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WAGNER: Das Rheingold (staged by La Fura dels Baus) - Zubin Mehta
DVD von C major (NAXOS Deutschland GmbH) |
3 Kundenrezensionen:Optisch frappierend - vom Musiktheater aber weit entfernt 3 von 5 PunktenDer erste Eindruck ist frappierend - sehr überzeugend sind die Fahrten nach Nibelheim und zurück bebildert, nur leider findet Musiktheater praktisch nicht statt. Die Bilder erlahmen durch Wiederholung. Zuviel des Ganzen - völlig überfrachtet, wie die gerade zuende gegangene Eröffnungsfeier der Winterspiele in Kanada. Nach dem RHEINGOLD ist das meiste verschossen. In den späteren Ringteilen wirkt alles nur noch wie ein wieder aufgewärmtes Feuerwerk. Die Personen stehen, auch aufgrund der permanenten Einbindung in irgendwelche Stehbagger, rum, wie bei Oper von Anno Dunnemal. Da bietet ja sogar Otti Schenks New Yorker Märchenring mehr an lebendigen Musiktheater. Szenische Interaktion oder irgendwelche Psychologisierung der Charaktere ist Mangelware. Der RING DES NIBELUNGEN ist mehr als nur Optik. Schade, denn sängerisch ist es durchaus auf Bayreuth-Niveau - was aber heute eigentlich nichts mehr heißt. Ein RING für die Fans aufwendiger Werbeclips im Stile von Coca-Cola-Werbung. Kein Vergleich zu Chereau, Kupfer oder ganz aktuell Schulz (Weimar). Eine nette Spielerei ohne Tiefgang. Einmal anschauen ist o.k. Die Halbwertzeit eines Chereau-Ringes, der mit jedem Jahr besser wird, wie ein alter Rotwein, hat diese Produktion eher nicht. Das ist der Ring des 21. Jahrhunderts 5 von 5 PunktenEndlich! Das ist der Ring des 21. Jahrhunderts! Nach den langsam verstaubenden Chereau Erinnerungen wurde es Zeit für eine neue Ästhetik. La Fura dels Baus machen aus diesem Ring ein fantastisches Kino- und DVD-Erlebnis (auch Blu-Ray), das mit 3-D Elementen ebenso arbeitet wie mit fasznierenden Projektionen. Die Sänger sind topp und das Orchester unter Zubin Metha spizzenmässig. Nicht für Wagner-Fans ein Muss, sondern auch für alle, die bislang Oper und Wagner gescheut haben! Unglaublich gut 5 von 5 PunktenIch habe bisher die ersten drei Teile der La Fura dels Baus-Version gesehen (Rheingold, Walküre, Siegfried), alle sind ein echtes Erlebnis, am meisten beeindruckt hat mich der Vorabend (Rheingold). Das ist Wagner, wie mal ihn noch nie gesehen hat, ein großartiges Erlebnis, sogar mein Mann, der alles andere als ein Wagner-Fan ist, ist vor dem Fernseher hängen geblieben. Die Bilder sind ein Traum... Eine 100%-Empfehlung! |
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PUCCINI: Turandot (staged by Chen Kaige) - Zubin Mehta
DVD von C major (NAXOS Deutschland GmbH) |
ProduktbeschreibungPuccini,Giacomo 1858-1924 - Turandot |
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WAGNER: Götterdämmerung (staged by La Fura dels Baus) - Zubin Mehta [Blu-Ray] , Regie: Tiziano ManciniBlu-ray von C major (Naxos Deutschland GmbH)Preis bei Amazon: EUR 30,99, Angebote ab EUR 28,99 Erscheinungsdatum: Januar 2010 |
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WAGNER: Die Walküre (staged by La Fura dels Baus) - Zubin Mehta
DVD von C Major (Naxos Deutschland GmbH) |
2 Kundenrezensionen:Abschreckend 1 von 5 PunktenIch bin mit grossen Erwartungen an diese Inszenierung herangegangen und bin nach dieser Walküre bitter enttäuscht. Dieser Ring gibt sich zwar in scheinbar modernem Gewand, ist aber ein grauenhafter Rückfall in längst überholte Opernspektakelzeiten. Der direkte Vergleich mit Chereaus Jahrhundertring kann nicht krasser ausfallen: Bei Chereau überzeugende schauspielerische Leistungen, eine durchgängige Interpretation und kaum überteffbarer musikalischer Ausdruck, in Valencia eine Art "Cirque de Soleil" zu Wagnermusik mit teilweise zweitklassigen Interpreten. Zur Ehrenrettung muss das Orchester und die hervorragende akustische Aufnahmequalität erwähnt werden. Darauf verzichte ich aber notfalls, sogar die katastrophale Bildqualität aus den 70er-Jahren nehme ich in Kauf, wenn ich als Alternative diese eigentlich richtiggehend abschreckende Inszenierung vor mir habe. Die Bildqualität ist übrigens nur marginal besser als bei dem Uralt-Video von Chereau - keine Spur von HD! Ich würde gern meine Kinder mit diesem einzigen wirklich in Allem überzeugenden Werk Wagners vertraut machen, aber mit dieser Inszenierung mache ich mich bestenfalls zehn Minuten lang lächerlich. Richard Wagner 5 von 5 PunktenIch habe die DVD meinem Partner geschenkt..der ist begeistert. Mehr kann ich dazu nicht sagen....Super Inzenierung!! |
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WAGNER - Das Rheingold (staged by La Fura dels Baus) - Zubin Mehta [Blu-Ray] , Regie: Tiziano ManciniBlu-ray von C major (NAXOS Deutschland GmbH)Preis bei Amazon: EUR 31,99, Angebote ab EUR 29,99 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: November 2009 |
2 Kundenrezensionen:top 5 von 5 PunktenKann mir nicht vorstellen, das es noch besser geht. Inzenierung, Musik, Sänger, Technik und Aufnahme sind großartig. Wenn man schon nicht live dabei sein dann, ist dies eine überzeugende Alternative. Augenöffner 5 von 5 PunktenEigentlich muß man der Produktbeschreibung nicht viel hinzufügen,kleine Mäkeleien einmal ausgenommen, so schleppt Mehta doch manchmal sehr, und Anna Larsson ist keine gute Fricka. Abgesehen davon: Sicher die beste Produktion des Werkes auf DVD - und ich sage das ganz bewußt, ohne die Verdienste der inzwischen in Ehren ergrauten Chéreau-Produktion schmälern zu wollen, die musikalisch allerdings mit dieser nicht mithalten kann. Uusitalo als Wotan: Ein Genuß, die Rheintöchter: Bemerkenswert exakt bei höchstem Charme-Faktor. Kapellmanns Alberich: Ein Klassiker; Siegels Mime: Luxus; Mayers Erda: Eine Wohltat an Eloquenz und Schönklang. Und so geht das weiter, hatte ich schon die geniale Bebilderung erwähnt ? (ok, manches geht ein bißchen in Richtung Videospiel, aber Spaß muß sein). Wenn Rheingold, dann dieses !! |
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Klassik Bei Kerzenschein von VariousAudio CD von Sony Classical (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 9,99, Angebote ab EUR 6,47 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2000 |
Tracks:
Eine Kundenrezension:Eine schöne musikalische Begleitung bei einem tiefsinnigen Gespräch zweier in die Jahre gekommenen Freunde. 5 von 5 PunktenDie Hülle der vorliegenden CD suggeriert zunächst , dass man diese zum Heraufbeschwören romantischer Stimmungen auflegen möge, konkret zu später Stunde bei Kerzenlicht an einem emotional sanft aufgeladenen Abend zu zweit. Chopin und Schumann mögen für solche Zwecke geeignet sein. Mahler, Debussy, Elgar und Bruch wohl eher nicht. Deren Musik schafft bei Kerzenlicht den atmophärischen Hintergrund für ein tiefsinniges Gespräch mit einem Menschen, den man schon lange kennt und mit dem man sich intellektuell verbunden fühlt. Die Stücke vertragen einen schweren Bordeaux, veranlassen dabei gottlob nicht zu sentimentalen Rückblicken, sondern schätzen den reflektierten Dialog im Hier und Heute. Dieser kann durch das empfohlene Kerzenlicht bei der zweiten Flasche Mouton durchaus melancholische Züge annehmen, wenn man sich gemeinam zu sehr in die tiefere Bedeutung des Bildertitels von Baselitz ( "Die Mauer") auf dem 89er Etikett hineindenkt. Ich selbst höre zwar bei Kerzenschein am liebsten Albionis Adagio g -Moll,da man dieses Stück leider nicht pausenlos abspielen kann, sehe ich in vorliegender CD eine sinnvolle Erweiterung der Sammlung Klassik bei Kerzenschein! Empfehlenswert! |
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Tosca von Zubin Mehta, Placido DomingoAudio CD von Rca Red Se (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 21,99, Angebote ab EUR 4,48 ![]() 5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: März 2006 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Eine Kundenrezension:Rundum empfehlenswert 5 von 5 PunktenLeontyne Price präsentiert auf dieser Einspielung eine stolze, selbstbewußte Tosca. Stimme und Austrahlung der Sängerin passen sehr gut zu dieser Partie. Sekundiert wird sie in dieser Aufnahme vom Placido Domingo und Sherill Milnes, die ihrerseits ihren Rollen nichts schuldig bleiben. Zubin Mehta am Pult läßt dem Werk alle notwendige Leidenschaftlichkeit angedeihen, ohne zu übertreiben und ohne die Sänger zuzudecken. Eine rundum empfehlenswerte Aufnahme. |
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Carmina Burana von Jo, Kowalski, Skovhus, Mehta, LpoAudio CD von Teldec Classics (Warner)Preis bei Amazon: EUR 6,99, Angebote ab EUR 3,78 ![]() 4,5 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Oktober 2001 |
Tracks:
ProduktbeschreibungCARMINA BURANA 2 Kundenrezensionen:mp3-download 4 von 5 PunktenIch habe das erste Mal bei Amazon den mp3-Download in Anspruch genommen. Ich muss sagen,es klappte alles wunderbar. Der gesamte Ablauf war gut dokumentiert und strukturiert - das Ergebnis wie gewollt. Die Qualität der mp3-Files geht in Ordnung. Das Kopieren und Brennen der Files auch. Ich bin rundum zufrieden und kann diesen Dienst mit gutem Gewissen nur weiterempfehlen. Richtig Klasse! 5 von 5 PunktenDas ist mal eine Aufnahme der Carmina Burana, die richtig Spaß macht und mitreißt! Gute Durchhörbarkeit der Instrumente sowie eine endlose Dynamik fordern zum Aufdrehen des Lautsprechers auf, bis man das Orchester in Original-Lautstärke im Raum stehen hat, Grandios! Nach dem Hören dieser Aufnahme ist der Stress erst mal wie weggeblasen und ich stehe mit einem breiten Grinsen aus dem Sofa auf. Diese Aufnahme ist nichts für schwache Anlagen oder fürs nebenbeihören - wer sich mal für den einen oder anderen Abend etwas gutes tun will, liegt hier goldrichtig! |
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Kiri a Portrait von Kiri Te KanawaAudio CD von Decca (Universal)Preis bei Amazon: EUR 12,99, Angebote ab EUR 9,09 Erscheinungsdatum: Februar 2004 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
Aus der Amazon.de-RedaktionKiri te Kanawa: Seit den 1970er-Jahren steht dieser Name für makellos reinen, wundervoll timbrierten Gesang. Nun wird die in Neuseeland geborene Sopranistin 60 Jahre alt, und Decca widmet ihr aus diesem Anlass eine Porträt-Doppelbox mit Auskoppelungen aus zahlreichen ihrer Alben. Von Bach bis Frederick Loewe, von Mozart bis Heitor Villa-Lobos reicht das Spektrum des vorgestellten Repertoires und spiegelt die Vielseitigkeit der Jubilarin wieder. Aber Achtung: Wer nach frühen Aufnahmen von ihr sucht, wird hier so gut wie gar nicht fündig, denn kaum einer der Tracks wurde vor 1980 eingespielt. Einzige Ausnahmen: Die große Micaëla-Arie aus Bizets Carmen mit Produktionsdatum 1976 und der fünfte Satz aus Johannes Brahms' Requiem, produziert 1979; zwei Dokumente, die besonders eindrucksvoll von der einzigartigen Qualität dieses Stimmmaterials zeugen. Am Ende des auf diesen CDs abgedeckten Zeitraums steht u. a. Victor Herberts (1859-1924) "Art Is Calling For Me" aus The Enchantress (produziert 1994), ein Song aus der amerikanischen Musical-Comedy-Tradition, anhand dessen die andere Seite von Kiri te Kanawas Begabung, ihr komisches Talent, hervorragend zur Geltung kommt. Ohne den Boden des klassischen Gesangs zu verlassen, bedient sie sich hier einer viel direkteren, nicht so sehr auf süffige Rundung des Tons zielenden Stimmgebung, die vor dem Hintergrund dieses Repertoires ebenso ihren Reiz hat wie ihr edel-gepflegter, bisweilen -- das sei nicht verschwiegen -- ein wenig zu glatter klassischer Gesang. In diesem Punkt liegt Kiri te Kanawas einziges von Kritikern immer wieder einmal angesprochenes Problem: Ihre Darbietungen sind nicht immer ein Musterbeispiel an interpretatorischer Durchgestaltung auf der Ebene des Wort-Ton-Bezugs. Allzu gern verlässt sie sich oft auf die bezaubernde Wirkung ihrer Stimme als solcher. Aber, genug gemeckert: Müsste sie, wie so mancher ihrer Kollegen, vokale Mängel durch Ausdruck überbrücken, dann würde sie uns weit weniger Freude machen. --Michael Wersin |
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The RCA Opera Treasury - Der Troubadour von Z Mehta, l Price, Domingo, MilnesAudio CD von Rca Red Seal (Sony Music)Preis bei Amazon: EUR 22,99, Angebote ab EUR 8,95 ![]() 4 von 5 Punkten (durchschnittliche Bewertung) Erscheinungsdatum: Januar 1997 |
Tracks:Disk 1
Disk 2
4 Kundenrezensionen:Immer wieder gerne 5 von 5 PunktenMeiner Meinung nach eine der besten Aufnahmen dieses Werks. Die eigentliche Referenzaufnahme mit Zinka Milanov und Jussi Björling hat leider einige Striche. Diese Einspielung kommt glücklicherweise ohne Striche aus. Leontyne Price als Leonora ist den verzierten Teilen ihrer Partie gewachsen und überwältigt einen doch vor allem mit dem Klangreichtum ihrer Stimme. Der junge Placido Domingo ist ihr hier ein leidenschaftlicher, stimmlich noch völlig unverbrauchter Partner. Zubin Mehtas Dirigat ist zupackend und nimmt doch auf die Sänger Rücksicht. Eine Aufnahme, die man immer wieder gerne hört. Price - Cossotto - Phantastisch ! 5 von 5 PunktenIn diesem "Trovatore" von 1970 kann man zwei Grand-Damen der Oper des vorigen Jahrhunderts erleben ! Leontyne Price und Fiorenza Cossotto ! Beide zählten zweifellos zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Operngeschichte und die Superlative sind ausgeschöpft ! Sie gemeinsam in dieser Trovatore-Einspielung hören zu können ist einfach wunderbar,erzeugt Gänsehaut und gibt dieser CD einen außerordentlich hohen Stellenwert ! Placido Domingo,damals erst 29-jährig,war ein ausgezeichneter Manrico und Sherrill Milnes komplettiert das Protagonistenquartett dieser Verdi-Oper hervorragend ! Allein wegen Leontyne Price und Fiorenza Cossotto reichen die zu vergebenden Sterne eigentlich nicht aus ! Ein kleines "Warum" an die Verantwortlichen des Cover's dieser CD-Box - Warum fehlt Fiorenza Cossotto auf dem Titelbild ? Miserable Tonqualität 1 von 5 PunktenDiese Aufnahme des 'Trovatore' aus dem Jahr 1969 gehört zu den besten. Selten habe ich Domingo so gut gehört, er singt fein und subtil, dramatisch und genau. Gleiches gilt für Sherril Milnes, dessen hohe feste Baritonstimme wie geschaffen ist für die mörderisch hohe Tessitura seiner Arie 'Il balen'. Fiorenza Cossotto singt als Azucena nicht nur differenzierter, sondern auch strahlender und klangvoller als in ihrer ersten Aufnahme unter Tullio Serafin (1963, mit Bergonzi, Bastianini, Stella). Leontyne Price mag vielleicht etwas angestrengter und rauher klingen als unter Basile (1959, mit Tucker, Warren, Elias), ihr Portrait ist hier jedoch noch differenzierter. Die Nebenrollen sind gut besetzt. Mehta dirigiert spannungsvoll und straff, manchmal klingt das Oorchester jedoch etwas zu grell. Das große Manko dieser Aufnahme, zumindest in dieser Ausführung, ist allerdings die hundsmiserable Tonqualität. Der Klang ist völlig übersteuert, in lauten Passagen und bei hohen Tönen scheppert es so sehr, daß das Hörvergnügen über Gebühr beeinträchtigt wird. Man sollte daher die Finger davon lassen und auf eine Neuauflage hoffen, die diese Mängel beseitigt und diese glanzvolle Aufnahme ungestört genießen läßt. Glanzvolle Aufführung 5 von 5 PunktenDer Tonträgermarkt weist wahrlich keinen Mangel an "Troubadour"-Einspielungen auf, und es gibt sogar darunter einige, die Sonderklassen-Rang beanspruchen können. Aber ich finde, daß neben Renato Cellinis (RCA) legendärer Produktion von 1952 mit einem traumhaften Sängerquartett (Milanov/Barbieri/Björling/Warren) und Karajans (EMI) Aufzeichnung von 1956, an der u.a. Maria Callas und Giuseppe di Stefano mitwirkten, die hier vorliegende Londoner Aufnahme von 1970 auch heute noch erste Wahl ist. Sie wurde im Gegensatz zu den vorher genannten Einspielungen in Stereo produziert, und das ist natürlich bei einer solch farbenreichen Partitur wie Verdis "Trovatore" ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Wenn auch Cellini, wie oben bereits erwähnt, insgesamt über die besten Sänger verfügt, so muß man der Aufnahme von Zubin Metha bescheinigen, daß sie ebenfalls eine illustre Sängerschar aufzubieten hat und außerdem die Partitur ohne jede Kürzung zum Erklingen bringt. Leontyne Price singt hier bereits die Leonora zum zweiten Mal auf Platten, und gegenüber ihrer Darstellung von 1959 (RCA, unter Arturo Basile) hat sie ihre darstellerische Leistung noch einmal beträchtlich gesteigert. Gesanglich ist sie in beiden Aufnahmen in großer Form, mir scheint sogar, daß die Gesangsbögen in den großen Arien des 1. und 4. Aktes bei Metha noch ausgeformter herauskommen. Die Rolle der Zigeunerin Acuzena war Fiorenza Cossotto wie auf den Leib geschrieben, ihre Atemreserven sind wahrhaft staunenswert, und Kraft und Glanz ihrer wunderbaren Mezzo-Stimme kann man gar nicht genug rühmen. Der damals junge Plácido Domingo verfügt über eine schöne, biegsame Tenorstimme, und wenn er auch nicht Björlings Strahlkraft in der Stretta aufbieten kann, so hat er hier doch eine Sternstunde gehabt. Nicht ganz so erfreulich scheint mir der Graf Luna von Sherrill Milnes, er singt zwar tonschön und sorgfältig, kann aber darstellerisch an Leonard Warren (bei Cellini) nicht heranreichen. Die übrigen Rollen sind angemessen besetzt, wobei ich dem Ferrando des Bonaldo Giaiotti noch ein Extralob spenden möchte. Er singt die oft etwas vernachlässigte Rolle mit Sorgfalt und klangreinem Ton. Der Ambrosian Opera Chorus (Chorleitung: John McCarthy) ist eine Spitzenformation, großartig besetzt in allen Lagen, und das New Philharmonia Orchestra London war zum Zeitpunkt der Aufnahme in bester Form und hat keine Mühe, die Orchester der anderen genannten Produktionen klar zu übertrumpfen. Der indische Dirigent Zubin Metha hat die Partitur sorgfältig studiert und erfreut durch seine zurückhaltende, werkgetreue Gestaltung. Er nimmt der Oper einiges von ihrer plakativen Wirkung, dafür hört man in seiner Version Feinheiten und Nuancen, die man in diesem schlagkräftigen, plakativen Werk gar nicht vermutet hätte. Die Klangtechnik ist gut, aber nicht überragend, der Rauschpegel ist relativ gering. Schade, daß das an sich ordentliche Textbuch nicht die Übersetzung des Libretto in deutsch bringt. Ansonsten sind keine Abstriche zu machen. Die Aufnahme sollte Eingang in jede gute Operndiskothek finden. |
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