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Lang Lang: Chopin Klavierkonzerte von Lang Lang, Zubin Mehta, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 14,95, Angebote ab EUR 13,59 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2008 |
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Eine Kundenrezension:Bemerkenswerte Innigkeit 5 von 5 PunktenSehr zu Recht wird Lang Lang weltweit als der bedeutendste Pianist der Gegenwart verehrt. Nicht allein gilt er als herausragender Interpret der Werke der südöstlichen Hemisphäre, die großen europäischen Komponisten hat er ebenso bravourös zur Aufführung gebracht. Auch wenn ihn der mitunter recht harte Anschlag in den Werken Beethovens oder Schumanns vor einige Herausforderungen gestellt hat, ist er auch hier zu sehr überzeugenden Darstellungen gelangt. Nach seinem Atem raubend schnellen Aufstieg hat sich der Ausnahmekünstler nun den Kompositionen Frédéric Chopins angenommen. Die Deutsche Grammophon bringt eine hübsch gestaltete CD mit einer bedeutsamen und beispielhaften Auslegung auf den Markt, der sowohl aus klanglichem Grunde als auch wegen ihres dokumentarischen Wertes Referenzstatus gebührt. Wir verdanken Lang Lang eine prachtvolle Aufnahme, die jedem Freund der Klaviermusik in seiner Sammlung höchst willkommen sein dürfte. Viele Pianisten haben sich bemüht, mit ihren Einspielungen der feinnervigen Sensibilität Frédéric Chopins in die Nähe zu gelangen, doch nur wenigen von ihnen ist gelungen, das ergriffene Publikum zu den Sternen zu tragen. Chopins musikalische Strukturen gruppieren sich meist um eine eher einfache Bassfigur, die sich zu einer gefühlvollen Melodie entwickelt, welche sich sodann mehr und mehr verziert. Lang Lang gelingt es dabei sehr schön, diese Umspielungen nicht nur irgendwie "unterzubringen", sondern auf eine ausgesprochen lyrische Weise zu gestalten, ohne dass ihm ein einziger Ton abhanden kommt. In der ernsten und ruhigen Andacht, die Chopins Kompositionskunst dem Interpreten abverlangt, schöpft Lang Lang grandios aus einer Fülle von gefühlhaften Eindrücken. Ein ganzer Reigen an Melodien verwebt sich unter seinen Händen zu einer geradezu überwältigenden Dichte. Stimmungsvoll und ausdrucksstark entwickelt sich hier eine harmonische Klangpartie von Themen, Figuren und Farben - kraftvoll in ihren Steigerungen und ausgesprochen nuanciert in den feinen Linien. Diese Musik verliert nie etwas von der einzigartigen Faszination, die von ihr ausgeht. Es mag Aufnahmen geben, die ein wenig lebhafter daherkommen, doch kaum eine lässt eine solch zarte, romantische Grundhaltung erkennen. Lang Langs unvergleichlicher Anschlag kann bereits einen ganz eigenen Reiz auf den Hörer ausüben, seine Akkuratesse und Ausdrucksstärke sind weithin unerreicht. Die hier vorgelegten Darbietungen ermöglichen uns Einblicke in sein phänomenales Talent. Lang Langs schönes, beseeltes, elegantes und dabei stets recht tiefsinniges Spiel sucht seines Gleichen. Oftmals findet er Gelegenheit zur Spontaneität, doch nie verliert er sich dabei in attitüdenhafte Selbstreferenz. Anders ist die Überzeugungskraft und Geschlossenheit dieser einzigartigen Aufnahmen wohl nicht zu erklären. Alles in allem, eine erfreuliche CD, ansprechend gestaltet und zu einem angemessenen Preis. |
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Violetta - Arien und Duette aus La Traviata von Anna Netrebko, Rolando Villazon, Thomas Hampson, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,09 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2005 |
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ProduktbeschreibungVIOLETTA-ARIEN UND DUETTE AUS Aus der Amazon.de-RedaktionDie Welt stand still im Juli 2005 in Salzburg. Die Proben zu La Traviata waren angelaufen, die beiden Hauptakteure Anna Netrebko und Rolando Villazón verstanden sich prächtig, die Medien dichteten den beiden gar eine Romanze an. Das höchste Kartengebot lag angeblich bei 4500 Euro, die Filmrechte an der Aufführung hatte sich eine Firma für 500.000 Euro gesichert. Und dann die Premiere! Der absolute Triumph für beide sowohl für Anna Netrebko als auch Rolando Villazón. Aus Anna alias Violetta brachen die Töne schier übermächtig heraus, voll tönender Leidenschaft in der Tiefe und frei wie Schmetterlinge in der Höhe in bisweilen sehr apart schimmernden Nuancen, dennoch nicht in jeder Gefühlslage hochexpressiv. Und dann kam Rolando als Alfredo. Voller Emphase und Glut sein Vortrag. Es knisterte im Saal. Rolando, der sagt, dass er gerne diesen Part singt, obwohl er weiß, dass er hier nicht strahlen kann, da Verdi die kunstfertigere imposantere Musik der Violetta überlässt. Für alle, die sich nur die die Arien und Duette aus der Gesamtaufnahme herauspicken möchten gibt es die Highlights mit Violetta auf einer CD. Teresa Pieschacón Raphael 5 Kundenrezensionen:Wunderbare Stimmen-falsche Titelangabe 2 von 5 PunktenDie Titelangabe in der Produktbeschreibung (Hörbeispiele) ist leider nicht korrekt. Es sind schon 25 Titel auf der CD, jedoch fehlt z.B. die wundervolle Arie von Thomas Hampson "Di Provenza il mar, il suol" komplett. Trotz wunderbarer Stimmen für mich leider enttäuschend. Enttäuschend 1 von 5 PunktenEs ist die erste Aufnahme mit der Netrebko, in die ich hineingehört habe. Ich bin maßlos enttäuscht. Sie hat in den zurückhaltenderen Stellen eine recht hübsche Stimme. Leider hält sie sich aber selten zurück. Die Stimme wird mit einem großen Umfang herausgequetscht. Auch was Differenzierungsvermögen angeht, wird die Netrebko ihrer Partie in keiner Weise gerecht. Ich habe in dem Duett Sempre libre abgebrochen und auf den Schrecken zum Vergleich in die alte Aufnahme mit Ileana Cotrubas unter Carlos Kleiber hineingehört. Die Cotrubas hat eine viel schlankere und interessantere Stimme und verleiht der Rolle unvergleichbar mehr Leben. Allerdings hat sie mit Kleiber und Placido Domingo auch unvergleichbar bessere Partner. Dem beschwingten Dirigat Kleibers hat Rizzi nichts wirklich Entsprechendes zu bieten - und Domingo ist hier in einer seiner besten Aufnahmen zu hören. Fazit: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Netrebko ist Violetta! Wunderbare Stimme 5 von 5 PunktenWas soll man noch zu dieser weltweit gefeierten Aufnahme schreiben.Zu recht ist diese Aufnahme schon jetzt Legende.Die 3 großen Netrebko, Villazon und Hampson hamonieren meisterhaft. Ein Traum diese 3 Ausnahmekünstler auf einer Aufnahme wieder zu finden.Allen voran die große Anna die im Januar 2007 auf der Met große Erfolge mit Il puritani gefeiert hat. Sie ist Violetta. Alle anderen Sängerinnen müssen sich jetzt an Ihre Leistung messen.Von 12 La Traviata Aufnahmen die ich besitze, ist Anna die beste Violetta.So einen schöne Sopran Stimme, einmalig warm, rund und honigfarbend. Klare Kaufempfehlung aus Wien. Es gibt nur eine Violetta! 5 von 5 PunktenIch habe über 20 verschiedene Aufnahmen meiner Lieblingsoper La Traviata. Doch jetzt gibt es für mich nur noch eine Violetta-Frau Netrebko. Zusammen mit Villazon unschlagbar gut.Klare Kaufempfehlung! Nicht enttäuscht 5 von 5 PunktenIch habe, wegen der unterschiedlichen Bewertungen lange gezögert um mir die CD zu kaufen und ich habe es nicht bereut. Ich finde es nicht richtig immer wieder Netrebko mit Callas und Villazon mit Domingo zu vergleichen, weil ich meine jede Stimme ist einmalig. Wenn ich die oft überaus negativen Rezensionen lese, muss man glauben die Verfasser hätten das absolute Gehör. Die Vorstellungen von Netrebko und Villazon sind jedesmal schon Monate vor Beginn restlos ausverkauft. Soviele Fans können doch wohl nicht irren, sind begeistert und verzeihen auch mal die eine oder andere Schwäche. |
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Lang Lang: Chopin Klavierkonzerte (deluxe CD+DVD) von Lang Lang, Zubin Mehta, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 23,95, Angebote ab EUR 12,50 Erscheinungsdatum: November 2008 |
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Mozart: Klavierkonzerte 20, 21, 25, 27 von Friedrich Gulda, Claudio Abbado, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 14,48 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: April 1997 |
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ProduktbeschreibungKLAVIERKONZERTE 20,21,25,27 5 Kundenrezensionen:Vom lieben Gott geküsst! 5 von 5 PunktenIch weiß beim besten Willen nicht, was im September 1974 im Großen Saal des Wiener Musikvereins geschah, aber ich bin mir sicher das der liebe Gott alle Beteiligten geküsst haben muss, anders kann ich mir diese herausragende Aufnahme nicht erklären. Der erste Satz des D Moll Klavierkonzertes Nr. 20 KV466 beginnt völlig ruhig, das Klavierspiel von Friedrich Gulda reiht sich nahtlos ein und sein Spiel ist ruhig, sehr präzise und mit dem typisch harten aber angenehm und präzis wirkenden Anschlag von Gulda versehen. Das Mozart Klavierkonzert KV466 eines der wenigen das von Mozart in Moll gehalten ist. Es wirkt sehr mystisch und sehr von dieser Welt entrückt. Friedrich Gulda spielt zum Ende des ersten Satzes die Beethoven Kadenz, was dieser Aufnahme noch einen weiteren besonderen außergewöhnlichen Charakter gibt. Beethoven hat seinem Meister Mozart mit dieser Kadenz ohne Zweifel eine Referenz erwiesen. Sie ist geprägt von der Forschheit eines jungen Beethoven ohne jedoch den Charakter von Mozarts Musik zu verändern bzw. den Respekt vor Mozart zu unterminieren. Der zweite Satz lebt von dem Dialog zwischen der Querflöte und dem Spiel von Gulda. Der ganze zweite Satz steht und fällt mit der Qualität des Querflötenspiels in der Mitte des zweiten Satzes. Hier ist dieses Spiel famos gelungen. Besonders hervorzuheben wäre noch der erste Satz des C Dur Klavierkonzertes Nr. 21 KV 467. Das Klavierspiel von Gulda perlt wie Champagner. Die Musik fließt förmlich dahin ohne dabei unpräzise oder beliebig zu wirken. Für wahr! Die Einspielungen dieser vier Klavierkonzerte, sind wie die Kompositionen des Genies Mozart selbst, nicht von dieser Welt. Mein Klassiker 5 von 5 PunktenEs ist so schade, daß Gulda nicht alle Klavierkonzerte von Mozart einmal einspielte, er war und ist das Maß aller Dinge! Ich habe das d-moll Konzert (Nr. 20) in bestimmt 20 Aufnahmen, da es eines meiner Lieblings-Klavierkonzerte ist, aber nicht einmal die ausgesprochenen Mozart-Spezialisten wie Clara Haskil oder Robert Casadesus vermitteln eine so derartige Spannung in diesem Konzert wie Gulda in Zusammenspiel mit Claudio Abbado, der mit den Wiener Philharmonikern ja nun weiß Gott das beste Mozart-Orchester dirigierte. Und auch bei den anderen Konzerten jubelt man bei den ersten Tönen auf: "Ach, das kenn ich doch!" Diese Zusammenstellung ist zwar nicht einzigartig in ihrer Auswahl, aber absolut das Maß aller Dinge in der Interpretation und in der Harmonie zwischen Pianist und Orchester. Wohl kaum noch zu toppen - es gehört in jede, ich wiederhole: JEDE klassische Sammlung! Gulda und Mozart - Genuß pur! 5 von 5 PunktenDiese vier Klavierkonzerte Mozarts in der Kombination Gulda/Abbado mit den Wiener Philharmonikern dürfen in keiner Klassik-Diskothek fehlen. Friedrich Gulda war über Jahrzehnte das "enfant terrible" der klassischen Musik. Heute sagte er sie mal wieder tot, morgen führte er sie auf, und wenn er dann mal wieder ins Studio ging, um seine Sicht zu verewigen, dann konnte man immer davon ausgehen, daß Außergewöhnliches zustande kam. So auch hier: Die vier Konzerte, in Wien Ende der 1970er Jahre eingespielt, sind so vollendet dargeboten, daß man bedauern muß, daß der Künstler sich nie zu einer Gesamtaufnahme der Mozartschen Konzerte durchgerungen hat. Mit Nikolaus Harnoncourt hat er einige Jahre später (für Teldec) noch die Konzerte Nr. 23 und 26 aufgenommen, aber dabei ist es dann (leider) geblieben. Diese sind von absolut gleicher Vollkommenheit. Gulda war ein in jeder Hinsicht extravaganter Typ, aber in den vorliegenden Aufnahmen nimmt er sich ganz zurück und dient auf eine unnachahmliche Weise den Intentionen des Komponisten. Herrlich! Die Wiener Philharmoniker sind ein Spitzenklangkörper (muß man das überhaupt noch betonen?) und für Mozart immer eine erste Adresse. Claudio Abbado führt sie sicher und mit einer dem Pianisten gleichzusetzenden Akuratesse. Die Klangqualität ist von imponierender Durchsichtigkeit und Klarheit. Ein etwas ausführlicheres Begleitheft hätte der Ausgabe allerdings noch mehr Glanz verliehen. Absolute Vollkommenheit 5 von 5 PunktenDas Zusammenspiel zwischen dem Orchester und dem Klavier ist einzigartig. Das wunderbare Wechselspiel wird optimal abgemischt und wirkt so akustisch brillant. Vergleicht man diese Aufnahmen mit anderen Interpretationen der Pianisten Haskil, Serkin, Brendel, Anda und den jeweiligen Dirigenten, so werden Mozarts Klavierkonzerte nur durch dieses Trio Gulda/Abbado/Wiener Philharmoniker in einzigartiger musikalischer Vollkommenheit vorgestellt: Tempo, Akzente und das wunderbare Ausspielen der Melodien verlaufen in einer Harmonie, wie man es bei keiner anderen Aufnahme findet. Guldas Erfahrungen als "swingender Jazz-Pianist" verleihen der Interpretation vielleicht auch diesen Glanz von Leichtigkeit, den man beim Hören spürt... Bei diesen Aufnahmen muss man kein Musikwissenschaftler sein, um die Schönheit der Musik Mozarts zu erkennen. Die Aufnahmen gehen direkt ins Herz - und bestätigen den Volksmund: "Ist der liebe Gott Zuhause, spielen die Engel Bach. Sind die Engel unter sich, spielen sie Mozart." Auf jeden Fall das Beste 5 von 5 PunktenNur Arturo Benedetti Michelangeli nimmt es mit Gulda auf .Michelangeli ist absolut der Meister von Nr.25 . Die Tempi und den Takt hat er charakteristisch verstanden. Und er präsentiert uns einen frischen Styl, der mir sehr auffällt .Man soll bei dieser Aufnahme das Hauptaugenmerk auf Michelangeli richten. Aber Abbados Wiener Philharmoniker übertrifft allseitig die NDR-Sinfonieorchester .Diese Kombination ist meiner Meinung nach die perfekte. Gulda ist schon vor der Einspielung über die Melodie im Bilde.So kann er uns einen lebhaften Mozart anbieten.DGs Tonklang ist viel besser als EMIs Argericheinspielung. Diese CD hat nur einen Nachteil ,zu teuer zu sein . |
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Beethoven - The 9 Symphonies von Leonard Bernstein, Jones, Schwarz, Kollo, Moll, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 29,95, Angebote ab EUR 22,38 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juni 2004 |
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4 Kundenrezensionen:Grandiose Gesamteinspielung 5 von 5 PunktenWer so recht eigentlich in das sinfonische Schaffen Beethovens eintauchen will, kommt wohl kaum an Leonard Bernsteins grandioser Gesamtinterpretation vorbei. Mehr noch, die Deutsche Grammophon hat mit dieser Wiederveröffentlichung ein ganz besonderes Juwel Bernsteins auf den Markt gebracht. Zuerst erschien dies unvergleichliche Album als repräsentative Kassette mit acht Langspielplatten von allerbester Qualität, einem formidablen Beiheft und einem großartigen Portrait des beliebten Dirigenten in würdevoller Haltung auf der Vorderseite. Bis heute ziehe ich Bernsteins gemessene, geradezu majestätische Tempi jeder anderen Version vor. Ein wenig Nostalgie mag dieserhalb durchaus eine Rolle spielen, doch ich denke, die von mir so sehr geliebte "Eroica" (3. Sinfonie) kann niemals besser klingen als hier. Meine Eltern schenkten mir in meiner Jugend die - für damalige Verhältnisse ausgesprochen teure - 8LP-Box zu Weihnachten und ich musste meiner Mutter zusichern, "auch mal Karajan" zu hören. Zähneknirschend willigte ich ein. (Siehe auch meine Rezension vom 21. September 2006 zu Karajans Einspielung der "Brandenburgischen Konzerte" Johann Sebastian Bachs.) Leonard Bernstein war sich sehr im Klaren darüber, dass viele Menschen im Laufe ihres Lebens die Fähigkeit zur Freude verlieren und er wollte mit seiner Kunst ganz bewusst ihrem Mangel begegnen. Für ihn persönlich fiel die Erstveröffentlichung dieses Albums in die Zeit der Ernte seines Lebens. Mir ist, als habe er in die hier vorliegenden Aufnahmen seine gesamte Erfahrung eingebracht. Diese spektakuläre Einspielung der Sinfonien Beethovens wird bei einem großen Kreis von Musikfreunden unweigerlich Erinnerungen an die Achtzigerjahre wachrufen, als viele von Bernsteins Konzerten im deutschen Fernsehen übertragen wurden. Zu dieser Zeit war er vermutlich - von Karajan vielleicht einmal abgesehen - der beliebteste Dirigent hier zu Lande. In jenen Jahren freute ich mich wie ein kleiner Junge auf seine großartigen Neujahrskonzerte. Im Anschluss daran wurde Leonard Bernstein an einem Tisch sitzend gezeigt, den Zuschauern das aufgeführte Werk erklärend - in sehr pronounciertem Deutsch. Für mich waren seine Kommentare stets eine "Neujahrsansprache" der ganz besonderen Art! Arg verschleppte Tempi und überbordende Gesten hat man Leonard Bernstein zuweilen vorgeworfen, doch in Wirklichkeit ist hier nichts, was das gewaltige Werk in seinen Gesamtproportionen beeinträchtigen oder ihm die Spannung nehmen könnte. Im Gegenteil, Bernstein dient der Musik Beethovens mit einer solchen Inbrunst und Eindringlichkeit, dass der Komponist seine wahre Freude daran gehabt hätte! Hier und da wirkt Beethovens Musik unter Bernsteins Dirigat derart zart und zerbrechlich, dass man kaum zu atmen wagt. An anderen Stellen kommt eine solch wuchtige atmosphärische Dichte auf, dass man sich mit geschlossenen Augen beinahe in einen Konzertsaal versetzt fühlt. Obwohl ich nie ein Freund speziell der 9. Sinfonie war, muss ich sagen, dass Leonard Bernsteins erhabener Ernst bei der geistigen Durchdringung Beethovens sinfonischer Werke aufs Ganze gesehen stets einen unvergleichbar starken Eindruck auf mich gemacht hat. Seine Sicht auf Beethovens gewaltige Partitur, seine klare Handschrift in der Linienführung und seine bemerkenswert vertrauensvolle Abstimmung mit den Wiener Philharmonikern kennzeichnen eine Gesamtinterpretation, die über ihre Zeitbedingtheit hinaus großen Wert behalten wird. Der weiche Klang der Hörner und die satte Präsenz der Streicher erfüllen diese überaus klar strukturierten Einspielungen mit einer teils sachten, teils überwältigenden Emotionalität. Beethovens Kompositionen verlangen Solisten, Chor und Orchester das Äußerste ab. Dass die Intonationssicherheit der Vokalsolisten mitunter auch Grenzen kennt, fällt im Gesamtbild jedoch kaum ins Gewicht. Die Klangqualität der Aufnahmen ist einfach superb und überragt manche Studio-Einspielungen um Längen. Mit einem Wort? SCHÖN! 5 von 5 PunktenDiese Einspielung habe ich mir gekauft weil ich einen Zyklus mit den Wiener Philahrmonikern besitzen wollte und ich muss sagen meine Erwartungen wurden übertroffen! Bernsteins Beethoven ist einfach schön. Die Tempi sind eher gemäßigt und manchmal relativ langsam, im Gegensatz zur Schnarchpartie Masurs wirken sie jedoch nie geschleppt sondern selbst im langsamsten Larghetto immer noch spannungsgeladen. Die Klangqualität hat alles bisher von mir gehörtes übertroffen. Man merkt so gut wie nie, dass es sich um eine Liveeinspielung handelt. Die Wiener sind in absoluter Höchstform. Zu besonderer Höchstform laufen sie bei der 4. und bei der 7. auf. Der erste Satz der 5. hätte etwas mehr Tempo vertragen. Leider wurde die 9. in der Staatsoper und nicht wie die anderen in Akkustischen Paradis, dem Wiener Musikverein, genommen, daher ist der Klang hier nicht so ganz vollkommen (im Gegenzug sind hier nur 2 oder 3 mal Hintergrundgeräusche zu hören). Hier muss vorallem der Schlusschor im 4. Satz erwähnt werden, der endlich einmal ein unkontrollierter extatischer Freudentaumel ist. Alles in allem, der beste Beethovenzyklus den ich habe, wenn auch einer der langsamsten. Eindeutig besser als Karajan 1963 (nicht nur wegen der Klangqualität, die eher an DDD im Studio erinnert, als an ADD live). Großmacht Wiener Philharmoniker 4 von 5 PunktenMit wie vielen Dirigenten die Wiener wohl die Beethoven-Sinfonien eingespielt haben ? Bernstein traf erst recht spät auf dieses Orchester,Mitte der sechziger Jahre, aber sogleich ergab sich eine höchst freundschaftlich-fruchtbare Beziehung. Auch dieser live-Zyklus der Beethoven-Sinfonien ist davon Beleg. Ähnlich wie sein Kollege Carlos Kleiber vermochte Bernstein, die Wiener zu elektrisieren. " Vordere Stuhlkante" bei einem Orchester wie diesem, ist schon eine Dirigentenleistung der Sonderklasse. Anders als der recht farblose Zyklus von Rattle mit den Beethoven-Sinfonien, liefern die Wiener mit Bernstein Beethoven machtvoll im Breitwandformat. Man höre sie entfesselt spielen beim "Gewitter" in der Pastorale, aber auch die siebte Sinfonie, dritter und vierter Satz, der zweite Satz der neunten- der Eingangssatz der fünften,natürlich. Da steckt ungeheure Leidenschaft hinter. Ein mächtiger Beethoven- nicht übermächtig und extatisch, wie teilweise bei Furtwängler, aber schon sehr gewaltig. Die " kleineren " Sinfonien erscheinen einem in diesem Zyklus- wahrscheinlich unvermeidlich- zu dick aufgetragen. Wenn man Hogwood,Norrington,Gardiner,Immerseel und manche andere kennt, ist dies ein unvermeidlicher Eindruck. Durchsichtigkeit,Beweglichkeit kleinerer Ensembles fehlen naturgemäss. Wer Beethoven im Breitwand-Format,mit viel Leidenschaft, mag, ist mit diesem Zyklus sehr gut bedient. romantisch - aber wie ! 4 von 5 PunktenWenn eine "romantische" Aufnahme der Beethoven-Sinfonien, dann diese ! Die Wiener Philharmoniker in Höchstform, mit butterweichen Hornsoli und brillantem Streicherklang und auch sonst allen Vorteilen, die man von ihnen kennt. Die jüngere Generation ist allerdings auch mit den Interpretationen von Norrington, Hogwood, Harnoncourt etc. aufgewachsen, und so erscheinen einem manche Tempi auf den ersten Blick recht langsam, sie sind allerdings immer erfüllt und voller Emotion, manchmal bis zum Platzen. Kleiner Abstrich: der 4. Satz der Neunten: Bayreuths Brünnhilde, Fricka und Siegfried sowie Münchens Fafner und Hunding wirken doch etwas elefantös, obwohl sich die ersten drei (Jones, Schwarz, Kollo) recht erfolgreich um Differenzierung bemühen. Für den sonst großartigen Kurt Moll liegt dieser Part einfach zu hoch, er quält sich hörbar (vor allem mit dem fis' in "freudenvollere").Auch der Chor tut sich schwer mit Bernsteins (und Beethovens) extremen Anforderungen, vor allem die piano - Einsätze auf höheren Tönen klingen manchmal etwas nach Meerschweinchenquälerei. Ansonsten wie gesagt die empfehlenswerteste der "konventionellen" Beethoven - Zyklen. |
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Karajan/Kleiber: die Legendären Neujahrskonzerte von Herbert Von Karajan, Carlos Kleiber, WpAudio CD von Sony Class (Sony BMG)Preis bei Amazon: EUR 16,95, Angebote ab EUR 13,94 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Dezember 2007 |
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ProduktbeschreibungLEGENDÄRE NEUJAHRSKONZERTE Eine Kundenrezension:Sehen, hören und genießen. 5 von 5 PunktenAls ich hörte, dass es diese kombinierte CD/DVD Edition mit 2 der großartigsten Neujahrskonzerte gibt, war ich Feuer und Flamme und musste mir das sofort bestellen. Karajans erstes und einziges Neujahrskonzert von 1987- mit den Wiener Philharmonikern, wunderbar altersweise und denoch voller Spaß an der Musik und an jedem Detail - da kann ich meine alte VHS Aufnahme endlich entsorgen. Faszinierend, zuzuschauen, wie einem der für mich besten und charismatischsten Dirigenten ein Blich oder ein Fingerzeig genügt, um dem Orchester zu zeigen, was er will. Und auf 2 CDs dann noch das Konzert von 1989, einem sowieso denkwürdigen Jahreswechsel, an den ich mich noch gut erinnern kann. Ein wenig schade, dass nicht auch hiervon eine DVD beiliegt, aber auch auf CD zeigt sich, was ein gutes Orchester und ein Spitzendirigent aus den Walzer- oder Operettenhits machen können! Ein Grund, mehr als einmal im Jahr "Neujahr" zu feiern. |
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Best of Johann Strauss von Abbado, Maazel, Boskovsky, Karajan, Wp, BpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,51 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Juli 2003 |
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Eine Kundenrezension:Ein schönes Geschenk für die Beginner 5 von 5 PunktenIch bin kein Liebhaber von "The best of...", hier muß ich aber meine Gewohnheit beiseite lassen. Hier wurden wunderschöne Stücke von Strauss auserwählt, dazu von den besten Orchestern der Welt gespíelt und von besten Dirigenten geleitet. Ich finde diese CD eine sehr gute Einführung in die Welt der Klassik für die Kunden, die nicht viel Gemeinsames mit Philharmonie haben. |
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Anne-Sophie Mutter: Virtuose Violinkonzerte (Cc) von Anne-Sophie Mutter, Karajan, Bp, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 5,95, Angebote ab EUR 4,40 Erscheinungsdatum: April 2008 |
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ProduktbeschreibungVIRTUOSE VIOLINKONZERTE |
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Schubert: Sinfonien Nr. 3 und 8 von Carlos Kleiber, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 9,95, Angebote ab EUR 6,88 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Februar 1997 |
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5 Kundenrezensionen:Umstritten und genial 5 von 5 PunktenSchuberts 3. Sinfonie wurde zu Kleibers einziger wirklich umstrittenen Aufnahme. Dies lag an seinen zügigen Tempi, vor allem im Allegretto und Menuetto. Sein lichter, dynamischer und schwungvoller Zugang, in dem er seinem Vater Erich folgte, ist jedoch ebenso schlüssig wie spannend. Kleibers Deutung von Schuberts »Unvollendeter« dürfte trotz ihrer superben Qualität, ihrer lichten Farbenpracht und der subtilen Schattierung der Stimmungen, ihrer sich verdichtenden inneren Dramatik und ihrer sich unsentimental entfaltenden Lyrik eine der weniger spektakulären Aufnahmen Kleibers sein. Denn das ihm so eigene Feuer und Temperament konnte sich bei diesem getrageneren Werk naturgemäß weniger entfalten. Dennoch setzte Kleiber auch mit seinen beiden Schubert-Einspielungen neue Maßstäbe, die nicht übertroffen wurden. Kritische Stimmen sind immer auch verbunden mit dem persönlichen Geschmack. ... Carlos Kleiber: Eine Biografie Umwerfend 5 von 5 PunktenDiese Aufnahme wird gemessen an ihrer Bedeutung zu wenig Beachtung geschenkt. Für mich eine der besten Einspielungen der Schallplattengeschichte. Nicht nur wegen der fantastischen "Unvollendeten", sondern auch wegen einer absolut konkurrenzlosen Dritten, die mit schier unglaublichen Esprit und Leidenschaftlichkeit interpretiert wird. Selbst für die hohen Standards, die man bei Carlos Kleiber gewohnt ist, eine außerordentliche Einspielung. Unbedingt anschaffen, gehört in jede Sammlung mit symphonischer Musik! Kleiber meistert auch Schubert 5 von 5 PunktenDie Dritte strahlt vor fröhlichkeit eines jungen hoffnungsvollen Mannes namens Schubert und die Unvollendete ist die Schwermütigkeit eines gealterten Künstlers (der in einem viel jüngeren Menschen steckte).Bei Kleiber wird beides greifbar, jede Stimme hört man so deutlich als wäre nur sie zu hören. Zusammen ergibt das ein Symphonisches Meisterwerk. Kleiber dultet keine Hudeleien (trotz der zugegeben oft sehr schnellen und sicher gewöhnungsbedürftigen Tempi) und keine Schlampigkeiten und man hört die Dankbarkeit der Wiener unter so einem Meister spielen zu dürfen mit jeder Note. Olympisch! 5 von 5 PunktenLeider hat uns Carlos Kleiber nur wenige Aufnahmen hinterlassen, was er aber der "kleinen Ewigkeit der Schallplatte" anvertraute, kann getrost als außergewöhnlich und unwiederholbar empfohlen werden. So auch diese beiden Schubert-Symphonien: einmal die selten aufgeführte Dritte, die der Dirigent hier mit einer Bedeutung auflädt, die ein für allemal mit dem Fehlurteil aufräumt, Schuberts Jugendsymphonien seien nur "Gelegenheitswerke", allemal gut dazu, von Schulorchestern oder zur "Aufwärmung" aufgeführt zu werden. Man höre nur das "Menuetto. Vivace", dem der Dirigent zwar die vorgeschriebenen Wiederholungen verweigert, das aber mit einer so unnachahmlichen Eleganz am Hörer vorüberfegt, daß man aus dem Staunen nicht herauskommt. Die wohlbekannte, fast überpopuläre "Unvollendete" wird mit einem Ernst und einer Schwermut sondergleichen vor dem Hörer ausgebreitet, daß man stellenweise denken könnte, das Werk in Uraufführung zu erleben. Kein Dirigent vor ihm oder nach ihm spielt den Durchführungsteil mit solch einer dramatischen, unüberbietbaren Wucht. In dieser Lesart erinnert das Werk beinahe an eine Passionsgeschichte. Die Wiener Philharmoniker folgen dem Dirigenten bis ins letzte Detail mit spürbarer Lust und Anteilnahme. Eigentlich überflüssig zu erwähnen, daß das Orchester bis zum letzten Pult spitzenmäßig besetzt ist. Die Tontechniker haben hervorragende Arbeit geleistet; die Aufnahme aus dem Großen Saal des Wiener Musikvereins klingt nach nochmaligem digitalem Re-Mastering frisch und unverbraucht, dabei entstand sie im September 1978. Das Booklet enthält reichhaltige Beiträge von namhaften Musikkritikern, darunter Peter Cossé (deutsch) und Richard Osborne (englisch). Höchst empfehlenswert! Dicht unter dem Gipfel 4 von 5 PunktenWenn einer erst einmal tot ist. Obwohl. Kult war er ja schon zu seinen Lebzeiten. Carlos Kleiber, der so verehrte. Die Schubert-Aufnahme wurde zu seinen Lebzeiten, als sie herauskam, doch ordentlich gezaust,insbesondere die übertriebene Spannung bei der dritten. Kleiber hat es verdient, dass man höchste Maßstäbe an ihn anlegt. Ausgezeichnet ist er immer, aber einmalig ? Dies würde ich bei Schubert verneinen. Ich schätze die Unvollendete von Mackarras mit dem orchestra of enlightment mehr- sie ist organischer- romantischer. Die " kleine" dritte gefällt mir eindeutig von Immerseel mit anima eterna besser. Das ist nicht dritte von Beethoven, sondern von Schubert. Ein Stück weit möchte ich der damaligen Kritik an Kleiber recht geben. Zu aufgedonnert, dieser Schubert. |
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Sinfonien 1-4 (Gesamtaufnahme) von Leonard Bernstein, WpAudio CD von Deutsche G (Universal)Preis bei Amazon: EUR 18,95, Angebote ab EUR 10,71 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 1997 |
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Aus der Amazon.de-RedaktionLeonard Bernstein war ein Mann voller Überraschungen. Als Dirigent oft der hoffnungslosen Sebstgefälligkeit beschuldigt, sprach er intuitiv auf die klassische Ästhetik Haydns und nicht weniger auf den frühen, romantischen Wagemut Schumanns an. Tatsächlich wurden diese Symphonien niemals besser gespielt, geschweige denn besser dirigiert als hier. Diese Darbietungen sind voller Leidenschaft -- sie sind weder sehr schnell noch sehr langsam -- und von außerordentlicher Farbenfreude und Dramatik. Bernstein hält sich zwar genau an die ursprüngliche, üppige Orchestrierung des Komponisten, es gelingt ihm jedoch, die Wirkung einer jeden Symphonie voll zu entfalten, indem er sie mit gleichbleibender Klarheit und kammermusikähnlicher Balance spielen läßt. Daß dies alles live auf der Bühne geschah, in einer Aufführung von solch großer, emotionaler Bandbreite, ist erstaunlich. Sein Publikum in Erstaunen zu versetzen, beherrschte Bernstein jedoch von jeher am besten. --David Hurwitz 3 Kundenrezensionen:Romantischer Überschwang 5 von 5 PunktenObwohl der CD-Markt von Aufnahmen der Schumann'schen Symphonien mehr als übersättigt ist, darf doch Leonard Bernsteins Gesamtaufnahme aus Wien in keiner ernstzunehmenden Klassik-Sammlung fehlen. Sie nimmt praktisch eine Idealposition zwischen Klemperers nüchterner Detaildurchleuchtung und Szells orchestraler Akribie ein. Bernstein war Musik dieser Art quasi wie "auf den Leib geschrieben", schon in den 60er Jahren hatte er für die CBS (heute Sony) mit den New Yorker Philharmonikern eine erste Gesamtschau auf Schumanns symphonisches Wirken unternommen, der eine sehr dichte Zweite mit der Symphony of the Air (DGG, längst vergriffen) in Mono vorausgegangen war. Der große Dirigent, der leider 1990 viel zu früh von uns gegangen ist, geht Schumanns Schaffen mit romantischem Überschwang und einer unüberhörbaren Liebe an. So herzerfrischend klingen die Werke nirgendwo anders, besonders die doch etwas plakative Dritte ("Rheinische") wird von Bernstein zu einem Meisterwerk von beinahe Beethoven'scher Dimension hochgewuchtet. Auch die Frühlings-Symphonie (Nr. 1) ist unter Bernsteins Dirigat von umwerfender Leuchtkraft und läßt die Aufbruchstimmung, in der das Stück 1841, kurz nach des Komponisten Hochzeit mit Clara Wieck, entstanden ist, an jeder Stelle voll durchscheinen. "Im Tale blüht der Frühling auf": dieses Motto könnte eigentlich über dem gesamten Zyklus stehen. Die Wiener Philharmoniker sind für den Dirigenten ein idealer Klangkörper, man spielt sich förmlich "die Bälle zu", herzerfrischend und beglückend zugleich. Die Aufnahmen wurden live 1984/85 im Wiener Großen Musikvereinssaal aufgezeichnet. Sie sind von großer Brillanz und Präsenz und lassen kaum erkennen, daß es sich nicht um Studioproduktionen handelt. Gottlob ist der Schlußapplaus weggeschnitten. Das Beiheft ist von hoher Qualität, und der niedrige Preis des Albums steht in keinem Verhältnis zum musikalischen Wert. Ohne Einschränkung empfehlenswert! Einwandfreie Interpretation 5 von 5 PunktenSchumanns Sinfonien führen ja doch - zumindest ein wenig - ein Schattendasein. Der Komponist ist hauptsächlich für sein Klavierwerk bekannt, und das völlig zu recht, aber mit den Sinfonien zeigt er, daß er auch diese Gattung beherrscht. Die Ausdrucksstärke der vier Sinfonien reicht fast an Beethoven, den sinfonischen Übervater, heran. Von mitreißendem Schwung und lebendigster Fröhlichkeit ("Frühlingssinfonie") bis hin zu tiefer Emotionalität, die im sinfonischen Genre ihresgleichen sucht, ist das gesamte musikalische Spektrum aufgedeckt. Die Bernsteinsche Interpretation vermag die Intension und Ausdruckskraft der Schumann-Sinfonien sehr gut dem Hörer zu vermitteln. Die Aufnahme ist sehr lebendig und schwungvoll, intensiv, ansprechend. Für alle, die den Schumann ohne Klavier noch nicht kennen, bietet sich hier die Möglichkeit, sich positiv überraschen zu lassen und die den sinfonischen Schumann kennenzulernen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.) Stunning music 5 von 5 PunktenRobert Schumann was a German composer of the early nineteenth century. He died young, but not before producing many interesting and stunning works. In his short life, he produced piano works (that for which he is best known, perhaps), choral works, concertos, chamber music, and orchestral works. It is of these latter pieces that these discs are composed: * Symphony No. 1 in B flat, "Spring", op. 38 (composed in 1841) * Symphony No. 2 in C, op. 61 (composed in 1846) * Symphony No. 3 in E flat, "Rhenish", op. 97 (composed in 1850) * Symphony No. 4 in D minor, op. 120 (first composed in 1841; revised in 1851) The first and the last symphonies bear some interesting similarities, as one would expect, but the later revisions were significant enough to warrant considering the ordering as above, with the second composed now considered the fourth symphony. For a long time, Schumann seemed to compartmentalise his composition - in 1840, he seemed to concentrate exclusively on 'songs'; in 1841, he wrote two of the four symphonies. Schumann seemed to need to master each type of music before working on another. The symphonies are each unique. The first symphony, 'Spring', was born in a matter of days, and fully orchestrated within a month. There are definite signs here that a man used to composing for piano is at work. There is romance and humour mixed in for good measure. The second symphony, composed during one of Schumann's troubled periods (he had mis-diagnosed syphillis that complicated his life, as did some of the treatments), was also a quickly inspired and completed piece, but there were gaps of time between his periods of work. There is a slowness and melancholy about this symphony. The third symphony, 'Rhenish', is easy going and occasionally sweet, but the fourth movement has the majesty of Gothic architecture about it. (Only the first and third symphonies have given subtitles.) The fourth symphony, the one with the longest timeline of composition, is perhaps the most complex, despite being envisioned somewhat as a symphony-in-one-movement. Schumann was a leading light in the German Romantic movement, and this series of recordings of the Vienna Philharmonic under the conductor Leonard Bernstein is truly remarkable. Bernstein's appreciation and connection with the passion in the music comes through with a keen sensitivity. Schumann was a master of detail as a composer, just as Bernstein was a master of detail as a conductor, so here we have a near perfect pairing. Schumann's symphonies are underappreciated generally, though there are some who proclaim them as unparalleled in the post-Beethoven world. Both ideas may be a bit wide of the mark, but certainly Schumann is closer to the later than the former. Brilliant! |
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