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Strauss, Johann - Die Fledermaus
DVD von Universal/Music/DVD |
3 Kundenrezensionen:Otto Schenks Fledermaus von 1972 5 von 5 PunktenDiese DVD ist bestimmt sehr gut, mehr aber schon nicht. Gundula Janowitz als Rosalinde, sie macht mit Bravour mit, um ihren Gatten, Eberhard Wächter, mit sich selbst zu betrügen. Leider geht das d beim Czardas nicht auf, aber das ist schon das Einzige was ich bemängle. Renate Holm war die "Jahrhundert - Adele", zumindest nach einer Zeitungsrezension, aber sie ist wirklich wunderbar, als sie die Rosalinde sang hatte sie nur einige mal das Glück diese zu singen, dabei war sie wirklich gut. Besser als Edita Guberova auf alle Fälle, aber sie sang die Rosalinde ja leider nie auf LP oder CD ein. Eberhard Wächter ist der Eisenstein (hat er doch bei Fred Liewehr, der Jahrzehnte diese Partie an der Staatsoper in der Volksoper in Wien sang und spielte, die Partie gelernt), und auch seine Frau, wieder mit seinem Charme umgarnt. Erich Kunz ist als Frank eigentlich viel zu gut und Heinz Holecek ist der Dr. Falke, der mit Spass an der "Rächerrolle" sich selbst nur charmant zeigt, und gar nicht boshaft. Der Alfred von Waldemar Kmentt ist etwas zerrupft, dürft am Opernhaus, der Kleinstadt, nicht viel verdienen, und so macht er den Alfred mehr zu einem Herzensbrecher, der über seine Jahre schon hinaus ist, das wirkt wieder aber komisch - und ist deshalb sehr gut. Bei Wolfgang Windgassen denkt man, der kommt, schon durch sein Alter, nicht an - und es stimmt, er ist der Einzige der hier nicht blasiert wirkt, sondern deplaciert wirkt. Otto Schenk als Frosch, hieße den Frosch nach Wien tragen, er ist in dieser Rolle schon Legende. Karl Böhm dirigiert etwas langsamer als es Karajan oder Carlos Kleiber machten, aber das ist ja auch nicht zu verwerfen. Die Wiener Philharmoniker spielen blendend mit und Sylvia Lucan als Ida ist ein richtiges Wiener Mädel, mit dem Mund am rechten Fleck. Trotzdem also 5 Punkte wert - und kaufenswert. Die Fledermaus - von Johann Strauß? Nein, von Otto Schenk! 5 von 5 Punkten1972 entstand diese TV-Inszenierung der unverwüstlichen Strauß-Operette. Unter der Fittiche von Otto Schenks Regiearbeit entstand ein turbulentes Tollhaus, dessen Spiel- und Gesangsfreude allen Akteuren anzumerken ist, und das bis heute nicht mehr erreicht wurde. Diese "Fledermaus" ist Referenz! Gundula Janowitz, die legendäre Mozart- und Strauss-Sängerin, ist eine herrlich tugendhafte und treusorgende Ehefrau, die der "Versuchung" nur allzu gerne einmal nachgibt. Als Eisenstein zeigt Eberhard Wächter in seiner Paraderolle alle Facetten seiner humorvollen Gesangs- und Schauspielkunst. Renate Holm mit ihrem verschlagenen Witz und ihren brillanten Koloraturen war die Adele ihrer Zeit. Waldemar Kmendt portraitiert Alfred als köstlich abgehalfterten Tenor. Ein wenig befremdlich wirkt die Wagner-Legende Wolfgang Windgassen als Prinz Orlofsky. Otto Schenk verwandelte den jungen, blasierten Russen in einen alternden, verbitterten Dandy, der über gar nichts mehr lachen kann und sich zu Tode langweilt. Die Wiener Philharmoniker unter Karl Böhm spielen Strauß mit Mozartscher Seriösität. Das alles zusammen ergibt einen Operetten-Cocktail, den man gerne genießt. Wer die Nase von modernisierten Inszenierungen voll hat, der sollte sich diese DVD besorgen und erleben, wie wundervoll und lebendig traditionelles Regietheater sein kann. 5 Sterne reichen für diese "Fledermaus" nicht aus! besser geht es nicht 5 von 5 PunktenIch sehe diese Inszenierung schon seit Jahren mit meinen Studenten an, und ich habe mich noch immer nicht daran sattgesehen. Super Sänger (bis auf Windgassen), ein ideales Orchester, ideal geleitet. Schwungvolle Inszenierung mit immer neu zu entdeckenden Details. Wunderbar servierte Pointen. Besser geht es nicht! |
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Mozart, Wolfgang Amadeus - Die Zauberflöte (NTSC)
DVD von Universal/Music/DVD |
ProduktbeschreibungDIE ZAUBERFLÖTE GA 5 Kundenrezensionen:schlecht 1 von 5 PunktenIm Vergleich zu anderen sehr guten Inszenierungen von Mozart,. ist dies eine sehr schlechte Darbittung. Für Fans eine gute Wahl 4 von 5 PunktenOper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart nach dem Libretto von Emanuel Schikaneder. Diese Aufführung fand während der Salzburger Festspiele vom 21. August 1982 in der Felsenreitschule statt; es spielen die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von James Levine. Die Inszenierung sticht besonders durch die aufwendige und phantasievolle Bühnengestaltung von Jean-Pierre Ponnelle hervor, die eine dem Werk und den Künstlern ebenbürtige Kulisse bildet. Prinz Tamino sinkt bewusstlos nieder, nachdem er von einer Riesenschlange verfolgt wurde. Ohne dass er es mitbekommt, wird das Biest von drei Damen bezwungen. Der Vogelfänger Papageno findet den erwachenden Tamino und flunkert, er selbst habe ihn gerettet. Als die Königin der Nacht Tamino den Auftrag erteilt, ihre Tochter Pamina vor Sarastro, dem Herrn des Sonnentempels, zu erretten, stimmt er zu, nachdem er sich unsterblich in deren Bild verliebt hat. Begleitet von Papageno und bewaffnet mit einem magischen Glockenspiel und einer Zauberflöte, macht er sich auf den gefahrvollen weg. Schon bald begegnet Papageno seinem Pendant: Der bezaubernden Papagena... Dies kurz zum Inhalt.....Ich denke, dass sich Leute , die sich dafür interessieren, hiermit keinen Fehler machen können, da man hier wirklich gute Qulität antrifft.... Ich selbst war auch überrascht ,besonderes die tolle Bühnengestlatung ist sehenswert....!!!! Kann mich also nur noch einmal wiederholen...wirklich ein klasse Titel Eine wunderbare Zauberflöte aus München 5 von 5 PunktenZu allererst die leider so früh verstorbene Kms.Lucia Popp die von einer traumhaften Königin zu einer berührenden Pamina wurde, und ihre Nachfolgerin aus ihrer Heimatstadt Edita Gruberowa als wirklich sternblitzende Königin der Nacht. Auch Francisco Araiza ist ein nobler Tamino und auch der Papageno von Wolfgang Brendel der Aufnahme ist rollendeckend. Der Sarastro von Kurt Moll besticht durch Elleganz. Gudrun Sieber ist eine liebenswürdige Papagena. Die Inszenierung von August Everding ist märchenhaft, wie es sich Mozart und Schikaneder bestimmt gewünscht hatten, die 3 Damen, wo doch selten erwähnt wird wie schwierig gerade die Partie der 1. Dame (Pamela Coburn) ist, sind wunderbar.Auch die wirklich schwierige Partie der Sprechers mit Jan-Heendrik Rootering ist rollendeckend besetzt und Norbert Orth ist auch als Monostatos sympathisch, das Bayrische Staatsorchester und der Chor der Bayrischen Staatsoper unter Wolfgang Sawallisch, ein Dirigent der auch oft in Wien oder Salzburg diese Oper dirigierte, spürt Mozarts Geist und Charme gut heraus. Jeder der eine wirklich gute Zauberflöte haben möchte, der soll diese Aufnahme kaufen. Die beste Königin 5 von 5 PunktenDies ist, meiner Meinung nach, die beste Zauberflöte auf DVD. Lucia Popp singt eine sublime Pamina, Araiza brilliert als Tamino (Auch wenn er nicht an Wunderlich rankommt) und Edita Gruberova bestätigt hier ihren Sonderrang als Königin der Nacht! Sie singt mit Furor und Brillianz, segelt geradezu durch die schwierigsten Momente wo andere Kolleginnen angestrengter klingen.....Traumhaft! Ihr Timbre ist wie gemacht für Mozart & Strauss, ich wünschte, sie wäre dabei geblieben, anstatt Sutherlands oder Callas' Nachfolge anzutreten ohne die Stimme für deren Rollen zu haben. KAUFEN! Wundervoll 5 von 5 PunktenDiese Aufführung der "Zauberflöte" aus dem Jahre 1983 in der gerade wieder aufgenommenen Inszenierung von August Everding ist traumschön und unbedingt empfehlenswert. Das liegt natürlich besonders an den Solisten und dem guten Orchester unter Sawallisch. Allen voran steht die wunderbare, unvergessene Lucia Popp, die eine so bezaubernde Pamina spielt und ihe Arien perfekt und mit der ganz besonderen Ausstrahlung der Popp singt, so etwas kommt nicht wieder. Wolfgang Brendel ist sehr gut als Papageno, Kurt Moll singt unglaublich ausstrucksstark und die Gruberova ist eine wahre Königin der Nacht. Alle Leistungen überzeugen, und einige geben dieser Inszenierung den Nimbus des Außergewöhnlichen. Wie schön, dass es diese DVD gibt! |
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The Originals - Wagner (Tristan und Isolde) von Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Eberhard Wächter, Martti TalvelaAudio CD von Deutsche GrammophonPreis bei Amazon: EUR 26,95, Angebote ab EUR 21,00 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 1998 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionAmazon.com Dies ist eine der mitreißensten Opern-Live-Aufnahmen des Stereo-Zeitalters. Jede Darbietung wurde separat aufgezeichnet, so daß die Hauptakteure ihren Beitrag aus voller Kehle zum Besten geben konnten. Birgit Nilsson spielt eine feurige Isolde, und Wolfgang Windgassens Darstellung des enttäuschten Tristan im 3. Akt wirkt herzzerreißend. Karl Böhm inspiriert das Bayreuther Ensemble zu Musik, die auf das Publikum übergreift. Die Klangqualität der Aufnahme ist überwältigend.--Ted Libbey 5 Kundenrezensionen:Überwältigend! 5 von 5 PunktenDas Ausnahmewerk unter den zehn Werken des traditionellen Wagnerkanons, von denen jedes einzelne als Ausnahmewerk gelten darf, in einer Ausnahmeeinspielung. Was soll ich zum bereits Geschriebenen noch hinzufügen? Vielleicht noch meinen emotionalen Standpunkt: Für mich persönlich ist »Tristan und Isolde« das bedeutenste Werk der Musikgeschichte und diese Einspielung die bedeutendste Plattenaufnahme aller Zeiten. Für eine Antwort auf die bekannte Frage, welche 3 CD-Scheiben ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde, müsste ich keine Nanosekunde überlegen. Unvergessliches Musikereignis 5 von 5 PunktenÜber Wagners "Tristan und Isolde", schon über den ersten Akkord des Vorspiels, sind tonnenweise Bücher und Interpretationen geschrieben worden. Diese Oper gilt vielen als endgültige Vollendung des Musiktheaters, Wagner fand für sein großes Liebesdrama eine bislang noch nie gehörte Musik, verließ die Gebiete und Gebote der Harmonik, komponierte Klänge, die sich an keinerlei Konventionen hielt, die nur noch pure Emotion ausdrücken wollte und die inneren Vorgänge der Personen hörbar machte. Dieses Musikdrama öffnete der nachfolgenden Generation von Komponisten die Tür zur Neuen Musik, bereitete den Weg für Komponisten wie Richard Strauss, die "Zwölftonmusiker" und beeinflußt noch heute viele Komponisten nachhaltig. Logisch, daß sich lange kein Opernhaus an diese absolut revolutionäre Partitur heranwagte. "Tristan und Isolde" wurde am 6. August 1859 vollendet und mußte lange auf seine Uraufführung warten. Straßburg, Karlsruhe, Paris, Dresden, Weimar, überall wurde die Oper als unaufführbar erachtet, die Wiener Hofoper brach die Produktion nach über 70 Proben ab. Schon schien es, als würde das Werk niemals auf die Bühne kommen, wäre da nicht der Bayernkönig Ludwig II. gewesen. Der "Märchenkönig" war der wohl glühendste Wagnerianer aller Zeiten, er holte den Komponisten nach München und befahl, "Tristan und Isolde" an der Hofoper aufzuführen. So erklang das Werk zum ersten Mal am 10. Juni 1865 unter der Leitung des legendären Hans von Bülow, ein denkwürdiges Datum. Der Legende nach erschütterte die Oper das Publikum so nachhaltig, daß es, ähnlich Goethes "Werther", eine Selbstmordepidemie hervorrief und der erste Tristan, ein Tenor mit dem klangvollen Namen Ludwig Schnorr von Carolsfeld, sich so überanstrengt hatte, daß er wenige Wochen nach der ersten Vorstellung an einer simplen Erkältung starb. Um revolutionäre Werke ranken sich oft Legenden, allerdings bietet "Tristan und Isolde" noch immer eine große Herausforderung für einen jeden Dirigenten, Regisseur und Sänger, der sich an dieses gewaltige Liebesdrama heranwagt, obwohl es heute natürlich weltweit auf jeder wagnertauglichen Bühne vertreten ist. In Bayreuth, dem heiligsten Tempel der Wagnerpflege, erklang "Tristan und Isolde" zum ersten Mal drei Jahre nach dem Tod des Komponisten, 1886, und steht seitdem regelmäßig auf dem Spielplan. Viele Male wurde es inszeniert und aufgenommen, so daß die Genese des Tristan auf der Bayreuther Bühne sehr gut dokumentiert ist. Eine ganz besondere Interpretation lieferte Karl Böhm 1966, wovon diese Einspielung ein beeindruckendes Zeugnis ablegt. Böhm dirigiert das wie immer ausgezeichnete Bayreuther Festspielorchester wie in einem Rausch, er zieht das Tempo massiv an, was dem Werk besonders während des ersten und dritten Aktes zugute kommt. Der Hörer wird unweigerlich in die Handlung hineingezogen, kann sich nicht mehr von der Oper losreißen, bis Isolde schließlich mit ihrem überirdischen Todesgesang über der Leiche des geliebten Tristan zusammensinkt. So intensiv und spannend habe ich die Oper noch von keinem Dirigenten interpretiert gehört. Das Ensemble läßt hier keinerlei Wünsche offen, es ist das Beste, was Bayreuth in den 60ern zu bieten hatte, und das war die absolute Elite des Wagnergesangs. Wolfgang Windgassen war über zwei Jahrzehnte der Bayreuther Heldentenor Nummer eins. Er hatte, wie viele geniale Sänger, eine nicht wirklich schöne Stimme, dafür besaß er ein riesiges Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten, die seine Interpretationen bis heute einmalig machen. Als Tristan überzeugt er hier einmal mehr als hochbegabter Sänger - Schauspieler, die gewaltigen Ausbrüche des todwunden Helden im dritten Akt sind in dieser Aufnahme an Intensität kaum zu übertreffen, auch im überirdischen zweiten Akt, an der Seite Birgit Nilssons, zeigt er seine großen Fähigkeiten als Darsteller, wobei er stimmlich mit der schwedischen Naturgewalt kaum mithalten kann. Windgassen wurde oft vorgeworfen, er singe "ökonomisch", also stimmschonend. Wahr ist, daß er für die gewaltigen Wagnerpartien kaum das geeignete Stimmaterial mitbrachte, er war eher ein lyrischer Tenor, der auch als Tamino zu glänzen verstand. Einige Male muß er sich auch hier in den Sprechgesang retten, um die riesigen Anforderungen zu meistern, was dem Gesamtbild seiner Darstellung aber keinen Abbruch tut. Ein hervorragender Tristan. Seine Partnerin ist die Isolde der Rekorde. So oft wie Birgit Nilsson hat keine andere Sängerin in dieser Rolle auf der Bühne gestanden. Auch hier zeigt sie ein rundes und, dank ihrer gewaltigen Stimme, die sie jedoch meisterhaft zu modulieren verstand, mitreißendes und bewegendes Rollenportrait. Die Nilsson verließ sich meistens, wie auch hier, auf die Kraft ihres Organs und ließ die Darstellung eher nebenher laufen, was ihre Leistung hier jedoch kaum schmälert. Trotzdem bleibt Kirsten Falgstad in dieser Rolle meine Favoritin. Der König Marke ist hier mit Martti Talvela ausgezeichnet besetzt. Seiner großen Baßstimme vermag er leise und intensive Töne zu entlocken, er singt und spielt den guten, desillusionierten König rundum überzeugend, auch ohne daß man den beeindruckenden Zweimetermann auf der Bühne sieht. Tristans treuer Gefährte Kurwenal wird hier von Eberhard Wächter gesungen, auch er über lange Jahre Stammgast in Bayreuth und im Wagnerfach zuhause. Sein Kurwenal ist ein seinem Herrn bedingungslos ergebener Diener, Wächters etwas rauhe Stimme passt ausgezeichnet zu dem einfach gestrickten Kämpfer, der seinem Herrn in den Tod folgt. Einer der besten Darsteller dieser Partie. Auch Isoldes Zofe Brangäne wurde hier mit einer großen Sängerin besetzt. Christa Ludwig bringt die nötige Erfahrung mit Wagnerpartien mit, um ein bewegendes und stimmlich ausgezeichnetes Rollenportrait zu zeichnen. Das Zusammenspiel der beiden Frauen im ersten Akt ist beispielhaft, ihr Gesang vom Turm im zweiten Akt mischt sich traumhaft mit dem Zwiegesang die Liebenden. Auch in den kleinen Rollen sind hier große Namen vertreten, seien es nun der Tenor Erwin Wohlfahrt als Hirt, Gerd Nienstedt als Steuermann oder Peter Schreier als junger Seemann, der diese kleine Partie fast zu einer Hauptrolle umgestaltet. Ein wenig aus dem Rahmen fällt Claude Heater als Melot. Er hat einen starken Akzent und fällt auch stimmlich etwas aus dem Rahmen. Sein Auftritt als Verräter macht allerdings den Bruch zu dem langen Liebesduett so deutlicher. Klangtechnisch gibt es kaum eine bessere Liveaufnahme, wobei die Bayreuther Einspielungen oft von ausgezeichneter Qualität sind, was wohl an der einmaligen Akustik des Festspielhauses liegt. Natürlich poltert das eine oder andere Mal der Bühnenboden, allerdings hält sich das sonst oft störende Gehuste des Publikums in wohltuenden Grenzen. Die Zuschauer waren wohl genauso fasziniert, wie es der Hörer sein wird. Jedem Wagnerfreund, der diese Einspielung noch nicht besitzt, sei sie mit unbedingter Empfehlung ans Herz gelegt. Auch 40 Jahre später noch ideal 5 von 5 PunktenDer wohl beste Tristan auf CD überhaupt. Birgit Nilsson und Wolfgang Windgassen waren die Traumbesetzung dieser Rollen in den 60er Jahren, auch wenn die Nilsson überlegen ist. Glänzend die Brangäne von Christa Ludwig und der Kurwenal von Eberhard Wächter. Martti Talvela ist ein imposanter Marke. Karl Böhm in einer seiner besten Aufnahmen Tja... 5 von 5 Punkten... ich wünschte ich wüsste irgendwas gegen die hier zu lesenden überschwänglichen Lobeshymnen zu sagen ;-) - aber es gibt nichts. Böhms Dirigat, ohne alle Manierismen und Suche nach 'Originalität', bringt das weißglühende Drama dieser dreiaktigen "HAndlung" zum Vorschein. Schon das Vorspiel ist nicht etwa erdrückend, sondern gewalttätig-mitreißend und DESHALB beklemmend (man ringt nach Atem). Die schnellen Tempi tun vor allem auch dem zweiten Akt sehr gut. Nilsson in einer ihrer schönsten Aufnahmen; gerade die Live-Qualität tut ihr sehr gut, die Stimme kann sich original entfalten. Sie singt hier lyrisch wie selten. Windgassen kann neben ihrer schieren Stimmkraft natürlich nicht bestehen, ist aber dafür in seiner Textbehandlung und seinem musikalischen Verständnis jeder Phrase so perfekt, dass ich seinen Tristan ohne Zögern zu den allerbesten auf Platte rechnen möchte. Ludwig: großartig, ihre Brangäne ist wirklich eine leidende Partnerin der Isolde, der 1. Akt im Zwiegespräch der beiden atemberaubend; musikalisch perfekt, ohne indes wie manche Sängerin im Zinnen-Gesang des 2. Aktes ins unverbindlich Liedhafte abzugleiten (auch dank Böhm). Wächter als Kurwenal sehr erdverbunden und authentisch, auch ein leidender Partner, einer der "normalen" Menschen am Rande dieses Zweier-Amoklaufs. Ebenso wie Talvelas Marke... Nein, es gibt KEIN Manko, keine schwache Stelle in dieser Aufnahme. Grandiose Aufnahme - sagenhaft! 5 von 5 PunktenIch bekenne mich hiermit als ein eingefleischter Wagner-Fan! Seine Musik ist einfach grandios, umwerfend und doch wunderschön. Für mich ist Wagner einer der größten Komponisten, die es je gegeben hat. Er hat zwar nur 13 Opern geschrieben, aber diese sind von solch einer Qualität, dass sie Opern von Verdi oder Puccini locker in den Schatten stellen. Diese Aufnahme ist einfach grandios, allererste Sahne. Tristan und Isolde ist meiner Meinung nach fast noch schöner als Lohengrin, wobei diese Oper auch nicht zu verachten ist. Was für ein Genuss ist es, sich diese Oper anzuhören! Hörgenuss der ersten Klasse! Ein Hoch auf Richard Wagner! Ich kann diese Oper nur weiterempfehlen und werde mir auch noch den Tannhäuser und den Parsifal zulegen. Diese Oper ist ein Muss für jeden Wagner-Fan. |
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Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) von Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Hans Hotter, George London, Kirsten Flagstad, James King, Régine Crespin, Wpo, Sir Georg SoltiAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 118,95, Angebote ab EUR 78,20 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: August 1997 |
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5 Kundenrezensionen:Durchwegs gute Interpretation mit klasse Besetzung 5 von 5 PunktenDer "Solti-Ring" mag sehr effektvoll dirigiert sein, manchmal liest man, zu effektvoll, aber ich bin mir sicher, Richard Wagner würde nicht im Grabe rotieren, würde man es ihn hören lassen. Ich finde diese Kritik unangebracht, "zu emotional", "übertrieben gewaltig", immerhin wurde hier nichts geringeres als die komplette "Siegfriedsage" (oder sogar mehr) vertont, also darf man schon fragen ob Solti nicht zu recht eine solche Interpretation wagt. Da natürlich jede Umsetzung einer Komposition immer, insofern sie nicht vom Komponisten selbst stammt, einer gewissen künstlerischen Freiheit unterliegt, bin ich mit diesem Ergebnis des "Ring des Nibelungen" sehr zufrieden. Leider ist das Booklet bei mir in Englischer Sprache. Soltis Ring - Eine Aufnahme, die Maßstäbe setzte 5 von 5 PunktenWie so oft im Leben Richard Wagners nahm hier eine im Grunde recht einfache Idee riesenhafte Dimensionen an. Kurz nach der Komposition des "Lohengrin" hatte er die Idee zu einer heroisch - idealistischen Oper über den größten Helden der deutschen Sagenwelt. Das Werk trug den Arbeitstitel "Siegfrieds Tod", war eine stark vereinfachte Version der jetzigen "Götterdämmerung" und sollte den Helden als Wagners Idealbild des von gesellschaftlichen Zwängen freien, unabhängigen Menschen zeigen. Nach der Flucht ins Schweizer Exil erschien dem Komponisten die Handlung nicht tiefgreifend genug ausgeschöpft, er dichtete eine Vorgeschichte und nannte sie "Der junge Siegfried". Auch dies ging Wagner noch nicht weit genug, also vertiefte er sich weiter in die germanischen und nordischen Götter - und Heldensagen, so entstand das Textbuch zu "Die Walküre" und schließlich als Vorabend "Das Rheingold". 1852 stand schließlich der Zyklus als dichterische Einheit fest und Wagner ging (diesmal in der "richtigen" Reihenfolge) an die Komposition. Insgesamt dreißig Jahre schrieb und komponierte Wagner an seinem unbestreitbar größten Werk, legte lange Pausen ein, in denen seine bahnbrechenden Musikdramen "Tristan und Isolde" und "Die Meistersinger von Nürnberg" enstanden und der Komponist musikalisch weiterreifte. 1874 beendete er schließlich mit den letzten Noten zur "Götterdämmerung" die Komposition des Zyklus, zwei Jahre später erklang der "Ring des Nibelungen" (die ersten beiden Teile hatte, ungeachtet der Proteste Wagners, bereits der Bayernkönig Ludwig II. uraufführen lassen) erstmals vollständig bei den neugegründeten Bayreuther Festspielen, von dort aus eroberte die Tetralogie sehr schnell die ganze Welt und stellt bis heute für jede wagnertaugliche Bühne und jeden ambitionierten Regisseur und Dirigenten eine hochwillkommene, da unbegrenzt ausdeutbare Aufgabe dar. Die gewaltigen Dimensionen dieses Werks stellen nicht nur die Musiktheater vor große Herausforderungen, auch die Aufgabe, den Ring auf Tonträger zu bannen, ist nicht zu verachten. Man benötigt ein riesiges Orchester mit großem Nuancenreichtum, eine ganze Reihe hochklassiger Sänger und steht vor dem Problem, die musikalische Spannung über eine Dauer von mehr als 15 Stunden aufrechtzuerhalten. Natürlich nahmen viele Dirigenten diese Aufgabe an und so kann man heutzutage aus einer Vielzahl von Ring - Einspielungen wählen, von denen jede ihren Reiz besitzt. Sir Georg Solti nahm sich Ende der 50er Jahre vor, die erste wirkliche Gesamtaufnahme (alle vorherigen Dirigenten hatten der Länge des Werks Tribut zollen und Kürzungen akzeptieren müssen) einzuspielen. Er wählte dazu mit den Wiener Philharmonikern das wohl beste und wandlungsfähigste Orchester der Welt und eine Vielzahl ausgezeichneter und erfahrener Sänger. Über das Ergebnis ist seit jeher viel diskutiert worden, viele halten diesen Ring für die Aufnahme, an der sich alle späteren Einspielungen messen lassen müssen. Dies mag etwas übertrieben sein, doch kann man Soltis Interpretation noch immer mit Einschränkungen als Musteraufnahme sehen. Solti läßt hier seiner Vorliebe für breite Tempi und gewaltige Orchestereruptionen freien Lauf und schafft so den leider oft schlecht kopierten, monumentalen Wagner - Klang, für den der Komponist, der doch zu kammermusikalischer Feinheit fähig war, berühmt und noch mehr berüchtigt ist. Solti läßt es aber nicht nur donnern. Wunderbar geraten ihm die Liebesszenen im ersten Akt der "Walküre", die Beleitung des Wotan - Monologes, Siegfrieds "Waldweben", das den grobschlächtigen Helden zum ersten Mal sympathisch erscheinen läßt und die Gestaltung der mystischen Götterfiguren, vor allem die Auftritte der geheimnisvollen Erda und ihrer Nornen. Weitere Beispiele für Soltis musikalische Feinfühligkeit würden den Rahmen dieser Rezension sprengen, nur muß auch gesagt werden, daß einige Effekte nicht unbedingt nötig gewesen wären. Um möglichst große Theaternähe zu erzielen, wurden einige "Spezialeffekte" verwendet, so eine Donnermaschine (von Wagner verlangt), Stierhörner, die einen unbestreitbar archaischen Klang haben, die Stimme des Drachen Fafner wird mit viel Hall unterlegt. Leider wurden die Sänger auch oft so platziert, daß der Eindruck von Auftritt, Bewegungen auf der "Bühne" und Abgang erzielt werden sollte, was bei dem hohen Lautstärkepegel des Orchesters manchmal zu Verständnisschwierigkeiten führt. Auch die technisch zum Bariton verzerrte Stimme Wolfgang Wingassens in der "Götterdämmerung" klingt für heutige Hörgewohnheiten etwas seltsam und läßt die dramatische Szene ein wenig albern erscheinen. Dies sind aber nur kleine Mängel in einer ansonsten ausgezeichneten Aufnahme, die man noch nach über vierzig Jahren fast uneingeschränkt genießen kann. Auch bei den Sängern setzte Solti auf bewährte Qualität. Wotan, oberster Gott und zentrale Figur des Zyklus wurde mit großen Sängern besetzt. Im "Rheingold" leiht ihm George London, lange Zeit Stammgast in Bayreuth und erfahren in der Partie seine Stimme. Er löst seine Aufgabe sehr gut, verleiht mit seiner mächtigen Stimme dem schwierigen Charakter des Wahrers der Verträge, der selbige oft nicht achtet, viel Kontur. Etwas anders sieht es in "Walküre" und "Siegfried" aus. Hans Hotter war über lange Jahre weltweit der "Wotan vom Dienst", kein anderer Sänger konnte in dieser Rolle mehr Erfahrung aufweisen und niemand hatte sie so sehr verinnerlicht. Leider litt Hotter an chronischem Asthma, das seiner Stimme zum Zeitpunkt der Aufnahmen bereits einigen Schaden zugefügt hatte. In der früher mächtigen Stimme macht sich ein starkes Zittern bemerkbar, lange oder hohe Noten werden ihm zur nur schwer bewältigten Aufgabe und auch die Textverständlichkeit ist nicht die Beste. Dafür gelingen ihm immer wieder wunderbare Momente, so in den langen Monologen in der "Walküre" und in der wundervollen Erda - Szene im "Siegfried". Wotans Gemahlin Fricka wird ebenfalls von zwei Sängerinnen dargestellt. Im "Rheingold" ist die große Kirsten Flagstad zu hören, die, zwar schon mit etwas angejahrter Stimme, die jedoch den berühmten silbernen Klang nicht verloren hat, sich noch einmal als eine der besten Wagner - Sängerinnen präsentiert. In der "Walküre" ist es Christa Ludwig, die einen bleibenden Einduck hinterläßt, nicht nur, weil sie den Götterstreit gewinnt, sondern auch den indisponierten Hotter an die Wand singt. Auch in der "Götterdämmerung" liefert sie mit der bewegenden Darstellung der Waltraute eine ausgezeichnete Vorstellung. Claire Watson wurde ebenfalls für zwei Rollen engagiert, die hervorragend zu ihr passen. Im "Rheingold" veredelt sie die Rolle der Freia, in der "Götterdämmerung" Gutrune mit ihrer schönen, klaren Stimme. Die weiteren Götter sind mit Waldemar Kmentt (Froh), Eberhard Wächter (Donner) und dem alten Wagner - Helden Set Svanholm (in der für ihn recht ungewöhnlichen Rolle des schurkischen Loge, die er aber ausgezeichnet darstellt) rollendeckend und hochkarätig besetzt. Die mysteriöse Figur der Erda wird in dieser Aufnahme ebenfalls von zwei Sängerinnen darsgestellt. Im "Rheingold" ist es Jean Madeira, die diese wundervolle Szene mit ihrem reinen Alt in geheimnisvolles Halbdunkel taucht, kaum schwächer, doch stimmlich etwas weniger beeindruckend schlägt sich Marga Höffgen im "Siegfried". Als Alberich agiert hier jemand, dem diese Rolle wie keinem Anderen auf den Leib geschrieben schien. Gustav Neidlinger war mit seiner einmaligen Stimme und seinem großen schauspielerischen Talent prädestiniert für den machtgierigen Nibelungen und zeigt hier ein weiteres Mal, warum er als Idealbesetzung für diese Partie galt. Sein Burder Mime, zuerst der unglückliche Schmied des Ringes und der Tarnkappe, schließlich Siegfrieds widerwilliger Ziehvater, wird von Paul Kuen ("Rheingold"), einem routinierten Darsteller der Rolle und Gerhard Stolze ("Siegfried") gesungen. Stolze schrammt hier des Öfteren haarscharf daran vorbei, den häufig begangenen Fehler zu machen und den unleidlichen Zwerg zur Karikatur werden zu lassen, deklamiert die Partie mehr, als sie zu singen, schafft aber immer wieder den Sprung zurück in die Gesangslinie und liefert so ein insgesamt recht überzeugendes Rollenportrait. Brillant ist Walter Kreppel in der Rolle des sensiblen Riesen Fasolt. Von diesem Sänger kenne ich leider keine weiteren Aufnahmen, doch diese ausgezeichnete Leistung macht Lust auf mehr. Ebenfalls ideal besetzt ist sein böser Bruder Fafner mit Kurt Böhme, dessen schwarze, mächtige Stimme sowohl den gierigen Riesen als auch den (leider recht stark verhallten) Drachen vor Augen entstehen läßt. Eine bessere Besetzung für das Wälsungenpaar ist nur schwer vorstellbar. James King war ein Sänger mit außergewöhnlich mächtiger, jedoch sehr schöner und strahlender Tenorstimme, ein hervorragender Lohengrin und ein noch besserer Siegmund. In dieser Rolle erwarb er sich weltweit Ruhm und den wunderschönen ersten Akt der "Walküre" hört man hier nicht zuletzt dank ihm in einer kaum zu überbietenden Version. Ihm zur Seite steht die großartige Régine Crespin, auch sie eine erfahrene Wagner - Sängerin und eine der besten Darstellerinnen der Sieglinde, die ich kenne. Die Harmonie der Liebesgesänge, die den ersten Akt der "Walküre" beinahe zu einer eigenen Oper machen, hört man hier in einer kaum zu übertreffenden Schönheit, wozu natürlich auch Soltis sensible Orchesterführung ihren Teil beiträgt. Gottlob Frick liefert hier eine recht eigenwillige, aber hochinteressante Interpretation des Hunding. Er wirkt sehr stoisch, fast roboterhaft, als hätte er keinen eigenen Willen, sondern würde von den Göttern wie eine Marionette für ihre Zwecke benutzt. Stimmlich ist er wie immer hervorragend, einer der besten Bässe, die es jemals gab. Die weit dankbarere Aufgabe des Hagen in der "Götterdämmerung" löst er bravourös wie kein Anderer. Und nun zum Wagner - Traumpaar der 60er und 70er Jahre. An Birgit Nilsson führte damals kein Weg vorbei, wenn es darum ging, die Werke des Komponisten mit der perfekten Stimme aufzuführen und einzuspielen. Als Brünnhilde zeigt sie sich ein weiteres Mal in bestechender Form, die Macht ihrer Stimme ist beeindruckend wie eh und je und wen sonst hätte Solti für die wichtigste Frauenpartie im Ring engagieren sollen, als die schwedische Naturgewalt, die sich hier als die würdige Nachfolgerin der Flagstad (auch sie eine wunderbare Brünnhilde, man höre nur den legendären Furtwängler - Ring) und als Meßlatte für alle künftigen Sängerinnen präsentiert. Meiner Meinung nach ist Birgit Nilsson als Brünnhilde noch immer nicht übertroffen und wird es wohl in naher Zukunft auch nicht werden. Und wo Birgit Nilsson ist, da ist Wolfgang Windgassen nicht weit. Der geniale Sänger - Darsteller war beinahe zwanzig Jahre lang Heldentenor Nummer eins in Bayreuth und weltweit einer der gefragtesten Wagner - Interpreten. Auch in dieser Aufnahme gestaltet er den Siegfried mit der ihm eigenen Sensibilität und gewinnt dem etwas plumpen Charakter des Helden viele Nuancen ab. Stimmlich war Windgassen ursprünglich eher im lyrischen Fach zuhause, bewältigte die extrem schwierigen Wagner - Partien, wie auch hier zu hören, mit seiner schauspielrischen Brillanz, die seine Darstellungen noch heute maßgeblich machen. Im Verein mit Birgit Nilsson hört man hier wirklich das ideale Wagner - Paar. Bleibt noch der sensible Gunther von Dietrich Fischer - Dieskau zu erwähnen, der diese etwas undankbare Rolle sehr aufwertet und den unglücklichen Gibichungen zu einem wirklichen Handlungsträger werden läßt. Auch die kleinen Rollen sind hier ausgezeichnet (Joan Sutherland als Stimme des Waldvogels!) und zum Teil mit späteren Stars (Lucia Popp, Gwyneth Jones, Helga Dernesch, Brigitte Fassbaender) besetzt. Ob Soltis Ring nun die Referenz - Aufnahme ist oder nicht, dieses Urteil maße ich mir nicht an. Seit der Einspielung hat es noch sehr viele Aufnahmen von Wagners gewaltigem Zyklus gegeben und jede hat ihren eigenen Reiz. Nur soviel: Alle späteren Einspielungen sind mehr oder weniger von Soltig großer Pioniertat inspiriert und diesen Ring kann man jedem Wagner - Fan noch immer uneingeschränkt empfehlen, wozu das behutsame Remastering, durch das die Aufnahme entrauscht wurde, sein Teil beiträgt. Tolle Aufnahme 5 von 5 PunktenIch kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Die Aufnahme ist wirklich spitze und jeden Cent wert. Vor allem von der Tonqualität kann man beeindruckt sein, handelt es sich doch um eine historische Aufnahme! Kann sich wirklich mit DDD-Aufnahmen messen. Die Ring-Aufnahme des Jahrhunderts 5 von 5 PunktenHerausragend aus der erlesenen Sängerschar präsentieren sich vor allem Windgassen als Siegfried (besonders im Vergleich zu Thomas und Brilioth (!) unter Karajan oder Goldberg unter Levine. Ferner Birgit Nilsson, Christa Ludwig, Fischer-Dieskau, Gustav Neidlinger, Set Svanholm, Gottlob Frick und natürlich Hans Hotter. Wobei dieser in der "Walküre" den Zenit seiner Kunst schon weit überschritten hat. Als Alternative bietet sich die Walküre under Leinsdorf an: fünf Jahre vor Solti (mit Hotter, Nilsson, Ludwig, James, Crespin) vereinigt sich hier eine nicht weniger erlesene Sängerschar. George London präsentiert einen stattlichen und vokal sicheren Wotan, Rita Gorr eine hysterische und stimmgewaltige Fricka (wenn auch nicht so eindrucksvoll wie Ludwig), Nilsson klingt frischer als unter Solti, Vickers sticht James King bei weitem aus und Gre Brouwenstijn singt die Sieglinde inniger, lyrischer, zärtlicher als der manchmal etwas essige Sopran Régine Crespins. Eine der maßstabsetzenden Aufnahmen 5 von 5 PunktenBevor ich zum Ring 2007 nach Bayreuth gefahren bin, habe ich mir den klangtechnisch verbesserten Solti-Ring teilweise wieder angehört. Vergleicht man die Jahrhundert-Sänger Nilsson, Windgassen, Kuen, Neidlinger, Frick und mit einigen Abstrichen auch Hotter mit den gesanglichen Leistungen, die zur Zeit auf dem Grünen Hügel geboten werden, kann nur ein katastrophaler Niedergang des Wagner-Gesangs stimmlich, darstellerisch und vor allem in der bei Wagner so wichtigen Diktion konstatiert werden. Teilweise sind es Anfänger, die präsentiert werden. Früher war die Bayreuth-Mitwirkung Krönung einer Sängerkarriere. Bei Gottlob Frick zum Beispiel, versteht man im Solti-Ring jedes Wort auch in den sängerisch so schwierigen Mannenrufen. Hagens Wacht wird mit unglaublich eindrucksvoll gestaltet. Die Schwurszene mit Nilsson und Frick ist eine geradezu unvergessliche Demonstration sängerischer Dramatik. Der Schlußgesang der Brünnhilde jubelnde Wonne. Die gewiss nicht schlechte Brünnhilde der diesjährigen Festspiele Linda Watson wirkt im Vergleich mit Birgit Nilsson wie eine ins hochdramatische Fach verirrte Soubrette. Hans-Peter König ist bis zu den Mannenrufen ein durch aus achtbarer Hagen. Danach ist ihm die Luft ausgegangen. Der letzte Akt war nur noch Quälerei. Im Vergleich mit Frick ist er nur ein schmalbrüstiges "Bässchen".Wobei mir bewußt ist, dass eine Studio-Aufnahmen schwerlich mit einer Live-Aufführung zu vergleichen ist. Die beste Live-Aufnahme, die ich kenne stammt vom großen Ring-Dirigenten Hans Knappertsbusch. Musikalisch vorbildlich, sängerisch hervorragend. Wer die Lebendigkeit einer Live-Aufführung gegenüber der Studio-Produktion bevorzugt, sollte auf diese Aufnahme zurückgreifen. Trotz allem setzt der Solti-Ring vor allem durch das unvergleichliche, heute in dieser Qualität nicht mehr vorhandene Sängerensemble Maßstäbe und wird deshalb immer eine der Referenzaufnahmen bleiben. |
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Beethoven: Fidelio (Gesamtaufnahme) von Sena Jurinac, Rudolf Schock, Chor der Wiener StaatsoperAudio CD von EMI Classi (EMI)Preis bei Amazon: EUR 10,95, Angebote ab EUR 8,96 Erscheinungsdatum: Oktober 1992 |
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ProduktbeschreibungFIDELIO GA |
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Wolfgang Windgassen Singt Wagner von W. Windgassen, Kraus, Leitner, Ludwig, Bams, Mp, DsobAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 11,99, Angebote ab EUR 5,00 Erscheinungsdatum: Februar 2007 |
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Opera Gala - Der Ring des Nibelungen (Auszüge) von Nilsson, Windgassen, Solti, WpAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 11,99, Angebote ab EUR 4,89 Erscheinungsdatum: Februar 1998 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionDiese zehn Jahre alte Liveaufnahme erinnert an eine Theateraufführung. Alle Sänger sind miteinbezogen und beziehen ihrerseits das Publikum mit ein. Besondere Anerkennung verdient Hildegard Behrens als Brunhilde. Jede einzelne ihrer Äußerungen ist voller Direktheit und klanglicher Schönheit. Ihr Auftritt zusammen mit Robert Hale als Wotan -- stimmlich eher ein Leichtgewicht, aber dramaturgisch hervorragend -- wirkt absolut überzeugend. Die ganze Komplexheit der Vater-Tochter Beziehung wird hier offenbar. Was die übrige Besetzung angeht: Julia Varady als Sieglinde ist sensationell, sowohl von der Kraft, als auch von der Intensität ihrer Stimme. Matti Salminen singt einen würdigen Baß, in mehr als nur einer Rolle. Waltraud Meier hat mehrere Mezzosopranrollen übernommen und verwandelt die jeweiligen Personen in großartige, realistische Charakterdarstellungen. Die Tenöre René Kollo und Robert Schunk wirken beide ein wenig schwach, aber zu der damaligen Zeit (wie wahrscheinlich auch heute) gab es keine große Auswahl für die Rolle des Siegmund und Siegfried. Das Orchester spielt ausgezeichnet und Wolfgang Sawallisch dirigiert diesen Ring-Zyklus mit großem Gespür. Vielleicht gehört diese Aufnahme nicht zu den interessantesten des Rings (das wären eher die von Karajan oder Krauss), aber sie ist mitreißend, schön und wirkt äußerst natürlich. --Robert Levine |
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Wagner: Der Ring des Nibelungen (Gesamtaufnahme) von Theo Adam, Annelies Burmeister, Birgit Nilsson, Leonie Rysanek, Martha Mödl, Helga Dernesch, Wolfgang Windgassen, Josef GreindlAudio CD von Philips (Universal)Preis bei Amazon: EUR 54,95, Angebote ab EUR 45,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 1995 |
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5 Kundenrezensionen:Böhm entfacht ein wahres Musikdrama! 5 von 5 PunktenEines kurz vorweg: Ich kann mich anderen Rezensenten nur anschließen, die die Meinung vertreten, es gäbe keinen perfekten Ring. Es gibt einfach zu viele Variablen. Auch der Böhm-Ring (66/67) hat unbestreitbar seine Schwächen, auch er ist nicht perfekt, aber nachdem ich mich mittlerweile mit einer ganzen Reihe anderer Gesamtaufnahmen des Rings (Furtwängler '50, Krauss, Keilberth '55, Solti, Boulez, Levine, Janowski, Barenboim, Haitink, Neuhold. Es fehlen mir noch Karajan, Sawallisch etc.) auseinandergesetzt habe, kann ich sagen, dass mir Böhm (zumindest momentan und bis jetzt) am besten gefällt! Meine Kritikpunkte vielleicht gleich vorweg: Da wäre zum einen die zweifelsohne ärgerliche Tatsache, dass die Souffleuse in ruhigen Passagen recht häufig zu hören ist, was vor allem beim ersten Hören und besonders für Ring-Neulinge wohl etwas irritierend wirkt. Mir ist schleierhaft, wie dieser Lapsus passieren konnte, denn es gibt aus dem selben Jahr (1966) an selber Stelle (Bayreuth) unter dem selben Dirigenten (Böhm) einen in dieser Hinsicht einwandfreien, sehr populären Mitschnitt von "Tristan und Isolde". Merkwürdig! Mit dem unvermeidlichen (ja, das ist eine Übertreibung!) Wolfgang Windgassen als Siegfried hab ich immer schon ein bisschen Probleme gehabt. Er ist mit Sicherheit ein guter Sänger gewesen der immer viel Herzblut in seine Rollen gelegt hat und es gibt Aufnahmen, in denen er mir gut gefällt (z.B. die Fidelio-Aufnahme von Furtwängler, Euryanthe-Mitschnitt von Leitner), aber sein Timbre und die stets etwas weinerliche Stimme konnten mich nie sonderlich begeistern, wenn es um seinen Siegfried ging. Ich bin daher immer etwas verwundert, wie hoch sein Siegfried gepriesen wird. In dieser Aufnahme war Windgassen zudem nicht mehr der jüngste und das lässt den "Siegfried" innerhalb des Rings hier ein wenig abfallen. Erschwerend kommt hinzu, dass Windgassen hier nicht nur den Siegfried gibt, sondern im Rheingold auch noch als Loge auftritt. Er ist beileibe nicht schlecht, aber es gibt sicher bessere Loges! Das wären meine Hauptkritikpunkte, nun aber zu den Gründen für meine 5 Sterne: Da wäre zuächst das Dirigat Böhms. Er wird ja manchmal als "fleissiger Handwerker" etwas diffamiert, dem das Genie eines Furtwänglers oder Karajans fehlte. Zu unrecht. Zwar arbeitet Böhm die Feinheiten der Partitur nicht so heraus wie andere und an manchen Stellen ist mir sein sehr flottes Tempo etwas zu schnell (Rheingold-Vorspiel beispielsweise), aber gerade diese zügigen Tempi sowie die Bayreuther Live-Atmosphäre entwickeln einen dramatischen Sog, der mir so in keiner anderen Aufnahme begegnet ist. Und im Gegensatz zu Solti überfährt er die Sänger nicht mit einer Klangwalze. Große Teile des Sänger-Ensembles stimmen ja mit dem von Solti überein, aber hier wirkt das Ganze viel natürlicher und weniger brachial, die Sänger haben mehr Luft zum atmen. Jemand meinte in einer Rezension mal, Böhms Todesmarsch in der Götterdämmerung sei es etwas trocken. Das kann man durchaus so sehen, aber dafür ist das wenig später folgende Instrumental-Finale mit dem Erlösungsmotiv von atemberaubender Schönheit, das hat kein anderer so hingekriegt!!! Das Orchester: Die Bayreuther spielen mit schwer zu überbietender Leidenschaft, fantastisch! Hier wird das Musikdrama gelebt! Zu den Sängern: Alberich ist eine meiner absoluten Lieblingsfiguren aus dem Ring und darum fange ich hier mal mit ihm an: Der Jahrhundert-Alberich von Gustav Neidlinger (dem meiner persönlichen Einschätzung nach nur Oleg Bryjak unter Neuhold das Wasser reichen kann, ja richtig gelesen, Bryjak, Neuhold!) ist ja in einer ganzen Reihe von Aufnahmen zu hören (Keilberth, Krauss, Knappertsbusch, Solti) und es ist jedesmal und immer wieder ein Genuss. Dies ist seine letzte Ring-Aufnahme und hier gefällt er mir eigentlich am besten. Seine Stimme hat vielleicht nicht mehr ganz die Gewalt aus den 50gern, dafür gestaltet Neidlinger die Rolle hier differenzierter als in den frühen Aufnahmen. Die Kombination von Live-Atmo und Stereo-Sound macht das ganze noch beeindruckender. Was ist köstlicher als sein "... das hörte der Dieb jetzt gern!", was fieser als "... lüstern lechz ich nach euch!", was schauriger als "... sterb er lechzend dahin ..." ??? Der zweite ganz dicke Pluspunkt ist für mich James Kings Siegmund. Der beste Siegmund, den ich bislang auf CD gehört habe. Was für Wälse-Rufe, "vereint sind Liebe und Lenz!" - grandios! Ramon Vinay und Jon Vickers haben vielleicht ähnlich viel Feuer, aber nur King kommt mit der deutschen Sprache einwandfrei zu recht. Vor allem bei Vinay stört nicht nur der Akzent (das wäre für mich noch akzeptabel), sondern er schludert einfach mit dem Text! (Deshalb kann ich mich auch nicht restlos für die so viel gerühmte Keilberth-Walküre von '55 begeistern) Und sowohl Vinay als auch Vickers klingen manchmal etwas grob, nicht so James King. Die "Walküre" (besonders der erste Akt und die Todesverkündung) wird dank ihm zu einem mitreissendem Erlebnis. Leonie Rysanek als Sieglinde ist ebenfalls große Klasse, wenn auch nicht ganz so over-the-top wie King. Gabriele Maria Ronge im Neuhold-Ring bleibt da vor allem wegen ihrer jugendlicheren Stimme meine Favoritin. Theo Adam als Wotan stand ja immer im Schatten von Hans Hotter und es gibt viele, die seine Stimme nicht besonders mögen, speziell als Wotan. Zugegeben, seine Gesangtechnik ist nicht immer ideal und elegant, die mächtige Stimme eines Hotters hat Adam auch nicht, aber er singt im Gegensatz zu Hotter sehr textverständlich und schafft ein (fast) gleichberechtigtes, intelligentes Rollenporträt mit vielen starken Augenblicken (vor allem die Szene im Rheingold, in der Wotan den Ring nicht hergeben will, hat mich schwer beeindruckt, da steckt wirklich Energie drin! Auch in der Walküre hat er jede Menge geniale Momente, im Siegfried ist er leider schwächer). Adam ist mit Sicherheit nicht der stimmschönste Wotan, aber von der Gestaltung der Rolle ist er fast jedem anderen Wotan-Interpreten (weit) überlegen, davon kann z.B. James Morris bei Levine nur träumen! Martti Talvela schafft es wie kein anderer, beim Zuhörer Sympathien für seinen Riesen Fasolt zu wecken. Es bricht einem fast das Herz! Kurt Böhme überzeugt auf voller Linie als Fafner. Der Kampf mit Siegfried ist der gruseligste, den ich bislang gehört habe. Birgit "Steelson" als Brünnhilde. Ja, ihre Stimme ist schon irgendwie der Wahnsinn und es ist nicht grundlos, dass ihre Interpretation der Rolle so berühmt wurde, sie hat enorm viel Power. Aber manchmal würde ich mir eine etwas menschlichere, wärmere Brünni wünschen ... aber im Ganzen natürlich sehr gut! Erwin Wohlfahrt als Mime ist gut, manchmal ein bisschen überdreht ("Fafner, Fafner!"). Markwort, Zednik, Kuehn & Stolze finde ich da besser. Josef Greindl singt den Hagen und er macht das auf seine alten Tage immer noch beeindruckend ("Zu seinem Verderben dient er mir schon ..." geht einem durch Mark und Bein!). Thomas Stewart ist ein spitzenmäßiger Gunther, Ludmila Dvorakova ist eher eine durchschnittliche Gutrune. Annelies Burmeister singt eine überzeugende Fricka. Anja Silja begeistert als Freia und 3.Norn. Bleibt als Schlusspunkt noch die Waltraute von Martha Mödl: der Hammer! So dramatisch wie hier gibt es die Szene Brünnhilde/Waltraute nirgendwo anders, bei einigen ist sie meistens ja sogar ziemlich zäh ... Bevor ich nun zum Schluss komme, nochmal kurz ein paar Worte zum Sound: Wenn diese Sache mit der Souffleuse nicht wäre, dann wäre er wirklilch spitze, aber auch so bin ich sehr zufrieden mit diesem ehemals ersten Stereo-Live-Ring (jetzt gibt es ja den Testament-Ring unter Keilberth von 1955, auch in Stereo). Der Sound ist satt, mitreissend und sehr gut ausbalanciert. Abschließend bleibt zu sagen, dass man sicherlich hier und da was an diesem Ring aussetzen kann, aber als Gesamtwerk kenne ich bislang keine andere Aufnahme, die das Weltendrama Wagners so plastisch und lebendig zum Leben erweckt. Für den ersten Gesamt-Ring würde ich Einsteigern allerdings eher zu Neuhold raten. Den gibt es spott-billig, ist trotzdem sehr gut, man hört keine Souffleuse und Neuhold ist nicht ganz so flott unterwegs wie Böhm (trotzdem spannend!), was vielleicht besser ist, um Wagners geniales Werk erst mal kennenzulernen. P.S.: Der Box ist ein kleines Booklet mit Inhaltsangaben, einem kleinen Essay über Karl Böhm und einigen netten Fotos beigefügt. Ein fragwürdiger Ring 4 von 5 PunktenDer Ring unter Böhm ist meiner Meinung nach ein etwas fragwürdiger Ring. Ob er als der „Ring der Ringe" zählt oder nur der vollkommen ausreicht, zweifle ich eher an. Denn diese Aufnahme ist für mich zu steril. Einige Ring-Themen wie der Einzug der Götter in Walhall, der Walkürenritt oder der Trauermarsch sind sehr trocken und wenig schwungvoll dirigiert. Da finde ich den Ring von Levine (Metropolitian Opera Orchestra, DGG) anspruchsvoller, obwohl es nicht das Orchester der Bayreuther Festspiele ist, das eigentlich Wagner am besten spielen sollte. Wer trotzdem auf das „Flair von Bayreuth" nicht verzichten kann, der sollte zu der Aufnahme von Boulez greifen (es gibt noch einen gesamten Ring mit den Bayreuther Festspielen unter Barenboim, den ich leider noch nicht kenne). Doch die Aufnahme von Böhm sollte den Wagnerianern oder Sammlern nicht fehlen, weil solch eine 1 A Besetzung wie diese kriegt man sonst nirgends (das Paar Nilsson/Windgassen, Mödl, Silja, Köth, Adam, King, Greindl, Böhme). Das Preis-Leistungsverhältnis ist sehr gut (natürlich sind die DCs in Papierschachteln und einem Booklet mit Handlung, aber ohne Libretto eingepackt). Als Fazit habe ich die Sterne so verteilt: Die Aufnahme: 3 Sterne Besetzung: 5 Sterne Preis-Leistung: 4 Sterne Gesamt: 4 Sterne Mit dem "Karajanring" einer der besten Ringe, die es gibt! 5 von 5 PunktenEs ist immer schwer Liveaufnahmen zu hören. Das gilt besonders für den Ring. Trotz der damalige Aufnahmetechnik ist diese Aufnahme wärmstens zu empfehlen. Es gibt zwar ein paar kleine Nebengeräusche über die man jedoch mit einem Lächeln hinwegsehen kann. Karl Böhm dirigiert hervorragend, ohne übertriebene Tempi. die Besetzung ist wirklich großartig: Theo Adam als prachtvoll schillernder Wotan. Wolfgang Windgassen als Siegfried vielleicht damals ein bisschen Alt für die Rolle des Siegfried (er sang ihn immerhin seit 1953 bis 1969) schlägt sich aber trotzdem wacker. Aber als Loge ist er wirklich nicht geeignet. Er erfüllt in Birgit Nillson (Brünnhilde) wie immer unübertrefflich. Erwin Wohlfahrt singt einen brillianten Mime, voll von List, Brutalität und Komik. Mit Gerhard Stolze, Paul Kuen, Heinz Zednik und Graham Clark bildet er das Fünfgestirn der besten Mimes der Welt. Gustav Neidlinger ist der beste Alberich, den ich je zu hörte.Josef Greindl als dämonisch schwarzer Hagen: so er klingen. Bärenstark Thomas Stewart als Gunther. Auch die übrigen Sänger wie James King (Siegmund), G. Nienstedt (Hunding), L Rysanek (Sieglinde), K. Böhme (Fafner). Fazit: Mit ein tollem Dirigenten und tollen Sängern ein wahrlich gelungener Ring aus dem Jahr 1967! Karl Böhm dirigiert in Bayreuth "Wagners Ring" 5 von 5 PunktenEs ist schon etwas besonderes, wenn man Wagner hört. Und dann auch noch den Ring. Karl Böhm dirigiert hier eine der schönsten & eindruckvollsten Aufführungen, die ich mir denken kann. Hier stimmt einfach alles. Das Ensemble liest sich wie ein "Who is Who" der damaligen Zeit. Theo Adams starker Wotan oder Birgit Nilssons Brünhilde sind nur zwei Beispiele für die Besetzung. Natürlich kommt auch das hervorragende Orchester deutlich aus der Tiefe des Grabens zu Tage und verbindet sich mit der Stimmgewalt der Interpreten zur formvollendetsten Kunst. Wenn ich an einem ruhigen Abend im Wohnzimmersessel entspannt sitze und diesen Aufnahmen lausche habe ich bei geschlossenen Augen für wahr das Gefühl selbst im Bayreuther Haus zu sitzen. Schade ist nur dass solche Interpretationen heutzutage nur noch schwer möglich sind, bedenkt man doch dass bei vielen Sängerinnen und Sängern, so schön ihre Stimmen auch sein mögen, einfach die Kraft in der Stimme fehlt, die für Wagner einfach unablässlich ist. Hier muss dringend in der Gesangsausbildung der Jugend viel getan werden. Mikrofone am Ohr sind da wohl ehr unangebracht. akustisch mangelhaft 3 von 5 PunktenEine berühmte Einspielung mit hervorragendem Ensemble. Vor allem Birgit Nilson ist umwerfend. Allerdings ist dieser Live-Mitschnitt alles andere als gelungen. Das Orchester wirkt an vielen Stellen zu dumpf, zu wenig plastisch. Die Ausnahme-Akustik des Festspielhauses kommt nicht herüber. Besonders störend wirken die VIELEN und LAUTEN Nebengeräusche. Nicht zuletzt das Zischen der Souffleuse beeinträchtigt den Hörgenuss. Und dann die Frage, ob Böhm der Partitur wirklich gerecht wird, aber das ist wohl Geschmackssache. Ich kenne nun schon einige Komplettaufnahmen, muss aber zugeben, dass ich mich (noch) für keine als die gelungenste entscheiden kann. Die Böhmaufnahme jedenfalls gehört sicher nicht zu meinen Top-Favoriten. Von einem anderen Mitglied wurde an dieser Stelle der etwas dumpfe Klang während Siegfrieds Trauermarsch bemängelt. Ein Tip hierzu: wer diese Passagen der Götterdämmerung in einer ungemein prickelnden Version (allerdings ohne Gesang) erleben möchte, sollte die CD "The Ring without words" probieren, eingespielt von Lorin Maazel auf TELARC. |
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Wagner: Tannhäuser (Edition Bayreuther Festspiele) von Richard WagnerAudio CD von Philips (Universal)Angebote ab EUR 45,00 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 1992 |
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5 Kundenrezensionen:Fast ideal 4 von 5 PunktenEine in den Männerrollen sehr gut besetzte Tannhäuser-Aufnahme, in der nur Gerhard Stolzes herzlich unlyrischer Walter von der Vogelweide abfällt. Die Damen sind nicht ganz ideal, Anja Silja imponiert mehr stimmlich als darstellerisch, ihre Elisabeth ist recht handfest, bei Grace Bumbry war eher das Gegenteil der Fall: Kleine stimmliche Mankos werden durch darstellerische Eindrücke heruntergespielt. Leider viele Nebengeräusche Großartige Live-Aufnahme 5 von 5 PunktenIch weiß nicht, ob dies hier wirklich die beste Aufnahme des Tannhäuser überhaupt ist - die Solti-Aufnahme (mit Christa Ludwig, Helga Dernesch und dem jungen Kollo) habe ich schon lange nicht mehr gehört, die neue Barenboim-Einspielung kenne ich noch nicht. Außerdem gibt es da noch einige Live-Mitschnitte aus der MET aus den 30er- und 40er-Jahren mit Melchior, Traubel bzw. Flagstad, etc... Aber es ist sicherlich eine, die einen fast wunschlos glücklich werden lässt: Die Aufnahme-Technik ist für die frühen 60er erstaunlich gut - sicherlich zu einem guten Teil dank der besonderen Akustik des Bayreuther Festspielhauses, die zwar etwas trocken, aber dafür sehr transparent und lebendig klingt. Das Orchester spielt für Live-Verhältnisse ausgezeichnet, lebendig, temperamentvoll, aber - wie gesagt dank der Akustik und dem Deckel über dem Orchester - nicht zu laut für die Sänger, die hier singen dürfen und nicht schreien müssen. Und gesungen wird hier ganz ausgezeichnet: Insbesondere Grace Bumbry - damals auch optisch eine Sensation - ist eine sehr sinnliche Venus mit warmer, runder, glänzender Stimme, und damit optimal besetzt. Ihre Gegenspielerin Anja Silja hat eine sehr klare, jugendlich schlanke Stimme, durch die die jugendliche Schwärmerei der Elisabeth sehr glaubwürdig klingt. Nach Elisabeth Grümmer eine der überzeugendsten Interpretinnen dieser Rolle. Und der Mann zwischen diesen beiden Frauen ist Wolfgang Windgassen, im Nachkriegsbayreuth über 15 Jahre lang der "Mann für alle Fälle". Der Tannhäuser ist für mich seine beste Rolle, weil er hier weniger (wie etwa als Siegfried) mit einer Riesenstimme aufwarten muss, die er nicht hatte. Dafür konnte er seine darstellerische Intelligenz und Intensität voll ausspielen - und so wird die Sehnsucht des Tannhäuser im ersten Akt, seine Begierde im zweiten und seine Verzweiflung im Finale so lebendig und unmittelbar erfahrbar wie in keiner anderen mir bekannten Einspielung. Dazu kommt Eberhard Waechter als Wolfram - sehr menschlich und mitfühlend, aber stimmlich nicht mehr ganz so elegant und leicht wie etwa in seinen großartigen Mozart-Einspielungen unter Giulini. Immer noch ein ausgezeichneter Wolfram, aber man vermisst hier etwas Fischer-Dieskau, der die Rolle im Jahr davor noch in Bayreuth gesungen hatte, sich aber mit Wieland Wagner über sein Kostüm (einen Hut!) gestritten hatte. Hervorragend besetzt auch die Nebenrollen: Von Josef Greindls würdevollem Landgrafen bis zu den Teilnehmern am Sängerkrieg, vor allem dem großartigen Franz Crass, der im Jahr zuvor als Holländer seinen Durchbruch in Bayreuth gefeiert hatte. Alles in allem bleiben hier wie gesagt kaum Wünsche offen, und was kann man von einer Opern-Gesamtaufnahme mehr verlangen? Bestimmt die ýspannendsteý Tannhäuser-Aufnahme. 5 von 5 PunktenDie„Sänger-Krieger" (Windgassen, Wächter, Stolze, Crass) duellieren sich stimmlich und gestalterisch auf höchstem Niveau. Auch Greindl verkörpert eher den drohend-autoritären als den wohlwollend-väterlichen Landgrafen. Grace Bumbry ist eine überzeugende Venus (nach der Dresdner Fassung), Anja Silja eine hochengagierte Elisabeth mit einigen Intonationsunsicherheiten. Leider wählte Wolfgang Sawallisch eine Mischfassung aus Pariser Fassung (Ouvertüre und Bacchanal) und Dresdner (ab der Szene Venus-Tannhäuser). Dennoch eine der besten Tannhäuser-Aufnahmen überhaupt! Aufnahmen der Dresdner Fassung sind unter Konwitschny, Heger, Haitink und Barenboim eingespielt worden, vollständige Aufnahmen der Pariser Fassung unter Solti und Sinopoli. Epochaler Tannhäuser 5 von 5 PunktenNach den großen Erfolgen, den Richard Wagner mit "Rienzi" und "Der fliegende Holländer" erringen konnte, wandte er sich, inzwischen zum Dresdner Hofkapellmeister ernannt, einem seiner Lieblingsthemen zu: Dem deutschen Mittelalter mit seinen romantischen Burgen, den reinen Jungfrauen und den dazugehörigen ritterlichen Minnesängern. Mit der Geschichte von Tannhäuser hatte er einen idealen Stoff gefunden: Der (historische) Sänger steht zwischen zwei Frauen (gefiel Wagner sehr), der Liebesgöttin Venus, Inbegriff der Sinnlichkeit, und der reinen und Tugendhaften Elisabeth, Nichte des Landgrafen. Auf dem Gesangswettbewerb auf der Wartburg kommt es zur Katastrophe: Tannhäuser singt, aufgebracht von der Steifheit der Hofgesellschaft, ein Loblied auf Venus (der historische Tannhäuser wurde angeblich wegen eines solchen Lobliedes exkommuniziert), wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen und erst durch das Liebesopfer Elisabeths vor dem Verderben gerettet. Ein geradezu idealer Stoff für eine Wagner - Oper: Aufbegehren gegen Konventionen, Unverständnis, Rettung durch reine und aufopfernde Liebe. Wagner machte sich mit Feuereifer ans Werk und die Oper erklang zum ersten Mal am 19. Oktober 1845 unter der Leitung des Komponisten in der Dresdner Hofoper. Einen einhelligen Erfolg, wie bei den beiden Vorgängern, konnte die Oper zunächst nicht erzielen, Wagner arbeitete sie mehrmals um, heute zählt "Tannhäuser" zu seinen volkstümlichsten (der noch recht konventionellen, wenn auch virtuosen und hochinspirierten Kompositionsweise wegen, die bahnbrechenden Musikdramen kamen erst später) und meistgespielten Werken. Auch das notorisch wagnerfeindliche Paris, zur damaligen Zeit die unangefochtene Musikmetropole der Welt, sollte mit "Tannhäuser" endgültig erschlossen werden. Wagner komponierte für seine "Pariser Fassung" fast den gesamten "Venusberg - Teil" um, schuf ein Ballett (mußte damals sein, wenn man in Paris reüssieren wollte) und gab dem ersten Akt eine schwül - erotische, an die Liebesräusche im "Tristan" erinnernde musikalische Untermalung. Die Premiere geriet zu Eklat. Unter Zischen, Schreien und Pfiffen ging Wagner ein weiteres Mal in Paris baden und zog seine Oper nach der dritten Aufführung zurück. Noch heute ist man in Frankreich mancherorts stolz, die Invasion des deutschtümelnden Romatikers verhindert zu haben. Ob zu recht, liegt im Sinne des Betrachters. Die Oper wurde bis heute sehr oft aufgenommen und der Musikfreund hat die Qual der Wahl. Ob die "Dresdner" oder die "Pariser" Fassung vorzuziehen ist, erschwert die Entscheidung zusätzlich. Mit dieser Live - Aufnahme von den Bayreuther Festspielen 1962 macht man garantiert nichts verkehrt. Wolfgang Sawallisch hatte sich für eine Kompromiss - Lösung entschieden, indem er einfach den ersten Akt mit einem "Best Of" der beiden Fassungen spielen lies. Souverän und hochinspiriert leitet er hier das wie immer hervorragend spielende Bayreuther Festspielorchester, treibt die Handlung voran und wirkt mit seiner Interpretation nie aufdringlich. Sawallisch erweist sich hier ein weiteres Mal als einer der besten Wagner - Dirigenten überhaupt. Auch ein Sängerensemble ähnlicher Qualität wird man auf wenigen Aufnahmen finden. Die Einspielung stammt aus einer Zeit, wo noch ausschließlich die Besten der Besten in Bayreuth auftraten und man stets aus dem Vollen schöpfen konnte. Wolfgang Windgassen war über 20 Jahre lang der Vorzeige - Tenor und das Aushängeschild Bayreuths. Regisseur und Festspielleiter Wieland Wagner nannte in scherzhaft "Mein Held", wohingegen ihn der knurrige Stammdirigent Hans Knappertsbusch ungnädig als "Krawattltenor" titulierte. In Zuge des Neuanfangs nach dem Krieg verschwanden nicht nur die Flügelhelme und Bärenfelle in der Mottenkiste, auch die Heldentenöre mit den stählernen Stimmbändern von Schlage eines Hans Hopf wurden nach und nach aussortiert. Die Wagner - Enkel setzten auf differenziertere Darstellung und schlankere Stimmen. Windgassen war dafür geradezu ideal: Er war ein hochbegabter Schauspieler, der sich immer voll in seine Rollen einlebte, sängerisch eher ein lyrischer Tenor mit einem klagenden Unterton in der Stimmle, die opimale Verkörperung der innerlich zerrissenen Wagner- Figuren. Auch als Tannhäuser mach er eine brillante Figur. Jedes Wort glaubt man ihm (nebenbei: er singt extrem textverständlich, nicht bei allen Wagner - Sängern eine Tugend) seine Darstellung ist von ersten bis zum letzten Moment hervorragend und verzichtet auf plakative Effekte. Bis heute ist er in seiner Paraderolle unübertroffen. Der Landgraf wird hier von Josef Greindl gesungen, auch er über lange Jahre Bayreuther Stammpersonal. Oft gibt man den Grafen als gutmütige Vaterfigur, bei Greindl schwingt stets ein bedrohlicher Unterton mit. Dieser Graf versteht sich zu wehren. Die Figur der Elisabeth wurde mit Anja Silja ausgezeichnet besetzt. Auch sie war nie eine Wagner - Heroine, sondern ein lyrischer Sopran mit dramatischem Unterton. Das frühere "Wunderkind" zeigt sich hier als ausgereifte und hochvirtuose Sängerin, die die Rolle glaubhaft und bewegend auf die Bühne bringt (wenn man sich erstmal an ihr eigenwilliges "r" gewöhnt hat. Die Besetzung der Venus mit Grace Bumbry war damals eine wahre Sensation. Sie war sie erste schwarze Venus, meines Wissens nach sogar die erste dunkelhäutige Sängerin überhaupt, die in Bayreuth auftrat. Auch sie löst ihre Aufgabe ausgezeichnet, ihr verführerischer Mezzosopran passt auf die Liebesgöttin geradezu ideal. Wolfram von Eschenbach wird hier von Eberhard Wächter gesungen (im Vorjahr war es noch Fischer - Dieskau, der allerdings wegen eines Hutes die Rolle hinwarf). Wächter ist ein sehr guter Ersatz, wenn er auch seine stimmliche Höchstphase bereits hinter sich hatte. Ihm gelingt eine sehr glaubhafte und differenzierte Darstellung des aufrechten Freundes. Der gern sehr polternd dargestellte Biterolf ist bei dem jungen Franz Crass in d | |
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