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Vivaldi and Others - Andromeda [DOPPEL-CD] von Andrea Marcon / Venice Baroque Orch., Antonio VivaldiAudio CD von Archiv Pro (Universal)Preis bei Amazon: EUR 25,99, Angebote ab EUR 19,90 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2004 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Aus der Amazon.de-RedaktionMusikwissenschaft kann spannend wie ein Krimi sein: Die vorliegende CD-Aufnahme etwa kam zustande, weil der Musikologe Olivier Fourès durch Recherchen Anhaltspunkte dafür fand, das die bisher keinem Komponisten zugeordnete Serenata Andromeda liberata höchstwahrscheinlich von Antonio Vivaldi verfasst worden ist. Warum? Weil eine Arie daraus auch an anderer Stelle, und zwar eindeutig als Werk Vivaldis, überliefert ist. Genauere Untersuchungen des Werks brachten seine hervorragende Qualität zu Tage und ließen den Schluss zu, dass auch der Rest möglicherweise von Vivaldi stammt - freilich könnte es sich ebensogut ein Pasticcio handeln. Auch ein Anlass, für den diese Abendmusik geschrieben worden sein könnte, ließ sich ausmachen: Die ausführlich gefeierte Rückkehr des Kardinal Ottoboni nach Venedig im Jahre 1726 (er war für vierzehn Jahre verbannt gewesen). Selbst Verbindungslinien zwischen diesem Ereignis und der mit einigen Freiheiten aus der griechischen Mythologie entnommenen Handlung um Perseus und Andromeda konnten gezogen werden ? fertig war die musikwissenschaftliche Sensation. Nun kann sich der Hörer selbst der besonderen Schönheit der Musik überzeugen: Andrea Marcon hat Andromeda liberata mit einem weitgehend hervorragenden Ensemble eingespielt. Als Perseus ist der Countertenor Max Emanuel Cencic, einer der gegenwärtigen Shooting-Stars der Alte-Musik-Szene zu hören; die von ihm heldenhaft befreite Andromeda wird von Simone Kermes dargeboten. Cencic agiert mit voller Hingabe und bebender Intensität; er vermag seinem Timbre auch in der für Countertenöre kritischen tieferen Lage eine charakteristische Farbe zu verleihen. Simone Kermes begeistert vor allem in ihren beiden Klagearien am Ende des ersten Teils, die sie mittels großer stimmlicher Geschmeidigkeit sehr expressiv und anrührend gestaltet. Das Venice Baroque Orchestra bietet Historische Aufführungspraxis auf hohem Niveau; besonders die improvisatorische Ausführung des Continuoparts, um nur ein Detail zu nennen, geschieht mit erfreulicher Kreativität. -- Michael Wersin Eine Kundenrezension:Ein absolutes Meisterwerk meisterhaft eingespielt!!! 5 von 5 PunktenBei dieser Aufnahme handelt es sich um eine meisterhafte Einspielung einer Serenata wie sie zu ihrer Entstehungszeit nicht besser hätte erklingen können. Trotz der ungewissen Autorschaft des Werkes ist, auch dank der grandiosen Arbeit des Dirigenten Andrea Marcon, ein in sich geschlossenes und beeindruckendes Werk erstmals auf CD gebant worden. Sowohl das Orchester als such die Sängerinnen und Sänger haben ihr Bestes gegeben. Ein Feuerwerk des venizianischen Barock neu entzündet. Als Fazit kann man sagen; Eine absolut höhrenswete Aufnahme die bei keinem Barockliebhaber in der Sammlung fehlen darf. |
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Vivaldi von Magdalena Kozena, Andrea Marcon, Venice Baroque OrchAudio CD von Deutsche Grammophon (Universal)Preis bei Amazon: EUR 12,97, Angebote ab EUR 9,50 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2009 |
Tracks:
ProduktbeschreibungVIVALDI Aus der Amazon.de-RedaktionZurückhaltend ist er, intellektuell und eher klein, doch an Andrea Marcons musikalischer Power hat noch nie jemand gezweifelt . Ein Händchen hat er zudem auch für phantastische Solisten, wie hier der Mezzosopranistin Magdalena Kozena, mit der er erst kürzlich ein bravouröses Händel- Album vorgelegt hat. Mit Händels Oden zählen die Arien Antonio Vivaldis zu dem Schönsten, was das Hochbarock zu bieten hat. Geradezu kongenial dazu: Magdalenas Kozenas hochexpressive und empfindsame Gesangskunst. Virtuos windet sich ihre schlanke sehr feine Stimme in Tausende von tönenden Zauberfäden. Vivaldis Musik sei wie Muranoglas, sagt Kozena im Booklet, schon durch den kleinsten Fehler verliere sie ihre magische Vollkommenheit. Große Gefühlskontraste sind also hier nicht gefragt, dafür aber Kozenas größte Begabung: Innigkeit herzustellen und innere Stille nachklingen zu lassen. Diese gelingt ihr hier wieder so überwältigend, dass einem der Atem stockt. Da wundert es nur, dass sie überhaupt daran zweifelt und bescheiden sagt: ?Es macht Spass, sie zu singen, weil man sich dabei ein bisschen wie bei einem olympischen Wettkampf fühlt ? die ganze Zeit fragt man sich, ob man es wohl schafft oder nicht.? Große Künstler zweifeln wohl immer an sich selbst, aber gerade das macht sie erst groß. - Teresa Pieschacón Raphael 5 Kundenrezensionen:Durchschnittlich 3 von 5 PunktenWarum eigentlich ist Magdalena Kozena so berühmt? Das habe ich mich immer gefragt, denn ich kann an dieser wenig individuellen Mezzosopranstimme mit sehr schwacher Tiefe und nicht besonders leuchtender Höhe außer solider Koloraturtechnik und (meistens) sauberer Intonation wenig Geniales entdecken. Das hat sich nach Anhören des Vivaldi-Albums auch nicht geändert. Vielleicht ist es doch die ganz außermusikalische Publicity rund um ihr Verhältnis mit Simon Rattle, die sie in die vordere Reihe der Klassikcharts befördert hat. Man vergleiche z.B. nur einmal Orlandos großartige Auftrittsarie mit den atemberaubenden Versionen von M.Horne oder M.N.Lemieux und man wird feststellen wie erschütternd wenig die Kozena daraus gemacht hat. So geht es mir bei fast allen aufgenommenen Arien, die man sehr gut mit anderen SängerInnen vergleichen kann, was leider nicht zu Gunsten Kozenas ausfällt. Am meisten stört mich jedoch das bis auf wenige Ausnahmen durchgehende glatte Mezzoforte, das ein gesamtes Anhören dieses Adagio-lastigen Albums unmöglich macht- es sei denn man möchte wirklich einschlafen, wie es in der viel zu langsam genommenen Arie "Mentre dormi" suggeriert wird. Das Beste an dieser CD ist meiner Meinung nach das fabelhafte Venice Baroque Orchestra, das jedoch in Verbindung mit der unterkühlten Sängerin einen schweren Stand hat. Insgesamt eine völlig überflüssige Produktion. Souverän 5 von 5 PunktenDie Interpretin wird nicht in Hektik mitgerissen, sondern beherrscht die Musik, beherrscht die Stimme - und hat die nötige Tiefe und Ernsthaftigkeit und Intelligenz. Eine reife und gewichtige Aufnahme. Keine Schrille, sondern ein Raunen, manchmal. Manchmal sind mir die "R" etwas zu akzentuiert - aber das ist Krümelei. Vom Werbeclip sollte man sich nicht negativ beeindrucken lassen; die Aufnahme ist nicht ansatzweise grau und depressiv, sondern hat Farbe und Kraft. Offenbar hatte die Marketingabteilung gerade ein mentales Tief. Die einzige Vivaldi-Arien-CD, die qualitativ für meinen Geschmack (aus teilweise anderen Gründen) mithalten kann, das ist jene der Sandrine Piau "In Furore". Brilliant 5 von 5 PunktenEine wirklich brilliante künstlerische Leistung aller Beteiligten...eine CD die man sich immer wieder anhören kann, und die einem immer wieder Schauer über den Rücken treibt. Besonders interessant finde ich, daß der Komponist Vivaldi hier in allen seinen Facetten dargestellt wird. Durch seine Instrumentalkonzerte oft als betont virtuoser "Schrubbel"-Komponist abgestempelt, zeigt dieses Album das Vivaldi in seinen Opern mehr konnte als ausufernde Koloraturen zu schreiben. Alle möglichen Facetten der Oper werden hier angerissen und keine andere Sängerin als die Kozena könnte sie so formvollendet darstellen. Absolut empfehlenswert!! Ambitioniertes Konzept 4 von 5 PunktenEine insgesamt geglückte, "schöne" CD, wenn sie auch leider nicht die fulminanten interpretatorischen Höhen von Kozenas Händel-Album erreicht. Vielleicht war das auch gar nicht beabsichtigt. Kozena wollte nicht den spektakulären "Feuerwerks"-Vivaldi demonstrieren, sondern den eher kontemplativen. Das ist ihr zweifelsohne gelungen - wenn nun auch einige der Fans enttäuscht sind. Schade, erneut eine Chance vertan... 4 von 5 PunktenNach Kozenas Zusammenarbeit mit Marcon bei ihrem Händel-Album folgt nun eine Aufnahme mit Vivaldi-Arien. Leider treten hier die gleichen Probleme wie schon auf ihrem Händel-Album zutage: eine insgesamt ziemlich missglückte Arienauswahl. Kozena hat sich bedauerlicherweise dafür entschieden, fast nur langsame Stücke aufzunehmen. Ich zitiere Kozena aus dem Booklet: "Es sind sehr impressionistisch anmutende Stücke [...] So gesehen haben diese Stücke etwas vom Geist des Zen, sie schaffen viel Ruhe." Tja, ich würde jetzt etwas provozierend sagen, Langeweile wäre wohl eher der treffendere Ausdruck, denn die Gefahr des Einschlafens ist bei der Zusammenstellung auf der CD recht hoch. Dies ist - wie schon bei ihrem Händel-Album - insofern sehr ärgerlich, weil sie durchaus aufwühlende Emotionen erzeugen kann und zudem über eine brillante Koloratur verfügt. Dies wird hier nur in aber nur in drei bis vier der insgesamt 15 Stücken deutlich wie z.B. in der Bravour-Arie "Nell profondo" (auch wenn das Brustregister sehr dünn ausgeprägt ist) oder dem explosiven "Andero, volero, gridero" Und bei aller Liebe: Wenn Kozena etwas Impressionistisches singen will, sollte sie sich nicht unbedingt Vivaldi auswählen. Wenigstens eine lange Dacapo-Bravourarie hätte auf dem Album ruhig enthalten sein können. Wie ein Vivaldi-Album klingen muss, hat übrigens Cecilia Bartoli bereits 2001 eindrucksvoll bewiesen: emotional, expressiv und leidenschaftlich - und nicht meditativ... Aufnahmetechnik und Klangqualität sind allerdings exzellent. Fazit: Ein insgesamt enttäuschendes Album, das sicherlich den Fans der "ruhigen" Kozena entgegenkommen wird. Vivaldi Fans hingegen dürften etwas enttäuscht sein, denn wenn der "Rote Priester" eines nicht war, dann ein Zen-Mönch! Schade, hier ist mal wieder eine Chance größtenteils vertan worden... Vielleicht nehmen sich ja Vivica Genaux oder Joyce DiDonato Vivaldi einmal an. Das wäre wirklich wünschenswert! |
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Vivaldi: Late Violin Concertos von Venice Ba Giuliano Carmignola, G. Carmignola, Venice Baroque OAudio CD von Scl (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 7,53 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2001 |
Tracks:
Aus der Amazon.de-RedaktionDiese erste Aufnahme von sechs Vivaldi-Konzerten steckt voller Überraschungen. Die Werke sind vollkommen unbekannt, weil sie im Gegensatz zu Vivaldis sonstigen Kompositionen nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren; wohlhabende Mäzene hatten sie für beträchtliche Summen in Auftrag gegeben. Die Kompositionen stammen aus Vivaldis reifsten Jahren und unterscheiden sich im Stil deutlich von seinen früheren Konzerten, die oft fast wie Massenware klingen: Obwohl auch diese sechs Konzerte noch in der üblichen Dreisatzform gehalten sind und viele herkömmliche Sequenzen aufweisen, sind sie reicher an unerwarteten Wendungen, dramatischer und gewagter -- unkonventionell in Form, Harmonik und Textur und gekennzeichnet von plötzlichen Stimmungs- und Klangfarbenwechseln. Die langsamen Sätze sind alle von lieblicher Schönheit, doch finden sich keine zwei ähnlichen Konzerte, weder im Detail noch im Gesamteindruck. Manche Sätze lassen kaum einen inneren Zusammenhang erkennen und scheinen aus einer Motivkollage zu bestehen, in die virtuose Ausbrüche eingeschoben sind. Die Ausführung ist ebenso außergewöhnlich: Giuliano Carmignola ist, wie er mit seiner vorherigen Vivaldi-Aufnahme bewiesen hat, ein großartiger Virtuose, der vor Spontaneität, Energie und Ausdrucksfreude sprüht. In Solopassagen, die gespickt sind mit Trillern, Doppelgriffen, Akkordbrechungen und Läufen, die oft bis in höchste Lagen reichen, zeichnet er sich durch atemberaubend schnelles und müheloses Spiel aus, durch die vollkommene Beherrschung jeder Bogentechnik und Artikulationsart sowie durch einen herrlichen, kraftvollen, unendlich wandelbaren Ton. Abgesehen vom Cembalo klingen die normal gestimmten Orchesterinstrumente kaum barocktypisch -- ihr Klang ist voll und vielfältig. Der Dirigent Andrea Marcon setzt zwei Cembalos und eine Laute ein und erzielt so perkussive Effekte, die manchmal wie Schüsse klingen; die Darbietung ist abwechselnd brillant, lyrisch und mitreißend. --Edith Eisler 3 Kundenrezensionen:Hervorragend, aber mit kleinen Unrichtigkeiten 5 von 5 PunktenDie Leistung von Carmignola, als einem der besten Barockgeiger unserer Zeit, loben zu wollen hieße Eulen nach Athen tragen. Das Ensemble hat seit den ersten CDs deutlich an Format gewonnen, was sicherlich am Leiter Andrea Marcon liegt. Das diese Konzerte allesamt "Welterstaufnahmen" sein sollen ist schlicht PR! Zumindest das erste von Ihnen, mit dem die CD beginnt, wurde bereits in den 70ern von den I Solisti Veneti unter Claudio Scimone aufgenommen. Trotzdem unbedingt empfehlenswert Überraschend ! 5 von 5 PunktenHier wird das böse Wort von Vivaldis einem Konzert, das er in hunderten Varianten wiedergegeben haben soll, eindrucksvoll widerlegt. Ungeahnte Dynamik und überraschende Tempiwechsel, zum Teil gewehrsalvenartige Stakkati, andererseits fast melancholische Melodien, Stimmungsbilder, die von Leidenschaft über Sehnsucht bis zu wilder Entschlossenheit reichen - hier wird ein Feuerwerk der Barockmusik entfacht. Großes Kompliment an Carmignola und Venice Baroque. Ihnen gelingt eine meisterhafte Interpretation dieser äußerst interessanten späten Vivaldi-Konzerte. Aus meiner Sicht ist diese CD nicht nur für Vivaldi-Fans ein Muß, auch seine Kritiker werden hier neues entdecken. Vivaldi-The late Violin Concertos-gespielt von Carmignola 5 von 5 PunktenDiese CD ist ein absolutes Muß für Vivaldi-Freunde. Carmignola interpretiert Vivaldi so einmalig, wie seinerseits die Academy-of-St.Martin-in-the-Fields Mozart interpretiert hat.- Keiner hat je die Universalität und Zeitlosigkeit der Musik Vivaldis besser hervorgehoben. Außerdem ist dies eine Ersteinspielung vorher noch nie veröffentlichter Konzerte von Vivaldi. Auch akustisch ist diese CD ein wahrer Hörgenuß! |
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