die Qualität der Interpretation erschließt sich auch im Fall der Lieder von Francis Poulenc durch den Vergleich: Poulenc spielte einen großen Teil seiner Lieder mit dem von ihm verehrten Bariton Pierre Bernac ein, u.a. auch die Banalités nach Texten von Apollinaire. Bernac betont durch seine sehr vom Text ausgehende, akzentuierte Interpretation und durch seine eigenwillige Stimmgebung den kabarettistischen Aspekt der Lieder. Véronique Gens vermag auch diese Seite der Kompositionen zu präsentieren, allerdings vielfach in einen Mantel zauberhaften Wohlklangs gehüllt, der so von Bernac -? absichtlich? -? selten zu hören ist. --Michael Wersin |
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Nuits d'Ete/Mort de Cleopatra von Veronique GensAudio CD von Virgin Classics (EMI)Preis bei Amazon: EUR 16,99, Angebote ab EUR 4,40 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2001 |
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ProduktbeschreibungNUITS DETE/MORT DE CLEOPATRA Aus der Amazon.de-RedaktionVéronique Gens ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch in die ersten Reihen der Nachwuchssoprane. Nach etwas verhaltener Begeisterung über ihr französisches Liederrezital im vergangenen Jahr gebührt der neuen Berlioz-CD der Sängerin nun höchstes Lob: Mühelos kann ihre Einspielung von Les nuits d'été und La mort de Cléopâtre großen historischen Vorbildern standhalten. Für den erstgenannten Zyklus kommen zum Vergleich vor allem die bekannte Version von Janet Baker (1967) und die derzeit nur etwas versteckt veröffentlichte Einspielung von Victoria de los Angeles (1955) in Betracht. Unbeschadet der jeweils etwas unterschiedlichen Transpositionen, die jede der Sängerinnen verwendet (Gens hält sich durchweg an die hohe Sopranfassung) stellt die Neuaufnahme von Véronique Gens eine echte Alternative zu den genannten älteren Einspielungen dar: Dank ihrer gut im Körper verankerten, auch zu dunkleren Tönen fähigen Stimme trägt Gens einiges von der Intensität und Wärme der Aufnahme Janet Bakers in die Sopranlage, wobei sie jugendlicher und leichter klingt als die Engländerin. Gegenüber Victoria de los Angeles bedient sich Véronique Gens eines instrumentaleren, glatteren Ansatzes, für den ihr das hervorragend begleitende "Orchestre de l'Opéra National de Lyon" unter Louis Langrée eine tragfähige und voluminöse instrumentale Grundlage gibt. Faszinierend sind die Schönheit und der Farbenreichtum von Gens' Stimmmaterial -- zwei Aspekte, die auch in der ebenfalls enthaltenen Kantate La mort de Cléopâtre eindrucksvoll zum Tragen kommen. Auch von diesem Stück existiert bereits eine hervorragende Aufnahme von Janet Baker. Angesichts des atemlosen Entsetzens der Kleopatra, die durch den selbst herbeigeführten Tod ihr blühendes Leben aushaucht, ist Véronique Gens im Vergleich die deutlich jüngere, während Baker abgeklärter und gefasster klingt. Die tiefen Passagen machen Gens nicht die geringste Mühe, im Gegenteil: Gern hört man den weiten, offenen Klang ihres Brustregisters, das niemals isoliert hervorsticht, sondern perfekt an die Mittellage angeschlossen ist. Drei weitere Orchesterlieder von Berlioz ergänzen diese Aufnahme, die keinerlei Wünsche offen lässt. Den Hörer erwartet ein wunderbares Beispiel für die Qualität der gegenwärtigen Gesangskultur. CDs wie diese lassen einen mit Freude zu einer Neuaufnahme statt zu den bewährten Standardeinspielungen greifen. --Michael Wersin Eine Kundenrezension:Tolle Solo-CD mit seltenen Stücken 5 von 5 PunktenV. Gens singt Berlioz und kommt mit ihrer Simme voll zum Einsatz. Besonders ihre weiche Klangfärbung bekommt den Stücken sehr gut. Das letzte Lied ist zugleich das beste. Insgesamt eine angenehme Zusammenstellung und eine sehr, sehr überzeugende Interpretation einer großen Sängerin, die in Deutschland (leider) noch immer viel zu unbekannt ist... |
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Véronique Gens ~ Händel Cantatas (La Lucrezia · Armida · Agrippina) von Veronique Gens, VariousAudio CD von Other (EMI)Preis bei Amazon: EUR 10,99, Angebote ab EUR 4,25 Erscheinungsdatum: Juli 2006 |
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Opera Arias von Veronique Gens, Bolton, OaeAudio CD von Virgin Cla (EMI)Preis bei Amazon: EUR 11,99 Erscheinungsdatum: Sept. 2010 |
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Airs de concert et d'opéras (Arien) von Véronique Gens, Melvyn TanAudio CD von EMI ClassiPreis bei Amazon: EUR 20,67, Angebote ab EUR 4,69 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juli 1998 |
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Eine Kundenrezension:Superstimme 5 von 5 PunktenVeroniqué Gens beweist auf dieser Aufnahme, dass ihre Stimme und Mozart in nahezu idealer Weise zusammengefunden haben. Diese CD besticht durch gute Aufnahmetechnik und ein hinreißendes Klangvolumen der Interpretin. Insbesonder die beiden Così-Arien verdeutlichen, dass Gens sich hier auf einem sehr sicheren Boden bewegt, gleichzeitig vermag sie aber auch mit ihrem Gesang etwas auszusagen. Auch in der Konzertarie (Nr. 5) besticht Veroniqué Gens mit ihrem klaren Sopran. Eine CD, die nicht nur für jeden Mozart-Fan ein Muss ist... |
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Chants d Auvergne von Veronique Gens, J.-C. CasadesusAudio CD von NaxosPreis bei Amazon: EUR 5,99, Angebote ab EUR 0,24 Erscheinungsdatum: Januar 2005 |
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ProduktbeschreibungCHANTS D AUVERGNE |
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Mozart - Don Giovanni / Mattei · Cachemaille · Remigio · Gens · Padmore · Larsson · Fechner · Oskarsson · MCO · Harding von Véronique Gens, Wolfgang Amadeus Mozart, Daniel Harding, Mahler Chamber Orchestra, Gilles Cachemaille, Carmela Remigio, Lisa Larsson, Mark Padmore Peter MatteiAudio CD von Virgin Classics (EMI)Preis bei Amazon: EUR 37,99, Angebote ab EUR 20,76 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2000 |
Tracks:Disk 1
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Aus der Amazon.de-RedaktionMozart Opern nach Libretti von Lorenzo Da Ponte sind mit ihren frivolen Zweideutigkeiten, perfiden Winkelzügen und melancholischen Stimmungen schwer zu realisieren. Allzu realistisch ausgelegt, bergen sie in sich die Gefahr der Persiflage, des Abgleitens in die Vulgarität. Davon ist natürlich Mozarts 1787 in Prag uraufgeführter "Don Giovanni" nicht ausgenommen. Erstmalig stellt der blutjunge Dirigent Daniel Harding seine Deutung des Mozartschen "Charakterstückes" vor: ein Live-Mitschnitt von dem Festival in Aix-en Provence 1999. Ein glückliches Händchen belegt er bereits bei der wohl wichtigsten Entscheidung, der Auswahl der Stimmen. Das gilt ebenso für die Frauen wie für die Männerstimmen. Genau richtig für einen Racheengel, der sich gern als Seelchen aufspielt, erscheint mir Carmela Remigios Verkörperung der Donna Anna; scheint sie doch einerseits ihren -- von Don Giovanni -- ermordeten Vater rächen zu wollen, andererseits dessen "Verführung" sicht- und hörbar genossen zu haben. Auch Véronique Gens als Donna Elvira agiert genau in der Mischung von würdiger Dame und Xanthippe, die in ihr ja auch, als verlassene Geliebte von Don Giovanni, angelegt ist. Und was ist mit dem lüsternen und vitalen Wüstling "Don Giovanni", der Archetyp des Frauenhelden schlechthin? Peter Matteis sinnlich dämonischer Don Giovanni läßt keinen Zweifel daran, dass er sich aufs Vorzüglichste an der "gentilezza" der Braunen, der "costanza" der Schwarzen, der "dolcezza" der Blonden erfreute, wie sein ebenso serviler wie voyeuristisch veranlagter Diener Leporello in seiner Registerarie über "die Schönen, die mein Herr geliebt hat" (Arie Nr. 4, Erster Akt) suggeriert. Ein bißchen mehr Pep und Hinterhältigkeit hätte ich mir allerdings von Gilles Cachemaille in besagter Arie gewünscht. Bleibt nur noch die Figur des Don Ottavio, Donna Annas sittsamer und phantasiearmer Verlobter, die von Mark Padmore nobel gezeichnet wird. Auf durchschnittlich hohem Niveau musiziert das Mahler Kammerorchester, wenngleich ihm jene nervöse Energie abgeht, die erst die orchestralen Wirkungen ermöglicht. --Teresa Pieschacón Raphael Eine Kundenrezension:Rasant 4 von 5 PunktenIn dieser Aufnahme rast der Dirigent förmlich mit seinem Ensemble durch die Oper - das macht er aber meistens mit soviel Bravour und Energie, dass die Aufnahme fast durchweg sehr interessant ist und einen teilweise wirklich aus dem Sessel reißt. Außerdem ist Peter Mattei für meinen Geschmack ein sehr guter Don Giovanni, auch die anderen Sänger (Veronique Gens als Donna Elvira!) sind gut. Als erste und einzige Don Giovanni-Aufnahme vielleicht nicht zu empfehlen (ich kann mich z.B. an diese Lesart der Anfangs-Akkorde nicht gewöhnen), für jeden, der einmal eine besonders rasante Aufnahme hören möchte, aber empfehlenswert. |
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Rameau - Platée / Les Musiciens du Lourve · Minkowski von Gilles Ragon, Jennifer Smith, Véronique Gens, Guy de Mey, Vincent Le Texier, Guillemette Laurens, Michel Verschaeve, Bernard Deletré, Les Musiciens du Louvre, Jean-Philippe Rameau, Marc Minkowski, Ensemble Vocal Françoise HerrAudio CD von EratoPreis bei Amazon: EUR 34,99, Angebote ab EUR 15,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1990 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
2 Kundenrezensionen:QUOI ???? 5 von 5 PunktenDieses außergewöhnliche Werk begeistert mich derart, dass ich leider nicht mehr in der Stimmung zu einer ausführlichen und ernsthaft-gelehrten Würdigung bin. Also vielleicht einfach nur ein sprechendes Detail: Wie man (zu dem Text "quoi?, quoi?") aus einer simplen Oboe solche Töne herauslockt dass es justament wie das Quaken eines Frosches klingt -- das hätte ich zuvor schlicht nicht für möglich gehalten. Rameau als Komponist ist ja auch sonst kein Kind von Traurigkeit, aber hier hat er sich selbst übertroffen (und gleiches gilt für die Ausführung durch Minkowski & Co). Dieses Stück hat glaube ich im ganzen Barock nicht seinesgleichen. Nichts schlimmeres als verstaubter, veralteter "Humor", gar noch in Opern und Singspielen, aber was hier geboten wird, ist meilenweit davon entfernt: sondern hier waltet wirklicher brillianter musikalischer Witz. Schon diese wahnsinnig zupackende und effektvolle Ouvertüre... und was danach kommt ist 2 CDs lang genauso mitreißend. Hurra! Launige musikalische Einfälle und ein Text zum Naserümpfen 5 von 5 Punkten1745 uraufgeführt, handelt es sich bei Rameaus "Platée" nicht im eigentlichen Sinn um eine Oper, sondern, wie Rameau selbst tituliert, um ein "Ballet Bouffon", ein komisches Ballett. In den ausführlichen Aufsätzen, die das Libretto-Faksimile begleiten, wird hin und her überlegt, ob das Stück vielleicht sogar vom Genre her ein Unikat ist. Auf alle Fälle ist das Rameaus größtes Meisterwerk für die Bühne, auch wenn man über den nichtssagenden, albernen Text, wie schon damals manche Kritiker, die Nase rümpfen kann. Als "Platée" jedoch neulich in einer Pariser Produktion mit Minkowski am Pult im Fernsehen (wie ich meine, auf "3Sat") gezeigt wurde, konnte man gut nachvollziehen, wie es möglich war und ist, diesem Stück viel Spaß abzugewinnen. Wie so oft im französischen Barocktheater geht es um eine Geschichte aus der antiken Mythologie, in der die Götter eine Hauptrolle spielen (und effektvoll, in Wolken schwebend, vom Himmel auf die Bühne gebracht werden). Jupiter und Juno haben sich verkracht, und Merkur tut sich mit Cithéron zusammen, um die beiden auf möglichst lustige Weise miteinander wieder zu versöhnen. Sie kommen auf die abstruse Idee, Jupiter so tun zu lassen, als wäre er in die lächerliche Najade (eine Wassernymphe, die über ein Reich von Fröschen im Marschland herrscht) Platée verliebt und wollte sie heiraten. Platée ist - nomen es omen - eine "Nymphomanin", bereit, jede Avance jubelnd zu akzeptieren. Nachdem "La Folie" erschienen ist und für ausreichende Tänze auf der Bühne gesorgt hat, holt Merkur Juno herbei, die die Hochzeit gerade noch rechtzeitig stoppt und sich so sehr über Platée amüsiert, dass ihre gute Laune wieder hergestellt ist und eine Versöhnung stattfinden kann. Die beleidigte Platée erteilt Schläge, soviel sie kann. Die beiden CDs wurden 1988 von Radio France in Zusammenarbeit mit dem WDR aufgenommen. Von allen mir bekannten Erato-Aufnahmen Marc Minkowskis ist diese bei weitem die beste. Zum einen hat er sein Orchester bestens im Griff und sorgt mit allerlei launigen Einfällen dafür, dass Rameaus musikalisches Genius in jedem Augenblick hörbar bleibt. Dabei hat er allerhand zu tun, denn es gibt hier Sturmböen, Donnerschläge, Kuckucksrufe und Froschgequake in Hülle und Fülle, dazu die verschiedensten Barocktänze. Zum anderen gibt es hier gute bis sehr gute sängerische Leistungen. Das Vokalensemble Francois Herr macht seine Sache hervorragend; ich denke insbesondere an die Szene aus dem ersten Akt, wo Platée und der Chor mit Hilfe von französischen Vokabeln wie "quoi" und "toi" ins Quaken verfallen. Aber auch die Solisten gefallen mir gut. Gilles Ragon klingt als Platée durchaus überzeugend, wie ein Mann-Weib. Höhepunkte bieten alle drei weiblichen Solisten: Jennifer Smith ist als La Folie perfekt (und produziert nebenbei einige entzückende Töne); Guillemette Laurens (Juno) tritt zum Schluss wie eine Furie auf die Bühne; und Véronique Gens zeichnet sich als L'Amour (im Prolog) wie als Clarine (1. Akt) durch ihre wunderbar klare, agile Stimme aus. Guy de Mey (Mercure), Vincent Le Texier (Jupiter), Bernard Deletré (Cithéron) und Michael Verschaeve (Momus) erfüllen alle Ansprüche. Das 150-seitige Beiheft enthält das Libretto und viele Informationen. Allerdings hätte ich die eine oder andere Einwand gegen das hier abgedruckte Libretto. Der französische Text von 1745, hier als Faksimile wiedergegeben, enthält einige Passagen, die Minkowski so nicht übernehmen mochte; diese Passagen sind gekennzeichnet, aber die alternativen Texte, die Minkowski einsetzen lässt, werden nirgendwo angegeben. Und die englischen und deutschen Übersetzungen sind zum einen alles andere als wörtlich, was die Verfolgung des französischen Textes manchmal etwas schwierig macht, und zum anderen stellenweise fehlerhaft gedruckt. Das sind Minuspunkte, die wohl auf das Konto von Warner Music gehen. |
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